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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger sür Oberhessen
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programmrede des italienischen Minifterprafi-enten Bofelli
(WTB.) Grohes Hauptquartier, 29. Juni. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Das Gesamtbild an der e n g l i s ch e n und amNord- flügel der französischen Front ist im wesentlichen das gleiche, wie am vorhergehenden Tage; die Vorstöße feindlicher Patrouillen und stärkerer Jnfanterreabteilungen, ssroie auch die Gasangriffe find zahlreicher geworden. Ueber- all ist der Gegner abgewiesen, die Gaswellen blieben ohne Ergebnis. Die Artilleriekämpfe erreichten teilweise größte Heftigkeit.
Auch an unserer Front nördlich der A i s n e und in der Champagne, zwischen Auberi'e und den Ar- gounen entfalteten die Franzosen lebhaftere Tätigkeit; auch hier wurden schwächere Angriffe Leicht zurück- gefch lagen.
Rechts der Maas, nordwestlich des Werkes Thiau- mo nck, fanden kleinere Jnfanteriekämpfe statt.
Deutliche? Kriegsschauplatz.
Russische Angriffe einiger Kompagnien zwischen Du- b a t o w k a und Snrorgon scheiterten im Sperrfeuer. Bei Gnefsitschi (südöstlich von Ljubtscha) stürmte eine deutsche Abteilung einen feindlichen Stütz- punktöitlich desNjemen, nahm zwei Offiziere, sechs- undfüMig Mann gefangen und erbeutete zwei Maschinengewehre, zwei Mrnenwerfer.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Mhts Neues.
_. Oberste Heeresleitung.
Herr Böselki. der Herrn Salandra am Steuer des italienischen Staatsschisses abGfte, hat der italienischen Kammer gestern sein Programm ausgebreitet (siehe 2. Blatt), von dem man nicht sagen kann, daß es etwas Neues enthielte. Frau Jtalia bleibt bei der bisherigen Mode; sie hat ihr färbenschiklerndes S-taatskleid, das aus so lvenig widerstandsfähigem Gewebe hergestellt ist, noch einmal frisch aus- gebügelt, und Herr Boselli sagt chr dazu tausend Schmeicheleien. Auch er spricht vom Kampsrecht der Zivilisation, von den rosigen Aussick)ten, „sobald Italien in seinen durch seine^Sprache-bedingten Grenzen hergestellt sei". Boselli lobte seinen Vorgänger Salandra und verwies auf die Mitarbeit der verschiedensten Parteimänner in seinem eigenen Kabinett, die die Wirksamkeit der italienischen Tatkraft bis aufs äußerste steigern würden. Die eigentliche Wirksamkeit der italienischen Tatkraft wird ja zwar von Cadorua und seinem Heere ausgehen nrüssen, und daß es Elemente gibt, dw mit dem Kurs Salandra und Boselli nicht einverstanden sind, Hai dieser selbst zugegeben, indem er drohte, er werde gegen solche Elemente, foe an dem gegenwärtigen Aufputz der Frau Jtalia etwas auszusetzen haben, „wachsam und unbeugsam" sein. Der Generalissimus zeigt in seinen Berichten von der Front ein frohes Gesicht; er tut, als hätte seine Offensive die Oesterreichcr zur Berkürzmrg ihrer Front zwischen Brenta und Etsch genötigt, und fließt über in Lobpreisungen der Tapferkeit seiner Soldaten, die in Stellungen des Feindes stürmten, die dieser — am Tage vorher verlassen nnd fteiwillig ausgegeben hatte. An dieser Kornödie wird der General Brussilow wenig Freude haben, zumal er sich mit den österreichisch-ungarischen Verstärkungen abftnden muß, die von der italienischen Front wcggenommen nnd an die Ostgrenzen verbracht worden sind. Brussilow- macht noch immer wütende Anstrengungen, das Eindringen in die Bukowina auch nach Norden hm zu sichern. Der neueste Wiener Bericht meldet von einem schweren Massen- angriff der Russen in einer Frvntbreite von 40 Kilometern, >ostlich von Kolonien. Dort, und weiter südlich, bei Kuty, war bekanntlich die feindliche Offensive seit längerer Zeit zum Stehen gekommen. Ueber die Nachwirkung des russischen Eingreifens aus den anderen Kriegsschauplätzen schreibt der Berner „Bund" in seinen Kriegsbetrachttnigen:
Die Österreichisch-ungarische Hnresleitung hat imist gehatwelt, als ne ihre Treuttnosiont zurücknahm und verkürzte, so bitter dieser Entschlutz auch geweste)ern mag. In welcher Lüne sich die Xti nee befestigt, ob aus devl Nordplateau von 'ütstago-Arsierv oder -weiter ftickwärls, wird sich bald zeigen. Ta die Flügel sich überhaupt nicht wert genug nach vom gezogen hatten, ist die Verkürzung der /hront auch aus taktischen Gründen angezeigt getvesen Unter dun-en GesichtH-unkden erscheint die österreichische Meldung hngeitörteii Zurücknahtue durchaus glaubwürdig nnd den Berhaltnmen enrwrechend Es ftagt sich, ob die Zurücknalmn dre Moral.des Gegners nuiyt >o hoch treibt, dach er den zweifellos bexttngtvkn österreichischen Kräften die Behauptung nördlich Asiago-Ärsievo unnwgllch niacht. Geben die Oesterreicher nicht nur das Posrna- ^unv Arsachtal, sondern auch den Monte Cimvne den Monte .>>n^rotto preis, so steigt der italienische Gegeu- angrip t^der znm Nordplatean Henaus. Dje Qesterveicher habere -rund ehre Flügels teilungen sest zu vet aukertt, rrm daraus gestützt da-- Gesetz des Handelns mdyt ganz aus der Hand geben zu müssen.
, Wie den ftalckuern, die nun eitrig Folgen. die russische Osien- nve zugute gekomnnne ist —* die Maßnahmen ihrer eigenen Heeresleitung nnd das zähe Festhalten am Monte Pasubio und Monte Eengro tverderr durch deche Feststellungen in keiner Weise beemträch- "gt -- so send dre Türken durch die Wegnalnne russischer Truppen von der Kautäsussront erläichtert wordeir. Mamaeliatun' est in ihrem -desch gebleeben und ein Durchbruch auf Erz-erum ut bic Nähe ge- rüdt, turnt auch noch nicht erkämpft. Im Raume Trapezeoet stehen
die Russen unter Gegendruck und rat Raume Näosul zum mindesten unter osten stver Bedrohnng. Eon Bagdad aus strahlend hat die türkische Gegenoffensive den Raum Kasr-i-Schirin wieder sicher- gestellt und en der Richtung Korna alle Positionen behauptet Offenbar werden die Engländer dort durch die Sommergluten in der Bewegung ihrer Operationsarmee stark gehindert. Ob die Aufhellung der strategischen Lage der Türken votr Dauer ist, hängt zum Teil vmt der Entwicklung der Dinge an der ruffischen Front und cntgbo-tndischeit ^Nachnahmen ab.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien. 29. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 29. Juni 1916.
R u s s i sch-e r K-r i^g^s s ch a u p l a tz.
Bei Jzwor in der Bukowina zersprengten unsere Llbteilungen ein russisches Kavallerieregiment. Im Raume östlich von Kolo mea erneuerte der Feind gestern in einer Frontbreite von 40 Kilometern seine Masscnangriffc. Es kam zu erbitterten, wechselvollen Kämpfen. An zahlreichen Punkten gelang es dem aufopfernden Eingreifen herbeieilender Reserven.den überlegenen Gegner im Handgemenge zu werfen jedoch mutzte schlietzlich in den Abendstunden ein Teil unserer Front gegen Ko lo mea und südlich davon zunickgenommen werden. In der Dnjestr-Schlinge nördlich von Oberty wiesen österreichisch-ungarische Truppen zwei überlegene russische Angriffe ab. In gleicher Weise scheiterten alle Versuche des Gegners, die westlich von Nowo-Poczajew verschanzten Ab teilungen des Eperjeser-^lfanterie-Regiments Nr. 67 zu werfen.
In Wolhynien verlief der Tag verhäitnismätzig ruhig.
Jlakrenifcher Krregsffchauplatz.
Gestern nackmnttag begannen die Italiener einzelne Teile unserer Front ans der Hochfläche von Dvberdo leb Hafter zu beschietzen. Abends wirkten zMreiche schwere Bat terien gegen den Monte San Rftchele und den Raum von San Marrino. Nachdem sich dieses Feuer auf die ganze Hochfläche ausgedehnt und zu grotzer Stärke gesteigert hatte, ging die feindliche Infanterie zum Angriff vor. Nun entspannen sich, namentlich am Monte San Michele, bei San Martins und östlich Vermiglian sehr heftige Kämpft, die noch fortdauern. Alte Vorstötze des Feindes wurden zum Teil durch Gegenangrfff abgeschlagen. Am O^örzer Brücken topf griffen die Italiener den Südteil unserer P-o d go r a Stellung an. drangen in die vordersten Gräben ein, wurden aber wieder hinausgetvorftn.
Zwischen Brenta und Etsch gingen feindliche Ab teilungen verschiedener Stärke an vielen Stellen gegen unsere neue Front vor. Solche Vorstötze wurden im Raume des ^Nonte Zebio. iwrdlich des Posina-Tales, im Brandtal und am Zugna-Rücken abgewicsen. In diesen Kümpfen haben unsere Truppen etwa 200Gefangenc gemacht.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Ruhe.
Der Stellvertreter des Chefs des Generaistabs v. Hofer, Feldmarschatleutnant.
Der türkische Bericht.
Konstanttnopel. 29. Juni. -WTB.) AEche Richtig- steNtrna vom 14. Jrmi 1332 (21. Juni 1916).
Ter russische amtliche Bericht vom 21. Juni meldet, daß russtsche Aufklärer in Richtung Diarbekir aus Henterhalten hundert Soldaten einer türkischen Truppe ersächssen hätten, die im Begriffe waren, einen vorgeschobenen Posten abzulöstie/ uird batt russische, aus Georgiern zusaminettgesetzte Trieppen m Richtung Moßul in der Gegend von Rewanvuz eite erfolgreiches Treffen mit einer kurdischen Bande gehabt hätten. — Es hat keine Kanepf- handluwg dieser Art an der Kaukasusfvont utrd im Irak ftaltge- smrden. Tte Russen, die sich melstere Tagemärsche von Diarbekr wnd Mos)ul entfernt beffndew and die sich nach blutigen Kämpfen von dreser Front in Auslösung znrttckgezogen ballen, verbreite^ falsche Nachrichten, indem sie melden, daß Kämpfe in diesen Gegenden ttatt-gesunden haben. Tie erfundenen Bebauptumten der Russen haben vor allem deir Zweck, die Mißerfolge zu verschleiern, die sie in dvesete Gegenden erleiden. 'In kürzlich in der Gegend von Retvandnz gelieferten örtlichen Gefechteti wnrde übrigens sestg^stettt, daß die Russen Du in - Dn m - G e s cho s s c gebrauchen.
Der russische Bericht.
Petersburg, 28. lJuni. Nachmittags 3 Uhr.
Westfront: Südösttrch von Riga unternahm der Feind in der Nacht des 27. mit beträchtlrcheti Kräften eine Offensive auf der Seite von Pulkarn, nachdent er Trommelfeuer aut unsere Stellungen gerichtet chnd von Rauctstiwlken (^brauch gemacht hatte Tank den rechtzettig eingetroffenen Berstärkwegeee enrd mit Beihilfe unserer Artillerie, haben wir die Deutschen nttt schwere:e Verlustere Kr ste zurt'ickgdtvorsetl. An der Tüna uird in der Gegerrd von ^akobstadt Artillerie- und Jnfanterieseuer.
Tie feindlichen Flugzeuge machen häufiger Uebersälle auf unsere Lraren und werfen dort Dombeie. Im Laiist eines nächtlich cne Bonibardemetits der Stadt T ü n a b u r g toafteu die deutsch-ne fluger -68 ^Bombeie. Es gal' Opfer. Der Materialschaden ist un- -edeutend. Zwei Petroleuinzisternen gerieten in Brand.
. Wer haveu dupch unser Feuer einen Versuch des Gegners, vre Offetpive südlich von Krewo wieder zu ergrerseu, abgewiesen.
Aus dem Rest der Front bis in die Sumpfgegend von Rvkitno Feueraustausch.
Am Abend des^26. griff der Feind in der Gog«id der Ortschaft Liucwka am Stochod mi. Er wurde abgewiesen. lVergl. gestrigen deutschen Tagesbericht.) Er behielt dorr ein l>eftiges Artilletieseuer bei. Der Gegner, der unsere Offensive in der Bukowina auszuhaltetr versucht, verhinderte uns an manchen Orten mit allen niöglichen Mitteln am Bau von Brücken oder er verstechte diejenigen, welche bereits erbaut sind, zu zerstören. Trotzdem überwinden unsere Piowere und utesere Genietruppen alle Hindernisse und erfüllten mit Erfolg ihre Aufgabe mit einer bewundernswerten Selbstverleugnung.
Kaukasus front: Südlich des Urmiasees hüben wir die Türken voti der Gegend des Fleckens Ban gegen die türkisch- persische Grenze zurückgewoffen. In der Richtung von Bagdad haben wir dw türkischen Truppen geworstte und sie gegen die Grenzgegend von Katapschahine zurückgeworsen.
^Zweites russisches Communigue vom 28. Juni: Dchü Feinde, der die Offensive in der Gegend der Meierei südwestlich von Lipk, nordöstlich des WpgonowÄoje-Sees, wieder ausge- nonttnen hatte, gelang es!, aus unser Ufer der Schtschara einzu- drtngen, aber er tvurde darauf tmeder vertrieben. Wir haben unsere Stellungen wieder besetzt. Ans der>Front Kvlky—Bvguschiowka tend am St och o d fahrt der Feind fort, unsere Linien mit großkalibrigen Geschützen zu bombardieren. Auf der Front weiter südlich Artillerie- uud Jnfanteriefeuer. In der Gegend von Neswitsch, tichwettttch von Luzk, siel ein durch unsere Artillerie abgesckvffenes otterreichitches Nugzeng herunter. Der Flieger und der Beobachter wurden verwundet gefangen. An der Eleren Strypa erön- nete der Feind an zahlreicheti Pmrkteie een Feuer aus schwerer Ar- tüterte. Am 2z ^um verfolgte unser Fliegerunterleutteant Qrlow, bemt $ rum zehnten Male auf eine Höhe von -400 Meter angetttegen war, einen feindlichen Meger, lieferte ibm emen Kamps nnd zwang ihn bei der Ortschaft Podgaitsy, hernnter - zugehen. der Richtung von Czernowitz haben unsere Druvveu oeu rTerad eeber den Dubvwetzslnß. einem südlichen Nebenfluß des Pruth, der t ich in diesen Fluß bei Zablutow ergießt, zurückgeworsen r-u b rl { ^ni Secirf > ten der Armee des Generals Brussilow belauf^ sich che Gesamtzahl der in der Zeit vom 4. bis -.um 2 -. ^nni geniachten Gefangenen und Beute aus 4031 Gene- rale, Ofsiziere und Regimentsärzte, 194 041 Soldaten, 219 Geschütze und 144 L>cheinwerser.
Ein neuer rusfifth-rumänischer Zwischenfall.
det ^^Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Az Est" mel
det aus Bukarest: Em russisches Torpedoboot lies am ü.eenstag aus der Rückkehr aus Ismail in den rumänischen S a t ck -Kanal eilt. Da er das Signal der rumäni
schen Greirz Posten zum Stehenbleiben nickt beachtete, gaben die Wachen mehrere Schüsse ab, worauf das Torpedoboot hielt Ein russischer ^oldch svurde verwundet. Ter Kommandant des Torpedobootes erklärte, er fei irrtümlich in rumänisches Gewässer ge-
njurbc ^ ^ das Torpedoboot fteigelasseu
Aus Griechenland.
^.Amsterdam, 29. Juni. lWTBd Tie „Times" erfahren aus Athen, daß der sranzösische und der britische Ge- IssJ^te ihren Regierungen den Rat geyebeti hätten, der gri^ chlschett Regierung eine Anleihe zu bewilligen.
Tte allgemeine Demobilisierung tritt Samstag m Krast..
Das bulgarische Parlament.
Sofia, 29.Juni. (WTB.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agetttur. Die zweite außerordentliche Session der Sobranje wurde gestern nachmittag voti dem Ministerpräsidenten Radoslawow eröffnet, der im Namen des Königs folgetide Thronrede verlas:
Ter Krieg, den Bulgarien zur Verwirklichung Heiner Einheit führt, und dre Ereignisse im Zusammenhang mit den mÄitärffchse Operationen gestatten der Nationalversammlung der letzten außerordentlichen Session nicht, die im Budget 4916 und für 1916 beanspruchten Kredite für die befteiten und- für ewige Zeiten erworbenen Gebiete zu beraten und zu bewilligen. Tie 9äotwerüügkeit das Budget utid die Kredite sür bk kommenden sechs )Monate zu bewillegen, zwiiegt zur Einberusuug^eLuar zwecken ateßerordentlichen, Session der Nateonalversaiiemlung. Tamit die svackeve Armee die große Beftenragsarbeit vollende rmd die wertvollen Erwerbunoen gogeie den Feind schütze, muß sie schon in dieser außerordentlichen! Session der Nationalversammlamg mit Mitteln verseheie \vtxbai die für ihre Mackst und Lebenskraft unentbehrlich sind. Ueberzeugt' daß Sie, durchdrungen von den höchsten Jntiereffen des Vaters Landes, das für die nächsten sechs Monate ausävstellw Budget und die für diese Zeit zirr Berwaltmeg vrm den nenen befreiten und voti den neuen erworbeuen Gebieten beanspriecktcii und für die Bedürfnisse der Armee muwetckigen Kredite bewilligen tverden flehe ich den Segett Gottes aus Ihre Arb eilen berab und erkläre die zivette außerordetttliche ^effsion der 17. ordentlichen Nationalversammlung für eröffnet. Es lebe Bickgorüm!
Sofia, 29. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphete-Agentur. Der Budgetenttvurf dessen Annahme durch die -Lobwuie lx-vvrsteht, enckbätt em Erpvst die rZ-euanzlagc Bulgariens. Daraus c^ht hervor bak txts EftbahruugSjahr 1914 einen Fehlbetrag von 22 Millionen und da^ 0)ebahremgchahr 191 o ernete solchen von etwa 60 Millionen er- gebet! bat, während daS Gebahriragsjahr 1916 wahrscheinlich eineie Abgang von ettva 100 Millionen auffveffen wird. Das Expose sagt, twß die großen militärischen Ausgaben, die der Staatssw.u. feit 4 Jahren machte, die durch deti Krieg verursaLbde Bermshttnio der ordentlichen Ausgaben und die Verringerung der Ernnahnten das rasctse^ Wachsen der Staatsschuld I>erbergeWhrt babe, die Endi Mat du Kouumu von 1 697 756 972 Franken erreichte Nach den bis Etrde des Jahres 1916 vorgesehtmen austereudeeettichete 9llus- gabete und nach Bezahlung der in Deutschland gemachten militärischen Beitellutigcn wird die Ge^atntsumme 2 Näckhardeu übersteigen. -.Mit Rüchicht jedockt aus di? großen Aufgaben, die das Land im Auge hat, kann diese Ziffer teiedcr das Volk beunruhigen, noch seine Energie schwächen. Soltald der Friede die el>erne Krast de^s Volkes der Arbeit und dein Schaffen zurückgegeben haben wird wird die Staats,'llpckd mchi bloß nicht-werter tvachseu, sondern-rmw srukan.


