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17.6.1916 Erstes Blatt
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.. «nt Zt&Tu&mitteXn in der

reff e wrrb wgelruäßig sowohl von seiten des Berlin, der Iieichsprnfnnas- )tgC U L Pf; S gtoignritte»crtfe sowie verschiedener Landcs- prer^rchÄngspelLeu nochq-egcrnMr. Die durch die Bnndes- ratsverockmumJ vorrr 22. Mai 19*6 (Reichs-Gesetzbl. S 397) angeordu^e Echevimrg «er Merschwaren dient dein Zrpecke, E vornM^enen Borrate in geretzetter Weise dem all- Mnernen Der-rnnch zuzruMHLcm. Die 5)erstellu.ng von FberMmcherven ist sert dem 4. Februar" 1916 verboten. Es sind Maßnahmen ^etr^fen, im die Abschlachtrma von Zuchtvieh, infondechert MMrr tragender oder srischmelken- der Kühe nach Möglichkeit Au vOchüterr."

Pose«, 16. Zurri. (MTB.) Der Kaiser hat dem stellvertretenden konMurndierenden General des 5 Armee- nnb Polach, zn seinem fünMgjährigen Wditarpibittatm ein m herzlichen Sorten gehaltenes Glück­wunschtelegramm gesandt und ihm sein Bild mit seiner Unterschrift verliehen. Ferner gingen Glückwunschtele­gramme von den Grotzherzögen von M^cklerchürg-Schwe- rni und Mecklenburg-Mrelitz sowie vom Senat und Bür­germeister von Harüburg ein.

Berlin, 17. Juni. Der deutsche Schuhmacher

^ 1 V* r fvirvlnachrrcht ttt Der Qkm^m

bat am 14. ^imi 1916 den Architekten Karl Sri es m Darmstadt an der Landesbaugewerkschule zu Darmstavt mit Wirkung vom 16. Juni 1916 cm ern«mt. Der Großherzog m am 14. Jmri'-öen Eichmeistergchllfen Philipp Geduloigaus Darmstadt Mm Erchmesiter ernannt. In den Ruhestauo versetzt «Kr » ltei; in öer Des fisch,-Preußischen Eisenbahn gemein- schast Wih-lm Loyfink zu Friedtzcrg tmn 1. JE 1916 on. _. X u* zeichnungeu. Der Großherzog hat dem ~ l ? caor des Gretzener Lazarettwesens, Generaloberarzt, Dr.

*§**£*» ^beiarzt Stabsarzt Dr. Walther und dem

Oberstabsarzt Dr. Z i n ß e r. Gießen, das M i l i t ä r- S a n i t ä t s- r ,® ".8 verliehen. Die Hessische Tapserkeitsmedaille n- - " der der eurer schweren Batterie im Westen stehende Kanonier S m f e t s ch (früher bei der Firma Georg Schuchard & Comp, mer), cm besonders in Radiahreckreisen bekannter und beliebter Gießener. Reservist Christoph Berg aus Gießen im Jnf.-Rgt mv. iib erhielt, nachdem er bereits vor einem Jahre mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet war, die Hessische Tapferkeitsmedaille.

der Verteilung der Lebensmittel, beson- der Mecsth- und Wurstwaren, besagte sich eine dieser Tage WAütene Konferenz, die von Vertretern des Konsumvereins ^'^und Un^egend, des Gewerkschaftskartells und des Sozial- damokratrschen Adhlvererns beschickt war. Nach einer gründlichen EMrae^ wurde eine aus den Herren Kontrolleur Beckmann

. . ö p k e bestehende^ Kvnttnss

tag fegte SgSeite

Sitffrtrtrtfyeroerbart» bm Oberbürger-

d e s in die Wege M leiden.

Berlin, 16. Juni. MTB. ^Gegenüber der vom Druck papverspndikat ab 1. Juli in Aussicht genommenen erneuten Erhöhung der Preise für Zei tungsÄrn ckp ap ier können wir feststelle», daß die Reichsleitung in Anbetracht des öffentlichen Interesses, das für die Zeit des Krieges an einem gesicherten Erscheinen der Tagespresse besteht, ent­schlossen ist, die erforderlichen Maßncchmen pt ergreifen, die geeignet sind, der DageSpveffe das benötigte Zeitungsdruck Papier ans der derzeitigen Pwersgrnndlage soweit als müa lich sicherzustelleir. _

München, 16. Juni. (MB.) Der Finanzausschuß der Avgeordnetenrarnnrer nahm bei Fortsetzung der Be ratung des Postetats urit erheblicher Mehrheit den An­trag heL und Graf Pestalozzg (Zentrum) an, die Kammer wolle beschließen, die Staatsregierung zn ersuchen, entgegen dem Beschluß des Reichstages vom 3.Juni, an der baye­rischen Postmarke mit allem Nachdruck ftstzuhalten

Arrs Stabt tmb £attb.

Gießen, 17. Juni 1916.

SsnnLÄgsgedarrken.

^m Bolkerschicksale geht der Kampf Mit Millionen von Menschenleben wird da ^rechnet und mn Jahrhunderte der Zukunft werden die Lose geworfen Wir leben in diesem Großen, aber die kleinen Einzelnen bleiben unserem Herzen nah, sie treten, Wenns möglich Ware uns noch näher als sonst. Können wir beides restlos verschlingen in eins?, oder drängen sich nicht da doch ignner wieder schreckhaft Watsei auf, die wir nicht zu lösen wissen? ' 0 '

Als sie Abschied nahmen, die Knaben und die Männer da tauchte jeder Einzelne von ihnen unter in den großen Heeresmassen. Wenige, ganz wenig Einzelne sind es, in deren Kopf und Willen die großen Entscheidungen reifen. Deren Namen werden als Einzelnamen in die Blätter der Geschichte eingetragen werden, die Uebrigen, die unüber- sehbar Vielen, find nnr wie die Pfeile im Köcher jener Aus- erwahlten: wer wird der Meile noch gedenken, wenn man bei Kindern und Kmdeskindern noch die glücklichen <Ähützen rühmen wird? Sie sanken dahin, von ihnen Tausende, ihr Leben gebrochen mitten im Lauf. War' es nicht kurz genüg Evesen, auch wenn sie es hätten ausleben dürfen bis zu- letzt? Von den wenigen Jahrzehnten, die ihnen Hütten be- schieden fern können, wurden noch einige, die köstlichsten wertvollsten vielleicht, ihnen schnell entrissen Aber wenn Deutschland blühen wird in kommenden Seiten wird nrarcks nicht vergessen haben, daß es blüht über ihren Gräbern, seine Jahrhunderte erkauft dem blutigen Zoll ihrer geopferten Ivhr ^hnte? Sl e kämpften, sie gaben ihr Bestes, ihre letzte Kraft, ihren ganzen »llen, ihr Leben Sie gaben es für ein hohes Ziel, wert gewiß, daß man Alles o^ansetze: das Vaterland und seine Zukunft. Wer sie sahen den Atzten Sieg nicht und die Zukunft vollends, die rn ungewissem Dämmerlicht auffteigen will, blieb ihnen gänzlich verborgen. Und wie nun diese Zukunft werden mag sie und die gefallenen Helden werden nicht nach einander fragen, und doch wird die eine aus dem Tod der andern entbunden sein. Ihr Schlimmes und Böses es wird daran nicht fehlen die Toten werden kein Strafgericht halten über den schnöden, lleinen Verderbern ihres blut­getränkten Erbes. Ihr Schönes und Gutes wir warten und hoffen die Toten werden sich seiner nicht

freuen, ob gleich der brechende Strahl ihrer Augen das Licht jeiter Sonnen wird entzündet haben.

Das sück) Rätsel über Rätsel. Ein tiefer deutscher Denker, wnriiirttt te, hat vor einem halben Jahrhundert nachdenk­lich irber ihnen gefeffen. Den Sinn der Geschichte hatte er gern ergrubelt. Er mußte bekennen, sie erscheine ihm noch immer wie sie alten Zeiten erschi«i«n ist, als ein W«q von unbekanntem Anfang zu unbekanntem Ende. Aber von einem Glmiben wollte er nicht lassen, daß in ihr eine, bleibende Stemme gezogen werde, die zu ewiger Gegenwirrt die Wucht des Werdens nnb Vergehens verdichte In dieser Gegenwart würden, so hoffte er, die Guter, die die Geschichte erzeugte, denen nicht verloren sein, die sie gewinnen halfen, ohne sre zu genießen. Mächtig fand er nur dies« Berufung auf die Geister der Ahnen und die Palme der Zukunft die von einer ftstchen Atesbewahrung und Wiederbringtenq aller Dinge durchdrungen sei.

Lohe wußte, daß man auch hier wie manchmal sonst das ! Ende seiner Gedanken schwirrmerisch firrden werde. Mer dieser fchivarmerische Glaube ist unaustilgbar in den Wur­zel,! unserer Geschichte selbst versenkt. Dort, tief in der Tiefe, ist das Wort, eines Größeren eingegraben, , auch die

S tC si.-2 F-zählt." Jtein Ais en, k-in und Erteimen reicht da hinan. Aber wemi wir Gott das uribegrelsiiche Ganze anvertrauen, sollte sein un- endliches Schauen, Erkennen und Wollen nicht auch das filemite an diesem Ganzen überschauen, beachten unü Iieb»nd vollenden? Dmiu tmrd das Große und das «eine das Ganze und das Einzelne sich ahnungsvollem Glauben freundlich ineinandersiigeu. Wir werden forifahren in- mltteii von Rätseln U leben, die Pflicht des Tages freudig tun, und über alle Gräber der Geschichte wea unendlicher Zukunst eirtgegengehen. Eck

i r ihur dabei folgende Vorschläge unterbreitet:

orkspvüzeMHe Vorschriften ist ^en Metzgern bei Straf- mrörohsM-g zu verbieten, Borau's^bestellungen irgendwelcher o .tslestch oder Wirrftwaren und Fett entgege^izunehnten.

Va^haltuirgSvvrstMrd hat sich und seine Famiilienangehö- rrgen unter Vorlage der Brotausweiskarte bei einem bestimmten

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JJLC&gzt rn Wejfugert. Knutenli st e eintragen zu lassen und dort <m ^ ^ om Oberbürgermeister noch näher zu bestimmenden Tagen me auf ihn entfallende FleifchtMenge in Empfang zu nehmen. o. Om ^« gerechte Verteilung zu ermöglichen, ist chüvöchentlich ^sMr BmAgunK stchende Fleisch auf Grund der bei den Metzgern vemerriE^ften Eintragungen in die KundeEste auf die zu ver- Mege^c BcvÄllerrmg gleichmäßig zn verteilen. Mehr als dieser amtlich festgestellte Gewichtssatz darf seitens der Metzger nickst avg^eoenwerden. 4. Um unnötige Ansammlungen vor urch m D en M etzgerläden zu vermeiden, tverden von den Metzgern der Eintrcuplng in die Kundenliste fortlaufende Nummer- rarten, die auch Angaben über die Zahl der Fomilien- uülyEder. enthalten, ausgegeben. Tiefe Karten berechtigen zur Enchfangucchuie des auf die Fanritie entfallenden Fleifch- -der Wirrstaumrtums. 5. Allwöchentlich! ist mit der Reihenfolge der Mrmmern in der Weise zu wechseln, daß in der ersten Woche die Nirmmern von 1 bis 50 oder 100 ab zuerst abqefertigtz w^den- b e rbu rgermeister teilte der Kommission mit,

Achsrch die Stadt Giesten bezüglich der Einführung der sogenannten K'u*mde n l i ftem schon an das Ministerium nach Tiarmstadt ge- warrdt h«be, daß aber von dort noch die Genehmigung ausstehe. Dtw übrigen Vorschläge versprach der Oberbürgermeister dem Lebensmschtckansschuß M Unterbreiten .

sinnlos-en Zerstörungstaten an den vom Verschön^erungsverein geschaffenen An- lagen in der näheren uno weiteren Umgebung der Stadt, üb>er die an dieser Stelle wiederholt Klage geführt wurde, jind auch in jüngster Zeit fortgesetzt worden. So wurde die auf dem Wege zum Philosophewvald an der Wieseckbrücke stehende Bank wiederholt in die Wieseck geworfen oder die Brücke damit gesperrt. Auch eine Baick <rm Schreiberswege wurde mehrmals in den Ktingelbach gestürmt, eine der an diesem Wege stehenden Linden ihrer Stützen beraubt und entwurzelt. Alles das in einer Zeit, wo ~ alle Kräfte sich opferbereit für das Wohl des Vaterlandes regen sollten. Augesichts der umsichgreifenden Verrohung der der nötigen elterlichen Zucht entbehrerrden Heranwachsenden Jugend er­scheint es als Pflicht jedes Einzelnen, der zum Zeugen solcher gefellschafts feindlichen Schandtaten wird, gegen die Uebeltäter mit Entschiedenheit einzuschreiten nnd sie unnach- ichtig der verdienten strengen Bestrafung durch Schule und Strafgericht zu überliefern.

Landkreis Gießen.

e. Bettenhansen, 17. Juni. Dem Gefreiten Wilhelm Durrnger von hier wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verllehen.

, ^® aS ^sterne Kreuz erhielt der Ge­

freute Rudolf ^rrtz von hier bei der 4. Jnfanterie-Munitions- Kolonne 18. Armeekorps.

L-ich, 17. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt Bizefeld- webel Pemrrch S t e n g l e r von hier. Bereits früher wl.rde ihm die Hessische Tapferkettsmedaille verliehen.

-Ob er-Bes sin gen, 17 Juni. Der Gefreite Johannes Maul von hier wurde mtt der Hessischen Tapferkeits- m e d a 1 11 c ausgezeichnet.

Kreis Alsfeld.

-- Ried er-Gemün den, 17. Juni. Landswrmmann f ? n * ^ der bei einem Infanterie-Regiment im Osten kämpfte, hatte seit 9 Monaten nicht geschrieben. Dieser Tage nun erhielt 'd" die Nachricht, daß er in russischer Gefangen­schaft sei. Frühere Schreiben sind nicht angekymmen.

Kreis Schotten.

kH Laubach, 16. Jum. häufigen anhaltenden Reqen- mtb Hagelwetter der vergangenen Wochentage haben in hieftger Gemarkung schweren Schaden angerichtet. Vvn den Go- treibeartm fytt besonders das Korn, das gerade in der Blüte ftcrr& und durch die wolkenbruchartigen RegenfMe ganz zu Bodt-n Et«u In tem A bat teatfbM Bett getretene Wetter Ivette Flächen und Gemutefelder vollständig slbersckwemmt und dLch mtt gebrachten Schlamm und ^vnrat großen Schaden angerichtet ^ ^ rm Sncken begriffen. Das Setzen

ber H^ftuchte und die jetzt beginnende Heuerwe, die bei mücv Wrtter mig eu r reiches Ergebnes verffckächt, macht ein beständirres y -: Eschenswert. Von den bei den letzten Kämpfen

beteiligten Lmchncher Knogern wurden werter mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasst: ausgezeichnet: Unteroffizier Otto Jochem und Karl Io n Eisfmr 116. Die Landtvehrmäuner Heinrich tz und Wilhelm Reich hold erhielten die Hessische Tapfer- Landstirrmmann Untevoffizier Frvedrich Ko pp als Melderetter tattg, wirrde das Eiserne Ästanz veckiehchr Bon den Zer rm Heere stehenden Kriegern sind damit jetzt 53 mtt Auszeichnungen geehrt worden.

Kreis Friedberg.

an* i , C bb J x QJl' Juni. Gestern waren e§ 80 Jahre, daß der Weißbinder Jean S ch u d t von Dorheim beim Weißbinder- meifter Werner beschäftigt ist. - Leutnant Freiherr Karl Gustav ^ ch e n k z u S ch w e i n s b e r g von hier im Dragoner-Regiment Ei m Ul ^ e bem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.

BL B ad-N au h e i m, 17. Jlmi. Christian S ch u l m e i e r bei em«r Fahrerabteilnng erhielt die Hessische Tapferkeits- meoaille.

A Bad-Nauheim, 16. Juni. Der Gefreite Salch Scheiier von Oftheim wurde mit dem Eisernen Kreu­ausgezeichnet. 6

r - * e Juui- Der Larrdwebruiann Heß von hier

bei dein Artikerie.Regrment 397 erhielt die Hessische Tapfer- k e l t s m e d a r l l a - Lehrer Fischer, bisher in Butzbach, früher m Griedel, un Jnfanterie-Regilnent Nr. 87, wurde mit dem E l s e r n e n Kreuz ausgezeichnet.

^ E r- R osbach , 16. Juni. Auf der Feldbahn der Eisen-Mangan-Erzgrube Ober-Rosbach vergnügten sich einige

Kinder mtt dem Nollwage«, wornit das Erz zur Bahn be- fordert wird. Hierbei kam an einer abschüssigen Stelle ein Wagen ins Rollen, wobei dieser einem kleinen Dtädchen über das Bein ging, das oberhalb des Knies schwer verletzt wurde. Das Kmd wurde ^oiori ins Hoipital nach Friedberg gebracht.

e ^' 17> Ju^i. Dem zurzftt in Rußland kämpfenden Stellvertreter Eberhard R i e s i n g e r von hier, der bereits un Besitz der -Hess. Tapserkeitsmedaille ist. wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt auch der schwer verwundete, 53jährige Kriegsfreiwillige Joseph Fischer, der sich ^tzt im Lazarett in Baden-Baden befindet. - Muskcstter Karl O ch S vom Jnf.-Rgt. 221 ist im Februar 1918 in rufsijcher Gefangenschaft (Sibirien» gestorben.

Sttn-kerchurg und Rheinhrssen.

X. Offenbach a. Mt, 17. Juni. In dem Kvnkrrrse des Spar- und Kreditv ereiws e. G. m. u. H. Nieder- Modau betragen nach einer Bekanntgabe des Konkurs­verwalters die Konkursforderungen 1461171.07 Mark.

soll jetzt eine wettere Abschlagsverteilung er­folgen. Die verfügbäre Ma-ffe beträgt etwa 75000 Mark. Der Zusammenbruch der Genofftnschaft ist am 19. Dezenkber 191?1 erfolgt, die Msttgliederzahl be­trug 196. Da es sich um eine Genossenschaft mit unbe- s ch r ä n k t e r Haftpflicht handelte, hasteten sämtliche Mit' glreder mit ihrem ganzen Vermögen für den Fehlbetrag. Das Konkursgericht hatte nach dem .Konkurse die Haft­summe für jedes Mitglied auf 200 000 Mjark fest­gesetzt und zwar aus folgenden Erwägungen heraus: Nach dem Genossenschaftsgesetz ist der .Fchlbetrag in ziffernmäßig gleichen Beträgen ans die haftpflich­tigen Mitglieder auszuschlagen. Hierbei sind die Aus­fälle, die Lei den ganz oder teilweise zahlungsunfähigen' Mitgliedern entstehen, zu berücksichtigen. Da nun das ge- amte Vermögen aller Mitgli^>er zur Deckung des Fehl- betrages nicht ausreichte, so war es nach dem Gesetz erforder­lich, die Zuschüsse der Mitglieder von vornherein so hoch s u . ^Echnen, daß das gesamte Vermögen jedes Mitgliäies mit Beschlag belegt werden konnte. Da das höchste Vermögen eines Mitgliedes auf 200 000 Mark geschätzt war und da die Haftsumme ziffernmäßig für jedes Mitglied gleich sein muß, hatte das Konkursgericht die Haftsumme für jedes Mitglied auf 200 000 Mack festgesetzt. Nach dem Znsammen- bruche des Spar- und Kreditvereins Nieder-Modau ist ein Schutzverein ins Leben gerufen worden mit dem Zwecke, die bedürftigen Mitglieder des Vereins bei ihrer Haftpflicht- Verbindlichkeit zu unterstüHen und die Forderungen der Spareinleger unter entsprechendem Nachlast zu erwerben. Kreis Wetzlar.

ra Krofdorf, 16. Juni. Unser L a n d wirt s ch a f t l ich e r ist im steten Aufblühen begriffen, er zählt jetzt -96 Mitglieder. Die Jahresrechnung schließt in Einnahme und Ausgabe nut 20 613,25 Mk. ab.

Hessen-Nassau.

Hers feld, 17. Juni. Der hiesige Bürgermeister S t r a u ß hat zum 15. November aus Gesundheitsrücksichten um seine Amts- entlassung gebeten.

? Hirstein,15. Juni. Gestein abend hat sich im Fürstlich Jsenburgischen Schlöffe der Portier Friedrich Schwing er­schossen. Tie Beweggründe zu der Tat sind nicht bekannt.

ra. Au s Na ssau 16. Juni. Ter Vorstand des Nassauischen Bandes-Obst- und Gartenbau-Vereins tagte dttsrnal rn Trez. Es warm etwa 60 Borstandsnrttglieder, auck. Roffierimgs- prapdent Dr. v. Meister, erschienen. Jin Mittelpunkte der Taaes- ordnung standen zwei ttrteressirnte Vorträge. Gartrnbauimpektor ^zunge-Geisenheim sprach überWie paffen wir die püftver- wettung den augenblicklichen Zettverhältnissen an?" Obergörtuev Schlegel-Geisenheim sprach überlAemüstbau nnd Gemüfe- verwertung." ^ie nächste Ge-ucralversarmnlunis findet Samstag Oktober: tn Geisenheim statt. Ter Zettrnmkt der dttsjährigen Obsttnackte soll mit Rücklicht auf die Zuckerknapphett so gelerrt werden, daß nur voll ausgereistes Obst auf dtt Märkte kommt.

vermischte-.

* Berlin,^ 16. Juni. Das ^Berliner Taqebkatck meldet au; T e u d i z bei Lutzen: Der Bahnarbetter H e r s ch tötete febw Frau, seine Schwiegermutter und deren Mutter durch Mefstrstkch« und Berlhiebe und durchschnitt sich Pulsadern und Hals. Die Ur­sache war ein Zerwürfnis mit der Frau wegen einer gerichtlichen Bestrafung.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienste Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 18. Juni ISIS: Ziemlich heiter und trocken, tagsüber warm.

Letzte Nachrichten.

Der italienische Bericht.

Rom, 16. Juni. (WTB. Nichtamtlich) Amtlicher Bericht.

Zwischen Etsch und B r e n t e versuchte der Geqcner gestern vergcblickie und blutige Anstrengungen, um unseren Widerstand zu brechen, der von letzt ab längs der ganzen Front kräftig behauptet wird. Im Lagarinatal griffen in der Nacht zum 15. J»mi starke feindliche Kräfte überraschend unsere Stellungen bei Serrv- vallo und die Coni Zugna an. Nach dreistundigein wütendem Hand­gemenge wurde die feindliche Kolonne in die Flucht geschlagen und von dem genauen Feuer unserer Artillerie verfolgt. Auf der Front Posina-Astach beschränkte sich der Feind gestern nach einem nächtlichen Angriffsversuch in der Gegend von Campiglia auf eine kräftige Beschießung. Unsere Batterien anttvcnteten. Auf der Hoch­ebene von Schlegen griffen auf 18 Bataillone geschätzte feind­liche Massen nach einer heftigen Artillerievorbereitung mehrmals unsere Front von Monte Pau bis zum Monte Lemerle an, wobei sie auf den Flügeln mrr ein Scheingefecht fülmtrn und die (Pm' scheidnng im Zentrum suchten. Die stürmischen Thrgriffc der Infan­terie des Feindes, die er zuvor durch Artilleriefeuer zu verhülleu und zu decken getrachtet hatten, brachen sich jedesmal an im seren! Äinien, vor denen der Gegner Haufen von Leickjen zurückließ. Einer unserer geglückten Gegenangriffe am Monte Lemerle bracktte uns Gefangene und ein Mvschmengewel>r ein. Im Verlaufe dieser Kämpfe nahuren wir dem Feinde 254 Gefangene ab. Längs des übrigen Teiles der Front bis zum Meere hat sich kein wichtige« Ereignis zugetragen. Cadorna. ~

Auch die Russen rufen nach Hilfe.

Stockholm, 17. Juni. Die Petersburger Redak^cre der Tageszeitungen wurden vorgestern bei einer Zusammenkunft mtt dem Pvessettref Udetsche gebeten, deutlich daraus lsinz-moeiFu. wi- umnschenswert jetzt die Unterstützung durch die Verbündeten .narr Die Blätter führen d,rher rn verdächtiger Uebereinstiinimous mE, Rußland ttage wiedernm die Hauptlast des Krieges. WÄrend die Verbündeten den Krieg soMagen ausschließlich gegen dtt Dutt scheu führten, verbluten wieder Hunderttausend^ russischer Soldaten mehr für die Verbündeten als für Rußland sttbst-- Deutschen lMen an der Ostftvnt eine Offeuswe nicht gewagt. Daher sei es die moralische Pflicht der Bsrbündeten, jetzt zar einem Mvaltigsr Schlage au^uholen.