Kr. 165
Samtes Blatt
Erscheint mguch mit Ausnahme des Sonntags.
Die ..Gjetzener FamÜiendlätter" werden dem
»Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt das
„KreisMatt für den Ureis Sieben- zweimal wöchentlich. Die „Landwirt,chafttichen Seitsragen- erscheinen monatlich zweunal.
IW. Jahrgang
Gmeml-Ayzeiger für Gbecheßen
Mittag. \J. 3 ii!i W
Rotalwnsdruck und Verlag der Brühl'jcheir Universitäts-Buch- und Steindruckerei.
R. Lang e, Gießen.
Schristleitung,Geschäftsstelle ».Druckerei: Schul» straße 7. Geschäftsstelle u.Verlag:^sO51,Schrsib leitung: ^aü£112. Adresse für Drahtnachrichten.' Anzeiger Gießen.
Uartoffelpreise.
Dom Kriegs ernähr uiiHSamt wird ums ae-
• arrteben :
oö des Knegsernähtrmngsamtes hat im
v&wß&fcmatt eine Bekanntmachnng erlassen, betreffend eine anberwertlge Festsetzung der Höchstpreise für Frühkartoffeln und Regelung der Kartofselpreise für die ^ett ^ 1. Oktober 1916 bis 15. August 1917. Bekanntlich war mr die Frühkartoffel der Ernte 1916 ber Höchstpreis durch Anordnung des Reichskanzlers vom 2 März 1916 für den Doppelzentner beim Verkauf durch den Erzeuger auf 20 Mk. festgesetzt. Als Fruhkarloffelu gellen nach der gleichen Anordnung Kartoffeln, die vor dem 15. Airgust 1916 geliefert werden Während nun iin Frühsonnner 1915 große Margen alter .Kartoffeln übrig waren, herrscht jetzt bekanntlich 'ein schwerer Kartoffelmangel. Dieser zwang in diesem Iabre die Reichskartoffelstelle, auch die Frühkartoffeln durch Zlvanqs- - Umlage zur Lieferung zu bringen. Damit ist der Höchstpreis der Frichkärtoffeln gesetzlicher Normalpreis geworden, so daß unter 10 Mark beim Erzeuger bei denr geltenden Recht Frühkartoffeln bis zum 15. August nicht zu haben sein würden. Da dieser Preis im August im allgemeinen zu hoch ist, ist durch die neue Verordnung schon vom 1. August ab der Fruhkartofselpreis für den Erzeuger von 10 Mark in Ab standen von je 10 Tagen je um 1 Mark, in der zweiten Sep- temberhalfte je um 50 Pfennig herabgesetzt worden: eine noch schärfere Herabsetzung erschien untunlich, weil derFrüh'- tartoffelanbau lediglich im Vertrauen aus die Anordnung vom 2. März stark ausgedehnt worden ist, die ben Höchstpreis lnrch über den 1. August hinaus für 14 Tage aus 10 Mark sestsetzt.
Die BerbrMicher, zum ministen die minderbemittelten, müssen vor #i hohen Kleinabnahmeprcisen für Frühkartof- wln bewahrt werden. Den Gemeinden wird das dadurch ennöglicht werden, daß hierfür nötig werdende Zuschüsse als Anfwiendnngen für Kriegswoch!lfahutt-öp fl e q e behaudÄt werden, von denen das Drittel durch das Reich und in Preußen das zweite Drittel vom Staat erstattet wird Durch solche Zuschüsse soll der Kleinhandelshöchpreis für (ZrnhLartoffeln wie folgt bemessen werden:
Vom 16. bis 31. Juli das Pfund 10 Pfennig
Vom 1. bis 10. August das Pfund 9
Vom 11. bis 20. August das- Pfund 8
Vom 21. August bis 15. September das Pfund 7 Vom 16. bis 30. September das Pfund 6 " n
Die Winterkartoffeln d§r Ernte 1916 werden im üiutapeverfahren durch die Reichskartoffelftelle in gleicher r^eye zur Verfügung gestellt werdest, wie dies seit dem Februar 1916 geschehen ist. Die Ermittelungen des Bedarfs an ^persekartosfeln, an Kartoffeln zur Brotsrreckmrg usw.
Tnr Gange und werden noch in diesem Monat abgeschlossen sein. Alsdann wird in den sogenannten lieberschuß- verbänden durch Anordnung des ReichÄkanzlers die Gesanrt- inenge festgelegt werden, die bis zum 15. August 1917 zu liefern ist. Hierbei bleiben Kartoffelerzeuger, die insgesamt eine Karroffelanbaufläche von nicht mehr als 10 Ar haben von der Lreserungspflicht befreit. Vorgesehen ist ferner, daß bic notigen Trockenprodukte schleunigst hergestellt werden wnnen,nnd daß auch die vor allem für militärische Zwecke erforderliche Spirilarserzeugung gesichert ist.
Bei der Festsetzung des Preises der Winter- lartosseln war davon auszugehen, daß es unbedingt 2.- i echtzeitige Beschaffung des Speisekartoffelbedarfs für die Verbrauchsbezirke im neuen Wirtschaftsjahr zu.sichern und uns vor Kartoffelnotstmrden, wie wir sie'jetzt durchleben, vor der Gesalfr einer Krrrtoffelhunaersnot wie sw ein harter Winter 1915/16 uns gebracht haben wurde unter allen Umständen zu bewahren. Diese Gesichtspunkte l-abeu Veranlassung gegeben, den Preis für verlesene Kartoffeln frei Bahnhof des Erzeugers für ganz Deutschland für oe Zeit vorn 1. Oktober bis zum 15. Februar aus 4 Mark je Zentner festzusetzen, mit der Verpflichtung, dafür nach Anweisung der Reichskartoffelstelle den Winterbedarf an Kar tos sel n im Oktober und November, also während der srostfrelen .Herbstzeit, wo^ die Herbstbestellung im Osten gleichzeitig^statLfinden inuß, Uu liefern. Der Bedarf für die H7it vorn ^ruhfahr bis zum 15. Anglist 1917 soll bei den .schon im Herbst beschlagnahmt, von ihnen aus ihre Kosten und Gefahr ausbewahrt und im Frühjahr nach Anweisung der Reichskartoffelstelle für den Preis von 5 Btt geliefert werden. Weitere Zulagen icgendwelck)er Art werden nichts gewahrt. Den 0>emeinden ist durch die Verordnung die Festsetzung von Höchstpreisen für den Kleinhandel vorgeschrieben. Durch die Landeszentralb eh örden soll es, nach der Absicht des Krtegsernährnngsamtes, den (Gemeinden ferner zur Pflicht gemacht werden, den Kleinab gab ep reis für die Herbst- und Winterkartoffeln so festzusetzen, daß er 55 Pfennig für 10 Pfund nicht übersteigt und daß da, wo das Einlagern größerer Meiigen im Herbst in den Privatkellern üblich und zweckmäßig ist, die einzu- lagernden Kartoffeln für' etwa 4.75 Mark je Zentner frei Keller zu liefern sind. Durch die Frachlberechnung soll das den.Gemeinden erleichtert werden, Eiir besonderes Entgegenkommen gegen bedürftige Kriegerfarnilien bei der K'artoffcl- zuwersung im Wege der Kriegswohlfahrtspflege ist von den Gemeinden selbstverständlich zu erwarten.
Für bk Verteilungsperiode vom 16. Juli bis 31. August ist die Fleischhöchstmenge von der LandeSfleischstellc auf 400 g (bisher 300 g) festgesetzt worden.
Kriegsbriefe aus dem Vesten.
Telegramm unseres Kriegsberichterstatters. (Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)
Die zerrinnende Sommeroffeusivc.
Großes Hauptquartier, am 14. Juli.
N während der ganzen zweiten Kampfeswoche hat es sich für die ri C c r Cn nui ^ arum gehandelt, durch heftige Angriffe ört- liche Erfolge zu erringen, und sck>on schemt die Offensive in das- eloe Stadium getreten zu lern, wie alle früheren feindlichen Anstürme gegeii uirsere Westfront nach denr ersten steckengebliebcneir Anrennen. Es entspnrn«i sich langwierige Kämpfe um einzelne punlü. deren Besitz für dm zerlauf der Schlacht ohne unmittel- bare Bedeutung r|t, die aber für deii Feind iwttvendig sind, um! KLnÄK Lmre ohne nngei-eure Opfer halten zu können, ocirgend^ hat der Femd bei dreien örtlichen Kämpfen irgendwie erhebliche Vorteile errmgen können. Noch viel weniger ist es ihm gelungen, leine verzettelten Angriffe auf breiterer Basis ;u- smmnenzufasten. Auch die starken gestrigen Angriffe der Engländer t^rm Eronesw al dchen unb aus die Oinie Mametz-Wald-Longueval scheiterten, ebenso die der Franzosen bei Estrees.und Barleux, die letzteren meist schon rni Sperrfeuer. Der heutige Nationalfeiertag T ? 1 Letzten Gebiete als öffentlicher Trauertag nnt Gedenkgottesdiensten für die Gefallenen begangen.
__ SS* S cheuer manii, Kriegsberichterstatter.
Kriegsbrcefe aus dem Osten.
Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters.
(Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)
Erfolgreicher Gegenswß nordöstlich Baranowitschi.
Baranowitschi, den 15. Juli.
Nach dreistündiger Artillerievorbereitung lMen deutsche Truppen gestern um o Uhr nachmittags den größeren Teil der Stel- 1 üü 9;e Goroditsche wiedergenomnren, die am 3. Juni um
etoa 800 steter zuruagebsgen wurden. Trotz wütender rufiifcf>er ®zgen)toV£)vuTbz bic gestürmte Lime festgehalten. 11 Offtzi-ere und loüü Mann wurden beim Sturm gefangen genommen. Wiederholte rulfilche Angriffe in dichten Kolonnen brachen auch während der Nacht bluttg zusammen, so daß sich die imssischeic Ber- lustt rm deuttchen Sperr- und Mwehrseuer zu außerordentlicher Hohe steigerten. Tste unregelmässig an vielen Stellen erhöhte Ar- tttterietattgreit aus der gesamten Front östlich Baranowitschi dauert an. R o l s B r a n d t, Kriegsberichterstatter.
auch unter gewalttgen Schwierigkcckeii ist eine zunehmende Glisich- mavigkeit bei den Lebensnritteln des großen Massenverbrauchs verwirklicht wvrdeii: die Technik der gleichnräßigeii Verteiluiio. hat fieli verfeinert, mehr imd nrchr Widerstände überwrmden nnd mrhaftende, beixniklichc 9-cbenerschcimmgen abgeftoßeii. Sie l>nt allinäblich auch solche Massengüter ersaßt, die aur Grimd ihrer' natürlichen Eigenart nur schloer sich i lt die Bedingung eil der Be- wrrtlchastmig und gleichmäßigcri Verteilung fügen. Die Bervirtschas- tung und Rationierung unserer Fleischvorräle bedeutet den em- fchmdenen Schritt zur Erfassung dieser scknoer zu benürtschafiendeir Lebcnsnitttel, die in Aussicht gerwmmeire Bewirtschanmng nnd Ratwrnerung von Butter, Fett und Oel geht in dieselbe Richtung.. L)0 kommen wir mehr und mehr zu einer relattven löleichmäßigkeir m der Verteilrmg aller Nahrungsmittel, die dein menschlichen Konurm unentbehrlich sind, gewifsennaßen zu einer „Staiidard- ratton die gleichmäßig, sicher und zureichend jedem int Volke zur Verfügung steht.
Soioeit nnt Bewirtschaftung nnd Rationierung der wichttgsten Lebensmittel des Massenverbrauchs die Beseitigung der grobsteii Unterschiede rn den Nahruiigsbedingungen des ganzeii Volkes zu erreichen stt. ist sie somit gewährleistet. Dabei muß man aber im Auge behalten, daß eine absolute Gleichmäßigkeit ein Ideal ist, desicn Vcnvirklichung an der ungeheueren Vie^estalttgkeit der BürtichastsverhältniNe urrd auch mr der allen: menschlichen Wollen anhaftenden Unvollkoinmenheit seine Grenzen find«. Wenn PolittL die Kunst des Erreichbaren ist, so ist möglichste Berinirklichung des Vieles Me Aufgabe, wobei das Beivußtsein bleibt, daß das Streben nach unbedingter Gleichmäßigkeit objektive Grenzen har.
te dem Kelche.
Zerttveifes Dörrveröot.
^ Berlin, 15. Vuli^ WTB. Amttich., Durch-das Dörren von r cr^ ^ € rn eirrjdrren Gegenden m spekulativer ^wt>t der Markt entblößt und der Preis ur dre .Höhe getrieben SÜSS' t", bem,.5utgegen5utrechen, bat der Reichskanzler auf Borsthlag des Brasrdenten des KrügSernährungsamtes ein Ver-
Hessische Kartoffel-Höchstpreise.
Darm stadt, 15.Juli. Für Frühkartoffeln sind folgende Höchstpreise festgesetzt wordeii:
^ Für die Zeit bis 21. Juli 19 Mk. per Doppelzentner Erzeugerpreis, 20,50 Mk. per Toppelzeiitner int Großhandel, 12 Pfg. das Psiind im! Kleinhairdd: für die Zeit vom 22!. bis 28. Juli 17 Mk per DoppelzentncmErzeugerpreis, 18,50 Mk. per Doppelzentner iw Großhmrdel, 11 Big. das Pfund im Klciirhandel: für die Zeit vom 29. Juli bis 4. August 16 Mk. per Doppelzeittner Erzeugerpreis, 17,50 Mk. per Doppelzentner int Großhandel, 10 Pfg. das Pfund im Kleinhandel; für die Zeit vom 5. bis 12. August 15 Mk per Doppelzentner Erzeugerpreis, 16,50 Mk. per Doppelzentner im Großhandel, 10 Pfg. das Pfund int Kleinhandel. Der Kleinhandels- preis beträgt vom 5. bis 12. August gleichmäßig 10 Pfg
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^ emu l c dAasien. O bst und P.s lau men dürfen üs auf ioeiteres Aff -r^serung bis zzrm 1., anderes Obst sowie Gemüse nur 15. Auchäl 1916 grfauft ober sonst erworberi meroen Lurch btere Verbote soll einmal errmcht werden, daß kein ?fri,chgemuw ietzt dem sofortigen Verbrauch entzogen wird, ferner den wilden Prerssteigerimgcii bei Abschluß von Verttägcni auf spätere Lieferung von Gemüse, besonders von Tauergemüse cnt- gegengetreten werden. Gleichzeitig ist Anzeigepflicht für Vorverkäufe von Obst, Gemüse und Dörrgemüse, die bereits ge- und, vorgeschrieben, damit ein Ueberblick über diesen Teil des .^rttes gewonnen werden kann. Tie Maßnahmen sind nur vorläufige. Wettere Anordnungen zur Verhinderung von Preistreibereien und m Vorbereitung. Inwieweit unter solchen Bestini- iMmgeii vöch,rpreissesfletzungen in Frage kommen, steht noch nicht M w^rd aber, wenn die Preistteiberei fortdauert, auch zu üer. Hochstpreisfesisetzung trotz aller ihni bekanntlich anhastenden Alangel gegriffen werden und zwar in einer Form dre den ganzen schaden der Prclsänderu»L auf die prei-tteiben den Elemente wälzt.
Staiistik der Reichsbekleidunffsstelle.
f?.. IM. lWTB. Amtlich., Am -1. Augmt 1916 wrrd tmc Be,taltdserh-kmng vmi Wcb.. Wirk- unt, Strick, waren erfolgen. Durch diese Erhebung wird zum ersten Male der Vorrat ^-enr,chlands an Textilien ermittelt. ES erscheint notwen dig, einen Uebcrblick über die frei verfügbaren, also nicht beschlag- Gegenstände zu neiDuuien. Die in Aussicht genommene ^estandEyebung ,oll nicht als Ostnndlage für irgendwelche Beschlagnahmungen seitens der Reichsbelleidungsstelle dienen.
^,i e i v e r lehr S imd -Verbrauchs sind verfrüht; endgüttige Be- stunmungsn sind nocli nicht gettvsfen. Die in der Presse mitaetelltQi Einzelheiten entbehren vorläufig der Begründung. Eme Bekannt- mamiiug über den Verbrauch von Eiern in Gasthöfeii ist mir dem heutigen Tage ergangen.
Aus Staadt und €an&.
Gießen, 17. Juli 1916.
Die Gleichmäßigkeit der Verteilung.
Läe Wochen, wo das vor reichlich einem Jahr mit so viel Begeisterung nnd zähenr Willen gesprochene Wort vom Durchhalten nne Bewahrung erfahren innß, suid gekommen. Zur dösige gebend« ' nod) md]t schnittreife Ernte, spärliches Fleisch nnd Fett, ÄiÄ ?uch wohl fühlbare Zuschüsse an Frischgemüsd und ^nuhkartoileln: das ist die nahrnngstvrrtschaftliche Sachlage ÜÄ^^^bcutsche Volk sich abfrnden muß.' Angesichts der nahest, vielvettprechenden Ernte kann der Druck der Knappheit uns nicht ^EE9en wissen wrr doch, daß es sich nur um ivenige Wochen handelt rmd dasi nach ineirfchlickß'M Ermessen nach diesen Wochen M-Ere Verfvrginig rerchlrcher wird und regelmäßiger verläuft. FAen der Erfüllung dieser Erwartungen, die wir ber deutschen .^owanken, geht der kraftvoll unterirommene Versuch, einen Wunsch zu befriedigen, der in der Volksseele großen Widerhall und öeforürers stark Ir-nanswachit aus der Gemeinsamkeit, ille ttu Volk gleichmäßig den Krieg tragen und erleben: den V>unsch nach Gleichmäßigkeit der Berterdmg. Schrätweise, wenn
ia fürs Vaterland gestorben ist am
“•fei oer frühere Lehrer an der Stadt-Mädchenschule zu Gießen Jakob Kern. Er war zuletzt Leutnant im 1. Bayr. Infanterie- Regiment und Inhaber des Eisernen Kreuzes, des bayrischen Mililär- Irerdlensiordens 4. Klasse mit Schwerlern nnd der Hessischen Tapser- kestsmedaille. Die Schülerinnen des Gesallenen, sowie seine Kolleginnen und Kollegen werden es nicht vergessen, was sie an dem Gackeren verloren.
"» Die Vertreter der vereinigten Hasfia- ern e Gießens tagten am Donnerstagabend im Elsenbahnhotel. Der Dcrem ehemal. 116er hat nun auf ein Jahr Den ootfm. L.re Beratungsstelle verbleibt Bahnhofstraße 6611 ^re hat sich m der kurzen Zeit ihres Bestehens sehr gut bewährt.' ! ■ wiederum 5 Unterstützungen an Angehörige von
Ltriegviellnehmern bewilligt.
** Nahrungsmittel nnd Preiswucherverord- 'ZU der ^km^aMng gegen übermäßige Preissteigerung vom -j. 191o § 1 warm Zweifel geäußert wordeii, ob dieser
Paragraph dahm zu verstehen ist, datz sämlliche Lebensniittel dar- l ttL ? S Q[ t- tc 33 - Fuch Kaviar, Tee aller Art, Dcayvnnaise, Lorbeerblätter, ^bl^fser, Küchenbackmehl usw., oder ob nur Lebens- mittel de^ täglichen Bedarfs, wie Butter, Eier-, Mehl darunter salttn. ^;m Eiliveriiehmen Mil dem Staatssekretär des Reichsjilstiz- millv Hai nach den „ÄLiarilimgen der RnchsprüNingssteüe" der Stoateiebctm des Jmnnm den Begriff „Gegenstände des täglichen
Futternnttel atter Art" dahin o^gelegt. d-ch unter die Berordmrng gegen üdermäfiiae PreisfteigeMig gjle Nahrungsmittel fallen. Der Wortlaut „Gegen- ftande de» laglrchcu Bedarfs, insbesondere diahrungsmittel" ist bahui ;u verstehen, daß durch die Einordnung unter dir Gcqen-
Ä»«is der in Betracht Eommlmben . cahrungsnittbel enigeschrankt werde: die Fasfmrg soll oieliNseär be- s^sen, daß Nahrungsmittel allgemein zu diesen Sfr? e11, ^' on Dtc’cm Standpunkt ans sind Kaviar,
Mayonnaise, Lorbeerblätter, Pfeffer, Kückenback- d^örung^Mittel un ^inne der Verordnung aiizusclien. bstllrgc Steigerung der Kariofseler- Trage. Ww bei ieder Pflanze bic Enttermmg der Blüte und die
der Fruchtbildung, eme iiermehrtt w n -r ^ übrigen Pslanzenteilen zur Folge
hat, so <ruch bei der Kartoffel. Säur besteht gerade bei deir Kartoffeln gegenüber den anderen Pflanzen, der große Unterschied, daß >vir bei ^st^llp?Erwntmrg für die eigeittliche Fn-cht haben, während mJS -a £S? rcit Pflanzen gerade die Frucht das Hanpl- cfernen nur bei den Kartoffeln die Blüte rmd dadurch die Fruchtbsildu mg. so verioeicket die Kvr- tofseWflM^e ^e gestmrtm Nährstoffe, deren sie für die Erzeiignna
Kiwllenbildnng. Die natürliche Folge dcwvn ist daß die irutzbaren Erttage der Kartoffel steigen, ivährend ^ ^^ch werttose, zum Tett sogar gefährliche, (die Kartoffel- d^s sehr schädliche Gift Solwiin) Fruchtbildung vermut Nür^ZLelbstver,ländlich ist die Eiilfernnng der Blüte bew petzigen Arbeitermangel mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpff, aber auch in der auqenblicllläi hur den ^mwwirt so arbertsreichieii Zeit, iverden sich mal ein Tan oder cm paar stunden nnden, in denen incur froh ist, die Leute Vdbrmgwid beschäftigen zu können, dann schiiell die Behjc obn 10X5 Ä^^den geköpft, ber Erfolg wird die Müde lohnen. Klemere Betriebe, besonders die kleinsten Karwffelbaner ^ die ^.aubenkolonisten sollten sich diese Gelegenheit, ihre Karroffel'
KoswrsO Michciwiltung ohne irgendwelche direkts
Kosten erheblich zu steigerii, nicht entgehen lassen.
Landkreis Gießen.
Climbach, 16.Juli. Wilhelm Leyerer, Offizier-Stellvertreter rm Jnsanterie-Regt. Nr. 115, Sohn des v. Rabenarüch n ^orstwarten Leyerer dahrer, Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde 2? lt der Hessischen ^apferkeitsmedaille ausgezeichnet; seinem jüngeren Bruder Ludw.g berm Stabe der 25. Division wurden bereüs schon früher dieselben Äluszerchmmgen verliehen.
& 6t c^ cf or ) ? ufe J 1 ' J"li.. 2lm 11-Juli wurde im Westen der schon fett Anfang des Krieges nn Felde stehende Gefreite Gustav Jochrm von hrer zum zwettenmale verwundet. Er liegt gegen, warttg un Relervelazarett z.. Traben-Trarbach au der Mose Jochrnr hgt den ganzen Feldzug in Serbien ,nitgemacht und sich
?nÄnÄ RreUJ 2 ' RlaffC ' i0 ' DiC bie
1^- Weickartshain, 16. Juli. Der Krieg hat ans unserem Dorfe wieder °>n Opfer pefordert. Den Heldentod für das Battt- l«nd larb oor eimpe» Tagen Gnstav Schultheis- Solo, äl Obersteigers Job«. Schul.heiß, Er war einer Ma chmena wehr Abletlnng ,m Wehen zugeteill gewefel,. - Als vernftz i» der Westen^TäÄ '* Bürgermeisters Knöß gemeldet der im
Kreis Friedüerg.
001 ällsverkauitem Haus brn „Barbier
nnh durch ihre lwrzügliwen gesanalicken
C - Gelungen außerordentlichen Erfolg. Da-
.streite kunstternche Ereignis der Wock" war das Auiireu'.i ^es Vernrich H ensol Hamburg-BayreuH, an Ltnim Richard-Wagner-sslbend der Kurkapelle. Der gefeierte Sänu"- criXing nck durch die vollendete Wiedergabe von „Waller^ Pr sts- L» ' '.Sregmunds Liebeslied" und der „Graläerzälstnna"' di- sturmpche Anerkennung des begeisterten Publikums Eine^ uick^ weniger freudige Ausnahme fand Professor Marcell Sa l zar ' der


