Nr. 160
Der Sietzenrr Anzeiger
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Krehr»er^lmiN«kEt1er;
fiirSe« Kreis Gießen
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Erstes matt
s66. Zahrgang
DiemLag, U- )uü (9(6
SicheiierAMtzer
General-Anzeiger für Oberhchen
Erfolgreiche deutsche Gegenstöße im Vesten.
(DTB.) Trotzes Hauptquartier, 10. Juli. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Beiderseits derSomme dauert der schwere Kamps fort. Immer wieder stießen unsere tapferen Truppen den Angreifer in seine Sturmstellungen zurück, und wo sie seinen, sich auffotgenden Angriffswellen vorübergehend Raum geben muhten, haben sie ihn durch raschen Gegenstoß wieder geworfen-, so wurde das Wäldchen von Tranes den dort eingedrungenen Engländern, das Gehöft Lemaissonette nnd das Dorf Barleur den Franzosen im Sturm wieder entrissen und gegen den Feind in Hardeeourt vorgearbeitet. Um O v i l - lers wird ununterbrochen Mann gegen Mann gekämpft. Im Dorfe B i a ch es haben die Franzosen Fuß gesagt. Zwischen Barleux und Belloy sind ihre vielfachen Angriffe unter den größten Verlusten restlos zusammengebrochen. Weiter westlich, hinderte unser Abwehrfeuer sic am Verlassen ihrer Gräben.
Zwischen dem Meere und der Ancre. im Gebiet der Aisnc, in der Champagne und östlich der Maas frischten die Feuerkämpfe zeitweise auf. Zu Jnfanterietätigkeit kam es westlich von Warneton, östlich von Armentieres, in der Gegend -von Tahure und am Westrande der Argonnen, wo vorstotzende französische Abteilungen abgewiescn wurden. Bei Hulluch, bei Givcnchy und aus Vauguois sprengten wir mit gutem Erfolge.
Der F l u g d i e n st mar beiderseits sehr rege. Unsere Flieger haben fünf feindliche Flugzeuge (eines bei Nieuport- Bad, zwei bei Cambrm, zwei bei Bapaume) und zwei Fesselballons (je einen an der Somme und einen an der Maas) abgeschossen.
Die Oberleutnants Walz und Gerl ich haben ihren vierten, Leutnant Leffers seinen fünften, Leutnant Par- schau seinen achten Gegner anher Gefecht gesetzt. Dem letzteren hat Seine Majestät der Kaiser für hervorragerwe Leistungen den Orden Pour le merite verliehen.
Oeftlicher Kriegsschauplatz.
Auf dem Nordteilc der Front hat sich, abgesehen von einem vergeblichen russischen Angriff in Gegend von Skro- vowa (östlich von Gorodischtsche), nichts Wesentliches ereignet.
Heeresgruppe desGenerals von Linsingen.
Der gegen die Stochodlinic vorsühlende Feind wurde überall abgewiesen. Ebenso scheiterten seine Vorstöße westlich und südwestlich von Luck.
... Deutsche Flugzeuggeschwader griffen feindliche Unterkünfte östlich des Swchods erfolgreich an.
Armee desGenerals Grasen von Bothmer.
Patrouillentätigkeit und erfolgreiche Gefechte im Vorgelände.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Unsere Vorposten südlich des Doiran-Sees schlugen feindliche Abteilungen durch Feuer ab.
Oberste Heeresleitung.
An den Schlachtenfronten in West und Ost türmt ei wütendes Sturmgebraus die Wogen auf; da wirkt es weni erhebend, baß durch das deutsche Reich noch immer jene müde Wässerlein rinnt, aus dem man sich für unsere Krieg; ziele stärken soll. Wir können uns auch über die letzten Vei ösfentlichungen der amtlichen „Nordd. Allgem. Zeitung nicht recht freuen; so sehr sie damit im Rechte is wenn sie den gegenwärtigen Augenblick nicht für g! eignet erklärt, die großen Zukunftsziele des Kanzler zu enthüllen, so wenig erfrischend' wirkt doch auf de andern Seite ihr Wühlen und Plätschern in dieser Polemi die sie auch gestern- wieder fortgesetzt hat. Kann uns de Reichskanzler nicht tiefer in sein .Herz schauen lassen, w seine Willensziele zu lesen sind, so sollte er seinen am- nchen «Organen ebensowenig erlauben, über kraftvolle Siegeswillen, nüe er sich zeigt, Mehltau zu stänberr. S gefährlich nnd verderblich scheint es uns' doch nicht, daß n deutschen Volke Kräfte sich regen, die nicht nur fürs Dnrck halten sich einsetzen, sondern auch für ermunterndes, freud ges Durchhalten im Hinblick auf Hebung unseres nationale Stvebens. Das sind nicht nur Kreise der Alldeutschen, di diese Stimmung wohlwollend und nachsichtig behaudel wissen mollen. Lesen wir doch heute auch in der „Voffi fischen Zeitung", deren freisinnige Tendenzen bekannt sint eine ähnliche Mahnung an den Kanzler, die ihm vor hält, daß er die Gründung eines neuen Nationalausschusse für die Vorbereitung der Friedensziele habe ankündige lassen, womit auch die Notwendigkeit erwiesen sei, in de Oeffentlichkeit diese großen Dinge in etwas anderer Art z behandeln, als dies bis jetzt geschehen ist. Die Voss. Ztc schreibt:
Der Ausschuß will die öffentliche Meinung gegenüber de Elferern von rechts und links darauf vorbereiten, einen ehre, vollen Frieden zu schließen, der wesentlich das berücksichtig was DenNchland für seine Zukunft braucht. Solche Bcarbeitun der öffentlichen Memung wird sich aber natürlich nicht einseiti erzielen lassen. Mit schönen Reden allein, die, je formvollendetc ne sind, nui so größeren Beifall ernten »verden, läßt sich praktisck Politik Nicht treiben. Der Widerhall solcher Reden erst ist e- der die ofsent iche Mermmg aufrütteln und dauernd beeinflusse karm. L-iese Arbeit wdoch vernrag nur die Preise und vermöge nur dieienigcn anderen Vertreter der öffentlichen Meinung z verrichten, denen das Volk gewohnt ist. Vertrauen entgegen jubrrngen. In dem Moment, wo man die Bildung eines solche Ausschusses billigt, mußte man sich auch klar darüber sein, da das Schweigen über die Frage der Kriegsziele auch in der Press
nunmehr ein Ende haben muß. Es kann jetzt überhaupt gar nicht mehr darüber gesprochen werden, o b geredet werden darf, sondern nur noch darüber, wie geredet werden muß. Und das zu bestimmen, geht nicht durch Befehle der Kommandogewalt, sondern nur, indem man Vertrauen gegen Vertrauen tauscht.
Nach wie vor ist es sicher nicht möglich, das letzte und ins einzelne Gehende zu sagen. Aber es kann vieles gesagt werden, wenn man weiß, was der Kanzler und seine Leute wollen. Es ist jetzt an der Zeck, denen, die der öffentlichen Meinung das sagen sollen, was gesagt werden kann und wirs zu sagen nottut, in vertrauensvoller dauernder 'Fühlung die Sorgen und Absichten des Kanzlers anzuvertrauen und sie über die Chancen und Wechselfälle zu unterrichten. Darauf kommt es an. Und wenn der Kanzler in solcher lFühlungnahme die Annahme als falsch erscheinen läßt, daß die Meinung der Schimpfer und Jroiriker, der Besserwisser und derjenigen, die noch heute sich mit der Tatsache nicht abfinven können, daß der Krieg nun einmal da ist, daß die Meinung dieser Leute seine Meinung sei, er wird sich wundern, wieviele — gleichgültig, ob aus Freundschaft für ihn oder aus klugem Begreifen der Not- wendrgkeiten —mit ihm gehen werden.
Ja, es kommt darauf an, w i e etwas gemacht wird. Das bezeugt ja auch die „Nordd. Allgem. Ztg." in der nachstehenden, sich gegen die „Deutsche Tageszeitung" richten- •5 Polemik. Richtig ist es, daß man den Reichskanzler nicht der Schwäche und Flaumacherei bezichtigen darf, aber richtig, allerdings auch ein gewisses Geschick erheischend, ist es auch, daß die Regierung nicht beständig Stimmungs- Ichleier uns um die Stirn legen sollte, die bei solch fortgesetzter Polemik im Volksgemüt allmählich die freudige Zuversicht ankränkeln könnten. Erinnern uns die nachstehenden Aussprüche der „Nordd. Allgem. Ztg." nicht beinahe an Mephistopheles, der dem stabenden Faust die kalte Teusels- faust entgegenhält: „Stell deinen Fuß auf ellenhohe Socken, du bleibst doch immer was du bist." Nnd muß denn so hartnäckig immer wiederholt werden, „daß wir nichts wissen können"? Es ist ja etwas zu weitgehend, wenn der Leip- ziger Historiker Professor Brandenburg, indem er gegen die letzte Veröffentlichung der „Nordd. Allgem. Ztg." sich wendet, im „Deutschen Kurier" erwidert:
„Gewiß steht die endgültige Gest-rltung der Friedensbedingun- gen im engsten Zusammenhang mit dem schließlich^ Ausgang des Krreges. 2lber die Kriegslage wechselt, und die Frage ist gerade, der welcher Kriegslage man aufhören soll und darf, zu kämpfen. W^n Friedrich der Große nach der Schlacht bei Kunners- dorf hatte _ Frieden schließen wollen, weil die Kriegslage ungünittg war, so hätte er Schlesien abtreten inüssen. Man kann nur siegen, wenn man entschlossen ist, nicht eher Mieden zu machen, als bis die für die Existenz des eigenen Staates lnotwendigen Forderungen durchgesetzt werden können. „Ihre Feststellung muß von der Kriegslage unabhängig sein/'
Nicht nur auf das Was konrmt es an, wenn der Reichskanzler etwas sagt und tut, sondern auch aus das Wie. Mit Recht verweist Prof. Brandenburg darauf, daß Bismarck sich zu freuen pflegte, wenn die öffentliche Meinung mehr verlangte, als er wirklich für dnrchsetzbar hielt; weil er sich dann den Feinden gegenüber darauf berufen konnte, daß seine Forderungen noch sehr maßvoll seien.
cjn der „Köln. Ztg." werden die Fortschritte, die uns der neueste Tagesbericht über den Stand der Schlachten im besten gemeldet hat, mit folgenden Sätzen gewürdigt:
Mit größter Erbitterung dauern die Kämpfe fort, die sich auf der verengerten Angriffssront der Engländer wie in dem Abschnckt der Franzosen abspielen. Der nördliche britische Flügel wird andauernd verhalten, und Mitkämpfer äußern sich in Zuschriften an nns empört über die Verlogenheit der Londoner Berichte, die Ortschaften als genomnren angaben, die in Wirklichkeit nur von gefangenen Engländern betreten worden sind. Es ist das ein neuer Beweis für die von uns bereits mehrfach gekennzeichnete Unzuver- lässigkeck, die sich häufig in den feindlichen Meldungen breitmacht Wecker südlich dreht sich das Ringen um die Dörfer Ovillers und Gehölz von Böametz, Bazentin-le-Grand und den Wald von Trones. Von Westen und Süden versuchen die Engländer vorwärts zu kommen, um bei einem etwaigen Erfolg unsere Lrmen im Norden von der Flanke her einzudrücken. Es ist für den Gesamtverlauf der Operationen kennzeichnend, daß unsere Truppen sich nicht begnügen, passiven Widerstand zu leisten, sondern überall zn Gegenstößen übergehen, mit denen dem Feind ßkngenblicksgewinne sofort wieder entrissen werden. Die Engländer setzen hier große Massen ein, die immer wieder vorbrechen. In das Wäld- schen von Trones wareii sie eingcdruugen, aber wieder hinansge- worfen worden. Sie treffen hier mit dem innern französischen Flügel zusammen, der aus dem nördlichen Sommeuser das kleine, nur 290 Einwohner zählende Dörfchen Hardeeourt gewonnen hat, das sie letzt gegen unsere Truppen halten nlüssen. Ihre Front verläuft nun nach Südosten, überschreitet bei der Dorfftätte Hem die Somme und hat sich bis Biaches, zwei Kilometer westlich von Poronne vorgeschoben, getrennt von dieser Stadt durch die sumpfige Flußniederung, die von Süden herankommt. Aus dem nicht einen Kilometer südlich liegendeii Guts Hof La Maisonnotte sind sie nach vorübergehendem Besitz berecks wieder vertrieben, ebenso aus dem südwestlich davon gelegenen Dorf Barleux. Von hier springt unsere Front wieder nach Westen vor und ist zwischen Barleux und Belloy- err-Santerre das Ziel heftiger feindlicher Angriffe, die alle scheiterten. Nock) werter westlich gelang es den Franzosen über-Haupt nicht, znm Sturm überzugehen, da die Wirkung unseres Artillerie- seuers ein Heraus treten aus den GrÄen unmöglich machte.
* *
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 10. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 10. Juli 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
Der gestrige Tag verlief verhältmsmäßig ruhig. Vereinzelte Vorstöße des Feindes wurden abgeschlagen
Italienischer Kriegsschauplatz.
An der Iso nzo front beschränkte sich die Gefechts- tätigkeit auf Artilleriefeuer und Lustkämpfe. Unsere Seeflugzeuge warfen auf die Adrrawerke neuerdings Bomben.
Zwischen Brenta und Etsch wurde an mehreren Stellen erbittert gekämpft. Gegen unsere Linien südöstlich der Cima Disci führten starke Alpmi-Kräfte mehrere Altgriffe, die von Abteilungen unserer Infanterie-Regimenter Nr. 17 und 70 unter schwersten Verlusten des Feindes abgeschlagen wurden. Ueber 800 tote Italiener liegen vor unseren Gräben. Nachts scheiterte ein feindlicher Vorstoß im Raume des Monte Jnrcrrotto. Im Abschnitte östlich des Brandtales griffen Alpini den Val Morbin und den Monte Corno an, gelangten auch in den Besitz dieses Berges, verloren ihn aber wieder dank eines Gegenangriffes unserer tapferen Tiroler Landesschützen, denen sich 4 5 5 I t a l i e - n c r ergaben.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Höfer, Feldmarschallentnant.
Ereignisse zur See.
Bei Tagesanbruch traf unser Kreuzer Novara" in der Otranto-Stratze auf eine Gruppe von vier oder — wie alle dabei gemachten Gefangenen übereinstimmend angeben — von fünf armierten englischen Ueberwach- ungsdampfern und zerstörte sie alle Durch Geschützfeuer. Die Dampfer sanken brennend, davon drei nach Erplosion der Kessel. Von ihren Bemannungen konnte die „Novara" nur 9 Engländer retten.
Flottenkommarrdo.
Der französische Bericht.
Poris, 9. Juli. 3 Uhr nachmittags.' Auf beü>en Setten der somme richige Nacht. Die Gesamtchfl der Gefangenen des gestrigen Tages bei Hardeeourt beträgt 633, darunter zechn OM- ziere. Ans der Front nördlich von Bettmn bombardierten die Deutschen anhaltend die Abschnitte von Chattancoutt und Fleury und der Batterie von Damloup. Westlich des Waldes von Apremonl versuchten die Deutschen gestern zwei Handstreiche gegen unsere Stellungen La Croix—St. Jean. Eine ihrer Abteilungen drang in einen ftanzösischen Graben ein, wurde aber sogleich durch unsere Handgranatenwerfer vertrieben. Eine andere wurde versprengt, bevor sie Misere Linien erreichen konnte. In den Vogesen griffen die Deutschen nach einem lebhaften Bombardement ein Werk südlich des Passes von Markirch an. Ihr Angriff scheiterte m unserem Feuer. Im Laufe der Nacht ist eine kleine franzöftsche Operation nördlich des Hartmannsweilerkopfes vollkommen ge- llmgen. Die Franzosen brachten ein Maschinengewehr und vrerzchn Gefangene ein.
Abends 11 Uhr: Nördlich der Srnmne kein Ergebnis zu melden. Südlick, der Somme haben wir im Laufe des Tages östlich von Flaucourt, auf einer Front von etwa 4 Kilo- ,neter vom Flusse bis nördlich von' Bellop-en-Santerre. eine Offensivattion eingeleitet. Ans der ganzen Angriffslinie h<ck>en unsere Truppen die feindlichen Stellungen auf eine Tieft von 1 bis 2 Kilometer genommen. Wir haben uns der Ottschaft Biaches be- mächttgt und baben unsere Stellungen aus der Linie eingerichtet, welche von dieser Ortschaft bis zu den Zugängen von Barleux geht. Im Laufe dieser Akttonen haben wir 300 Gefangene gemacht Auf beiden Usern der Maas ziemlich große Tätigkeit der Arttllerie besonders in den Abschnitten von Fleury und beim! Funnn-Walde.
Der englische Bericht.
L o n d o n, 9. Juli, 12 Uhr nachmittags: Zwischen Ancre und Somme war der Kampf weniger hefttg. Wir haben Fortschritte gemacht in der Umgegend von Ovillers. Wir haben uns eineS wsiteren Abschnittes der feindlichen Berteidigungswerke beftächttgt. Ein deutscher Angriff, dem es gelungen war, in emen unserer Gräben einzudringen, wurde sogleich zurückgewvrfen unter Zurücklassung zahlreicher Toftn.
9 Uhr abends': Die feindliche Artillerie war heute viel tätiger. Inr Lauft des Tages wurden zahlreiche Artillerieduelle erngelecket aus verschiedenen Punkten der Front In der Nachbarschaft von Ovillers, das die Jntmfität des Boni- bardements in einen Haufen zerstörter Gräben, formloser Trümmer und Schmutz gefüllter Aushöhlungen vcrwaridelt hat. haben wir nennenswerte Fortschritte erzielt trotz des erbitterten Widerstandes des Gegners. Zum Zwecke der Wiedernahme eines Teiles des letzte Woche verlorenen Terrains unternahm der Feirid im Lauft des Nachmittags zwei hefttge Gegenangriffe gegen unsere Stellungen und in der Nähe des Waldes von Trones. Wie gestern wurden« seine beiden .Angriffe vollkommen gebrochen dunh das Feuer unserer Artillerie. Aus dem Rest der Front nichts zu melden.
Der rnsstsche Bericht.
Petersburg, 9. Juli. Westfront: Die Offensive der tapferen Trupperr des Generals Lebcha in der Richtung des uickerei, Stockwd dauett fort. Der Feind hat sich in großer Unordnung zurückgezogen. Südlich der Bahn Sarny—Kolvel haben wir nach dem Kampf die Ortickwft O^ullwitschi-Kaschowka genommen. Weiter südlich in der (^egerrd der Ortschaften Arftnowiffchi-Vanovea, Dujet- chin such häuf,ge Brände ausgebrock^err.
Gestern haben nach erbitterten Kämpfen die Truppen des Generals Letsckntzky in Südgalizicn einen wichtigen Eisenbahnknotenpunkt gegen Deliatyn besetzt. In den Punkten, die der Gegner aUsgab, haben wir dNunittonsdepotts, Kriegsmaterial, besonders Stahlschilde, Handgrcuraten, Pattonen nnd Dr-aht erbeutet.
In dem Abschnitt ost - nordöstlich von B a r a n o w i t s ch i dauern die erbitterteii Kämpft gegen den Feind fort, welcher mit wütender Hartnäckigkeit Widerstand leistet.
Kaukasusfront: Wir ft,den durch unser Feuer einen Angriff der Türken in der 'Nacht vom 7. zum 8. Juli in der Gegend weltlich der Stadt Plataua abgewicsen. Westlich Meridians der Stadt Erzerum haben sich unsere Truppen einer Reihe türkischer


