qsgttffen Nach chtöre dreistündigen Gefecht zog sich der Feind nach Verlieft vvn 50 Mamr Mi seinsn Barken zvrück and ergriff die Flucht- Am 18. August wurde ein englisches Schiss in der Gegend des Golfes von Mexandrette versenkt: 18 Mann der «Besatzung, darunter der Komtmandant des Schiffes nnd vier! Offiziere, wurden gerettet und gefangen genommen.
ZN Aegypten und an den übrigen Fronten ist die Lage Unvevidckerl.
Eine treffende Antwort Enver Paschas.
K o n st a n t i n o p e l, 21. Aug. Der bei K u t - e l - A in a r a in türkische Gefangenschaft geratene englische General M-ellrn rft nach einer überstandenen Krankheit in das Gefangenenlager von RaS-ick-Ain bei Bagdad übergeführt worden. Er hatte bereits Gelegenheit, die Verhältnisse in den verschiedenen Gefangenenlagern kennen ;u lernen, und richtete ein Gesuch an den Oberstkommandic- renden En v e r Pa s ch a, daßi die meist aus Gebirgsgegenden Nam- u^ü>en englischen 0-efangenen indischer Herkunft nicht den Gefahren des mörderischen Klimas Mesopotamiens ansgeletzt blieben und daß sie in gesündere Gebirgsgegenden gebracht werden möchten. Enver Pascha antwortete, daß nicht die türkische Regierung dm Verantwortung trage, daß die englischen Truppen in das gesundherts- aefährliche Klima Mesopotamiens gekommen seien, sondern die englische Regierung, die sie als Truppen dort eingesetzt habe.
Die ttämpse an der mazedonischen Front.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 21. Aug. (WTB.) Generalstabsbericht vom 20. Ang.: Infolge der während der letzten Tage von den Truppen des Verbandes im Vardar-Tale unternommenen militärischen Operationen, die sich auch östlich des Struma- und nördlich des Tachrno-Sees ausdehnten, begann unser linker Flügel am 18. üugust die allgemeine Offensive. Die im Struma-Tal vorrückenden Truppen besetzten die Stadt Demir-Hni ar ^warfen nach einem Kampfe, der sich in der Gegend der Stadt <^eroes abspielte. die Engländer und Franzosen auf das rechte Struma- Ufer und besetzten das linke Ufer des Flusses Mächen dem Bukowa- und Tachino-See. Die zwischen Struma uird Mesta operierenden Abteilungen rücken nach den ihnen erteilten befehlen vor Im Vardar-Tale greifen die englrsch-franzosrschen Truppen ohne Erfolg fett zebn Tagen unsere Stellungen südlich und südwestlich der Stadt Doiran an, wobei sie nur grobe Verluste erleiden, die ihnen unser Infanterie- und Arttllerrefeuer rufügt Die Truppen unseres rechten Flügels setzten nach dem Siege über die Serben bei Flvrrna (Lerine) die Ausführung ihres Planes mit vvNem Erfolge für uns fort. Gestern besetzten wir dm Stationen Banitza und Elschisu an der Eisenbahn Salonik- Florina und stellten die .Eisenbahnverbindung mit der Stadt Bitolia (Mvnastitt wieder her. Südlich vom Pres b a-S e e besetzten wir die Dörfer Zvezda, Biglischta und Bresnitza und unterbrachen auf diese Weife endgültig die Verbindungen zwischen Gortscha und Florrna sowie zwischen Gortscha und Kostu Kastoria.
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Der französische Bericht.
Salonik, 19. Aug. (WDB.) NLeldung der Agence Havas. Oesttich von Ea v a lla überschritten die Bulgaren den Meffa-Fluß mit schwachen Kräften und verrrieben Patrouillen auf Cavalla. Zn der Sttumagegend besetzte der Feind die Festung L t s a und Star a s ka. Auf dem linken Ufer rückten Abteilungen in der Rahe des Fluffes vor. Wdsttich der Struma wurden bulgarische Angriffe jauf Forni Rcttinka durch Feuer airgehalten. In der Nähe des Doiran-Sees schlugen englische Truppen einen bulgarischen Angriff auf Doldzeli ab. Auf dem W'estufer des Var d a r war die Beschießung hauptsächlich in der Majadagegend lebhaft. An der Gegend südlich von Monastir dauert der Kampf an den Zugängen van Barricu zwischen den Abteilungen serbischer Vorhuten und den - bulgarischen KräftM, die aus Floria vorbrachen, an.
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Athen. 20.Ang. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terjchen Bureaus. Der bul aarische Ge sandte P assarow teilte heute Zarmis mit, daßDie bulgarische Offensive mit der Besetzung mehrerer strategischer Dufte auf griechischem Gebiete be- , gönnen hckbe. Zarvriswar am Nachmittag im Tatoi-Pakast beim König.
A th e n, 20. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu- terscben Bureaus. Die Ges andten Elliot und G u i l l e nt i n richteten an Zarmis heute die Frage, welche Schritte die Regierungj tue angesichts der Tatsache, daß die Bevölkerung in Mazedonien vor den Bulgaren in alle Windrichtungen flüchte.
Bern, 21. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Zu dem großen bulgarischen Vorstoß drahtet der Spezialberichterstatter des „Secol o" aus Saloniki, niemand könne die große Bedeutung des bulgarischen Einffcckls auf griechisches Gebiet in Abrede stellen. Wie dieser ermöglicht werden konnte, sei rätselhaft, da die Griechen die Grenze mit mindestens 10 000 Mann bewachten. Der bulgarische Vorstoß sei um so unerklärlicher, als die ganze Gegend sehr gut befestigt und gerade in jenem Abschnitt die moderne Festung Onager liege, von swo atuZ die tZbene von Kavalla und teilweise die Straße nach Vrcmia und Ballaltis beherrscht werde.
Der „TempS" bull in der Offensibe der Deutschen und Bulgaren bis auf weiteres nur eine einfache Demonstration sehen, .da sie nicht die nötigen Sttertkräfte für ein großes Unternehmen, bätten.
S a l o n i ki, 21. Ang. lWTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Die Landung der italienischen Truppen hat gestern um 2 Uhr begonnen. An der Spitze der italieni- I scheu Truppen befanden sich Musikkorps der Alliierten, welche von 'ttanzösischen, englischen und russischen Abteilungen umgeben waren. Die Ausschiffung geht weiter.
fuhr 414 VkillionLN und für die Einfuhr 1820 Millionen, ergeben eine Unterbilanz von 1406 Millionen Franks. Dieselben Wette für die ersten sieben Monate des Jahres 1916 Men für dce Ausfuhr 2990 Millionen, für die Einfuhr 10 336 Millionen Franks, was für das laufende Jahr beretts eine Unterbilanz von '54b Millionen ergebe.
Aus Amerika.
Washington, 21. August. (WBT.) Funkspruch des Vertreters des Wolffschen Bureaus. Im Sena t verlangte Senator Jones bei Besprechung des Sch if fahrt s- gesctzes die Aufhebung der Verträge, um die Wiedereinführung von unterschiedlichen Zöllen zu ermöglichen als ein Mittel, eine amerikanische Handelsflotte zu schaffen und England in dem entgegenzutreten, was es Handelskrieg nannte, der ebenso scharf gegen die Vereinigten Staaten geführt werde, wie gegen irgend einen Feind. Jones erklärte: Englands Vorgehen sei Zurückhaltung der Post, die Aufführung amerikanischer Firmeil auf der schwarzen Liste und die Einschränkung des neutralen Handels sei ein wesentlicher Bestandteil des Krieges als Mittel zur Beaufsichtigung des Welthandels.
Die demokratischen Mitglieder des Finanzausschusses des Senates einigten sich auf eine Steuer von 10 v. H. auf Kriegsgewinne von Fabrikanten von Kriegsmunition anstelle der im Einkommensteuergesetz des Repräsentantenhauses vorgeschlagenen Munitionssteuer. , Diese würde 72 Millionen Dollars einbringen, während die Abänderung des Senates nur 45 Millionen ergeben würde.
W a s h i n g t o n , 18. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Funk- des Vertreters vom WTB. Das Staatsdepartement hat der amerikanischen Botschaft in London den Protest der amerikanischen Zeilungskorres pondente n in Berlin gegen die britische Zensur ihrer Meldungen ohne Anmerkungen übermittelt.
Wie mitgeteilt wird, hat die a m e r i k a n i s ch e R e g i e- rung eine erneute Anfrage an die englische gerichtet wegen der Verzögerung derbri ti scheu A n t- wort auf die letzte amerikanische Note betreffend die Postbeschlagnahme.
Der Seekrieg.
H a a g , 18. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) In Scheveningen sind auf einem' Fischerfahrzeug der Kapitän und die Bemannung des norwegischen Schoners „R u f u s" aus Stavanger angekommen, der mit einer Ladung Holzhaus dem Wege von Frederikshald nach Sunderland am Samstag, den 12. August, durch ein deutsches Tauchboot in der Nordsee in Brand g e ftecf t wurde.
teil
Aus Montenegro.
21. August. (WTB.) Meldung
des Wiener K. K.
: Tel eg raphen-Bureaus. Nach dem Einmarsch dm österreichisch-ungarischen Truppen in Montenegro eröffnete sich für die 'Militärverwaltung auch ein weites Feld wirtschaftlicher Betätigung.
! Bedeutende Warenmengen, die aus der Monarchie nach Montenegro : eingeführt wurden, ermöglichten der Bevölkerung die nahezu nor- : maie Deckung ihrer Bedürfnisse. Die in Unordnung geratene mcmte- ^negrinischen Währungsverhältnisse wurden beseitigt. Die von der (Militärverwaltung abgestempelten Pecper-Bons wurden im Ber- «hältnissc zu ztvei Perper gleich einer Krone montenegrinisches Hartgeld mm vollen Nennwert angenommen. Jedermann kann sich in (den milttärisch organisierten Magazinen die nottvendigsten Lebensmittel zu geregelten Preisen beschaffen. Der Abbau .des Moratoriums ist für den l. November festgesetzt. Das Zoll- 'hmb Steuersystem sind im wesentlichen unverändert geblieben., Wegen dex Wirtschaftslage hat die Militärverwaltung die vrelen rückständigen Steuern nicht emgezogeu. T>ie Monopole, die bisher Tabak, Salz und Zigarettenpapier umfaßten, wurden auch> auf Petroleum und Zündhölzcherr airsgedehnt, um Preistreibereien zu verhindern.
Der König von Italien in Görz.
Bern, 21. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Der König von Jlaken wcrr heute vormittag in Görz.
Die frarrzöfische Ein- und Ausfuhr.
Bern, 21. Aug. (WTB. Nichtamtlich- , Temps" zufolge wurden nach der Etlichen ftmrzösifchen Stattftik im Julr 1916 Ausfuhr nur 276 200 000 Frmrks betrug. Dämit besteht, wie Ausfuhr nur 276 200 lXX) Francs betrug. Damit besteht, wie Temps" festftellt, im Wirtschaftsverkehr Frankreick)S mit dem Auslande eine nie erreichte Unlerbilanz von 677 Millionen Die Zahlen sind jedoch nach den für 1914 gelten
den Pseifen berechnet. Um die tatfächlrckie Höhe der Unterbilanz zu erhalten. Ühätzt „Temps" in Anlehmmg an die amtliche Statistik bu Erbühuhg der Preise bei der Einfuhr auf 91 Prozent, bei der , Ausfuhr aus 5j0 Prpzcnt. Die so erhöhten Wette: für die Aus-.
Au§ dem Reiche.
Keine Berlängerung der Landfturmpfticht.
Berlin, 21. Aug. (WTB.) Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, ist eine .Verlängerung der Landfturm- pflicht nicht beabsichtigt, wenn sich die Verhältnisse nicht von Grund aus ändern sollten. Im Gegenteil ist die Militärverwaltung bestrebt, die eingezogenen Landsturmpflichtigen der ältesten Jahrgänge nach Möglichkeit ihrem Zivilberuf lviederzugeben.
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Berlin, 21. Aug. (WTB. Amtlich.) Der neugebildete Ueberwachu ngsausschuß der Lederindustrie hat heute seine Tätigkeit begonnen. Für die Neuzufammen- setzung des Ueberwachungsausschnsses war der Gesichtspunkt maßgebend, allen an der Bewirtschaftung und Verwertung von Leder-Rohstoffen und.Leder beteiligten Kreisen einschließlich der Verbraucher Sitz und Stimme zu verschaffen. Aehnlich wie für die Bewirtschaftung anderer Rohstoffe den amtlichen Stellen Kmegsausschüsfe beratend zur Seite stehen, hat der vom Kriegsminifterium gebildete Ueberwachungsausschuß der Lederindustrie die Aufgabe, die Kriegs-Rohstoffabteilung bei allen Maßnahmen zu beraten, welche die Kriegswirtschaft der Lederindustrie und insbesondere die Sicherstellung des Lederbedarss der bewaffneten Macht betreffen. Ucber die nach den Vorschlägen oder Beschlüssen des Ueberwachungsausschusses zu treffenden Anordnungen entscheidet die Kriegs-Rohstoffabteilnng des Königlich Preußi scheu Kriegsministeriums im Einvernehmen mit den beteiligten Behörden endgültig. Tie Durchführung der Maßnahmen ist Sache der Kriegslederaktiengesellschaft, die hierzu die An Weisung von der Kriegs-Rohstossabteilung empfängt.
3?u* Stadt und Land.
Gießen, 22. August 1916.
*• Amtliche Personalnachrichten. Uebertragen wlirde am 16. Zlugust dein Schlckanüsasviranteir Johs. Menael aus Elsheim, Kr. Bingen, die erledigte Lehrerstelle an der Volks schule zu Herchenhain, Kr. Schotten. — Auf Grund der Verein barung mit den Landständen (Drucksache 162) wurde mit Wirkung vom 1. ittpril 1916 dem Schula,ntsaspiranten Heinr. Schäfer aus Eberstadt einstweilig eine Lehrerstelle übertragen.
** Auszeichnung. DaS Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde dem Kriegsfreiwilligen Wilhelm V a u b e l, Res.-Jnf.-Rgt. 222 verliehen, nachdem er nach säst 16monatlicher russischer Gesängen schaff nach Deutschland zurückkehrte.
**Die Reichs - Gersten gesellkscha ft M. b. H.,Berlin W. 8, gibt bekannt: Wie lms mitgeteilt wird, ist noch imrner viel fach 1>ie Ansicht verbreitet, daI im. neuen Evntejahr den Land^ wirten der freihändige Verkant von Gerste an die zu deren Bei' arbeitttng berechtigten Bettiebe gestattet sei, und daß der gesetzliche Höchstpreis hierbei nicht eingehalten w.'rderr miüffe. Diese Ansicht beruht auf einer Mißverständlichen Auffassung der durch, die neue Bekanntmachung des Brmdesrats über Gscste mrs der Ernte 1916 getvofferren BestiMrmmgen. Nach § 20 21bs. 4 dieser Bekaunt-« mächuug kann nämlich der Reichskanzler für dey Ankauf der Gerste, welche die kontingentietten Bettiebe benötigen, Bezugsscheine aus stellen Und hat hierüber sowie über bie Art des Erffkanfs dm näheren Bestimmungen zu treffen. Demgemäß ist durch Ber fi'lgrmg des Präsidenten des K'riegSernährungSaMts, welcher inso weit gemäß gesetzlicher Borschttft die dem Reick)skanzler übertragenen Beftrgniffe cvusübt, am 7. August 1916 nunmehr die Ausstellung solcher Oberstenbezugsscheine auch für das neue Ernte? fahr angeordnet rrnd gleichzeitig lxstiMMt worden, daß diese Be- zugssck>eine zunr Zweck des Ankmrfs der Gerste särnttlich der neu begrirndeten Reichs-Gerstengesellschaft M. b. H. überwiesen werden. Der Erlaß der näheren BestimMungerr über diese Regelung des Gerstenackkanfs ist der Reichssuttermittelstelle übertragen wor den, welche die erforderlichen BcfkanntnMchtmrgen demnächst erlaffen wird. — Ans dem Vorstehenden ergibt sich, daß auch im neuen Emtejahr die fontingeEerten Betriebe ihre Gerste riur durch Vermittlung der Reichs-Gerstengesellschaft M. b. H. beziehen können welche an Stelle der in Licundativn beftndlichen Gersten-Berwer ttmgs-Gesellschaft m. b. H. getreten ist. Jsder fteihändige Ankau ' beim Landwitt ist also nach wie vor ausgeschlossen. Zuwiderhandlungen gegen diese Regelung selben sowohl den Landtvitt wie den Ankäufer der Gerste der Bestrafung aus § 10 Nr. 2 der Gersten Berordnimg ans und führen zier Emzielnmg der nnbeftlgt erwor lenen Gerste bezw. de--' drrmrs hergestelltlM Erzeitgnisses oder seines Wertes gemäß § 28 der angeführten Verordnung. Da ferner nach % 4 der neuen Verordnuag des Bundesrats, über die Höchstpreise
für Gerste voM 24. Juli 1916 der gesetzliche Höchstpreis nur bei doM Erwerb von Gerste auf Grund eines Bezugsscheines überschritten werden darf, so ergibt sich aus bem 1 Vorstehenden iveiter- hin, daß solche höheren Preise allein von der Rmchs-Gersj^i- gesellschaff m. b. H. angelegt werden dürfen. Jede ^lnßeracht- lassung dieser Bestimmung durch andere als die von der Rewhs- Gerstengesellschast M. b. H. mit dem Ankauf beauftragten Personen und Firmen wird geMäß § 5 der angegebenen Höchstvrers- vevordnimg mit Gefängnis bis zu 1 Jahr und mit Geldfttafe ms zu 10 000 Mt. besttaft. ........
** Zum S chutz gegen Feld d ieb sta.h l rst für dre Feldgemarbung der Stadt Gießen angeordnet, daß sämtliche offenen und eingefriedigten bepflanzten Grundstücke von abends 10 Uhr bis morgens 5 Uhr geschlossen sind und deren Betteten allen Personen, auch den Eigen- tmnern, verboten ist. Ausgenommen sind Flächen, die als 5^ausgärten dienen und mit dem Wohnhausbesitz unmittelbar verbunden sind. Zuwiderhandttmaen tverden mit Geldsttafe bis zu 60 Mk. oder mit Haft brs zu 14 Tugen besttaft. Wir verweisen auf die amtliche Bekanntmachung in heutiger Nummer. Um der Verordnung den notwlendigen Nachdruck zu verleihen, hat die Stadt fünf neue Feldhüter eingestellt, denen es hoffentlich gelingen wird, den Spitzbuben ordentlich auf die Finger zu sehen.
** Jungwehr. Mittwoch: Wetturner 8 Uhr W- marsch Oswaldsgarten, die übrigen 8*/2 Uhr Turnhalle. Donnerstag: 8 V 2 Uhr Stab fechten, Turnhalle. Freitag: 8 Uhr Abmarsch Oswaldsaarten für Mbotenlauf und Wetturüer. Sonntag: 1 Uhr Antreten Oswalds garten.
** Militärische Ausbildung der Jugend Am letzten Mittwoch abend sprach Obermatrose Keil rnttet großem Beifall der Jugend über seirre Erlebnisse aus letzter .Zeit.
! * Die .Gießener Freilichtbühne teilt uns nttt: Herr Rotteck, der für diese Spielzeit die künstlettsche Leitung der Wätdbühne übernommen hatte, ist erkrankt. Da die Heilung! miöglichpnreise längere Zett in Anspruch nimmt, wird an seiner Statt Herr Hellmuth, Oberfpielleiter aM hiesigen Stadt-' tl-eater (im Sommer am Kurtheater in Bad-ilöauheim), die von Herrn Rotteck begonnenen Vorbereitungen für die Aufführung von Gttllparzers Trmlerspiel „Des Meeres und der Liebe Wellen" zu Ende führen und außerdem die Rolle des Ober- pricsters svielem. Ter Tag der Vorstellung, die schon in vottgep Woche stattfinden sollte, infolge des oben angegebenen Grundes aber versck)oben werden mußte, wird rawt bekannt gegeben.
T i e Reichs-Ger ft engesellschaft m. b. H. Berlin. teitt in einer Bekanntmachung iM heuttgen^Blatte mit, daß sie für die Kommunalbezirke Msfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach, SckMen, Wetzlar, eine Geschäfts stelle errichtet und Mff deren Führung die Firma: bereinigte Getreidehändler G. M. b. H. Gießen. Fricdttchsttaße 8, becrufttagt hat. Der Anlauf von Gerste gegen Bezugsscheine kann nm durch diese Geschäftsstelle oder deren Beauftragte erfolgen. .
* H ül s eufrücht e. Hiesige Landwitte, welche im laufen- beit Jab re Hülsenirüchte angebaut baden, werden attfgewrdert, dies unverzüglich aus dem Lebensmittelamt zu melden. (Siehe Bekanntmachung).
* EineGel ä nd e-Der pacht ungderSta dt Gießen findet Montag, den 26. August, und Dienstag, den 29. August, statt. Näheres siehe Bekanntinachung im heutigen Blatte.
** Das heutige Kreisblatt Nr. 100 enthält folgende Verordnungen: über Oülseufrüchte, über die Bewittschaftrmg von Hülienirüchten, sowie von Buchweizen und Hirse, die Uebergangs- vorschriften zur Verordnung über Speisefette, Aenderung der Preise für Kraitfuttermittel, Anmeldung der Treibriemen- und andere technische Leder verarbeitende Betriebe, sowie die Anordnung der Hegezeit.
Landkreis Gießen.
8. A ll e n d o r f a. d. Lumda, 22. Aug. Dem 5kreiSausschuß- mitglied Apotheker Welcker ist das Allgemeine Ehrenzeichen „Für Kriegsverdienste" verliehen worden.
** Birklar b. Lich, 22. Aug. Dem Musketier Karl Appel vvn hier, vom Jnf.-Rcgt. 116, wurde wegen tapferen Bechattens^ bei einer kühnen Pattouillenunterriehmrung das Eiserne KreuA 2. Klaffe vettiehen. ?lppel wurde dabei durch eine HaudgrLncrw> chwerverwuTtdet imd befindet siät zurzeit in einem' Resecveürzarett in Eisenach.
l_1 Lang-Göns. 28 Aug. Musketier W. B ink beim Jns.-Rgt. 129 ist vermißt. W. Bink ist ein Sohn von Wagner- meister Bink.
%. M ü n st e r b. Lich, 22. Aug. Der Sohn des hiesigen Schuh- machermeisterS Sommer bat in Galizien den Heldentod fürs Vaterland erlitten. Der Gefallene war ebenfalls in seinem Zivil- bernf Schuhmacher. Er hintettäßt eine Witive mit drei kleinen Kindern. Sommer war ein fleißiger und braver Bürger unseres Dorfes.
g. Ober-Bessingen, 22. Aug. Der Großherzog hat dem Lehrer Jakob das Kriegs-Ehrenzeichen am Bande verliehen.
Kreis Büdingen.
Zl Ortenberg, 22. Aug. Ilntewfsizier Robett Wendel von hier, BatacklonssäTreiber in einem Infanterie-Regiment des Ostens erhielt die .Hessische Tapserkeitsmedaffle. — Zu vereidigten Abwiegern wurden Stadt Vorsteher Rudolf Lenz und Schlosser- meister Grvom ernannt.
Kreis Alsfeld.
02. Alsfeld, 21. Aug. Die Hessische Auszeichnung für Kriegsoerdienste am Bande der Tapferkeitsmedaille erhielt Feldwebel Gustav Schäfer von hier.
oz. Alsfeld, 22. Aua. Für tapferes Verhalten vor dem Feinde wurden Mit der Hessischen TapferkeitSmedatlle ausgezeichnet: Gefreiter Georg S ch l ö r b , Jnf.-Regt. Graf
Schwerin, 3. Pom. Nr. 14, Gefreiter Adam Weitzel und Ersatz- Reservist Otto Schwarz. Sohn des Karussellbesitzers Georg Schwarz aus Ober-Breidenbach.
Fc. Alsfeld, 21. Au giltst. Der Verkehr mit MÄch, Butter und Gier hat hier eine neire Regelt mg erfahren. Es kostet von nun ab Milch pro Liter 20 Pfgi., wenn sie bei dem Produzenten abgeholt wird, sonst 22 Pfg., Handbutter 1.70 M7. das Pfund, Eier 16 Pfg. das Stück. Beim Weiterverkauf Faim der Händler berechnen: Milch 22 Pfg. das Liter, Landbutter 1.85 Mk. das Pfund, Eier 171/2 Pfennig das Stück. — Die Frau Bäckermeister Kl i n ge l h ö ffe c hat ein Gerücht über die Behandlung des dem Komuttmalmrband Alsfeld gehörigen Brotgetreides weiter- gegeben, in dem sie erMlt hat, den Bäckern nterde demnächst nstniger Weizenmehl geliefert, weil ein Teil des gelagerten Weizens ausgewachsen sei. Diese Behauvtuna, in der sie dem Kommunal- verband und dessen Beamten den Vorwurf gröblichster Pflichtverletzung gemacht, ivar ganz und gar falsch. Die Frau nahm nun öffentlich diese Behauptungen z'urück, bat um Berzeihimg und zahlte eine Buße von 25 Mark an die hiesige Kriegsfürsvrge.
oz, Altenburg, 22. Aug. Für hervorragende Leistungen im Flugdienst wurde der Unteroffizier und Waffenmeister August Schäfer zu Altenburg, beim Kampfgeschwader Nr. 1, mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
oz. Arnshain, 21. Aug. Dem Gefreiten Heinrich Me st, Res.-Jns.-Negt. Nr. 116. Sohn des Bürgermeisters Mest, wurde das Eiserne Kreuz 2 Klaffe verliehen.
oz. Biebe n, 22. Aug. Dem Musketier Heinrich Wagner von hier, Sohn des verst. Johs. Wagner, der 1915 in den Karpathen focht und inwlge Erfrierens ein lahmes Bein davontrug, wurde jetzt nachträglich das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen.
07, Grob-Felda. 21. Ang. Dem jungen Krieger Rein- hard Dörr von hier, Telephonist beim Garde-Feldart.-Regiment Nr. 5, wurde wegen hervorragender Tapferkeit und umsichtigen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserne Kreuz verliehen.
oz. Kestrich, 21. Aug. Der Fahrer Eduard Lang von hier (Brandenburgisches Fuß-Art.-Regt. Nr. 3) erhielt wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Hessifche Tapferkei tS- l m e d a i l l e.


