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erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GirtzenerZamilirnblätter; zweimal rvöchentl.Ureis- blattfürden Kreis Hießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Feriyprech - Anschlüße: lür die Schriftl eitun g 112 Verlag,Geschäftsstelle51 Adresse für Drahtirach- richten: Anzeiger Sießen. Smuchme von Anzeigen für die Tagesnuminer bis zum Abend vorher.
Erstes Vlatt löb. Jahrgang
Mittwoch, 28. Juni M6
Rotationsdruck und Verlag der Srühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lauge. Zchristlettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstr
B e h tt g 3 m r:. monatl. 90 Pf., uievtc> jährl. Mk. 2.65; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 80 Ps.; durch die Post Ack.2.^5 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenprers; lokal15Ps., ausw. 20 Pf. — Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verairtwortlich für den politischemTeil und das Feuilleton: Aug. Goetz'. für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.
Reue deutsche Erfolge südwestlich von Solu
<WTB.) Grotzes Hauptquartier, 27. Juni. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
An der englischen und dem Nordflüget der französischen Front ist es mehrfach zu Patromllengefechten gekommen. Zahlreiche Gas- und Rauchwolken strichen zu uns herüber; sie schädigten die deutschen Truppen nicht und schlugen teit- rveffe in die feindlichen Gräben zurück. Das gegucristhc Feuer richtete sich mit besonderer Heftigkeit gegen unsere Stellungen beiderseits der Somme. Durch die Beschießung von Nesne durch die Franzosen sind 23 ihrer Landsleute, getötet oder verwundet worveu.
Rechts der Maas blieben französische Angriffe nordwestlich und westlich des Panzerwerkes Thiaumont sowie südwestlich der Feste Vaux ergebnislos.
Im Ehapitrewalde wurde eine feindliche Abteilung in Starke von zwei Offizieren und einigen Dutzend Leuten überrascht und gefangen genommen.
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Ein englischer Doppeldecker wurde östlich von Arras im Luftkampf abgcschossen; die Insassen sind verwundet gefangen.
Örtlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von H i n d e n d u r g.
Deutsche Abteilungen, die in die russischen Stellungen vorstießen, brachten südlich von Kekkau sechsundzwanzig Gefangene. ein Maschinengewehr, einen Minenwerfer und nördlich vom Miadziol-See einen Offizier, einhundertachtundachtzig Mann, sechs Maschinengewehre, vier Mincnwer- fer ein. Feindliche. Patrouillen wurden abgewiesen.
Der Güterbahnhof von Dünaburg wurde ausgiebig mit Bomben belegt.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopoldvon Bayern.
Die Lage ist unverändert.
Heeresgruppe des Generals von Linsingsn.
Südwestlich von Sokul stürmten unsere Truppen russische Linien und machten mehrere hundert Gefangene. Feindliche Gegenangriffe hatten nirgends Erfolg.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Keüre besonderen Ereignisse.
Oberste Heeresleitung.
Ueberulk, auch in der feindlichen Presse, wird es jetzt zugegeben, daß die Lage in Verdun für die Franzosen ernst wird. Auch die „Times" stellt dies :wch einmal in recht auffälliger Weise fest, indem sie hinzusügt. mittlerweile sei das Geschützfeuer längs der ganzen englischen Front so heftig gewesen, daß die Erschütterung bis in die südöstlichen Grafichaften Englands gespürt worden sei. Soll in dieser Gegenüberstellung ein Hinweis für Frankreich liegen, daß England die Entscheidung fälle und das ganze Endergebnis von der englischen Hilfe abhänge? Worauf sich wiederum verstärkte Ansprüche aus London geltend machen ließen? Jedenfalls muH man erst auf die englischen Taten warten. Daß an der englischen Front etwas vor sich geht, scheint uns auch der neueste deutsche Tagesbericht zu bestätigen, und der „Deutsche Kurier" macht dazu folgende Bemerkungen:
Seit dem 18. Juni kehren in unseren Genera lstabsberichten in regelmäßigen Zwischenräumen die Bemerkungen wieder, daß auf dem^Frontabschnitt zwischen der belgisch-französischen Grenze und der Somme eine lebhafte Gefechtstätigkeit herrscht. Tie belgisch- französische Grenze wird von den Fronten ungefähr bet Armentier cs geschnitten. Tie Schlacht tobt denrgemäß südlich dieser Stadt. Am 25. Juni machte unser Generalstab einige genauere Mitteilungen «über die Punkte, wo der Feind hanptsächttch seine Tätigkeit enrmickelt. Es handelt sich namentlich mm den Frontabschnitt südlich des Kanals von La Baisse bis über die Somme hinaus. Lens und Vororte wurden mit schweren: Feuer belegt ttndbei Beaumont-Hcnnel machten dis Feinde einen Gasangriff. Auch in dem letzten Generalstabsderrcht wird daraus hingewiesen, daß die Kampstatigkeit an unserer nach Westen gerichteten Front gegenüber der englischen und dem Nordflügel der französischen Armee bedeureird war. Wenn unsere Heeresleitung die Tätigkeit als bedeutend bezeichnet, dann muß es sich trotz des Fehlens aller Einzelheiten um Kämpfe größere:: Unrsanges handeln.
Eine Havasnote hatte dieser Tage die Welt darauf hin- gewiesen, daß die französische Heeresleitung trotz des verminderten Wertes von Verdun die deutschen Fortschritte dort au sh alten werde. Und zwar wurde dieser Hinweis noch ausdrücklich dilrch die A b s i ch t der französischen Heeresleitung begründet, durch das Feschalte:: von Verdun „für Unternehmungen auf anderen Gebieten Zeit zu gewinnen." DieimchstenTage rEde-n lehren, ob an den großspurigen Ankündigungen des englischen Eingreifens wirklich etwas ist. In militärischen Fachkreisen Deutschlands herrscht keine Aengstlichkeit; Major Moraht schreibt im „B. T." zu der erwähnten Havas:wtc:
Das kann nur heißen, was e u g l i s ch e Zeitungen zur Be- jruhtgung der beiden erschreckten Nationen verkünden; „Bald muß der Tag kommen, da die srmrzö fisch-englische Taktik eine ueue Wendung nimmt. Große Taten stehen unseren herrlichen Armeen bevor." Man ist in London geteilter Meinung, und das Für
und Wider in den Erörterungen des richtigen Zeitpunktes zur englischen Offensive nimmt einen breiten Raum ein. Diese Sttategie des Schreibtisches hat in England eine gewisse Bedeutung. Die Verfasser sind inspiriert und der Zweck der Inspiration ist die beabsichtigte Wirkung aus die Neutralen. Die sollen in die Erwartung versetzt werden, daß das, :oas nicht ist, noch Iverden kann. Unsere Oberste Heeresleitung betont in: letzten Bericht die wachsende Bedeutung der Kampftätigkeit gegenüber der englischen Front und gegenüber dem Nordflügel , der französischen Armee. Ein neuer genialer Gedanke ist mit solcher Aufraffung dieser bisher ziemlich -toten feindlichen Front nicht geboren. Was dort jetzt geschieht, entspricht durchaus unserer Erwartung. Es ist wohl jene „große gemeinsame Bewegung", in welcher England darttm will, daß seine eigene Kampfkraft nunmehr die Ueberlegenheit über unsere gewonnen habe. Eine englische Zeitung schreibt; „Können wir das vollbringen, so ist das Ende mit Sicherheit abzusehen!" Wir sind derselben Meinung und glauben, daß, wenn die Engländer wirklich zu großer strategischer Offensive sich entschließen, das Ende der englischen Kontinentalarmee mit einiger Sicherlich abzusehen ist. Hierbei wollen wir den Ernst solchen Ringens nicht unterschätzen, aber wir wollen den Engländern auch nicht gestatten, Deutschland zu schrecken. Den operativen Wert, uns aus Nordfrankreich und Belgien hin - auszut r eiben, hatdasenglis che Landheernieund nimmermehr.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 27. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbarti 27. Juni 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
Bei Jakobeny ländlich von Kuty und westlich von Nowo- Poczajew wurden russische Angriffe abgeschlagen; der Feind erlitt überall große Verluste. Bei Sokul schreitet der AngriffderDeutschcnsort. Sonst bei unveränderter Lage keine Ereignisse von Belang.
I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.
Die Verkürzung unserer Front im Angriffsraum zwischen Brenta und Etsch wurde gestern beendet. Alle aus diesem Anlaß von italienischer Seite verbreiteten Nachrichten über Eroberungen und sonsttge Erfolge sind, wie die folgende aus militärischen Gründen erst heute mögliche Darstellung beweist, vollkommen unwahr.
In der Nacht zum 25. Juni begann die seit einer Woche vorbereitete teilweise Räumung der durch unsere Angriffe gewonnenen, im Gelände jedoch ungünsttgen vordersten Linien. Den folgenden Vormittag setzte der Feind die Beschießung der von unseren Truppen verlassenen Stellungen fort. Erst mittags begannen italienische Abteilungen an einzelnen Frontteilcn zwischen Astach- und Suganer-Tal zaghaft vorzufühlen. Im Abschnitt zwischen Etsch und Astach- Tal hielt die erwähnte Beschießung gegen die längst verlassenen Stellungen den gmrzen Tag, die nächste Nacht und stellenweise noch gestern morgen an.
An beiden Tagen wurde an der ganzen Front nicht gekämpft. Unsere Truppen verloren weder Gefangene, noch Geschütze, Maschinengewehre oder sonstiges Kriegsmaterial.
Nmrnrehr gehen die Italiener an unsere neuen Stellungen heran. Heute früh erst griffen sie den Monte Sestc an, wo sie unter schweren Verlusten abgewiesen wurden. Im Posina-Tal zwang mfier Geschützfeuer mehrere Patrouillen zur Flucht.
An der küstenländischen Front scheiterten feindliche Angriffe am Krn und dem Mrzli Vrh.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Die „Times" über die Lage der Franzosen.
Landen, 27. Juni. (WTB. Nichtamtliche Tie „Times" schreibt in einen: Leitartikel, daß die Aussichten der Franzosen ernster geworden sein:. Die Schlacht um Verdun habe nun ein sehr kritisches Stadium errecht. Mau könne^ nicht leugnen, daß die Deutschen :vieder einen entscheidenden schritt vorwärts getan und sich ihrem Ziele genähert haben. Tie französischen Kommandanten wissen aber genau, was sie in Verdun aus- richten können. Sie haben nicht die Msicht, zu verlieren, wenn sie es verteidige:: können. Inzwischen ist das Feuer der Kanonen an der englischen Front so heftig geworden, daß man den Geschirtzdonner in den südöstlichen Grafschaften Englands hören kann.
Die Pariser Wirischastskonferenz.
Paris, 27. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Ter Minister rat hat die Beschlüsse der wirtschaftlich en Konferenz der Alliierten geprüft und der: Beitritt der französischen Regierung zu allen ihren Entschließungen ausgesprochen.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 26.Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht:
An der I r a t f r o n t keine Veränderung.
Im Euphratabschnitt machen unsere Abrellungen und Freiwilligen überraschende Angriffe gegen zerstreute feindliche
Truppen und Proviantckolonnen und zerstörten feindliche Telegraphenlinien.
In Südpersien östlich Sermile schwaches gegenseitiges Artillerie- und Jnsanteriefeuer.
An der Kaukasusfront nichts von Bedeutung am rechter Flügel und int Zenttum. In: Norden von Tschoruk nahmen unsere Versolgnngskolonnen Fühlung mit den Truppendes Feütdes, die beschäftigt sind, Befestigungen aufzuwerscn. Eine unserer Er- kundnngsabteilungen nahm einen un verwundeten Offizier und drei Soldaten gefangen.
Am 25. Juni morgens warf eines unserer Flugzeuge wirksam Bomben auf Depots chiffe des- Feindes bei der Insel Tenedos und kehrte trotz heftigen Feuers des Feindes wohlbehalten zurück.
Die englischenSchifsebombardieren fortgesetzt von Zeit zu Zeit unverteidigte Ortschaften an: Ufer des Roten Meeres ohne militärische Gründe; sie richten das Feuer hauptsächlich aus heilige Stätte::, Mausoleen u:rd Moscheen. Nach dem letzter: Bericht beschoß ein englisches Schiss das Mausoleum Scheiks Hamid au dein User von Medina, ein anderes Schiff beschoß den Hafer: Dscheddah an dem Ufer Mekkas.
Die deutschen Abgeordneten in Sofia.
Sofia, 27. Juni. (WTB.) Ministerpräsident Ra dos. l a w o w gab gestern im Ministerium des jAeußern zu Ehren der deutschen Abgeordneten ein Galasrühstück, zu dem sämtliche Mitglieder der Regierung, die Gesandten der verbündeten Länder, der Präsident und der Vizepräsident der Sobranje und der Generalsekretär des Ministeriums des Aeußern geladen waren. Dabei hielt Ministerpräsident Radoslawow eine Rede, in der er u. a. sagte:
Wir Bulgaren sind sehr zurückhaltend in der Aeußerung unserer Gefühle, aber wer uns errarmf die Freundeshand gereicht hat, wer uns mit Achtung und Vertrauen einmal begegnet ist, kann sicher sein, in Bulgarien einen dauernden und wahren Freund gewonnen zu haben. So glaube ich, werden auch Sie sich nicht nnr in unserer Hauptstadt, sondern auch, in dem kleinsten Dorfe, das Sie während Ihres Besuches berühren, von der Aufrichtigkeit und Herzlichkeit unserer Gefühle überzeugen können, und ich hoffe, Ihr kurzer Aufenthalt in unserem Lande wird Sie weiterhin überzeugen. daß''das bulgarische Volk nicht minder nüchtern, arbeitsam und dem - Vaterlande ergeben ist, als das deutsche und darin liegt wohl die beste Gewähr nir die Unverbrüchlichkeit unseres Bündnisses. Ein 'Volk, das mit Recht das Volk der .Denker und Dichter» genannt wird, ein Volk, das auch auf dem Gebiete der materiellen Kultur unübertroffen, ja sogar unerreicht dasteht, und nur den ohnmächtigen Neid seiner Nebenbichl er e noeckt, solch ein Volk, meine Herren, kann durch seine Feinde, wie mächtig sie auch sein mögen, tveder gebrochen noch vernichtet werden, und die siegreichen Banner des großen deutschen Volkes, das mit solcher Todesverachtung für seine nationale Existenz kämpft, bring«: auch den anderen Völkern nicht Knechtschaft, sondern Befreiung.
Namens der deutschen Abordnung erwiderte Reichstagsabgeordneter Erzberger:
Was ivir gestern erleben durften, zählt zu den schönsten Tagen unseres Lebens. Wohl haben wir stets gewußt, daß in. Alt-Bulgarien uttser Bürümis feste Wurzeln gesMagen hat. Die Reise durch die n e u erworbenen Gebiete hat uns jedoch den unwiderleglichen Beweis erbracht, daß Bulgarien dort nicht nur als Befreier gefeiert worden ist, sondern daß auch wir als ihre Fremwe und Kampfesgesährlen in jenen Gebiete:: herzlich willkommen sind. Der Kampf um unsere Existenz und um unsere nationale Einheit hat unsere Völker zusammen geführt und hat sie ans Gedeihen und Verderbe:: verbunden. In dem heutigen Völkerringen hat man dem deutschen Volke mancherlei Fehler nachgesagt, eines aber wagte niemand anzutasten und zu bestreiten — die deutsche Treue. Unser Kaiser ist treu imd unser Kanzler hat den wohlbegründeten Ruf austtchtigster Ehrlichkeit. Die deutsche:: Abgeordneten sind, kaum als die S-obranje- mitglieder als liebe Gäste ui:ser Land verließen, gerne gekommen, um als Vertreter ihres Volkes aller Welt zu bekunde::, daß das Bündms zwischen Deutschland ui:d Bulgarien keine vorübergehende Erscheinung ist, sondern ftir alle Zeile:: unerschütterlich dastSht.
Aus Griechenland.
Berlin, 28. Juni. Gegen Venizelos ist nach einer Meldung der „Vossischen Zeitung" ein Block aller nichtvenizelisti- schen Parteien zustande gekommen. Tie^klnhänger von Skuludis, Gunaris, Rhallis, Nichelledakis schlossen gxgen die liberale Partei ein Bündnis und erließen einen gemeinsamen Aufiuf an die griechische Bevölkerung.
Arbeiterunruhei'. in Rumänien.
Bukarest, 27. 'Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Korrespondenzbureaus. Nachdem die Versammlung der organisierten Arbeiter in G a l a tz an: Sonntag von den Behörden verboten worden war, ist der allgemeine Ausstand erklärt worden. Gestern vormittag zogen einige hundert Arbeiter der Gasanstalt, Straßenbahn und der Mühle Steau d u r ch d i e S t r a ße n n n d g r i f s e n d a s Ai i l i t ä r, d a s s i e a n d e m lt m z:: g h i n d e r n w o l l t e, mit Steinen und Stöcken an. Nach einer amtlichen Darstellung gaben sie einige Revolverschüsse aus die Soldaten ab, deren Führer sodann das Signal zun: Abzug blasen, und als die Meirge nicht auseinanderging, eine Salve abgeben, ließ. Es wurden vier Arbeiter getötet und ftinf verwimdet; ein Soldat tvurde durch einen Revolverschuß schwer verwundet. Die Ursache, der Kundgebung liegt in der Teuerung' und im Lebensmittel Mangel.
England und Schweden.
Stockholm, 27. Juni. (WTB. Nichtamtlich.- Nach langwierigen Verhandlungen^ der s ch w c d i s che n R e g: e r u n g, mit der englischen ist eine Eimgung dahin erzielt worden, daß die Frage der Rechtmässigkeit der englischen Maßnahmen betr die Paketpvst, welche seinerzeit die Zurückbalt-mg der Tranfit- postpakete zwischen England und Rußland hrrvorrief, bis zur Entscheidung durch ein internationales, umnittelbar ltari) Kriegsende zu erwartendes Schiedsgericht vmschoben wird, vorausgesetzt, daß die englischen Maßnalnnen in ordentlicher Wei,e von einem englischen Prisengericht geprüft wurden. In gleicher Weise drückt die englische Regierung ihre Geneigtheit aus, über gewisse anders Fragen, bezüglich deren eine neutrale Regierung fick) mit der Entscheidung des Prisengerichts nicht znftsiedengeben kcmn, weiter


