Ausgabe 
16.8.1916 Erstes Blatt
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Und selbst ba&l ein geladen haben. ES ist m hoffen, daß ein Er­gebnis des .Krieges darin bestehen nnrd. . den Dein scheu klar zu niiack-en, daß eine schlechte Behandlung der Gefangeivcn für sie selbst nachteilig ist.

Die Ansicht eines englischen Kriegsberichterstatters im Westen.

London, 14. August. (WTB Nichtamtlich.) Der Kriegs- lerichterstatter Gipps telegraphiert vom britischen Hauptguar- iher, man dürfe in England nicht ans fortwährende Siege rechnen oder sich dem Glauben Hingaben, daß die jüng­sten Kämpfe den Feind aus den: Felde schlagen und ba: Krieg zu einem raschen Ende bringen würden. Der deutsche General- j stpb sei zweifellos noch ebenso kaltblütig und e n t s ch lossen wie je, denn er bestehe aus geübten Fachleuten. Es sei deshalb ungereimt, den plötzlichen Zusammenbruch der deut- schen Kriegsmaschine zu erwarten ober aus örtlichen Schwächen!, die der Feind aufweise, den Schluß zpr ziehen daß bei ihm eincj allgemeine Schwächung eingetreten sei.

Der italienische Bericht.

Rom. 15. August. (WTB. Mchtnmtlich.) Amtlicher Bericht dom Dienstag. Nach Zurückweisung hesriger Gegenangriffe in der Nacht haben die tapferen Truppe:: des 11. Armeekorps gestern auf dem Karst die feindlichen Linie:: westlich von San Grado und vom Monte Pecinko angegriffen. Sie nahtn^n im! Anlauf zahlreiche Gräben und brachten 1419 Gefangene ein, darunter 31 Offiziere. Im Hügelgebiet ö st l i ch von G ö r z haben wir rach zähem Kampfe weitere feindliche Grüben erobert uttb 220 Ge­fangene gemacht, darunter si'inf Offiziere. An der übrigen Front versuchte der Feind die üblichen Schrimmgriffe auf unfere^Stel- lungen am Monte Biano (Rienztal), Pnnta Forcrme (Felzost Botte), Monte Colonrbara (Hochplateau von Asiago), Vionte Ci- n:o::e und Diente Seluagw (im Abschnitt Astach-Posinal und auf dem Pasubio. Er wurde überall unter empfindlichen Verlusten xurückgeschlage::. Feiirdliche FÜtgzeuye haben in der letzte:: Nacht kuf Monsalcone, Rouchi, San Canz-iano und Pieris Bomben ge­worfen. Es lmrcbe niermmd getötet und kein Schaden angerichtet.

Die italienischen Beirlufte.

Berlin, 16. Aug. Nach einer Meldung der Londoner Daily News", die von derTägl. Rundschau" wieder- gegcchen wird, sind die i t a l i e n i s ch» e n Verluste bei der Besetzung von Görz sehr schwer gewesen. Es seien über 50 000 Verwundete durch Mailand gekommen.

Die aufgeschsbene Offensive SarrailS.

Berlin, 16 .Aug. Nach einer Meldung derTäglichen Rlndfchcttr" aus Gens ist demPetit Puristen" zufolge die gleichfalls cmgekündigte Offensive des Generals Sarrail wieder aufgeschoben worden.-

Papiermangel in Budapest.

Budapest, 15. Aug. (WTB.) Nach einem Beschluß der Zeitungspapierzentrale erscheinen von heute ab die Tag es- blätter in einem Hoch )t umfang von acht Seiten.

England und die holländischen Fischer.

Amsterdam, 15. Ai:g. lWDB.) Bis jetzt sind von engli­schen Kriegssahrzeugen 99 holländische Fischerfahr­zeuge aufgebracht worden.

Eine Wahlrechtsvorlage in England.

Rotterdam, 15. Aug. (WTB.) DerNieuwe Rotterdam- sche Courant" meldet aus London: ASquith brachte im Un­terhaus eine Wahlrechtsvorla ge imb eine Vorlage zur Verlängerung der Legislatirrperiode des Parlaments bis zum 31. Mai 1917 ein. Mbrgen wird außerdem noch eine Vorlage über die Wählerlisten eingebrachr werden. Unter den gegenwärtige:: Ver­hältnissen ist es nur möglich, Notlisten aufzustellen. Selbst bei der provisorischen Regelung der Frage des Wahlrechts wären die Schwierigkeiten fast unüberwindbar. Die Rogierimg beabsichtigt nicht, dem Parlament eine Abänderung der Bedingungen, uMer denen das Wahlrecht ausZeübt werden kann, vvrzuschlagen, denn es wäre nicht im JntereM des Landes, jetzt diese komplizierten Fragen anfzurollen. Die neuen Wählerlisten werden deshalb keine wefenUiche Erweiterung des Wahlrechts mit sich bringen. Es soll <cher dafür gesorgt werden, daß die Kriegsarberter, soweit sie nickst schon auf den allen Listen stehen, in den treuen eingeschrie­ben werden. Asguith erklärte bei der Einbringung der Bill, das Naheliegendste und auf den ersten Blick Einfachste wäre gewesen, allen Soldaten und Seeleuten das Wahlrecht zu geben. Die prak­tischen Lchwierigketten einer derartigen Maßregel friert aber sehr groß und die militärischen Stellen hätten ernste Bedenken dagegen geäußert.

Rotterdam, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) DerNieuwe Rotterdantsche Courant" meldet aus London: Sir Edward Car- son erLärte gestern mi Unterhaus, daß die Zeit für Neuwahlen außevordeilllich ungünstig sei, baß es aber seines Erachtens un- nötig sei, die Legislaturperiode um acht M«nate zu verlängern^ Urrter dem lebhaften Beifall der anwesenden Abgeordneten erklärte .Emffon, daß es eine große Ungerecksttigkrit sei, den Männern, die kür ihr Vaterland känrvften, das .Wahlrecht nicht zu gönnen., War die, der zeitweilige Borsitzende der Arbeiterpartei, be­dauerte, daß.die Wahlvechtsfrage nicht auf gütlichem Wege gelöst werden könnte.

England und Amerika.

Washington, 16. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Mel­dung des Reuterschen Bureaus. Die britische Botschaft hat dem Staatssekretär L an sing eine Erklärung über die Untersuchung vvn Postsendungen durch die britischen Behörden übermittelt, in der sie geltend macht, daß die durch die Untersuchung verursachte Verzögerung des Transportes auf ein bis drei Tage reduziert Warden sei. Man habe in der Post Gummi und andere Konterbande entdeckt. Die formelle Antwort auf die amerikanischen Vorstellungen werde den Bereinigten Staaten spater von der britischen und der französischen Regierung gemeinsam nritgeteilt werden.

Die allgemeine Wehrpflicht in Nieverländisch- Oftindien.

Haag, Id . Aug. lWTB.) In der Zweiten Kammer ist eine Vorlage angebracht worden, die die Einführung der persönlichen und der allgemeinen Wehrpflicht für Europäer undEin- $thoTcm_ :n Ostindien vorsieht, um im .Hinblick auf den poli- tischen Zu,Land :m Osten zukünftig eine ansehnliche Verstärkung des Heeres zu ermöglichen

Der Seekrieg.

U-Boolerfolge.

Berlin 15, August. (WTB. Amtlich.) Im Monat Juli sind < 4 fklndl,che Handelsschiffe mit rund 103000 Brutto-RklNstertonnen durch Tauchboote der Mittelmächte versenkt oder durch Minen verloren gegangen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Berlin, 16. Aug. Im Anschluß an die Meldung des Admiralstabes der Marine, daß die U-Bvotbeute im Juli sich auf 10.3000 Brutto-Register-Tonnen beläuft, weist derBerliner Lokal-Anzeiger" daraus hin, daß damit dec Gesamtverlust der feindlichen Handelsflotten durch Unterieeboote und Minen seit Beginn dieses Jahres nach den amtlichen Angaben 992500 Tonne:, beträgt.

Rotterdam, 15. Aug. (WTB.) Aus VJmiuoeu wirs berichtet: Der TcrnrpftrawlerPnvierno" hatte wahr­scheinlich eine:: Zusaurmenstoß mit einen: Tauchboot. Das Vorderschiff wurde in die .Höhe geschleudert und einige Augenblicke später tauchte ein Tauchboot irnbetamrter Natio­nalität auf. Der Trawler mußte eingedockt werden.

London, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der italienische DampferDeti" ist von einem deutschen Unterseeboot am 4. August im Mittelmeer versenkt worden. Ein Teil der Besatzung wurde iu Genua gelandet.

London, 15. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der italienische DampferSan Gio­

vanni B a t t i sta" und der italienische Segler Rosario" sind versenkt worden.

London, 15. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der schwedische DampferPepeta" ist in der Nordsee von einem deutschen U-Boot in Brand gesteckt worden. Die Besatzung wurde in Sunder­land gelandet.

Der Untergang desLeonardo da Binei".

Bern, 15. Aug- (WTB. Nichtamtlich.)Petit Journal" nreldet aus Turin: .Eine hohe Persönlichkeit aus MarinekreiseNq die von Tarent zurückgekommen ist, bestätigt den Verlust des UebetdreadnoughtsLeonardo da Vinci", der jedoch nicht auf Rechnung pes Feindes femrme.Leonardo da Vinci", du 1200 Mann Besatzung an Bord hatte, ankerte ich Mar Piccolo, mstgeben von zahlreichen Kriegsfahrzeugen, dar­unter ein englisches Panzerschiff, als gegen Vs 12 Uhr nachts am folgt Zensurlücke August an Bord in den Küchenräumlich­keiten ein Feuer ausbrach, das sofort eine große Ausdehnung annahm und auf die Schiffskanmurn übersprang. Der Komman­dant ließ sofort die Munitionskatümern unter Wasser setzen und versuchte, den Panzer in der Nähe der Küste auf Grund laufen zu lassen. Infolge einer Explosion erhielt jedoch das Schiff Schlagseite und kenterte. Ein großer Teil der Besatzung fiel in£ Wasser; ungefähr 300, darunter mehrere Offiziere, ertranken, andere konnten sich wenigstens retten. Man hofft, später das jetzt wie ein riesiger verwmrdeter Walffsch'auf der Seite liegende Schiff wieder flott Machen zu können.

Ariegsbriefe aus dem westen.

Telegramm unseres Kriegsberichterstatters.

(Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.^

Unruhe längs der ganzen Westfront.

Großes Hmrptquarri-er, 14. August.

Der Feind zeigte sich gestern au vielen Stellen der Westfront unruhig.' Im Ppernabschnitt unternahmen die Engländer erfolglose Patrouillenvorstöße, anscheinend ohne bestimmtes Ziel. Ihre auffallende Unruhe bei Loos und La Bassse bei gleichzeitigem gänzlich unschädlichen Gas- abblasen im Artois dient vielleicht der Absicht, über die durch die Verluste in der Sommeschlacht bedingten Truppen­verschiebungen zu täuschen. Auch die Frarizosen unter­hielten cm der Aisnefrout ein ungewöhittich lebhaftes Feuer. Oestlich der Maas haben sie in der vergangenen Nacht stark zwischen Fleury und dein Kapitelwalde angegriffen, offne den mindesten Fortschritt erzwingen zu kömum. In der Fortsetzung des sehr starken vorgestrigen Angriffstages! war auch gestern die Sommesront der Hauptkampfplatz. Die Eng­länder hatten gestern morgen mit sehr stark angesetzten Kräften nördlich des Flusses in unsere Gräben iwrdwestlich Poziöres aus etwa 700 Meter eindringen körmen.. Schon in der Nacht warf sie unter großen Vcrürsten unser Gegen­angriff wieder hinaus. In dichten Massen suchte der Feind zwischen Guillemont und Somme in unsere Stellungen einzubrechen, doch scheiterte er schon im Sperrfeuer und mußte unter sehr schweren Verluste:: wieder iu seine Sturmstellungen zurückweichen. Auch mit zwei neuen starken Angriffen gegen die lvestliche Straße Manrepas-Clery zwi­schen Marrrepas und Hem gewann er keinen Schritt Ge­lände, sondern wurde beide Aäale glatt zurückgeworfen.

W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.

Aus Stadt rind Land.

Gießen, 16. August ISIS.

Militärarztlichc Behandlung der Kriegsbeschädigten.

Kriegsbeschädigte, die noch z!um aktiven Heere gehören, erhalten im allgenreine:: (ohne Rücksicht auf die Ursache der Erkrankung) freie mÜitärärztliche Behandlung :md Lazarettverpflegung. Srnb dieselben in Betrieben beschäftigt, so unterliegen sie der rerchs- aesetzlichen Arbeiterver sichern:: g. Sie sind von dieser Versicherung nur befreit, wenn diese Beschäftigung einen Dell der ärztlichen Behandelung darstellt. Mes ist der Fall, wenn die betr. Kriegsbeschädigten aus (gründen der Hellbehandlung usw. zur Betriebsbeschäfttgnng kommandiert werden, und wenn Während dieser Beschäftigung eine gewisse ärztliche Aufficht stattfürdet. Während dieser WnMMndieru:^ erlittene Unfälle kommen als T-ienstbeschädiAmg, d. h. als Voraussetzung für eine etwaige Militärversorgung in Frage, wenn es sich um Betrrebs^unfälle bei der vorerwähnten Tätigkeit handelt, die be: der Entlassung aus dem aktiver: Militärdienst eine Erwerbsbeschränkung von mindestens 10 o/o Kur Folge haben. (Derartige Bersorgungsgebührnisse toerden erst nach Entlassung aus dem aktiven Mllitärdrenst gezahll.) Bn Beurlaubungen in Arbritsbetriebe usw. unterliegen die Kriegs­beschädigten in vollem Ulnfange der reichsgesetzlichen Ajtbriterver-' sicherung und haben gegen die Versicherungsträger Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen. Soweit be:Krankheiten" die Militär- venraltung, wie oben erwähnt, für Krankenpflege einzutreten hat, haben die Kranken kaffen nur Kran ken- imb Sterbegeld knicht ärztliche Behandlung imd Arzwei sowie Kvcrn^nhausbehcmd- mng) zu gewähren.

Kriegsbeschädigte, die bereits aus dem aktiven Militärdienst entlaßen sind, haben bei Erkrankungen oder bei Bettrebsunfällen, auch we::n dieselben mrmittelbar oder Mittelbar mit eurer ver- sorgungsberechtiglen Kriegsbeschädigirng zusammenhängen, kernen Rechtsanspruch auf freie militärärztliche Behandlung und Lazarett­verpflegung. Lazarettbehandlung kann ilp:en 'unter bestimmten Voraussetzungen gewährt loerden. Tritt be: einein Leiden, das Grund zu einer Militärversorgung gegeben hat, eiive Ver­schlimmerung ein, so wird eine entsprechend höhere Militär' Versorgung gew'ährt, ohne Rlicksicht' auf die Ursache der Ver­schlimmerung, also u. a. wenn die Verschlimmerung durch einen Betriebsunfall bedingt ist.

** AMtliche Personalnachrichten. Ter GroßherU>g hat dem Ober-Briefttäger Heiirrichi Finrernagel in Mchper- tenrod und dem Briefträger Peter Adam in Wonsheim das All­gemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige tteny Dienste" verliehen. Das Ehrenzeickipn für Mitglieder frcftvikliger Feiverwehren lvurde vo-M Groscherzog verliehe,: Iohannos Pil­ger III. und Hsinvich Pilger III. zu Neustadt i. O. Ldrs Grund der VereirrhMvung mit den Landstilndei: (Drucksache 152) ist folgendem Schulamtsafpiranten einftweiüs eine ÄchverstMe über» tragen w-nden: Nicolai, Friedrich, aus Großen-Biffeck, am 1. Aprll 1916.

A u s z e i ch n u n g e n. Dem Leutnant und Komvagnie- führer im Jnfanterie-Regiment v Wittich (3. kurhess.) Nr. 88 Eberhard v. Jhering wurde das Eiserne Kreuz erster Klaffe

uedienen. Ten: ilnler.-,nz ec 'Udol, stützt von ijtey, bei ctuet pcd . .licfjoin' tsilmni int Westen stehend, wurde das Eijerne Kreuz verliehen. Deut Reserve-Unteroffizier Franz H c> r e y s e ck aus Giesten, seit Beginn des Krieges in einer Art.-Munitionskolonne, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.

** D i e O b st h ö ch st p r e: s e a u f g e h o b e n. Laut Be­kanntmachung des Großh .Ministeriums in Nr. 189 der Darmst. Ztg." werden die Bekanntmachungen vom 22. und 27. Juni 1916 (Obsthöchstpreise und Bestimmungen über die Ausfuhr von Obst) aufgehoben. Aus die Wirkung darf man gespannt sein .

** Fünf - Kil ogramm - Po st Paket verkehr mit Belgien. Vom 21. August ab werden im Verkehr zwischen Teutschland und dem Gebiet des Geueral-Gouvernements in Bel­gien gewöhnliche Postpakete bis zu 5 Kilogramm zugelassen.^ Ter Verkehr regelt sich im allgemeinen nach den Vorschriften des inter­nationalen Postpaketverkehrs. Dias Franko für ein Paket bettägt 1 Fr. 50 cent. ---1 Mk. 20 Pfg.. es besteht dabei Frankoz:vai:g. Dem Inhalt dürfen keine Briese oder schriftlichen Mitteilungen irgend welcher Art bei gegeben werden. Es? ist in allen Fallen Sache des Absenders, sich genau zu erkurüngen, ob die zu verser:denden Gegeiv- lände in das Bestimnrungsland eingefühtt werden dürfen. Pakete nach Deutschland werden in den deutschen Zollorten geprüft und verzollt, Pakete nach Belgien samllich in §)erbesthal. Nachnahme ist bis M M0 Mk. (1000 Fr.) zu gelassen. Nicht zugelassen sind da­gegen Wertangabe, Einschreibung, dringende Pakete, Ellbeftellnng! und Rückscheine. Im Gebiet des General-Gouvernements nehmen <rm Postpaketverkehr nnt Dentschlcnw vorerst die Orte teil, in de::en sich Postämter unter Leitung deutscher-Beamten befinden: das sind zUrzät 67. CiNiEhnern andwer Otte int Gmeral-Gouvernement bleibt es überlassen, ihre Pakete beim nächsten Paketamt anfzu- liefern oder sie sich dahin senden zu lassen.'

** Verkauf von Rinderkraftfleisch nnd -Leber- wUrft erfolgi am Donnerstag, Fcritag, Samstag nnd MoMag, vormittags von 1012 und nachmittags von 36 Uhr iirt Städtischen Schlachthof. Es "können auch größere Mengen mrd ganze Dosen abgegeben werden.

** Die Bekanntmachungen des heutigen Kreisblattes betteffen Zustellung der Gemein besten crz eitel, Veräußerrmgs-, Ver- arbeitnngs- m:d Bewegnngsverbot für Web-, Trikot-, Wirk- und Strickwaren sowie Lan desbro tmar kew

Kreis Büdingen.

a». B o r s d o r f, 16. Aug. Kanonier Albert V o t n t e a u , Feld-Attillerie-Regt. 71, erhielt die Hessische Tapferketts­medaille.

Kreis Lauterbach.

la. Lauterbach. 16. Aug. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielten: Freiberrl. Riedesel'scher Forstwart Schnell, Stock­hausen, zurzeit Sergeant im Res.-Jnf.-Rqt. Nr. 88; Landsturm­mann Ko::rad L o m p bei der Starkstromabteilung, Lrchtkommando» der 88. Jns.-Division; Musketier Heinrich Oestrich, Hörgenau, Jnf.-Rgt. 99 (jetzt in englischer Gefangenschaft).

Kreis Schotten.

E. Lardenbach, 16. Aug. Aw 1. August erlitt der ini Westen kämpfende Otto Lein von chier den Heldentod. Nach dem Berichte seines Kompagnieführers ist er infolge des furcht­baren Lnftdr::cks einer schweren Granate gestorben. Es war der einzige hoffnungsvolle Sohn seiner Eltern. Es ist beretts das' viette Opfer, welchlks die heißen Kämpfe bei Verdun aus unserer, Gemeinde gefordett haben. Musketier Otto Dörr war seit 'Anfang Jurri d. I. als vermißt gemeldet. 'Au: Svrmtag morgen er­hielte:: seine Angehörigen die NackMcht,wn ihm, er befinde sich in russischer Gefmrgensckiaft. ,

Kreis Friedberg.

oa. Friedberg, 16. Aug. Dem Krankenträger Ludwig Wollrab, Sohn des -Schneidern:eisters Hch. Wollrab, der seit Juni 1915 an der Südostiront steht, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Dem Musketier Karl S t e i n b a ch be:m Jns.-Rgt. Nr. 118 wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.

bna. Bad-Nauheim, 16. Aug. Das Militär-Sanitäts- kreuz wurde vom Großherzog Dr. H ü f f e l l dahier verliehen. Dem Gefreiten Karl Fleischhauer im Feld-Artillerie-Negiment Nr. 61 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. Außerdem hat er im Jahre 1915 vom kommandierenden General eine schrift­liche Anerkennung für bewiesene Umsicht nnd Entschlossenheit bei Ueberbringung von Befehlen in die Feuerstellung erhalten.

M. Bad-Nauheim, 16. ?lüg. Das neunte Srn- foniekvnzert der Kurkapelle ftndet am Domr-erstag, den 17. Wrgnst statt. Das Hauptwerkldieses Weckds bildet Moz-arts unsterblicheIupirec-Sinfonie" in O-cknr mit der Schllnßfuge. Ms Einleitung bringt Professor Minder stein das PorsprÄ zmn 3. Akt der romantischen Oper,Der Pfeiffettag" von'Max Schil­lings zur Aufführung. Griegs reizendeLyrische Suite" mit dem lustigenZa^ der Zwerge" sowie Webers glanzvolle Frei schütz-Ouverture blldcu den zweiten Dell des ansprechenden Pro­gramms.

bz. Butzbach, 16. Aug. Dem Vertreter der hiesigen Filiale Schade L Fullgrabe, Ferdinand Schnell, der seit 1*/, Jahren ununterbrochen im Felde steht, wurde die Hessische Tapserkeits- denkmünze verliehen. Dem Musketier Georg Sauer von Griedel, im Res.-Jns.-Rgt. Nr. 88, wurde die Hessische Tapserkeits- denkmünze verliehen.

o-o Vilbel, 16. August. In den Kämpfen an der Somme wurde der Gefreite Karl D a h m e r von hier mit dem Effernech Kreuz 2. Klasse ausgezrich:ret. Ebenfalls das (Siferne Krem 2 Klasse erhielt Gardist Karl A r m b r u st. Den. Hridentod fürs Vaterland starb der Gefreite Philipp Filsinger. Gr war früher schon einmal verwundet und ivar im Besitz 'der Hessischen Tapferkells!- medatille. Gr ist bei 8 als vermißt gemeldeten Kriegen: das 7 5. Opfer, das der Krieg <n:s unserem Städtchen fordert. Wegen Ueberschreitung der Höchstpreise für Mehl Ivurde:: elf Verkäufer, 2 Bäcker und 9 Spezerrihändlec, in eine Geldstrafe von je 3 0 Mark genvnvmen. Ebenso soll gegen einen lnesigeü Aepfelu^inproduzanten eine Anzeige erfolgt sein, weil er für ein Hektoliter Äepselwein 4 5 Mark gefordett hat. Auf das Ergebnis ist man hier sehr gespannt.

Kreis Wetzlar.

Wa. Wetzlar, 16. Aug. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse wurde ausgezeichnet Hauptmann Rich. Wald- s ch m i d t, Stabsossizier Fl. A. K., Armeegruppe Eichhorn. - Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet wurde Unter- osftzier H a r t m a n n, Futz-Art.-Batt. Nr. 650.

Hessen-Nassau.

Kriegsausstellung der Provinz Hessen-Nassau.

= Frankfurt a. M., 16. Aug. Fm schönen Holzhausen­park wurde gestern nachmittag die Kriegsausstellung der Provinz Hessen-No ffau, in Gegentvatt von Vertretern der staatlichen imb städtischen Behörden, von Provinz und Stadt eröffnet. Scrnitütsrat Dr. Dohfen bot in seiner Begrüßungsansprache ein knappes Bild von dem Zwecke der AjusstelluM, deren Erträgnis in vollem Umfang dem Roten Kreuz zugute kommen soll. Ter schlichten Eröffnungsfeier schloß sich ein Ruudgang durch die Ausstellungs­räume an, bei der der Letter der Schau, MjuseunÄ>irektor Pwf Tr. L. Müller-Frankfurt, die Führung übernahm und die Nnffenswettestei: Erläutenrngen gab.

Eine formenschöne Basilika :mt großem Binnenhof. der von erner luftigeI: Wandelhalle umschlossen ist, blldet den Ausstellnngs- mum. Mes, was der Krieg au ftlrchtbaren Waffen gezeitigt ljat, :st hier im Ori.gi:w1 ausgestellt: Mesennwrser. Schiffsgeschütze, Häubchen bis herab zur zierlichem Mstole, dann die schlanken Tor­pedos. geivalttge Minen, Granate:: in vielfach:':: Formen^ Aus- ri'lspmMegenstände, Uniformen, Wage::, ganze Völkergrup^n un­serer weißen :::rd fatb:gen Gecpver. Ferner Schiffsmodelle, eine AnzoU Panzerplatten mit den Spuren feindlicher Geschosse auÄ der Schlacht vor dem Skagerrak,- eine Fi'illc von Mdern die fes- ftllchkm Abteilungen: der .Krieg und die Kunst. .Kriegsbilder der ,^Le:pz:ger IAustrietten Zeitung", Verwundetenfürsorg'', die Ar- bertsfelder der Chcrurgie, die Kriegsfürsorge dalrim, die Kriegs- svnrmlungen der Frankfurter Stadtbücher:':. Volksblldnngsarbeit im Krwge. sie alle geb«: ein getteueS Spiagelbill» von be» vielseitigen Jmuicn und Gestattungen des! arößten Krieges der Weltgeschichte.