Nr. (68 Zweites Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die ..Gietzener Fomiliendlätter" werden dem
»Anzeiger" viernral wöchentlich beigelegt. das
..Kreisblatt für den rfreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit-
fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Jahrgang
letzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen
Donnerstag. 20. Juli W6
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universitäts - Buch- und Steindruckerci.
R. Lang e, Gießen.
Schriftleitung,Geschäftsstelle lr.Druckerei: Schuf» straße 7. Geschäftsstelle u.Berlag:^Kö1, Schrift» leitung: ^E112. Adresse für Drahtnachrlchtew Anzeiger Gießen.
Kuropatfin gegen hindenburg.
I 2)(i5 tufcfentlicfyf te neue Mvm^nt in ber großen Genera l- offensive, die unsere Feinde nini schon seit brei Wochen errolgtbä gegen btc deutschen Linien führen, ist der Angriff der russischen Nordarmeen unter General Kuropatkin gegen dre Heeresgruppe des Generalfelbmarschalls v. H i u - den bürg. Dieser Angriff hat zwar bereits vor einigen ^agen begonnen, aber er charakterisiert sich jetzt erst durch die Heftigkeit der blntig abgeschlagenen Anstürrne als eine ernstere ^ffenslviinternehmnng. Kurovatkin gegen Hinden- bürg! Schon der Name der beiden Feldherren, die'sich in diesen <5>ch,lachden gegenübersdehen, bietet nnS eine gewisse Gewahr für den Ansgang des hauten Ringens. Es läßt sich faum ern größerer Kontrast ausdenken, als er zwischen diesen beiden .Heerführern besteht, zwischen de-.n Besiegten von Mnkden und dem Sieger der masurischen Leen und so vieler anderer ruhmreichen Schlachten dieses Weltkrieges Voii seinen eigenen Landsleuten ist gegen Kuropatkin nach dem imssisch-japanischen Kriege schouungslos der Vorwurf einer zögernden Unentschlossenheit erhoben worden: Hinden- bürg steht lins allen vor Augen als ein leuchtende- Beispiel rascher Entschkosienheit und .energischen Magen- Die Kriegsraten, denen .Kuropatkin einst seinen Ru hm' verdaut te, licqcit tueit zurück. Im russisch-türkischen Kriege vor bald vierng Jahren wttr es, als er sich als Genera lstabsck>ef Skobetews durch den tausend Kilometer langen Marsch von Taschkent nach Geok-Tepe und die Erstürmung der Tep^Besestiqunqen uuszeichneh:. Auch die Gelegenheit, seine jetziaeii französischen Verbündeten kennen zu lernen, hat Kuropatkin im ^ahre 1874 gehabt, als er an verschiedenen Expeditionen der rvranzpsen in Algier teilnahm. Aber diese Kmegstorbeeren sind« längst verwelkt, nttd es zeigt, wie groß die Not an de. fahrgten Heerführern in Rußland sein muß, daß man den letzt bald Siebzigjährigen trotz seiner Mederlagen in der nxandschurci znm Nachfolger des angeblich erkrankten, zweifellos begabten Generals Rußki anserwählt hat.
Dieser Wechsel im Oberbefehl der russischen Nordarmeen fand bekanntlich bereits mt Frühjahr statt. Den ganzen Win- - 0^101110) hatte an diesem Teil der Front eine ziemlich lebhafte Kampflätigkcit geherrscht, bei der sich anfänglich die Rujtzn mit einsachcr Abwehr der deutschen Angriffe begnügten. Spater, als Verstärkungen eingetroffen waren, und es gelungen war, das Artilleriematerial aufzufriichen und die Munttwnsvorräte zu ergänzen, versuchten die Russen . Gegenangriffe auszusühren, die allerdings stets erfolglos blieben. Diese Kampftatigkeit, die von Zeit zu Zeit durch wochenlange Pausen unterbrochen wurde, in denen nur die Geschütze und der unterirdische Krieg arbeiteten, dauerte bis zur Uebern^ne des Oberbefehls durch .Kuropatkin an. Der neue Befehlshaber versuchte es dann gleich mit einer Offene Uvelm Raume zwischen der Düna und Wilija. Dieser An- griss scheiterte an der bewährten Wachsamkeit und Energie Hrndenburgs. und die eintretende Tauwetterperrode, die bald größere Heeresbewegungen foftr unmöglich machte, bereitete russischen Ailgrifs vollends ein unrühmliches Ende Erst die Offensive des Generals Brussilow in Galizien und in dei Bukowina brachte wieder Leben in die Heere Kuropat- kins. Dw russische Heeresleitung drängte ihn, cbeufo ime den we"er südlich kommandierenden General Ewert zu Taten m der Hoffnung, die gegcnüberstehenden deutschen Heeresgruppen an Kräfteabgaben nach Süden zu verhindern So
m w eö r ?^nats die russische Offensive auch nördlich dev Pripet lebendig, und es folgten die heftigen Kampfe bei Baranomttfchi und Smorgon, die den Russen freilich nur Mißerfolge und schwere Verluste einbrachten.
k- ^^erals Kuropatkin richtet sich gegen
dw deutschen Stellungen zwischen Friedrichstadt und Düna
burg, sowie gegen Smorgon. Das nächste russische Ope- rationszicl ist demnach Wilna, aber dev bisherige Verlauf der Kämpfe eröffnet den Russen gerade keine besonders günstigen Aussichten. Wenn Hindenburg von „ungewöhnlich hohen" Verlusten der Russen berichtet, so ivissen wir ohne Erläuterung, was das bei russischen Masseiiaiigriffeii zu bedeuten hat. Die Heranführung von Verstärkungen hat deni General Kuropatkin nichts genutzt, und er hat von neuem im Kampfe gegen den votn den Russen am meisten gesiirchteten deutschen Heerführer eine bedenkliche Nieder läge erlitten.
Die Schiffsverluste der Entente.
Der Gesamtverlust unserer Gegner im Kreuzerkrieg beziffert srch aus 83 Schiffe mit 337 445 Brutto-Reg.-T-onncn. Die Beute setzt sich folgendermaßen zusammen:
Der Kreuzer „Emden" versenkte 17 Schiffe mit 73 895 t
^er Kreuzer „Karlsruhe" versenkte 17 Schiffe mit 76 609 t
Der Kreuzer „Dresden" versenkte 5 Schiffe mit 16 080 t
Ter Kreuzer „Leipzig" versenkte 3 Schiffe mit 12 149 t
4-er Kreuzer „Königsberg" versenkte 1 Schiss mit 6 800 t
irr -Vilfskr. „Kaiser Will,, d. Gv." versenkte 2 Schiffe mit 10 458 t £ CL ‘ Hüfskr. „Kronpr. Wilhelm" versenkte 13 Schisse mit 53 659 t ~ cr Dusskr. „Prinz Eitel Friedr." versenkte 10 Schisse mit 30 049 t Ter Hilfskreuzer „Möve" versenkte 15 Schisse mit 57 746 t
Im gairzen 83 Schüfe m. 337 445 t
70 Schiffe mit 293 181 Tonnen 10 „ „ 35105
2 „ 4 837
4-urch Tauchboote, Minen oder Kriegsun fälle te bis Emde Mai 621 Handelsschiffe mit zusammen
Davon waren englisch französisch russisch belgisch
u ™ Z“ u '- £ tUL KJi - L um zuiammen
1/09^94 Brutto-Register-Tonnen und 350 Fischerfahrzeuge mit ol 290 Tonnen verloren. Tie Gesamtsumme der Verluste unserer Gegner an Handelsschiffen betrug somit am 31. Mai 1916:
1054 Schiffe mit zusammen 2158 029 Tonnen.
-7- ^ tx 5 i nteü bfr ^uzelnen Staaten ergibt sich aus der folgenden Tabelle. Es waren daoan
englisch 847 Schisse mit zus. 1758 501 Tonnen
französisch 94 „ „ 194 389
russffch 51 . 72 091 „
itchiemsch 39 „ „ „ 76 772 „
— belgisch 18 ., „ 24 679 „
lapanrsch 5 „ „ „ 31597
1054 Schiffe mit zus. 2 158 029 Tonnen Diese Angaben die lediglich die durch dw Presse unter dchmens- nennung bekannt gegebenen Schiffe umfassen, entnehmen wir bec foebeH erschienenen Neuauflage des .„Taschenbuchs her 'i° f tten '.«Ä? Kapitanleutnant B. Weyer im Verlag
? ) „ SSe Vj ber BersnMabelle findet sich die „Anmerkung der Re- ^ktton Mstandtger &eüc erfahren wir, daß außerdern eine
grwße AnMhl Meter Handelsschiffe verloren ist. deren B^rlM nutzt bekannt gegeben wurde "
eutyLt m vervEwtt^trr
^orm die ruhmlrchst bekannten. verglaicheUden Ueben'übten Tabelle und ^krMn. bte es erlauben, sich mit SeichLig^ff guten Ueberblick über dre Flotten aller Länder, über SchMsmaterch? Artillerie und -Bemamrung, kurz: über alles Weseurliche und für den Laien Wrsienswerte auf dem Gebiet des Seewesens
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vie Seeschlacht bei tiffa.
^ *«52 Jahren am 20. Juli 1866, fand vor der dalmatinischen
^ Inseln Lissa, Lessma und Solta die gwße See- Österreich und Italien statt, aus die Kaiser Franz ^ r besonders hmwres, als er zu Beginn des Kampfes ae^ staben seine bekannte Pvoklanratron erließ. Damals gina es schon, wie iwch heute, zwischen den beiden Machten in erster ^inie um die Vorherrschaft.m brr Adria, die von deii^lten Nörmn7 als ^uare lwstrum — ^un,er Meer" beamvrucht wurde und aus
mnf ^ ^ tc i üie &0L ' ciucm halben Iahrhimdert, ein-
aussichtslos wie das andere Mal, immer wieder auch ihr ..ceer machen wollen, üie Kraste waren vor Liffa fehl- unateich- maßrg verteilt. Es war in einer Zeit in der dos
?üni,'ch^ völlig verdrcffigt hatte. Tie ita-
tonische flotte verfugte rm ganzen über 34 Schiffe, unter denen neben kleineren Einheiten — 7 Panzerfreaattsn 9 korvetten und 2 Panzerkarronenboote sowie 14 hölzerne Schraiibew gatten waren. Dagegen besaßen die Oesterreicher im ganzen nur t ( groye und ebensoviete kleinere Holzschissc'
Air der Spitze der osterreichrsäsen Flotte stand aber der'bewährte Admrral von Tegettboff, ein außerordentlich unffichti^ mb Vor allem wittensstarker Mann, der als Gegner eirnm mkalffchloff>n^^^^
^te. Persano war durchaus kein Mann der ^nrttatrve, mit Msrederl aller Art drückte er sich, inimrr um erneu Kampf mit dem Gegner, dem er sich voii vornherein nicht gewachsen fühlte, herum. Umsonst erschien Tegettboff
b^raüs^^'^ ewe Seeschlacht,zu erzwingen. Persano kam nick t «:rau., sich ihm zu stellen. Ent unter einem starken Dr,ick dckr ^• wst eventueller Absetzung drohte, griff er end- V« ^ .italienischer Ansicht das Gibraltar der Adria mi Julr ttldnen rr vor per Insel, die er mit sein», iänoc^ Geschützen ^mbardrerte. Am frühen Morgen des 20 c hiii Fnm
«'t nur für ein Scheinmonöoer ge! " hatte, ao" Faiano her mit seiner Flotte, und dann kank dagegen die Mittagsstunde zugunsten ' ah^anrg^» entschieden ivar. ^,g Tegettboff neben ipiiir'r nfifrn Httt^s^enheit auch in bezug aus die Qualität der 0)e- au^n^?abkomvs^ ^bwachsen war, legte er es von vornherein M Verlauf es ihm sehr bald gelang,
die semdliche Schlachtlniie ausein ander zu veißen Tie Schlacht
Wührl. dir O-swrreicher
smangcU oen uomps schiss gegen schiss oder beiiial>e frfimi g-gm M-nn wobei fic einfach den silrgner vernchpen suchten. Tcg.-tlhofis Raggschi i Si S . ' ki Z"'h«r d. Sterneä führte, bt&t? bi?
^ "RLd Jtalm-, nachdem ^ bereit" *2 dntie ft^ioer beschädigt hatte. Nachdem auch n«xl> der Valeitr,r ebenjath nn ^nzerschifß m du Luft gesL^war, zog ff^d^
Univerfitäts-Nactzviehte«.
i 20 3WK- Lmn R«Lor der Großherzoq-
Irchen Techmscheu Hochschule zu Darnrstadt ist ffir die ^eit vom 1. September 1916 bis dahin 1917 der Mathematiker
-mem »-rdch dvn 5 Pan^r
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w®*5. l . b L i Ä c ^azarettLrzte in England. Der außerordentlich fühlbare Aerztemangel in (Ärglond, beit die britische Aiegrerung und Presse brsher gewaltsam zu verschleiern suchte, wird nunmehr offenkundig durcy emen behördlichen Beschluß, nach welchem auch Frauen, die bem Studium der Medizin obliegen von nun ab zmn ärztlicheii Dieiist in den eiiglischen Lazaretten zuge assen werden solleii. So meldet die „Tinres", daß die Leitung des Eharmg-Erotz-Vospitals m London den Entschluß gefaßt hat (L>tudentinnen m ihreil Dienst zu nehmen, wobei bewnt wird daß f ^ um eutc cMerordentliche ALaßnahme handle, die trotz langen Wider streb ens und vieler Gegen gründe wegen des kaum noch zu ertragenden Mangels an verfügbaren ausgcbildeten Aerzten durchgeführt werden müsse., Noch im letzten Jahre, als ein derartiger Vorschlag gemacht wurde, autzerten sich scmrtliche in Betracht konnnenden Behörden einstimmig gegen enr solches Projekt. Wie schlnnm aber die Situation mit der Zeit wurde, läßt sich daraus ersehen daß die gemeldete Einführung nicht etwa'das Resultat neuerlicher Vorstellungen von seiten der studierenden Frauen ist sondern datz die Behörden, die sich früher so ablehnend verhielten^ nunmehr aus eigenem Mtrreb an die Studentinnen herantrateir und sie ausforderten, sich zürn Eintritt in die Lazarette zu melden ^vchon während der letzten Monategyaren Fraüeu, die iche Kriegs- notprüsung als ?lerztimrcn abgelegt hatten, in Privatklmiken tätig. Das Chaiing-Croß-Hospital aber ist die erste staatlickw Anstalt mit weiblichem Aerztepersonal.
— Eine Chinesin als französischer Doktor ZTA^/.ch t e. In dem Bestreben, selbst den fernsten Neutralen nach oglichkeit zu schmeiäseln, imrd m Paris gegenwärtig eine junge Chinesin als Heldin des Tages gefeiert. Sie heißt Fräulein Tscheng, ist 24 Jahre alt und stammt arrs Canton, wo ihr Vater Minister gelvesen sein soll. Diese Chinesin ist die erste Asiattn, die an sran- zosischen Hochschulen studierte und nunmehr ihre Promotüm als Doktor der frauzösisck>en Rechte erhielt. Wie der „Matin" behauptet' wnne man daraus sehen, daß die edle Freiheit der echt sranzösisch-n Rechtsrmsseiisckwfteii ihr Licht lns in die Gebiete des fernsten Ostens ersttahlen lasse.
— Das Gnde der Pariser Wolkenkratzer Der Näode der deii Nein Vorker Wolkenkratzern im verkleinerten Maßstabe ähnelnden Neubauten, die während der letzten Friedensjahre m Paris durch Hotelunternehmer und große Bau gesell seligsten ein- gemirgert umrde und besonders mtter den alten Pariser Bürgern ästhettsche Bedeukeii hervorrief, scheint imnmehr ein Ziel gesetzt zu sein. Wenigstens berichten die Pariser Blätter mit einstimmiger Freude, daß die Pariser Stadtverordneten sich auf die künstlerische Ehre der Seinestadt besonnen haben und keine wetteren Wvlken- kratzerNachahmungen auf Pariser Boden gestattet wollen Demnächst .
»- i fwmimmmmu _
Hof rat Prof. Tr. Remhold Müller ernannt worden. Pros. Müller, der bereits 1913/14 das Rettvramt der Tarmstädter Hochschule verwaltete, ist ein geborener Dresdener und steht im 60. Lebensjahre. •
Hk. F r ankfurt a. M., 20. Juli. Für das Fach der medizinischen Zoologie habilitierte sich in der medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt Dr. Richard G o n d e r, Mffglied des Georg-Speyerhauses. Der neue Dozent ist 1881 zu Fried- berg in Hessen geboreu. In Gießen erwarb er den Doktorgrad.
Gerichtssaal.
ul. Limburg, 19. Juli. Im vorigen Monat jvurden im hiengeu Warenhaus Geschwister Mayor a-iläßlich der Inventur Riesendieb stähle entdeckt, deren Fäden nach Diez sührteii 3™,, Familie des Schneiders Ott erheblich belasteten. Das L-chöffengericht in Diez hatte sich minmehr mit dieser Sache zu befassen. ^lngeklagt war der 16 Jahre alte Kaufinannslehrlffig Hermann ^.tt, die stedige Emilie Ott, die Verkäuferin Auguste Ott und die Eheleute Wilhelni Ott, sämtlich in Diez w-obnhast Als hauptsächlicher Angeklagter wurde der Lehrling Heruignn Ott aus der Untersuchungshaft vorgesührt, der sich ivegen Diebstahls, die Emilie Ott wegen Mithilfe am Diebstahl und .Hehlerei, die Auguste Ott mid die beiden Eheleute wegen Hehlerei zu verantworten haben. Bon der Größe des Umfanges des Diebstahls zeugt dre im ^itzungsiaal ausgebreitete Beute, bestehend in Kleidungs-- stuaen, -"b- und Bettwäsche,^Schul>en, Haus- und Küchengeräten, ^las- und Pwrzellansachen, ^piel- und Nippessacheu, Teppichen, Bettvorlagen, Uhren, Nickelsachen uud anderes mehr, die einen Wert von wert über 100fr Mark darstellen. Die Aiigeklogten, ins. beimrdere Hermann Ott, vertraten bei der Vernehnmng den Standpunkt den größten Teil der Waren gekauft zu haben? die Benwis- ausnahme ist iedoch so betastend, daß die Angeklagten ihre Be- ^nR^^on deni .Gericht nicht glaubhaft machen können. Das kam in Anbetracht der Schwere des Faltes zu folgendem Urteils,vlmch: Hermann Ott erhält 4, Emilie Ott 3, Auguste Ott 1 und die Eheleute Wilhelm Ott je 8 Ndonate Gefängnis. Das Gericht stellte fest, daß die Estern der Diebe die Hauptschuld tragen, wenn die Kinder auf die schiefe Ebene geraten sind, und hielt eine strengere Bestrafung für angemessen.
Meteorologische 6«obachtungen der Station Giehen.
Juli
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9.0
9.1
69
75
88
Hörste Temperatur am 13. bis 19. Juli 1913: 4- 18.8'0. Adrigst« . . 1* . 19. , 1916: + 9',4'C.
Nlederschlag 0,0 mm.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
etr : Rechtsmittel gegen die Gemeindestcuerveranlaswg Mr
Art. 46 mrd 50 des Gemeindeumlagengesetzes vom 8. ,-vfuli 1911 hat Groyh. Ministerium der Fmanzen, Abteilung wr^teuerivesen, die Frist, inneihalb deren RechrÄTrittek gegen die Gemkindeiteuerveranlagung für 1916 bei der enten Instanz anhängig gemacht,norden können, für die Stadt Gießen bis zum 8. August einschließlich erstreckt
von der ^stersttrckung sind diejenigen Rechts- e j£'\ mr Ö1C staatliche Veranlagung bereits rechlskräffig festgestellte Einkonrinen zum Gegenstand baben. ^
Dres wird bierimt zttr öffentlichen Kenntnis gebracht Gretzen, den 18. Juli 1916.
Großherzogliches Finanzantt Gießen. _I . B e r r e s. _ 5244 D
mub die Kammer über einen Gcsetzeutwuri des Ministers d-s ^ Ne»t ^ ^ Lt°dt°er^,NtH??°n Pa^s Ä
Errrchtting von Gebäuden, deren Gestalr dem aule Geschmack und der althcrgobrEcn vornwn.e Z
k"eqor„ch zu Oerbietei. Dieser feit Jabrm ver^blft
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©ttrarfinf« des Allgemeinen Deutschen Lprnchvereins.
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4.as Wort international würde im Fotzn,' 178a >. re.
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U«denAlffL7oortoLn ZV lrl^r'nennt TZ nationaler Tramm'ffp v • c ;.' lunnt .ringe von nitcr-
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heit ^"-n Böfteruft.nnarft Die Uebetleqe».
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Oberburaermenter in seiner Antrittsrede von den Bg men . zwischenstaatlichen Verkehr- der Staat-wkretä, ^ ^
will das Völkerrecht aus lilierstaatlick-er Eivundlage aui!>ai?>n^"^ em dre Fremdwortwürgcr oster bekLnunende- ^
'°^°r einen Anssao über swts^nn°mL"L,Mtm^kL'"""
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