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bige, sind 'heute morgen gagen V«S Uhr vom Bähmhos auf fcein Welch Aliceskratze, Äwwigsstraße, Kaiser-Mee rrach bt >sigen Geftnrgenenlager überführt tmrtoen.
^ Entwendet. Am 14. Juni 1916 in der Mittagszeit tnuvde hier in Gießen eine glatte goldene Anker-Re m.- Savv nette-Herren--Uhr, 565 gestempelt, aus dem Rückdeckel in großen Buchstaben das Monogramm „W. A.", der Fabrik- rtuntm-er 420 858, mit einer goldenen femgliebmgen Panzer- Kavalier kette mit Stübchen-Güed-ereirrlage, an der sich ein glattes goldenes Medaillon und ein kleines silbernes,' Messeräzer. besuud. aus denr aus der einen 'Seite in einem Lorbeer-- Mlrauz die Zahl 50 und auf behänderen Seite die Worte „Weihnachten 1665 — 1915 " stehen, entwendet. Sachdienliche Mittei- [ lnngen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
** Feldpostbriefsendungen werden täglich in großer Anzahl bei den Postanstalten aufgAiefert, die das Gewicht von 50 Gramm überschreiten, das für portofreie Feldpostsendungen zn- gelassen ist. Die «Lendungen sind aber nicht frankiert. Hauptsächlich t : adelt es sich um Briese mit Tageszeitungen und Zeitungen ‘Trit Bildern. Derartige Sendungen missen nach den geltenden Bestimmungen den Absendern zurückgegeben werden. In sehr dielen Fällen iit aber der Absender auf dar «Sendungen nicht vermerkt, so daß sie als un-anLringlich behandelt werden. Es ist begreiflich, daß hieraus für den Absender wie für den Empfänger manche Un- amiehmsichkeiten entstehen. Um diese zu vermeiden, ist cs unbedingt erforderlich, die Bestimmung ya beachten, daß Feldpostsendungen nur bis zum Gewicht von 50 Gramm portofrei befördert werden. Ferner muß der Absender jedesmal aus den Feldpostsen- d n n gen an-gegeben iverden.
Pferdeversteigerungen. Dienstag, den 20. und eventuell Mittwoch, den 21. Juni, von vormittags 10 3/ 2 JI h r ab, kommen auf dem Hiofe des Jagdschlosses Kranichstein 100 Stück über ein Jahr alte reguirierte Fohlen zur Versteigerung. An den Berstsigerungen können nur hessische Land- 'ni'7» nu? ilnnen. Die Versteigerungen erfolgen gegen Barzahlung.
' Eü ' Rückwergutun g aus die Steigpveife wird für diese Fohlen . iviäyt gÄväbrt. Die näheren Berkaufsbedingungen werden vor ' Begrün der Versteigerung bekannt gegeben.
Landkreis Gießen.
«. Dllendorf a. d. Lahn, 16. Juni. Gefreiter Keiner, 'Inhaber des Aßlarer Fahrradhauses Allendors a. d. Lahn, beim Stabe der Sanitäts-Kraftwagen-Abteilung 9, wurde am 10. Juni pjum Unteroffizier befördert.
wd. Lang-Göns, 16. Juüi. Eine große Untersuchung Ssegerr ttc&er$^^Teii:^;^tg der Butterhöchstpreise 1 wurde gestern unverhofft durch Wachtmeister Münch aus i Wietzen -in hiesiger Gemeinde vorgenornmen. Es stellte sich
- heraus, daß Landwirte für das Pfund Butter bis zu i 2.10 Mk. gefordert und auch bekommen hatten. Der Höchstpreis wurde also um nahezu 25 Prozent überschritten? Eine
- große Anzahl Verkäufer und Mufer wurden ermittelt und .werden hoffentlich zur Anzeige gebracht, so daß sie ihrer gerechten Strafe nicht entgehen. — Am 1. Pftngstfeiertaa irerübte die 40Mrige Ehefrau des Bahnwärters Gothe von hier in ihr«: Wochrung durch Erhängen Selbstmord. Ein körperliches Leid«, soll die Ursache der Tat gewesen sein.
e. Lich, 15. Juni. Küsermeister Karl Jung von hier erhielt, nachdem er kürzlich zum Unteroffizier befördert und mil dein , Ei einen Kreuz ausgezeichnet wurde, »unmehr auch noch die Hess.
. ' a p f e r k e m s m e d a i l l e.
Kreis Alsfeld.
~ Ass bem Ohnrtal, 15. Juni. Gewaltig Regen- tn zzigz'ii Mo in den letzten Tagen niedergegangen; so daß eben^-Legene Aecke-c voüstärchig wtisx Wasser stehen. Die Ohm d . n:, Emmchen Jahren zur selben Zeit ausgetrockner ist, ist F^rall üvec die,U?er getreten. — Die Früchte des WEmersamens. (§** 4 ^ DerdeR sM. haben chmtz den vor tzsser Zeit
NLedergegrurgenen Hagel sehr gelitScrr, wodurch eine gute Samen- bildnng nicht möglich war. D«.e «Schoten sind bereits abgestoitzsr und enthalten infolgedessen nur gering enüvick^te «Samr-uküoivec.
VesMLschts».
* G a l l i e n i-An e k d o t e n. Anläßlich deS Mblebens des Pariser Stadtkommandanten und Kriegsministers General Galliens erzählt einer seiner Ordonnanz-Offiziere im „Gaulois" eine Reihe charakteristischer Anekdoten aus dem Leben des Generals, der zu Frankreichs hervorragendsten Männern gehörte. Berühmt war die Langmut Gallienis, die ihn immer in gleichmäßiger Laune erhielt, und selbst bei Gelegenheiten, die andere in Zorn gebracht hätten, seine unerschütterliche Ruhe und gleichmäßige Liebenswürdigkeit bewahren ließ. Als er noch Gouverneur von Madagaskar war, beging einer der chm untergebenen Beamten das Versehen, ihm an Stelle eines von der Kolonialregierung eingeforderten amtlichen Rapportes einen Privatbrief zu senden, der eine Menge nichts weniger als liebenswürdiger Bemerkungen über die Persönlichkeit Gallienis enthielt. Am nächsten Tage ließ Gallieni den Beamten zum Frühstück zu sich laden und er behandelte ihn mit so bestechender Gastfreundlichkeit, daß der verwirrte Uebeltärer vor Aeußerungen der Dankbarkeit und des Entzückens überfloß. Am Ende der Mahlzeit übergab Gallieni seinem Gaste das verhängnisvolle Schreiben mit den Worten: „Hier ein Rapport, den Sie mir irrtümlich zusandten und für deffen Inhalt mir jedes Urteilsvermögen mangelt." — Unter den Soldaten war Gallieni darum besonders beliebt, well er fie, wenn die Gelegenheit es gestattete, völlig als Kameraden zu behandeln suchte. Als Gallieni bei einer Parade einem Soldaten persönlich das Militärkreuz an die Brust heftete und ihm die Hand drückte, gewahrte er, daß der von der Stimmung des Augenblickes überwäliigte Krieger in Tränen auszubrechen drohte. Um dies zu verhüten, beugte sich der alte General vor und flüsterte dem Soldaten ms Ohr: „Schnell, umarme mich, und denke dir, ich wäre ein hübsches junges Mädchen.- — Bezeichnend für die Leichtfertigkeit, mit der schon zu Begum des Krieges in Frankreich die verschiedensten Nachrichten auS dem Felde frei erfunden und in der Oefsentlichkeit verbreitet wurden, ist das folgende Geschichtchen: Im August 1914, wahrend die Deutschen in unaufhaltsamem Vormarsch durch Belgien in Frankreich eindrangen, nahm Gallieni mit zwei Freunden und seinem Adjutanten eine Mahlzeit in einem Pariser Kaffeehaus ein. Da Gallieni und seine Begleiter in Zivil gekleidet waren, fielen sie nicht weiter auf, so daß die Leute an den Nebentischen ungestört mit lauter Stimme ihre Gespräche über den Krieg fortsetzten. Plötzlich kam ein neuer Gast heran, der schon von weitem laut rief: „Wißt ihr schon das Neueste: wir haben den Deutschen das Elsaß entrissen. «Soeben ist General Gallieni mit sechzigtausend Mann in Kölmar eingezogen!" „So macht man heutzutage Geschichte!" sagte Gallieni mit halblauter Stimme, und sein Mund verzog sich zu einem bitteren, traurigen Lächeln.
Öcri^tsfaöl.
SrtsMffche
Sabbatfeier am 17. Juni 1916:
Freitag abend 8,30 Uhr. — Samstag v or« . 8#30 VQß. — Rachm. 4*00 Uhr. — Sabbatausganq 10*40 Uhr. — Wochengottesdienst morgens 6.00, abends 8.30 Uhr.
Wittenrugsbericht.
(Oöffentlicher Wetterdien^LJ
Glatzen, bat 15. 3Km fSS£.
Das unbeständige Wetter der vorigen Berichtswvche hackt auch in dieser Berichtswmhe — 6. bis 13. Juni — cm. Im Südvftar über dem Festland lagerte am Anfang der Woche hkcher Tünch während von Nordwesten her eine starke Depression sich langsam ostwärts bewegte. TeiÜvirbel dieses Tiefdruckgebiets Mgen wieder> holt über unseren Bezirk und brachten uns zum Tat heftige S&gafe fälle; auf ihrer Rückseite heiterte sich das Wetter dann für kurze Zeit auf, um bald durch neue Terltiefe beeinflußt z« werden, so daß an jedem Tage mehr oder weniger starke SGÜgen* fälle nieder gingen. Die Temperaturen lagen während der ganzen Woche relativ niedrig. Zwar stiegen sie in der ersten NWr dlietzr Berichtswoche ein klein wenig an, besonders die TageÄanperatnva^ so z. B. das Terkiperattrrmaximum in Gießen von -ff 15 Gvad auf -ff 19 Grad, das Temperatnrminimnnr von uugeDhc -ff 12 Grad auf -ff 15 Grad. Von «Lxrmstag, dar 10. Juni an sieben basm wieder die Tagestemtperaturen und zwar das TemperaLmwaximum: bis ans -ff 13 Grad am Dienstag, den 13. Juni und das Tagesmittel bis auf -ff 10 o an demselben Tage. Am Samstag hatte sich der Äern der nordwestlichen Depression verhaltmsMäAg stark nach Osten (^üdsicmdinavien) verlagert, so daß wir ans die RückseÄe des Tiefdruckgebiets zu kommen schienen, zumal von Südwesten her der Druck stark anstieg und sich nach Deutschland hin ausbreikete. Auf der Grenze zwischen diesem südwestlichen Hochdruckgebiet und dem nordöstlichen Tiefdruckgebiet hielt jedoch auch noch am Sonntag, den 11., das unbeständige, wenn auch ntchr trockene Wetter an. Dre Winde an der Nordseeküste, besonders die von Helder, Vlissingen urrd Ostende ließen bereits am Samstag und Siornttag darauf schließen, daß über England und überhaupt int Nordwesten wieder ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet lagerte, das langsam südostwärtZ vorzudringen, schien. Und in der Tat war diese nordwestliche Dv- presiion bereits am Montag, den 12., stark nach «Südosten bis nach Deutschland hin vorgedrungen. Wir lagen bereits wieder auf der Grenze zwischen dem fsstläudischen hohar Druck und dieser neuen Depression. Teilwirbel dieses Tiefdruckgebiets zogen wieder über unseren Bezirk und brachten uns neben starken RMenfDlen auch Gewitteverscheinungen mit strichweise Hagelschlag. So schnell diese Depression herannahte, so schnell zog sie auch wieder ab. Zwar steigt auf ihrer Rückseite rm Südwesten der Druck etwas an; da jedoch rm Nordwesterr wieder eine neue Depression zu lagern scheint — es fehlen zur richtigen Beurteilung die Meldungen der feind- lick>en Staaten —- so müssen wir vorläufig noch weiter mit unbeständigem Wetter rechnen.
[] Marburg, 15. Juni. Das Schöffengericht verurteilte heute einen junge« Burschen, der wiederholt gegen die Bestimmungen des Generalkommandos, betreffend den Wirtshausbesüch Jugendlicher, gesündigt und schließlich einem Polizelbeamten der seinen Namen feftstellen wollte, siech entgegengetreten war. zu 60 Mk. Geldstrafe.
MVchleche Aaehriehtett.
Samstag, den 17. Juni, abends 8*/, Uhr, in der Stadttirche. Vortrag des Pfarrers H i l b r a n d t aus Heilsberg über Ostpreußen'
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Israelitische ReilglMSHememde.
Gottesbierrft in der Shnirgoge (Süd-A«»«qch.
Samstag, den 17. Jun: 1916:
ml 8 * 30 U ^ r ‘ Morg8.30 Uhr.
A b endL: 1<MH) und 10.40 Uhr.
Me!eoro!ogische Seobachtungen der Station Gießen.
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bSchst« remporatiu: ma U. bis 16. Juni 1316: + UJ*a SHeönflße . . 14. , 16. . 1316: + 9,3*0.
W«ü«rschlag 0,3


