Absicht. mit bett Franzosen auf eine Linie zu kommen und so der bei der bcwen'eittgen deutschen Flankierung unertrciglicknm Sack- stdkung, in die tuo die Offensive fest gefahren hat, Luft zu machen.
ihmrgen ung eh e u r e Opfer kosten lassen, namentlich auch an den bisher so seln geschonten eingeborenen Engländern, also den sogenannten „kämpfenden eng-< Irschen Bürgern", deren Leichen die Walstatt zu vielen Tausenden bedecken. Mit allen bi:i n Opfern Ijabcu sie nur in Conto lmaison etnbringeu können. sämtlichen übrigen Stälen ist unsere
Linie unverändert geblieben. Diese Jnfanterieangrisse nördlich der Somme sind nun vorläufig nicht mehr wiederholt worden. Der Feind begnügt sich damit, ein starkes, dauerndes Trommelsenert - aus unsere Stellungen zu richten. Die Franzosen haben ihre Anstrengungen gegen die Maisvnnettehöhe sowie gegen Barleux fortgesetzt, je ",m dieser starken Angriffe brachen schon in unserem Sperrfeuer zusammen. Gegen Barleux unternahmen die Franzosen dennoch einen dritten Angriff, der ebenfalls vollständig abgewiesen luurbc. Dasselbe Schicksal hatte ein Angriff gegen unsere Estrees- steklungen; auch die Franzosen unterhalten jetzt in diesem Abschnitte ein starkes Trommelfeuer, möglicher-veise zur Vorbereittrng eineck größeren Unternehmens, mit den: sie den Nationaltag des 14. Juli feiern wollen.
W. Scheuermann Kriegsberichterstatter.
* * *
Was englische Gefangene aus der Sommeschlacht erzählen.
Großes Hauptquartier, am 13. Juli.
Sämtliche gefangenen Engländer bekunden, daß es ihnen seit Langem allgem.in bekannt war, daß im Sommer der große Angriff auf die deutsche Westfront ftattsinden sollte. Alle Vorbereitungen, in den weit ijftiter der Front liegenden Ruhelagern galten dieser großen Offensive, es wurde fleißig und in sportsmäßiger Art geübt, aus beit Schützengräben zu klettern, Hindernisse zu überwinden, zu bajonettieren nsw. Den genauen Zeitpunkt ersnhrens die Truppen, nachdem sie vorher die zunehmende Ansammlung von Streitkräften dicht hinter der Front beobachtet und richtig gebellte*- hatten,' erst unmittelbar vor dem Angriff. Tie Kompagnieführer hielten Ansprachen, in denen sie sagten, der große Augenblick sei gekommen, den alle herbeigesehnl hätten. Wo diese Ansprache in vorderen Gräben erfolgte, fügten die Offiziere hinzu, die Laute sollten sich alles Jubels enthalten, damit nicht die Aufmerksamkeit per Deutschen geiveckt würde. Indessen zeigten sich die älteren Mannschaften keineswegs erfreut durch die Eröffnung, namentliche diejenigen nicht, die schon bei Gallipoli oder an der deutschen Front mitgesivchten hatten. Dagegen waren die aus jungen unerfahrenen Leuten zusammengesetzten Truppenteile sehr angrisfslustig, namentlich da ihnen der bevorstehende Sturm als sehr leicht geschildert wurde. Das vernichtende Trommelfeuer würde die beiden vorderen Gräben so zugerichtet haben, daß darin nml noch Zeichen Kxgen könnten. Der dritte deutsche Graben sec erfahrungsgemäß sehr schwach gebaut, die darin befindlichen Ueber- iebenbcn würden moralisch schwer erschüttert sein. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli wurden die hinter der Front in Ruhe liegenden Bataillone bis in die vorderen Stellungen geführt. Um 6 Uhr englischer Zeit erhielten sie ein reichliches Frühstück mit Tee und Fkeifchrationen, um Punkt 7y 2 Uhr gab der Bataillous- flfomnuntbeur das Zeichen zum Sturm. Das springen aus den SMtzengräben gelang wie auf dem Uebungspltrtze, dagegen versagte dann sofort das Programm des Sturmes. Wider alle Versprechungen hatten sich im Augenblicke des Sturmes die deutschen Gräben, trotzdem sie bis zur Unkenntlichkeit zerschossen waren, mit Verteidigern gefüllt. Die Drahthindernisse erwiesen sich als sehr gut erhalten, das Infanterie- und Maschinengewehrfeuer wirkte fürchterlich. Manche Trupven haben 50 bis 75 vom Hundert ihres Bestandes vor den deutschen Stellungen liegen lasten. Ein General, der schon bei GaKhE mitgefochten hat, soll den Ükusspruch getan haben, er werde mit feiner Division in einem Taxameter nach England xnrückkehren können. Ae gefangenen Engländer zollcni der Davserkeit ihrer Führer volle Wrerkennung, behaupten aber, r>iß deren Ausbildung nicht genügt habe. Die Engländer sind durchweg erfüllt von wahrer Bewunderung für die deutsche Infanterie. Nach dem furchtbaren achttägigen Trommelfeuer sprangen) die deutschen OffiKere und Mannschaften mit Gewehren aus die Brustrveir der zettr-Ähtten Gräben und schossen die Engländer, sicher zielend, furchtbar zusammen; die in ihre Gräben zurück- gelangten Engländer waren nicht mehr zum Kampfe zu gebrauchen. Sehr überrascht waren diejenigen Gefangenen, welche durch unsere rückwärtiger Verteidigungsanlagen geführt wurden, von derenl sorgfältiger Anlage; es werde vielleicht mit den größten Opfern: nie gelingen, solche Stellungen einzunehmen. Dennoch glauben) sie, daß die Schlacht fortgesetzt wird. Die Gebildeten unter ihnen sagen, dies ist eine politstche Notwendigkeit. Man habe in England so große Hoffnungen auf diese große Schlacht gesetzt, daß sie unter asten Opfern fortgesetzt werden mistse, man könne nach einem.vorläufigen Fehlschlag sich nicht zurückziehen.
W. S ch e u e r ut a n n, Kriegsberichterstatter.
Aus Hcffen.
rb. Darmstadt, 14. Juli. Der ettveiterte Finanzaus-' schuß Kriegsausschuß' der Zweiten Kammer hielt heute vormittag eine gemeinsame Beratung über dringliche Ernährungsfragen mit der Regierung ab, die durch die Herren Minister des Jnnerni v. Hombergk, Ministerialrat Schliep'hake u. a. vertreten war. Von den Vertretern der Regierung: wurde zunächst dargelegt, daß für die nächste Zeit mit einer Vermehrungder Fleischzufuhr gerechnet werden könne, da die Ansprüche der Heetes- venvalttmg nicht mehr so bedeutend seien und insbesondere die Ueberweisurg einer größeren Anzahl von Schweinen aus Hannover in Aussicht genommen weiden könne. Es könnten jetzt auch die Hausschlachtint gen, welche bisher bis zum 1. Oktober ganz allgemein untersagt worden seien, eher zugelasserf ‘QM' ibi r. Allerdings sei stets die Genehmigung des Kreisamts dafür ernzuholen. Diese würde wohl dann erteilt werden, wenn die Versorgung landwirtschaftüicher Arbeiter die Abschlachtung von! Schweinen erforderlich machten. Die Regierung teilte iveiter mit, es würde demnächst eine Anweisung an die Kreisäntter ergehen, in welchen Fällen die Hausschlachtungen erfolgen könnten.
Bn-üglich der Karto ffel der so rgun g seien jetzt ebenfalls bessere. Aussichten vorhanden, da die Versorgung mit Frühkartoffeln den Bedarf decken werde. Eine längere Besprechung ries die Frag hervor, ob Höchstpreise fi'ir Frühkartoffeln bestimmt werden sollen. Nach einer ausführlichen Aussprache kam der Ausschuß ui einer Bejahung dieser Frage, und die Regierung sagte zu, Höchstpreise für die Frühkartoffeln alsbald zu veröffentlichen und zwar wie folgt:
Für den Doppelzentner, Erzeugerpreis bis 21. Juli 19 Mark, vom £2. bis 28. Juli 17 Mark, vom 29. Juli bis 4. 2kugust16Mnrk pnd vom 5. August ab 15 Mark. Dem Großhandel (Verkäufer über 1 Zentner soll ein Zuschuß von 1,50 Mark für den Doppelzentner bewilligt werden.
Im Kleinhandel sollen folgende Preise für das Pfund gelten: Bis ztrm 21. Juli 12Psg., vom 22. bis 28. Juli 11 Pfg., vom 20. Juli bis 15 .August 10 Pfg-
Bezüglich des Ge m üs everkehr s lag ein Antrag des Abg. Adelung vor, auch hier Höchstpreise m bestimmen. Hiergegen wandt? fuß oi- ücgienmq, well Sei der verschiedenen Qualität und aus anö-eren bänden die Bestimmung von Höchstpreisen ganz c'entlieh schwierig sei. Es sei überdies eine Regelung von seiten des Reiches in Aussicht genommen und durchs diese würde ?ine Festsetzung von Höchstpreisen ganz außerordentlich schwierig '.in. Durch eine Regelung von Reichs wogen würde auch dies >f: *ung von Höchstpreisen in den Bundesstaaten doch mied« he-cholt werden. Der Ausschuß schloß sch diesen Aussührnn- (:: n fam M der Auffassung, daß von Höchstpreisen für
Gemüff c. g sehen werden soll. Die Regierung lud schließlich noch ^ llll'gli .er de-', Kviorsausschusses zu einer BespreckMNg auf q. - n 20. Juli, ein, zu welcher der Präsident des Kriege : r n ä h r u n g s a m t e s, Exz. v. Batocki, seine An- toefenhrnt zugesagt habe.
Aus Stadt mtö Land.
Gießen, 15. Juli 1916.
Aufruf zur Hilfe für deutsche Kriegsgefangene.
Sie zogen hinaus in Kamps und Tod,
Sie trugen willig des Krieges Not;
Im Kugelregen, im Toben der Schlacht Haben sie alle nur eines gedacht:
Und dräuen die Feinde auch noch so sehr.
Wir kämpfen und siegen für Deutschlands Ehr.
Dank jenen, die starben voll Opfermut.
Geheiligt der Boden, der trank ihr Blut! —
Die Heim gekehrten voll Weh und Wunden Dürfen aus deutscher Erde gesunden.
Sie werden gepflegt von sorgender Hand,
Von Brüdern und Schwestern im Vaterland.
Doch die, die der Feind in Ketten legt,
Die keine liebende Hand gepflegt,
Tie fern der Heimat in Knechtschaft schmachten,
Dem Feind zum Spott, den sie verachten,
Ihr Leiden ist unermeßlich groß,
Unsagbar traurig und schwer ihr Los.
Denkt jener Aermsten? Vergesst sie nicht!
Zu helfen ist jedes Deutschen Pflicht.
Durch Geld und Gaben ihr Schicksal zu lindern Das schulden wir Kindern und Kindeskindern.
Tut auf die Herzen, tut aus die .Hand,
Helft unfern Gefangenen in Feindesland!
*
** Amtliche P e r s >on al n ach r i ch te n. Der Großherzog hat am 12. Juli ds. Js. den evangelischen Pfarrer Arthur R ö m- he l d zu Ilbeshausen auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, mit Wirkung vom 1. August 1916, in den Ruhestand versetzt. — Am 11. Juli ds. Js. wurde der Gehilfe bei der Laudeshypothekenbank, Wilhelm Kvnrad aus Herrnsheim bei 'Worms, zum Schreibgehilseu bei dieser Bank vom 1. Juli ab ernannt.
** Anszeichnn n q. Heinrich ©nrnon, Architekt und Fachlehrer cm unserer Gewerbeschule, zurzeit Unteroffizier der Etapven-Hilfskompaguie Nr. 1b, 9. Armee, sowie dem Krcisamts- gebilien iu Alsfeld, Gefr. Louis Muhl, einem geborenen Gießeuer, von derselben Kompagnie, wurde das Hessische Kriegsehrenzeichen verliehen.
** V er k ehr mit Ber b r a u chs z u ck e r. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß alle seitherigen Zuckerkarten (dunkelgrünen) vom 15. Juli ab verfallen sind und daher von den Geschäften nicht mehr angenommen werden dürfen. Diejenigen Geschäfte, die nach dem 15. Juli noch Zuckerkarten (dunkelgrüne) annehmen, lffnnen diese von der Zuckerverteilungsstelle nicht angerechnet erhalten.
** Der Genuß unreifen Ob stes in rohem Zustande ist gefährlich! Lllljährlich werden durch den Genuß unreifen Obstes in rohem Zustande, namentlich von Aepfeln und Birnen, zahlreiche, zum Teil langwierige und besonders für Kinder gefährliche Erkrankungen (Darm- leiden) herbeigefuhrt. Es wird daher vor dem Genüsse des vor der natürlichen Reife gepflückten Obstes in ungekochtem Zustande dringend gewarnt. In gesundheitlicher Hinsicht empfiehlt es sich auch, reifes Obst vor dem Genüsse gehörig zu waschen.
** Stenographie. Die Stenographen-Gesell- schast „Gabelsberger- und Damen'Abteilnng, e. B., eröffnet am 18. Juli in ihrem Unternchtslokal, Kirchstraße 11, wieder einen neuen Aufängerlebrqnug in der Äabelsbcrgerscheu Kurzschrift, woraus an dieser Stelle besonders hingewiesen sei. (Siehe Anzeige in heutiger Nummer).
** Die Zahlkarte im Fel de. Vom 1. August ab werden bei den Feldpostanstalten und bei den Postanstalten in den besetzten Gebieten Einzahlungen mit Zählkarte bis 800 Mk. ans Postscheckkonten in der Heimat in Militärdienstaugelegenheiten und in Angelegenheiten der Heeresa n gehörigen zu gelassen. Ter Verkehr in den besetzten Gebieten erstreckt sich auch, aus Zählkarten, die von! hen deutschen Zivilbehörden sowie ihren Beamten und Angestellten ausgehen. Zur schnellereu Abwicklung von Zahlungen empfiehlt sich für die Postschieckkunden, bei Lieferungen an Hoevesangehörige usw., ihren Sendungen Zählkarten beizufügem aus denen die Kontonummer, der Name und Wohnort des Postscheckkunden sowie der Name des Postscheckamts vorgedruckt sind. Die Gebühren für die Zählkarten aus dem Felde sind dieselben wie int Inlands per kehr und werden vom Zahlungsempfänger (Postscheckkunden) erhoben. Telegraphische Zahlkarten sind nicht zulässig.
Hessen-Nassau.
g. Eschwege a. d. Werra, 14. Juli. Ter Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften des Regierungsbezirks Kassel besteht jetzt 25 Jai/re und hat wahrend dieser Zeit reiche Erfolge in der genossenschaftlichen Arbeit gehabt. Gegen alles Exporten haben die Genossenschaften! während der Krregszeit eine überaus rege Tätigkeit entwickelt und sich als iwtwendige Einrichtungen erwiesen. Kerne von ihnen wurde zur Einstellung des Betriebes gezwungen. Die Spareinlagen flössen andauernd sehr reichlich, nach Darlehnen war nur genüge Nachfrage. Der Gesamtumsatz der Verbandsgenvssenschaften betrug in dem letzten Geschäftsjahre 74 Millionen Mark. Tie Beschaffung der Zättter- und Düngemittel verursachte beträchtliche Schwierige feiten. Der Mangel an Stickstoff- und Phosphorfäure ivar sehr groß, dagegen standen Kali und Kalk in genügenden Mengen zur Verfügung. Die Preise für alle künstlichen Dungmittel erfuhren eine wesentliche Steigerung: Futtermittel waren nur zu Phantasiepreisen zu erschwingen. Unter der allgemeinen Futterknappheit hatten besonders die Molkereigerwsseuschgften sehr zu leiden. Tie ein gelieferte Milchmeuge, die in Friedenszeiten über 20 Millionen Liter jährlich betrug, ging um die Hälfte zurück. Dieser Umstand verursachte mit die hohen Butterpreise. Der Umsatz der Zentral- genossenschastskasse stieg in dem letzten Geschäftsjahr um rund 100 Prozent und zwar von 13,8 Millionen auf 26,15 Millionen. In Reichsschatzwechseln wurden 21/2 Millionen Mark, in Kriegsanleihe 4 617 000 Mark angelegt. Das Vermögen der Zentralkassc beträgt 540000 Mark. Mrs dem Reingewinn sollen die Reserven gestärkt und eine 4prozentige Dividende verteilt werden. Tein Beamtenpiensionsfvuds wurden 10000 Mark überwiesen und den im Felde stehenden Beamten das volle Gehalt weitergezahlt.
g. Hersseld a. d. Fulda, 14. Juli. Tie.Hersselder Brunnen-Gesellschaft hat die Auslösung der Gesellschaft beschlossen. Nachdem infolge der schlechten Geschäftslage die Stadt als Hypothekengläubigerin in dem gerichtlichen Verkauf die sämtlichen Grundstücke der Bade-Gesellschaft zum Preise von 178 600 Mark übernommen hatte, war die Auflösung der Gesellschaft nur noch eine Formsack>e. Viele Hoffnungen, die auf Grimd des ausgezeichneten Lulluswassers auch voll berechtigt waren, stnd mit der Auftösung des Unternehmens zerstört worden. Ob es der Stadt gelingt, das Bad wieder auf die Höhe zu bringen?
Fc. Aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden 14. Juli. Im ersten Kriegsjahr 1914 ftnd für den Bereich unseres Regierungsbezirks an Jagds cheinen ausgegeben worden: 2198 Jahres- und 203 Tagesjagdscheine für Inländer, (gegen 3118 bez. 342 im Vorjahre), drei Jahres- und 11 Tagesjagdscheine für Ausländer (ein bez. 16), 467 unentgeltliche Jagdscheine für Forstbeamte usw. (617). Vereinahmt wurden für diese Jagdscheine im ganzen 34 111 Mk. llZsrjcchr 48 238 Mk.).
Fc. Ans dem R hei n -Maiwgehret, 13. Juli. Die Schnecke verursacht an den Bohnenpflanzungen erheblichen Schaden, die der Sonne aus gesetzten mir werden von dem Schnecken- fraß verschont. An den Aepselbäumen tritt dieses Jahr die Apfelgespinstmotte zahlreich ans. Zahlreiche kleine Früchte werden durch sie augestochen und fallen ab.
Uiveblrche Naehrrchteßr
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 16. Juli, 4. nach Trinitatis.
G o t t e s d i e n st. 3n der Stadtkirche Vorm. 8 Uhr: Psarr-
assistent Hofsmann. Zugleich Ehrfftenlehre für die Neukonffr- inierten aus der Matthausgemeinde. Vorm. 9 1 /* Uhr: Professor v. Eck. — Die Kinderkirche fällt während der Schulferien aus und beginnt wieder am 13. August (für die Markusgemeinde). — Mittwoch, den 19. Juli, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Schwabe. — In der Zohanneslirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeiude. Vorm. 9 X A Uhr: Pfarrer
Ausfeld. Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Iohauuesgemeinde gemeinsam. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gememdr erbeten. — Die Kinderkirche fäüt ivährend der Schulferien au§ und beginnt wieder am 13. August (für die Johannesgemeinde). — Abends 8 Uhr im JohanneLsaal: Bersaiumlung und Bibelbesprechuug.
Kirchberg. Sonntag, den 16. Juli, vorm. 10 Uhr. Vorm. 11 Uhr: Ehristeulehre für die weibliche Jugend. — Mainzlar. Sonntag, 16. Juli, nachm. IV, Uhr. — Lottar. Mittwoch, den 19. Juli, abds. 9V, Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan G u ß m a n n.
Uatholische Gemeinde.
G o t t c 5 d i e u ft. Samstag, den 1b. Juli:
Nachm. 5 M)r und abds. 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, d e u 16. I u l i, 5. S o n n t a g n a-ch P s i n g st e n.
Vorm. G 1 /, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte; 7 Uhr:
Hl. Atesse. 8 Uhr: Austeiluiig der hl. Koinmunion. 9 Uhr: Hoch- amt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottes, dieiist. Nachui. 2 Uhr: Sakranieiitalische Bruderschafts-Andacht
— Dielislag und Freitag, abends S 1 /, Uhr, ist Kriegsbittandacht.
D l a s p o r a- G o t t e s d i e n st am 16. I u l i: In Hungen 8 Uhr. In Ltch 9^ Uhr.
Spielplan des Eroßh. lturhaustheaters Bad-Nauheim.
Sonntag, den 16. Zuli: „Die spaiiische Fliege." Aiontag,
ben 17. Juli: Gastspiel von Mitgliedern des Neuen Theaters Fraukfilrt a. M.: „Sturmidyll." Mittwoch, den 19. Juli: „Wie eilist iui Mai." Freitag, den 21. Juli: „Awei glückliche Tage." Sonutaa, den 23. Jiili: „Der Gatte des Fräilleins."
Spielplan de; Uönigi. Uurtheaters Bad-Lmr.
Tieiistag, den 18. Juli: „Das Glücksmädel/
Eingesandt.
Ein Vorschlag zur Güte.
Die Klagen über Zuckernraugel wollen nicht verstummen. An Beeren fehlt es nicht und es steht noch eine reiche Ernte in Aussicht: aber woher soll man den Zucker nehmen, um die Beeren zu verwerten? Wer im eigenen Garten Beeren erntet und nicht so „gescheit" war, zu Hamstern, ist besonders Übel dran. Nun ist es aber ohne Zweifel äußerst wichtig, bei der herrschenden Knappheit an Butter einen nahrhaften Ersatz dafür M haben, und als solcher hat Gelee eine besondere wirtschaftliche Bedeutung, der aber ohne Zucker schlechterdings nicht herzustellen ist. Munten nicht die menschenfreundlichen Zuckerbesitzer veranlaßt werd«r, ihre patriotische Gesiunnng txrdurch zu betätigen, daß sie einen Teil ihres reichen Vorrates ablieferten^ der dann Ihren no-tleidenden Mitmenschen zugute käme. Für die Zeit der Zwetschenernte brauchen die Leute keinen Zuckervorrat aufzuhebeu, denn bei der Verarbeitung der Zwetscheu ist der Zucker nicht unbedingt nötig, man kann sich z. B. bei der Bereitung der Latwerge mit Apfel uro st und Rüben- saft helfen und im übrigen einen möglichst ausgiebigen Gebrauch vom Dörrerr rnachen. In Anbetracht der WichtiAkeit des Zuckers für die Geleebereitung wäre sogar ein sanfter Ttuck von seiten der Behörde nicht unangebracht. Ten glücklichen Besitzern erwüchse fein Nacksteil (es soll ihnen ja nur so viel genommen werden, als sie entbehren können), sehr vielen wäre aus' einer augenblicllichen Not g cljol seu und der Mg c in ein heit wäre ein großer Dienst ernste! an, S.
Märkte.
Gießen, 15. Juli. Marktbericht. Aus den, heutigen Wochenmaekt kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Mk.: Hühnereier das Stück 20 Pfg.; Käse 10 Pfg., Kasematte 3 Pfg. das Stück; Ochseufleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Kuhfleisch 2,10-0,00 Mk. das Pfilud, Oiiudsieisch das Pfund 2.10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,20-0,00 Mk., Hammelfleisch das Pfund 2,20—0,00 Mk.; Kartoffeln der Zentner 6,00 Mk.; Ziviebeln das Pfund 00—00 Pfg.; Milch das Liter 30 Pfg.; Nüffe 100 Stück 00-00 Pfg.; Spinat 00-00 Pfg. das Pfund, Kovisalat 5-10 Pfg., Gelbe Rüben 20—00 Pfg. das Päckchen, Wirsing 20-30 Pfg., Röinisch Köhl 20-00 Pfg. das Pfund, Erbsen 30-00 Pfg. das'Pfund, Köhlraben 10-15 Pfg., Gurken 25 bis 70 Pfg., rote Rüben 15 Pfennig das Pfund, Johannisbeeren 33 Pfg. das Pilmd, Stachelbeeren das Pfund 28 Pfg. — Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. _
GalemÄfeikum
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