Ausgabe 
1.8.1916 Erstes Blatt
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kehr tntt Gerste und Hafer aus der urcaie iyit>, all^emeuie Bestandsaufnahme der Web-, Wirk- und Strickwaren, einen Ausruf betr. Einbringen der Ernte und eine Be­kanntmachung betr. Unterstützung geschädigter Arbeiter im kTabakgewerbe.

** Die neuen Po st zu schlage sind mit heute in Kraft getreten. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß von nun <an der Ortsbrief (bis 250 Gramm) 7Vs Pfennig, der ein- lacbe Fernbrief (bis 20 Gramm) 15 Pfennig, der doppelte för e r n b r i e f (über 20 Gramm bis 250 Gramm) 25 Pfennig, die Postkarte 7Vs Pfennig kostet. Die neuen Brief- !m a 1 1 e n , zu 2^/^, 7V* und 15 Pfennig, haben auch eine Ver­änderung in der Zeichnung aufzuweifen. Auf den bisher im Verkehr .gebrauchten alten Briefmarken ist, wie bekannt, das Brustbild der Germania in einem wagrecht schraffierten Mittelfeld dargestellt, während jetzt bei den drei neuen Briefmarken .das Mittelfeld einen weißen Hintergrund erhalten hat. Wi-erdurch tritt das Brustbild der Germania bedeutend stärker her­vor. Die Farben sind matt getönt. Die 2Ve-PsS--Marke hat eine Ißlrt Feldgrau, die 7V2-Psg--Dörrte ein gelbliches Orange. Die

f rtastautoiwatan geben von heute an eine Postkarte zu »/r Pfg. mit leicht angeklebter 2r/r-Pfg.-Marke. Die Automaten ßntzd schon ^demgemäß mit einer neuen Aufschrift versehen? jEs .ist ferner zu beachten, daß ab 1. August

M16 der Absender verpflichtet ist, bei Frachtstück- gut-, Eilgut-, Expreß -und Bahnpaketsendungen Frachtbrief und Eisenbahn - Paketadressen mit aufgeklebter

Stempelmarke in dem vorgeschrrebenen Bettage zu übergeben. Der Stempel beträgt bei Frachtstückgut und (^Preßgut 10 Pfg., bei Eilgut 20 Pfg. für die Urkunde. Die Stempelmarke muß an der für den Llnncchmestempel bestimmten Stelle aufgeklebt sein. Bei den blauen Paketadressen ist die Stempelmarke ui die Spalte: c,9laiim für Märke" zu kleben. Die Wertzeichen sind an der Güter- Lasse und Gepäckabfertigung erhältlich.

Landkreis Gießen.

gs. Ettingshausen, 1. August. Den Heldentod fürs Daterland starb am 12. ds. Mts. Heinrich Kern von hier, Sohn des Adam Kern. Durch einen Verwandten gelangte bvr kurzem die Nachricht hierher, daß der fit Ende Mai vorigen Wahres in Galizien vermißte Heinrich Vogler gefallen sei. Man hört noch nichts von dem seit derselben Zeit vermißten Karl Gerhard. Landwirt Philipp O p p e r, der zu Kriegs- «nfang als Gefreiter auszog. wurde voriges Jahr Unteroffizier Und vor einigen Wochen durch sein tapferes Verhallen amToten Mann" zum Bizefeldwebel befördert und mit dem Eisernen Kreuz usgezeichnet. Sein jüngerer Bruder Ludwig, welcher seit Kriegs- eginn seit drei Tagen zum erstennral in Urlaub ist, hatte Vor­eltern mit Marie Stein Kriegstrauung. Es sind zwei Paare 'fktte^etraut hier. Bei sehr guter Witterung hat der Roggen- und Gerste nschnitt begonnen.

rs. R v d b e i m , 1. August. Dem Gefreiten Hch. K r ö l l, (bei dem Feldart.-Regt. Nr. 19, wurde die Hessische Tapfer­keits-Medaille verliehen. Er ist auch bereits Inhaber des Eisernen Weuzes. Die Volks spende für die deutschen Kriegs- und jZivilgefangenen ergab in hiesiger Gemeinde den Bettag von Ml Mark. Die Getreideernte hier ist in vollem Gange. Die Scheuern, die fast ganz mit Heu angefüllt sind, bieten kaum Raum für Unterbringung der Getreidemengen, die nicht nur einen besonders hohen Ettrag an Sttvh, sondern auch an Körnern ftu liefern versprechen.

# Rüdingshausen, 1. Aug. Fürs Vaterland starb der Lehrer Adolf H a m c l, der hier und in Reinhardshain dienstlich verwendet war. Gebürtig aus Kirtorf, Kr. Alsfeld, verließ er 1913 daS Seminar in Friedberg und erhielt am 22. Juni 1916 eine schwere Verwundung, an der er bald darauf starb.

tt. Treis a. L., 1. Aug. Gestern nachmittag fiel beim Spielen ein fünfjähriges Mädchen in den 2 m tiefen offenen Brunnen Lm Oberdorf und wäre ertrunken, wenn nicht ein in der Nähe wohnender Mann, durch das Schreien der mitspielenden Kinder auf­merksam gemacht, das schon bewußtlos auf dem Grunde liegende Mnd -mit vieler Mühe hevaufgezogen hätte. Zum Glück gelang es chen angestellten Wiederbelebungsversuchen, das .Kind wieder zum lBewußtseiri zu bringen. Ein ähnlicher Unfall war vor etwa 14 iTagen an demselben Brunnen einem Knaben geschehen; auch damals war das Kind noch gerettet worden. Es wäre doch an der Zeit, Diesen und die beiden anderen öffentlichen Brunnen, die alle drei micÄ zugedeckt sind, so zu verwahren, daß derartige Unfälle aus­geschlossen sind. Vorgestern fand in der hiesigen Kirche die Ge­dächtnisfeier für die in der letzten Zeit auf dem Felde der Ehre ge­fallenen Krieger unserer Gemeinde statt: Ivhs. Schick, Tobias KVill und Wilh. Berghöf er

Kreis Büdingen.

# Büdingen, 1. Aug. Zum Oberleutnant d. Res. befördert ,urde der Regierungsasfeffor Bern he im, zum Leutnant der tefeldwebel Paul Nürnberger, y. Bad Salzhausen, I.Aug. In dem abgelaufenen! tt, der für unseren Badeort die Hochsaison umfaßt, war die der Kurgäste so groß, wir in den besten Jahren vor dem! Ulfe Pensionen. Gasthöfe Und Hotels sind noch vollständig _ und die Besitzer können mit der diesjährigen Hochsaison schr" zufrieden sein. Auch das Kaufmanns-Erholungsheim ist stets ganz belegt und in dem neugvgründeten .KinderheimSoirnan- blick" sind meistens 28 Vis 30 erhokungsbedürfttge Kinder unter- rtzebracht. Nur die Zahl der DnrckMeisenden und Ausflügler, die syarne unseren schönen Park Sonntags auffuchLen, ist naturgemäß w^irend des Krieges geringer. Doch erfreute sich das gestern im Freien abgehaltene Konzert der Kapelle des Ersatz-Bataillons it>om Anf.-Regt. 116 aus Gießen eines guten Besuchs und großen

bz. Dreba ch a. H., 1. August. Stnd. Phil. Heinrich Eckert, Hetziger Kriegsinvalide, erhielt nachträglich für im >za!hre 1915 Ln den Kämpfen in den Karpathen bewiesene Tapserkert vor dem! Feind das Eiferne Kreuz. m ,,

nt. Geiß-Nidda, 1. Aug. Dem Gefreiten Gustav B e l tz e r bei einer Reserve-Fuhrparkkolonne, wurde das KriegS-Ehrenzeichen verliehen. _

4 Or«enberg. 1. Aug. Rudolf Hild von hier, bisher Eiserrbahnkompognie des Ostens, wurde zum

Gefreiter in einer

llnteroffrzier besoroert uno mtt der Hessischen Tapserkeitsmedaüle ausgezeichitet.

)) Zwischen Wetterau und Vogelsberg, 1. Aug. Nachdem die Heuernte endlich unter Dach und Fach ist und ttotz des schlechten Wetters sowohl der Güte, als auch der Menge nach vorzüglich ausgefallen ist, konnte mit dem nunmehr eingetteteneq Sommerwcttcr sofott zur Fruchternte geschritten werden. Auch diese verspricht bei gutem Ernteweiter die besten Etträge sowohl hinsicht­lich der Körner, die durch das kühle Wetter ausreifen konnten, wie selten in einem Jcchr, als auch hinsichtlich des Strohes, das über­all eine sehr große Höhe erreicht hat. Stellenweise sind allerdings die Aecker so mit Wicken durchzogen, auch eine Folge des naßkalten Wetters, daß sie ganz grün erscheinen. Frühkartoffeln zeigen hier schlechten Behang, die Früchte sind noch sehr llein, Spätkartoffeln stehen bis jetzt schön. Auch die anderen Feldfrüchte zeigen eine* guten Stand. Dagegen laßt der Ertrag der Gajrtenfrüchte sehr viel zu wünschen übrig, Bohnen, die überall sehr reichlich an­gepflanzt worden waren, sind ttotz mehrmaligen Nachlegens infolge der Schneckenplage ganz verschwunden, ebenso-haben die Gurken stark gelitten. Unsere Borausfage wegen des Steinobstes ist ein- gettoffen, Zwetschen gibt es nur in wenigen Gemarkungen, Nüsse und Bittren fast garnicht, Aepsel nur strichweise besser als Mittel- ernte.

Kreis Alsfeld.

oz. Ermenrod, I.Aug. Am letzten Donnerstag ist hier unter großer Beteiligung und Anteilnahme der im Dienste des Vaterlandes gestorbene WehrnLmn Konrad Richter zu Grabe getragen worden Als Postbote war er, bei der Feldpostsammel- stelle Vdetz 3, auf einer Fahrt mit Feldpostsendungen nach den Argon nen und ist hierbei tödlich verunglückt.

oz. Ke stri ch, 1. August. In diesen Tagen ist unser Kirchlein mit einem Harmonium beschenkt worden. Damit ist ein schon lange gehegter Wunsch unserer Gemeinde in Erfüllung gegangen. Neben einem ansehnlichen Bettag der Kivchenkasse Wrndhausen und einer Beisteuer der hiesigen GeTwmcke hat auch BlaronLn Schenck zu Schweiusberg, die in hiesiger Gemeinde große Güter und einen) Hof liegen hat, einen Beitrag gestiftet.

02 . Liederbach, 1. Aug. Dem Landmehrmann Adam Sofmann in der 11. Kompagnie des Landwehr-Jnfant.-Regts. Nr. 349, der vor einiger Zeit die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt, wurde nunmehr das Eiserne Kreuz verliehen.

Kreis Schotten.

Sellnrod, 1. Aug. Bei der in hiesiger Gemeinde ver­anstalteten Sammlung für kriegSgefangene Deutsche im Aus­land ging der ansehnliche Betrag von 120 Mark ein.

^ Ulrich stein, 1. Aug. Ter weit und breit bekannte Ulrichsteiner Jakobimarkt, im VolksMnnde der Jobbesmvt genannt, dauerte in diesem Jahre nur 2 Tage. Am ersten Tage des Marktes fand der Schweinenvcrrkt statt. Viele Ferkel und junge Schweine waren aufgettieben. Der tags darauf folgende Krämer- markt war ebenfalls ttotz der ernsten Kriegszeit und des guten Heuwetters gut besucht. Blieb doch in den Zeiten des Friedens niemand, selbst die ältesten Leute und kleinen Kinder nicht zu Hause. Mit Recht hat man auch den Ulrichsteiner Jakobimarkt als den Matkt des oberen Vvgelsberges genannt, denn, aus der weitesten Umgegend kamen die Leute, besonders aber die Jugend, auf Wagen angefahren. In diesem Jahre boten nur eine Anzahl Verkäufer imb Ausrufer ihre Waren feil. Unter diesen seien die Lauter- Pacher Torr- und Schuhwaren besonders zu neirnen. Fast keine der Frauen verläßt den sog.Leutmattt", bevor sie sich ein PaarBatschen", das sind Hausschuhe, für den kommenden Winter gekauft hat.

= Aus dem oberen Bo gels bery, 1. Aug. Tie letzten 14 Tage haben die Heuernte anßerordentltch begünstigt, so daß jetzt fast überall mit dem Heu machen Schluß gemacht wird. Wohl war die erste Zeit sehr ungünstig, da wir hier selbit im Hochsommer die dicht auf der Erde lagernden Nebel bei schlechten Wttterungsverhältnissen niemals los werden. Faßt Man das Er­gebnis der diesjährigen Heuernte nochmals zusammen, so kann man, daß man die doppelte Menge heimgefahren hat als im ver- daß es nicht nur gitt, sondern sogar sehr gut war. Uebcrall hört man, daß die doppelte Menge man heimgefahren hat als im ver­flossenen Jahre. Außerdem läßt das GruMmetgvas auf eine reiche Grummeternte schließen, so daß es dem Landwirt des Dogels- berges nicht bange wird, in dem kommenden Winter sein Vieh reichlich füttern zu können. In verschiedenen Dörfern findet man noch eine alte Sitte vor, Haß der hochbeladene Heuwagen mit grünen Aesten und Zweigen geschmückt wird, so daß dieser schon von weitem einen wunderschönen Anblick bietet.

Kreis Friedberg.

sc. Friedberg, 1. Aug. In den vergangenen Monat fiel die 120 jährige Wiederkehr des Tages, an dem ein heißes Treffen bei Fried derb stattfand. Der französische General Kleber mit den Divisionen Lefevre, Bonard und Colland drängte den Kaiserlichen Feldzeugmeister Wartens­leben, der ein Detachement von 13 Bataillonen Infanterie und 21 Schwadronen befehligte, durch seine Uebermacht zu­rück. Das Gefecht, wodurch die Stadt' Friedberg schwer h«m- gesucht wurde, erstteckte sich bis in deren Straßen.

Bad-Nan heim. I.Aug. Der als vermißt gemeldete Lehrer H. Wagner, Leutnant der Res., besindet sich in englischer Gefangenschaft.

bz. Bad-Nauheim, 1. August. Krieasaus zci ch- nung. Gefreiter Hch. Lindemann im Landsturnr-Batailloch Darmstadt hat das Eiserne .Kreuz zweiter Klasse erhalten. Die gleiche Auszeichnung wurde dem Kriegsfreiwilligen Gefreiten Karl Dewald im Königin-Augusta-Garde-Gren.-Regt. Nr. 4 zuteil.

bz. Butzbach, 1. Aug. Dem Balmspediteur P. A. Fisch, zurzeit Kanonier- bei der schweren Fußartillerie im Westen, wurde nach achtmonatiger treuer Pflichterfüllung die Hessische Tapferkeits­denkmünze verliehen.

# Wo hnbach, 1. Aug. DaS Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Lehrer Philipp Dt e tz l e r.

Kreis Wetzlar.

e. Launsbach, 1. Aug. Ter Gefreite Wilhelm Krombach im Res.-Jnf.-Regt. Nr. 324 erhielt am 21. Juli das Eiserne Kreuz 2. Klage.

ia. Aus o e m K r e t ] e Wetzlar, 1. Aug. Die e i o e i tragen einen Segen von Früchten, wie inan das noch selten erlebt hat. Zum Glück ist zu der reichen Ernte im rechten Augen» blick gutes Erntewetter getreten, daß auch die Früchte rasch hinter­einander zur Reife gelangen. Sämtliche Gelreidearten befriedigen in hohem Maße, besonders verspricht der Weizen überreiche Er­träge. Die Kartoffeln zeigen eine üppige Entwickelung und, soweit bei den Frühkartoffeln festgestellt werden konnte, reichen Knollen­behang von vorzüglicher Qualität. Ebenso stehen sämtliche Gemüse- arten gut, über Raupenfraß war bisher noch nicht zu klagen. Weniger günstig sieht es mit dem Obst aus; die Birnenernte ist kaum in Betracht zu ziehen, Aepsel sieht man nur in besonderen Lagen. Zwetschen gibt es aber in Hülle und Fülle, daß die Aeste brechen unter ihrer Last.

Hessen-Nassau.

bl. K i r ch h a i n, 1. Aug. 41000 Zentner Kartoffeln hat der hiesige Konnnunalverband im letzten Erntejahr an die ver- sorgungsbedürftigeu Stadt- und Kreis-Kommunalverbände ab­geführt. Der Kornschnitt ist in unserer Gemarkung in jeder Beziehung erfolgreich im Gange.

nl. Dehrn, 1. Aug. Beim Baden in der Lahn ertrank einer der Berliner Schuljungen, die jetzt so zahlreich bei Land- leuten in unserer Gegend untergebracht sind.

= Schlüchtern, 1. Aug. Von 35 Kreisgemeinden er- heben 27 Ortschaften 200300 Prozent Zuschläge zur Staats- einkommensteuer als direkte Geineindesteuern bei gleich hohen Zu­schlägen zu den Realsteuern. Am höchsten sind die Gemeinden Eckardroth und Sterbfritz mit je 300 Prozent belastet.

Sin holländischer Dampfer untergegangen.

H aa g, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Ein von dem Leucht­schiff Noordhinder erngettoffen.es drahtloses Telegramm besagt, daß der DampferKönigin Wilhelmina" (1964 B.-R.-T.) von der Dampffchiffahtts gesell schast Zeeland in der Umgegend des Leuchtschiffes auf eine M r nt e gelaufen ist. Nach einer späteren Nachricht ragt nur noch dias Achterschiff aus dem Wasser.^Dre Fahrgäste wurden in Retttngsbooten nach dem Leuchtschrff Noordhinder gebracht. Der SchlepperRoode Zee", das Marrne- fahrzeugZeehond" und zwei Torpedoboote sind zur Hilfe geeilt.

Vlissin gen, 31. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer Königin Wilhelmina^h der den Pa s sa g i e rdr enst VlissingenLondon versieht, lief heute früh ungefähr um 6 Uyr auf eine Mine. Nachdem er einige Zeit getrieben war, sank er schließlüh. Es befanden sich 4 1 Fahrgäste und 6 0 Mann Bejahung an Bord. Tie Geretteten sind jetzt auf dem Le uchtt schiff Noordhinder, mit Ausnahme eines Rettungsbootes, das noch nicht angekommen ist. 26 Personen sind verwundet. _

Berlin, 1. August. Zum Untergang der Königin

Wilhelmina" wird demBerliner Tageblatt" noch berichtet: Tie Katastrophe ereignete sich ungefähr an derselben Stelle, wo gerade vor einem halben Jahr die^Tubantia" unter grng. Das Leck war sehr llein, nrrd das Schiff stand noch fest, als affe pt die Rettungsboote üb er gegangen waren. Kein Passagier und kern Männ der Besatzung brauchte zurückgelassen zu werden. Der Versuch des Kapitäns, das Schiff noch einmal zu besteigen, gelang lervch nicht, da der Dampfer etwa V* Stunde nach Vollendung dos Rettungswerkes sehr schnell sank. ^ ^ 3

Haag, 31. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Ber dem pnsall des DampfersKönigin Wilhelmina" wurden sieben Personen verwundet. Außerdem sind drei Heizer ums Leben gekommen.

Amtlicher Wetterbericht.

Wetteraussichten m Hessen am Mittwoch den 2. August 1913 Heiter, trocken, recht warm.

Letzte Nachrichten.

Wechsel rm russischen Kriegsministerium?

i. Köln. 1. Aug. Laut derKöln. Ztg." melden d-icBaÄek fliachrichten" aus Petersburg:Ruskoje Slowv" stellt einen Wechsel im Kriegsnrinisterium in 2bussicht, weil Generäl Schnwaiew wieder die Intendantur des Feldheeres übernehnan solle.

Rußlands auswärtige Politik.

i. Kopenhagen, 1. Aug. Nach derKöln. Ztg." meldet dek Djen", der russische Dumapräsident Rodzianko habe mit Stürmer eine längere Unterredung über die künftige Richtschnur der äußeren Politik gehabt. Nach der Unterredung empfing Rodzianko im Reichsdumagebäude eine Airzahl Pressevertreter und teilte ihnen mit, nach den Erllärungen Stürmers werde die auswärtige Politik Rußlands keine Aendcrmrg erfahren. Was aus dom^ Gebiete der auswärtigen Politik geschehe, könne nur mit Uebereinstrmunrng der Verbündeten unternommen werden.

Dir französisch«' Jahresklasse 1888.

Bern, 1. Aug. Nach einer Bekannttrachimg des franzö­sischen Kriegsministerrums werden die Angehörigen der Jahres­klasse 18 88. die am 1. Analst einberufen werden, zur Aus­füllung der Mannschaften des AutomvbiLdienstes und zur Auf­füllung des Arbeiterpersonals in den Kriegswerkstatten, ebenw zur Äblöfimg von Mannschaften des bewafcheten Heeresdicnsfes, die noch hinter der Front verwendet sind, dienen, um diese für den Frontdienst verfügbar zu machen.

Der zweite Jahrestag des Kriegsausbruchs in England

Kopenhagen. 1. August.Politik^" berichtet aus Lon­don: Anläßlich des zweiten Jahrestages des Kriegsausbruches

haben die nationalen pattiotischen Organisationen Vorbcret- bereitnngen gettoffen, um am 4. AucpNt im ganzen britischenReicheVersammlungen abzuhallen. Dt-r Pre- niierminister und der Kolonialsekretär haben die Pläne gebülrgt. Auf allen Versammlungen wird man Resolutionen an­nehmen, in denen der unbeugsame Wille, den Krieg fortzusetzen bis der Sieg errungen ist. zum Ausdruck gelarrgen soll, um damtt die Ideale der Freiheit und des Rechtes zu kennzeichnen, dlv die gemeinsame und heilige Sache der Alliietten inat. Dfe Versammlung in, London wird in der Guildhall statt>uwcn und Asquith und Bonar Law werden die Haupttedner fern.

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