Ausgabe 
6.7.1916 Erstes Blatt
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um 5. JE ds. Js. ben ständigen technischen Hilfsarbeiter bei der SÖneituup für Bauwesen des Nttnisterirrms der Finanzen Ober­baurat Adam Paul aus Darm fmdl sum Vortragenden Rat bei dieser Abteilung mit dem AmtstitelOberbaurat" ernannt.

** Personalnachrichten der O b e r - P o std i r ek- tio n in D a r m sta d t. Verliehen wurde das Eiferne 'Kreuz erster und zweiter Klasse dem Leutnant der Reserve Poftreferendar Fischer aus Gießen, das Eiserne Kreuz zweiter -Klasse und die Hessische Tapferkeitsmedaille dem Etappen-Telegraphensekretär Frey aus Michelstadt, das Eiserne ° Kreuz zweiter Klasse dem Feldpostfekretär Wirth, Feldwcbelleutnant Postassistent Ka del aus Mainz nnd dem Bizefeldwcbel d. R. Postassistent Ludwig Weber aus Groß-Gerau; die Hessische Tapserkeitsmedaille dem Feldpostsekretär Lampe ans Gießen: das Allgemeine Ehren­zeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande dem Vize-Post­direktor Abt aus Mainz, zurzeit bei der Deutschen Post- nnd Telegraphenverwaltung in Brüssel: has österreichische goldene Ber- dienstkrenz mit der Krone am Bande der Tapserkeitsmedaille dem Feldpostsekretär Karl Bonarius aus Darmstadt; das Hessische Mlgemeine Ehrenzeichei7 mit der InschriftFür langjährige treue Dienste den Ober-Briefträgern L a u t h in Eudorf bei Alsfeld (Hessen) und Liebig in Pfungstadt aus Anlaß des Scheidens aus dem Dienste. Ferner der Charakter als Poftsekretär den Ober- Po staffistenten Sein in Alsfeld (Hessen), Die me r in Alzey und Bungert in Bingen Rhein) und der TitelOber-Post- assistent" dem Postassistent Naumann in Friedberg lHeisen). Zu Offizieren des Beurlaubten st andes beför­dert Wiarden Postsekretär Kling er in Mainz, Telegraphen- sekvetär N e u m a n n in Darmstadt, die Ober-Postassistenten N e s - sel in Oftenbach (Main). Schlenvogt in Mainz und Schl io in Gießen, die Postassistenten Michel in Bingen (Rhein' und Sa hm in Seligenstadt (Hessen) und der Posteleve Herbst in Darmstadt. Etats mäßig ange stellt nnrrden die Postassi­stenten F a ß h a u e r aus Berga (Elster) und Emil Steinacker aus Babenhausen (Hessen) in Tarmstadt. die Telegraphengehilsin Brenning in Osfenback) (Main). Ernannt wurden zum Mze-Postdirektor der Postin sp.cktor Stahl in Worms. Uebcr- tragen nnrrde eine Postserretärstelle dem Poftsekretär Loos in Worms und eine Telcgraphensekretärstelle dem Telegraphmsekretär R ö h r i ck ans Berlin in Darmstadt. V c r s e tz 1 wirrden die Post­sekretäre Linker von Worms nach Pfalzburg unter Ernennung» zum Postmeister und Ed. Schmidt von Groß-Gerau nach Geb­weiler unter Uebertragung einer Vostsekretärstelle Ober-Postassistent Rössing von Opvenheim nach Mainz. Angenommen wurden zu Telegraphengehilftnncn Anna Kolbe in Bad-Naul?eim und Erna Böhm in Worms, zum Postagent Landwirt Runkel in Mittelgründen, zur Postagentin Frau Marie Pohl in Brensbach. Freiwillig ausgeschieden ist Postagent Meininger in Mittelgründen. Ge stv rh en ist Postagent Pohl in Brensbach. Vor dem Feinde .gefallen ist Öber-Pvstassistent R o q s in Wornts.

* Auszeichnungen. Der Bankbeamte Gustav Knaus aus Gießen, zurzeit im bayr. Jnl.-Rgt. Nr.. 22, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, nachde:n er im Februar 1^1B zum Gefreiten befördert worden ist. Sanitäksieldwebel Max Wide mann, alte Klinik, erhielt das Kriegsebrenzeicheu. Der Oberheizer B. Kraushaar aus Gießen erbielt bei der letzten Seeschlacht das Eiserne Kreuz. Der Gefreite Robert Chambre von hier, beim Res.-Jns.-Rgt. 223, erhielt die Oesterreichische Tapfer­keitsmedaille.

** Inhaber ober R itter d cs Eisern en Kreu ­zes? Der Frankfurter Kreis-Kriegerverband hatte kürzlich wir (berichteten darüber sich in der Frage, ob ein Besitzer des > Eisernen Kreuzes Ritter oder Inhaber des Eisernen Kreuzes ( .fei, da bin entschieden, daß es nur Inhaber des Eisernen Kreu- j^es gibt. Eine von privater Seite in der Angelegenheit gerichtet« Anfrage an die General-Orden stommission zu Berlin wurde von dieser dahin beantwortet.daß eine Wlerhöchste Bestimmung dar­über, ob die mit dem Eisernen Kreuz beli ebenen Personen als Ritter" oderInhaber" zu bezeichnen sind, bisher nicht er­gangen ist".

** Reines Roggenb rot? Wir lesen in derTäglichen -Rundschau":Das Vorhandensein größerer Reserven von Roggen und Roggenmehl und aus der anderen Seite die Knappheit an /Kartossein soll zur Wiedereinsührrmg eines reinen Roggenbrotes Einlaß geben. Mitteillrngen darüber wurden bereits in den Kreisen tLer Berliner Bäckernrnungen gemacht. Jetzt liegt aber auch eine Auslassung des Kriegsernährungsamtes in dieser Angelegenheit vor. Auf eine Beschwerde eines Hermsdorser Bür- :gers über zu starken Kartofietzufatz im Brot eines dortigen Bäcker­meisters hat das Kriegsernährungsantt folgenden Bescheid erteilt: Aut Ihre Eingabe vom 22. Jyni erwidere ich ergebenst, daß Er­wägungen schweben, den Kartogelzusatz zum Brot demnächst in Wegfall kommen zu lassen, so daß damit die von Ihnen erhostme Klage erledigt sein dürste. Der Präsident des Kriegs- ernäbrnngsamtes." Ferner wird nach einer Bekannttnacchmg des Magistrats für den Bezirk der Stadt Berlin angeordnet, daß bei Der Bereitung von Weizenbrot vom 3. Juli ab an Stelle von Kartoffeln auch Weizenschrot in derselben Menge wie Kar- ckofselmehl verwendet werden kann." Hoffentlich bleibt das reine Roggenbrot nicht nur aus Berlin beschränkt.

** Die Erhalt-unF der Geflügelbestände. Wie mitgeteilt wird, hat in letzter Zeit in einzelnen Landesteilen Die Abschlachtnng von Hühnerrt in bedenklichem Maße zu- ^eitommen, so daß hierdurch die künftige Eierproduktion gefährdet wird. Die Verminderimq der Geflügelbestände wird vmr den Haltern meist mit der seitherigen Knappheit .an Geflügelfntter begründet. Demgegenüber ist darauf hrn- -ANweisen, daß dieser Mißstand in aller Kürze als behoben »anzufehen sein wird. Schon jetzt sind von der Landesver- 't-eilnn gs stell e für Futtermittel wjeder 2000 Zentner Mais, znm Teil Perlmais, etwa 400 Zentner Hirse und 400 Zentner Kanariensanien durch ihre örtlichen Vertei- Lungs stellen den Geflügelhaltern zur Verfügung gestellt worden. Es sind auch bereits Bestellungen lflerauf in .größerem Umfang eingegangen. Damit ist fürs erste die Durchbaltung der Geflügekbestände gesichert, nnd es steht iauch weiter mit Bestimmtheit zu erwarten, daß bei dem wormrssichtlichen Ausfall der diesjährigen Ernte mit einer (Futterknappheit für Geflügel in absehbarer Zeit nicht mehr zu rechnen ist. An alle Geflügelhalter ist deshalb die »dringende und nachdrückliche Mahnung zu rich­ten, bei der Wichtigkeit der Geflügelhaltung nicht voreilig mnd zum Nachteil unserer Volksernährung ihre Bestände weiter abzuschtachten. Es ist vielmehr im Gegenteil zu empfehlen, namentlich auch bei der Rentabilität der Ge­flügelhaltung, auf eine möglichste Vermehrung der Geflügelb e stän de schon jetzt Bedacht Zu nehmen.

** Sammelt das Fallob st! Das Obst, welches imreif von den Bäumen fällt, ist in der Regel von irgend einem Insekt oder von einer Pilzkrankheit befallen, in seltenen Fällen wird Mangel an Bodenfeuchtigkeit die Ursache sein. Das Jnsett ist bei iAchseln meistens die bekannte rosafarbene Made der Apfelwickler- motte. Bon Pilzen bewirten Fruchtabfall Schlwarzfänlc, Schimmel, 'Mstflecken und andere. Die im Innern der Früchte sich aus­haltenden Insektenlarven kriechen bald nach dem Abfallen aus und verpuppen sich in der Erde. Hier überwinte^ sie und beginnen im folgenden Frühjahr mit vermehrter Nachkommenschaft von neuem ihr Zerstörungswerk. Deshalb soll inan das Fallobst fleißig anssanmreln, alle Tage Nachsehen nnd. sogar die Bäume leicht schütteln, damit das befallene und kranke Obst absältt. Reiferes Fallobst läßt sich in der Küche verwenden, aber sonst geschieht die Verwertung am zweckmäßigsten durch Bersütterung an Vieh.

** Da s heutige Kreis bla t t enthält folgende Be­kanntmachungen: Einschränkung der Arbeitszeit in Betrieben, in denen Schuhwaren hergestellt werden, Ausführung der Verordnung über den Verkehr mit V-e rb ran ch s z ucke r, Absatz von Kalisalzen, Preise für Süßwasserfische, Spcisekccr- aosjelversorgung im Frühjahr und Sommer 1916.

Kreis Büdingen.

A Büdingen, 6. Juli. Das Eiserne Kreuz erhielt der Assistenzarzt der Res: Dr. H o f s m a n n.

Kreis Aisfeld.

up Ruppertenrod, 5. Juli. Das sechzehnte Opfer aus Unserer Gemeinde hat jetzt der Welttrreg gefordert. Ter Musketier Karl Blöser im Res.-Regt. 224 hat in Galizien durch einen Brustschuß den Heldentod gefunden. Unter hen Opfern finden sich drei Vermißte, von denen jede Spur fehlt. Trotz eifrigster Nach­forschung der Angehörige ist bis jetzt keine Nachricht zu er-, Mitteln gewesen. Dem Musketier Karl Weber von hier, im aktiven Inf.-Regt. Nr. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. I

up Aus dem O h m t a l , 5. Juli. Die naßkalte Witterung der bisherigen Tage hat der drohenden Wespenplage den besten Riegel vorgesetzt. Die zahllosen Wespenweisel sind stark dezimiert worden. Ncur ganz vcreinz-elr sieht man solche noch auf- tteten. Man braucht also wegen der Wespenplage für die komrivende Obsternte keine Befürchtung rrrehr zu hegen. Wie vortrefflich sich im vorigen Jahre der Vernichtungskrieg unserer Schuljugend gegen die Kohtiveißlinge bewähtt hat, das tritt so recht deutlich in diesem Somnrer in die Erscheinung. Ter Kohlweißling ist so gut wie verschwunden, er zählt zu den Ausnahmen. Dem Kohl und Gemüse droht in diesem Herbst kein Schaden durch Raupenfraß.

up Vom vorderen Vogelsberg, 5. Juli. Einen wunderbaren Anblick bieten zurzeit unsere Zwetschenbäume. Die Bäume hängen so voll von Früchten, daß sich die Aeste schon jetzt biegen, obgleich die Frückste erst .halb entwickelt sind. Hier muß gestützt wer dm, sonst brechen die Aeste. Diese in Aussicht stehende Zwetschenernte ersetzt den Ausfall der Birnen, die keirren! Behang haben, vollauf.

Kreis Lauterbach.

rr S ch l i tz , 5. Juli. Die Heuernte ist im ganzen Schlitzer- land glücklich beendet, und hat Erträgnisse geliesett, wie sie an Menge rmd Beschaffenheit seit langen Jahren nicht zu verzeichnen waren. Infolge erfrischender Regengüsse am Montag haben die abgeernteten Fluren wieder gut angesetzt und zeigen sich in frischem Grün. Korn und Weizen -reifen nunmehr beim Sonnenschein rasch der Ernte zu. Hafer rnrd Gerste haben sich roerteTchin gut entwickelt. Kartoffeln und Erbsen stehen ans den Feldern meist schon in voller Blüte. In -den Gärten sieht man prachttwlles» F r üh - und S p ä t g e m ü s e. Erbsen, Karotten und Zwiebeln gibts in reicher Fülle. Tie Zwetschenbäume sind derart mit Früchten behängen, daß sie schon jetzt gestützt werden müssen. Auch die Aepselbäume stellen einen guten Erttag in Aussicht. Die Heidelbeerernte hat ihren Anfang gerwmmen; sie fällt gick aus und beschert schöne, gut entwickelte Beeren.

Kreis Schotten.

4$: Schotten, 5. Juli. Die kiesige Bezirks-Sparkasse ver­teilt in diesem Jahre wieder Geldprämien an Dienstboten des Be­zirks, die sich durch Treue, Fleiß nnd Sittlichkeit auszeichnen.

Breungeshain, 6. Jcili. Hier starb der langjährige Bürgermeister Heinrich Fuchs im 77. Lebensjahre.

chh Rainrod, 5. Juli. Auf dem Felde der Ehre starben die Musketiere Karl D a m b m a n n im Res.-Jns.-Regt. 87 und Karl Jost im Ins-Regt. 116.

Kreis Fricdberg.

Fr iedberg, 5. Juli. Mit sofortiger Wirkung erließ das Kreisamt für die M a g e r rn i l ch p r e i se und den Zwischen­handelsverdienst der Sammler neue Richtpreise. Der Einkauisprcis der Magermilch beträgt beim Landwirt das Liter höchstens 15 Psg., der Verkarrsspveis imierhalb derselben Gemeiirde höchstens 16 Psg. und in anderen Gerneinden und Stävlen höck>stens 20 Psg. Hierbei ist der gesamte Händlerverdienst rnit eingeschlossen. Ter Händler­verdienst für den Zwischenhandel mit Mich (Vollmilch oder Mager­milch) btträgt für Milchsarurrrlcr bei Laudttanspotten nrit Fuhr­werk das Liter 3 Psg., bei Bahnttanspotten 2 Psg. Das gegen­seitige Uebettäeten beim Milchernkauf sonne das Eingreifen in den bestehenden Lunderrkreis eirier M «K s « i oder eines Händlers wird strafrechtlich verfolgt. Tie Absatzgebiete für Milchlieserung dürfen in keiner Weise ohne behördliche Ermächtiguirg geändert werden. Die Milch soll möglichst als Magermilch zum Verbrauch kommen, damit der Rahm zur Butterbereitung Verwendung finden kanm nt. Friedberg, 6. Juli. Unterossizier Schrei tz, derSohic des hiesigen Speisewirts Schreitz, starb den Heldentod. Ansangs August 1914 trat der damals kaum 17 Jahre alt gewordene ins Heer, er machte alle Gefechte nnd Schlachten seines Regiments in Frankreich, in Polen, in Galizien und den harten Karpathen­winter durch.

t» 2 . Bad-Nauheim, 6. Juli. Im abgelanfenen Monat Juni wurden von der Arbeitsansgabestelle des Roten Kreuzes stir Näh- und Strickarbeiten 24-70 Mk. Arbeitslohn ausbezahlt. Die Geburtstagsspeude brachte im gleichen Monat 272,80 Mk. ein.

F. C. Butzbach, 6. Juli. Der Ga st wirteverein Butzbach rmd Uncgegend hat infolge der Preissteigerung die Preise kür 0,2 Liter Weißwein auf 40 Pfennig und Rotwein aus 60 Psg. festgesetzt.

bz. Butzbach, 6. Juli. Dem Lazarett-Oberinspektor-Stellv. Friedrich Ring am hiesigen Reservelazarert wurde vom Groß­herzog von Hessen das Kriegsehrenzeichen am Bande verliehen.

nt. Vilbel, 6. Juli. Ter Landwirt Musketier Hermann Kalbhenn ist gefallen. Mit diesem Opfer ist die Zahl der in hiesiger Gemeinde Gefallenen bereits auf 69 gestiegen.

Starkenburg und Rheinhessen.

F. C. Wo rms, 5. Juli. Heute nachmittag verkaufte die Stadt bereits neue Kartoffeln. Zehn Pfund rvurden zu 1,15 Dlk. abgegeben.

Kreis Wetzlar.

а. W etzlar, 6. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse rvurde Oberleutnant (Gewerbeinspektor) Hockelmann, Jnsant.- Regt. Nr. 13 ausgezeichnet.

ra. Wetzlar, 5. Juli. Die jüngste Hauptversammlung der H c r dbu ch g e s el l s cha f t für das Vogelsberg«r Rind erfreute sich eines guteTi Besuches. Die Zahl, der am 1. Jamrar 1916 im Herwbuch eingetragenen Tiere bettug 1026 gegen 1153 rm 'Vorjahre. Ebenso ist die Zahl der Mitglieder von 751 aus 706 im abgelausencn Jahre zuttickgegangen, ausgetttten ist die Ge­meinde Greisewstein. Infolge des Ktteges, sodann auch wegen dem Austteten der Maul- und Klauenseuckw, sind alle Zahlen etwas znrückgegaugen. Für das Rechnungsjahr 1916/17 stehen insgesamt 3000 Mark für Prämiierungszwecke zur VeTfligung.

ra. Br au ns e ls, 5. Juli. Die vom Vaterländischen Frauen­verein mit Unterstützung der Stadtverwaltung eingerichtete Kriegsküche hat sich bisher auis beste bewährt.

б. Münchholzhausen, 6. Juli. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde der Pionier Karl A m e n d und mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille der Wehrmann Wilh. Schimmel und der Ersatzreservist Johannes L o h.

d. Aus dem Kreise Wetzlar, 6. Juli. Dem Kreis- komrnunalverband stehen stir diese Woche 32 Rinder, 67 Kälber, 25 Schweine und 6 Schafe zur Verfügung. Hiervon entfallen ans die Bürgermeistereien Aßlar 4 Rinder, 11 Kälber, 3 Schweine und 1 Schaf, dltzbach-LaunÄ>ach 4 Rinder, 6 Kälber, 3 Schweine und 1 Sckas, Braunsels 4 Rinder, 12 Kälber, 5 Schweine und 1 Schaf, (Krepenstrin 3 Rinder, 4 Kälber, 2 Schweine und ein Schaf, Haheirslolms 1 Rind, 3 Kälber und 4 ^chos. Rechten back) 1 Rind, 8 Kälber, 1 Schwein und l Schaf, SchösseTryrund 3 Rin­der, 5 Kälber und 2 Schweine, und We^ar 12 Rinder, 18 Käl­ber rmd 9 Schweine.

Hessen-Nassau.

ll Mcvvhurg, 6. Juli. In diesem Jahre wurde bekannllich davon Abstand geTTominen, am 21.Juni bei der BiAmarckfeier eine studentische SoTrnentveirdieier abzuhalten. Statt dessen wurde allen im Felde stehenden Marbnrger 0tabnrten jetzt ein sauber ausgestattetes, mit einem Geleitswott des Rektors, einer Reihe Abharrdlungen seitcws Marbnrger Professoren und Mbildungen ans Marbtrrg verseberrks Buch, betiteltSonnenwendgruß der Mar- burger Üniversität" zugestelll. Der 85. Geburtstag des Ehren­bürgers unserer Stadt, Mzebürgerrrveifter a. D. Siebeitt, brachte diesem zahlreiche Ehrungen. Vorgestern abend wurde der geistig und körperlich noch rüstige Jrrbilar durch ein S t än dch en der Mar­

burg er Sangerveremignng ersreut und heute früh wurde ihm u.a. seitens der Stadt ein prächtiges Aumengebrnde überreicht. Gestern mittag wurde am Krummbogen aus der Lahn die Lerche eines seit einigen Tagen vermißten Mädchens geländet.

=: Frankfurt a. M., 5. Juli. D»e beiden Täter, die den Schisser Simon Wippel am Schillerplatz erstachen, sind von der Polizei crrnittelt und verhaftet worden. Von fünf anderen Per sonen, die den beiden Tätern bei dem Angttfs aus Wippel behilflich waren, fehlt noch jede Spur.

Höch st, 6. Juli. Die Kreise Höchst, Obertaunns und Wiesbaden-Land erließen bis zum 16.August Ausfuhrverbote für Frühkartoffeln.

ke. Fulda, 6. Juli. Bei der Prüfung der Militärpapiere der hier wohneirden Zigeuner rvurde festgestellt, daß bei mehreren die Papiere nicht in Ordnung waren. Zwölf Zigenner wurden zunächst in die Kaserne gebracl)t und dann dem Bezirkskommattdo zllm Zwecke der Ausmusterung überwiesen.

F. C. Braubach, 6. Juli. Die Burgverwaltung der M a r i bürg beabsichtigt, gegen die hiesige SilbErhütte am Schadenersatzklage einzureichen wegen dev großen Rauch­schäden, die sich im Bnr'ggebiet bemerkbar machen und durch die Silberhntte verursacht werden.

hl. Banerbach, 6. Juli. Der Bürgermeister unserer Gc^ meinde, Gölzhäuser, ist auf weitere 8Ämtsjahre gewählt und bestätigt rvordeu.

er. Hatterode, 6. Juli. Der Ersatz-Reservist Konrad Schmidt von hier wurde seit Juni 1915, also über ein Jahr, vermißt. Jetzt teilt er seiner Ehesran mit, daß er s. Zt. in russische Gefangeiischasl gerateit sei und es ihm gut gehe.

Vermischte».

* Mailand, 5. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der ^Eorriere della Sera" meldet acls Palermo: In Eastel Termint st ü r z t c die Schlvefelgrilbe Dazzodist zusammen. 16 Ver­wundete wurden geborgen. Ueber 100 Arbeiter wurden verschüttet. _

Universitäts-Nachrichten.

---- Franks urt a. M., 6. Juli. An der Universität Frankfurt habilitierten sich Dr. N i e ß e r als Privatdozent für innerc Medizin mit einer Antrittsvorlesung überDie körperlichen Uebungen im Lichte physioloaischer und pharmakologischer Foflchnng" und vr. meä. Heiccrich Klose mit einer Antrittsvorlesung überEr­fahrungen als Chirurg in der vordersten Linie".

Gevichtssaai.

X Hanau, 5. Juli. Zwei Frauen aus Borgen hatten mit zwei in der Nähe arbeitenden Gefangenen gescherzt U7id gelacht, ihnen auch Zigaretten, Brot und Br m r n twein zngesteckt. Das Schöffehgericht Bergen bedachte jede der beiden Frauen nrit drei Tagen .Haft. Bei der Bemessmrg der Strafe würdigte das Gettcht die Reue, das 'Geständnis und die bishettge Urrbeschollenheit der Frauen. Die wohlhabende Frau MMer in Fechenheim hatte ilwe znm Verkauf gebrachte Milch zu 33Vz Pvc^ent mit Wasser gefälscht. Das Schöffengericht Bergen erkanitte auf 300 Mark Geldstrafe. _

Mitterungsbericht.

(Oeffentlicher Wetterdienst.)

Gießen, den 4. IM 1916.

Am Anfang dieser Berichtswoche 28. Juni bis 4. Juli lagerte über der Nordsee ein starkes Tiefdruckgebiet, das mit seinen Ausläufern sich mich Deutschland hin erstreckte. Beeinflußt durch diese RandTvirbel, hielt zimächst noch das unbestäiTdige Wetter mit zeitweifen Regensällen an, selbst auch nioch am Donnerstag und Freitag, trotzdem von Südwesten her der Druck stark angestiegen char. Erst am Samstag heitette sich das Wetter urrter dem Einfluß des von Südwesten nach Deutt'chland hin vorgedrungenen Hoch­druckgebiets vollständig aus. Doch schon am Sorrntag hatte von Nordwesten her der tiefe Druck das festländische Hochdruck­gebiet ostwärts zmückgedrängt. Die Wetterlage ließ aus Gewitter schließen, zumal es so sehr schwül wurde. Am Sonn­tag kam es jedoch rrur zu Gelvittererscheirrungen ohne Entladungen, aber mit lokalen Niederschlägen. Auch am Morrtag hatte sich die Wetterlage nur wenig geändert; das schwüle Wetter hielt weiterhin an und GeTvittergefahr blieb bestehen. Nachdem es am Nachmittag nur zu Gewitterregen gekommen war, gingen am Abend starke Gelvitter nrit lokalen heftigen Regenfällen nieder.

Von Anfang der Woche an waren die Tenrperaturen ständig gestiegen, das Temperaturmaximum in Gießen von -st 19° am Mittwock) auf -st 25° am Sonntag, das Mrnftnum von -st IP

zunächst gesunken auf -st 8° aus -st 15° am Montag, das

Tagesmittel von ca. -st 15° auf ca. -st 19°. Nach dem Gewitter blieben wir auch am Dienstag noch unter dem Einfluß von! Tiefdricckwirbeln, die -uns auch weiterhin unbeständiges Wetter mit verbreiteten Niederschlägen brachten. Ter Druck im Westen beginnt jedoch bereits zu steigen, so daß wir mit allmählicher Abnahme der Bewölkung und Aufhören der Niederschläge rechnen dürfen._ _ _

Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.

Juli

1916

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Bew. Himmel

Höchste Temperatur am 4. bis 5. Juli ISIS: -st 19,3*0. Niedrigste , 4. , 5. 1916: + 16,4*0.

Niederschlag 2,0 mm. _

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 7. J,ili 1916: Wechsel,cd bewölkt, trocken, keine wesentliche Temperaturänderimg.

letzte Nachrichten.

Die Lage im Westen.

Genf, 6. IM. Die Pariser Blatter erkennen an, daß die hervorragende Wirkung des z reck siche re ir deutschen Ar- tilleriefen ers in der ganzen <Ä)mnregegend die Zufuhren der Verbündeten, namentlich an Munition, stark behindert.

Der KohLennmngel Frankreichs.

Bern, 6.Juli. Lcnck Pariser Meldungen sieht sich die Pariser Gasä5esellschaft genötigt, infolge des Ausfalles an Einnahmen von 1915/16 eine Anleihe von 42 Millionen aufznnehmen, die von der städttschen Verwaltung genehmigt wurde. Als Ursache des Ans- fMes tvird neben der Abruchmd des Verbrauchs die zunehmende K och^l e it te u e rai it !T angegeben. Aus eine ähnliche Ursache dürfte die Tatsache zurückzuführen sein, womit sich der Geoteralrat des Departements Seine irrtb Oise in in er Gehermsitzmrg befaßte, näm­lich 77701 der Einstellung des Betriebes der Pariser RiTTgbab'uwsell - schaft, die die nxstteven Paroser Vororte uittereinattder verbindet. Es wurde ein Vermalttmysiat bestellt, der für die Wtederausuahnie des Betriebes im' Personen- wie Güterverkchr schleunigst sorgen soll.

Der Handel nach dem Kriege.

Lvndwn-, 6. Jicki.Daily Mail" meldet aus Sidnep: ;Die llnrverfität Sidney richtete Kurse zur Erlernung der japanischen unch chinesischen Sprache ein. Man plant rveiterc Kurse zur Erlermmg der Eingeboreirenspräche in den holländischen Kolonien. Dies alles geschieht mit Rücksicht auf die Handelsbezrehurtgen noch 'dem Kriege.