** Der nächste Städtische Seefischrnt«r^t findet Donnerstag, den 6. Juli 1916, vormittags 8 Uhr beginneird, in den Marktlauben statt.
** Lande sbrotmarken. Angehörigen der Vertrags-' saalen, die nicht in Hotels, Wirtschaften, Pensionen und dergleichen ihr Brot beziehen, solcher:: bei Privaten Wohnung und Beköstigung nehmen, kann bei den Markenausgabestellen gegen ihre Landesbrotmarken die deren Grammgewicht entsprechende Anzahl.von Komrnunalvcrbandsmarken abgegeben werdet:.
** Der weitere Verkauf von Rinderkrast- s lei sch 'Büchsenfleisch) und Lebernmrst in Dosen an die Einwohner der 'Stadt erfolgt am Donnerstag, den 6.: Freitag, den 7.: Samstag, den 8. und Montag, den 10. Juli jnvells vormittags von 9 bis 12 und nachmittags von 3 bis 6 Uhr in dem Städtischen Schlachthof, Schtveineschlachthalle
Es können auch größere Viengen und ganze Dosen abgegeben werden.
** Laßt die Beeren im Walde reifen. Diese Mahnung erscheint in diesem! Jahre besonders dringend geboten, zu- Trial jetzt mehr denn je unvernünftige und unerfahrene Beerensucher die Wälder absuchen und dort erheblichen Schaden anrichten. Kauiri sind die ersten Heidelbeeren oder Walbbeeren reif, so sieht man auch schon an Sonntagen namentlich ganze Säxrre'n mit riesigen Büscheln von Beerensträuchern daherlansen. An einem einzelnen Strauche kann man dann oft 5—6 unreife Beeren neben 1—2 reifen Heidelbeeren oder Erdbeeren hängen sehen. Hunderte von Beerei: gehn dann an einem einzigen großen Büschel mit zalsllosen kaun: abgeblühten Fruchtansätzen Valoren. Dieses rücksichtslose Verhalten ist gerade heute besonders frevelhaft, da nicht :rnr einer fleißigen Bevölkerung, die van der Beerenernte wochenlang lebt, das Geschäft zum Teil verdorben, sondern auch eine reiche Quelle des Segens für unsere Bolksernährnng zum Teil zerstört wird.
Landkreis Gießen.
ga. Grünberg, 5. Juli. Musketier Georg Sdjomfaec, bisher in einem Infanterie-Regiment im Osten, wird feit dem 15. Juni vermißt. — Dem Krankenträger Friedrich Bock im Res.- Jnf.-Regt. 116 wurde das Hessische S a n i t ä t s k r e u z am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen.
Ip. Steinheim, 5. Juli. Dem Wehrmann Karl Hilbert 'm Landwehr-Regiment Nr. 116 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
Kreis Büdingen.
fc. Büdingen, 4. Juli. Die Fürstin-Mutter zu Menburg und Büdingen und Prinzessin Helene sind zu der Beisetzung des Fürsten zu Stollberg-Roßla, der, wie bereits gemeldet, infolge seiner Verwundung am 1. Juli in Kowell gestorben ist, nach Roßla abgereist. Der verstorbene Fürst ist ein Enkel der Fürstin-Mutter.
Kreis Sitten.
Fc. Vom Vogelsberg, 4 Juli. Im Klubhaus auf dem H o h e r obs ko p f fand die diesjährige Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen-Klubs unter dem Vorsitz des Dr. Bruch- Häuser von Ulrichstein statt. Zwanzig Zweigvereine waren vertreten, 27 Zweigvereine hatten keine Vertreter entsandt. Die Rechnung aus 191v schloß in Einnahme mit 7711,95 Mark und in Ausgabe mit 7242,77 Mark ab. Die Mitgliederzahl ist etwas zurückgegangen. Für die nächste Hauptversammlung wurde, wenn der Krieg nächstes Jahr :roch andauer:: sollte, wieder der Hoherods- kopf bestimmt, arrdernsalls Büdingen. Der Voranschlag für 1916 bis 1917 sieht in Einnahme :md Ausgabe 6100 Mark vor. Dem Protektor des Klubs, dem Großherzog von Hessen, wurde ein Begrüßungstelegramm gesandt.
Kreis Friedberg.
A Bad-Nauheim, 5. Juli. Zurzeit ist es hier ganz besonders schön. Ueberall, wohin das Auge schaut, blühen die Rosen in verschwenderischer Fülle. Tie hohen Bäume des herrlichen alten Parkes, deren Grün von seiner Frische noch nichts verloren hat, spenden erquickenden Schatten, und die vielen bequemen weißen Sessel und Bänke sind zu jeder Tageszeit von ruhenden, lesenden und vländernden Kurgästen besetzt, für die diese Stunden einen Teil ihrer Kur bedeuten. Tie nähere und weitere Umgebung mit den gut gepflegten Wegen und den anmutig gelegenen Dörfern dev Nachbarschaft bietet reiche Auswahl an schönen Spaziergängen. An heißen Tagen findet pmn immer in den prachtvollen Alleen, in den dichten Laubgängen, am großen Teich und an den Gradierwerken angenehme Abkühlung. Die schönen Tennisplätze und der Golfplatz werden fleißig benutzt. An Geselligkeit wird im Kurhaus außerordentlich viel geboten. In dieser Woche wird von Mitgliedern des Frankfurter Opernhauses „Ter Barbier von Sevilla" gegeben und beim Richard-Wagner-Abend der Kurkapelle wirkt Kammersänger Heinrich Hensel-Hamburg^Bayreukh mit.
bz. Butzbach , 4. Juli. Gestern verstarb hier im 80. Lebens- cchre der Wagenbauer und Schmiedemeister Georg Müller. Der Verstorbene stand bis im vergangenen Jahre noch im öffentlichen Leben. Er bekleidete eine Anzahl Ehreuäntter. So war er viele Jahre Direktor der hiesigen Bezirksspcrrkaffe Mathildenstift, Äir- 1 Landsmitglied der OrtskranLn kaffe für Butzbach und Umgegend, gehörte dem Faselmarkttomitee an, und war Mitglied der L-andes- pferde-Ausheöungskommrssion.
oa. Kaich-en, 5. Juli. Unfier Dorf wurde vorgestern abend gegen 10 Uhr von einem gewaltigen Unwetter heim gesucht, das von den Häusern zum Teil die Dächer ab hob, die stärksten Bäume mit der Wurzel ausriß und andere glatt umknickte, als seien sie mtt der Sichel gemäht. Das Unwetter setzte mit einem kurzen, starken Hagelschlag ern, dann brauste der Sturm daher, über das'Dorf hin alles vernichtend; binnen 5 Minute:: war das' ganze Zerstörungswerk getan. Auch auf den Feldern ist der ganze Strich, über den das Unwetter seinen Weg nahm, wie gewalzt. Unser sonst so freundlicher Ort sah gestern früh aus, als ob eine Schlacht hier gewütet hätte.
c>3. Nieder - W öl l stadt, 5. Juli. Otto Käsberg, Schütze im Res.-Jnfanterie-Regt. 87, Maschinengewehrkompagnie wurde die hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
Starkenburg und Rheinhessen.
ma. Mainz, 5. Juli. In zahlreichen Fällen wurden Personen augehalten, die ohne behördliche Erlaubnis Obst nach außer hessischen Orten ausführen wollten. Das beschlagnahmte Obst wurde dem städtischen Verkauf überwiesen.
Hessen-Nassau.
H Kirchha: n , 4. Juli. Die Hoch st preise für ein Pfund Landbutter sind mit 1,90 Mk., für ein Ei mit 18 Pfg., für eiu Pfund Rindfleisch mit 1,90 Mk. und für ein Pfund Kalbfleisch mit 1,50 Mk. bestimmt worden.
— Frankfurt a. M., 4. Juli. Durch Selbstentzündung entstand in dem Brttettlager der Kohleuhandlung von Bull ein umfangreicher Brand, der von der Feuerwehr nach längerer Tätigkeit auf seinen Herd beschränkt werden konnte.
— Bad Hom bu r g v. d. H., 1 Juli. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte als Nachkredit für die .Kurverwaltung 16 215 M.. in dieser Summe sind 6000 Mk. für Mehrbedarf an Kohle:: während des letzten Winters und 3000 Mk. für Personal- Vertretungen enthalten. Ein Antrag des Magistrats um Bewilligung von 335 Mk. zur BeffcmAung der Stadttürme und Stadt- iMuern, „um das Hmnburger Stadtbild zu verschönern^, wurde c:nstimmig nrnt der Begründung abgelehnt, daß man für solche Zwecke gegenwärtig kein Geld übrig habe. Tie Rechnung des Orchester-Pensionsfonds für 1915 wurde in Einnahmen und Ausgaben mit 3 865Mk. genehmigt. Ten: Antrag auf Einführung von Fleischkarten gab die Versammlung statt. Sine bestimmte Fleischmenge wird jedoch nicht regelmäßig ausgegeben, sondern nur solange Vorrat reicht", Heber die Lebensmittelversorgung der Stadt entspann sich ein längerer Meinungsaustausch.
--- Bad O r b, 4. Juli. D^ss städtischen Körperschaften beschlossen die Gründung eines „Heimatmuseums für Bad Orb". Die Sammlung, unter der sich schon recht wertvolle Stücke befinden, soll sobald als möglich der Oeffentlichkeit zugängig gemacht werden.
g. Fnlda, 4. Juli. Die durch Schüler der hiesigen höheren Lehranstalten vorgenommeneSammlung zur Volksspende für die deutschen Kriegsgefangenen hat den Betrag von 2300 Mk. ergeben.
g. 33 e b r a, 4. Juli. Bei den heftigen Gewittern, die gestern im Fuldatale niedergingen, schlug der Blitz in den Dörfern Brau u- h a u s e n und B r e i t e n b a ch ein und zündete. Drei landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude wurden eingeäschert und zwei Kühe durch den Blitz getötet.
g. Bebra, 4. Juli. In dem benachbarten Dorfe Breitenbach stürzte gestern das zweijährige Kind des Arbeiters Beck in einen mit Wasser gefüllten Kübel und ertrank.
F. C. Aus dem Rhein-Main gebiet, 5. Juli. Trotz des kühlen und etwas regnerischen Wetters geht die Heuernte ihrem Ende entgegen. Sie ist sehr gut verlaufen und übersteigt an Quantität die vorjährige durchschnittlich um 30—50 Prozent.
Berühmte Hochverratrprozejse.
In diesen Tagen, in denen die Ereignisse sich drängen und die Entscheidung um die Geschicke Europas für JahrhMderte hinaus fallen soll, müssen ganz besondere Gründe obwalten, wenn die Augen der ganzen Welt sich aus einen Mann richten, der weder ein führender Diplomat, noch ein Feldherr, sondern nur ein Hochverräter ist, und wenn das Schicksal dieses Mannes überall mit Interesse und Teilnahme verfolgt wird. Englaird hat mit brutaler Gewalt die Flaminen, die :n Irland aufloderten, niedergedrückt, hat barbarisches Gericht in Dublin geholten, :rur vor dem Mann, der eigentlich die Seele des irländischen Aufstandes war, machte man zunächst halt. Nun aber erscheint Sir Roger Casement vor den: Tribunal, um sich vor seinen Richtern, des Hochverrates an- gellagt, zu verantworten. Tie Sympathien aller rechtlich Denkenden sind nt diesem Prozeß aus seiten des Angeklagten, in dem das unglückliche irländische Volk selbst personifiziert erscheint. Der Prozeß Casement tritt damit in die große Zahl von Hochverrats- zessen, in denen der Richter eigentlich der Angellagte ist. AVer nicht deswegen hat man das Verfahren gegen ihn etwas umständlicher gestaltet als gegen die anderen Dubliner Rebellen- sührer, sondern mit Rücksicht aus Amerika. Es geschieht wohl deshalb, weil nicht nur die Iren jenseits des Atlantik sich für ihn begeisterten, sondern weil jedenfalls weite Kreise des amerikanischen Volkes sich daran erinnern, wie ihre Vorfahren selbst einmal sich von der Brttenherrschaft mit Gen-alt befreien mußten. Stand ja doch zum Beispiel kein geringerer als Benjamin Franklin selbst als Hochverräter vor englischen Gerichten. Er war damals — im Alter von 64 Jahren — als Vertreter von Pennsplvanien, New-Jersey, Massachusets und Georgia nach London gekommen, um Auflage gegen den Gouverneur Hutchinson und dessen gewissenlose Führung der Verwaltung zu erheben. Er verlangte die Entfettung Hutchinsons, aber Wedderburne, dem er gegenüberstand, wies in Gegenwart von 35 Lords seine Klage zurück und nannte den Greis „einen echte:: Aufwiegler", seine nach bestem Gewissen gemachten Angaben aber Lüge und Bosheit. Er kam noch glimpflich weg, denn man entzog ihn: nur das Amt als Oberpostmeister, das er innegehabt. Anderen ging es fchliminer, die gegen den Stachel lütten. Nicht selten habe:: sich übrigens Machthaber der Hochvcrratsvrozesse einfach als Mittel zum Zweck bedient, wenn cs galt, mißliebige Perosenen aus dem Wege zu schafseu. Napoleon hat darin bekanntlich Großes geleistet. Es sei mir an den Hochverratsprozcß des Henri Bourbon, Herzogs von Enghien, erinnert, der in Ettenheim in Bade:: weilte, fern von aller Politik, währe:tt> man ihn Napoleon als die Seele der orleaniskischen Verschwörung des Jahres 1804 hinstellte. Obgleich Napoleon wußte, daß jener gar nichts damit zu tun lxttle, nahm er als echter Korse Blutrache an dem Enkel des Prinzen von Condee und bei Nacht und Nebel urteilte das Militärgericht mtter General Hullin über den Hochverräter Henri Bourbon, der am 20. März 1804 ' im Festirngsgraben von Vincennes erschossen wurde, während man auch die Führer der Verschwörung, Cadondal, die beiden Polignacs und den Marquis de Riviere zum Tode verurteilte, Pichegru aber ohne Urteil erdrosselte. Napoleon hat ja, als Konsul besonders, alle,-die ihm nicht gefielen, als Hochverräter aburteilen lassen, und er stellte eigene Gerichte zu diesen Zweck auf. Die große Revolution war eine gute Lebrmeisterin für den Umgang mit tvirflichen und vermeintlichen Hochverrätern und wir Deutsche haben noch besondere Veranlassung, des „Hochverräters" Joh. Philipp Palm, des Inhaber der Steinschen Buchhandlung in Nürnberg zu gedenken, deü Bonaparte wegen seiner Flugschrift „Deutschland in seiner ttesstenErniedrigung" vom Kriegsgericht in Braunau venrrtetten und am 26. August 1806 erschießen ließ. Mehr tragikomisch erscheint der Hoctwerratsprozeß gegen Louis Napoleon, der nach seinem mißglückten Versuch, Boulogne zu gewinnen, gefangen und vor das Pairsgcricht gestellt wurde, das ihn trotz der glänzenden Verteidigung Berryers und obwohl er sich auf sein legitimes Recht berief, als Hochverräter zu lebenslänglicher Haft verurteilte, ivorauf er tatsächlich 6 Jahre lang als Gefangener aus der Festung Ham saß. Denken wir an die vor noch nicht hundert Jahren erfolgten Folterungen und Hinrichtungen „wegen Freihettssackien" durch Canosa, Ferdinands von Sizilien Polizciminister, an den „weißen Schrecken", der den Jakobtntsmus in Frankreich niederwars, an 2Ättarres Ariklagezustand, an die Geschichte Polens, so stoßen wir aus zahllose Hochverratsprozesse und in vielen sitzt echtes, edelstes Vöenschentum, reinste Vaterlandsliebe ans der Anflagebank, wie auch jetzt mit Roger Casement, der gleich dem Bostoner Volkstribun John Adams ,1765» den Briten die Worte entgegen,chleirdern könnte: „Ich habe Rechte, die älter sind als jede irdische Regierung, Rechte, die durch mettschliche Gesetze weder aufgehoben :rvch beschränkt werde:: können. Rechte, die der große Gesetzgeber des Wettalls gegeben hat."
Sernrischtes.
* Bern, 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Ueber der Gegend von Toulouse wüten seit zwei Tagen Stürme von außergewöhnlicher Heftigkeit. Durch Wolkenbruch und Hagelschlag wurde die Ernke in fünf Departements aufs schwerste mitgenommen. In Toulouse selbst richteten Blitz und Hagel große Verwüstungen an.
* leütua, 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich). Seit nachts ist der Du lkan auf der Insel Stromboli in Tätig- k e i t. Schlepper der Seewehr von Messina sind sofort zur Hilfeleistung abgegangen.
NmVerfitäLs-Naebrichten.
s I M a r b u r g. 4 Juli. Unter der Bezeichnimq „F r i e d h o r hat sich cm der hiesigen Universität ein katholischer Studentinnen- verein aufgetan.
Hk. Frankfurt a. M., 5. Juli. Wie wir hören, hat Professor vr. jur. Ernst R a b e l in Göttingen den ait ihn ergangenen Ruf auf ein neubearündetes Ordinariat für römisches, deutsches bürgerliches Recht und Rechtsvergleichung an der hiesigen Universität zum 1. Oktober d. Js. angenommen. Seine Versetzung ist vom Minister bereits verfügt.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen.
Juli
1916
|ol
S ^
i->
c S
2" u — QJ
Q>
6*
S *5:
SS £ =
JA
. 0 jo E
jO
i
Jffc
OB“ =
COjd
L =£
■O —rS]
, - .
WeUtt
4- 2»
_
21,8
11 . 8 ;
61
_
3
Sonnenschein
4.! 9"
• —
19,0
13,5 !
82
—
—
10
Bed. Himmel
5.! V b
17,2
13,7
93
10
» »
Höchste Temperatur am 3. bis 4. Juli 19lg: -s- 21,9*0. Niedrigste „ , 3. , 4. „ 1916: -t- 15,2*0.
Niederschlag 2,2 mm.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen an: DonlierSlag. den 6. Juli 1916 ; Allmähliche Abnahme der Bewölkung, meist trocken, Temperatur wcnlg geändert.
Letzte Nachrichten.
Das französische Parlament und die Offensive.
Kristiania, 5. Juli. Depr „Landbladet" zufolge war die große Ententeoffensive erst für den Spätherbst beschlossen. Jedoch die drohende Haltung der französischen Kammern Opposition veranlaßte schon jetzt die vorzeitige Entscheidung.
Haag, 5. Juli. Londoner Blätter berichten, daß der französische General Foch zusammen mit den: brttischen Oberkommandierenden Haig die jetzige Offensive vorbereitet habe. Die beiden angreifenden frairzösischen Heeresgruppen stehen unter dem Kommando der Generale P e t a i n und F a y o l l e. In der Champagne hat General G o u r a d den Oberbefehl.
Die englischen Opfer.
Amsterdam, 5. Juli. Nach einer Mitteilung aus London hat das Eintreffen Tausender Verwundeter bei der "Se* völkerung einen unangenehmen Eindruck gemacht. Die Soldaten sagen, daß sie froh wären. Mit dem Leben davongekomMen zu sein. Mehrere äußerten, daß sie nicht mehr an solchen Känipsen teilnehmen wollten. Aus den: Umstande, daß die Verwundeten diesmal in- so großer Zahl nach London gebracht werde::, schließt man, daß die Verluste enorm hoch sind, da hinter der Front beretts^alle Lazarette übersültt sind und auch noch Verwundete nach Süd- franttcich befördert wurden.
Englische Witwen und Waisen.
Zürich, 5. Juli. Nach Londoner Meldungen wurde im englischen Unterhause mitgeteilt, daß es bis znnr 1. August dieses Jahres in England ungefähr 6 000 Kriegerwitwen und nicht weniger als 150 000 .Kriegslvaiseu geben wird. (Hierbei fft zu beachten, daß der größte Teil der brttischen Soldaten unverheiratet ist. D. Red.)
Russische Ernäürungsfragen.
Stockholm, 5. Juli. Auch^ dem neuen russischen Kriegsminister General Schuwajew, der in erster Linie die Er- nährnngsttagen der russischen Feldarmeen regeln soll, scheint diese: Sisyphusarbeit nicht gelingen zu wollen Soeben hat er in seinem^ Ministerium ein neues Komitee errichtet, das in sich alle Maßnahmen der Regierung bezüglich der Beschaffung von Arme^- proviairt vereinigen soll. Im betreffenden Bericht heißt cs in wörtlicher Uebersetzung: Das neue Zentralkomitee soll namenttichj zu der bisherigen Armee-Verproviantierung seitens des Semstwo- :rnd Städtebundes das Gegengewicht bilden und durch die dadurch geschaffene Konkurrenz die Preise Herabdrücken. Also zwei Behörde:: ün löblichen Wettbewerb zwecks „Herabdrückung" der Preise".
Die griechische Militärpartei.
Bern, 5. Juli. Eine Havasmeldung über die Verhaftung von 10 griechischen Offizieren in Salonitt ergänzt die Säboniker Melduru; des „Corriere della Sera" folgendermaßen: Der größte Teü der ii: Salmttki zurückgebliebenen griechischen Offiziere ist Nach den Ereignissen mit der Haltung der Partei von Vcnizelos und seiner Blätter unzusriede::. Der Zwiespalt zwischen der Partei von Vcnizelos und der Militärpartei, die der abgegcnrgenen Regierung günsttg gesffrnt war, wird immer größer. Ein in Salon:ki erscheinendes neues Blatt, das das venize- lfftische Pvogranlm versicht, veröfsenttichte nun dieser Tage Artikel, die das Mißfallen der Ossiziere erregten, woraus sich jüngere Offiziere eines griechische:: Artillerie-Regiments in die Redaktion des Blattes begaben, povtesnerten, die Fenstersckicibcn, Möbel und Manuskripte sowie ein Bild von Benizetos zerstörten und dem Di- rettor sowie dem Redakteur des Blattes durch Säbelhiebe einige Wunden berbrachten. Nach der Untersuchung wurde:: 10 Offiziere verhaftet, die wegen des Belagerungszustandes vor das französische Kriegsgerrchl gestellt werden. Zurzctt sind sie in dem sranzösi- : Militärgefängnis untergcbracht.
Japanische Seekontrolle.
Haag, 5. Juli. Der „Nic:nvc Rotterdamsche Eourant" berichtet, daß in d«: Gewässern von Nieder!ändrsch-J:ü>ien an der Küste von Sumatta holländische Paket schiffe durch ia- panische Kriegsschiffe angehalten und untersucht worden sind.
fiter SnMiw
würde den Abtransportvon ca. 1500 Tonnen Quarzit von uns. Grube Treis z. Bahnhof mit eigenen Leuten und Fuhrwerk übernehmen?
Stveckcr & Kunz G. m. b. H, Cöln—Mülheim.
Die
hat in der Zeit vom 3. bis 14. Juli in den Vormittagsstunden von 8 bis 12 Uhr in den Bcrteiluugsstellen zu geschehen.
Der Anteilschein oder die Anteilkarte ist
mit abzuliesern. 4724
Konsumverein Giessen u. Umg.
DMnaaMi SkäSüs
Achtung'. Achtung:
Hausfrauen! Morgen Donnerstag
nochmals:
großer Obst- Verkauf
auf dem B r a n d v l a tz.
0105571 Iran Huhn.
Heidelbeeren,
das Pfund 28 Pfg., in jeder Menge, versende: gegen 9kach- nahme I010550
Zosc-h Mer, Schlitz.
Bürsten
Besen
Türvorlagen Kämtne «sw.
empfiehlt in bester Qualität
Wilhelm Leichtweis,
Bärsteiiiabrikation a.Handlg., Lonuenstrnßc 18 . >♦*
Hühneraugen
und Hornbaut verschwinden bald nach Gebrauch von i 4796
Karns Hdbaf.ranaenmittal. Central • Drogerie. Schulstt.
Gassparherde Gaslampen m
in grosser Auswahl 5 empfiehlt billigst *
i. Thörner»
Instali.-Geschäff, LadwigslraM


