ecrv^ertEÄ Wälder, drangen in bte eeutidu' tuntte Xi tute, nörd- lick t»Mt Bazentrn-1e-G«mbe ein unb erreichten die nach,re Umgebung von Pvzieves.
Der türkische Bericht.
Konstantinvpel, 15. Juli. (WTB.) Das Hauptquartier
tCÜt Mir: - -r Cr
'S« £>er I r a f f r on t machten wir einen artillerrimchen ?>?euer- überiall aut ein feindliches Ärger und zerstörten dort eine hvdraullche Maschine.
An der persischen Front keine wichtige Aenderung
An der Ka u ka s u s s r o n t ist die Lage am rechten Flügel iNwerändett. Die Kämpfe im Zentrum zeitigten bisher kern endgültiges Ergebnis. Mir sdell-en fest, daß der Feind bet lernen wiederholten Angriffen schwere Verluste erlitt. Die feindlichen ckn- grrsie am linken Flügel wurden vollständig zurückgewmen.
Im Abschnitt von Smyrna warf ein seindlrcher Nreger wirkungslos Bomben aus die Umgegend von L-oek.
Im östlichen Teil des Schwarzen Meer tß Dcnenften rm’erc Tauchboote neuerdings dreigroße feindliche Transportschiffe und zwangen ein viertes, aus den Strand
'Karrst a nt inopel, 1b. Juli. <WTB.) Hauptquartters- lrericht vom 15. Jrcki.
An der I rak-Frvnt kerne Veränderung.
An der persischen Front östlick von Kermanschah m sich noch nichts ereignet. Nachdem dre russischen Truppen erfahren barten, daß sich unsere. Meüungen, die von unseren rm Abx-lmrttc von Buneh operierenden Frcrwrllrgen imlerstützt wurden, ich Ltneh näherten, räumten sie Sin eh und zögert sich unter Zurütk^- lafarna stnes Teils ihrer Truppen südlich von diesem Ort mrt ihrer vccuptmacht in der Richtung aus Hamadan zurück. Unsere Truppen vertrieben am 11. Juli feindliche Beobachtungs- grnppen. rückten irber Sineh hinaus und verfolgten den rzernd 15 Kilometer östlich von dieser Ortschaft. .
An der Kaukasus-Front aut'dem rechten Flügel Sck>ai> ruüchck. Im Zentrum tragen die von uns besetzten neuen Stellungen zur für uns günstigen Entwicklung der Kampfe bei. Aus dem fntfeu Flügel örtliches Gewehrseuer-Gesecht ohne Bedeutung.
Sonst ist nichts zu melden.
Ein russischer Bericht über die Kämpfe mit den Türken.
Petersburg 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher russischer Bericht vom 15. Juli abends.
Kaukasus: Im Raume von Erzindjan mamten uwere Truppen im Laufe der Angriffe gegen die Höhen südlick von Mamachatum 18 türkische Offiziere und ungefähr 100 Soldaten zu Gefangenen und nahmen ein Maschinengewehr. Die Kuban- Kosaken schnitten ans der Verfolgung der Türken einen ^erl des 49. Regiments ab, das sich arif dem Rückzüge befand und nahmen ihm nach kurzem .'Handgemenge Gefangene ab, darunter den Rpgrmrrttskommmckeur mit seinem Adjutanten. 29 Offiziere und 232 Soldaten ergicken sich. Außerdem fielen uns ein Maschinengewehr, der Unterstab des Regiments, Proviant und Patronen m die <h(inbe. Südwestlick der Stadt Musch warfen mir dre Türken aus allen ihren gut ausgebauten Stellungen heraus. Eine otto- manische Division, die kürzlich ans Thrazien an der Kgukasnsfront angekommen war. verließ ibr Feldlager und ging werter auf den oftf-emen Teil des Euphrats in Richtung aus Drarbekr zuruck.
Der Kampf um BcrSun.
Amsterdam, IS. Juli. (WTB0 - Die „Tisd" schreibt, sre habe aus Paris die vertrauliche Nachricht erhalten, daß mau in dortigen militärischen Kreisen um die nächste Zukunft der Festung Verdun ernstlich besorgt sei. Tie erwartete Entlastung von dem deutscherr Druck, der vor allem von der riesigen Menge deutscher Artillerie, die vor Verdun zusammen gezogen sei, ausgehr, sei vorläufig trotz der Offensive gegen dre Picardie noch ncht ein- getoeten. Der Nvrdvstteit der Stadt sei ernstlch bedroht, ioit mit den Forts Douanmvnt und Thraumont alle dazu^gehörigen Besatzurrgen, sowie dar Wald bei Frvide Terre, das Tor, Fleury und die hohe und niedere Batterie von Tamtoup in die Hände der Deutschen gefallen seren. Da die Zeit drängt, werde die ganze Strecke von Souvrlle Tag und eracht unter schwerstem Feuer gehalten; es könne aber keine Rede davon sein, daß die Franzosen, um schwere Verluste zu öermeiben, die Festung preisgeben werden. General Petaiu soll erklärt haben, daß die Franzosen, selbst wenn es den Zweiundvierzigzentimeiern gelänge, einen Zugcmg zur Stadt zu erzwingen, noch jedes Haus und jede Straße bis zum äußersten verteidigen würden; selbst wenn die ganze Stadt dem Erdboden gleichgenrachr werden würde.
Der Pariser Korrespondent der „Tijd" schreibt, er hatte von einem Priester, der als Sanitätssoldat Dienst tut, eine, schreckliche Schilderung über die französischen Verluste im Tale von F l c u r y erhalten. Das Toi liege voller Leichen. M'e fünf Minuten fielen am Eingänge nach dem Tale Granaten schwersten Kalibers nieder, w do!ß es keine einzige ©tetfc gebe, die nicht vollständig umigewühlt ser. Das Tal sei eine wahre Hölle.
Die Kriegsziele Psincar4S.
Bern, 15. Juli. (WTB.) Wie ans Paris gemeldet wird, hielt vor der Festversammlung anläßlich! des Nationalfeiertages Präsident Porncarä eine Rede, in der er den gefallenen und kämpfenden Franzosen den Dank des Vaterlandes und den Hinterbliebenen die innige Teilnahme des ganzen Landes mit den Worten bewundernder Huldigung ausdrückte. Er stteifte mit einigen Worten auch die Friedensfrage. „Indes,' so führt er aus, „die Zentral möchte können sich in der Tat keiner Illusion mehr hch geben über die Möglichkeit, die Alliierten auf die Knie zu zwingen und ihrer Müdigkeit den Frieden zu entreißen, der für den preußischen Militarismus nur eine KrvgÄist sein würde, um die Vorbereitungen eines neuen Angriffes zu maskieren.« Vergeblich beugen sich unsere Feinde über die Kriegskarte, auf die sie sich mit hochmütiger Genugtuung jüngst berufen haben Man muß auch auf die Meereskarte schauen. Die Stärke der kriegführenden Nationen berechnet man weniger nach der geographischen Lage der Schützengräben, als nach dem Zustande ^er kämpfenden und Reservettuppen und nach der Fähigkeit zum Widerstand, zur Offensive und nach der moralischen Stimmung der Völker und Armeen. Für die großen europäischen Nationen geht es um Sein oder Nichtsein. Für eine freie Demokratie wie bie unsrrge würde das bedeuten, nur noch in dem erstickenden Schatten des germanischen Kaiserreichs mit Mühe und Not zu vegetieren, das stark genug ist, um über ganz Europa eine drückende Hegemonie guszubreiten. Je mehr wir die Schrecken des Krieges erleben, desto mehr müssen wir mit Leidenschaft arbeiten. seine Wiederkehr zu verhindern, desto mehr müssen wir wünschen und wollen, daß der Friede uns mit völliger Wie der Herstellung der gestern oder vor ,4 6 Jahren geraubten Provrnzen die Wiederherstellung der aus Kosten Frankreichs oder ferner Verbündeten verletzten Rechte bringt, sowie bie notwendigen Garantien für die endgülttge Bewahrung unserer nationalen Unabhängigkeit.
Der Kaiser an der Front.
GroßesHauptquartier, 16.Juli abends. (WTB. Amtlich.) Se. Maj. der Kaiser weilte heute lvieder im Kampfgebiet an der Somme. Er nahm vom Oberbefehlshaber der Armee die Meldung über die stattgehabten Operationen entgegen und hatte unterwegs eine Besprechung, mit dem Chef des Geueralstabes des Feldheeres. Bei dem Besuch in Lazaretten zeichnete er Sch wer verwundete mit dem Eisernen Kreuz aus. Wie mehrfach anläßlich seiner Anwesenheit bei den Kümpfen an der Maas in letzter Zeit, sprach er auch an der Somme den tapferen Trupfnn seine Anerkennung und seinen Tank aus.
Die englischen Verwundeten.
Hamburg, 16. Juli. (WTB., Das „Hamburger Frem- denblartt erhiett von fernem Kopenhagener Berichterstatter vom Ist). Juli folgendes Telegramm: ,^Jch Hube soeben mit
einer Persönlichkeit gesprochen, die am 7. Juli in Le H av r . geweilt tM Dort sollen zurzeit unbeschrerblrck>e Zustande herrscl)en In ununterbrochener Folge kommen von der Front Züge mit englischen Ber w unbeten. ULle öffentlichen Plätze und Anlagen sind mit Verwundeteit angefüllt. die größtenteils unter freiem Himmel liegen müssen. Beständig taufen Schiffe mit Verwundeten nach England aus. In Le Havre treffen die Verwundeten teilweise noch ohne jeden Verband, vollständig mit schmutz und Blut bedccti. ein. Um die Kunde von diesen üblen Zuständen nicht in die Welt dringen zu lassen, haben die englischen Behörden jeden Verkehr zwischen der Bevölkerung von Havre und den Mannschaften der rm Hafen befindlichen Schiffe verboten." * *
Eine dänische Friedenskundgebung.
Kopenhagen. 15. Juli (WTB.) Ein Kreis hervorragender dänischer Männer und Frauen, darunter das Oberhaupt der dänischen Landeskirche, Bischof O st e rr s e l d , und der Kopenhagen er Bürgermeister I ensen, fordert rn einem 'Aufruf das gesamte dänische Volk auf, sich einer großen Friedens-Kundgebung anzuschließen, die am I. August, diesem traurigsten Gedenktage des jetzigen Mei^ chfengeschlechts, in allen neutralen Ländern dura- Abhaltung öffentlicher Versammlungen, Volksumzüge, Gottesdienste und Glockenläuten veranstaltet werden soll. Der Aufruf stellt allen Vereinen und Gemeinden, der Ger'.t- lichkeit, den Sckprlen, Lehrern und dem gesamten Volke anheim, sich am 1. August eurem gemeinsamen P r o t e ü e gegen de n Weltkrieg und alle zukünftigen Kriege an- zuschließen, rpn den ernsllichen Willen Dänemarks zur Auf- rechterhaltung der Neutralität und feinen Glauben an eure internationale Rechtsordnung, wie. einen inrernationaleii Gerichtshof, sowie seinen innersten Wunsch nach einem bal- dagen, auf das Recht anstatt auf die Macht gegründeten Frieden kundzugeben.
Tic MehLeinfuhr nach Norwegen.
Kopenhagen,16. Juli. WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Telegramnr der „National Tidende" aus Kristiania werden englischerseits jetzt auck der n o r w e g i f ch e n M e h l e i n r u \) x aus Ame r i k a 5) i n d e r nisse t n den Weg gelegt. Die englische Botschaft in Washington teilte ber norwegischen Amerika-Linie mit, daß für die Mehleinfuhr nach Norwegen keine weiteren Erlaubnisscheine ausgestellt werden könnten, da dre Einfuhr jetzt.unverhältnismäßig groß sei. Tie Amerika-Linie setzte sofort die norwegische Reg'e- rung davon in Kenntnis, worauf diese der norwegischen Gesandtschaft in London telegraphisch ausführliche Mitteilungen über die norwegischen Einfuhrverhältnisse übermittelte.
Tcurschtaliv und Italien.
Bern. 15. Juli. <WTB.) Die „Agenzia Stefani" verbreitet folgende Meldungen:
Tie Vereinigung Berliner Banken und Bankiers hat an alle deutschen Banken ein Rundschreiben gerichtet, inckem diese ersucht werden, einem vom Auswärtigen Amte geäußerten Wunsch zufolge, Italiener wie Angehörige f e i n d l i che r L t-aa ten z u behandeln Diese Maßnahme käme einem Verbot gleich, den nocb in Deutschland weilenden italienischen Staatsangehörigen ihre Guthaben anszuzahleu. Das deutsche Auswärtige Amt hat der italienischen Regierui'g amtlich nrrtgeieilt, dzß es die.den italienischen Staatsangehörigen zukonrmenden Arbeiterpensionszahlungen eingestellt habe. „
Das offiziöse „Giornale d'Jtalia" meldet aus Paris: Genera^- gouverneur v. Bis sing hat eine Verordnung erlassen, durch die einberufenen oder tauglichen Italienern die Ausreise aus Belgien verboten ivird und sie. wie die müitärtauqlichen Belgier,überwacht werden sollen. Diese Nachricht, sowie die bereits veröffentlichten Meldungen der „Agenzia Stef-rch". meint das „Giornale d'Jtalia". bedeuten deutsche, gegen Italien feindliche und ungerechtfertigte Handlungen. Das Äusrciseoerbot italienischer Tauglicher stellt eine oi'ene Verletzung aller Gesetze, sowie jcöer )'-'vrm des internationalen Rechtes dar. Die Anordnungen bilden also einen unerklärlichen feindseligen Akt. dn es> sich nicht um zivei sich mitc-inander im Kriege befindliche Staaten handelt. Ernster noch sei die von der .Agetizia Stcfani" verbreitete, folglich amtliche Nachricht, über Z a h l u n g s e i n st e l l u n g an Italiener. Diese Nachricht sei vvn Deutschlaiid an alle deutschen Banken gegeben worden und behandele die Italiener als Bürger eines feindlichen Staates. Diese Anordnung sei unberechtigt, da bekanntermaßen zwischen Deutschland und Italien ein Abkommen bestehe, wonach das Eigentum von Angehörigen beider Staaten gegenseitig garantiert wef-de. Italien habe sich bisher mit großer Aufrichtigkeit an das Abkomnren gehalten.
Die
die
d'Jia.Üi" Brücke gestrauchelt
' meldet aus Athen, auf 100 000 Hektar
ertsdremtes ferner 50 Verwundete. Die ,.Agen-e d^AEkmes^. meldet-: die Königin lmbe sich mit der kleinen Pnn^iun rm - . geretter. Der Könr§ sei brs zum, letzten Augenolrck geblieben um die Löscharbeiten zu lcrteu. „Grornaie berichtel, daß der König beim Sprung über sei und sich verletzt habe. ^ ,
Bern. 15. Juli. >WTB.) Ter „Secolo daß der Brand in Tatio nunmehr 'ich .
Pinimwälder ausgebreitet hat^ Bister und lo
worden. darunter C r i s o p a 1 h r s, der Chef der
Das Blatt schreibt ^ .,Drc Talwche dast die 0 -euerSbrunü fews
üilomeler vom königlichen Schloß entfern! ausgeorochen iü^oeweru.
deß die Zerstörung der königlichen Besitzungen auf die lluwirvam
feit der Rctluilgsarvellen. nicht aber auf polrtckße Erbülerungl
zurückzusühren ist." . ^
Berlin, 17. Juli Nach einer Genfer Meldung des „Verl. Tagbl." nimmt der Brand von Tatoi immer gröberen um- fang an und droht bereits Athen zu erindien xnä Eisenbahn von Athen nach Larrva lei aus lieben Küomerer -.angs zerstört. Sieben aus der Türkei geflüchtete. Griechen leren umeÄ der Beschuldigung verhaftet worden, das ^fcuer. angelegt zu ^ven^ Nach einer Meldung der „Bossiscken Zeitung' Zoll dre >-ahl Opfer meherere Hundert bettagen.'
Die formelle Lntscheiöung Ameriiar über bie „Deutschland".
Washington. 15. Juli. WTB. Meldung des Renterschat BureMl-'- Das S t a a t s de pa r t c m e u l hat iorme!' enNchieden, daß. die „D e u t s ch l a n d" ein Handels sch r,f f Mi. Rat int Staatsdepartement, Polk, hat erklärt, die Entschervung schaffe keinen Präzedenzfall. Zukünftige Fälle würden nach \VfCzx eigenen? Beschaffenheit encfd?iebcn werden.
Loiido», 16.Juli. (WTB, Tie ..Morning Post" druckt eine Washingtoner Meldung des „New Zork Journal of! Eommerce", datiert vom 22. Juin,^ab, aus der hervorgeht, daß man in den Vereinigten Staaten sich vemnyen: will, Erleichterungen der b rä t i sch e n B. l o ck a de zu erzielen, soweit die deutsche Ausfuhr in Betracht kommt.
Die Meldung sagt, daß die amerikanische Regierung eine euer--, gische Kampagne vorbereite, um namentlich solche Ansr'ihrgmer fre^ zubekomme.!, die vor der britischen Blockade er llärung angekauck simd u:rd in neutralen Hä'en lagern. Drei Männer, die zwei runerr* kanische A« misterien und private amerikanische Einfuhrinteresten vertreten, sollen Samstag von New?forr abreisen. Man nimmt an, oaß sic außerdem den Grund für wertere Verlfaud'iurqen über dre Bloäadesrage legen werdeir. Manlon W v d cll vom ^taatsdeparte-» ment ist beanitragt worden, mit dem Auswärtigen Ami in ^oiwon direil >:l verhandeln, da die Verhandlung mäl^der bnincken schaft in. Washington zu nichts geführt hat Dre Mission drefes Herrn wird atsi durchaus unoffiziell augeiehen, weil die amerika- nischc Regierung die.Handelsblockade nicht als legal anerkannt hat, da noch amerikanischer Auffannng die amerikanischen ^mvortcurck bercci tirjt sind, Güter, die nicht unter den Begriff de'- Konttcbande satten, aus Deutschland nach Amerika zu verfrachten Das .Journal of ComMerce" sagt werter, daß verschiedene amerikanische >;mpor- teure der Ansicht sind, daß das Staatsdepartement eine energr'ckere Haltung in dieser Frage cinnehmen sollte. Aut Grund ihrer Vor- stellungen habe sich das Staatsdepartement entschlossen^ Wvdell.nach London zu schicken. Hiermit hängt aucu die FraM der Färbjwfse zusammen, für deren Einsuhr naco den Veroinigteu Staaten ^ngllurd bisher seine Zustimmung noch nicht erteilt hat. Man nimmt an. das diese Frage in.den nächsten Wochen in London erörtert,werden wird.
Der Bau neuer tturerseesrachtschiffe.
Berlin, 17.Juli. Ter Bau von Unters eefracht- schiffen von 5000 Tonnen ist einem Telegramm- der Exchange Telegram Co aus Baltimore zufolge, das von verschiedenen Morgenülättern gebracht wird, in AnssiM av- nomrnen. Nack einer bisher unbestätigten Meldung sollen die Lake Torpedo-Gesellschaft nnb der New Yorker Vertreter der Firma Krupp übereingekorrrmen sein, zu dem geiianntenl rweck in Amerika eine Gesellschaft mit 100 Millionen Dollars Kapital zu gründen.
Inzwischen wird, wie dem ..Berliner Tageblatt" aus Amsterdam gemeldet wird, die Abfahrt der „Deutsch- a n d" mit großer Spannung erwartet. In Baltinwre wimmele es von Zeitnngsbe t id>ter[tatfcemt und zugereisten Neugierigen, die das Meer mit Gläsern adsuchen, um englische Kriegsschiffe fesrstellen zu können.
Demgegenüber ivird dem Wolffschen Durean von zuständiger Stelle mrtgeteill: Die Meldungen der „AgenziaStefanr" sind unrichtig, da weder in Deutschland noch in Belgien amtliche Anordnungen zum Nachteil der italienischen Prrvatrechte ergangen sind. Wenn deutsche Banken italienische Giithaven bis aus weiteres nicht mehr auszahlen, so erwidern sie damlit nur die Haltnng, die sämtliche italienischen Ban ke u seit einem Jahre gegenüber deutschen .Kunden einnehmen. Wenn ferner deutsche Berufs genossenschasten Rentenzahlungen an Italiener zu rückh al te n , so handeln sie gleichzeitig lediglich nach dem Vor b i l d e i t a l i e n i s ch e r A m t s st e l l e n , die ''eit langem Zablnn gen an Deutsche abzulehnen pflegen und sich -nsbewndere geweigert
haben, für die unter Bruch des deutsch-italienischen Handelsvertrags reanirierten deutschen Schiffe irgendwelche Zahlungen zu leisten.
Eine vollkommene Verdrehung der Tatsachen ist es. wenn das 'offiziöse Blatt behauptet, Italien habe sich an die bekannte,, für den Fall eines Krieges mit Deutschland getroffene Verständigung über die gegenseitige Sicherstellung der Privatrechte gehallen. Tat sächlich hat die italienische Regierung die Verständigmig ttotz fortwährender Vorstellungen von dentsäfer Seite zunächst durch Weisungen an dre Postzensur und ähnliche Maßnahmen zu umgehen gev'ußt und schließlich durch die em ZahluugSverbot enthaltende Verordnung vom 30. April 1916 offen gebrochen Aus die deshalb erho bene Beschwerde der deutschen Regierung Hai sie erwidert, daß sie sich an die erwähnte Verständicsiivg nicht weiter für gebunden halte
Bei dieser Sachlage entffel für die deutsche Regierung jeder Anlaß, die von Banken und Bernisgenossenschäften schon lange als geboten erachteten Gegenmavnabmen, die sich übrigens als reine Privatakte darstellen, noch ferner zu verhindern Ebensowenig kann nach dem Wogsalt der Verständigung etwas dagegen einge- wandt werden, daß Italienern aus militärischen Gründen die Erlaubnis zur Abreise zeitweilig versagt wird
Der Seekrieg.
Deutsche U-Boote in den türkischen Gewässern.
London, 15. Juli. (WTB.
Nichtamtlich.) Der „Times'" wird aus Constantza gemeldet, daß von allen Seiten die An- wesenheir neuer deutscher U-Boote ru den JurkrfchenGe- w äs fern «nneßbet wird. Zwei davon sollen je 2000 sonnen messen..
London, 15. Juli. (WTB. l Meldung des Reuterfcherr Bureaus. Der britische Dampfer „Silv-er ton" (2682 Tonnen) wurde versenkt.
London, 15. Juli. (WTB.' Die Fychdampfer „B e - naben" von Hartlepool und „Recorder" von Norch- Shields sind von Unterseebooten versenkt worden. Ihre Besatzungen wurden gerettet. _„ .
London. 15. Juli. (WTD.) W« Lloyds melden, wll der englische Dampfer Antigua" versenkt worden fern.
L o n d o n , 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich i Meldung des Reutcrschen Bureaus. Die englischen Dampfer „LN ops a", ^,Su 1 w ey", „Ecclesia" und „Alto" wurden versenkt.
Ae GsidankauMe
Ift morgen vsn 3 bis 5 Uhr geöffnet l
«rrs £>**** ttnd €anb.
Gießen, 17. Juli 1916.
Ein deutsches Luftschiff über Konstantinopel.
Ko n st a n t i nvpel, 1.6. Juli. lWTB.' Ein Schütle- L a n z kreiste Samstag nachmittag zwei Stunden über K o n stan - tinopel Die Bevölkerung folgte dem ungewohnten Schauspiel mit Staunen und Freude Das Luftschiff war mit deutschen und türkischen Fahnen geschmückt.
Der Brand des .^önigsfchloffes Tatoi.
Ber l i n , 15. Juli. lWTB.) Gegenüber den Meldungeri ckus- läudiicker Zeitungen, daß bei dem Brande des Schlosses von Datoi der König verletzt lvorden fei, find wir von zustälidiger Stelle ermächtigt zu erllären, daß sowohl der König tvie auch die übrigen Mitglieder der königlichen Familie aesund und wohl- behalten sind. Bei dem Brmlde in Tatoi zählt man ettva 20 Tote, daruMer den Obersten des Geniekorps und
Auszeichnung. Wehrmann Hugo K a h , Sohn der Witwe Tora Katz, Jni.-Regt. 117, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. — Oberposlschafsner Heinrich Bollmanu aus Gießen, Bruchslraße, der seit Jahren als Feldpostschastner an der Osüront ist. erhielt vom Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande verliehen.
** Er höhun g der F 1eischrati on auf 400 Gramm Laut Bekanntmachung im amtlichen Teile der „Darnist. Ztg." hat die Landesfleifchstelle des Großherzvb- ttnns .Hessen sirr die Verteilungsperiode vom 16. Juli brs ZI' August die Höchstmenge des für den Kopf der Bevölkerung abzugebenden Fleisches auf wöchentlich 400Gramm festgesetzt.
•** In n g wehr. Der gestern aus geführte Marsch Mücke— Schotten hatte auch unter der ivenig guten Witterung zu leiden. Von der Mücke marschierte dre Abteilung zunächst nach Ulrüchsvein und von dort, nach Besichtigung der Burgruine, über den Taufstein und den Hoherodskopf, wo eine längere Rast stattfand, .rach Schotten. Das Abkochen hatte des Regens halber unterbleiben müssen. Um 5.18 Uhr Scte 1 bi* RMs-chrt nach Gießen.


