Jfcmc ALk-MknJ irrit sich gebirachk hatte, einen ganz günstigen Verlauf gcnonrmen, wenn auch der HenwNrm bei der taugen Zeit, die ihm zur Verfügung stand, sich in den bekannten Wurmlagen der Weinberge auszubreiten vermochte. MölHtrani'heiten haben keine Verbreitung genommen, abgesehen von verschiedenen Infektionen. Geschäftlich ist immer Leben, soweit noch Vorräte von Belang zu erwerben sind Bezahlt wurden in der letzten Zeit für das Stück 1915er 1200—2000 Mk., 1914er 1200—1500 Mk.
Kreis Wetzlar.
Wa. Wetzlar, 15.Juli. Durch einen merkwürdigen Intel! vorgestern abend forschen 6 und 7 Uhr der ans Betzdorf MaMmen'ee Heizer des Personenzugs 638 Köln-Gießen gerötet. Wer Zug fuhr zwischen Aßlar und Wetzlar an dem Eilgüterzng Metzen Köln vorüber. Wahrscheinlich hatte sich der verunglückte Sparer gerade zur Lokomotive hinaitsgebeugt, um nach dem Stzenal zu sehen, als sein Kollege in dem Eilgiiterz-ug seinen Schmchtcken wendete. Der Verunglückte wurde von dem Schürhaken so Mver am Kopf getroffen, daß das Gehirn austrat; er n?ari sofort tot. Er heißt Albert Böhler, ist 31 Jahre alt, und bintec- ifcfrt eine Witwe mit zwei Kindern. — Der Vorgang ist ein neuer sSeyßeis für die Richtigkeit der in jedem Bahnabteil enthaltenes §)bchMrng, fick) nicht aus dem Fenster hinauszulehnen.
Wa. Burgsolms, 15. Juli. Für das Vaterland ist gestorben Kanonier Friedrich Fischer, Futz-Art.-Batt. Nr. 550.
Wa. Katz enfurt, 15. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurde Fahrer Heinrich E m m e l i u s, Land- wehr-Feld-Art.-Regiment.
Hessen-Nassau.
0 M a r bü r g„ 1'4. Juli, Bei der Sammlung für die deutschen 'Kriegsgefangenem im Ausland gingen bis jetzt im hiesigen Kreise insgesamt rund 10 712 Mark ein. Davon entfällt etwas über die Hälfte auf die Stadt Marburg. Air der Spitze der Land- gemeürderr steht Fronhausen mit 545 Mark.
K Biedenkopf. 14. Juli. Für den Kleinhandel und für den Versandt sind für den Hinterlandkreis folgende Fleisch- Höchstpreise festgesetzt worden: Rindfleisch 1,70 M., zum
Kochen und Braten mit Knochen 2,— M., ohne Knochen, gehackt rmd Zunge 2,40 M., Leber 1,40 M., Gelünge 1,— M.. Suppen- knochen —,60 M. Kalbfleisch: mit Knochen 1,50 M., Kalbskeule mit Knochen 1,60 M., ohne Knochen 2,20 M., Schnitzel 2,40 M.. Kottclette und Leber 1,60 M., Gelünge 1,50 M. Hammelfleisch: f 1,80 M., Keule und Kottelelte 2,— M. das Pfund.
ra. Bredenkopf, 15. Juli. Der Kreis Biedenkopf erklärte .seinen Beitritt zur Rhein-Mainischen Lebensinittelstelle mit einer iBeteilig«nq von 4000 Mk. — Die Nagelung des Kreuzes von Eisen iergab im Bezirk Biedenkopf 4400 Mark und im Bezirk Battenberg Mark.
ra. G ka d e n b a ch , 15. Juli. Für die Kriegsgefangenen j.wurden Hierselbst 736,60 Mk. zrrfammengebracht, davon entfallen 579M Mk. auf die Stadl selber.
rv. W eil bürg, 15.-Juli. Mit düM bvr einigen Tagen -uiedergebvanntan Fvrslhaus „Tiergarten" ist wieder ein historischer Bau versitzivunden. Während der Reglernngszeit des Grafen Johann Ernst von Nasiau-B^ilbuvg wurde er zwischen den Jahren 1703—1713 erbaut. In der von dem herzoglich nassauischen Bau- rat Janolcha im Jahre 1889 bearbeiteten Geschichte des Graferr Johann Ernst Vvn Nassau-Weilburg heißt es auf Seite 102: ,Jn dem aase-Stunde von Weilburg entfernten Tiergarten, welcher --mit einer Mauer umgeben ist, ließ Graf Ernst Johann zum Jagd- iauseuchäkt in einer schönen Waldpartie einen runden Pavillon mit ' zwei Seitenflügeln ausführen."
— Fr ail k für t a. M., 15. Juli. Infolge der Kartoffelknappheit werden die Bäcker vorerst keine Kartoffeln mehr im Brot verbacken. Der Konsumverein und einzelne Bäcker backen bereits reines Roggenbrot.
K. RÄd edhei-'W, 13. Juli. Des deutschen Stromes Wogen trugen am NachMtkteye des 13. Juli gegen 4 Uhr ein stvlzes Schiss von Biebrich bergab. -Am Bord des DaMpfers befanden sich 100 Offiziere der uns verbündeten Armeen, die im „Deutschen Genesungsheim" in Wiesbaden und Bad-Nauhenn Ausnahme gefunden. Unterhalb der Bürger .Krümme legte das Schiff gegen ^ Uhr in Aßmannshausen au. Die Zahnradbahn brachte die Offiziere nach dem Niederwald. Bon da ging es zu Fuß unter Führung des geschäftsführenden Vorsitzenden des „Deutschen Genesungsheimes", Beigeordneten B o r g mte n n--Wiesbaden nach dem National- Denkmal. Es war ein historischer Moment. Zum erstenmale, seitdem die Germania nach Westen schaut über den Rhein und die Gefilde der fröhlichen Malz weit nach Frankreich hinein, hatten sich Vertreter der bewaffnete» Macht von fünf Nationen am Denkmal versammelt, die Hand gereicht zum Gelöbnis, die Feinde ringsum aufs Haupt zu schlagen und zu dauernder Bundestreue. Und auch zum
erstenmale erbrauste am Schlüsse einer von glühendem PatrivtiÄwis durchdrungenen Rede, die Landrat vvn Heimburg-Wiesbaden hielt, nicht altem ein donnerndes und dreifaches Hurra ans unseren geliebten Kaiser und König, sondern auch auf die Monarchen der uns verbündeten Mächte. Ein nicht endenwollender Jubel folgte, der sich bald in den Klängen der „Wacht am Rhein" vereinigte und eine Begeisterung unter den Vertretern des neuen Vierbundes entfachte, wie sie mancher kaum früher je empfunden hat. In dieser feierlichen Stimmung ging folgendes Telegramm an den Deutschen Kaiser ab: Am deutschen Rhein, am Fuße des Niederwalddenkmals huldigen Oesterrcichische und Ungarische, Otto- manische und Bulgarische Offiziere, die an deutschen Heilquellen in deutschen Badeorten durch deutsche ärztliche Kunst, dank der getreuen, großzügigen^ herzlichen Fürsorge des „Deutschen Genesungsheimes", Sitz Wiesbaden, Genesung suchen und fanden, Euer Majestät ehrsurchtsvollst und untertänigst und geloben Deutschland, Deutschlands Hevr und seinem geliebten Kaiser und Herrn Treue im Kamp-s und künftigen Frieden, von Csekeö, K. u. K. Major; Achmed Ehevket Bep, Kais. Oteom. Major; Dr. Senrerdjieff, Königs. Bulgar. Oberstabsarzt.
da. Ans dem Westerwald, 15. Juli. Es inehren sich die Fälle, in welchen Selb st versorger Brotkarten bei den Landratsäintern beantragen, weil sie ihren Selbstversorgungs- vorrat an Brotgetreide jetzt schon aufgezehrt haben. Diejenigen Selbstversorger, die ihren Brotgetreidevorrat vor dem 15. August ds. Js., also vorzeitig aufgezehrt haben, haben außer einer zu erwartenden Strafe zu gewärtigen, sie im nächsten Erntejahre das Selbstversorgerecht wegen Unzuverlässigkeit nicht erhalten.
g. Hersseld a. d. Fulda, 14. Juli. Während der vergangenen Nacht drangen in der Nähe des benachbarten Dorfes Lingelbach wildernde Hunde in einen Schafpferch und zerrissen 15 Stück Schafe. _ _
vermischtes.
Das griechische Kdnigsschloß Tatoi niedergebrannl.
Athen, 14. Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Nachdem der Wäld Vvn Tatoi mehrere Stunden brannte, tzriff das Feuer abends auf das Königliche Palais über, das mit den benachbarten Kasernen niederbrannte. Mehrere _ Menschen, darunter Offiziere, sind umgekommen. Der König, die Königin, und die königliche Familie suchten Zuflucht in Kap Hissia, der Residenz des Prinzen Nikolas.
An'rversitäts-Nachrichten.
Hk. Frankfurt n. M., 15. Juli. Wie wir hören, ist zum Rektor der Universität Frankfurt a. M. für das Studienjahr 1916/17 der Vertreter der klassischen Philologie Geh. Regierungsrat Professor Dr. Hans vor: Arnim gewählt und bestätigt worden.
Handel,
London, 14. Juli. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die Bank von England hat den Diskont von 5 auf 6 Prozent e r h ö hl__
Börsen-Wochenbericht.
Frankfurt a. M., 14. Juli.
Nachdem der preußische Handelsmiuister als der letzten Instanz die Ergänzung der Börsenordnung, die der Effek- tenspckulativn künftig eine neue Rechtsgrundlage geben wird, genehmigt hat, werden die neuen Bestimmungen mit Beginn der nächsten Woche in Kraft treten und der Freiverkehr wird sein festes Rückgrat erhalten. Eine Aendernng der seitherigen Verhältnisse wird damit nicht verbunden sein, denn schon seit Wochen war der Verkehr an der Börse ans diese neue Ordnung eingestellt. Das Geschäft hielt sich schon seit Ankündigung der einschränkenden Maßnahmen der Regierung in den allerengsten Grenzen und die Tagesspekulation entwickelte rricht die geringste ei^ne Initiative in der Ausübung ihrer gewohnten Funktionen. Der Antrieb des GZchäfts geht jetzt in der Hauptsache von kapitalkräftigen Privat- kveisen aus, die hin und wieder von. den Börsenernrichtungen für Anschaffungen und Tauschvperationen von Effekten Gebrauch mache»; teren Aufträge sind es, di? die Kursrichtung bestimmen. An diesem Charakter des <Aeschäfts wird sich auch in den nächsten Wochen kaum etwas ändern und es darf wohl erwartet werden, daß die neuen Bestimmungen sich wirksam genug erweisen werden, um die Spekulation in jenen Grenzen zu halten, die die Regierung vorgezeichnet hat. In -den letzten acht Tagen veranlagten die neuen Fortschritte vor Berdnn, dre guten Industrieberichte, insbesondere dre augekündigte Preiserhöhung für Stabeisen für die Ausfuhr seitens der oberschlesischen Werke, der leichte Geldstand sowie die günstigen Ernteberichte Verein^ cve Mcinungskäuse. Tie Haltung war vorwiegend fest,namentlich für oberschlefischeMontanpaprere, von denen Cavo-Hegenscheid, Oberbedarf und Bismarckhütte im
Vordergründe des Jntercsies standen. Bochunrer konnten ebe walte etwas anziehen ebenso Gelsenkirchener. Von mrderen ZnduItr i e - papieren waren Munscheid, Stahftvevk Oering, Benz, Kleber, Metallwareri Binz, Weyersberg Kirschlaum, Aluminium, Wag Häusler Zucker und-Saccharin Fahlberg gefragt und hoher, anty uir Gnmmipeter zeigte sich einiges Interesse. Reck?! feste Haltrmq war aua> für chemisckze Werte wahrznnehmen, namentlick) wareniGrres he rin erstark bevorzngl. für letztere stimulierte ebenso ivre Orr L>ü)r n fahrlsaktien die Meldung von der gelungenen Fahrt des deutschen Tauch-Frachtbvotes mit Farbstoffen nach Baltimore und die Erwartung, daß es bald gelingen werde, eine regelmäßige U-Frachtboot-Verbindung mit Amerika herzustellen. B a n r e n lagen still, doch gut behauptet. Fe st verzinslich e W e r t e erfuhren unwesentliche Schwankungen. Dies gilt gleichmäpgg von den cinheimischetr und ausländischen Anleihen. Die Nachfrage überstieg aber mich auf diesem Gebiete das Angebot. Geld war lerchr. Privatdiskonten stellten sich auf 4 3 / s % und.darunter.
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 16. Juli 1916 : Abnehmende Beivölkllng, meist trocken, keine wesentliche Temperatnr- äuderunq._
Letzte Nachrichte«.
Die Ladung der „Deutschland".
Genf, 15. Juli. Wie aus New York gemeldet wird, bot ein Amerikaner 50 000 Dollars, wenn er mit der „Teuffchland" nach Bremen fahren dürfe. Der Vertreter des Norddeutschen Lloyd erklärte, daß die „Deutschland" keine amerikanischen Passagiere an Bord nehme..Am Dvmrerstag hat die „Deutschland" ihre Ladung gelöscht und nimmt dann Freitag, Samstag und Sonntag u. a. Nickel an Bord. Am Monteg abend wird das U-Boot nach Nvrfoll abfahren und dort eine Gelegenheit zur Ueber fahrt durch den Atlantischen Ozean abwarten.
Der Kanaltunnelplan.
Kopenhagen, 15. Juli. Der alte Plan eines Tunnelbaues, der England und Frankreich unter Wasser verbinden soll, ist, wie „Polittken" ans London nteldet, wieder hervvrgehvlt worden. Eine Tunnel kommission hielt eine Sitzung im Unterhau s e ab, in der mitgeteilt wurde, daß sowohl Kftchener wie General Roberts Anhänger des Planes gewesen seien. Die Kommffsion, der 60 Liluuale, 60 Konservative und 15 irffche 9tetionali)ten angehören, schlägt vor, das! Unterhaus solle beschließen, der Krieg hätte England und seinen Verbündeten große Vorteile gebracht, wenn der Tunnel bereits angelegt wäre. Die Arbeiten müßten baldmöglichst nach dem Kriege in Angriff genommen weiden. Durch einen derar tigen TunUel könnten täglich 30 000 Mann und 30000 Tonnen Material befördert werden.
Beleidigung der spanischen Flagge in Genua.
Budapest, 15. Juli. Ter „Pester Lloyd" Meldet aus Valencia über einen Zwischenfall, der sich am 24. Juni in Genua ereignete. Nach^ den Erzählungen des Kapitäns des spauischen Dampfers ,Jodiba" hatte der Dampfer im Genueser Hafen eine Wleiladung zu löschenj, die in Almieria aufgeladen war. ^ Die Ausladung nahm ruhig ihren Fortgang, als plötzlich einige Müßiggänger und Lazzaroni auf einem Fußboden die Aufschrift „Vivat el Kaiser" sahen. Es war offenbar der Ausdruck treuherziger Gesinnung eines der südspanischeu Weinproduzenten, die gegen England wvgen der Drangsalierung und Unterbindung des Erports erbittert sind. Es brach ein Oteheule aus. Man verlangte vonij Kapitter Silvestre Niederholung der spanischen und Hr'ssung der italienischen Flagge, ja man machte sich daran, die Fässer ins Meer zu werfen, den Dampfer zu stürmen imb die spanische Flagge herunterzurerßen. Da der Mob drohte, gegen jedes Einschreiten Widerstand mit den Waffen zu leisten, machten Polizei und Militär geholt werden. Der spanische Konsul berichtete die Beschimpfung der spanffchen Flagge und des Kapitäns sofort an die spcmische Botschaft in Rmn und diese erchiob im Auf- t rage der Madrider Regierung ernste Darstellungen.
Amtlicher Teil.
Betr.: Kriegsgefangene in der Landwirtschaft.
An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Grotzh.
Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Tie nach dem Ausschreiben der Inspektion der Kriegsgefangenenlager in Frankfurt a. M. vom 16. Juni 1916 erforderliche Wiederholung der Anträge auf Gestellmrg Vvn Kriegsgefangenen zu landwirtschafllichen Arbeiten (s. übersandte Drucksache) müssen sogleich hier eingeveicht werden, da sie bis zum 22. l. Mts. an der Inspektion sein müssen.
Gießen, den 14. Juli 1916.
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