Nr. 164
Der «tfentr Lvzech«
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Erstes Blatt
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166. Jahrgang
ietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oderhessen
5amrtag, 15. Juli 1916
'& c h u a o 9 r c t i: monatl. 90 Pf., viertel- jäbrl. Mk. 2.65-. durch Aohoke- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch die Post Mk.2.45 oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssanl: Fr. R.Zenz;
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Nene deutsche ll-Vootersolge. vie amerikanische Entscheidung über die „Deutschland".
(WTB.) Grobes Hauptquartier, 14. Juli. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Beiderseits der S o m m e ist von neuem heftiger Kamp entbrannt. Die Engländer griffen heute früh im Abschrift Wald von Mametz-Longueval an und wiederholten ihre Anstrengungen am Wäldchen von Trones, wo sie gestern abend bereits durch einen schnellen Vorstoß unserer Reserven empfindlich getroffen waren. Nachdem die ersten Versuche blutig abgeschlagen waren, sind neue Angriffe im Gange. Die Franzosen fügten mit ihren gestrigen vergeblichen Angriffen in Gegend von Barleur und westlich von Estrees den zahlreichen Mißerfolgen der letzten Tage eine neue E n t t ä u s ch u n g hinzu. Weder sie selbst noch ihre schwarzen Freunde haben auch nur einen Schritt Gelände gewinnen Dnnen.
Oestkich der Maas sind französischeWiederero- berungsversuche gescheitert; sie wurden in der Gegend der Feste S o u v i l l e durch unser Feuer unterbunden und bei der Feste Lauffee glattabgewiesen.
Zahlreiche feindliche Patrouillen oder stärkere Erkun- dungsabteilungen wurden auf der übrigen Front zurückgeschlagen; deutsche Patrouillen brachten bei Oulchcs. Beaulne und westlich von Markirch Gefangene ein.
Oeftlicher Kriegsschauplatz. HeeresgruppedesGeneralsvonLinsingen.
An der Stochodlinic warf ein G e g e n st ob bei Zarecze (nördlich der Bahn Kowel—Sarny) über den Abschnitt vorgehende Rüsten zurück. Einhunoertsechzig Mann wnrdeu gefangen genommen, zwei Maschinengewehre erbeutet.
Unsere Flugzeuggeschwader wiederholten mit Erfolg ihre Angriffe östlich des Stochod.
Bei der
Armee des Gcnerals Grafen von Bothmer drang der Feind gestern abermals in die vorderste Verteidigungslinie ein und wurde wiederum durch Gegenangriff mit erheblichen Verlusten geworfen.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Keine wesentlichen Ereignisse.
' Oberste Heeresleitung.
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Berlin, 14. Juli. (WTB. Amtlich.) Am 11. Juli hat eines unserer Unterseeboote in der Nordsee einen englischen Hilfskreuzer von etwa 7000 Tonnen vernichtet. An demselben Tage wurden an der englischen Osttüste durch U-Bootsangriffe drei bewaffnete englische Bewachungsfahrzeuge versenkt. Die Besatzungen derselben wurden gefangen genommen und ein Geschütz erbeutet.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
* * *'
In England haben die Minister Asquith und Lloyd George sich wieder einmal mit Reklamereden vernehmen lassen. Die Firma ist! ja so groß und ihr Arm reicht so weit — aber was sie an wirklichen Kriegserfolgen bisher erreicht und auszuweisen hat, ist höchst mäßig. Die Waffe der Reklame, mit der England den Krieg gewinnen wollte, ist im Laus zweier Jahre recht stumpf und schartig geworden. Welch große Worte und Prophezeiungen waren erklungen? Wir brauchen kaum daran zu erinnern; ist doch gestern erst wieder im Unterhause .Herr Asquith in sehr peinlicher Weise an Mesopotamien und Gallipoli erinnert worden! Das Wort „Schaffe, Künstler, rede nicht", kann man heute auch den englischen Kriegsmachern wieder Vorhalten. Die englische Offensive sollte doch die umwälzenden Wunder verrichten, warum gesellt man zu dem Donner der Artillerie an der Westfront schon nach wenigen erfolglosen Tagen diese Offensive mit Worten, mit Reklame? Mit einigem Spott uns danach zu erkundigen, sind wir berechtigt, obgleich wir es gerne zugeben, daß England rüstig gearbeitet hat, um Muni- ttons- und Waffenvorräte aufzuhäufen. Asquith und Grey scheinen uns mit ihren neuesten Reden durch die Blume einige Mahnungen zur Bescheidenheit an ihre eigenen Bun- ^.^nossen zu richten; Wo wäret Ihr heute ohne unsere Hilfe? Was hattet ^zhr erreichen können vor Verdun, und was hattet ^hr Russen im Jahre 1916 ohne unsere Lieferungen überhaupt noch machen können? Ganz unrichtig sind diese Vorhaltungen nicht, nur gewährleisten sie eben nicht D£ii Endsieg, auf den es uns doch einzig und allein an- kommt. Die Generaloffensive bleibt stecken^ und die englische pteklame verliert immer mehr ihre Zugkraft.
Die Hinweise auf die großen technischen.' Leistungen Eng- lands-vernwgeii den Rühm deutscher Arbeit und Erfindung nicht im mindesten zu schmälern. Die Schaffung unserer Handels Unterseeboote leuchtet auch durch greifbare Erfolge! Wie jämmerlich nchmeir sich die Versuche der
Entente aus, durch Vergewaltigung der Theorie des Völkerrechts der neuen deutschen Erfiiidung das Todesurteil zu sprechen, die Entwicklung der Technik zurückzuschrauben! Man kann doch nicht entgegenhalten, die „Deutschland" und die „Bremen" seien Teufelswerkzeuge des blutigen Herolds Krieg! Im Gegenteil, sie sind ja geschaffen, den Schrecken der Seekriegsgefahren auf eine gang unblutige und friedliche Weise entgegenzuwirken. Die leuchtende Menschlichkeitsfackel des Präsidenten Wilson kann gar keine willkommeneren Objekte seines Völkerversöhnungsgedankens sinden als diese neuen Schiffstype, über die sich der Kapitän der „Deutschland", wie wir an anderer Stelle näher mit- terlen, in amerikanischen Blättern so schwungvoll ausgesprochen hat. Die neuen deutschen Sendboten müßte Wilson mit tiefer Sympathie begrüßen. Er hat es bisher nicht getan, und sein eisiges Schweigen war uns etwas auffallend. Aber er hat, auf englische und französische Beschwerden hin, die „Deutschland" durch drei Seeoffiziere untersuchen lassen, die jetzt, wie die „Times" meldet (siehe Blatt), die Entscheidung gefällt haben, daß „Deutschland" ein unbewaffnetes Handelsschiff ist, das nicht auf hoher See in ein Kriegsschiff verwandelt werden kann. Die weitere kurze Berichterstattung der „Times", die über die Haltung der amerikanischen Regierung nach dein Wortlaut der uns vorliegenden kurzen Meldung hinzugefügt wird, ist sicher unvollständig und verstümmelt. „Die Regierung gibt zu, daß es unausführbar ist, ein Unterseeboot auf hoher See anzuhalten _ und zu durchsuchen, und erklärt, daß sie nicht protestieren würde, wenn die Verbündeten auf der ^öhe der Chesapoake-Bai, außerhalb der Dreimeilenzone, ciegsschiffe versammeln würden." Diese Sätze beziehen sich offenbar auf die Erklärung des britischen Geschäftsträgers in Wrshington. die am 3. Juli abgegeben worden ist, Unter- fee-Handelsschiffe könnten d^talb niä)4 als richtige Handelsschiffe angesehen werden, weit sie sich durch ihre G e st a l t und B a u a r t ,chen Untersuchungen, denen gewöhnliche Handelsschiffe unterliegen, entziehen können", weil sie „offensichtlich nicht im Einklang mit den Erforder nrssen der völkerrechtlichen Vorschriften gebaut sind und deshach außerhalb des Völkerrechtes stehen. Mit Recht ist darauf in der Presse cntgegengehalten worden, daß dies eine höchst verdrehte und windige Auslegung wäre. Wo steht denn im Völkerrechte geschrieben, daß dem Rechte der feindlichen Kriegsschiffe, zu untersuchen, sie Pflicht der Handelsschiffe der Gegenpartei entspricht, ich zur Untersuchung sozusagen direkt anzubieten? Was uns die „Times" über den Standpunkt der amerikanischen Regierung zu dieser Streitfrage sagt, ist so lückenhaft, daß man sich des abschließenden Urteils darüber vorläufig noch enthalten möchte. Die Hauptsache indessen ist die Feststellung, daß es sich bei der „Deutschland" um ein Handelschiff handelt, und im Grunde klingen daher die mitgeteilten und weiteren angeblichen Aeußerungen der amerikanischen Regierung rätselhaft unb über- lässig. Es ist selbstverständlich, daß sich gegen die Ver- ammlung von Kriegsschiffen außerhalb der Neutralitäts zone nichts tun läßt.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht
, \}t n, 14. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 14. Juli 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
In der Bukowina stehen unsere Truppen nach Erfüllung der ihnen gestellten Aufgabe wieder in den alten Stellungen auf den Höhen westlich der oberen Moldawa.
Westlich und nordwestlich von Buczaez haben die Russen gestern ihre Angriffe fortgesetzt. Nachmittags wurden zwei breit angelegte Angriffe zurückgcfchlagen. Gegen abend gelang cs einem dritten Ansturm des Feindes, nordwestlich von Buezacz einzubrechen. In erbitterten Nahkümpfen wurde der Gegner von deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen wieder vollends hinausgeworfen. Nördlich der von Sarny nach Kowel siihrenden Bahn nisteten sich russische Abteilungen auf dem linken Stochod-Ufer ein. Sie wurden spät
abends von unseren Trupven überfallen und vertrieben, wo bei 160 Gefangene und 2 Maschinengewehre in unserer Hand blieben.
Sonst bei völlig unveränderter Lage nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz.
Die lebhafte Gefechtstätigkeit an der Front zwischen Brenta und Etsch hält an. Nach Artilleriefeuer setzten gegen mehrere Stellen unseres Verteidigungsabschnittes zwi- sckwn der Cima Dieci und dem Monte Rasto wiederholte Angriffe sehr bedeutender italienischer Kräfte ein. Besonders hartnäckig war der Kumpf nordöstlich des Monte Ra st o wo derFeind 10Stürmeversuchte. Unsere Truppen schlugen wieder sämtliche Angriffe unter den schwersten Verlusten des Gegners ab und behaupteten alle ihre Stellungen. Unsere Linien nördlich des Posina-Talcs standen unter heftigem Geschützfeuer. Am Pasubio wurde ein feindlicher Nachtangriff abgewiesen.
S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Höser, Feldmarschalleutnant.
Ereignisse zur See
Eines unserer Unterseeboote hat am 10. dieses Monats nachmittags in der Otrauto-Straße einen italienischen Torpcdobootszerstörer des Typs „Jndomito" versenkt.
In der Nacht vom 13. auf den 14. hat ein Seeflug- zeuggeschwadcr militärische Objekte und Bahnhofsanlagen von Padua sehr wirkungsvoll mit zahlreichen Bomben bc- legt. Dre Flugzeuge, welche von Abwehrbatterien heftig beschossen wurden, kehrten unversehrt zurück.
Flottenkommando.
Der französische Bericht.
^ Paris, 14. Juli. (WTB. Nichtam.il.) Amtlicher Bericht vom Donnerstag nachmittag. An der Sommefront aussetzende Be- schictzung. In der Champagne drangen die Franzosen an den Zugängen von Prosnes in einen deutschen Borsprung ein und brachten Gefangene zurück. In den Argonnen brachen zwei deutiche Handltreiche nordöstlich des Vorsprunges von Bolante in unserem ^-euer zusammen. Auf der Fille Morte brachten die Franzosen eine Mine zur Entzündung und besetzten den Trichter Aus W 3 a a keine Jnfanterietätigkeit. Im Laufe
kec Nacht heftige Be, chießung der Abschnitte von Souville Ehenors und Lauffee. In den Vogesen wurden deutiche Versuche südlich Carspach nach lebhaftem Handgranatenkampf abgeschlagen.
T, vom Donnerstag abend. Außer ziemlich
lebhaftem Bombardement int Abschnitt von Sou melden TeC ^ ist kein Ereignis von der Front z
Der englische Bericht.
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^ 13 -WTB. Nichtamtlich^ Amtlicher Bericht
aus dem britischen Hauptquartier. Seck dem letzten Bericht kam es an gewissen Abschnitten des Kampfgebietes zu heftigen Airttldwir^ duellen. Karnpf wurde an verschiedenen PunDen fortgesetzt. U-n teurem Punfte unserer Linie veränderte sich die Lage. Deutsche ^ o auf unsere Laufgräben bei Wytschaete
uno La B a s, e e m unternehmen, wurden zurückgewiesen. Die Flugzeuge waren beiderseits tätig. Wetter ungünstig.
or t-f? o n ^^ n r '-(WTB. Nichtamtlich.) Die gegenseitige ckrtrtterrewtlgkelt hielt den ganzen Tag an. Drs Ergebnis der schanen ^nfanterrekämpfe bestaub darin, daß wir den feindlichen m “ ,t 1 J ur aushieltcn, sondern unsere Linien cm verschiedenen Hunnen wesentdch vorschoben. Wir erbeuteten einige deutsche vaubitzen und Munition, die gegen den Feind verwandt wurde.
Portugiesische Truppe» an der Westfront?
„ rn '■ 3E- (WTB. Nichtamtlich.) Nach „Temps"
verlaßt rn einigen Tagen die er steportugie fische Ds- Vision von 22000 Mann das Lager in Dancos, die rweite mvijion wrrd gegenwärtig mobilisiert und soll in ;wei Monaten abmarschfertig sein. Ihr soll eine dritte Tancos ,olgen^ Der Mitarbeiter des „Temps" hebt bervor -n gewissen Kreisen die Aussicht mrf ein milttäri: fdjes Emgrcisen. das nicht znm uninittelbaren Ziele die Verteidigung des portugiesischen Bodens h«t, unleugbar mit mner gewissen Kälte begegnet
Die „Neue Zürcher Ztg" meldet aus dem Haag, daß die ersten portugiesischen Truppen nach Bordeaux verschifft werden und für die Westfront bestimmt sind
Von der mazedonischen Front.
^ 14 ; J"li. (WTB, Nichtamtlich,) Der Sonder-
berichterstatter des „Corriere della Sera" drahtet nßSa.
® ef l eT £ lft etn großer Transport englischer Kavallerie, aus Aegypten kommend, hier eingetroffen, um General Sarrmls Heer zu verstärken. Trotzdem die Alliier- teil letzt über sehr bedeutende Streitkräfte in Mazedonien verftigten, sm ,ed« O ffe nsiv ab si cht gegenwärti g bEschvben worden. An der Grenze fänden nur Ar- illeriescharmntzel und Nugzeugstreifzüge ohne Bedeutung
Der türkische Vericht.
Konstantin vpel, 13, Juli, (WTB, Nichtamtsickli Dos Hauptgnartier teilt mit: An der Irak- und an der p cVf t s * c n Front ferne Unternehmung von Bedeutung ^ 1 1 m c n
Saiifafug front: Aus dem rechten Nügel haben intim- vorgeschobenen Mteilungen starke feindliche ä-rkundungÄrb^ln^ aut du- Ire stießen, zuruckgetrieben und nach ihren Sauvti'w hS
^ f-rft'i iwt S l£ mWC tnl ■^ c J trunt hoben an emim-it Abschnitten an Heftigkeit nbsencmrtnni, ohne leiwch vu einem endgült nu Er-
fnlfl für einen der Gegner zu führen. Die Kamvse dauern wils zu .unseren Gunsten fort, teils zugunsten des Feindes, indem dü Bar stellungen, die ,ehr °,t nur einen taktischen Wort haben, bald noimnen werden, bald wieder verloren gehen. Aut dem lins.-n Flügel hat sich die Lage nördlich des,-uciwi»f ebenfalls nicht geänderter wurden überraschende Angriffe, die der Feind von Zeit zu Zeck wrwrnrnnwt, lercht Mrückgeworsen. Eiinqe Versuche sftndlickiv Kriegsschisse, pch q^wqsen >lüstenabschvitd'n in der Höhe der Dardii - neuen und den^Gewässern von Smyrna zu nähern, wurden durch unser ckrtuleneseuer verhindert. Ein feindlicher Dvvpelrvcker wurde vvn emem unserer Flieger versolqt und mußte bei Tenedvs landen. In der Nvcht vom 11. zum 12. Juli fand ein Zusammenstoß \\m - 'ston einer vor vatia gesichteten seindliäien Kavallerieabteilung und einer Unserer Kamelreitcrabteilungen statt. Da der Feind sich rum aUen Seiten überflügelt sah, verzichtete er darauf, sich in einen, wetteren Kampf einzulassen. Er flüchtete nach twrsck«ede,reii Ritt», tungen und erlitt in unserem Feuer Ärlrrstrc.


