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Erster Blatt
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(66. Jahrgang
Dienstag. 27. Imü (9(6
e>er Anzeiger
General-Anzeiger Kr Oberheffm
uronatl. 90 Pf., olci. jächl. m. 2.65; durch Abhole- iu Zweigstellen urorratl. 30 Pf.; durch diePost Mk.2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestcllg. Zeilenpreis: LokallbPs., ausw. 20 Pf. — Haupt- schriftleiter: Aug. Goeg. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. N.Zenz;
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sämtlich in Gießen
Deutsche Stisrmerfolge westlich von 5okul.
(WTB.s FkrotzeS Bauptyuartier. 26. Juni. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Die Kampftätigkeit on unserer nach Westen gerichteten Front gegenüber der englischen und dem Nordftügel der französischen Armee war, wie an den beiden Letzten Tagen, bedeutend.
Westlich des „T o te n M a n n e s" scheiterten nächtliche feindliche Vorstöße rm Artillerie- und Maschinengewchrfcuer.
Rechts der Maas endete abends ein Angriff sehr starker-Kräfte gegen die deutschen Stellungen auf dem Rücken ..Kalte Erde" mit einem völligen Mißerfolg der Franzosen. Sie sind unter großen Verlusten, teilweise nach Handgemenge an unseren Linien, überall zurück- geworfeu.
Deutsche' Fliegergeschwader griffen englische Lager bei Pas Gastlich von Doullens) mit Bomben an.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Abgesehen von teilweise reger Artiilerretätigkeit und einigen Gefechten kleiner Abteilungen, ist vom nördlichen Teile der Front nichts Wesentliches zu berichten. Heeresgruppe des Generäls von Lin sin gen.
Westlich von S o k u l und bei Z a t u r c y dauern heftige für uns erfolgreiche Kämpfe an.
Die Gefangenenzahl ist seit dem 16. Juni auf einundsechzig Offiziere, elftausendsiebenundneunzig Mann, die Deute auf zwei Geschütze, vierundfünfzig Maschinengewehre gestiegen.
Die Lage bei der
Armee des Generals Grafen von Vothmer ist im allgemeinen unverändert.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Oberste Heeresleitung.
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Im Westen haben unsere Truppen, an ihrer Spitze bayerische Regimenter,' durch die Eroberung von Thiau- mont und Fleury und durch Abweisung französischer Angriffe aus diese wichtigen Stellungen die französischen Ge-- urüter arg bedrückt. Wir erkennen dies aus den Partsev Presfeäußerungen, von denen wir heute einige Proben wiedergeben, und in denen vorwurfsvoll der Blick auf die Engländer gerichtet wird. Der Berner „Bund" meint, es unterliege keinem Zweifel, daß die englische Festlarrdsarmec früher oder später — nach der französischen Anschauung je früher, desto lieber, nach englischer erst in einem bestimmten, noch nicht zu erkennenden Zeitpunkt — zu der längst erwarteten Offensive schreiten muß, wenn England den Krieg einer militärischer! Entscheidung entgeaenführen will.
„Der Zeitgewinn, der zu Brnssylows OffQisive und der dadurch eingetretenen Erleichterung notwendig war, ist, so fährt das Berner Blatt fort, von den Franzosen vor Verdun erkämpft worden. Dabei darf aber nicht übersehen kverden, daß er in der Defensive erkämpft werde«« mußte und das französische Heer die schwersten Opfer gekostet hat. Diese Opfer haben dem Bierverband in seiner Gesamtheit strategischen Nutzen gebracht, Frankreichs wertvolle Kriegsmacht und damit Frankreich selbst aber auf bas empfindlichste geschwächt."
Der spannenden Lage auf allen Kriegsschauplätzen (Fortschritte der Deutschen um Verdun, neue Entwicklungen an der ganzen russischen Front, wahrscheinlich bevorstehende Offensive Sarrails auf der mazedonischen Front) widmet der Berner „Bund" am Schlüsse einer längeren Uebersicht folgende bewegte Ausschau;
Die allgemeine militärische Lage ist in der Schwebe. Wir stehen mr der Schwelle der größten Entscheidungen, die bis jetzt gesucht worden sind und werden, voraussichtlich in den nächsten Wochen, j«benfalls aber im Lause des Sommers, die ^Entscheidung über — seien wir vorsichtig tznj Aufdruck — über einen nochmaligen Wrntersftdzug fallen sehen.
Die brave Heeresgruppe Linsingens hat in den letzten Tagen mit dauernden! Erfolg-die Russen westlich von Luck im Zaume gehalten und zu rückgetrieben. Die gestrige amtliche deutsche Meldung von über 11000 Gefangenen, die dabei gemacht worden sind, wird durch den österreichischen Tagesbericht ergänzt, durch den wir von einem glänzenden Vorgehen der deutschen Truppen westlich von Sokul unterrichtet werden. Die Lage im Osten wird von der „Köln. Zlg." in folgender Betrachtung gewürdigt:
Nach der Räumung von Tschernvwitz waren die in der Buko- wma stehenden Truppen der Armee Pflanzer-Baltin in zwei Richtungen zurückgegangen. Eine .Kolonne tvandte sich nach Lüden und gewann über Radantz das Tal der Moldäwa bei Gurachrmor, dem sie nun nach Westen flußaufwärts folgte. Akst dem uachfvLge-nden Feinde blieben Nachhuten in steter 'Fühlung. Bei Kimpvlung kam es am 23. zu hdftig-en Kämpfen, die Man als' 'Gegenstoß unseres Verbündeten anffassen darf, um mrgedrängt den werteren Marsch nach Südosten zum Tat der Goldenen Bistrltz fortzusetzen. Als dreser Zweck erreicht imx, wurden Stellungen zwischen Kmrpolung.«md JaVvbemi bezogen, die fick) einem feind-, üchen Vordringen vorlegen. Die ««ördliche föofoimte hatte das Tal des von Welten dem Pruth zufließenden Ezeremoich benutzt, um auf Kuttz und werter zEckzug^hen. Auch sie ging zum Gegenangriff gegen me ochsfen vor, nahm Kutp wieder, und zog dann! chre Kräfte, soweit ,n- an] tent Süduser Ijtä 1 Mm Tal des Sereth Itanden aus der Lnire Berhvmew-Wizmb aus das Norduser. Et» feindlicher Berfuü,, die Dol-eii iwrdlrch »vn Kiitl, zu nehmLu. wurde blMm abgÄmesen. T«,« exzentrische RLckzuq zwang die S 033 #?? 4 X u trennen, zwischen denen nun säst lnmdert Kilometer KebirgKland liegen, wähwnd die österreichisüs- ungirl,chen Truppen be„cre Verbindungen nach Evärts erlangt haben und den Gegner fesseln.
An der Stry pa hat die Arntee Bo thmer auf dem größ?- ten Teil ihrer Froirt in den letzten Tagen keine schweren Gefechte zu bestehen gehabt. Nur im Norden dauerten die feindlichen Durchbruchsversuche bei Tarnopol an, die aber hier wie östlich Brodh bei Radziwillow und Beresteczko abgelviesen wurden. Weiter nördlich hat die Offensive der Verbündeten sich schon in den Raum auf dem Nordufer der Lipa erstreckt. Es wurden bei Hvlatyn den Russen Höhen entrissen. Der heftigen russischen Gegenstöße ungeachtet, ist unser Angriffsflügel im Raum westlich von L u z k dauernd im Vor- schreiten begriffen. Der Feind hat dabei die schwersten blutigen Verluste erlitten, die aus seiner vollständigen Mißachtung der M-enschen- leben beim Vortreiben tief gegliederter Wellen entstehen. Die Zahl der Gefangenen beträgt bereits über 11000 Mann. Daß so wenig Geschütze erobert wurden, erklärt sich aus dem dauernden Streben der Russen, ihre Artfllerie imürer weit hinten zu halten und rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Diese Erfolge waren wesentlich dadurch bedingt,^ daß tptl Norden am Brechyunkt der Angriffs- und Verteidigungsfrorck, die nach Süden gerichtet ist, alle mit äußerster Kraft geführten russischen Angriffe völlig scheiterten. General Brussilow wollte unter allen Umständen gerade an dieser Stelle durchbrecchn und hat, was er an frischen Truppen zur Verfügung hatte, hier eingeschoöen. Westlich von Sokul am Styr nach der großen Straße von Ko w e l n a ch L u z k zu, wo um die Ilebergänge um den Stochvd so schwer gerungen wurde, haben deutsche Truppen ebenfalls den Angriff begonnen und die erste russische. Stellung rm 'öturm genommen. An dem Punkt, den der russische Oberbefehlshaber selbst als den egtscheideTideir erklärte, ist die große russische Offensive völlig zusammengebrochen und hat einer rückwärtigen Bewegung Platz gemacht, die immer mehr auf Luzk vordrängt, von der Lipa im Süden fast gradlinig in einer Ausdehnung von fast 65 Küoinetern nach Norden bis zum Stochvd. Uird in senkrechtem Winkel zu ihr läuft die Stoßrichtung des jetzt gemeldeten Angriffs unserer Truppen westlich Sokul.
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Der öfterrerchisch-uttgarrsche Tagesbericht.
Wien, 26. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlüutbart; 26.'Juni 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
> In der Bukowina kein- besonderen Ereignisse. Auf den Höhen nördlich von Kuty wurden russische Angriffe mit schweren Verlusten fiir den Feind abgeschlagen. An der übrigen Front in Galizien vertief der Tag ruhiger. In Wolhynien beschränkte sich die GeftchtStätigkeit meist nur ans Artilleriekümpft. Westlich von Sokul erstürmten deutsche Truppen die erste feindliche Stellung in etlva drei Kilometer Breite und wiesen darin heftige Gegenangriffe ab.
Weiter nördlich ist die Lage unverändert.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Zur Wahrung unserer vollen Freiheit des Handelns wurde unsere Front im Angriffsraum z w i s ch e u B r e n t a und Etsch stellenweise verkürzt. Dies vollzog sich unbemerkt, ungestört und ohne Verluste.
In den Dolomiten, an der Kärntner- und an öe* kustenländischen Front dauern die Geschützkämpfe fort.
Zwei unserer Seeftugzeuge belegten die Adriawerke mit Bomben.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Der Stellvertreter des Ehess des Generalstabs v. Höfer, Fetdmarschallentnant.
Eine italienische Darfteüunq der Lage.
Rom, 26. Juni. (WTB. Nichtamtliche) Tie „Agenzia Stefan i" verbratet folgende .M i t t.e i l u n g des italienischen, Oberkommandos: Do der Feind nicht in der Lage war, unsere Verteidigung zu brechen, diese vielmehr seit einigen Tagen in eine kräftige 'Gegenoffensive umgewändelt wurde, sehen sich die Oesterreicher gezwungen, den Rückzug anzutrcten. Die Straßenkreuzung von Vdandrielle, die Stellungen am Kastel Gomberto und Melletto sowie am Monte Longara, ferner Giallio. Asiagv/ Cesune und der Monte Eeugio wurden von ims zurückerobert. Ter Vormarsch dauert kräftig an. Unsere Truppen verfolgen den Feind.
Französische Beurteilung der Lage vor Berdun.
Bern, 26. Juni. (WTB. Mchtancklich.) Tie deutschen Fortschritte bei Verdun geben den militärischen Besprechungen der Parifei' Blätter euren ernsten Hintergrund. So schreibt der „Vka- tin": Berdun selbst sei unmittelbar bedroht, wenn der Weg dorthin auch noch unbestreitbare Schwierigkeiten biete. — ,,F o u r lt n l" spricht mos. nicht offen von einer Gefahr. Oberst X. weist aber am Toten Mann und an Bauz- nach, wie die Deutschen infolge richtigen Vorgehens stets ihre .Aufgaben bewältigt haben. Aus diesen Ton sind die Kritiken durchweg gestinrmt. Ber den meisten erklingt, wenn auch nur leise, der Hilferuf an England mit, indem die Möglichkeit, daß die Deutschen an anderen Stellen der Westfront Truppen abziehen, mit der dort herrsck-enben Ruhe begründet wird. Im Lettarttkel des „T emps"»wie in seiner Kritik der Lage sind die entscheidenden Stellen von der Zensur gestrickten. Der „Temps" erblickt in den Schlachte«! von 1916 zwar nützliche KamipfhialrdLmrgen, spricht ihnen jedoch einen etth schaiderlden Charatter ab. — Tie Lyo wer Blätter dürfen die Lage als ernst bezeichn-en, da das Gelände, .das die frantzosisckne Hauplwiderstandslinie vou Verdun trenne, jetzt nur noch begrenzt sei. Rvusset warnt vor einer Verkennung der schwierigen Lage. Alles zeige, daß man es mit einem sirrchtbaren Gegner zu ttm habe der noch riesige HiMguellen besitze, die zu erschöpfen er entschLossen sei, um fern Ziel zu erreichen.
Rotterdam, 26. Jmn. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Nreuve Rvtterdamsche Courant" meldet: Der Korrespondent der
,.Dn^" berichtet ans P^rris vom 25. Juni: Der Vorstoß ver Verdun sei mit mehr als gewöhullcher Sorpfalt vordc-, recket worden und der Feind verfüge über ungewöhnlich viel Ar- ttllene. Tie vorbevettende Arbeit, um die Artillarü in die Kampf-, lune zu bringen und frische Truppen anzusammeln, habe 12 Tage
I gedauert. Jederrncmu sehe ein, daß die Läge von Berdun seit dem Tage, an dem die Schlacht begönne«? habe, heikel gewesen sei. Es bestehe aber keine Neigung zu«n Verzweifeln. Man sehe ein, daß der Augenblick nicht mehr fern sei. in dem das Schicksal von Verdun von der allgemeinen strategischen Lage abhangen werde.
Herve schreibt: Es überlief uns kalt, als wir die Mitteilung von der Einnahme von Thiaumont und dem Eindringen in F4eim« läsen. Thiaitmont ist eine wahrhaftige Festung und Fleuch liegt unmittelbar am IFußje des Forts Sauville, der letzten befestigten Stellung vor Verdun. Herve malt sich die 'Folgen des Falles von Verdun ans, der gewiß nicht Frankreichs Niederlage bedeute, aber eiii Beweijs ,eur werde, daß der deutsche Schneid «ingeschwächt geblieben sei, u«id ei«i Schlag für die Stimmung 'Frankreichs und der Alliierten, für tv-elche Verdun eiii Sinnbild der Zähigkeit. Stärke «rnd heldenhaften Widerstandsfähigkeit Frankreich' sei.' Gegenüber etwaigen ängstlichen Einwänden, «varum denn die Allsierten dem Fall von Verdun tatenlos zusehen, fragt Herve, ob das die berühmte „Einheit der Aktion" und der „Einheitsfront" sei. Man solle doch den Führern vertrauen. Wie wenig Vertrauen indessen er selbst hat, zeigt sein Schlußsatz: Die das predigen, haben reck«, vorausgesetzt, daß man sich beeilt und rechtzeitig das nötige tut, damit Verdun nicht fällt.
Russische Barbarei.
Berlin, 26. Jüni. (WTB. Amtlich.) Russische Soldaten der Regimenter 209 und 210 von der 53. russischen Division, die ain 22. Jüni in den Kämpfen bei der Heeresgruppe L i u s i n g e n gefangeir genommen wurden, sagten übereinstimmend wls, sie hätten den ausdrücklichen Befehl gehabt, keinen Deut- 1 che n g e f a n g en zu nehmen, sondern sie ansnaymslos nieder zu machen. Diese Feststellung erklärt es, daß die rnff fische Heeresleitung in ihren« amtlichen Bericht vom 22. Juni behauptet, die russischen Tvnppen geben kernen Pardon, da die deutschen Explosivgeschosse verwendeten. Es bedarf keiner Mr- ficherung, daß diese Behauptung, wenn sie der russischen Heeres- leckung zuging, eine nichtswürbige Lüge ist. Tie amtlich, russische Erlläruug entschuldigt somit lediglich^ die Befehle russische« Kommandostellen, die das Licht der Oefstntlichikeit scheuen.
Der türkische Bericht.
Konstantiiropel, 26. Ju«ri. (WTB.) Das Hauptgu-artier meldet vom 25. Juni.
An der Irak front nichts von Bedeutung.
In Südpersien griffen russische Truppen aller Waffengattungen im Schutze ihrer befestigten Stellungen ain 23. Juni unfere öltlich Servll beim Schanzen begriffenen Wteil«rngen au Der Kampf dauerte bis zum Abend. Die Russen kehrten schließlich unverrichteter Dinge i«« ihre Stellungen zurück, nachdem sie beträchtlich e Verluste erlitten hatten. Eine überflügelnde russische Kolonne siichte getreim! unsere Truppe«« m dieser (öegeud zu um- lajien, wurde jedoch «rack« einem Clegenangriff gezwungen, dorthin zurückzu kehren, «roher sie gekorm««en war. Unsere südllch dieser Gegend operierenden Truppen näherten sich der Umgebung von Ghilan. Die Russen «vichen dem Kampfe aus und räumten d«e erwähnte Ortschart: sie zogen sich in nordöstlicher Richtung zurück, stlnsere aus Sineh vormarschierenden Truppen begegur ten einen« russischen Reitm'rrgiment, schlugen es und rügte«« ihm grofre Verlufte an Toten mrd Ver«vui«deren zu. Auf der Verfolgung des Feindes näherten sie sich Si««eh.
K a u k a s u s f r o n t: Auf de«n recht«« Flügel «rnd in der Mrtte unbedeutende örtliche Feuerkänwfe. Auf den« linken Flügel «wrdlich des Sch v rn k richten wir die den Russen geiwmil«enea Stellungen weiter gegcn den Femd her. An anderen Steller, verfolgen m«sere Mteiliengen alle fcin.dlichen Truppen, die vor dieser Front nach der Kiiste fliehen: sie nehmen die zersprengten ,geinde ii« kleinen Trupps ge sangen, oo nahm ci«te unserer Auf-- klärungsabteilungen 33 Soldaten vom 19. ttirkestanischen Regiment gefangen.
Ein am 24. Juni Ari Bnrnü überflieg:ndes Flugzeug lmirbe duxch de«« Angriff eines ihin entgegen geschickten türkischen Flugzeuges geAivungen, in der Nicht« «ng auf Jmbros zu flieisen. Ein die Insel Kcusteu überfliegendes Fl««gzeng warf wirknngs^ los auf die Umgebii««,g Bonrben ab. Es wurde durch das FerrSr ünserer Abwehrgeschütze gez«mmgen, nach Myttlene zu fliehen. Sonjt nichts vo«« Bedeuttmg.
Der bulgarische Bericht»
Sofia, 26. Ju««i. (WTB.) Der Generalstab teilt mit: Die Lage auf dem mazedonischen Kriegsschauplatz ist unverändert. Es kam zu kleinen Gefegten zw'ischeu Patroirillen An der ganzen Front im Wardar-Abschnitt das gewöhnliche 'Ar- t«lle««ebener. Zwischen den Ortschaften Petka und Vllmisch! zersprengte unsere Artillerie ein feindliches Bataillon. Feindliche Flugzeuge warfen auf die Felder im Mesta-Täll «rud z«vsichen Porto Lagos und Tep-edjik erfolglos Brandbomben.
Die deutschen Abgeordneten in Sofia.
Sofia, 26. Juni. (WTB:) Den deutschen Abgeord« ne ten, «velche gestern abend hier ankame««, wurden an allen: Orten, «velche sie berührten, ein überall herzlicher Empfang bereitet In Tschuprija. «vo sie bulgarisck«es Besetzrmgsgebiet betraten, wurden sie vor« den« Bezirkspräfekten begrüßt, dttrch dttfck fuhren ihnen der königliche Komnnfsar, Gesandter Tschapraschikow und der Vizepräsident der Sobranje, Ri o m t s ch i l o w, entgegen, die sie mit «varnien Worten namens des Zaren, der Regierung und der Sobranje begrüßten. Abgeordneter H-epdcbrand dantte und brachte ein mrra auf den Zaren und das bnkgm.'ische.Volk aus. Namens der Armee Inuvillkonnnnete General Kutin - t scherv die Gäste ntit einer deutschen Ansprache, die «u ein Hurra auf den -Kaiser «nti> das deutsch- Volk «nid Heer ausllana Nach einer ttirzen Besichttgt«n-g der Stadt und der Zitadelle, «vo die denkwürdige Begegmnrg des deutsäfeu Kaisers mit den« Zare«« der Bulgaren galt fand, wurde die Facht mit den« Svndai:z««ge fortgesetzt. Tie gmiz-e Reise bis Sofia dichete einen Triumphzug. In Bela—Palcrntä, Pirot «u«d Zaribrod tvar die gesamte Bevölkerung auf dem Bahichose erschienen uird lnürüßte dir Gäste nsit Türchrsthwenken «urd begeisterten Z,«rufen. 2ie Ortsvorsteher hielten Nesenrpfundene Ansprackien. auf die die Abgeordneten Ota-a- nurnn «inb Tr. Maye«' mit herzlichen Worten aimvorteten.
. Rasch steigerten sich die Huldigungen, um in der Landeshauptstadt einen nicht mehr zu «ibeffchrertenchm Höhepunkt zu erreichen. Hier waren auf den« Ba1>npos der Echs do> Gechü«»en Kabrnetts Dobrvwitsch uit Aufträge des Zaren. Kamincrpräsiden! Watschew, Älbgeordnete aller .großen Partien, iHinuitor dir


