Mrsten Jost Christian zu Lwi^g^Rowor<)r^Mdery bererls gestern hier cingetrofsen und in der Kirck^e aufge&öfprt menäven hwtr, findet die feierliche Beisetzung morgen nachmittag 2 Uhr statt. Unsere Stadt und Kirche wird hierbei durch Pfarrer Kahn ver- treten sein.
Kreis Alsfeld.
02 . Alsfeld» 7. Juli. Dem Gardisten Ludwig Steller im Leibg.--Jns. Rgt. Nr. 115 wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
Kreis Lauterdach.
ri. Blitzenrod, 6. Juli. In der Kirche zu F r r s ch b o r n fand eine Gedächtnisfeier statt für den fürs Vaterland gefallenen sckrch. Reichel von hier. In ihm verloren feine Eltern bereirS den zweiten Sohn durch den Krieg.
ri. Hopfmannsfeld, 6. Juli. Nachdem durch den Krieg zwei Jahre lang die fönst üblichen kirchlichen Feste unterblieben waren, soll am Sonntag, deii 23.. nun wieder zum erstenmal das Dekanats -Missionsfest gefeiert werden, und zwar'diesmal in unserem Dorfe. Als Redner ist Missionar G s e l l von Frankfurt gewonnen worden.
Kreis Schotten.
sk. Schotten, 7 Juli. Dem Unterossizier Karl Bergen von hier wurde am 28. Juni das Eiserne Kreuz verliehen. Mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille war er schon früher ansg^eichnet worden.
Kreis Friedberg.
^Bad-Nauheim, 7. Juli. Ein Richard-Wagner- Abend dcr Kurkapelle findet am Samstag, dem 8. Inli, 8»/i Uhr. im Konzert Hans statt. Solist ist Kammersänger Heinrich H e n- sel, der „Parswäl" der Bayrenther Büh-nenfestspiclc von 1914. Der gefeierte Sänget wird Walters Preislied ans den „M e i st e r- s i n g e r n", Siogmnnds Liebeslied ans der „W a l k ür e", die Schmiedelieder ans „Siegfried" und ans ,.Lohengrin". Lohengrins Erzählung „Jnr fernen Land, unnahbar enren Schritten" singen. Das Orchester bringt das Vorspiel zum 1. Alt ans den „Meistersingern", das Vorspiel zum 1. Akt und den Karfreitags zauber aus „Parsival", dos Sregsiied-Jdhll und das Vorspiel znm 3. Akt aus ,Lv Heng rin" zn Gehör. Das hochinteressante Konzert steht unter der künstlerischen Leitung des Kgl. Professors Hans Winderstein.
sc. Bad-Nauheim, 6. Inli. Seitdem die Eier hier pro Stück 35 Pfennig kosten und ein weiterer Aufschlag bevorsteht, ist die Ereimot hier überwunden. Ein Eiersegen hat sich geradezu eingcfteUt. Bei dem hiesigen städtischen Oblworkauf beträgt der Preis pro Pfund Stachelbeeren 28 Pfg., Johannisbeeren 33 Pfg. und Kirschen 38 Pfg. Diese Preise sind für den Konsumenten annehmbar. Das Angebot, besonders bei Kirschen, ist leider nicht wie bei Eiern.
bz. B «tzb ach , 7. Juli. Dem Landwehrmann, Krankenträger Ernst Heuser im Landw.--Jnf.-Rgt. Nr. 80 wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
Starkenlmrg und Rheinhessen.
eb. B i n g e n, 6. Juli. Der Drughornkahn, der auf de" Felsbänken des Binger Loches festgefahren war, ist nun von dem Radschleppdampfer „Stadt Stratzburg Nr. 2* nach der hiesigen Reede abgesch!e^»t worden. Der Kahn hat keinen besonderen Schaden erlitten und konnte deshalb seine Bergreise forlsetzen. Zeitweise war auch das Leichterschiff, ein Gutjahrsahrzeug, festgefahren und mußte deshalb abgeschleppt werden, weil es ein Leck davoutrug. Bemerkenswert ist» daß der Drughornkahn einer englischen Schiffahrts-Gefellschaft gehört, zu Beginn des Krieges mit Beschlag belegt und der Reederei Fendel vermietet wurde.
eb. Aus dem Kreise Bingen, 7. Juli, lieber den Stand des Getreides ist eigentlich im allgemeinen nur günstiges zu sagen. Die Reife des Korns ist schon soweit voran, daß die Ernte in der alleriiächsten Zeit beginnen wird. Aller Voraussicht iiach fällt sie hinsichtlich des Mengeertrage^ bedeutend bester als die vorigjährige Ernte aus. Man rechnet bereits mrt einem Ertrag an Körnern und Stroh, der die E r n t e v o n 1915 um das Doppelte übersteigt. Anderwärts ist der Stand ebenso gilt; wir dürfen also auf ein hinsichtlich des Mchlerti!ages besseres Er gebnis rechnen.
Kreis Detzkar.
r*. Wetzlar. 6. Juli. Der Bezirksausschuß für Jugendpflege beabsichtigt, vom 15.—22. Juli in C o b l e n z einen größeren Kurslls zur Ausbildung und Fortbildung von Jugendpflegern und Jugendvflegerinnen zu veranstalten.
r». Kinzenbach, 7. Juli. Füsilier August Mandler (Jnf.-Rgt. Nr. 261) aus Kinzenbach wird als vermißt gemeldet.
d. Oberkleen, 7. Juli. An Stelle des verstorbenen ' Gern cindevorstehers Reuter wurde bei der am 5. ds. Mts. abgehaltenen Wahl der Landwirt und Sparkassenrendant Karl R e i n e ck zum Gemeindevorsteher gewählt.
ä. Aus dem Kreise Wetzlar, 7. Juli. Der Kreis- Ausschuß veröffentlicht eine amtliche Bekanntmachung, wonach die Ausfuhr von Frühkartoffel ii aus dem Kreise Wetzlar nur auf Grund einer von dem Landrar besonders erteilten schriftlichen Erlaubnis zulässig ist. Ais Frühkartoffeln gelten Kartoffeln, die vor dem 1b. August 1016 geerntet werden.
F. C. Aus Niederheffen, 7. Juli. In zahlreichen Gemarkungen der hiesigen Gegend ist mit dem Schneiden der Gerste der Anfang gemacht worden Die Gerstenernte fällt sehr gut aus.
(] Marburg, 6. Juli. Die Sammlung für die deutschen Kriegsgefangenen brachte hier bis jetzt schon 4606,82 Mk. ein Es stehen noch werter Beiträge in Aussicht. — Das Schöffengericht verurteilte drei Landwirte, die Brotgetreide versüttert hatten, zu je 50 Mk. Geldstrafe. — Dem Müller Boßhammer zu Schönbach wurde wegen Uebertretung der Mahlordnung das Aus* mahlen von Brotgetreide untersagt.
ra. Lange nschwalbach, 7. Juli. Das hiesige Landratsamt hat aus der Schweiz 100 Ziegen bezogen, die zum Preise von 100 Mk. abgegeben werden. Minderbemittelte können zum Ankails einer Ziege Zuschüsse erhalten.
g. Von der Werra, 7. Juli. Der geplante Weser- Mainkanal wird nach seiner Vollendung eine technische Merkwürdigkeit .rufweiscn, wie sie in solcher Ausdehnung bei Wasserstraßen bisher in Deutschland noch nicht bekamst war. Zur Ueber- wrndung der Wasserscheide zwischen dem Weser- bezw. Werra- und dem Main gebiete soll die Werra nnd der Main durch einen 9 Kilometer langen Tunnel miteinander verbunden werden. Dieser soll südlich von Ritschenhausen bei Römhild beginnen lntb
bei Bamberg nt den Nsirrn munden Der Kamalsvisgel wird im Tunnel eine Hohe von 310 Metern über dem Meeresspiegel Habens über rhm erhebt sich ein hauptsächlich ans Wald bestehendes Gelände in Höhe von 565 Metern.
X. Fulda, 6. Juli. Um der auch in diesem Jahre ivieder sehr stark in Erscheinung tretenden Kreuzottern plage ent-- gegenzuwirker: hat der Magistrat unserer Stadt Fangprämien ausgesetzt, und zwar für eine Kreuzotter 50 Pfg.
— Norderr st adt, 7. Juli. Auf einer hiesigen Wiese wurde ein R i e s e n b o v i st im Gewicht von mehr als 3 Pfund und einem Durchmesser von 2b em aiisgesundeli.
X. Gelnhausen. 6. Juli. Gestern abend zog über unsere Gegend ein äußerst heftiges G e w i t t e r. Die Straßen der Stadt, die bergan? führen, wurden im Nu in ganzer Breite von dem abströmenden Wasser bedeckt. Auch in den Dörfern der Umgegend. sowohl diesseits wie jenseits der Kinzig wurde durch das niederströmende Wasser großer Schaden angcrichtet. So in Brcircn- Korn. Gettenbach, Attenhaßlau, ferner im Freigerichter Gebiet, wo das Wasser die Straßen überflutete und manches HauS wie eine Insel in der Hofreite erscheinen sah. Trotzdem es während des Unwetters viel blitzte, ist glücklicherweise Blitzschaden nicht entstanden. Die fortwährenden Mederschläge beginnen die Ernte in hiesiger Gegend zn beeinträchtigen; die Kinzig ist stellenweise über die User getreten.
F. C. Wiesbaden, 7. Juli. Im ersten Halbjahr 1916 betrug die Zahl der hier gemeldeten Kursremden insgesamt 57 618, während in der Zeit vom 1. Jan. bis 30. Juni 1915, also in dem gleichen Zeiträume, 46 267 Kursremde gezählt wurdeu. 11351 Fremde beträgt somit die Zunahme gegen das Vorjahr.
— Bad Homburg v. d. H., 7. Juli. Am Oberurjelcr Pfad fand eine Frau bei Gartenarbeiten in der Erde einen goldenen Trauring, der gerade 175 Jahre alt ist. Der schmale Reis trägt in feiner Ausführung die Gravierung : J. R. C. - E. A. T 1741.
ul. Limburg, 7. Juli. Um eine Verbilligung dcr Schuhsohlen der minderbemittelten Bevölkerung zn ermöglichen, wird der Kreisäusschuß demnächst den Gemeinden des Kreises Sohlleder zur Verfügung stellen zu einem Preise, der' wenig mehr als die Hälfte des Höchstpreises, durchschnittlich also etwas über 4 Mark für das Kilogramm beträgt.
— Miltenberg, 7. Juli. Beini Reinigen eines Kohlenlagers im städtischen Elektrizitätswerk stürzte der Arbeiter Otto Trunk in einen Schacht und brach das Genick. Er war auf der Stelle tot.
eb. V o m O b e r r h e i u , 5. Juli. Daß ein Ster im Gebiete des Mittelrheines gefangen ivird. ist schon eine sehr große Seltenheit; erst recht aber kommt es selten vor, daß sich dieser hier seltene Fisch, der bekanntlich den Kaviar liefert, bis zum Oberrhein hinauf verirrt. Von Fischern auS Auenheim wurde an der Mündung der Kinzig ein Stör gefangen, der eine Länge von 2,55 Nieter und ein Gewicht von nicht weniger als 20 2 Pfund hatte.
Marseiller ttriegsbilüer.
„In ganz Europa ist nirgends so wenig und so viel vom Kriege zn sehen wie in Marseille" so beginnt Lanrence Jerrold in der „Contemporary Review" einen interessanten Aufsatz über Marseille im Kriege, und was er danii^ weiter darüber berichtet, bildet eine Bestätigung dieses ersten Satzes. Mag der Mistral auch noch so sehr blasen, immer sind die Marseiller Straßen, besonders die schöne Cannebiörc, von buntestem Treiben erfüllt. Da gehen Araber in Wolldecken gehüllt, neben schwatzenden Negern und Annamtten. Chinesen, Toukine.sen und Madagassen. Dcr englische Unteroffizier trägt sein hochmütiges Gesicht zur Schau, der serbische Offizier genießt seinen _ Erholungsurlaub gründlich, und auch der russische ist stets daraus und dran, das leichtsinnige Marseiller Leben kennen zu lernen. Maharadschahs. die ihren! Khakianzug dadurch Glanz verleihen, daß sie in die weichen Kragen Brillantknöpse stecken, sieht man, wahre Bilder der Würde, in Pen Vorhallen der vornehmen Gasthäuser stundenlang unbeweglich in den Liegestühten ruhen. Immer gibt es etwas zu schauen. Ta marschieren cm Morgen die Russen durch die Stadt, ihnen voran die Fahne, auf der das Gesicht des sterbenden Christus gemalt ist. An der Spitze ihrer neuen französischen Gewehre tragen sic Blumen; unter dem Gesang ihrer tiesdumpsen Lieder^ ziehen sie ab zur Front, und die Annamiten, Araber und Senegalesen starren diesen Kindern einer anderen Welt neugierig nach. Kündet aber das Quikcn der Sackpseisen und das Lärmen der Trommeln die englischen Truppen aus Südafrika an, dann bildet die bunte Marseiller Menge Spalier. Die Truppen ziehen in rhythmischem Marsch hindurch, und die Hände dcr in den beiden äußeren Reihen gehenden Soldaten greifen lachend nach den Händen der Marseiller Mädchen, die sich nur zu gerne greisen lassen. So/ jubelt Marseille den Engländern zu, dasselbe Marseille, daß einst den Präsidenten Krüger yrit dem Ansrnse begrüßtem „Tod den Engländern!" Geht man am Hafen entlang, so bieten die spanischen, holländischen, norwegischen, schwedischen und dänischen Dampfer ein ebenso buntes Bild All diese neutralen Schisse haben ihre Natwnalfarben in ungeheuer großen Flächen ansgemalt in der Hoffnung, daß sie ihnen Unverletzlichkeit verschaffen werden. Da werden am Hafen Fässer mit französischem Mineralwasser nach Rio de Janeiro verladen, engl. Keks noch Buenos Aires, Schweizer Maschinen nach Spanien, französische Klaviere nach den Bereinigten Staaten odiw englischer Stahl nach China. Deutsche Gefangene befördern die mit südlichen Weinen gefüllten Fässer nach den Eisenbahnlag-ern: alte Landstnrmleute bewachen sie, geben sich aber, das Gewehr abgelegt, oft in der Hitze sorgloser Ruhe hin. Die englischen Offiziere, unter denen die Hochländer besonders beliebt sind, und bie reichen Nüssen beherrschen die Lokale. Der russische Offizier setzt sich hin, macht dos Zeichen des .Kreuzes und fängt sofort mit — Champagner cm. Dos Frühstück, das in Marseille früher 5 Franken kostete, ist ans 10 Franken gestiegen und die echte ,,bouillabaisse" ist unerschwinglich. Die 52 Marseiller Kinotheater sind stets überfüllt. Das größte hat eine jährliche Einnahme von annähernd 5 Millionen Mark. Militär- und Zivilpolizisten, Spione, Halbweltdamen, an alle dem ist kein Mangel in Marseille. „Te! Wir lassen leben!" sagt der Marseiller und lebt und genießt mit. Als ernst das Gerücht anftauchte, ein deutsches Unterseeboot sei in der Nähe des Hafens, da erklärte der Journalist des „Petit Marseillais" ganz offen: „Es wäre gar nicht so schlecht für Marseille, wenn eine Granate cm alten Hafen oder aus der Camrebitzre landete! Es würde ihnen allen gut tun!"
Vermischtes.
* Eine französische H n u d e e i s e n b ahn in den Vogesen. Ein neues Kapitel zur Anteilnahme der Tiere au den mannigfachsten Aufgaben und Arbeiten im Dienste des Krieges liefert eine den französischen Blättern zu entnehmende Schilderung der französischen Huudeeiseubayn, die in den letzten Wintern hinter der feindlichen Schützenlinie betrieben wurde. Da die Franzosen die großen Transporte in den Vogesen wegen der Schneemassen nicht zil bewältigen vermochten, ging die fraiizösische Heeresleitung daran, die schon seit längerer Zeit in Vorschlag gebrachte Idee einer Hundeeisenbahn zur Ausführung zu bringen. Zn diesem Zlvecke wurden mehrere Hunderte dressierter Hunde ans Alaska, dem iiordwestlichen Kanada und Labrador an die Front gebracht. Die Hunde, die zuerst Schlitten zogen, wurden dann ihrer neuen Bestimmung als „Eisenbahiihunde" überantwortet. Alan baute eine ebenso kleine wie leichte Feldeisenbahki, auf der wegen der fortivähienden steilen Steigungen keine Lokomotive zn verkehren vermochte. Die Hunde ,nutzten die Maschinenkraft vertreten, indem sie vor die kleinen Lastwagen gespannt wurden, um dieselben die schroffen Hänge emporzuziehen. Bei dieser Arbeit zeigteri sich die schon früher bei Nordpolexpeditionen mit Vorliebe verwendeten Hunde aus Alaska am brauchbarsten Tie neuartige Kriegs. - einrichtung der Hundeeisenbahu an der Front wurde auch Vertretern des englischen Heeres vorgesührt und gegebenenfalls ziir Nachahmung empfohlen. _
ss Marburg, 7. Juli. Mit Erlaubnis des Kommandeurs feines Truppenteiles habilitiert sich in der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität am 12. dss. Mts. Tr. Adolf F r a e u l e l, zurzeit im Felde, mit einer Antrittsvorlesung über „Die Matheinalik in der Versicherungswissenschait".
«iVchliche Nachrichten.
Israelitische Religlonsgemeinde.
Gottesdienst tu der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, den 8. Juli 1916:
Vorabend: 8.30 Uhr. — Morgens: 8.30 Uhr. --
— Abends: 10.00 und 10.35 Uhr.
Israelitische Religionsgeselljchast.
S a b b n i f e i e r am 8. Juli 1916:
Freitag abend 8.30 Uhr. — Samstag vorm. 8.30 Uhr. —
— Nachm. 4.00 Uhr. — Sabbatausgaug 10.35 Uhr. — Wochen» gottesdieust inorgeiis 6 .00, a bend s 8.30 Uhr.
Amtlicher Wetterbericht.
Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 8. Juli 1916:
Veränderlich, zeitweise Regenfälle, Temperatur wenig geändert.
Letzte Nachrichten.
Tie Lage im Westen.
i Köln, 7. Juli. Die „Köln. Volksztg." meldet von der westlichen Grenze: Die holländischen Zeitnngen weisen hin aus die Tatsachen: 1. daß die Gefährdung von Verdun
keineswegs ausgehört habe. 2. daß die deutschen An- qrisjsträsie an den Ufern der Maas trotz der Offensive der Verbündeten im Gebiet der Svnrme nngeschwächt geblieben seren, 3. daß den englischen Berichten nicht zn trauen sei. Weiter sind folgeirde Aeußerungen der holländischen Presse bemerkenswert: Die Blätter weifen darauf hin, daß die englische Offensive ein großes Fiasko darstelle. Die Engländer hätten die Welt überflutet mit Dutzenden von Namen von Dörfern, die sie erobert haben wollten, und mit ellenlangen Berichten, in denen stz- sich selbst ans Kosten der Franzosen verlierrlicht hätten. Der „Nienve Rotterdamjche Courant" warnt die Leser vor den englischen Berichten, man müsse sich von den Engländern iricht irre leiten lassen. 1
i. Köln. 7. Juli. Tie „Köln. Zeitg." meldet von der französischen Grenze; Nachdem die amtlichen Berichte der sron- zösischen Generalität bis letzt beharrlich behaupten, daß die französischen Truppen das Werk Thianmont zurück- crobert und gegen alle Angriffe der Deutschen in der Hand behalten hätten, gibt jetzt eine in halbamtlicher Fornr gehaltene Mitteilung des „Matin" zu, daß am 4. Juli, nachts 2 Uhr. die Deutschen in das Werk wieder eindrangen und es bisher gehalten haben. Die übrige Presse nimmt aber keine Notiz davon und fährt fort, ihre Leser bei der falschen Darstellung zu halten.
Amsterdam, 7. Juli. Im Laufe einer Unterredung mit mehreren Mitgliedern der Zweiten Kammer und einigen holländischen Diplomaten über die voraussiMliche Kriegsdauer !und die Fri.edcnsaussich.ten erklärten die Herren: Die allgemeine Ansicht in holländischen Diplomatenkreisen ginge dahin, daß die letzigcn Anstrengungen der Franzosen vor Verdun und der Engländer an der Westfront der letzte große Versuch seien, eine Entscheidung herbeiznsirhren, und daß man bald nach exhlnß der Offensive damit rechnen könne, daß Friedensvermittter in Tätigkeit treten. Ans der Unterredung ging auch hervor, daß man bestimmt glaubt, der Friedensschlnß werde im Haag ffarttfinben.
Unwetter in Frankreich.
Bern, 7. Juli. Wie die schweizerische Depefchen-Agenwr aus Genf meldet, verursachten die seit Mvei Tagen in den benachbarten französischen Gemeinden wütenden, mit Hagel schlag verbundenen Gewitter an der Ernte, besonders in den Weinbergen, schweren Schaden. Stellenweise handelt es sich um wahre Katastrophen.
Englands wirtschaftliche Offensive.
Kristiania, 7. Juli. 2luch die hiesige Zeitung „Vevdens- gang" lyat aus London vertrauliche Mitteilungen erhalten, aus denen heiworgeht, daß die britische Regierung mit allen neu- traten Regierungen über die Einstellung des gesamten Exports ihrer Länder nach 'Deutschland verhandelt. Das WÄ man britischerserts durch den Ankam der gesamten fontte dieser Staaten, soweit sie nicht für den eigenen Bedarf notwendig ist. erreichen 2lber nicht nur den Erwart von Lebensmitteln nam Deutschland will England auf diese Weise rmterdrücken, ionbern durch den Aufkauf aller anderen Waren, für btc Deutfchtand Gebrauch haben könnte, will England jede 'Ausfuhr der Neutralen nach Deutschland unterbinden.
Heute nachmittag 1 1 / 2 Uhr entschlief nach kurzem, schweren Leiden unser inniggeliebtes Kind
Mo vöü
Wandepungeit
rand um
tm Aller von 2 1 /; Monaten.
Die trauernd Hinterbliebenen.
Wilhelm Döll II., z. Zt. unHeide Luise Döll geb. Koch Gerhard Korh.
Justus Döll Ww.
Alten-Buseck, den 6. Juli 1916.
Die Beerdigung findet Samstag, den 8. Juli, nachmittags 2 Uhr, statt. 4931
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Ab Samstag den 8. Juli der große Kriegs film:
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Eine Eebensgeschichte in 4 Akten.
Musik zusammengestellt von Edmund Eyslej. Ort dev Handlung: Wien, Pilsen (Besichtigung der Skodawerke) Kriegsschauplatz. Zeit:
Gegenwart.
Bn diesem Film wirken mit:
Ihre K. u. K. Hoheit Frau Erzherzogin Zita. Ihre K. u. Jv- Hoheit Frau Herzogin Isabella. Frau Baronin v. Skoda. Damen der M iener Gesellschaft, Offiziere, Soldaten. E>ie Hauptrollen spielen:
Geor" Reimers, K. u. K. Hofschauspieler vom Hofburgtheater in Wien. Hansi Schopf ... Mitglied des K. u. K. Hofburgtheaters.
Poldi Müller . • Kgl. Sftchs. Hofschauspielerin.
L otte Medelski K- u. R. Hofschauspielerin. inun^/
" Samstag und Sonntag flndeu mit diasem Film die so
beliebten J ngenflvorstoUnuqeE van nachmittags 2 7 Uhr statt. _
Außerdem die neuesten Kriegsberichte und das übrige Beiprogramm
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