MfrkLe-üMk. auf m «WWYkeit dtzs Festes wird sich niemand -rocht verLasfen teuften.
Mer vielleicht ist das gerade recht so. Ern Fest des Geistes fvN es sein. Zwar die Zeiten haben unter Geist sehr Verschiedenes verstanden. Und das würde auch gelten, wenn rntcm nur von christlichein Geist reden wollte. Aber in einem ist -alle Rode vorn Geist sich immer gleich gebliebe,:: ein behagliches Ding ist er den Menschen nie gewesen. I«mer ist er nur in harten: Gegensatz zu anderem ihnen ins Bewußtsein getreten, nur kämpfend von jeher hat er sich in aller sinnlichen Wirklichkeit sein Sonderleben Hu schaffen und zu behauchten gewußt. Er war immer ein Wecker unbekannt-frischer Kraft, wo die gewohnten ermüdet versagen wollten, ein Dränier nach neuem Leben, wo das alte schläfrig in ausgefahrene Geleise geraten mar. Er bewies sich immer als Verächter aller Bequemlichkeit, Uechchigkeit, aller Selbstsucht, die in eigenem Behagen schwelgte. Ihm waren selbst unentbehrliche Bedürfnisse des Lebens wie oft nur lästige Fesseln, die ihn <rm Flug zu seinen stolzen Höhen hemmten. Weit schaute er über Land und Meer, über alle Erdenfernen nach Aufgaben und Zielen aus, die im Unendlichen lagen; und wußte doch, daß diese Unendlichkeit in beschränkter, menschlicher Brust zu fassen sei. Er war gewist, daß im Flug zur Höhe ihm die Kräfte wachsen, Unmögliä)es sich ihm als möglich! erweisen würde; und konnte dennoch an das scheinbar Kleinste, Nächste all sein Leben wagen. Don keinem Alten und keinem Dod> wollüe er wissen. Denn er lebte in ewigen Ausgaben, ewsi- gen Gütern, und blickte verächtlich auf die schwindelnden strafte des körperlichen Daseins. „Ewige Jugend schwöre ich :nir zu." '
Wir wollen in diesen Dagen dem Geist nachsinnen, wie tvir chn brauchen für m:sere Fiihcer, unser Heer, unser Volk. Wir wollen eingedenk sein, daß alle innerliche, auch technische Kraft, und wäre sie aufs höchste gesteigert, nichts ist, wenn nicht der Geist ihr sein Leben einlurucht und iht die Ziele setzt, die sie nicht kennt. Wir wollen uns sagen, daß auch akler äußere Sieg, wie herrlich er sein mag, uns nichts nützen kann und soll, wenn er nicht zu neuen Siegen des Geistes führt in deutscher Zukunft. Lieblich vielleicht wird dann im furchtbiaren Ernst der Zeit das Fest uns nicht werden, aber wahrhaft ein Fest d^s Geistes, wie es uns gut ist. ^ E ck.
Der Robert Sommer-Garten der Universität Gießen.
L. U. Der am Herrn und Frau Geh. Med.-Rat Prof. Dr. N. Sommer der Universität geschenkte Garten hat den Namen Robert Sommer-Garten der Universität Gießen erhalten. Er liegt auf der westlichen Böschung des Lahntales hinter der Hardt an der Straße van Gießen nach dem Gleiberg Da. wo am Rande des Tales von der Fahrstraße der Fußweg sich trennt, Lm sich auf der Höhe wieder mit ihr zu vereinigen, befindet sich rechts davon das ans drei zusammenhängenden Teilen bestehende, an 6000 Quadratmeter umfassende Gelände — 1. unmittelbar am Wege ein mit Büschen umgebener, in Terrassen angelegter Garte::, der für gesellige Zwecke hergerichtet ist (2387 Quadvatm-ater). 2. werter rechts am Steinbruch entlang, von dem unteren Weg zu der Fahrstraße sich' hinziehend, ein mit einer dreieckigen Terrasse versehener Stveifen, der sehr schöne Aussichten auf Gießen und ims Lahntal mit Schis fenLsing, Hanget stem. Totenberg, Lollarer Kops, Fronender g bietet, — 3. ein unteres 730 Qnadvatmeder umfassendes Stück, das Nr. 1 und 2 verbindet und später angelegt werden soll. —• Die Garten stücke Nr. 1 und 2 wurden im Jahre 1914 von Professor Dr. Sommer und Frau der Universität überwiese:: mib sollen nach Friedensschluß in den vollen Besch der Universität übergehen. Sie wurden 1916 um das untere Stück Nr 3 erweitert, das von Herrn Prof. Som mer von der Stadt gekauft und alsbald Eigentum der Universität wurde. Drn 18. Juli 1914 fand die erste Benutzung für einen studentffchen Zweck, nämlich die Festlichkeit der Giehewcr Klinizisten statt, wobei auf einer der 6 Terrassen an 100 Teilnehmer Platz fanden. Diese Feier, die vor Ausbruch des Krieges geschah, steht allen Teilnehmern in lebhafter Erinnerung. Im Sommer 1914 fand auch die erste Benutzung durch eine größere Zahl von Dozenten mit ihren Angehörigen statt. Während des Rektorates von Prof. Dr. Sommer 1914/15 wurde der Garten mehrfach, besonders auch bei dem Stiftimgssest der Universität am 1. Juli 1915 verwendet. Ter Vorstand des Gartens besteht aus dem studentischen Ausschuß der Landes-lluiverschät sowie den Stiftern und vorläufig drei an deren Ehepaaren aus der Dozentenschaft, nämlich dem Rektor der Universität Prof. Dr. Sievers und Frau, ferner Herrn und Frau Geheimrat Leist sowie Herrn mld Frau Prof. Jesi-vnek. Tie Mit glieder des Vorstandes gelten als Ordner in dem Garten. Den engeren Vorstand bilden der Vorsitzende des engeren Ausschusses Und Prof. Sommer. Der unter 1 genannte Garten steht allen Studenten, Doz-enten und Assistenten der Universität sowie ihren Angehörigen offen, der unter 2 genannte Teil auch allen anderen Angehörigen der Universität. Ueber die Benutzung des unter 3 genannte:: Stückes wird später Bestimmung getroffen werde,:. Zu geselligen Zwecken von Korporationen und einzelnen Gruppen von Studenten, Dozenten oder Assistenten können der unter 1 genannt umfriedigte Garten oder einzelne Terrassen davon für bestimmte Zeiten vergeben werde::. Anmeldungen hierzu sind aus der S t u dentenschaft an den Vorsitzenden des engeren Aus schuf ses, aus der Dozenten- und Assistentrnschaft an Herrn Prof. Sommer zu richten.
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** Amtliche Personalnachrichten. Nebertrageu wurde dem Schulamtsaspiranten Jakob'Binz aus Nieder-Saul heim eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Bechtolsheim. — Die Stelle eines Oberlehrers an der Elevrwrensckule zu Daranstadt ist erledigt. Lehrbefähigung: Mathematik und Phtzsik. Meldungen an Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegen heften, bis zum. 20. Juni 1916.
** Auszeichnung. Dem Musketier Wich. Schiefer stein aus Gießen im Königs-Ink.-Regt. 145 wurde die Hes Tapfe r k e r t s m cboillc verliehen.
** Militärisch! eAusbildungderJuAend. Am letzten Samstag fand eine kleine 9öachtüüiUDg auf dem Trieb statt, au deren Schluß Stadtbaumeister Braubach au den herrlichen Sieg unserer Flotte in der Nordsee hin wies. Am Mittwoch abend fanden allgemeine Hebungen in den Turnhallen statt. Ein für Freitag abend vorgesehe net Vortrag konnte wegen Verhinderung des Redners nicht stattfiuden. Die nächsten Hebungen finden am 21. Jftni statt
' ** Oberhessischer Kunst verein. Die Ausstel
lung, welche Arbeiten des Dresdener Künstlerbuudes, der .st.unstgewerbl. Gruppe Weimar-Bund und' eine Sammlung Aquarelle von Hermann Trenner-Frankfurt aufweist, ist an beiden Feiertagen von 11 bis 3 Uhr geöffnet.
** Gießener Freilichtbühne. Bei ungünstiger Witterung wird die für morgen angesetzte Mette Aufführung von Wallensteins Lager verschoben und dies durch Anschlag am Stadthaus (Süd-Anlage) spätestens um 4 Uhr bekannt ge geben. Der Vorverkauf (bei E. Challier, Neuenweg) schließt diesmal schon heute — Samstag — abend, weil die Musikalienhandlung am ersten Feiertag nicht geöffnet wird Einer Anregung folgend, bat fick) die Leitung der Freilich^ bühne entschlossen, bei Zahlung des Eintrittsgeldes i n G o l d eine Ermäßigung um die Hälfte eintreten zu lassen. Die in hiesigen Lazaretten untergebrachten Verwundeten haben, wie dies überhaupt bei allen Aufführungen seit Kriegsausbruch der Fall geivesen ist, auf numerierten Sitzplätzen freien Zutritt.
** Abgabe von Kaffee. Der Krregsausschuß für Kaffee, Tce und deren Ersatzmittel G. m. b. H., Berlin, macht bekannt:
Koffeinfreier Kaffee darf wie anderer Bohnenkaffee an die Verbrauch er nur in geröstetem Zustande unter gleichzeitiger Abgabe von mindestens derselben Gewichtsmenge Kaffee-Ersatzmittel verkauft werden. 2. Der Preis ftir ein Paket ((7.-, Kilogramm) koffein- fveien Kaffee u::d 7s Kilogramm Kaffee-Ersatzmittel darf zusammen 2,24 Mark nicht übersteige::. Im übrigen regelt sich der Verkauf von koffeinfreiem Kaffee rauf? den bekannt gegebenen Bedingungen.
** Dieb sta h l. In der verflossenen Nacht wurden aus einer Höfreite in der. Frankfurter Straße 22 alte und junge Stallhasen gestohlen. Da derartige Diebstähle sehr häufig Vorkommen, seien hiermit Besitzer solcher Tiere und von Geflügel nack>- drücklichst gewarnt. W'er über den Verbleib der Hasen Auskunft zu geben vermag, wird gebeten, dies der hiesigen Kriminalpolizei mitzuteften.
** Oeffentliche B ü ch e r h a l l e. In: M a i wurden
446 Bäu de ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1473, Zeitschriften 164, Jugeirdschriften 25)9, Literaturgeschichte 16, Gedichte und Dramen 46, Länder- und Völkerkunde 68, Kulturgeschichte 25, Geschichte und Biographien 122, Kunstgeschichte 16. Naturwissenschaft und Technologie 99, Heer- und Seewesen 22, Haus- und Landwirtschaft 19, Gesundheitslehre 2!, Religion und Philosophie 43, Staatswissenschast 10, Sprachwissenschaft 9, Fremd- prachliches 32 Bände. Nach auswärts kamen 49 Bände.
** P o sts ch-eckve rkehr. Im Reichispostgebiet ist die Zahl er Po st schock künden Ende Aäai 1916 auf 120230 gestiegen. (Zugang im Monat Mai 1977).. Aus den Postscheckrochmmgeu würden im Mai gebucht 2422 Millionen Mark Gutschriften und 2437 Millionen Mark Lastschriften. Bargeldlos würden 2723 Millionen Mark des Umsatzes beglichen. Das Gesonttguthaben der Postscheckkunden betrug in: Adri durchschnittlich 309 Millonen Mk. Im Uebettreisungsvervehr mit dem Auslände würden 6,1 Millionen Mark umgesetzt.
** Deutsche Seidenraup enzu cht. Durch die Zeitungen geht die Nottz, daß die Zuchten von mit Schwarzwurzelblättern angefütterten Seidenspinnern urid der nordchinesischen Eichenraupe (Antheraca pernyi) im deutschen Seidengebiet in Kre- eld ausgestellt sind. Unsere Leser dürfte es interessieren, daß im Jnsektenhause des Zoologischen Gartens zu Frankfurt seit über einem Jahrzeht Versuche im Gange sind, die sich nicht nnr auf diese, ändern auf über 20 verschiedene, aus allen Erdteilen stammende Seidenrauüenarten beziehen. Auch« gegenwärtig sind die Zuchten von aus Schwarzwurzelzüchten erhaltenen Maulbeerspinnern wie auch von Eichenspmnern dort ansgestellt. Wie :ms die Leitung des Frankfurter Zool«ogischen Gartens versichert, sind im dortigen Jnsektenhause Resultate gewonnen worden, welche für die Oeko- nomie des Deutschen Reiches, für unser Wirtschaftsverhältnis zur Türkei urck besonders bezüglich der gegenwärtigen Bewegung für deutsche Seidenzucht von größter Wichtigkeit sind und die demnächst veröffentlicht werden sollen.
Landkreis Gießen.
-Ü-. A l l e r ts h a u s e n , 9. Juni. Dem Pionier-Geireiten Karl Hauth, der seit Kriegsanfang im Felde steht, wurde die Hessische Tapfe rkeits medaille verliehen.
-n- Großen -Linden, 9. Juni. Unteroffizier Heinrich ViehMann, Sohn des Bergmanns Wilhelm ViehMann, ist Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. Als aktiver Soldat zog er Mit dem Giehener Regiment aus und kam bald verwundet zurück. Zum zweitenmal im Feld, sta:ü> er beim Regiment 186, wurde durch Granatsplitter schwer verwundet und geht jetzt iM Lazarett einer guten Heilung entgegen.
** Lich, 9. Juni. Im großen Saale des hiesigen fürstlichen Schlosses wird auf Anregung I. D. der Fürstin an: 18. d. Mts. (Soirntag inrch Pfingsten) um 4 Uhr nachmittags ein weiteres Wvhltätigkcilskonzert unter der künstlerischen Leitung des Herrn F. Kaufmann veranstaltet rverden. In Anbettacht der außerordentlich günstigen Aufnahme, die gerade das letzte Konzert vom 5. März (Stteichorchester nrft 2 Klavieren) bei den cMwesen- den einheimifckien, sowie auch den recht zahlreich aus Gießen und Hungen erschienenen Hörern gefunden hat, soll das Orchester diesmal eine weitere Verstärkung bekommen, so daß bei dem sehr gewählten Programm das musikalisch interessierte Publikum auch diesmal wieder auf seine Rechnung kommen :vird. Neben Schu berts unvollendeter Symphonie in H-moll und L. v. Beethovens Symphonie Nr. 5 in C-moll werde:: zwei Nummern ans den 6 Stimmungsbildern „Draußen", einer Komposition - Sr.
Hoheit des Großherzogs von Hessen, in der Bearbeitung von Herrn F. Kaufmann für Stteichorchester, 2 Klaviere und Harmonium, zur Aufführtmg gelangen. Das Violinkonzert in A-moll (Nr. 8) von L. Spohr, gespielt von Herrn Kaufmann, sowie Liedervorttäge von Frl^ Tilde Walther aus Darmstadt werden das Programm vervollständigen. Sicherlich wird bei dem zü erwarteirden seltenen Kunstgenuß und in Anbetracht des edlen Zweckes der Veranstaltung das musikverständige Publikum von Lich. und Gießen sich auch diesmal wieder in Lich ein Stelldichein geben. (Näheres ist aus der noch er- schenrenden Anzeige zu ersehen.)
-r-. Lich, 9. Juni. Die zum Besten der Kriegssürsorge durch die Schüler der hiesigen Volksschule nüt großem Eifer veranstaltete Sa nun lung von Altpapier hatte das schöne Ergebnis von 200,70 Mk.
tt. Langsdorf, 7. Der Vize-Fftdwebel Hrch.
t e n g l e r aus Lich und die Gefreiten Louis M ü n st e r aus Burkhardsfelden und Joh. Maul aus Ober-Bessingen, welche bei einer Fuß-Art.-Batterie stehen, erhielten heute die Hessische Tapferkeitsmedaille. Der Erstgenannte ist auch schon im Besitze des Eisernen Kreuzes.
Kreis Lauterbach.
L a u t e r b a ch, 9. Juni. Nachdem die E i e r h 5 ch st p r e i s e am 24. dNiai, auf 16 1/2 Pfennig für den Verbraucher und 15 Pfg. beim Aufkauf durch Händler festgesetzt waren, wurden sie nach einer neueren Bekanntmachung des Kreisantts auf 17 1 /* bezw. 16 Pfg das Stück erhöht. Auch der Landwirt kmrn den Höchstpreis von 171/2 Pfg. verlangen, wenn er die Eier selbst in das Haus der Verbraucher bringt. Händler müjssen eine vom Kreisamt genehmigte Ausweiskarte bei sich führen, die ans bestimmte Orte zum Aufkauf lautet.
-ü- Mooser-Grund, 9. Juni. Durch auswärtige Händler waren hier die E i e r p r e i s e innerhalb zehn Tagen von 15 auf 20 Pfg., vereinzelt auf 22 Pfg. gettieben worden. Nun sind Höchst preise zu 15, bezw. 16*/, Pfg. festgesetzt worden.
Kreiö Schotte».
4t M i ch e l b a ch, 9. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Becker in der Maschinengewehr-Kompagnie des Jnf.-Regts. 353.
# Rebgeshain, 9. Juni. Die Hessische Tapserkeits-- medaille erhielt der Wehrmann Decher im Landwehr>Jnf.° Regt. 61.
PH Wingershausen. 9. Juni. Auf dem Felde der Ehre starb der Gardist Luft im Ini.-Regt. 115.
Starkenburg und Meinhessen.
Wb. Mainz, IO. Juni. Der Kommandant der Feste V a u x, Oberstleutnant R a y n a l d , ist, wie das „Berliner Tageblatt" meldet, als Kriegsgefangener in die Festung Mainz eingeliefert worden. Der deutsche Kronprinz habe chm in Anerkennung der tapferen Verteidigung der Feste den Degen gelassen.
Kreis Wetzlar.
ra. Hohensolms, 9. Juni. Für Donnerstag und Freitag waren die Heu gras - Versteigerungen der Fürstlich Solmsischen Obersörsterei festgesetzt. Trotz der überaus günstigen Futteranssichten wurde der Morgen durchschnittlich mit 45 -50 Mk bezahlt. Bei der überreichen Feuchtigkeit steht auch ein guter Grnmmetgrasfchnltt in Aussicht-
Hesserl-Nassmr.
---Frankfurt a. M., 9. Juni. Der Landwirtschaftliche Verein erhielt die Erlaubnis zur Einfuhr von 60 Ziegen aus der Schweiz nach Frankfurt. Der Preis eines Tieres bettägt etwa 150 Mark.
— Frankfur t a. M., 9. Juni. Mit Wirkung vom 11. Juni an ist es im Gemeindebezirk Groß-Frankfurt verboten, in Wirtschaften jeder Art, Kaffeehäusern, Gaschösen, Pensionen, Kan tinen und ähnlichen Betrieben eine Zuckerbeigabe sürKafsee
0 b't t Tee zu verabfolgen. An Stelle des Zuckers kann Süßstoff (Saccharin) verwendet werden. ...
ra. Altenhain i. T., 9. Juni. Bürgermeister Elz en- h e i m e r, welcher bereits 28 Jahre an der Stütze unserer i»*- metnbe steht, wurde abermals auf 8 Jahre gewählt.
ttnivcvfiiät$*Tl<*dftldb4en.
= Frankfurt a. M., 9. Juni. Der von Dr. W. Mer ton gestiftete Lehrstuhl für Pädagogik an der Unrversitat soll nach dem Willen des Stifters ganz neuartige:: Aufgaben oienen. wie sie bisher noch an keiner anderen Universität gepflegt werde«. Tie Professur soll vor allem die wissenschastkiche Erforschung osS Bildungswesens nach der wirtschaftlichen und sozialen Seite vfleaen, sich mit dem Aufstieg der Begabten und der kullürg-mäßen Ausgestaltung des Bildungswesens beschäftigen. P^ofeffpr Dr. Z t e y e n, der Leiter des Frankfurter Schulwesens, hat sich bereits zur An- nähme dieser Professur bereit erklärt _
wöchenü. Krberflcht derTsdesfiAe i. -.Stadt Gietzen.
21. Woche. Voin 21. bis 27. Mai 1916. Einwohnerzahl: angenominen zu 33100 (inkll 1300 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 21,99-^.
Nach Abzug von 7 iörtsfremden: 10,99 ft«,.
„ Er. Kinder
6* starben an 34 wachsen« T&tf
Angeborener Lebensschwäche 1 (1) — 1 (1) —
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AlterSfchwäche Diphtherie Rose
Ltingentuberkulose
Miliartuberkulose
Lungenentzündung Krankheiten des Herzens Gehirnfchlag
Krankheiten der Harnorgane Krebs
Verunglückung _
Summa: 14(7) 11(5) 2(1) 1(1)
Anm.: Tie in Stlammem gesetzten Ziffern geben an. Me viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheft auf von auswctttH nach Gießen ggtwachte Kranke kommen.
Veröffentlichung des Großh. Kreisgesuntcheitsamts Gießen.
Dr. W a l g e r, Med.-Rat.
Juni
1916
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Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzev.
Höchste Temperatur am 8. bis 9. Juni 1913: -ft 16,5*6. Niedrigste „ , 6. . 9. „ 1916: + 10,6*0.
Niederschlag 0,0 mm.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gieße». Wetteräusfichlen in Hessen am Sonntag, den 11. Jurü 1B16: Wechfelitd bewölkt. Meist trocken. Wenig wärmer.
Letzte Nachrichten.
Französische Traftsprüche.
Der n , 10. Jtzari. Der „Demps" schreibt, der Bertnü tmtt Banx sei betrübend, jedoch nicht geeignet, Verdun zu gefährden. Hinter Fort Bcrur befänden sich noch drei solide Verteidigungslinien. Tie Deutsche: hätten nur dadurch ftckMrve Truppe:: vor. Verdun führen und die Schlacht liefern können, indem sie dichetben anderen Frvntteften entzogen. Eure energDhp mtb kühne Initiative der Franzosen Mls irgend einem dieser Frvntpuntte ttürde der Schlacht von Bechm: ein Ende bereiten. Deuffchlcmd hätte keine Reserven mehr, sie fortzusetzen.
Griechenlands Schicksalsstuude.
Genf, 10. Juni. Alle in französischen Hafen b^indkichmi griechischen Schiffe sind mit Beschlag belegt :r»mLeu. Die rangen Frankreichs, Englands :titb Rußlands überreichten der griechischen Regierung die Mitteilung, daß die VchüündetMan^- sichts der griechischen Abnrachmrgen mft Bulgarien und Trntsiy- land diejenigen Maßnalnnen zur Ausrechterh al tt m g der Q&nitfteit und Verfassung in Griechenland treffen würdeu, die sich aus dem Verttage von 1827—1830 ergeben und auch Kr tzjtz heattchende Dynastie maßgebend seien. — Der griechi siche n -
dant von Saloniki wurde durch einen f-tanr-ös:scheu) Marineoffizier ersetzt. Einem aus Kqpalla kommenden griechischen Schiffe minfce die Einfahrt in den Hasen von Salmnki verweigett. — Nach Meldmmen sranzösisck^r Blätter aus Solvnik: zogen die Griechen ihr gesanttes Geschützmaterial mm ^r ostmazedo- nisckien Front zurück. Infolge txm Dkbmoch^nsen zEchcu Geneval Sarrail ruft» dem General MM»PuLos bLeiben dLe griechrschev Truppen in Saloniki in ihrer Garnffon.
Eine englisch-italienische Verlobung?
Bern, 10. Juni. Der rö-mffche Bertteter des „T e nr p Z" will aus bester Quelle missen, daß die Reise des Prinzen von Wales und des Herzogs von Connaught nach Italien Besprechungen gelten, deren Ziel die Verlobung zunsichen deot Prinzen von Wales :utb der Prinzeffm Jvbcrnda, der Tochter des Könchs von Italien sei. (Ob durch diese voreilige MOvmv der schöne Bund nicht vielleicht gestört wird?)
Die Leiche des Adjutanten Kitcheners an Land geftrLlt.
K o p e n h a g e n, 10. Jmri. Wie „DageiU-Nyhleter" aus London telegraphiert wird, meldet „Daily ExprE" daß der Leichnam des Oberstleutnants Fitzgeratd, des LMutauten Kftcheners, der mährend der Reise als persönlicher mittMvlscher Sekretär des Kriegsmiiftsters fungierte, an Land gespült wurde.
Z igZrGtien
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Schütz.


