ton<5 das Dorf Sadzawka nack- stampf genommen. Nach einem er- frittreten Nshkamp't nehmen wir nnrn Offiziere imo ungefähr 300 Mann gegangen. außerdem wurden zwei Maschinengewehre erobert.
Nordtzvestsro.nt: Effr ftiudliches Flugzeug, das auf unsere Kttegssahrzeuge im Rigaer Golf Bomben ab:oan. wurde von unseren Flugzeugen heruntergeholr: Beobachter und Flieger wurden aus dem Wasser geholr und gefangen genommen. Das Ergebnis eines anderen Luftkamp-fcs war, daß ein zweites deutsches Flugzeug abgcschossen wurde,, das inr Tünengebiet niederitürzrc Wir verloren ein Kmnpfpslugzeuq. ^ein Beobachter, Leutnant Izwe boif und der Flieger Nazarow starben den Heldentod Im Raume non Riga und Tünaburg steigerte sich der Anillettekanw''. Nord östlich Goduzischk: <26 Kilometer östlich Sivcnsjanw säuberten unsere Truppen einen Waldrand vom Feinde. Bei dem Dorfe Sgczerienta 16 Kilometer nördlich Smvrgoir eroberten wir Teile einer seind- l>chm Stelttmg. Sieben ländlich Flugzeuge warfen Bomben au den Bahnhof ^Idolodeczno. Oestlich der Beresina wurde ein feindliches Füigzeug abgeschossen. ES sing in der Luff Feuer und ging ff'it westlich der Stadt Waloznn 2 Kilometer östlich Wischnew zur Erde Führer imd Beobaäner sind gerangen. Nördlich und südwestlich Barauomitschi dauert der Kämpf an. Stellenweise tft die erste Verteidigungslinie des Gegners von uns genommen. Ein Luftfahrzeug von :ms überflog den Balmhof „Skobelepski Lggre^^ südwestlich BarMiowitschi.
Schwarzes Meer: Am 4. Juli, nachmittags 4 Ufa, Mtfwi? das feindliche.Kriegs st tu zeug „Gäben" Stadt und Hafen Tuepst. 120 Kilometer 'üdöstlüb Noworoffiffk. gleichzeitig beschoß dne „Breslau" Soci. 200 Kilometer südöstlich Noworossffsk. Um etwa 6 Uhr abends kamen die -Schisse nnt südlichem Kurse außer Sicht.
Kaukasus: Im Raume östlich Daiburt brachen unsere Truppen de:: starken Widerstand des Feindes, gewannen Gelände und gruben sch dort ein. Türkische Gegenangriffe wurden restlos abgewiesen.
Der türkische Bericht.
Konstantinsvel, 6. Juli. ^WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier meldet: Bon der Irakfront und aus Persien ist keine Meldung über eine Aenderung eingegangen. Auf der .Kaukasusfront kam .es auf dem rechten Flügel und im Zentrum zu Patrouillenkämpfen. Im Abschnitt von Tschorok mochten wir nach für uns günstigen Kämpfen 100 Gefangene, darunter euren Hauptmann. Unter den Getöteten befindet sich cm feindlicher Major. Nördlich von Tschorok ist die Lage unverändert. Aus dem linken Flügel schlugen wir inr Küstenabschnitt mehrere feindliche Ueberfälle zurück. Sonst nichts von Bedeutung.
Aus dem ungarischen Abgeordnetenhaus.
Budapest, 6. Juli. (WTB.) Im Abgeordnetenhause richtete Gras Julius Andrassy (Opvositionell) an deu Miinstervräsi- demen eine Anfrage, in der er darauf hinlvtses', daß die Opposition sich während des Krieges irr der kritischen Erörterung der Vorgänge aus höheren Rücksichten die größte S e l b st b es ch r ä n - iimg auferlegt und gewissermaßen ans die Wirksamkeit als Opposition verzichtet lwbe, so daß sie schon durch ihr Stillschweigen und ihre Zurückhaltung an der Verantwortung für sämtliche Reglern ngshandlungen teilnälMC. ohne daß sie eigentlich in der Lage sei,, sich Kenntnisi über die Beweggründe und Ursachen der Regierung shandlun gen zu verschaffen. Der Redner fragte, ob der Ministerpräsident geneigt sei, zu ernröglick>en. daß die von dreOppo- fitton bezeiebneten Bertranenslmänner systematisch über die politische nnd militärische Lage in ihren Grnndzügen in Kenntnis ge- sttzt würden mrd zwar in einer Zeit, wo es noch möglich sei, ihre Bttstnung Mi der entscheidenden Stelle auszudrücken.' Ter Redner fragte werter, ob der Ministerpräsident geneigt sei. darauf hiuzu- wirken, daß die Führer der Opposition vor dem König in Pri - valaudienz erscheinen, um ihren. Standpunkt darzulegen.
Ministerpräsident Graf Tis za antwortete, indem er dem patriotischen Verhalten, das die Opposition seit .Kriegsbeginn bekundet habe, volles Lob zollte und sagte, die Regierung fühle sich daher verpflichtet, die Lage der Opposition zu erleichtern, indenr ihr unter Vermeidung von öffentlichen Erörterungen Gelegenheit geboten wreven soll, ihren Anschauungen sowie ihren Einfluß bei der Ent- 'cheidimg wichtiger Fragen rechtzeitig zur Geltung zu bringe,:. Tiiza verwi^ darauf, daß die Regierung schon bisher bei wiederholten Au lassen ^in wichtigen und geheimen Angelegenheiten Fühlung mit den Führern der Opposition genommen. ihnen alle Aufklärungen geboten und versichert habe, daß sie stets bestrebt sein werde, daftrr zu sorgen, daß die Herren stets rechtzeitig unterrichtet würden. Was das Erscheinen der Oppositionsführer vor dem .König betresst, so würde er es für einen verhängnisvollen Fehler halten, wenn ein Regierungsmann die oppositionellen Führer von einer Berührung mit dem Monarchen abzuschließen versuchen würde. Er freue sich, ipeun die Führer der oppositionellen Parteien Gelegen-- bnt erhalten tvürden, 'mit den: König in direkte Berührung zu treten.
Grai A n d r a s s y nahm diese loyalen Erklärungen zur Kenntnis, woran: die Anttvort des Ministerpräfidenteit einstimmig genehmigt wurde.
Griechenland unter Vormundschaft.
Bern 6. IM. (WTB.) Eine Meldung des „Srevlo" ans ck t en befaßt, daß die ZentraKonmrffsion der Alliierten m:r dem -Ätz in Jarrina und Unterabteilungen in Argyrocastro, Eorrtza und Premeti unter Beteiligung griechischer Beamter die Zerteilung von Lebensmitteln überwache. Diese von den ' -Inerten getroffeire Anordnimg verursachte das Ostücht von einer absichtlichen Besetzung des Epirus durch die Ententemächte.
Die englische Blockade.
.. ^ochdon, 5 Juli.« (WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus, -bunt stellte die Frage, ob die Politik der verschärften Blockade, die jetzt in Kraft getreten sei, die Bedeutung habe, daß alle Schiffe, die von der Marine wegen Verdachts, Güter mit Bestimmung für den Feind zu führen, angehalten worden seien von den engliichen Prisengerichtcu ohne Einspruch seitens A-s Auswärtigen Amtes oder einer anderen Behörde abgeurteilt werden würden, oder ob ein solcher Einspruch in einigen oder vielen wallen noch geübt werde. Lord Robert Eecil antwortete- Ufnter den modernen Bedingungei! der Kriegsführimg ist es unmöglich, das Recht der Durchsuchung aus hoher See befriedigend auszuüben. Es ist folglich notwendig geworden, alle, oder fast alle Schisse, die nach Häfen der an Derttschland angrenzenden neutralen Länder gehen, nach britischen Häfen zur Dirrchluchunq zu schicken, wofern sie nicht freiwillig einen fofeben Hasen anlausen Die Untersnchmig wird dann dort vorgenommen An- gaben für. das Urteil enthalten die Beschaffenlieit der Ladung, der Charakter der Verfrachter und Empfänger und die Summe almlicher Artikel, die in letzter Zeit in dasjenige neutrale Land .nngc'uhrt kmirden, nach dem das Schiff bestimmt war. nnd möglicherweise andere Jnsormattonen geheimer Natur, die in den Besitz der englischen Regierung kommen. All diese Informa- n?u i' werden in London gesammelt, in London wird dal>er die Cuffcheidung getroffen, ob Gründe vorhanden sind, Schiff und Ladung oder einen Teil der Ladung vor das Pttsengre:cht zu bring-?,:. Alle Fahrzeuge aber und Ladungen vor ein Prisen- greicbt zu bringen würde weder gerecht noch klug sein
Der §eekrieg.
Berlin, 6. Juli. (WTB. Amtlich.) Nachdem bereits am 28.Juni in die Nordsee vorimtotzene deutsche leichte S e e st r e i t k r ü f t e den zwischen Rotterdam und London verkehrenden britischen Dampfer .Brussels' abfiugen und mitsamt seiner Ladung unter sicherem Geleite nach Zeebrügge schickten, wurden gestern früh der aus Livervool kommende britische Dampfer "L E st r i 9 " unweit der englischen Küste in den Hoofden durch Teile unserer Hochseestreitkrüfte aufgebracht und als Prise vereinnahmt.
Frieöliche Haudelsoampfer ohne Lurtruog von eure« feiuölicheu U-Bsst «»gegriffen.
Berlin, 6. Juli. (WTB. Amtlich, i Sonntag, den 2. Juli, rtürbc cm Geleitzug von nenn deutschen HanoelÄxunpiern auf der Fahr: nach Srvmemünde südlich der Insel Oeland durch cin feind- ckcheS Il-Boot ohne vorherige Warimng unter Wasser angegriffen. 7-^' Laufbahn des Torpedos wurde deutlich gesichtet und auch zwn uorke Wafferstrudcl, die durch das Äusstonen des To.vedos ver- urwch: worden lvaren Der Torpedofchuß ging glüstlicherweif' znnickeu de:: Hondclsdanwfern hindurch. Die armiertm Bcglut- Mhrzeuge^die d:e Dampfer begluteien. drehten sofort auf den ver- muteren ^.rt des U-Bootes zu und verjagten es. Der Geleitzug ist unversehrt :n Swinei.ründe eingelaufen. Es wird hiermit lest ge stellt, daß friedliche deutsche Handels- dampfer von einem feindlichen U-Boot ohne vorherige Warnung unter Wasser angegriffen worden sind.
^.ondon, 6. Juli (WTB. Nichtamtlich. Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Damvftrifter „Pessolay" und ,,Annie Anderson" sind gestern abettd von einem deutschen Unterseeboot in der Nordsee versenkt worden. Den Besatzungen wurde gestattet, in die Boote Mi gehen. Sie wurden später aufgesischt.
Lowestoft. 6. Juli. (WTB. Nichtamtl. Ter Dampfer „L.ueen Bee" ist von einem U-Boot versenkt worden Der Kapitän wurde getötet, zwei Mann von der Besatzung wurden verwundet. Das U-Boot schleppte die Besatzung in einem kleinen Bool nach der englischen Küste und gab ihr ^chwarzbroß und Wasser mit. Die Besatzung wurde später von einem Fischdampfer ausgenommen.
London, 6. Juli (WTB.» Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Admiralität teilt mit: Einer unserer Minensucher wurde am 4. Juli in der Nordsee von einem Torpedo ge t r o r s e n der von einem feindlichen Unterseeboot abgefeuert wurde. Er wurde leicht beschädigt und ‘ kehrte jetzt in den Hasen zurück.
Blissin gen , 6. Juli. (WTB. Nichta:ntlich. Das gestern nach Zeebrügge aufgebrachte Schiss ist die ,^Iarvo Abb ey" der Lancashire Borkshire Company. Es war von Rotterdam nach Hüll mit Lebensmitteln unterwegs. Die Besatzung des Tamofers bestand aus 26 Mann.
Stockholm, 6. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Das holländische Schiff „Neerlandia" aus Groningen wurde heute nacht bei Dalaroe in die Stockholmer Schärett eingeführt. Tic Besatzung berichtet, daß das Schiss 15 Minuten von HusvuOskaer von einem r u s f is ch e n Unterseeboot beschossen wurde. Es war auf der Reise nach stiotterdam und hatte Holz geladen. Neben dem .Kapitän mit Frau und Kind hatte es eine BLsatzung von 3 Mann. Tie 'holländische Flagge war gehißt und die Nattonalfarben auf beiden Seiten des Schiffes ausgemalt. Das Schiff wurde schwer beschädigt; Menschen .sind nicht verwundet worden.
K r: st i a n i a ^6. Juli. (WTB. Tu' deutsche Regiernng hat der irorwegische»: Regierung ivegen der Versenkung des norwe- gtldjeu Segelschiffes „Glendoou" am 16. flpril durch ein beutiches U-Boot ihr Bedaueru auSsprcäM Taffcii. Die „Glendoon" >var von.Jauwue nach Calais mit Salpeter unterwegs. Die deutsche Rcgierimg hat sich bereit erklärt, eine sack>- verftärtdigL Entscheidung über die Höhe des Schadenersatzes treffen zu lassen.
Kristiania, 5. Juli. ,'WTB. Nichtamtlich.) „Soeial- demokraten" meldet aus Stavanger^ Der Dampfer „P «e t r o n e l l e" aus Bergen von Lübeck nach Bergen unterwegs, wurde heute vor FarsUnd von einem U-Boot verfolgt, das drei Schüsse aus das Schiss abgab, ohne es jedock) zu treffen. „Petronelle" erreichte unbeschädigt Far- s'inrd. Das Blatt meint, da „P-elronelle" zwischen Deutschland und Norwegen gefahren sei, sei das U-Boot wahrscheinlich ein englisches gewesen.
Kopenhagen, .). Juli. (WTB > Der dänische Dampfer „F l o x a", Dienstag abend mit lMidnurtschMlichen Erzeugnissen von Kopenhagen nach Englmid abg?tz<rugen, ist von einem deutschen Torpedoboot aufgebracht und wahrscheinlich l^rch ^winemünde geführt morden.
Zürich, 6. Juli. hWTB Wie der Haag-er Vertreter der „Neuen Zürcher Zeitmm" aus bester Quelle erfährt, wird sich Holland auch nach- der Preisgabe der Londoner Seerechts- erklärung keinem der englischen Machtgebote fügen, das Holland zwingen soll, fernen Handel nnt Deutschland einzustellen
derartige fNaßnahme Englands müsse zu Gegenmaßregeln Lollands, in letzter Linie zu einem Konflikte führen
Aus Stadt und Cattd,
Gießen, 7. Juli ISItz.
Zur Bolksspende für die deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen am 8. und 9. Juli 1916.
In Anbetracht der Volksspende für die deutschen Kriegs- mrd Ztvilgesangenen, die in ganz Deutschland unter dem Schutze der Kaiserin im Monat Juff und brer in Gießen am 8 nnd 9. Jul: veranstaktet wird, dürften Angaben über die zu Weihnachten 1915 aus den Mitteb: der letzte:: Samnffmng im vorigen Herbst cmgeschafftcn und nach Sibirien versandten Liebesgaben interessieren. Aus allen Gegenden Deutsckchands gingen Pakete ab, und die Züge, die die gewaltig großen Mengen über Schweden nach Rußland beförderten, sind in der Zeit zwischen dem 9. November und dem l0. Januar auch in den entferntesten sibrrffck»en (ises an gen en lager:: eingetrosstn. Bei der zu ükxwwmdenden ge- walttgen Entferiumg zivischen Finnland und Sibirien war die Durckstührung dieser Eisenbahnttarlsporte, die unter der Kontrolle des^ Schwedischen Roten Kreuzes erfolgte, eine rmgewöhnliche Leistung. Nock; größer ist die Leisttmg, welche die Verteilung aller dieser Pakete an die Gefangenen betrifft, ohne daß ein emsiges dabei verloren oder veruntreut wurde. Die schnu-disst-en Herren und Ta:uen haben anerkannt, daß die russische Obrigkeck'ihnen überall Entgegenkommen gezeigt bat.
In ähnlicher Weise gilt es heute, den deutschen .Kriegs- und Zivstgewngenei: durch Ueberweffung größerer Geldmittel zu helfen. Viele deutsche Gefangene werde:: heute bei kümmerlichem Lohn und sehr schweren äußeren Lebensbedingungen in der russischen Laiidwrrtschaff nnd Industrie beschäftigt. Es gilt, das ^oS innerer gefangenen Landsleute durch Ueberweifuug von Geld- mstteln, d:e ihnen ebenfalls miter bewcchrter neutraler Vermittlung zugehen iverde:^ erträglicher zu machen, sic in die Lage zu setzen, sich genügend zu klerden und zu ernähre::. AustLuschgefan- gene, die aus Feindeslaiid zurückgekehrt sind, berichten von dem Ge me :nsinn unter den deutschen Gefangenen der in der Fremde besonders lebendig ist. So baben ff: vielen'Gefangenenlagern Frmrkrerchs die deutschen Gefangenen die besonders unteritützui:gsbedürsttgen in ihrer Mitte sestgestellt, so daß von dem Gesamtbetrag, der den Gefangenen eines Lagers überwiesen wurde der größte Lürteil an dr-ejenigen überwiesen wurde, die cms der Hermat bisher am wenigsten obre keine Privatuntreftützung erhalten batten. In diesem Sinne wurde von den Gefangenen selbst eine Abstufung her gestellt, und diejenigen, die von zu Hause über größere Mittel verfügten, nahmen von den Sendungen, die die Regierung zur Bersügung stellte, entsprechend mem^er in Anspruch Auch in den Gesangenenlagerii bewährt sich daS O rgani sa tionsta-. lent und der Gerechtigkeitssinn der Deuffchen. Die Pflicht der ^.aheimgebliebenen aber ist es, unsere gefangenen Brüder zu unterstützen, '"o daß nicht einer ru kurz kommt.
** Amtliche Personalnachrichten Ter Groß- h e r z r - bar am IE l. .I. das öübrene Kreuz des Berdi^utt- oroens Philipps des Großmütigen dem Dackstmeisler i D Heirrrmr Krämer, seither im Großh. Gendarm».nü'-Korps, verlieben. —• Der.Krvßher zog hat am 5. Juli den LehramrSassessor Fre-- dinand Beller zum Oberletnre an dem Gnmnasium Frideri^ crarmm zu Laubach und de:: Lehramrsaiseffor Georg Schelborn »um Obreletrre an der Realschule und Progvmnasium zu Alzen ernannt. — Der Großherzog bat am 5. Juli die am 23. Juni errolgie Wiederwahl des Kommerzienrats Eugen Georg Haifner zum unbesoldeten Beigeordneten der Provinzialhauvlstadt Mainz bestättgt.
Auszeichnung. Dem Gefreiten Arthur Struck inr Rei.-Inf.»Regt. Nr. 222 wurde die Hessische TapserkeilSinedki,lle
verliehen.
/* Beförderung Heinr. Wallenfels. Dizekeldw. a. T., Gießen, ehemaliger Eins.-Freiwtlliger Rgt. 116. zuler-.r Ornzier-Slell- vertreter im Inf.-Rgt. Nr. 99, wurde der Charakler al$ Leutnant
verliehen.
** Jungwehr. Samstag Antreten pünktlich 8^'s Uhr. 1. Komp, in der Turnhalle des Realgymnasiums, 2. Komp, vor der neuen Kaserne (Lieber Straße) Anmeldung für das „Wehrturnew' (letzter Termin.
** B u t ter und Fett. Vom 10. Juli 1916 ab kann dis auf weiteres auf jede Bu 1 ter k a r t e 1 , Pfund B u t ter verabfolgt werden. Vom 10. Juli 1916 ab kmrn bis auf weiteres auf jede Fett karte 9 0 Gramm Fett (Butterschmalz, Margarine, Speisefette,- Schweineschmal^ oder Speiseöl^ verabfolgt weichen. — Die der Stadt znge- wiesene Molkereibutter. wird auch nach Einführung der Butter- und Fettkarten rn der bisherigen Weise in de:: Verkaufsstellen der Molkerei Gebrüder Gneb, Schanzen- straffe, Plockstraffe und Bäsmarckstraße bezirksweise zum Verkauf gebracht werden. Auch für alle anderen Geschäfte, in denen der Verkauf von Butter und Fetten sbatt- findet, insbesondere bei Metzgern, mir Ausnahme des Wochen Marktes, wird diese Einteilung angeordnet. Au f dem Wochenmarkt und beim Verkauf von Butter in den .Häusern durch Butterfrcruen oder Händler ist die Abgabe von Butter- larten und Vorzeigeu der Ausweiskarte nicht ersordcrlirh. Dagegen sind die Käufer verpflichtet, die Mesrgen auf dem Ltadthau-.', Zinriner Nr. 9, anzumelden. Näheres siehe ln amtlicher Bekannttnachung des l)eutigen Blattes.
A us An t a ß d e r S a m m l u n g für die Volks-« spende für die deutschen Kriegs- und Zivilgefangeuen wird die Kapelle des hiesigen Ersatz-Bataillons am Samstag den .> >zuli, vormittags 11 bis 12 Uhr, aitf dem Landgraf- Philipp-Platz und iiachmittags von 4 bis 5 Uhr am Liebig- dcnkmal in der Ost-Anlage, ain Sonntag, den 9. d. Mts , vormittags von ll 1 /* bis 12 1 / 2 in der Sül>-Anlage und uachmittags von 4 bis 5 Uhr auf dem Ludwiasplatz konzertieren.
**^lN'chrift zur Hundcrt-Jahrfeier der Pro-' v : n z R h e: n y e ) f c n. Anläßlich der hundertjährigen Zugehörig- :ctt der Provinz Rheinheffen zu dem Großherzogtum Heilen er- icbeiut in .^urze unter ob:ge:n Titel im Auftrag der Provinz- .stycinheNen und der Historischen Kommission für das Groß- Herzogtum Hessen die offizielle Festschrift hreau^- .ist geo-m von Pfarrer B e ch to ls heimer . G : e ß en , Archiv, crret'lor .rr. Dieterich, Darmstadt, und Kreisamtmann Kurt E.r r ^ck e r Mcnnz. Verlag I. Diemer in Mainz 'Vr^s 3 Mark
schritt bildet einen wertvollen Beitrag zur Geschichte vou Rhembesten und dürfte infolge ihrer lokalen Bedeutung großem ttntexelle begegne::. In den ersten Kapiteln schildert' Pfarrer Bcchtolsbeimer. der durck: «eine früheren rheinhessischen ^Dritten bestens bekannte Schristftellre, die Geschichte der Pro vutt in dcn beiden ersten Jahrzehnten ihres Bestehens mit nner Ueberlicht über die wichtigsten Ereignisse bis zur Getzenwar: Viele zum Leck noch unbekannte Mitteilungen über die Ereignis''' >md Zustände der Provinz, viele Anekdoten, Familiennamen usw finden Aufnahme.^ In den folgenden Kapiteln schreibt Dr. Dieterich über die diplomatischen Berhandlunge:: des Wiener Kongresses und den Anfall von Rheinhessen an Hessen und die Gründe dazu an Hand von bis letzt zum Teil :wch nicht veröffentlichten Akten und Urkunden, währeiid Kreisamtmann Strecker in einem Schlußkapitel die territoriale Gliederung ber heutigen Provinz an Hand einer historischen Karre beleuchte: Die Schrift, d:e sonnt reiches Material zur Geschichte der Provinz Rhemhesleu bretet. dürfte sich zur Anschaffung nir iedeu. der nur euiigermaßei: für sein Heimatland Interesse hat, empfehlen
** An einem Herzschlag verschied gestern nachmittag i A Uhr an der Ecke Liebig- urtd Bahnhofftraße ein Mann aus Heppenheim. Auf dem Bürgersteig brach er plötzlich zufcnnmeu. Er wurde sofort zur Klimk gebracht, aber dort konnte nur mehr der Tod festgestellt werden.
** Einmachzucker. Zur Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Eirrmachzucker stehen in der vorgesehenen Weise genügende Zuckermengen zur Verftigung. Für jedermann ist daher der Bezug von EinmachKucker sichergesdellt Jeder Andrang bei der Ausgabe der Zuckerkarten und des Einmachzuckers ist deshalb zwecklos. Vom 10. d Mts ab findet 'die Ausgabe des Einmack>zuckers in der Verkaufsstelle Neustadt61 an folgenden Tagen statt: M o n ta g s , M i 1 1 wochs und Freitags, vormittags rwn 10 bis 12Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr.
** Bon der 21.Vollversammlung der hessischen
Handwerkskammer am 4. Juli 1916 wurde als Ersatz für das verstorbene Vorstandsmitglied Spengler meiner Rockel Darm stadt, Schloffermeistre Karl Kn i p p - Bad-Nauheim zum Vor- stalidsmilglied gewählt. Tie nach der Vollversammlung abgehal- teite Vorpandssitzung ernannte Maurernreisler Hei nach igemes- Darnrstadr zum stellvertretenden Vorsitzenden der Kammer.
** Das heutige Kreisblatt bringt folgende besonders bemerkenswerte Bekcrmttmackpmgen über den Verkehr mit Oel- früch ten, das Auslegen und Feilhalten ausländischer Zeitungen, fetthaltige Zubereitungen, irrefflhrendc Bezeichnung von dcahrungs- u:rd Genußmittelu, Erntevorschätzungen, Fahrpreisermäß:qunq zmn Besuche in der Schweiz interniettre ZivÜgesangener. Aenoerung der Presise für Rindfleisch. Verkehr mit Obst uni) Heulieferung.
Landkreis Gießen.
tz. Lich, 7. Juli. Infolge des außewrdenllichen Äuffchnucngs. den die Kaninchenzucht seit Frühjahr auch ff: hiesiger Stadt genommen bat, soll am nächsten Sonntag um 4 Uhr im Holländischen Hol dahier zur Gründung eines Kani:uhenzuchtvereins für Lich und Umgegeno geschritten werden. Bildhauer Schmoll aus Gieße:: wird bei dieser Gelegenheit einen Bottrag halten. Bei einer Aditte April vorgenommenen Zählung betrug die Zahl der Tiere bereits 876) davon 200 ZuchtW'innen. lvvvon ^:wch 6b trächtig :vaven. Rechnet mau diese zu erwartenden Wurst durchschnittlich zu 5 Stück, sowie währreid der Zeit je einen weiteren Wurf Mm jeder Häsin, so mach: dies einen Zuwachs rem mindestens 265 x 5= 1325 Stück, so daß der Bestand :m Herbst be: den etwa 120 Züchtern mindeftens 2000 Stück bettägt. Das ergäbe bei einem durchschnittlichen Schlackstgewicht von 6 Pfund etwa 120 Ztt. Fleisch in: Gesanttwett von iveiffgstens 15 000 Mk, oder pro Familie 1 Zentner, ein nicht zu unterschätzender Faktor m der Fleischversorgirng unserer Stadt.
n. S l e i n b a ch . 6. Juli. Von unseren tapferen Streitern wurden wieder zwei mit Auszeichnungen bedacht. Der SZetreite Jakob Rens chlrng erwarb sich die Hessische Tapierketis- rnedaille und der Kanonier Karl Keßler erhielt wegen tavseren Verhaltens im Granatenseuer — er war zuletzt allein an seinem Geschütz - das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Beide stehen seit Beainn des Krieges :m Felde.
Kreis Büdingen.
Ortenberg 6. Juli. Nachdem die sterbliche Hülle des
schweren Verwundung im Feldlazarett zu .Kowel erlegene»


