deutschen Reichstag gehaltenen Friedensreden können wir
umererserts nichts anderes tun, als unerschütterlich durch- zichalten und unser Volk darüber aufzuklären, daß wir solange durchhalten müssen, bis unsere Feinde, die allein an den wetteren Menschenopfern schuld sind, zur Vernunft 96 = langen Der Redner sprach schließlich den Wunsch aus, das Vundnrs mit Deutschland nach dem Kriege noch zu vert lesen, um so mehr, als keinerlei Interessengegensätze vorhanden tzren. \
JL
Ans Stadt rrrrd Land.
Gießen, 15. Juni 1^>16;
Die Obsternte auf den Kreisftratzen im Kreise Gießest
Jahren ganz ausgezeichnet, wie eine Auffüellumg des ;.ewerlrgen Erlöses ergibt. Der Kreis hat aus Obst erugenonrmen:
1S11 1912 19L3 1914 1915
18 M0 17600 7520 16000 25 000 Mk., mobei M beEffichtiAen ist, daß sich im letzten Jahre die Prerse firr den Zerrtner Obst durchschnittlich so billig stellten wre rn keinem der Fahre vorher. Die hohe Einnahme wurde aber trotz der billigen Preise erzielt, weil im Jahre E der vierte Teil der Ernte vom Kreisanrt mit etwa rund l.400 Zentnern selbst eingeerntet wurde, bei dessen Verwertung rm Kversamtskeller an die städtischen Konsumenten eine Einnahme von rund 10000 Mk. erzielt wurde. Trotzdem rm Letzten Jahre die Obstbäurne an den Kreisstraßen im allgemeinen gute Ertrage geleert haben, kann man nach dem letzrgen Stande die frohe Erwiarturrg hegen, daß unser rers auch sür 1916 wieder aus eilte gute Ernte, we m^tens was Aepfel angeht, rechnen kann. Die Ansichten besorchers gut auf den Straßenstrecken
Gießen — Rodheim, Klem - Linden — Dntenho sen, Klein- Lrnden —Großen-Linden und an den Straßen um jungen. Auch die Z w e tsch e n e r n t e ver- s prrch t Heuer ern gutes Ergebnis Ku liefern, dagegen ist eine befriedigende Ernte von Birnen und Kirschen nicht zu erwarten. Für die Entwicklung des Obstes war das Wet- ter bisher nicht ungünstig. Zwar macht sich das Ungeziefer, dre Blattlaus, sehr bemerkbar, gegen die man leider machtlos ist, da es an den notigen Arbeitskräften fehlt, um energisch gegen sie ankämpfen zu können. Ferner hat sich in dreftm Jahre der sogenannte Ringelspanner (eine ziemlich große bunte Raupe) eing-efunden, die hauptsächlich in^n Asttoinkeln der Bäume ganze Kolonien bildet und wgSuber chr Zerstörungswerk an den Blattern übt Diese Raupe rst jedoch nicht der gefährlichste Feind des Obstbaues, da ferne Lebensdauer als Schädling nur kurze Zeit anhült. Die Raupe geht jetzt schon zur Verpuppung über. Die Apfelgespinstmotte ist für die Blätter der Obst- torme weit schlimmer, doch hat die kühle und feuchte Witterung diesem Schädling Heuer das Handwerk gelegt ^ur den Herbst hat der Kreis in Aussicht genommen, bse Baumbestände an den Kreisstraßen zu vermehren, wenn die Mittel dazu vorhanden sind. Jedenfalls wird man nicht verfehlen den Abgang der alten Nußbäume, die für Zwecke des Heeres gefällt wurden, durch neue Anpflan- wvÄErwett zu machen. Wer mit AufmrrksamLtt die Datigkett des Kreyes auf dem Gebiet des Obstbaues in den letzten rühren verfolgt hat und die Liebe und das Berftand- Nls kennt. Mit dem der Kreis den Obstbau behandelt det ^2nerfettrteit, daß damit für die Allgemeinheit nach jeder Richtung chn Gutes geleistet wind. Auch die Art und Weise * ie ?^rweüet wird, wobei man der Bevölkerung
von Stadt und Land gerecht zu werden sucht, ist nur an!, z verrennen.
*
** ^^"tliche Personalnachrichten. Uebertraaen wurde am 8. Juni dem Lehrer Ludwig A l l e n d ö r f e r m Glas
KÄs"^bach!^^^ L-hr-rft-ll- an der Volksschule zu Humm-Uoth
0 . " AuLzelchnung^ Der Kriegs - Einjährig- iire,willige Ludroig H 0 h n der 1. Kompagnie Jnkant.-Res.-Regiment 9k 222
Tt $' m r%‘ fer ,! ,en Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet. Er
,,t Lchuler der Ob-rreahchule in Gießen. - Den, Unterossizier der 2 - Rom P-, .Schwerin', 3. Bommersches,
Schleenbecker, ein geborener Gießener, wurde die Hessische
vom Grobherzog oerliehen. ^
m f* rf U r ^ " ahmedIenst im Verkehr mit den deutschen
dostsmstalten m Chrna wird vorübergehend eingestellt. ^
- c * Bund. Die Ereignisse beim Russen-
ewsMm Ostvrcutzw lie^, mm schon über ein Jrrtzr zurück, aber vergessen hat sie keiner unter uns, und für Schilderungen von Augenzeugen hat jeber auch heute noch tiefftr Teilnahme ' So bat der hiesige Zwe^^rein des Evangelischen Bundes die Gelegenheit benutzt, eure vchildMug der Lage Oschrensiens durch eirZiOst- .fjjf ^ Öer&etytrfülnctt. Psarrer Hilbrandt
g* i^fber^r Owr. wich am nachsben L-w^ag. abechA ch der hiesigen Stadtkirche von diesen Dinqen benchtm. Zugleich wich er von einem Werk sprechen, feog stk
^stpreu^ns von hervorragender Wichtjqkeit zu linden verspruA: von der vom Evangelischen Bund ms Netzen Tt -rufenen „Ostdeutschen Ansiedlerhilfc" Sie Li«1
Oitrnark gewinnen und deutschen Ansiedlerät ä” 1 Seite stehen, damit der^, dewsch blecht und nutzt Rus,en und Polen onhernrMt Die %er ansdoltung rst für ichermann frei und wird zweisiKos anchch unserer Stadt viel Zuspruch finden OTa ' m
^^ter. Käse und Eiern. Für den Z°"bel mrt rnchen Landeiern sind im heutigm Kreis! dlE du nachstehwtden Prelle aU angemessene Höchstpreise fctgefefct: beim Ernkan, durch den Händler vom "andwirt iZürpter) 17 Pfennig, ^ beim Weitcrverkaus an den Ber-
Ä Utli> bei. Lieserung ins Haus 18 bis
20 Mennig, bei Lieferung an Ladenge,chäfte 20 Psenmq- für Werterverkau, durch Ladengeschäste 22 Pfennig für das"Stück Be, lieber,chreitung der Höchsipreise machen sich die Berkäuser^ szandler und kauser strafbar, so dass also nicht mehr gefordert und mehr SeMhlt werde,, darf. Hierbei sind sonstig^N eb en ver- g u t “ n f, e n, wie Brrngerlohn, Geschenke und dergl un^ulassrg und strafbar. Auch Landwirte, die höhere l55w t ' [ n f" Verbrauchern fordern, setzen sich dieser
«S. Äis S“;„s
ßf^rrefe erteilt wirb, haben über alle mtd alle SSn>
must gxmm Buch zu führen. Dre Buchführungspflichl kmm auch auf bie anderen Händler unb Hcwdlerinuen ausgedehnt werden. Die Abgabe und der W-eile'rv'erkauf v«n Eiern an fremde Händler ist streng verboten. Die Landwirte dürfen keine Eier an fremde P rivatpersonest abgeben. Näheres ssthL Kreisblatt.
** Zur Fleischversorgung. Eine amtliche Bekannt machung der Landes fleischstelle in der „Darmst. Ztg." besagt: Auf ^ Bekamrtmnchung Großh. Ministeriums des Innern über rz-lLiichversorgung vom 8. Jum 1916 setzen wir sür die gegen-- wartrge Berteilungsperiode (1. Juni bis 15. Juli 1916) die H ö ch st- mengc des für den Kost "der Bevölkerung abzugebenden Fleisches ^ o che n t l ich 3 0 0 Gramm fest. Für uns Gießener bringt c«s ia kerne Aeirderung mit sich, da die uns zustehende Fleischmengc schon von 600 auf 300 Gramm herabgesetzt worden ist. Äe all- g einer ne Herabsetzung für das ganze GroWerzogtunr ist al^r den- noch lebhaft zu begrüßen, da sie manche Ungleichheit in der Fleisch- »ng, zumal in unseren Nachbarstädten, die sich tellweise erheblrch besser standen als »ne Provinzralhauptstadt, anfhebt und brneir Grund zu mancherlei Verstimmungen beseitigt.
^ Der nächste Städtische S e e f i s ch m a r k t beginnt Freitag, den 16. Juni, vornrittnq 8 Uhr, in den Marktlauben. Zum Berkauf kommen beste Seefische (Schellfisch, Kabtiau, Schollen, Seelachs, neue Heringe) zu Selbstkosten der Stadt.
Landkreis Gießen.
e. Lollar, 15. Jruii. Denr hiesigen Kunst- und Handels- garmer Otto Müller ist es gelungen, trotz des nassen und unvorteilhaften Wetters mit einer Spezial--Erdbeerenzucht
* e J e v " proste Erfolge zu erringen. Die prachtvollen, in Geschmack und Aroma vorzüglichen Früchte bringen den Beweis, daß auch hier in unserem Hessenländchen vortreffliche Erdbeeren ge züchtet werden können.
Kreis Brwingen.
# Blofeld, 14. Juni. Die Hessische Tapferkeits medaille erhielt der Pionier d. L. Wilhelm Koburger im Plonier-Bat. 21.
Kreis Alsfeld.
ap. R u p p e r t e n r o d , 14. Juni Dem Kanonier O. Geiß von hier wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. — Die Familie August Rudolph von hier erhielt auf Pfingsten die Nachricht, daß ihr ältester Sohn Heinrich gefallen sei.
ap. Aus dem B o g e l s b e r q, 14. Juni. Die I a g d a u s s i ch t e n sind sehr gut. Ueberall im Felde trifft man junge Feldhasen an. Das Wetter war bisher der Vermehrung derer von Lampe günstig. Das jetzige Regenwetter nützt allerdings in keiner Hinsicht. Auch die Rebhühnerpaare sind häufiger zu erblicken als rm vorigen Jahre. Der Rehstand ist ebenfalls durch den vorangegangenen gelinden Winter gut geblieben. Der Wildbraten wird m diesem Herbste nicht so rar sein wie im vorjährigen und so den r5leischmangel etwas lindern.
Kreis Lauterbach.
st. Blitz'enrod, 14. Juni. Schon dreimal haben wir auf dem Friedhof unseres kleinen Do-rfes Ksteger, die an den Folgen schwerer Wunden gestorben waren, in der Heimaterde beigesetzt, so jetzt den Schützen Eugen Eschke, einen allbeliebten jungen Mann, der vor dem Kstege bei dep Firma Schruchardt in Gießen tätig war. Die Feier am Haus und Grab wurde von dem Ortsgeistlichen Pfarrer Schorle mm er von Fstschborn abgehalten. Verwundete des Lazaretts Lauterbach trugen den Kanreraden zu Grabe. Die Kriegervereine von Lauterbach und Fstschborn gaben ihm das Geleite.
Kreis Friedberg.
81. F r i e d b e r g, 15. Jmii. Auf dem Felde der Ehre starben der Unteroffizier Arthur Wölber in einer Dtmenwerier- kompagnie, früher Studierender an der hiesigen Gewerbe-Akademie, sowre der Schriftsetzer Wilhelnr Lang von hier. — Karl Suter von hier, bei einern Schützenbataillon, wurde mit dem Ei fernen Kreuz ausgezeichnet.
81. O b e r - R o s b a ch , 15. Juni. Dem Pionier Wilhelm K o p p von hier wurde das E st e r n e Kreuz verliehen.
.81. Burg-Gräfenrod, 15.Juni. Die Hessische Tapfer- tertsmedaille nnrrde dem Gesteiten Georg K o st beim 115. Infanterie-Regiment verliehen. Kost steht schon seit Anfang des Krieges im Felde.
Starkenburg und Rheinhessen.
ch. Brügen, 13. Juni. An. Pfingsten waren es hundert Jahre, seit das erste Danttzfboot auf dem Rhein erschienen ist. Das Boot — ein englisches — führ auf dem Rhein in vier Tagen van Rotterdam bis Köln und kam auch noch eine Strecke weiter aufwärts, gab jedoch dann die Fahrt auf, angeblich aus technischen Grünoen, well das Bvvt die starke Strömung im Gebirge bei St. Goar nicht bewältigen kannte, wahrscheinlich aber well die englische iGesellschaft ein Monopol für die Tamstschiffahrt aus dem Rhein von der preußischen Regierung wünschte, was aber entschiedeir äbgelehnt wurde. Tie sstheinschifstr Iiattcn für die Tamstboote nichts übrig und legten diesen alle Schwierig-keitcp in den Weg. In Bingen war die Tamstschiffahrt auf dem Rhein ein Hauptgrund für die Schiffer bei der Beteiligung an den rrwo- lutivnären Vorgängen der vierziger Jahre. Erst im Jahre 1824 fuhr übrigens wieder ein Tamster auf dem Rhein, ,cher Sev- ländert', dem die großen Schiffahrts-Gesellschafterr sich anschlstsen.
— Infolge der starken Regengiffse in der letzten Zeit ist der Rhein und ferne Nebenflüffe stark gestiegen, lieber Pfingsten hat der Rhein am hiesigen Pegel eine Erlchstarg um 32 Zentimeter er>i fahren. Der Pegel stand heute auf 3 Meter. Weiteres Steigen ist rn Aussicht. Auch die Nahe ist gestiegen.
81. R u m p e n h e i m. 15. Juni. Der Vizefeldwebel im Res. Jnfanterre-Regrment Nr. 36 Eduard B i e h m a n n, seit Kriegs begmn als Kriegsfreiwilliger im Felde, wurde zum Leutnant befördert.
e. Wo r m s , 15. Juni. Freiherr Heyl zu Herrnsheim hat der Stadt Worms zur Sicherstellung der von seiner verstorbenen Frau begründeten Alice-Industrieschule 100000 Mark vermacht.
14. Juni. Die Zufirhren aus den rheää- schen Obst- und Gemüse m är kten waren in der letzten Zell, soweit Spargel in Betracht kamen, nicht sehr bedeutend.' Es Jg WUlster, daß bei der regnerischen Witterung der letztett
Wochen me Spargelernte ganz bedeutend nachließ. Die verschiedenen Obsfforten sind in zientlickfen Mengen auf den Markt gekommen und wuisten ebenso abgesetzt. Dü Preise haben sich aber auf ansehnlichen Höhen gehalten. Spargel ist schon infolge des geringeren Angebotes teuer geblieben. Dabei herrscht übrigens erne starke Nachfrage nach Obst wie auch Gemüse, so daß schon daraufhin höhere Preise angelegt lverden. In der letzten Zell er- brachte das Pffrnd Spargel 1. Sorte in In gellst m und Heides- herm 65—80 Pfg., 2. Sorte 35—45 Pfg. Das Pfund Kirschen wurde auf diesen beiden Märkten nrll 20—50 Pfg., Erdbeeren mit 60—70 Pfg., Johannisbeeren nrll 40 Pfg., Stachelbeeren mll
—^0 Pfg. bewertet. In Fvernsyeim erbrachte der Zentner Kkr-
20^46 Mk., E?db«n^n 50—60 Mk., Johannisbe«rn bis 42 Mk. -<5N Zwingenberg kostete der Zentner Kuschen 24—45 Mk., 50—^0 Mk., Stachelbeeren 20 Mk., Johmmisb^vOr
Kreis Wetzlar.
b. O d e n h a u s e n, 14. Juni. Auf dem Felde der Ehre starb der Bahnarbeller Gottfried H i r s ch h ä u s e r. Er hinterläßt eine Frau mrt sieben Kindern.
Dessen-Naffcm.
Fc. Fran ksur t a. M., 14. Juni. Daß die Meischversorgrmg
p-m i»ntrrrr 91 TJCTO - r. • -c
Bezrrk hatte zur Verteilung in der abgelaufenen Woche vmn 4 bis 10. Juni zur Verfügung: 436 Rinder einschließlich 24 aus Dänemark, 1505 Kälber, 145 Schafe und 999 Schweine. Davon wurden vertaden zur Berteüu.ng im Regierungsbezirk: 190 Rinder, 259 Kälber, 30 Schafe und 232 Schweine. In Franffnrt wurden geschlachtet: 246 Rinder, 1246 Kälber, 115 Schaft und 767 Schweine. ^>n den Kreisen Wiesbaden Stadt ^md Land gelangten außerdem zur Vertellung: 45 Rinder, 150 .Mlber, 30 Schafe und 85 Schweine , ^ Zad H omburg v. d. H, 14. Juni. Südlich vor dkn WA--
len der Dickumenselle der Saalburg in der Nähe der „Villa" werden gegenwärtig Ausgrabungen in beschränktem Maße vor- genominen, denen auch der Kaiser bei seiner kürzlichen Annsteu- hert rn Bad Homburg verschiedentlich beövotznte. Bor einigen Tagen wurde ein Brunnen freigelegt, der eine Anzahl interessanter Fund- ftucke barg, wie lEisengerate, Schüffcln, Töste, Krüge und Sterben der bekannten Terra sigiltata-Geräte. Die Fnrstftücke kamen bereits rm Scullbnrg-Mnscum zur Aufstellung. Wegen der arstanernd ungünstigen Witterung wrrrden die W ertergrabungen vorerst einge- steltt. Don den Fürsten aus dem Jahre 1915 stellte Man im Museum zahlreiche Lampen, hübsche ein- und zweiherrkelige Krüge, Ringe, Gewandnadeln, Schalen, effernes Harstwer^euy und ver- ichredenes Hausgerät aus.
15. Juni. Der Landrat des DMrstses erlaßt folgende Bekmrntmachnng: Infolge der übermäßig hvchge- trrEnen Ferkel preise ist es vielen minderbemlltttten Em- wvhnern des Kreises unmöglich, ihr Schwein zu mästen. Hierin lregt eme Gefahr sür^ die Fleischverforgung der ärmeren Bevölkerung rm nächsten Winter. Um dieser Gefahr vorzitbeugen, rich^ ich an die besser gestellten Landwirte des Kreises die Bitte, der Krersverwaltnng Ferkel m erschwinglichen Preisen zur Verfügung zu stellen, etwa zu 2,50 Mark für das Lebendgewicht beim Stück Ich würde dann versuchen, diese unter UebernahMe eines Telle des Kaufpreises auf den Kreis' den Bedürftigen zuzusühren.
ul. Limburg, 14. Juni. Ter Magistrat hat sich vevan-- laßt gcsehen,^ das Verbot vom 2. Juni, wonach L-ebensmrttel an außerhalb Limburgs Wohnende nicht verabreicht werden dürfen bedeutend zu beschränken irrst vorerst den Verkauf voll Kaffee, Tee, Schokolade, Oel, inländischen Käse, Bvotausstrich (Marmeladen), Heringe, Seist mtb anderen Waschmitteln rm allgemeinen ahne Vorzeigung ^ einer Lebensmittelkarte gestattet. Von den übrigen durch die städtffche Verwaltung vermittelten Waren, deren Ver e i ns nur gegen Vorzeigung der Lebensmlltelkarte gestattet ist, darf nur gegen Austausch von Butter, Eiern usw. etwas nach auswärts abgegeben werden.
UniVerfiLLts-Nachrkchten.
die. Marburg, 15. Juni. Wie wir hören, hat Prof^or Dr. Anton Ritter von Prem er st ern von der deuttcken Universität in Prag den Ruf auf den Lehrstuhl der alten Geschichte in Marburg als Nacbfoger von Profeffor W. Otto angenommen. — Als Privatdozent für römisches und biirgerlrches Recht habilitierte sich hier der Gerichtsaffeffor vr. jnr. Rudolf Schulz auf Grund einer Schrift: „Das subjektive Recht im Gebiet der rmerlaubterr Handlung." Dr. Schrrlz (Schriststellername Schulz-Schaeffer) steht z Zt. als Oberleutnant beim Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Greßen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 16. Juni 1910: Wechselnd bewölkt, stellenweise Regenfälle, kühl.
Letzte NachnSste».
Rumämrn irrst der Krieg.
Amsterdam, 14. Juni. In London wird, wie ern Gewährsmann von dort berichtet, endlich darstll gerechnet, daß die Russen einen Tell B essarabiensbenntzenwo11en,um durch Rumänien auf das arstere Donanufer durchzustoßen urst so die Verkehrsstraßen nach der Türkei abznschnesten.
Rotterdam, 15. Juni. Der Bukarester Korrespo»stent „Nieuwe Rotterdamischen Courant" meldet: Jetzt steht fest, daß die Aenderung in der rumänischen Politik nach der Solle der Mittelmächte immer irckhr durchgeführt und immer mehr mit Zufrstde»- heit begrüßt wird. Niemand wünsche mehr, daß Rumänien sich am Völkerkriege betellige. Sogar Filipescu ist sehr enttäuscht von seiner Rundreise in Rußland zu rück gekommen und scheint weitetts Eifern zugunsten der Entente für nutzlos zu erachten. Oeffenllich erklärte er, er könne nicht mehr an -eine vollkommene Niederlage der Mittelmächte glauben. Täglich äußern sich bekannte Politiker für engeren Anschluß an die Mlltednüchte. Jedenfalls steht fest, daß von einem Auftreten gegen die Mittelmächte keine Rede mehr sein kann.
Die italienische Kabinetlsfrage.
Bern, 15. Juni. Römischen Blättern Mstlge soll Ro selkr geneigt sein, bie Mäurbeit Bittolatis als BrzeMäfDent anzunehmen. Falls Svnnino die Beibehaltung des Pvrtestullles des Aeußern aus schlagen sollte, soll die Zusammenarbell Bosellis und Bisolatts unter Betelligung der Vertreter sämtlicher Krtegs- parteien doch gesichert sein.
Die griechische Demobilisation.
London, 15. Juni. Reuter berichtet, daß d-st Dem ob lisierungder griechischen Armee sich nicht ans die Entwaffnung von 12 Jahrganges wie berells gerneldet wart«, beschränkt, sondern daß auch ein großer Teil der Reserven der übrigen acht Klassen beurlaubt wird, so daß die Demobilisierung .tatsächlich ..vollständig ist.
Die Aerzfte empfehlen
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DIE VERMÄHLUNG
unserer Tochter HILDE mit dem Kaiserlichen Leutnant zur See Herrn ERWIN DE TERRA beehren wir uns anzuzeigen
Charlottenburg, den 3. Juni 1916
Reichsmilitäranwalt Steinberger und Frau Emma geb. Büchner
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_ . In nur bester Qualität.
II» 4«ni von morgens 8 bis 12 Uhr und
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Unterricht im Schneiden und Anfertigen von Wäsche- gegenständen aller Art, Weiss- und Buntstickereien, r ilet, Schiffchenarbeit, Klöppeln und allen neuen Handarbeiten. Sommrferlea beginaeu erst am 15. Angnst.
Bekanntmachung.
Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Alten-Buseck für 1916 Rj. liegt vom 16. bis 22. Juni 1916 auf dem Gemeindehause zur Einsicht der Beteiligten offen. In dieser Zell können Einwendungen gegen den Voranschlag schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen worden, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.
Alten-Buseck, den 14. Juni 1916.
Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. I. V.: Rau, Beigeordneter.
4451
ZvMMrßchkiMg.
Das ans den Namen der Fritz Zlrüger Ehefrau, .Katharina aeb. Jung in Lklein-Lind^uKugeschriebene Grundstück der Gemarkung Gießen:
Fl. I.Nr. 1004V.o-248gmHof-- raite. Neustadt 77 foflDonners-
rsg. 29. Jsni 1916, Torsrlllagi 10 ühr, auf hiestgem Amts-- gericht Zimmer 14, zwangS' weise versteigert werden.
Die amtsgerichtliche Vor- fügung ist im OrtSgerichtS- simmeröffentlich ausgehüngt
Gießen, den 17. Mai 1916 Großh Ortsgericht 3841B] SLnrou.


