Ausgabe 
25.8.1916 Erstes Blatt
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Ärtte Schotten.

sk Schotten, 25. August. Auf Anregung des Hauptaus- schufses. für krie gs, vi rts cha stl ickv' Sammluntier: und Verimrttmg von MfäNen zu Darmstadt siird im diesseitiger: Kreise vier Bezirks- lstellcn zur Sammlung von Olfftkernen, Zeitungen, Zeitschriften, Altpapier, Kastanien. Eicheln. Birchckeri: usw. errich­tet worden, an die genannte:genstände abaoliefert werden sörrrrer:, rurinllch in Schotten: Leiter: Lelwer Kröll: Lau bach: Leiter: Ächrer Maffirrg: B o b e n h a u s e n II: Leiter: Lehrer Braun: Over-(See men: Leiter: Lehrer Keller. Leite:- der Kreis- ^amnrelstelle des Kreises Schotten ist Schulrat Kreisschulinspektor Feuerbach zu Schotten.

§ Hart mannshain, 25. 9kug. Seit einiger Zeit l>errscht Ml hresrgem Bahn Hofe ein ganzer Betrieb mit Heu verladen. Es werden täglich fast durchschnittlich 10 Waggon ladefertig ge­macht und gar oft fehlt es dann noch an leeren Eisenbahnwagen. B^ablt werden für den Zentner 3,00 bis 3,20 Mark. Der Vogcls- bergcr Bauer weis; aber auch jedes Fleckchen anszunntzen -- jede mit Gras bewachsene Stelle wird abgemäht und ivenn es meist auch.nur ein ganz kleines Dumitum Heu darauf gibt - und dem Mw YenStock" in der Schmer zu geben. Wächst an solchen Plätzen: lnn Hecken, an Rainen und Wegen gerade kein Gras, welches sich M Heu eignet, so wird es doch abgemähl, dürr gemacht und zum Streuen verweirdet. Dieses Zeug ist in diesem Jahre, zu dieser Zeit, bitrcb das vorige stvohanme Jahr auch sehr begehrt. Ist alles Heu geerntet, wird von denr grwßenStock" Heu das überzählig:? Quantum, welches der Landwirt nach jahrelanger erpwbter Praxis gut at^-uschätzeu nreiß, dem Bahnlws snr Verladung zugefahren.

ga. Laubach, 25. August- Ter Landsturrnmann, Unteroffizier Karl Otto Jäger, der schon längere Zeit die Hessisch Tapferkeits- lnledaiUe l«esitzt. erhielt dieser Tage auch das Eiserne Kreuz 2. Kl. Das gleiche Ehrenzeichn erhielt mit 17. August der Dragoner Ge­freiter Wilhelm Semmler im Dvagoner-Regt. 23, zurzeit in: Ins Regr. oL SemMler sieht schon seit dem ersten Tage der Mobil­machung im Feld. Trotz des Krieges hatte sich in den vergangenen sonnigen Wock)en eine größere Zahl S o ntinerfris chler hier ern.schunden. um wie alljährlich die Zeit ihrer Sommerferien der Erholung zjn widmen und sorgenfrei zu verbringen. Jir: Solmserhos tvaren Knallen trnd Mädchen aus Gießen in größerer Zahl zur Er- hodrng längere Zeit untergebracht. Da nun seit einigen Tagen die WiLierrmg uMgeschlager: ist, ist auch der Frenrdenverkehr schnell Mrückge-mngen. Auch für unsere Getreide- und Kartoffelernte durfte das lätlgere Anhalten dieses Regenabschnittes nicht von Nutzen sein, zumal die Fruhkartoffelernte durch das nasse Wetter selw gelitten Ixit. Obst, besonders Hoch tapse l und Zwetschn gibt es itt besriedigetrder Mdtlg?, so daß die neuen emaillierten Kessel bald in Tätigkeit treten und die Probe für ihre Tauglichkeit abgeben dürften.

Kreis Friedberg.

oz. Friedberg, 25. Llug. Zur Rückkehr derDeutschland" bat ein hiesiger ^Bürger der Niannschaft des U-Bootes 300 Mark übersandt. Unter dem Namen ,Lcl>ensmittel-Ein- f a u f s v e r e im i g tl u g F r i e d b e r g" haben sich fast aUe Fried- 1>erger .Kolonial,varcngcschäfte zusrnnUiTNgeschlossen; dieser Zusam­menschluß beruht erstens auf behördlicher Anregung, zioeiiens. um die wirtschaftlichen und Dtandcsinteressen bessac gewahrt zu wissen, loeiter darin, durch geschlossenen Einkauf m:d die dadurch erzielten Vorteile die Kunden stets gut und preiswert bedienen zu können.

AusderWetterau, 25. Aug. Wir stellen m i t t e n i n der Ernte, an einzelnen Orten geht es bereits dem Ende zu. Be­reits sind Korn nnd ('berste, die Brotfrucht des Landmanns, in der Scheune untergebracht. Soweit nich allzu große Aengstlichkeit zn allz!n frühem Einfahren veranlasse, so kann man sagen, daß diese Fruchtarten gut nnd trocken eingebrackut worden sind. Bereits sind die Dreschmaschinen schon an der Arbeit und Probedrusche dieser beider; Getreidearten Haber: ein ersreulick>es Mehrergebnis gegen das Vorjahr ergebe::. (bogerrwärtig wird der Weizen eingefahren. Wenn auch hier und da der Gitterrost Blätter rmd Stengel befallen hat, so cht er doch nicht die ilAirkiiugeil gehabt, die man befürchtete. Auch das starke Ariftteten der Zottelwicke, stellenweise auch der Vogelwicke, haben den Erttag des Weizens beeinträästigt. Infolge­dessen Hab«: die Probedrusche den Mvrgenertrag nur um ein Ge­ringes den des Vorjahres übertrofsen, nämlich Malter. Hin­gegen iiticrtrTfft die Hafer er nte alle Schätzungen. Während voriges Jahr eine Mißernte zu verzeichnen war. kann man die dies­jährige als Vollernte bezeichnen. .Halme von Manneshöhe siiw keine Seltenheit nach selbst geringe Böder: bringen fast Höchterträge, x Es ist nrit Bestimmtheit darauf zu rechne::, daß nicht mir die Hafer­ration für die Pferde erhöht wird, sondern auch die fast ganz von: Markte verschwundenen Haferflocken und das H a s e r n: e h: als wichttge Nahrungsnrittel wieder zu haben sein roerden. Auch der Strolnnangel des Vorjahres ist behöbe::. Der vielfach im Hafer ge­säte Klee war durch! die mnstige Witterung sehr gewachsen und zeigte die Knöpfe. Dadurch wird der Futterwert des Strohes noch erhöht. Die Woche schlechtes Wetter hat so gut wie keiner: Schaden verursacht, nrrr ganz vereinzelt war der Hafer in den Klecken gewachsen, da die Bauersleute, sobald er einigermaßen ab- chtrockrret itxtr, die Muhe des Wendens nicht scheuten. Jetzt imü noch zwei Wochen So mm erlvetter und darin wird eine Ernte ein­gebracht sein, die alle Hoffnungen unserer Feinde, uns auszu- hnngerr:, für das dritte .Kriegsjahr zuschanden iverden läßt.

Starkenburg und Rheinhessen.

ch. Bingen, 24. Aug. Die Insassen von Kölner Lazaretten weilten gestern und heute hier. Sie hattet: rnit einem Dampfer einer: Ausflug nach Bingen nnd Rüdes- heim nnternomlnen, Veranstaltern: gesterr: mit der mit­gebrachten Musikkapelle ein Konzert in den Rheinar:lagen nnd fuhren heute nach Rüdesheim h.nd dem Nationaldenttnal m:f denr Niederwald. Besonders poetisch nahm sich, das in aller» Frühe heute erfolgte Wecken durch Tronrpetensignale und Trommeln ans, wobei die Trompetensignale sich in den Straßen unserer Stadt regelrecht antworteten, während die Klänge an den .Hängen unserer steilen Berge verhallten. Bingen als Garnisonstadt würde doch sehr viel für sich haben.

ko. Eberstadt b. Darmstadt, 24. Aug. Händler geben hier bekannt, daß sie Z w e t s ch e n zu 32 Mark den Zentner auikaufen. Ein so hoher Preis wurde hier noch nie geboten.

Worms, 24. Aug. Der Kommunalverband Worms setzte heute Richtpreise für Hasen n n dRebh ü h n e r fest. Im Kleinverk.ist dürfen nachstehende Preise nickst überschritten werden: Junge Rebhühner das Stuck 95 Pfg., junge volle 1,30 Mk 'üi: Hase über 5 Pfund mit Fell 5Mk., ein Hase über 5 Pfund abge­zogen 4.75 Ms. Des-Interesses weger: sei hierbei erwähnt, daß man am Donnerstag in den besseren Speisehäusern Frankfurts für einRebhuhn mit Kraut" die Kleinigkeit von 4,50 Mk. anleget» r wußte.

Kreis Wetzlar.

Wa. Wetzlar, 25. Aug. Mit den: Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurde Geireiter der Reserve Lehrer Wil­helm Burkhardt. Jiü.-Regt. Nr. 137.

Wa. Dutenhofen, 25. Aug. Für das Vaterland gestorben ist Gefreiter Ludwig Volk, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 91, 10. Komp. Er ist Inhaber der Hess. Tapierkeitsmedaille.

Hessen Nassau.

250 Jahre ..Verlobter Tag".

Flörsheim cr. M., 24. Aug. Am kommenden Mon­tag, 28. August, feiert die Gemeinde zum 250. Male den verlobten Tag". Der Tag hat seinen Ursprung im Pest­jahr 1606, das in Flörsheim von 1000 Einwohnern fast 300 dahinrasfte. Angesichts dieser furchtbaren Geißel gelobten die Florsheimer eine Wallfahrt,solange als noch in Flörsheim ein Stein auf dem andern liege". Nach Abhaltung der ersten Prozession ging nach dem Ehronisten die Seuche zurück und erlosch bald völlig. Bis 1866 ivurdc derverlobte Tag" alljährlich am 28. Juli gefeiert. Dann wurde er aus zwingen­

den Gründen auf chen letzten DLontag des Monats August verlegt. Das Gelöbnis von 1666 haben aber die Flörsheimer Heuer ent Vierteljahrtausend gehalten.

Hessen-Nassau.

G Marburg, 25. Auq. Am Süd-Bahnhof ist jetzt ein K r e: s - L a g e r h a n s f u r G e t r e i d e, Akehl und Futtermittel erbaut und bereits in Benutzung genonuncn worden. In: Dorfe Kern-b ach verbrühte sich bei dem bei der Dreschmaschine begndlichen Waerbehälter ein 8 Jahre alter Junge derartig, daß er An den erhaltenen Verletzungen starb.

~ Bad Homburg v. d. 24. Aug. Bon den Fluren eines hieligen Hotels wurden in der vergangenen Nacht 11 Paar Schuhe, die von den Hotelgästen zun: Putzen herauSgestellt waren, g e st o h l e n. Der arme Wirt .ist für den Schaden natürlich haftbar.

- . ^ Öüitau, 24. August. Dem in der Versammlung d<n Ver- eungten Landwirte Frankfurt und ttingegend geäußerten Wunsche entsprechend hat der Vorsitzeiwe des Wirtschaftsausschusses des Wrrtschaftsverbaudes Hanau Stadt und Luud mit Vertretern der Landwirtsck-aft und Dreschnmschinenbesitzer wegen F e st setzu i: g eu i: e ö Dreschlohnes verhandelt, wojboi folgende Verein b ar u n g zustande kam: 1. Der Dreschlohn wird nnt 6 Mark ohne Bmdegarr: für die Stunde vercinlratt, 2. der Dreschmaschinenbe- jitzer stellt dafür drei von ihm geleimte Leute, die der Landwirt, mit Ausschluß, derjenigen Sonntage, die rächt Arbeitstage sind, beköltigt, 3. Bindegarn »vird nach Maßgabe der verwendeten Ge- wichtsnrenge besoriders bezahlt.

'Fc. W i e s b a d e n , 25. Aug. Der Verein für v o l k s v er­st a nd l: che G e s ri n d h e i t s p f l e g e c. B. in Wiesbaden hat vvn der Königlichen Garnisonverwaltrmg fast das ganze Gelände des. hiesigen alten Exerzierplatzes an der Aarstraße in einer Große von i:eim Morgen gepachtet, um dort ein großes, nruster- aulttges Luftbad zu errichten. Um den einzigen Nachteil des Platzes, seine Lage an z,vei Landstraßm, auszugleichm. beab- s:ckst:gt der >Verein dreier: Straßen entlang möglichst iuncrbalb des Bades SchreoerAärlen anzulegeri. die mit Bäumen und Strauchern bepflanzt w Schutz gegen den Staub bieten Werder:. M:t dem Lickit-Lustoad ist beabsichtigt ein Schwimmbad zn vcr- bmden. Auch das kleine städttsche Waldgelände, das dem Ererzier- platz nach, der Äarstraße zu vorgelegt ist, soll angepachtet werde::. Der Verein beabsickitigt nach Errichtrmg des Luftbades mit den Kinderfchutz- und Pslegevereiner: in Verbindung zu trete::, Ferien- kruder aufzunehmen, den Schulen, sowie den Turn- und Sport- vereinen das Bad zum Freilichtlunieu zur Verfügung zu stellen, um so weitgehend die Voltsgesundheit zu fördern.

X. Kassel, 25. Ang. Um Müttern vor und nach derEntüir:- dung dre Abfertigung in Lelrerrsmittetgeschästeu zu erleichtern, gibt der Magistrat der Stadt Kassel eine Börzugskarte für solche Mutter m:s. Die Kirrte berechtigt zur vorzugsweisen Abfertigung auf die ^.auer von sieben Mvfuaten vom Tage ihrer Ausstellung ab.

55 Schlüchtern, 24. Ang. Der Krersansfchuß i'ibennrnmt für OK gesamte diesjährige Obsternte im ^kreise den '?br- und Verkarrs aller Obstsorten. d?ach Versorgung der einheinttschen Be- Völkern::g rnit den: Winterbedarf verkauft der .Kreisausschuß den Ern te über s chu ß nad), auswärts. Die Obstzüchter Ves Kreises haben ihren Ueberschuß genau d<m zuständigen Bürgermeistereien mitznteilen, den Ueberschuß an Zwersck-en bis Ende August. Für Zwetscher: würde der Preis eines Zentners auf 4.50 bis 6 Dtk. im Verkmls festgesetzt. Hoffentlich schaltet der Kreisausschuß das Zwischenhändlertum ron vornherein rucksichtsols cu:s. Sonst hat die an sich löbliche Maßnahme riicht den gerincheu Zrveck.

g. Schlüchtern^ 24. Aug. Der Kreistag des Kreises Schlüchtern hat defchlosjen, von de:n ihn: zustehenden Vorschlags­recht zur Besetzung der erledigien Landratsstelle insofern Gebrauch zu nracheu, als er au den Regierungspräsidenten in Kassel die Bitte richten will, den konunissar,scheu Landrat von Trott zu Solz zun: Landrat des Kreises Schlüchtern zu ernennen.

. ul. Wirges, 25. August. Unter feierlicher Beteiligung dcr gesamten Bevölkerung wurde nunmehr der Grundsteü: zu einem Jugendheim gelegt, das allen Jrrgeudvereinen der Gemeinde als Heimstätte dienen soll. In feiner Weichere de wies Landrat. Bertuch auf die Bed»eutung des Tages hin und hob hervor, daß in er per Linie einträchtiges Zusarnurcnarbeiter: der verschiedener: Bekennttcisse und Richttmgen und edler Opfersinn den Bau ermög­licht l-aben. Neben einem eisern«: Fünf- mrd Zehnpfenrrigsttick wurde e:ne Brotkarte, ein Mahl schein, eine Seifen karte und ein Bericht des Bürgermeisters über die Beteiligung der Gen:einde an den Leistunger: und Opfern deö Weltkrieges im Grundstöcke ver- nmuert.

F.C. 21 u § Nieder Hessen, 25. Aug. Für die B ü r g e r- m e i st e r st e l l e in Grebenstein haben sich bis jetzt 76 Be- werber gemeldet, teils Juristen, teils städtische Derwaltungsbeamte.

vevmrkchtes.

Der Friede in: Sprichwort. Tie ersten Samm­lungen deutscher Sprichwörter Und in: !6. :md 17. Jahrburlderl angelegt worden. Die Erzieher des Volkes erachteten nach dem Grundsatz:Sprichwort Wabrwort" dre in diesen Sprichivörtern niedergelegte Weisheit als ein ivichtiqes und ,v,rksames Mittel zur Erziehung der ihnen aiwertrautei: breiten Masse. Da die Samm­lungen zu jenen Zeiten zuerst entstanden, in denen es recht kriegerisch in der Welt aussah, so ist es kein Wunder, daß auch die Begriffe Krieg und Friede,: darin einen breiten Rann: eiimehmen. Friedrich Seiler, der in der .Zeitsehrist für den deutschen Unterricht" das deutsche Sprichwort auf die Elemente des Krieges untersucht, bringt naturgemäß auch eine Reihe von Beispielen des Gegensatzes. 2luch der Friede gehört ja zum Krieg. 2lach dem Sprichwort:So

man Frieden haben kann, soll man keines Krieges begehren/ wollen wir einige an angeführter Stelle mitgeteilte, weniger be­kannte Sprichwörter über den Frieden hier iviedergeben:Ein

Friede ist besser als zehr: Viktorien."Fried' bringt' gute Jahr." Friede düngt den Acker wohl."Eine Kuh im Frieden ist besser als drei im Krreg."Fried' und ein »leugebautts Hans sind nimmer zu teuer." ,Friede macht das Land lustig."Wer den Frieden hütet, bewahrt einen teuern Schatz."Frieden erhalten ist besser als Frieden machen."Man schätzt den Frieden erst, wenn man den Krieg gekostet hat."Es würde Frieden auf Erden sein, gäbs nicht die Wärter Mein und Dein."Es kann kemer länger Frreden haben, denn sein Nachbar will." ^Der Friede wird nicht mir Feder und Tinte, sondern mit dem Schwert erhalten."Wo man wohl hüt', da ist gut Fried'." - Daß aber trotz dieser Friedensliebe, die, wie die Sprichwörter beweisen tief innen im Herze«: des beuijebei: Volkes lebt, der Sim: der Deutschen nichts von einem fanlei: oder halben Frieden ivissen will, das beweisen die Sprichwörter, d:e wir uns gerade in dieser Zeit, wo so mancher vor einem faulen Frieden bangt, als un- limskößliche Wahrheit nrerken wollen:Besser ein ehrlicher Krieg

als schlechter Friede."Besser ein offener Krieg als vennnmnrter Friede."Besser fein Friede, als halber."Gefärbter Fried' hält nicht Färb'."Verstellter Friede schadet mehr als offenes Krieg." 2lber selbst im längsten Kriege köimen wir uns des alten Wortes getrosten:Im Kriege soll man am Frieden nicht verzagen." _

Vüchertisch.

In der bekannten billigen (die ^Brmmer 20 Pfg.), vorzüglich ausgestatteten AusgabeDeutscher R e i ch s g e - setze i n ©: it & e t a & b r u cE e # (begründet von Geh. Justizral Univ.-Prof. D«r. K. Gareis, fortgeführt und bearbeitet von: Ersten StaatsMUvalt M. H ahn in M iiit cheM bringt die Ver­lagsbuchhandlung Emil Roth in Gießen die nachgimannterr neuen Gesetze, tvelche mietverunt ein befoitbecer Vorzug dieser Ausgaben! mit Einleitungen, Kernrvvrten, erläuternden An­merkungen, und ausführlichem alphabetischen Sachre-giskw ver­sehen sind: Nr. 559/561 der Sammlung: K r i e g s st e u e r g e s e tz vom 21. Juni 1916 (Preis 60 Pfg.), Nr. 562/563 der Santn:- lrmg: Gesetz über die Festsetzung von K r i e g s s ch ä d e n im Reichsgebiet vom 3. Juli 1916 (Preis 40 Pfg.), - Nr. 564 der Sammlung: Gesetz vom 12. Juni 1916, betreffend Renten in der Invalidenversicherung (Preis 20 Pfg.), Num­mer 565/566 der Sammlung: Gesetz über die Kapitalabfindung an Stelle vor: Kriegsversorgrmg: Kapitalabfindungs-

g e s e tz vom 3. Juli 1916. Mit den Ausführungsbestmim:mgen vom 8. Juli 1916 (Preis 40 Pfg.) Ferner Nr. 467/469 der Samm­lung: das durch die neuen Verordnungen des Kriegssteuergesetzes vom 21. Juni 1916 ergänzte Be si tz ste u e r g e s e tz (Preis 60 Pfg.) Diese neuen Gesetze dürften gegmmävtig^ großer Nachfrage begegnen, da sie ja gerade in jetziger Zeit von allge­meinen: Interesse sind.

Meteorologische Beobachtungen der Ltatton Gietzen.

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Wetter

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Sonnenschein

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15,4

11,5

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Klarer Himmel

25* 8" j -

13,7

10,8

93

9

Bew. Himrnel

Höchste Temperatur am 23. bis 24. August 1916: st- 19,6 ° 6. Niedrigste .. 23. .. 24. 1916: st- 7,3 ° 6.

Niederschlag 0,0 mm.

Wctteraussichtcn in Hessen am Samstag, den 26. Ang. 1916: Veränderlich, stellenweise 9tegei:sätte, keine Temperaturänderung.

Letzte AKchrrchten.

Die neuen Nordseekämpfe.

Gens, 25. August. Der franzbsstche Älaru:ekr:trker^9Ldnriral Degvuy schreibt den Hauptanteil dos Erfolges im 0ectretten vom 19. August der hervorragenden Manövrier-- säht g'ke i t der jetzt den Ijüdjfteu Anforderungen entsprechend«: U-Boote und Zcppeliue zn. Fraglos stehen unmittelbar neue d e u t sch-b r itis ch e Seo'k ä m vse bevor, da Englmck» den Ver­kehr nrit Skandinavien mmnu'br wegen der Holztransporte selbst mit großer: Otsterr: sichern müsse.

D-c Riicksahrt derDeutschland".

Bremen, 25. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Bvosmanns Tele- graphen-Bureau nieldet: Nach euren: soebe:: zugegangenen Tele gramm passierte dieDeutschlaich" um 7,15 Uhr die Wacht zentrale Wremerttef, :tm 7,50 Uhr Bremerl-aven um 8,20 Uhr Eien, langsam lveseraustvärts fahrend.

Di^ Bulgaren in Seres?

Lugano, 25. Ang. DerCorriere della Sera" meldet: An der Struma herrscht Ruhe. Die Bulgaren bedrohen Seres und sind dort, wie G e r r": ch t e nyrgehen, bereits ein gedrungen. Der­en gl isck>e urch italienisch.' Konsularagent und einige Italiener au-s Seres sind in Saloniki eingettoffen.

Die neue Lüge auf dem Balkan.

Genf, 25. Angnst. Die Radio-Agentur mckldct aus Athen, daß die Bulgaren ihre Operationen in Ostnnrzedonien fort setzen, olmo vor: den griechischer: Truppen behindert zu werden. Drei griechische Divisionen ivurden in Kavalla eingeschifii. um die Rückfahrt nach Alt-Griechenland anzutreten. In den griechischen Forts, die die Bulgare:: besetzter:, befanden sich noch Geschütze nebst Munition. Siiblich nnd südöstlich Florina daueri: die heftigen Kämpfe an. Lyoner Blätter melden aus Saloniki, daß die Bulgaren, von den Albanern urtterstützt, in' der Richttrng Kori tza-Hochepi aus vorrnrcken.

Rumänien urid die Entente.

L u g a n o, 25. Aug. Die .^Ztalia" schreibt zur Durchsührur:g des Hauptzweckes der Bai kan offensive, nämlich der Durchschrreidmrg der Verbindung der Zentralmächtt nrit der Türkei reiche auch eine l>albe Million Truppen nicht aus. Gs könne nur gelingen, wenn die Rumänen mittun würde,:. Würde das nicht erreicht, so rverde aus diesem Schauplatz nichts Erttjcheidendes geschehen und Garrail sich lveiter daraus beschränke masten, j>mtsche und bulgarisch' Kräfte festzut-alteu. Das gleiche sagt der Militärkritiker desGiornale d'Jtalia": Ohne Rumünierr sei nichts zu nrachen. Dabei ,vrrd. wie am Arffang des vorjärigen Balkanfeldznges, die Zahl Ber deutschen und bulgarischen Streitkräfte möglichst gering erngx^ schätzt, obgleich dasEKormate d'Jtalia" in einem Telegramm aus Athen berichtet, auf beni_ äußerster: linken Flügel an der Struma seier: deutsck-e und bulgarisch Divffimwn zum Angriff übevgvgangQr. Der kleinlaute Venizelos.

Amsterdam, 25. Aug. Nach einem, hiesigen Blatte hat Venizelos einen: Korrespondenten de:'Times" in Althen mitgeteilt, daß er vor denr bulgarischn Einmarsch in (Griechisch- Mazedonien, erwartete. daß seine Partei der den Wähler: 215 von den 330 Sitzen in der .Kanrmer erhalten wurde. Jetzt glaube er aber, daß die Wahlen nicht Möglich! fest: lver'den, ivenigstens nicht in dem von der: Bulgaren besetzten Gebiete.

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