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16.6.1916 Erstes Blatt
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Erstes

(66. Zayrgang

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Aniv.-Vuch- nnü $tmöM K. Lange. Schrift,eitung. «eschästMUe und vruck-r-U Schnlftr

B et q s r) c - nwnatl. 90 03r. f viertel- fährt. Mk. 2.65 diirch Abhole- m Zweigstellrn monatl. 69 Vf.: durch die Post Mt. 2.45 viertel« 'hrl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausro. 20 Pf. Haiipt- schriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt irnd Land, Vermischtes und Ge­richtssaal: Fr. N. Zen;: lür den Anzeigenteil: p Beck, sämtlich m Gießen

Großes Hauptguartier, 15. Juni.

(WTB.)

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Außer Arttilerickämpfen und Patrouillen - Unterneh- nungen kerne Ereignisse.

O e st l i ch e r K r i c g s s ch a u p l a tz.

Die Armee des Generals Grafen Bo th mer wies Hehrere in dichten Wellen vorgetragenc russische Angriffe ler urrd nördlich Przewloka glatt ab.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Brr den deutschen Truppen keine Veränderung.

O d e r st e Heeresleitung

*

Berlin, 15. Juni. (WTB. Amtlich.) Der Führer der englischen Flotte in der Seeschlacht vor dem Skagerak, Ad­miral Jell.icoe, hat in seinem Befehl an die englische Flotte u. a. zum Ausdruck gebracht, er zweifle nicht daran, M erfahren, daß die deutschen Verluste nicht geringer seien als die englischen. Demgegenüber wird auf die bereits in der anttlichen Veröffentlichung am 7. Juni erfolgte Gegenüberstellung der beiderseitigen Schiffsverluste hin­gewiesen. Hiernach st e h t einem Gesa m t v e r l u st von 60 72 0 deutschen Kriegs schiffston neu ein solcher von 117 150 englische «Tonnen gegen­über. wobei nur diejenigen englischen Schiffe und Zer­störer m Ansatz gebracht sind, deren Verlust bisher von amt­licher englischer Sette zugegeben worden ist. Narb Aussagen englischer Gefangener sind noch weitere Schisse nntergegan- gen darunter das GroßkampfschiffWarspiteAn deutschen Schrsssverlusten sind andere als die bekannt gegebenen nicht emgelrelen. Diese sind S.M.S.Lützow",Pommern", Wiesbaden",Frauenlob",Elbing",Rostock" und fünf Torpedoboote.

Dementsprechend sind auch die Menschenverluste der Engländer in der Seeschlacht vor dem Skagerak erheblich großer als die deutschen. Wahrend auf e n g! i s ch e r S e i t e bisher die Ossiziersverluste auf 342 Tote und Vermißte und 51 Verwundete angegeben worden sind betragen die Verluste bei uns a n S e e o s s i z i e r e n ' Ingenieuren, Sanitätsoffizieren, Zahl­meistern, Fähnrichen und Deckossizieren 172 Tote und Vermißte und 41 Verwundete. Der Ge­samtverlust an Mannschaften beträgt nuf seiten der Engländer, soweit bisher durch die Admiralität ver­öffentlicht, 6104 Tote und Vermißte und 513 Ver­wundete. aus deutscherSeite2414 Tote und Ver­mißte und 449 Verwundete.

__ iinjeren Schiffen sind während und nach der See­schlacht 177 englische Gefangene gemacht, während, soweit bisher bekannt, sich in englischen Händen keine deutschen Gefangenen aus dieser Schlacht befinden. Die Namen der englischen Gefangenen werden aus dem üblichen Wege der englischen Regierung mitgeteilt werden.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

* * *

Der 78jährige Abgeordnete Boselli hat die Neubil­dung des italienischen Kabinetts übernommen, und Son- nino bleibt darin, nach einer neuesten Meldung, Minister des Auswärtigen. Damit ist -eingetreten, wias man hatte ver­muten können: Italien ändert an seiner Kriegspolitik nichts. Sonnino, Großmeister der internationalen Freimaurerloge in Italien, war ja noch vor Sälandra im Freund sch a fts- krerse der Entente gewesen und ist derjenige Politiker, der vor allen andern das Land in den Krieg gestürzt hat Boselli, der vor vielen Jahren Unterrichtsminister, Acker­bau- und Finanzminister, dann auch Schatzminister ge­wesen ist, gilt als streng monarchisch und als ein ergebener Diener des Königs Victor Emanuel. Italien wird für die nächste Zeit noch völlig im Banne Englands bleiben, von dem es in jeder Weise abhängig ist. Die im italienischen Volke umgehende Unruhe und Erbitterung wegen der natio­nalen Mißerfolge auf den Schlachtfeldern, aber auch wegen der schwierigen Verhältnisse zu den eigenen Bundesgenossen hroht sich nach wie vor zu entladen, wenn die Entente, be­sonders England, von noch härteren Niederlagen getroffen worden ist, als bisher. In den Aussichten der eigenen Streitkräfte fühlen die Italiener sich sehr unsicher, wie ein Blick auf die nachstehende Meldung «erweist, in der es heißt daß derSewlo" aus Grund der heftigen Artillerievor­bereitung der Oestierreicher am 13. d. M. die Besorgnis kundgidt, es ser ein Durchbruch in die oberitalienrsche Ebene geplant....

Der englische Ministerpräsident Asquith hat wieder ein­mal, vor fernen Wählern in Schottland, seine prahlerische stimme vernehmen lassen. Wenn man ihn hört, hat Eng- land überhaupt noch keine Enttäuschungen erlitten, und däbei hat doch auch das bescheidenste Gedächtnis es behal- ten, wie oft und laut Herr Asquith Ankündigungen und Prophezeiunaen ausposaunt hat, die hinterher nicht nur n * fonbern durch gegenteilige Ereignisse

angeführt wurden. Neben Churchill erscheint uns Herr As- ^^^ch^der am meisten durch unzuverlässige Angaben und Windpeu tele len in seinem Ansehen erschütterte Mann Von einigem Interesse ist seine Erklärung, daß dem General Joffre zu den Kümpfen um Verdun britische Unterstützung angeboten" worden sei. Die Wahl dieses Ausdruckes läßt uns verinuten, daß Joffre die .Hilfe chbgelehnt hat Daß Asquith den deutschen Flottensieg auch seinerseits zu ber* klenrern sucht, nimmt nicht Wunder. Die ruhige und sach­liche Zusammenstellung, die unsere deutsch? Marincleituna neuerdings zu den englischen Verdrehungen veröffentlicht,

hat denn doch ein anderes Gewicht. Gerade auch die ^ouschenverluste geben unbestreitbar das richtige V^r- ^on Sieg und Mederlage wieder, und gegenüber ^"..^^^holten Vorhaltungen der Engländer, die deutsche Flotte h^e vorzeitig das Schlachtfeld geräumt, überführt die einfache Feststellung, daß von unseren Schiffen wäh- .kf r Seeschlacht 177 englische Gefangene ge- ?°^"'orden sind, während in englischen Händen sich keine oeupchen Gefangenen aus der Nordseeschlacht befinden. Im -® eor 9 Schultze-Bahlke in einer kritischen lebcrslcht über die Seeschlacht auch die Erfolge und Vorzüge der deutschen Artillerie:

Wirkung muß die geradezu wunderbare Artillerie gewesen sein, was auch durch die fSfÄ öer Engländer bewiesen wird. Betrug doch das cLfüff* Öe l m * >er von uns n lederne kämpften englischen

^ ?00 Kilogramm oder 13 v H. des Gesanrt-Breit-

gvuzen englpchen Flotte. Und zwar verlorm me Engländer 12,5 vH. ihrer gesamteii schweren Artillerie: acht

34,3-Zentimeter-, sechs;ehii 30,5- Zemimeter- und aastzehn 23,-l-Zmttmeter-Geschütze. Noch größer Und die Verluste ihrer niittleren Artillerie mit 14,4 v. H. Von. le^,- tern sanken ins Meer vierzehn 19-Zentimeter-, neunundfünfzig unö vierundzwanzig 10,2-Zentimeler-Eefchütze. an leichter Artillerie und Torpedorohren, die in Schlachtschiffe ein­gebaut waren, büßten sic 4,3 und 8,4 v. H. ein.

Z.as Unterliegen der englischen Artillerie dürfte mben de'- weniger guten Ausbildung seines Personals in der Konstruktion wrner Gesch'che oegrmidet sem. Während fast alle anbcvm Ma- nucn für L>chifssge)chütze der Mautelringrol-rkonstruktion den T-or^ug gaben, hielt die englische Admiralität unentwegt an der o.rahtrol-c.onstrukl!ou wst: <-b:rohl mehrere auch von >uglischm Farmen wnstruierre Entwürfe eine entschiedene Ueberleq-enheit des Mantelrohrs ergaben. Ter Mverlästigste Kanonenstahl ist eben, wie von den Fachleuten aller Nationen anerkannt wird, der aus denr Tiegelvenahren gewonnene Stahl. Gerade in der einivand- freien Verstellung und der mit großer Sorgfalt durcygeführtcn Verarbeitung der qroMN Schmiedestücke (Mantel-Durchmesser einer 30 5-Zentimeter-S.^K. -- 1035 Mllimeter), liegt nun die große Ueberlegenhert von Krupp: denn diese IFiriNa ilt die einzige der beherrscht ^ Verfahren der Her-tellung großer Tiegelstahlblücke

Tie Verhängnisv)Ue Schwäche des von der englische-i Marine bevorzugten ^rahtrohres zeigt sich besvnders bei der mangelnden ^angchcltigkeit und rer ungleichinäststien und wellenförungen Er- weiterimg und Verengung der Seele beim Scheuß, an der eben die Verwendung eines dünrien Seelenrohrs in Verbindung mit der wrahavlalimg di^ Schuld trägt. Ein anderer großer Nachteil der a. r q ytcohr^ieschütze ist das Turchbiegen der Rol/re und dadurch be- mngte herabgeießte Treffsicherheit, wie auch die durch geringere ?a.ider>tanriahigkeit des ^ venvendeten Stahles hervorgerufene a* r Verfügung stehende Schußzahl. So wird bei der englischen p.arlne nur nrii einer normalen Munitionsdotierung von 80 Schuß für das schwere Geschütz gerechnet.

Der Verfasser meint, nach- den vorliegenden Berichten wnne man mit dem Verlnst von rund 20 englischen Schiffen sm-er rechnen, die insgesamt eine Tonnage von 225 000 sonnen hatten oder acht v. H. der gesamten englischen ausmachten.Die Schiffe hatten insgesamt etwa 10000 Mann Besatzung, von denen günstigstenfalls etwa 2o0tt gerettet wurden. Der Verlust an Personal würde immer noch 62/3 v. H. des Gefamtverfonals der englischen Flotte betragen; und gerade diese Verluste dürf- ren ganz abgesehen von menschlichen Erwägungen wohl die e-mpfindlichsten für die Herren Engländer sein, weil die Personalfrage schon seit Jahren bei der englischen Marine akut ist." * ' J

Die russische Gffeirsive.

Berlin, 15. Juni. (Priv.-Tel.s Der BerlinerLokal-- Anz-eiger meldet aus Stockholm: In Petersburger mili- tarffchen Kreisen macht sich gegen General Brüssilow wachsende M i ß st i nc m u n g geltend, weil er bei deir schweren wolhynischen Kämpfen zu rücksichtslos mit dem Menschenmaterial umging. Eine vorsichtige Schätzung eines russischen Offiziers gibt die russische Be rlu stziffe r der vergangenen Woche auf 250 000 Mann an.

d) ' lb r'-ßy?j- Berner Blätter bringen kühle

Betrachtungen militärischer Mitarbeiter zur ru ssis ch e n O sf en-

1S or a - Ausfälligerweise beschäftigen sich

Nj Russen mit der Auszahlung emer Kriegsbeute, die sich bzi SÜÄ - * ?ermgfügig entpuppe. DasBerner Tag- Aatt verweist beppiels:reise auf die Bluffmeldung von der Er-

^Kknieter Beton, 30 000 Geivchr- Ä f" ^ r adnPln rt dRa,aimengewehrPatronen. Diese fe VJJ. VwhaltuiS zur Gefangenenzahl lächerlich klein, der Beton ser schtver brauchbar zu machender Schutt. Auch^ die Be-

schmückung als Festung sei nur eine absichtliche Äus-

die sagen: Mehr denn jerwerben jetzt

^^Süchst groj; durch die Anführung vielstelliger Zifseün pichst eindrucksvoll geschildert, um Rußlands Dienste für ^ ^ ^ bedrängt t

i. Köln, 16. Juni. DerKöln. Zeit." melden die neuen Züricher Nachrichten aus Amsterdani: Trotz der russischen Sieges­berichte hecrsvst in London eine Pessimistische Stimmung. Kein englischer Krittler will daran glauben, daß die Russen über das in den letzten Kämpfen eroberte Gebiet hinaus vorrücken können Sogar der optimistische Oberst Reppington erklärt, daß nach venr Durchbruch der Schutzlinien und dem Vorrücken um 25 Kilometer im Verlaus von fünf Tagen ein Umschwung und ailgen^me^ Gegenangriff, mit Hilfe deuffcher Truppen, eintveten toerde. Reppington bereiter die englische öffentliche Meimmg sogar auf dik Möglichkett eines russischen Rückzuges vor.

Der russische Bericht.

Der österreichisch^rngarische Tagesbericht.

, Wien 15. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Juni 1916.

^->.,.^^isischcr Kriegsschauplatz.

Südlich von Bojan und nördlich von Czernowitz schlugen unsere Truppen russische Angriffe ab. Oberhalb von Czernowitz vereitelte unser Geschützfeuer einen Uebcrgangs- versuch des Gegners über den Pruth.

Zwischen Dnjestr und Pruth keine Ereignisse von Be­lang. Der Feind hat die Linie H 0 r 0 d e n k aS n i a t n n westwärts nur wenig überschritten.

Bei W i e n i 0 w c z y k wurde äußerst erbittert gekämpft. Hier sonne nordwestlich von Rpdom und nordwestlich von Krememen wurden alle russischen Angriffe abgewiesen.

Im Gebiet südlich und westlich von Luck ist die Lage unverändert. Bei Lokaczy trat aus beiden Setten ab­gesessene Reiterei in den Kamps. Zwischen der Bahii Rowno- Kowel und Kolki bemühte sich der Feind an zahlreichen Stellen unter Einsatz neuer Divisionen, den Uebergang über den Stochod^Styr-Abschnitt zu erzwingen; er wurde überall znruckgeschlagen und erlitt schwere Verluste.

, Italienischer Kriegsschauplatz.

Gestern abend begannen die Italiener ein heftiges Ar­tillerie- und Minenwerferfeuer gegen die Hochfläche von Doberdo und den tzsörzer Brückenkopf. Nachts vlgten gegen den südlichen Teil der Hochfläche feindliche ^nfanterleangriffe, die bereits größtenteils abgewiesen sind- an einzelnen Punkten ist der Kanrpf noch nicht abgeschlossen' An der Tiroler Front setzte der Feind seine mr- gevnchen Anstrengungen gegen unsere Dolomitenstellungen im Raume Pentelstein-Schlnderbach ft»rt.

Unsere Flieger belegten die Bahnhöfe von Verona und Padua mit Bomben.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

An der Bojusa störte unser Feuer ttalienische Be- estignngsarbeiten.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö se r, Feldmai-schalleutnant.

Pet ersburg , 14. Juni. Nachmittags 4,50 Uhr.

VZ ejt s ro n t: Aus der ganzen Front vom Südteil des Boleßje bis zur rusjnchen Grenze fahren unsere Truppen fort, den Feind zurnckzutrerben. des gestrigen Tages nahmen wir neuer-

und d000 Mann gefangen und erbeuteten sechs Geschütze, zeyn Mafchmengeweyre, viele Caissons. Die ^Gesamtzahl und Trophäen seit Beginn der Operationen be- lauft stS auf ^720 Offfziere, ungefähr 120 000 Soldaten, 130 Ge- schutze, 260 Maschinengewchre. Mehrere feindlick>e ?lbteilungen sind völlig dcsorgamffert, was aus der Tayache bervorgeht. daß in den Kämpfen vom 6. b's 8. Juni die Truppen des Generals Tscheröat- !>. ow in ernem verhältnismäßig unbedeutenden Abschnitt -tl-^Oin- zrere und 17 000 Sollten als Gefangene uns 34 Maschinen-, gewehre _9 Geschütze, ob Caii-ons und andere Kriegsbeute ein- ^ebrächt haben. Aus den erhaltenen Berichten geht hervor, daß der p-enrd Itellenweife eine so große Menge Kriegsmaterial zurück- gelanen hat daß e-. m einer kurzen Zeitperiode unmöglich ist, deren Blutung zu bekttmmm. So hat er an einem Punkte das Material fnr eine Felvei,endahn von 30 Werst Länge zurückgelassen.

^Straße, die nach Wladimir Wolynsli führt, leistete der Fernd^erbitterten Widerstand. Die Käwpfe spielen sich iveOlich beß 5Us dem halberr Wege zwischen Luzk und Wla- ^ bn ®^ enb von Zaturskv griffen unsere Slanzrnd an und machten eme seindlick>e Schwadron nieder. WefUich von a.ubno ruckten, unsere Truppen, die den Feind zurück­trieben, über das Dorf Denridosska hinaus vor und im Südweften von Dubno bemawttgten sie sich des Dorfes Kvzine. Nördlich von Buezacz in der Gegend des rechten Strtzpaufers ffübute der Feind mächtige GeZenangrOfe aus. Auch in den gestrigen Kämpfen gelang e^ unseren truppen, den Feind abzuweisen. Sie halten die Höhe cmf dem Westufec der Strppa in der Gegend von Caiworonka. Bobuttnce besetzt, südlich des Dnjestr besetzten wir das Dorl Snyatm. Der Kampf um den Besitz des Brückenkopfes von Czerno- wltz dauert fort.

or ^-iafront ontfefjelteit die Deutschen ein heftig Artllleriefener gegen den Brückenkops von Ueicküll Südlich v^n smvrgon wiesen, wir einen Versuch des Feindes, sich unseren Stellungen zu nähern, ab. In der Gegend von Baranowitscki und weiter sudlick) bis rn die Gegend des Poleßje fanden im Laufe d'ä Feinäs^stE^ ^rere Tressen mit bedeutenden Teilen des

. Eau kasuSfro nt: In der Richtung von Bagdad hielten wir die Offensive bedeutender feindlicher Strettkräfte auf. ^

Die Lebensmittelteuer,,ng in Rußland.

Berlin, 16^^uni. Nach demLokalanzeiger" bäschäf» U " b Landwirtschaftsauzschuß der Ausstichen Reichsduma mit der schiweren Lebens- mrttelkrise und beschlossen die Einführung von vor- lauftg vier fleischlosen Tagen in der Woche.

Das neue Kabinett öosellk.

Rom, 15. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) WeldiMg der 9lgenziö Stefani. Die Blätter melden: Nach einer neuen Befprechnng mir B 0 s c l ßi hat Sonnino das Potteseuille des Auswärtigen in dem neuen .Kabinett behalten. Orlando wird das Portefeuille dos Jmrern übernehmen, wahrend Boselli den Vorsitz ohne Porte­feuille übernehmen imrd.

Giornale d'Jtalia" erfährt, daß Boselli heute abend dem König Ticktteilen wird, daq er den Auftvag zur Bildung des Kabinetts amiehmen loerde.

Die Blätter besprecheil die Entscheidung, daß Sonnino das Portefeuille des Auswättigen belralten loerde, init Genugrmrng Die sMetdung hat in Monte Citorw einen «ruslgi'zeiämeten Eindruck genvacht.Giornale d'Jtalia" säilreibt: Indem Sonnino in. der