zeine, ob verwundet ober 1 xnbcärtntb«t, ob bewaffnet ober nicht, nieder geschossen ober erstochen. Und ba wegen unsere Nein de, fügt die „Nordd. Mg. Ztg.", uns Deutsche der Barbarei zu beschuldigen.
Zur Rüü-ehr der „Deutschland".
B e r t i n , 25. Aug. Aus allen Teilen des Reiches werden Meldungen verzeichnet, die von der großen Freude über die glückliche Heimkehr der „Deutschland" zeugen. Bei der Einfahrt des Tauchbootes in die deutsche Bucht erschien ein Flieger, der aus die „Deutschland" zuhielt. Sein .Mrs erweckte zunächst, eine gewisse Unruhe. Indessen^ war das Flugzeug alsbald an den Kreuzen kenntlich. Es senkte sich bis auf wenige Meter über das Tauchboot und „Willkommen in der Heimat!" klang es herab. Es war der erste Gruß, der Kapitän König und seinen Leuten bei der Rückkehr zuteil.
Gleich wie bei der Ankunft der „Deutschland" in Balti- nwre begeisterte Deutsch-Amerikaner erhebliche Summen für die Mannschaft und ihren tapferen Kapitän zeichneten, haben auch seht eine ganze Anzahl Großkaufleute der Reederei für die Mannschaft, den Kapitän und sogar für die Besatzungen der künftigen U-Handelsboote beträchtliche Summen zur Ber- sügung gestellt, die nahe an die Hunderttausend reichen.
Die Rückfracht, die das Schiss genommen hat, ist sehr reichlich. Die Erwartungen der Reederei in Bezug auf die Ladefähigkeit sind bei weitem übertroffen worden.
Bremen, 24. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) lieber die Einfahrt des Handels-Unterseebootes „Deutschland" erfahren wir noch folgendes: Herr Alfred Lohmann fuhr der „Deutschland" bis ans die Höhe von .Helgoland entgegen. Er begrüßte dort den Kapitän, die Offizrere und Mannschaften, die sich in großartiger Stimmung befanden und sämtlich erklärten, sich für eine neue Reise wieder an- mustern p lassen. Herr Loh mann nahm die wichtige Kurier- 'post in Empfang. Das Schiff hat eine sehr gute Ladung genomnren. Tatsächlich wurden die Erwartungen der Reederei in Bezug auf die Ladefähigkeit übertroffen. Es war ein geradezu erhebender Anblick, wie die „Deutschland" am Horizont sichtbar wurde. Das Dock war von Wetter und Wogen hart mitgenommen. Kapitän König in seiner schlichten Seemannsart stand aus dem Turm des Schiffes und gab ruhig und bestimmt seine Befehle, trotz des großen Augenblicks. Nichts schien ihm mehr am Herzen zu liegen, als' die kostbare Ladung dem deutschen Volke sicher zuzu- sühren.
Bremen, 24. Aug. (WTB.) Zu Beginn der heutigen Börsenversammlung hielt der Präsident der bremischen Handelskammer,Achelis, eine Ansprache, der glücklichen Heimkehr des Handelsunterseeüootes „Deutschland" zum Gedenken:
Mannesmut und Selbstverleugnung trotzten den Gefahren, ließen das große Werk zur Bollendimg werden und trugen einen. Sieg über die Verfolgung der Feinde davcht, die dem Schifte den Ausgang ans der neuen Welt und den Eingang zur alten Heimat versperren wollten. MannesmM und Selbstverleugnrmg sind die Merkmale unserer Tage: damit einen sich Trerte im Aushalten, auch im Leiden. Treue zum Heimatboden und Treue zu unserem > Kaiser. Ter „Deutschland", die die Meere kreuzte, gelten unsere » guten Wünsche für alle Fahrten der Zukunft, dem Derckschtand, dem wir alle eingeboren, unsere (Mxnifen, Hoffnungen und -Wünsche für Zeit und Ewigkeit! Unserem .Kaiser aber gehört^ unsere Treue bis zum letzten! Darum, meine Herren, stimmen Sie mit .mir in den Ruf ein: Deutschland jetzt und immerdar: Heil unserm Kaiser! Seine Vdajestät der Deutsche Kaiser Wilhelm II.. Hurra!
Glückwünsche und Kundgebungen.
Berlin, 24. Aug. (WTB.) Der Kaiser hat gestern an die Deutsche Ozean-Reederei in Bremen folgendes Telegramm gesandt:
„Mit herzlicher Freude empfange ich soeben Ihre Meldrmg von der glücklül-en Heimkehr des Handelsunterseebootes „Deutschland." Indem ich der Reederei, den Erbauern des Bootes und den tapferen Seeletiten unter Kapitän Königs Führung die wärmsten Glückwünsche ausspreche, behalte ich mir die Verleihung von Auszeichnungen für die großen Dienste vor, die sie alle dem Vaterlande geleistet. Wilhelm I.R.
Berlin, 24. Aug. (WTB.) Der Präsident des Deutschen Reichstages, Dr. Kaempf, hat anläßlich der glücklichen Heimkehr des Handels tauch bootes „Deutschland" folgende Depesche an Alfred Lohntann gerichtet:
Vorsitzenden des Aufsichtsratzes der Deutschen Ozean-Reeder er Bremen: Ich beglückwünsche Sie munens des Reichstages zu dem gewaltigen, ganz Deutschland bewegenden Erfolge, den Sie und Ahrc Gesellschaft drrrch die glückliche Heimkehr Ihres Handelst tauchbvotes ^.Deutschland" errangen lsaben. Ein dreifaches Hurra Äem heldeirmütig!L7t Kapitän und den unerschrockenen Offizieren lund Mannschaften der „Deutschland".
Kämpf, Präsident des Deutschen Reichstages.
Budapest, 24. Mg. (WTB.) Das Abgeordneten- haus hat mit einstimmiger Begeisterung beschlossen, an den Präsidenten des Deutschen Reichstages anläßlich der .glücklichen Heimkehr der „Deutschland", wodurch ein neuer Beweis deutscher Kraft, deutschen Wissens und unerschütterlicher Ausdauer geliefert worden sei, ein Gtück- wunschtelearanan zu richten.
Der Seekrieg.
Maaßluis, 24. Aug. (WTB.) Heute früh wurde zehn Meilen vom Maaßlnrs-Leuchtschiff der norwegische Dampfer „Belox", der mit Lebensmitteln von Rotterdam nach London unterwegs war, torpediert. Die aus elf Mann bestehende Besatzung wurde gerettet.
Aus dem Reiche.
Eine Antwort des Reichskanzlers.
Magdeburg, 24. Aug. (WTB.) Auf die Berttcmens- kundgebung des Hauptausschusses der Bereinigren Unterbeamten-Vereine Magdeburg hat der Reichskanzler an den Vorsitzenden der genannten Vereinigung, Eisenbahn-Magazinanffeher Ehebrecht, folgendes Schreiben gerichtet:
Berlar, 20. August.
Sehr geehrter Herr Ehebrecht!
Sie 'haben im Aufträge des Vorstandes der Bereinigten lütter* beamtrnvereinc Vtagdcburg in herzlichen Worten dem Vertrauen, der Bereme M nreiner Politik Ausdruck gegeben. Düse Kundgebung, die, wie ich aus dem mitübersandten Bericht über die Hanptausschußsitzmrg voM 19. I'icki ersehe, einmütige Mfnahme gesunden 1>at, ist mir eine roerlvollc Hilfe auf dem Wege, den die Pflicht mich gehet! heißt. Ich bitte Sie, den Vereins Mit gliedern meincnr wärufften Dank zu übermitteln und Ihnen zu sagen, daß nichts mein Vertrauen in den ft arten und treuen Gei ft des deutschen Volkes erschüttern kann, der sich in diesem heiligen Kampfe um die Verteidigung und dauernde Sichtung un- )cmx geliebten Heimiat je länger, desto schöner betvährt und uns aller feindlichen Uebennacht zuin Trotz dem Siege uno ruhmreick-en Frieder: cntgegmführt.
Mieten auf sich in der Erdbedecknng bildende Riffe rmd Oeffnnngen.
durch welche die Luft an das Sänerungsgut gelangen könnte, G rn den Arbeitsplan einer bestimmten Person aufzunrhnrcn. (vntcs Sauersutter muß einen an et nehmen säuerlichen Geruch. etttra poij saurer Milch, haben, andernfalls' ick durch irg.ndwllch- Ruchlos rgkert keine Milchsäure- swtdern ButtersLuregärung entstanden und düs Futter ist mehr oder weniger unbrauchbar. Bei <renauer Beobachtung der lner leider weten Raummangels stark zusammen gedrängten Borschristen ist ein Mißlingen der Einsäuerung ausgeschlossen.
L. U. Der Privatdozent an der Universität Berlin Dr Gerhart Rodcnwaldt hat den an ihn ergangenen Ruf an unsere Landesuniversität für Archäologie an Stelle des nach Tübingen gehenden ordentl. Professors Dr. Watzinger angenommen.
Amtliche Personalnachrichten. Uebertvagen wurde: am 21. August der Scbwamtsaspioantin Sophie Grosch aus Wörrstadt eine Lehrcrinstelle an der Volksschule zu Westhofen, Kreis Worms. — Der Großherzog Ixrt am 23. August ds. Fs. den Bezirkskassier dcü Bezirkskaffe Nidda, Philipp Jünger, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellimg seiner Gesundheit vom 16. September ds. Js. in den Rul)estand versetzt.
Auszeichnung. Teil freiwilligen Krankenpflegern Heinrich Pfeiffer und Wilhelm Stenerwald von hier, die bereits mit der Rote Kreuzinedaille 3. Klaffe ausgezeichnet wurden, wurde das Hessische Sanitätskreuz verliehen.
** Adressen von Gefangenen. Angesichts der durch die jüngsten Kämpfe einlaufenden Nachfragen nach Vermißten wird erneut daraus hingewiesen, daß es für die Kamerad en-Nachforschung von großen Wert ist, sobald wie irgend möglich, die Adressen der Gefangenen zu erhalten, denn naturgemäß können diese um so eingehendere Auskünfte erteilen, je früher bei ihnen ange fragt tvird. Alle Angehörigen von in Gefangenschaft geratenen Kriegsteilnehmern werden deshalb wiederholt dringend im Interesse der noch vermißten Kameraden gebeten, die Lageradresse, sobald sie bekannt wird, bei dem Bezirksaussckmß für vermißte und kriegsgefangene Deutsche, Gießen, Me Klinik, Liebigstraße 9, an'znmelden, ebenso jeden Lagerwechsel von bereits an gemeldeten Gefangenen unverzüglich mitAuteilen.
Ein Zeppelinluftschiff überflog gestern abend gegen & 1/2 Uhr in der Richtung Marburg—Friedberg unsere Stadt. Bon den Kindern nmrde es mit lebhaftem Jubel angekündigt und begrüßt. Das Luftschiff slog ziemlich tief und in nicht allzu schneller Fahrt, so daß man das wunderbare Schauspiel des Riesenftsches mit Muße betrachten konnte.
** Leichen fund. Zu der gestrigen Mitteilung über Auffindung einer unbekannten Leiche sei noch erwähnt, daß aus einer aus dem linken inneren Unterarm befindlichen! Tätowierung der Name „K. F r i tz" hervorgeht.
** Waldbänke. Wir werden gebeten, die Anregung dafür zu geben, daß wohlhabende Mitbürger eine Anzahl billiger Hvlz- bänke an den Waldwegen aufftellen ließen. Die Anregung ist begründet, da ältere und erholungsbedürftige Leute die wenigem vorhandenen Bänke meistens besetzt vorftnden. Eine Aufstellung der Bänke werde der Verschönerungs-Verein vornehmen, wöbet Wünsche des Stifters nach einein bestimmten Plätze, den die Bank erhalten soll, gerne berücksichtigt werden.
Ihre Silberne Hochzeit feiern heule Architekt H. Meyer und Frau, geb. Uhl.
Wettkämpfe um den Hindenburg-Schtld. Die diesjährigen Wettkämpfe zwischen den hiesigen Knabenschulen finden Samstag, den 26. l. Mts., auf der Hardt statt. Abmarsch um ff,4 Uhr von Oswalds Garten.
WB. Ballons u n d Drachen. Das Stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps tellt mit: Es wird wiederholt darauf hinqewiesen, daß es nach wie vor verboten ist, Ballons und Drachen aufsteigen zu lassen und daß Zuwiderhandlungen mit Strafe bedroht sind.
Landesbrotmarken, deren Gültigkeitsdauer am
• », _ __ it ? -6** u ^fl 1 1b. August 1916 abgelauien ist, können nur noch bis zum 28. d. M.
VE 30 &f$ 12 /2 Kl)t ÜCOffttCI! auf dem Lebensmitlelamt, Ost-Anlage 39, eingetauscht werden. ^ ^ Näheres siehe Bekanntmachung in heutiger Nummer.
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Eine Erklärung des „Unübhüngigen Ausschusses".
Der unter Leitung des Pros. Dietrich Schäfer stehende „Unabhängige Ausschuß für einen deutschen Frieden", tritt mit einer programmatischen Erklärung an die Oeffenttichkeit, in der es iiber die Kwiegsziele heißt:
„Wir wissen, daß Rußlands gewaltig wachsendo Volkszahl uns küustig zu erdrücken droht. Mit dem NeiwKanzler wollen !vir daher die Länder zavischen der Baltkschm See, und den wolhynisä-ett Sürnp- sen seiner Herrschaft entziehen. »Eingeordnet in den deickschen Machtbereich roerden sie unserer Ostgretrze bit unentbehrliche militärt- sche Sickerung geben. Ddit Frankreichs R a ch e g e d a n k e tt müssen wir fortgesetzt rechnen, mit der Gefahr, daß es sich immer wieder jedem Gegner Deutschlands zu ge selten wird. Darum brauchen wir auch irrt West en gegen Frankreich eine DZ!e h ru n g u n - serer Macht. Sie allein gibt uns gleick»eitig Gewahr, daß unseres Hauptseindes neidvolle iEifersucht nicht wieder unsere friedliche Entwickelung bedroht und stört. Belgien kann nur deutsches oder englisches Bollwerk sein, daher fordern wir auch hier mit dem Reic^kanzler „reale (^muteten" für die deutsche Zukunft. Als Wortführer der «roßen Mehrheit des Reichstages hat der Abgeordnete Spahn diäft dahin umriffen, daß Belgien „milftarisch, wittschaftlich und politisch in deutsche Hand zu liegen kommen" müsse.
Nur so erringen wir uns Gbeichbercchtigtmg in der Welt. Nur so gewinnest wir 'Die Freiheit der Meere. Nur so sichern.wir uns koloniale Niacht. Mit politischem und wirtschafllichein Helotentum bedrohen uns die offenen Pläne Englands. Es geht um unser Leben als Volk und Staat, um unsere Kultur und Wirtschaft Darum gilt es alle Macht- und Kampfmittel rücksichtslos einzusetzen, um tan Feind Mm Frieden^ zu zwingen, unr die gesicherte Arbeit des LMkdmamres, um die stete Betätigung des Handels, um. die Wetterentwickelung der Industrie und nicht zuletzt um die Erhaltung und Bessenrng der Lebensbe- dingjungen des deutscher Arbeiters geht unser Kampf."
Ausbau der brutschen Handelsflotte.
Hamburg, 24. Aug. (WTB.) Unter der Führung der Hrrp a g wird eine neue Schiffswerft gegründet, die den Namen: Hamburger Werft, Akttengesellfch<l.ft, erhalten und zunächst mit einem Akttenkapttal von einer Million Mark ausgestattet wird. Sie soll sich mit dem serienweisen Bau vo-n raschen Fra ch t damp fe r n gleichen Typs beschäfttgen, wie dies bisher in der englischen Werftindustrie der Fall w-ar, während der deutsche Bau. hochwertige Spe- zialschifse pflegte. Den Vorsitz im Anffichtsrat des Unternehmens übernimmt Generaldirektor Ball in. Die Geschäftsführung liegt in den Händen des Ingenieurs Gielgens und von E. Varnholtz. Me Anlagen werden auf dem Gelände Tollerort errichtet.
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Berlin, 23. Aug. Die Aufwendungen der Liefe rungsverbände für die Unterstützung von Fa milien in den Dien st eingetretenerVtann- schäften Haben gegenwärtig eine Höhe von mehr als 2000 Millionen Mark erreicht. Die Länge der Kriegsdauer und die Größe der aufgestellten Formationen belasten nun diese Verbände stark. In Würdigung dieser Sachlage hat daher die Reichsregierung in Aussicht geiwmmen, obwohl eine Erstattung durch das Reich erst zu einem späteren, durch Gesetz zu bestimmenden Zeitpunkt in Frage kommt, den Lieferungs- Verbünden 25. v. H. der bis zum 30. 6.1916 an Mindestsätzen auf Grund des FamiliennnterstützuLgsges'etzes geleisteten Beträge vorschußweise aus Reick^mitteln zu zahlen. Die Zah lung der mehr als 500 Millwncm Mark betragenden Summe wird demnächst, und zwar in zwei Hälften, erfolgen.
Arrs Stsdt Zrn- Land.
Gießen, 25. August
1916.
Konservierung landwirtschaftlicher Futtermittel.
Tie große ^Bedeutung, welche die Konservierung landwirtschaftlicher Futtermittel durch Einsäuerung l*rt, und die großen Vetlliste, welä)e tmrrf) unzweckmäßige Handhabung dieses Verfahrens an Nährstoffen entstehen, geben Veranlassung zu nachstehenden Ausführungen.
Das Einsänerungsverfahren kmnt bei allen waffer- reichen landwirtschaftlichen Futtermitteln in 'Frage kommen, z. B. bei Heu, Mben- rirtd Kartoffelkraut, nicht ganz einwattdsteien Rüben und Kartoffeln, Kattoffel- und Rübenschnitzeln und vielen anderen.
Beim Ernsmrern find folgende Gesichtspunkte besonders zu beachten.
Das iEinsäuern geschieht in Gruben von 80—120 Zentimeter Tiefe und 70—80 Zentimeter Breite, die Länge tvird je riach Bedarf gewählt. Tie Gruben ntüfsen an vollständig wassersteieit Stellen angelegt iwerden, d. h. ffsrund- oder Regenwasser darf unter keinen Umständen in dieselben gelangen. Wassestuttdurchlässige Gruben, nämlich solche aus Zement oder Backsteinen, bezw. in Lehmoder TonblDen iausgel>obene sind wasserdurchliissigen in Sand- odcr 5)unrusbödcn angelegten vorzuziehen, da bei letzteren die Näl?r- stoffverluste durch Versickerung von Zellsaft besonders groß sind. Tie Wände der nicht ausgemauetten ffstuben müssen utit gutem Stroh ausgelegt werden, alle Gruben siltd vor der Beschickung auf das Sorgfältigste zu reinigm.
Ber der Einsäuerrmg hat man ztvei Arten, die Reinkultnr- einsäuerimg und die tvilde Einsäuerrmg zn unten cheiden. Bei der erfteren werden die Gärungserreger (Milchsäurepilzreinkilltitren) dem Säuerungsgnt in Mengen von ungefähr Vz Prozent des ffse-- .Wichts hes Einsäuerungsmaterials zngeseht. Dieselben sind zum Preise von 1 i>Nk. mit ertrsprechender Gebrauchsanweisung vom Institut ftir Gäruugsgewerbe. Tstrlin N„ Sees'ttaße zu beziehen. Bei der wilden Sänerurtg überläßt nistn die Bildung der (Mrungs- erreger, die überall in der Luft und am Sänernngsgut vorhaitden sind, sich selbst. Der Reinkultnrcinsäiuermtg ist ander 'allen Umständen der Vorzug z!u tfeöen. ba es mit ihrer Hilfe bet gewissen^ Hafter Jnnehaltmlg der Vorschriften gelingt, die Verluste an Nährstoffen auf em Mindestmaß zu beschränkest.
Bei der Efttbringtmg des Säuermtgsgutes in die Gruben sind, unabhängig davon, ivelches Einsäuerungsversahren gewählt unrd, folgende Punkte besonders zu beachten:
Dem Säuernngsgitt darf möglichst wenig Erde anhaften. Es muß bei der Einbringung in die Grtlbeit möglichst kurz bezw. klein gestantpft werden, dies geschieht zweckntäßig mit L-Eisen oder Spaten. Hierbei wird es von selbst sckwn fest eiugelagert, ein Festtreten durch Menschen oder Ockffen kann zweckmäßig außerdeni vorgenommen werden. Hohlranme dürfeit sich unter keinen Umständen bilden. Wurzel- tind Knollettfrüchte kömren roh o->er gedämpft eingesänert werden. Das 'Einsäuent gtchäntpfter Früchte ist vorzuzieben. es
Das heutige Kreisblatt Nr. 102 enthält Bekanntmachungen über weitere Ausnahme von der Bekanntmachung über Nohtabak, Durchführtcng der Verordnung über Gerste, Bereitung von Obstknchen, Abschuß von Eichhörnchen und Eichelhähern, Verkehr mit Taubert; Ausführung des hessischen Gesetzes über die Entschädigung für an Milzbrand. Rauschbrand und Schweinerotlaus gefallene Tiere und Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche.
Städtischer Eierverkaus. Samstag, den 26. Aug. 1916 wird für die Brotmarkenbezirke I—IV auf die in der Brot- marken-2lusweiskarte vernierkte Personenzahl je ein Ei zum Preise von 26 Pfg. für das Stück abgegeben. Siehe Bekanntmachung im heutigen Blatte.
Landkreis Gießen.
•• Garbenteich, 25. Aug. Dem Vizefeldwebel W e h r u m von der Feldbahn-Betriebs-Ko nrpagnie 104, im Osten. Inhaber der Hessischen Tapserkeitsntedaille, ist das K. und K. Silberne Verdienst- kreuz mit der Krone verliehen worden.
g&. Grünberg, 25. Aug. Lehramtsasieffor Dr. Heinrich L e v v e r, früher an der Realschule in Grünberg, starb den Heldentod fürs Vaterland.
xa. Lauter, 25. Aug. Dem Gefreiten Julius Möbus in der 4. Jnf.-Mun.-Kol. 18. Armeekorps wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
** Lich , 25. Aug. Vizefeld webe! d. Res. Di pl.-Jugenieur Ehr. Werner wurde bei den Kämpfen vor Verdun mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse artsgezeichnet.
** O b e r - B e s s i n g e n , 25. Aug. Dem Maschinengewehr- schützen Ernst Rink er von hier wurde das Eiserne Kreuz-zweiter Klaffe verliehen. Rinker erhielt vor längerer Aeil die Tapferkeitsmedaille mtb wurde jetzt zum Unteroffizier befördert.
ke. L o l l a r, 25. Aug. Der dem Rittergutsbesitzer H e itheck e r irr Oberweimar gehörige Hof wurde ein Raub der (jlammetu Die sämtlichen großen Heuvorräte find verbrannt.
** Wieseck , 25. Aug. DiuSketier Heinrich H e ck r o t h von hier erhielt am 12. Arrgust wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Hess. Tapferkeitsmedaille.
Kreis Büdingen.
ke. V ü d i n g e lt, 25. Aug. Das Getreidelesen ist hier an Sonntagen verboten worden.
Kreis Alsfeld.
25. Ang. Denr Pionier Robert M e y - bei der Strrrmkolonne der 5. Attillerte wurde dem Kaiser das Eiserne Kreuz eigen-
02. Alsfeld, t h a l e v von hier am 18. August von händig überreicht.
Kreis Lauterbach.
^AusdenrOberwald, 25. Aug. In diesetn Jahre ist die Himbeerernte nicht gut ausgefallen. Zur Zeit der Blüte bat es zu viel geregnet. Man sieht auch nicht so, wie voriges Fahr^ die BeerensaTnnrler dem Oberivüde lltsttvnven. Damals gingen ganze Scharen von Frauen, Kindern und rnüttulichen Jugcndllchen mit dem nötigen Essen für den Tag trnd Gefäßen versehen., des Morgens! >rus dem Torfe hinaus, um die im WalÄe versteckt stehende Hiin-, beere zu suchen. Und rvie warert sie avettds mit Beeren rewf). bei
wird überall dort Schwierigkeiten machen, wo keftte größeren Däntp- laden! Dieses Jahr ist es damit nichts. Nur ganz vereinzelte Pev fungsanlagen (Brennereien. Dämpfturgssüsser usw.- vorlranden > sonen motten sich diese NahrnngSquelle denn dach nicht entgehenl
sind. Nichtgedampfte Bodensrüchte müssen sehr stark ze-rlletnert werden tutb zwar durch 3 Eisen, Spaten, Sckxffbenschncide und Schnitzel- Maschine, Düngermühlen usw. Das Einsärrerungsgut must bis zn einer Höhe von ungefähr 50—60 Zentimeter über den oberen Rand der Gruben aufgeschickstet werden, damit bei dem späteren, durch bie Gärung verursachten Einsacken, keine Vertiefungen entstehert, in denen sich Regenrvasser sammeln kann. Die auf diese Weise beschickten Gruben werden mit Stroh abgedeckt und 50—80 Zentimeter hoch mit Erde beworfen, die Erde must glatt und fest angeschlagen^ werden, damit das Reacnwasser ablänft. Eine tägliche Kontrolle der
lassen; sie müssen jedoch mtt einent ganz bescheidenen Tell vorlieb nelnnen. Während voriges Jirhr ein Sammler bis zu 30 Pfund täglich zu pflücken imstarrde war, kvnrmt er dieses Jahr kaum aus 10 Pfund.
§ Aus dem östlichen Dogelsbera, 25. Aug. Man ist jetzt so recht mit dem Schneiden des Roggens beschäftigt. In diesem Jahre ist rvohl arrcl) viel von dieser teueren Frucht angebarrt worderr, denn überall sieht mart Harrserr ans dem Felde steherr. Ein geschlossenes Feld mü solchen arrsgesehten Haufen, wie man es hierzulande häufig hat, sieht recht verheißungsvoll aus.


