Ausgabe 
24.7.1916 Erstes Blatt
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om genannten ^eujianu uu un mnet-n beutjcQßU S Zuschlag ml gewissen Gruppen von Poftsendungen fl? cT dfi sabga d e wird amh im Berühr mit den Post- Generalgouve r n ement Warschau lrnb int p p <* n fl o bi e t des Oberbefehlshabers Ost, ferner »rief und Paketverkehr u a ch O c st e r r e i ch (e i n s ch l i e ß - ^ i e cli t e n fl c i n), Unga nt und dein Gencralgo u v e r- e n i L u b l i n sowie im Briefverkehr n a ch B os u i c u e g o w i n a erhoben. Bei Sendungen n a ch diesen Ländern Gebieten auf denen die Reichsabgabe nicht verrechnet ist, deren Gegenwart vom Empfänger eingezogeu. Z. B. wird nnen nach dem 1. August noch mit einer 10-Pfg.-Marke "riet einfachen Gewichts nach Oesterreich im Bestim- EMgslande vom Empfänger der Gegenwart der Reichsabgabe ei>

| hoben Im Verkehr aus Oesterreich (einschließlich Liechtenstein), Ungarn, Bosnien Herzegowina und dem Generalgouvernement Lub- ltn bleiben bis mit weiteres für voll sreigemachie Sendungen die f hjKherrgen Gebührensätze bestehen. Tie nach dem bisherigen Tarif u n g e ii ügen d freigemachten und die nicht freigemachten Sen- düngen der gleichen Herkunft werden in Deutschland außer mit bem fehl enden Porto nebst Zuscklagsporto auch mit der Reichs

ab nabe belastet. . ^ ... - - -

g.aci- Luxemburg erhöht fick das Porto für Briefe (ern- schließlich Postauftrags- mrd Wertbriefe) um 5 Pfg., für Postkarten f J im Oi > Pfg. Das Porto für Pakete nach. Luxemburg bis 5 Kg. ^ beträgt künftig in der Nahzonc 45 Pfg. und in der Fernzone 70 Pfg. Für die Pakete über 5 Kg. bleiben die bisherigen Gebühren)atze

in Kraft.

Im G r e n z - B r i e f v e r ke h r - ren Gebührensätzen für die Anwohner T ä n c m a r f Portosätze um

b ei-

Dentschland um

Briefverkehr zu ermäßig der Reichsgrenze nach und den Niederlanden werden die jetzigen den Betrag der Reichsal>gabe crlsöht. Auch für die von Port eingehenden nicht freigemachtcn oder nach dem bis berigen Tarif ungenügend ireigcmachten Briefe nach den deut­schen Grenzbezirken wird neben den bisher in solchen Fällen zu erhebenden Beträgen Idie Reichsabgabe in Deutschland nacherhoben Im Gtenz-Briefverkehr mit der Schweiz findet u" bet feit# eine Erhöhung des Portos in 5 Pta. in der Schweiz um 5 Pfg. statt.

hinsichtlich der Gebühren für die Postsendungen nach dem Generalgouvernement Belgien ändert sich nichts.

"Amtliche Personal Nachrichten. Der Groß- herzoa bat am 22. Juli den Oberamtsrichter bei dem Amts­gericht Butzbach Geh. Justizrat Heinr. Engel auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langfährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 15. August 1916 in den Ruhestand verseht ünd ihm die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ^ t

" Auszeichnungen. Ersatzreservist W. B o l z, Landwehr- Insanterie-Regiment Nr. 118, 12. Komp., Seher der Brnhl'schen Druckerei, erhielt das Eiserne Kreuz. Dem Landwirtschastslehrer Dr Ludwig Spabr, Leutnant im Res.«Jnf.°Rgt. Nr. 80, wurde da-; Eiserne Krenz verliehen. Vizeseldwebel Siegsried E d e l m u t h im 2. Bayerischen Jns.-Rgt. .Kronprinz", bereits Inhaber des bayerischen Verdienstkreuzes 3. Klasse mit Krone und Schwertern, wurde das Eherne Kreuz 2. Klasse verliehen. Er ist aus Beuern bei Gießen als Sohn des Gutkind Edelmuth gebürtig und zurzeit

verwundet. _ c , o>

** Eine Sitznn g der Stadtverordnetcn-Ver ' am ml uv g ist auf Mittwoch, den 26. Juli 1916. nachmittags ! 5 Uhr anbcraumt. Auf der Tagesvtt>nung steht: l. Rechnungs i abschluß des Elektrizitätswerkes und .der Straßenbahii für 1914.

! 2 Rechnnngsabschlüsse des Gas- und Wasserloerks für 1914 3 Anfahrt von der Hammstraße zum Elektrizitätswerk. 4. Aende rung der Ortsbausatuing zum Bebauungsplan für das Geläirde östlich- der Marwirger Straße oberhalb des Wegs nach) dein neuen Frredbof ' Aenderung der Baufluchtlinie für die Ederstraße 6. Kriegsn>abrzeichen der Stadt Gießen 7. Zuschuß cm den Vcw- kehrsverein. 8. Ergänzung der Polrzeivervrdvung, dre Aufsicht

. Kber- Hunde betreffend. 9. Grundsätze für den Erlaß von Schul geld Gr höheren und erweiterten Mädchenschul e.^ 10. (besuch des .Heinrich Baumann imi Genehmigung zum Schanttvirt)cksaftsbetricb im Haus Walltorstraße 33.

** )8on der Feuerwehr. Svnntag vormittag 9 Uhr 11 Min. wurde auf der Wache Os-wcckdsgarten Feuer ge­meldet. Infolge eines Mißverständnisses fuhr die Wehr erst nach der Goethe-, dann nach der Ederstraße 21, wo in der Kucke des 3. Stockes ein kleiner Zirmnerbrand entstanden war. der durch die Hausbewohner gelöscht wurde. 9 Uhr 28 Min. rückte die Wache wieder ein. Bei' dieser Gelegeu- heit sei darauf aufmerksam gemacht, daß bei mündlichen oder telephonischen Feuermeldungen eine deut l i che Benachrichtigung der Wache imbedingt nötig ist, da bei ähnlich lautenden Stroßennahmen und undeud- licher Aussprache leicht verhängnisvolle Mißverständnisse entstehen Lmnen. Der Meldende darf sich also nicht damit begnügen, die Meldung rasch abzugeben und ebenso rasch von der Wache oder vom Telephon zu verschwinden, sondern er muß sich durch Rückfrage versichern, daß seine Mel- dung richtig verstanden ist: auch ist es besser, nicht erst zur Wache zu laufen und dort die Meldung abzugeben, sondern den der Brandstelle zunächst gelegenen Feuermelder abzu ziehen und dort die W e h r z u erwarten.

** Das heutige Kreisblatt enthält eine Bekannt­machung über Gerste ans der Ernte 1916, über den Verkehr mit Knochen, Rmderfüßen und Hornschläuchen und das Fernhalten un zuverlässiger Personen vom Handel.

Landkreis Gießen.

go. Grünberg, 24. Juli. Am 3. Jicki hat laut Mitteilung der Kompagnie der in Flensungen gekorene Musketter Heinrich Keller, Tambonr im Jnfanterie-Regt. 129, durch. Kopf- und Brustschuß den Heldentod gefunden. Er wurde mit 28 seiner Kameraden zusammen bestattet. Leutnant Fritz Hille im Landwehr-Jnf.-Regt. 32, zurzeit verwundet, im Lazarett Rotes Kreuz in München, wurde am 12. Juli mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet.

ep. Hungen, 23. Juli. Hans Mette, der früher bei Bürgermeister Fendt dahier in Stellung war und vorigen Sommer in das 4. bayerische Feld-Art.-Regt. in Augsburg eintrat, ist mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden.

--- Röthges, 20. Juli. Wahrscheinlich als eine Folge des Krieges imtß das Vorkommen von Wildschweinen in unserer Gegend angesehen werden So hat eine Rotte dieser ochroarzkittcl in der Gemarkung Röthges im Kartoffelfeld und im Getreidefeld große Verwüstungen angerickstet Trotzdem auch im Wald die An Wesenheit dieses für hiesige Gegen d'seltenen Wildes fest gestellt wer­den konnte, ist es noch nicht gelungen, eines dieser Borstentiere zu erlegen. Auch aus anderen Orten der Uiugegend 'werden Verwüstun gen durch Wildschweine laut. Anfangs der 60 er Jahre trat zum letztenmal Schwarzwild in größeren Rotten in den benachbarte^ Laubacher Waldungen ans. Gegenwärtig ist eine Kommission damit beschäftigt, den schaden festzustellen.

Stein heim bei Hungen, 24. Juli. Dent Pionier Wilh. Hofmann. von hier, bei der Pionier-Komp. Nr 286, wurde das Eiserne .Kreuz verliehen. Hofmann, im bürgerlichen Beruf Maurermeister, war bereits durch Granatsplitter verwundet steht bcretts wieder bei seinem Truppe,tteil.

Kreis Büdingen.

-- O r t e n b e r g , 23. Juli. Nach eingehenden Belehrun gen in den Schulen und warnren Empfehlungen in den Früh gottesdiensten fand heute in den Gemeinden Ortenberg, Bergheim, Bellmuth, Bobenhausen^ Eckartsborn, Efsolder back), 05elnhaar, Lißberg, Selters, Schwickartshausen, Usen born und Wippenbach eine umfassende H a u s s a m m l ü n g für die Volksspende zum Besten der deutschen Kriegs- und Zwtlge)augenen stau.

Urets Alsfeld.

02 . 'Alsfeld, 24. Juli. Die Hessische Tapferkeits- m e d a i l l e wurde verliehen dem Ilnteroistzier Karl P l a n z im 8. Landiv.-Feld-Art.-Regi., Sohn von Will). Plauz, und dem Re­servisten Philipp Ho rz im Res.-Feld-Art.-Regl. Nr. 35, Sohn von Johs. Horz dahier.

ga. Merlau, 24. Juli. Musketier Karl Rühl, Sohn von Johannes' Rühl, starb in Galizien den .Heldentod fürs Vaterland.

Kreis Lauterbach.

la. Lauterbach . 24. Juli. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt Musketier Karl Bo pp, Bermuthshain, Leib-Kompagnie des Jnf.-Reats. Nr. 116.

ü. Freie, n st sinau (Kreis Lauterbach), 24. Juli. Ten Hel­dentod fürs Vaterland starb in den letzten schweren Kämpfen der frühere Fahrer der Privatpost GrebenhainFreiensteinau Lei- b o l d in lugendlichem Alter. Er stand seit Kriegsanfang im Felde. Mit ihm hat unsere Gemeinde dem Vaterland das 11. Opfer geben müssen. ' ^ ,

la. Gunzenau, 24. Juli. Auch unsere Gemeinde darr stolz auf eine Reihe ausgezeichneter Krieger blicken. Das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielten: Wehrmann Johs. Greb 4., Ersatzrcscr- vist Heinrich Schmalbach: die Hessische Tapferkeitsmedaille: Unterossizier Karl Fehl 2 , Wehrmaim Karl Möller, Wehr­mann Karl S t r o t t, Wchrmann Kanonier Heinrich Orth, Wehr­mann Georg Schwarz.

ü. Metzlos (Kreis Lauterbach', 24. Juli Unser früherer Lehrer Wilhelm Rausch aus dem nahen Bermuthshain stand als Kriegsfreilvilliger in einem Inf.-Regt. Beiden Kämpfen im füb^ westlichen Polen lvurde er leicht an beiden Füßen verwundet. Krach seiner Wiederherstellung nahm er an den Kämpfen im Argonner Walde teil. Hier wurde er zum 2. Male durch einen Granatsplitter schwer an der rechten Schulter verletzt^ Nachdem er längere Zett in den Lazaretten zu Trier und schloß Sickendorf bei Lauterbach zugebracht lsotte. konnte er als untauglich entlassen werden. Er verwaltet mm eine Lehrerstellc zu Maar bei Lauterbach.

la. Rixfeld, 24. Juli. In hiesiger Gemeinde sind bis jetzt den Heldentod gestorben: Johannes Döll, Hermann Bern­hard. Christian Luft, Georg Rahn. Johannes R ahn, Jo­hannes Schaub, Ludwig Schaub, Friedrich B ä u s ch c r. Vermißt: Ernst Buchhaupt. Verunglückt: Johannes Bern­hard: unter den Gestorbenen sind dreimal je zwei Brüder.

la. Schlitz, 24. Juli. Ter Sommer mar kt war ziem­lich gut besucht, aber Kurgäste des Bades Salzschlirf, die früher zu Hunderten zum Sommermarkt kamen, waren diesmal nur in gerin ger Zahl vertreten, was auch leicht begreiflich erscheint, da in der gegenwärtigen scksweren Kriegszett unsere schmucken Landmädel undf -Burschen in ihrer kleidsamen Track,t fehlen, die immer den Haupt­anziehungspunkt für die Kurgäste bideten. Dessemmgeachtet dürften die vielen Stcmdkaufleute doch auf ihre Rechnung gekommen sein. Kreis Schotten.

§ Herchenhain, 24. Juli. Dem Musketier Emil Jost, in der 10. Kompagnie Infanterie-Regiment Nr. 172, wurde zu seinem Geburtstage, den er gerade in der Heimat auf Urlaub ver­leben konnte, von seiten seiner Kompagnie eine schöne Gratulation zuteil durch Beförderung zum Gefreiten.

Kreis Friedberg.

OL. F r i e d b e r g , 24. Juli. Dem Reservisten Heinrich Brück, Gehilfe beim Großh. Finanzamt Friedberg, der seit Kriegsbeginn auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen gekämpft hat, wurde das Eiserne Kreuz verliehen.

= Friedberg, 22. Juli. Nock, schwerem Leiden verstarb im hiesigen Krankenlmuse der hessische Landtagsobgeorduetc Jo u tz. im Alter von 66 Jahren. Der Verstorbene war Abgeordneter des Wahlkreises Butzbach Münzenberg und seit 1896 8Nitglied des Land­tages. Zunächst gehörte er der freisinnigen Partei an. dcurn schloß er sich dem hessischen Bauernbund an. In den letzten Jahren ge hörte Joutz eigenttrck) keiner Partsi au, da er es trotz seiner Bega bung nicht verstand, s'enrc oft sehr eigenartigen Ansichten und An träge mit dem nötigen Nachdruck zu vertreten. Ein schweres Leiden und schwierige wirtschaftliche Verhättnifse verdüsterten ihnt den Lebensabend. Der Verstorbene nxrr früher Bürgermeister von Butzbach.

= Fr red borg, 23. Juli. Im nähen Schwalheim wurde der Ackerknecht Ludwig Meyer, als er sein durchgehendes Fuhr­werk crushalten wEe, überfahren und derart schwer verletzt, daß er dem lstesigen Kranken Ham e zugeführt rverden mzi.ßte. Nack» eruem Vortrag des -Obermeisters Wilhslm Kniest-Kassel über Die Notwendigkeit des Zusammenschlusses im Handwerk' Jvurde heute unter reger Beteiligung eine Fachgruppe selbständiger Schrei­ner von Friedberg und Umgegend gegründet. Den Vorsitz über nahm H o ffchve i nermeister August M ö l l e r.

bz. Butzbach, 24. Juli. Das Großh. Kreisamt hat für Gemüse folgende Richtpreise augesetzt: Wirsing das Mund 10 Mg-, Weißkraut 8 Pfg., Rotkraut 15 Pfg., oberirdischer Kohl rabi 10 Pfg., Blunkeukohl das Stück 3060 Pfg., gelbe Rüben Karotten) das Pfund 1012 Pfg., frisch Erbsen 16 Pfg., grüne Bohnen 35 Pfg., Znuebetn 24 Pfg., Kopfsalat das Stück 3 bis 5 Pfg., große Gurken je nach Größe das Stück 2040 Pfg. Für den Verkauf vou inländiichen Landeiern werden bis auf weiteres folgende Preise festgesetzt: Gier im Einkauf auf dem Lande 22 Pfg., im Verkauf an die Verbraucher 2425 Pfg in den Ladeugesckmften 26Pfg. Händler und Händlerinnen haben bei Nichteinhaltung dieser Preise die Gntzretzung der Ausweiskarle neben etwaiger anderer Bestrafung zu erwarten.

Butzbach, 24. Juli. Gestern nachmittag gegen 2% Uhr ist der Gießereiarbeiter Wilhelm Jung von Kirchgöns beim Baden in der Lehmkaute der Firma Gebrüder Vogt dahier ertrunken nt. Nieder-Florstadt, 24. Juli. Der Musketier Wilhelm Merz von hier, der seil Februar 1915 im Felde steht, z. Zt. im Infanterie-Regiment Nr. 353, ivurde mit dem Eisernen K r e u ausgezeichnet.

:: Pohl-GönS, 22. Juli. Der Gefreite Robert Arnold Sohn des Wagners Arnold, geriet, am Oberarm verwandet, bei den Kämpfen im Westen in englische Gefangenschaft und befindet sich, nach von ihm selbst heute hierher gelangter Mitteilung, in einem Gefangenenlager in Schottland.

oa. Vilbel, 24. Juli. Dem Pionier-Gefreiten Gottfried Lehr bei einer Minenwerfer-Kompagnie wurde die Hessische Tapserkeits medaille verliehen.

= Aus der Wetterau, 23. Juli. Die Heuernte ist be eichet. 0>roße Mengen hat der Bauersmann auf seinem Heuboden aufgestapelt. Die Güte des Heus ist aiich vorzüglich, wenn es auch teilweise in der Farbe verdorben ist. In iwrmalen Jahren pflegk der Landmann in der Zeit zwischen Heu- und Fruchternte etwa wie er sagt auszuschnaufen. Heuer aber trifft es nicht zu. >tti folge der au haltenden schlechten Wittermrg haben sich die Arbeiten, sehr gehäuft. Mitten ins Heumachen fiel das Schneiden des Winterrapfcs, der sehr guten Ertrag liefert. Die neu heraus gegebene Bestimmung, daß jeder Erzeuger für seinen eigenen ltze brauch 60 Pfund schlagen darf, wird den noch Zögernden zum An bau ermuntern. Kaum war das letzte Heu eingebracht, mitunter auch mitten im Heumacher da reifte die Wintergerste heran und mußte geschnitten werden. Mcht nur, daß der Halm fast doppelt so groß ist. als vorjährig, auch der .Körnerertrag ist als gut zu de zeichnen. Wenn es mm die Somre noch lveiterhiu gut meint, wie die zwei Tage vorher, so werden auch die Sommergerste und das Korn schnittreif werden Soeben ist mcnr daran, die Dickivurz zu hacken, die sehr uukrautig sind. Gemüse zecht einen prächtigen Stand. Auch in den Gärten gedeiht es prächtig. Zwiebeln, Karotten und Erbsen liefern gute Erträge, mir die Gurken wollten ohne Sonnenschein nicht zur Blüte gelmigen. Allenthalben ist man mit dem Stützen der Obstbäume, besonders der Zwetschen beschäftigt Letztere stellen eine Ernch in Aussicht, wie seit Jahrcir nicht. Stürkcnburg und Rheinhessen.

Offenbach, 23. Juli Gestern vormittag nelen zu»er Kruder beim Spielen in den Nicun und ertranken, ehe ihnen Hilfe gebracht werden konnte. Tic Leichen konnten noch nicht geborgen werden.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 24. Juli. Der Stadt Wetzlar waren für die abgelauiene Woche 8 Stück Rindvieh. 23 Schweine und 12 Kälber zugewiejen. - - Der Höchstpreis für Frühkartoffeln tm Klemyaudel ist für den Stadtbezirk Metzlar auf 11 Pfg- das Pfund festgejetzt.

24 Juli :0cu oeni Eisernen ätteuz i au D ragoner Willy Knebel. stlarde-Drag.

Ge°

Wa. Wetzlar, wurde ausgezeichnet:

^Wa. Aßlar, 24. Juli. Für das Vaterland ist gestorben Heiter Wilh. Fink, Res. Jnf-Rgt. 46. 8. Komp., früher un Res.- Juf.-Rgt Nr. 81, 10. Komp. .

Wa. Bi s ki r ch c n , 24. Juli, Unteroffizier AuguN Web e r, Landwehr Ins.-Regt. Nr. 116, 7 Komp, erhielt das

Kreui «Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille ist er dereu.'

Wa. G r i e d c l b'a ch , 24. Juli. Ersatz-Res. Heinrich >1 o tt e r . 3. Garde-Regt. zu Fuß, 6 Komp, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet

Wa. Münchholzhausen. 24. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz II Kl. ausgezeichnet wurden: Grenadier Wilhelm Vogt. Reserve-Jns.-Rcgt. Nr. 262. 3. Komp.

Wo. Schwalbach, 24. Juli. Das Eiserne Kreuz crhiett: Telegraphist Fritz Keßler, Fernsprech-Abt. Nr. 7.

Hessen-Nassau.

da. Gladenbach, 24. Juli. Im Osten erhielt der Erjatz^ Rejeroist Wilh. Happel, der süugste Sohn des ^chmiedemeisters K. Happel hier, das E i s e r n e K r e n z.

~ = Frankfurt a. M., 24 Juli. Von dein bei Dietesheim nntergegangcnen Kahn mit .5000 Zentnern rumänischer Bohnen ist der größte Teck, wie wir von beteiligter >Leite ermhren, ge­rettet worden Die Ladung wurde durch L-elbstgreiier aus dem Kühn gehoben und auf zwei Booten in den Frankfurter Osthafen gebracht. Etwa 1000 Zentner sind vollständig trocken, 2600 Zentner sind angenäßt und werden in den Dörröfen der hiesigen Brauereien getrocknet, sodaß sie als Viehfittter Verwendung finden können Ob der Rest verwcndungssähiig ist, wird die heute stattnnoende llntersuchung ergeben. Die Ladung war bei derAllianz" veriiwert

--- Frankfurt a. M., 23. Juli. Am^Samstag ttawn hier­acht Zeitungsberichterstattcr aus Amerika. Schweden, Dänemark. Norwegeii, Rumänien usw. ein. Sie begaben sich nach einer Rund fahrt durch die Stadl an die Westfront. Aus dem Zweiggeick>äit von Latfcha in Sachsen ha useii stahlen T i^c b e zehn Speckseiten, sämtliche Eier, Wein, Zigarren und viele andere Gegenstände Um einen etwa auf die Spur gesetzten Polizeihund irre oi tübren, bestreuten die taktisch erfahrenen Diebe einen großen -perl ihres iebsweges mit Pfeffer.

- Kassel, 23. Juli. Im Regierungsgebäude tagte am Samstag eckw große Konferenz, an der zahlreichie Vertreter des taatsmimsterrums, der Strombauverwalttingen und Beamte der Edertalsperre teilnahmcn. Es handelte sich um die iveitere Nutzbar­machung der Ede r t a l svc r r c für die elektrische Licht- und Krastversorgnng. Die Verhandlungen wurden von Geheimrat ^.r Huttenheim- Berlin geleitet und betrafen in erster Lrnie tue Versorgung des Stadt' und Landkreises Witzenhausen mit Licht und Kraft. Eine iveitere Verhandlung über den Ausbau der clektris'ckeii Ueberland-Zentralc findt't in etwa ^wei Wochen statt.

fl. Hers seid a. d.. Fulda. 23. Julr. Auf dem Kali berqwerk Nippa bei .Heimboldshaufen wurde gestern der 10jährige Arbeiter Bein bei der Ausführung von Spreng arbeiten' durch einen zu früh abgefenerten svrcngfchnß getötet. Bein war verheiratet und h-interläßt eine Witwe mit sechs unmündigen Kindern. _

verninchter.

Ein Bootsunglück auf der Spree.

Berlin. 23. Juli. WTB. Nichtamtlich In der Umgebung von Berlin l)at sich heute ans der Obers'pree ein schweres Unglück ereignet- Ein P er so n en d amp fer stieß mit einem Mit A n s,f l ü g l e r n dicht besetzten M o t o r bo o t z u - am men, von dessen Insassen mehrere ums Leben gekommen sind. Man spricht von 20 Toten, doch liegen noch keinerlei amt­liche Nachrichten vor.

Berlin, 24. Juli Die Morgenblätter bringen erschütternde Einzelheiten über das Bootsunglück aus dem Langen See bei Grünau, wobei der DampferHindenburg" der Reederei Nkbcking das MotorbootA n na" quer d n r ch s ch n i t t, so daß das Boot augenblicklich sank und nur der Bug einige Zeit ans dem Wasser hervorragte. Das Motorboot faßte 50 Men­schen und 'war voll besetzt. Die Mehrzahl der Fahrgäste waren Frauen und Kinder, die sich über die hier ziemlich breite Dahme hrnübersctzen lassen wollten. Der Führer des Motorbootes glaubte, an dem Dampfer noch vorüberkonrmen zu körnten, da gell­ten schauerliche Schreckensruse Sämtliche Insassen des Damps- bootes fielen ins Wasser. Es'ivar ein schreckliches jammerndes Durcheinander. Herbeieilende 9ttider- und Segelboote taten ibr Bestes. Jmmerhm dürften 20 Personen ihr Leben verloren bcrben.

Wetteraussichten in Heiter, trocken, ivarm.

Hessen am Dienstag, den 25. Juli 1916

Letzte Nachrichten.

Deutsche Torpedoboote nahe der Themsemündung im Gefecht.

Berlin, 24. Juli. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 22. zum 23. Juli unternahmen deutsche Torpedo­boote von Flandern aus einen Vorstoß bis nahe der Themsemündung. ohne auf feindliche Seestreitkräfte zu treffen. Auf der Rückkehr stießen sie am 23. Juli morgens auf m c h r e r e e n g l i f ch e k l e i n e K r e u z c r der Aurora- Klasse und Torpedobootszerftörer. Es entspann sich ein k u r z c s A r t i l l c r i e g c f e ch t. im Verlauft dessen Trefftr- Wirkungen auf die Gegner erzielt wurden. Unsere Torpedo boote find unbeschädigt in ihren Stützpunkt zurückgekehrt.

Der Chef des Admiralftabs der Marine.

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Aus Riga.

Kopenhagen, 24. Juli. ..Berlingske Ttdende" berichtet ans Paris: Der Korrespondent desJournal" telegraphiert aus Riga, daß ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung die Stadt verlassen haben. Riga biete einen traurigen Anblick, die Stadt ist aber ruhig

Dic rumünifchc Lebrnsmitttlausfuhr.

Bukarest, 24. Juli. Im Zusammenlsang mit der Weige- rimg, dic zur Zurückziehung des Abschlusses der Zenttalkommo'mm für Aprovifioniernng führte, nämlich die Ausfuhr von Mais und Hülsenfrüchten zu verbieten, Iwt die Zentral ko in miss wu für die Ausfuhr eine Reihe weiterer Maßregeln beschlossen, ^dre den Be­stand für den inneren Bevori sicherstellen sollen. So ist u. a. beschloisen nwrdcn, daß dic für den inneren Bedarf festgesetzte lOprozcmttge Quote von dcw zur Ausfuhr gebrackcheu Ware ab­gezogen wird, sobald sich der verkaufende Landwirt darüber nicht ausweiseu kann, daß er die ernmhnte 40prozentige Quote lnreits abgeliesert bar Bisher sind von den verkauften 100 Waggons Mais etwas über 10 000 zur Ausfuhr getmrgt. Da nach Ar- ftkel 3 des Vertrages der -hmtralkommiffion für Ausfuhr mit den Vertretern der Zentral machte der Vertrag bis zum 30. Sep­tember .1916 durchgeftihrt werden soll, so müßten durchschnittlich täglich 900 Waggons zur Ausfuhr gelangen, linker der Voraus­setzung. daß die Regierung einem weiteren Epport in der Prcu'is keine Schavierigkeiteil bereitet, sind das Mengen, die die Bukarester Transportorganisation der I. E. 0). mit Leichtigkeit lwwaltigen könnte.

Dos holländische VoltsvcrsorgungSlicfctz.

Haag. 24. Juli. Der Entwurf des holländischen Bolksversorgungsgesetzes. der gestern vom Münster Posthume der Kommission vorgelegt wurde, enthält die Jugesländ- mssc der Regierung gegenüber den Forderungen der Gemeinden. Das Ministerium ist bereit, den Otz'ietzentwurf dabin abzuändcrn. daß für gimügende Vorräte an Lebensmitteln und Heiz materitt um nicht durch die Gemeinden, sondern durch die Regierung gewrgt werden soll. Auch werden billige Lebensmittel und Heizmaterialleit nicht nur iür die Minderbemttleiten, sondern auctz für alle Volks- freife zur Versügung gestellt werden -Ttic Oseineuiden sollen 25 Pro- z«u der für die'Verbilligung der Prerft riU-slel-tviden Kosten Lagen,