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166. Jahrgang
Dar «etzsDer Ättze^er t-ffcheiM tägLrch, «nßer - Beitagen: uterotöl wöckeuklich öLch»«^E^aL>MLer;
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GietzemrAnMer
Montag, 26. Zun; W6
General-Anzeiger für Oberheßen
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Beck, sämtlich tu Gieß
Bekiff am« Erfolge vor Verdun. Befriedigende Lage im ©fielt.
(WTD.) Großes Hauptguartier. 24. Juni. (AnttttchH
Westlicher Kriegsschauplatz.
Rechts der Maas bracheu unsere Truppen, an der Spitze das 10. bayerische Infanterie-Regiment König und bas bayerische Jnfanterie-Leibregiment, nach wirksamer F-enervorbereitung auf dem Höhenrücken ..Kalte Erde" und östlich davon zum Angriff var, stürmten über das PLNz^rwerk Thiaumont, das genommen wurde, hinaus, eroberten den größten Teil des Dorfes Fl^en ry und gewannen auch südlich der Feste Dam GeNßlde. Bisher sind in die Sammelstellen zweitausend- sech^undrrtd reinndsiebzig Gefangene, darunter sechzig Offiziere, eingeliefert.
Arft der übrigen Front stellenweise lebhafte Artillerie-, Patrouillen- und. Fliegertätigkeit. Bei Maumont wurde ein französischer Kämpfeindecker im Luftkampf zum Absturz gebracht: Leutnant WintgenS schoß bei Blamont sein siebentes feindliches Flugzeug, einen französischen Doppeldecker, ab.
Oestl ich er Kriegsschauplatz.
Mrfirsche Teilvorstößc wurden südlich von I l l u x t und nördlich W i d s y abgewiesen.
Ein deutsches Fliegergeschwader griff den B sh «Hof Poloczany (südwestlich von Molodeezno) an, auf dem Truppeneinladungen beobachtet waren : ebenso wurden auf die Bahnanlagen von Luuinice Bomben geworfen.
Bei der Heeresgruppe des Generals von Linsingen wurde der Angriff bis in und über die allgemeine Linie Zuibilno — Wolyn — Zwiniaczc vorgetragen. Heftige feindliche Gegenangriffe scheiterten. Die Zahl der russischen Gefangenen ist ständig im Wachsen.
Bei der Armee des Generals Grafen von Bothmer fanden nur kleinere Gefechte zwischen vorgeschobenen Abteilungen statt.
Balkan-Kriegs sch auplatz.
Nichts Neues.
Oberste Heeresleitung.
(WTB.) Großes Hauptguarricr, 25. Juni. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Der Feind entwickelte im Abschnitt südlich des Kanals von L a B a s s et und über dieSomme hinaus auch nachts schattende rege Tätigkeit, belegte Lens und die Vororte mit schwerem Feuer und ließ in Gegend von Bearnnont-Hamcl nördlich von Albert) ohne Erfolg GaS über unsere Linien srveichen.
Links der Maas erreichte das feindliche Feuer gegen Abend besonders am ..Toten Mann" große Stärke. Nachts fanden hier kleinere, für uns erfolgreiche Jnfanterie- unternehmungen statt.
In unseren östlich der Maas gewonnenen neuen SteÄungen entspannen sich unter beiderseits dauernd starker Artrtterieentfaltung mehrfach heftige Jnfanteriekämpfe. Alle Versuche der Franzosen, das verlorene Gelände durch Gegenangriffe wieder zu gewinnen, scheiterten unter schwersten blutigen Verlusten für sie: außerdem büßten sie dabei noch über zweihundert Gefangene ein.
Oeftlüh von St.Die wurden bei einem Patrouillenvorstoß fünfzehn Franzosen gefangen eingebracht.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Auf dem nördlichen Teile der Front kam es an mehrereü Stellen zu Gefechten von Erkundunqsabteilungen. wobei Gefangene und Beute in unsere Hand fielen. Heeresgruppe des Generals vonLinsingen.
Unserem fortschreitenden Angriff gegenüber blieben auch gestern starke russische Gegenstöße, besonders beiderseits von Zatnros, völlig ergebnislos. Südlich des Plascew- ka - Abschnittes (südöstlich von Beresteczko) wurden mit nennenswerten Kräften geführte feindliche Angriffe restlos abgeschlagen.
Bei der
Armee des Generals Grafen von Bothmer kerne besonderen Ereignisse.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Die Lage ist unverändert.
Oberste Heeresleitung.
gürtel und die von Norden nach Süden sich erstreckenden Befestigungen der Cote de Lorraine, deren flankierendes Feuer den Angreifern oft hinderlich war, wirksam unter Attälleriefeuer gehalten werden konnten. In einem breit angesetzten Angriff, der sich etwa westlich von Thiaumont bis zum Fort Baux erstreckte, wurden, so faßt die „Rheinisch- Wests. Big." die letzten Ereignisse zusammen, am '24. Juni die starken Stellungen von Thiaumont, so das Panzerwerk selbst, überrannt und der größte Teil des Dorfes F len r y in Besitz genommen. Der deutsche Tagesbericht gibt nicht genau die neuen Gewinne an; so weiß man noch nicht, ob die Höhe 321 in deutsche Hände gekommen und wie weit der Angriff auf die Cote de Froide Derre vorgetragen ist. Trotzdem kann jetzt schon gesagt werden, daß dieser letzte Einbruch bis Fleury die Lage ganz bedeutend zu unseren Gunsten verändert hat. Immer näher drücken sich die deutschen Gräben an die letzte Fortlinie heran. Durch die neue Stellung bei Fleurh ist der französische Stützpunkt im Chapitrewald, der den Deutschen im Ca.il lette- wald den Weg versperrt, stark gefährdet, da er jetzt auch von Westen aus flankiert wird. Allem Anschein nach sind die Kämpfe noch nicht vollständig abgeschlossen. Die volle Bedeutung des Erfolges ist erst dann ganz zu überblicken, wenn die neue Lage der vorgetragenen deuffchen Linien genauer angegeben ist.
Auf der Kampffront vor Verdun traten in den letzten Wochen, nachdem eine Zeitlang das linke Maasuser, der Abschnitt von Cumiöreö—Toter Mann bis Avocourt, die Blicke aus sich gezogen hatte, immer mehr die Kampfhand- lungen aus dem rechnen Ufer der Maas in den Vordergrund der Ereignisse. Hier waren die deutschen Truppen schmr bald uachj den ersten großen Einbrüchen! in den Verdniv- ring Ende Februar an die pernraneulen Werke der Festung gelanch; !und hatten deren Eckpfeiler, das Fort Doiranmonl, genommen. Lange Wochen schwankte dann der Kamps hin und her. 'In em entscheidendes und neues Stadium trat der Kampf erst nach der Eroberung des Dorfes D a m l o u p und des Forts Vaux am 2. Juni. Die Bresche, die durch dre Wegnahine des Forts Douaumont sich gebildet hatte, erweiterte sich jetzt ganz bedeutend und legte den Zugang Lu dem innersten Fortsgürtel (Tavannes, Souville, Froide Derre) offen. Die Lucke konnte von den Franzosen, die ja bekanntlich im Raume vor; Verdun über gewaltige Masten verfügen, zur rechten Zelt noch mit Men'schenmaterial zu gestopft werden, trotzdem aber wurden die deutscl>en Linien Schritt für Schritt weiter nach Süden geschoben.
., .Die Fortnahme der .Kuppe des Forts Vaux war ent- pherdeud für du letzten Kämpfe, weil jetzt der innere Fort-
Herr v. Batocki hat einem Atttarbeiter des „Bert. Tagebl." sehr beruhigend klingende Mitteilungen über die Maßnahmen für das neue Erntejahr 1916/17 gemacht. Das Kriegsernahrungsamt wird die jetzt bestehende Organisation nicht Umstürzen und keine neue schossen. Nur einzelne Abschnitte der Lebensmittelfragen sollen durch-neue Verordnungen geregelt werden, und es ist bezeichneud, daß Herr v. Batocki durch Herausgabe eines „Leitfadens" in dovpel- ter Fassung, für Juristen und Verwccktungsbeamte, sowie, m allgemein verständlicher Form, für andere Praktiker die Orientierung und Einheitlichkeit fördern will. Wir geben einige wichtige Stellen der AenßerungenBatockis hier wieder.
Eine Weni>e rNuad-erBrotgetreidepreiseiftLns- gc 1 a) I o n c rt, Hafer und Gerste werden Niedrigere Preise er- halteir. Die Höhe steht noch nicht fest. Dagegen sollen, um int August 'und Etembec die Brotration für Arbeitende e r l) ö heu zu können, angemessene Zuschläge als Druschpräuien für Augiist bewilligt werden. Es soll dadurch eine uröglchchUchnlle Ablieferung des Getreides von den in dieser Zeit stark mWArbeit belasteten landwirtschaftlvchen Betrieben erreicht werden. Tie Kar- Lofselvcvordmrng wird am 'Grund eingehender Beratungen im Vorjtande des KffegsernährungsamtS und in der Bersamuilnng der bundesstaatlichen Vertreter nchhster Tage erlassen werden Sodann schweben Enoägmigen nn Ktiegsernährnmgsamt über eine allgemeine Rationierung des Fleischbedarfs der Zivübevölkermig (Reichssleischtarte'. Ein starker Anbau der Oel- srüchte >oll durch, Festsetzung eures gteichblerbende!l lohnendeir -breges schon für die Errrte 1917 unter Einräumung des Rechts arif Rücklreserung eines Teiles der Preßrückstände für Kleinbetriebe dre Haushaltsöl selbst auszuschlagen gewohnt sind, gefördert werden.
, .Kri-Lgs.ernährrrngsamt beabsichtigt ferner, in einer Rerchsfetrstelle Aöaßnahmen zu treffen, rnn eine bessere Bwteilung von Bntter, Margarine und Fetten herbeizuführen. Wir werden voraussichtlich eine ReichÄbutter- und Fettkarte erhalten. Ueber den Fleffchmangel beftagt, erklärte Batocki, der jetzige Mangel an Meisch fei aus die beinahe völlige Futternot zurückzuführen. Das Vieh inüsse buchstäblich durchgehungert tverdeu:
Eine Besserung der Verhältnisse steht in Aussicht, da wir mne gute Futterernte zu erwarten haben. Erschtverend konnnt hinzu, daß die Heeresverwaltung ganz bedeutende Fleischansprüche stellt. Millionen tarn Soldaten, die im bürgerlichen ^.eben gar nicht an einen regelmäßigen Fleischgenuß geivöhnt waren, erhalten setzt ihre täglichelr Portionen. Ferner hat die Mapenabichlachtüng der Schweine 1914/15 zu Konservierungs-, zweien unseren Viehbestand stark verringert. Die Zuchtviel)- bestände werden, soweit irgend anhängig, geschont, so daß die Werterzucht gewährleistet wird. Tatsächlich hat sich die Zahl des Jungviehs gegenüber dem Vorjahre gchoberr. Demgegenüber ist die Zahl der Schloeine erheblich geringer geworden, doch wird der der schirellcren Aufzuchtrnögliclsteit ein Ausgleich von selbst ein- treten. Urn die Versorgung der Großstädte mit Milch mrd Fleisch stcherzustellen, werden dre sogenannten Schweinemast- und Müch- l re fe rungs v er trag e, die sich iur Vorjahre au^rordentlich beroährt haben, werter ausgedehnt. Es werden seiterrs der Schweinemast- gesell! chast und der neu einzurichtenden Reicks fettste llc durch die Kommrrnen und Molkereien Futtermittel an die Iic> kernd en Lawd wirte gegen die Verpflichtung verttagsmäßiger Lieferung von Schweinen in besttmmtern Gewicht und besttmmterr ÄLengen gegeben werden, so daß eine zwecknräßige Regelung damit gewährleistet wird.
Eine W r e de r e i n f ü hr u n g allgemeirrer Ha u s s ch l a ch t- v erböte ist a u f keinen Fall zu erwarten. Gegerr eine übermäßige Erndecknng sorgen die Anmelde- nird Genehnngungs- best immun gen, durch welche die Kominunalverbairde immer die Ueberstcht über die für den einKÄnen Haushalt eingeseblachtetc l'ienge behalten. Wenn eine Rattonierrrng des gesantten Fleisch- bedarfs erutritt, müssen selbstverständlich die durch .Hmisschlachtung gelvomwnen Vorräte in mrgemessenem Umfang angerechnet werden. Derr Jichabern von Hausschlachttvaren muß ein ^kl^ner- Teil der Flerfch-marken belassen wevderr. unr ihnen einen Einkauf von fri- schem Fleisch gelegentlich zu gestatten.
Zusammensassend sagte Herr v. Batocki: „Die Fleisch- kilappheck ist unleugbar sehr groß. Daß man aber, um mehr Flersch für den Winter zu haben, ira Juli und August den Fleischgenuß völlig verbieten wird, ist nicht zu befürchten, t Zn einer Zeitspanne, da das Fett und auch die Kartoffeln Iho knapp sind, kann man der Bevölkerung mrmöglich auch iwch das Fleisch, so gering die Menge für den einzelnen I auch sein mag, entziehen. S>eltsamerweisc sind diesbezügliche j Vorschläge wiederholt gerade aus städtischen Kleisen dem Kriegsernährungsamt gemacht worden. Anders liegt
die Frage, ob man imSeptember, wenn man eine zuverlässige Uebersicht über die neue Ernte hat, dazu schreiter soll. Ein fester Beschluß darüber kann natürlich zurzeit noch Nicht gefaßt werden."
Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte.
Wien, 24. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautdart: 24. Juni 1916.
NussischerKriegSschauplatz.
Bei Kimpolung in der B u k o w i n a wurde gestern heftig gekämpft.
.... Jur Ezercmosztal drängte umfassendes Vorgehen osterreichrich-ungarischer Truppen den Feind aus der Stadt ^uty zurück.
Nordwestlich von Tarnopol brach ein nächtlicher rnssrkcher Angriff unter unserem Geschützfeuer zusammen.
Bei R a d z i w i l o w wurden gestern vormittag abermals russische Anstürme abgeschlagen. Bei den vorgestrigen Kämpfen nördlich dieser Stadt hat die aus Niederösterreich, Oberosterrcrch und Salzburg ergänzte Landsturmbrigade wwdcr Proben ihrer Tüchtigkeit abgelegt.
Die in Wolhynien fechtenden deuffchen und öster- reichttch-ungarischku Streitkräfte ringen dem Feind nördlich der Lipa, nordöstlich van Go^ochow und westlich und nordwestlich von Toroczyn schritt für Schritt Boden ab. Alle Gegenangriffe durch zum frische russische Kräfte blieben für den Feind ohne Erfolg.
Italienischer Kriegsschauplatz.
. Im P locken-Abschnitt setzte der Feind nach höchster ^Steigerung seines Geschützfeuers Jnfanterieanqrifft gegen nnme Stellungen auf dem Lahner-Joch und am Kleinen Pal an. Beide Angriffe wurden abgeschlagen.
Sonst Lage unverändert.
Der Bahnhof von A l a stand unter dem Feuer nuferer schweren Ge,chütze.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstavs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.
. Ereignisse zur See.
Einige unserer Torpcdofalirzeuge beschossen am 23. ftM an der italienischen Ostküste bei Giolianova eine Fabrikanlage und einen fahrenden Lastzug. Durch die Beschießung erplodierte die Lokomotive des ZügeS: vier Wnggcms gerieten in Brand, mehrere Waggons beschädigt. Die Fahrzeuge sind, vom Feinde unvelüstigt, Furückgekehrt.
Am 23. abends hat LinienschiffSlcutnant Banfield acht Minuten nachdem er gegen einen zum Angriff auf Triest heranfliegenden feindlichen Hpdroplan aufgesttegen war diesen über dem Meere im Luftkampf hernntergeschossen. Beobachter (Italiener) tot, Pilot (Franzose) gefangen. Das Flugzeug „F. B. A. 12" wurde nach Triest eingebracht.
^in 24. Juni früh hat eines unserer Flugzeuqqeschwader Eifenbahnbrucke und Bahnhof von Ponte di Piave, sowie Hafen von Grado mit sehr gutem Erfolge bombardiert, in die Brücke vier Volltreffer erzielt. Alle Flugzeuge trotz heftiger Beschießung unversehrt eingerückt.
^ Eine Stunde später wurde ein französffches Seeflugzeug, Typ ..F.B.A/', im Golf von Triest von Linienschiffsleur- nant Banfield im Luftkampf hernntergeschossen. Es fiel vier Kilometer von Grado ins Meer. Unter dem Schutze der feindlichen Batterien gelang es einem feindlichen armieNen Panzernwtorboot, das Flugzeug zn bergen, dessen beide Insassen schwer verwundet sein dürften.
Flottenkommando.
Wien, 25. Juni. (WTB. Mchtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. Juni 1916.
R u s s i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.
In der B u k o w i n a bezogen unsere Truppen zwische.1 Kimpolung und Jakobenp neue Stellungen. Die Höhen südlich von Berhometh und Wifhnitz wurden von uns ohne feindliche Einwirkung geräumt. An der galizischeu F r o n t gewohnte Artillerietütigkeit, iwrdwestlich von T a r - n o p o l auch Minenwerfer- und Handgranatenkümpfe.
Südöstlich von Beresteczko wiesen wir mehrere Kindliche Angriffe ab. Bei Holatyn-Grn. wurden die Höhen nördlich der Lipa erstürmt. Der Feind hatte hier schwere Verluste an Toten. Westlich von Toczyn drangen unsere Truppen in die feindliche Stellung ein und wiesen lzeftige Gegenangriffe ab. Am Styr abwärts Sotul ist die Lage unverändert.
I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.
An der küstenländischen Front standen unsere Stellungen zwischen dem Meere und dem Monte Savottno


