tMy w«r raib ftch zurzeit in einem Lazarett in Hmdeldevg befindet, ist mit dem Eisernen Kreuz onlZgezeichnet
Kreis BüdMgrrr.
j - Büdingen, 5. Juni, heute begann am hiesigen Gym- nast»»r das Maturttättexamen für solche Primaner, die sich als Fechnenftnrker zinn Heere gemeldet haben und angenommen worben find. Der PrÄinnq unterziehen sich 10 Schüler; die Ober-Prinia MhK im ywyp 19 Schüler.
# Büdingen. L. Jtmü Daß Eisern« Kreuz erster ETnsse erhielt der Oberleutnant bei einer Fl ie gerafft eillmq Otto E'kauH. früher Schüler des Wolfgang-Er,?ft-Gymnasiums.
A t b b a, 5. Juni. Weitzbiudermeister Karl Walther von hrer, der als Unteroffizier bei einer leichten Munittonskolonne im Westen steht, hat das Eiserne Kreuz 2. Klaffe und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten.
Kreis Alsfeld.
H- Gchadenbach. b.Juni. Zum Leutnant d. Res. befördert wurde der Lehrer Martin Weber.
** Schadenbach, 4. Juni. Dem Musketier Heinr. Erb im Jnl.-Rq1. 224, zurzeit schwer verwundet in der Gießener Klinik, wurde daS Eiserne Kreuz verliehen.
Slarkenburg und Rheinhessen.
F. C. Mainz, b. Juni. Am 8. Juli findet der Provinzial- tag der Provinz Rheinhessen statt. Mit der Tagung findet eine Feier der hundertjährigen Zugehörigkeit der Provinz zum Großherzogtum Hessen statt.
Hessen-Nassau.
[] Marburg, 5. Juni. Dem laugjähttgau früheren Direktor der medrz'rmschen lluiversitätsklrnik, Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Emil Mannkotftfs, wurden heute zu seinem 80. Geburtstage zaUverche Elmmgen erwiesen. Im Lause des Tages erschienen u. a. der Rektvr und der Kurator der Universität, der Dekan der medizinischen FnLchtut, Vertreter der wiss-enschastttchen Vereine, dererr Ehrrinnit-gKöd «nd MitgliÄ> der Jubilar ist, und überreichten BtzMumspendeu. Auch r»m auswärts liefen zahlreiche Glückwünsche bei dem Gehrten «m — Trotz der Krsögszait schreitet der Bau des Nni versitäts-, B^rwaltungs- und Hörsaal- Gebau des, welches gegenüber dem llittversttätsgebäude auf der Baustelle des früherer Waisen.Hauses errichtet wird, rüstig voran. Heute traf aus dem Ministerium der östmtlickMi Arbeiten der Wrrlliche E^cheime Oberbaurat Thür «us Berlin hier, ein und besichtigte in ^Gemeinschaft mit höheren Regiernngsbemnten aus Kaffer und hiesigen Herren den Fortgang der Arbeiten.
h. F r a n kßu r tza. M>., 5. Juni. Jni Saale der Polytechnischen Gesellschaft fand heute die Gründung einer „Teu1 s ch - s pan r - scheu Gesellschaft" statt. Den Dorsch übernahm Geh. Kommerzienrat Dr. Leo Gams, den Ehrenvorsch Geheimrat Otto Braun sel's. Letzterer wirkte 22 Jahre als spanischer Konsul in Frankfurt und ist der Sohn des bekannten DonOuchote-Ueber-- setzers rari) PoLttschen Dichters Ludwig Braunfels.
d. Frankfurt a. M., 5. Jnni. In der Gaußstraße stürzte sich heute vormittag die Frau de? eingestellten Rapp aus dem Fenster ihrer im vierten Stock belegenen Wohnung aus die Straße, wo sie mit zerschmetterten Gliedmaßen tot liegen blieb.
d. G « in h a u f e n, 5. Juni. Die Freiqerichter Kleinbahn, A.-G., verteilt auch für 1915 ferne Dividende. An dem Aktienkapital in Höhe von 1 138 000 Mk. ist der Kreis Gelnhausen mit zwei Dritteln und der preußische Staat mit einem Drittel' beteMgt.
ul. L i m b u r g , b. Juni. Auster Eisenbahnstrecke Dilimar — Limburg ereignete sich heute vormittag ein schwerer UnglückS- fall. AuS einem vorwiegend von Militär besetzten Zuge stürzte während der Fahrt ein' Artillerist aus dem Wagen und erlitt dabei eine» schweren Schädelbruch, so daß ec ins hiesige St. Vinzenz- Hospital gebrach« werden mußte
von vrelen ferner Leute. Damit hätte für ihn die Gefahr bestanden, vvn sem«n Leuten angezieigt zu werden. Der Angeklagte erklärte, sich weder wissentlich noch fahrlässig eines Verschuldens be- wutzr zu sein. Gr habe sich bei seiner Schatzung geirrt, wie dies Mftrrtchen seiner angesehensten Berufsgenossen passiert sei. Auf Befragen des Vorsitzenden, Landacrichtsrat Wiener, gibt Oeko- nonnerat H zu, das; es richtig sei, daß man im allgemeinen die Ernte rn 1914 für geringer gehalten hrt wie die in 1915, soweit wenigstens Wetzen in Frage stand. Die Frage, warum der Ange- Mte nun bei Nachprüfung der Angaben über das Ernteergebnis für 1915 das Körnerergcbnis von 1914 pro Morgen der mit Weizen bebauten Fläche herangezogen habe, beantwortete dieser mit dem •JeE 1 - ^of-Gill in 1914 durchgängig der beste Boden
mrt Weizen bestellt worden sei, während in 1915 teilweise schlechterer Boden mit dieser Frucht hätte bestellt werden müssen. Hierzu sei auch gekomUren, daß auf einzelnen Fluren das Getreide recht dünn stand, Kt aus nner Ackerfläche so große Lücken aufwies, daß man dazu griff, die Lücken nachträglich noch mit Hafer zu besäen. Er habe m bestem Glauben angenommen, in 1915 werde die Ernte soweitMäzen in Frage komme, sich durchschnittl' mcht besser stellen als das Jahr vorher. Nach dem Augenschein habere geerntete Strohmenge auch kein höheres Körnerergebnis erhoffen taffen, als wie er dem Kreisamt angegeben, wenn das Ernteergebnis nachdem der Merzen sämtlich ausgedroschen und der Körnerertrag aus der Wage festgestellt werden konnte, dock höher geworden i oi l°ri ieSlt> b«ran, daß das spezifische Gewicht der Körner in 1915 schwerer gewesen sei als bei der Ernte von 1914.
entgehende Zeugenvernehmung, soweit die Belastungs- SljSi Jl l wmmen, brachte keinen schlüssigen Beweis für ein
Berschuchen des Angeklagten. Eine Reihe von Landwirten, die c?horchen und noch größeren Umfang bewirtschaften wie .Vos-Gul, bezeiHgten, daß auch sie bei ihren Angaben über das Ernte- ergebnts rm Jahre 1915 sich bedeutend geirrt haben. In zahlreichen Fallen ist es den Zeugen genau so ergangen wie dem Oekonomierat, Ne konnten den Kommunalverbänden mehr Getreide abliefern, als sie bei der Ausnahme angegeben haben, ohne daß man sie des-, halb vor den Strafrichter gezogen hat.
Tie Sachverständigen waren einstimmig der Ansicht, daß eine «chWlNS des Körnerertrages Vvn Getreide bhne Probedrusch unmöglich auch nur ein annäheriG richtiges Ergebnis des Körnerge- wvchts ergeben könne. Schätzen sei weiter nichts als raten und gebe keinen Anhalt über das Gewicht des Körnerertrages. Tie ganze Sttuatwn auf Hvf-Gill in der in Frage kommenden Zeit schließe es vollständig ans, daß nurn die verschiedenen Probedrusche hätte vornehmen können, um ein annähernd richtiges Ergebnis der Weizenernte festzustellcn.
Die Strafkammer verneinte das Borliegen eines absichtlichen und auch eines fahrlässigen Verschuldens des Angeklagten und sprach ihn des Vergehens gegen die Kriegs getveideverordnung frei.
Meßener Strafkammer.
th. Gießen, 3. Juni.
Am Freitag fcerfjmtfreöe die Strafkammer gegen den Oekvno- miernt V. Vvn Hvf-Mll svegen Vergehen gegeti die Kriegsgelreide'vervrdnun g.
Die Anklage beschuldigte den angesehenen Landwirt, der Mitglied der Prvvmzialvenoccktung ist, im November v. I. bei der^Aufnahme seiner Kö r ne v e r üb e wrfsentlrch bei der Angabe seiner Weizen ernte c. 800 Zentner zu wenig angegeben zu haben. Tie Anklage, welche ans Veranlassung des KreiSamts erhoben ist, nnrrde vom GeriMssffeffor K naM'h vertreten, als Verteidiger war Rechtsanwalt Dr. Rvsenberg tätig. Als Sachverständige waren in der Verhandlung anwesend: Guts- und Mühlenbesitzer Schutt - Garbekheimer Mühle, üandtagsabgeordneter Brei t e n b a ch - Dorheim, Oekonomievat Witt m er - Dorttenfelder
Hvf, und Gutspächter Schn ei de r-Hvfgut Neeberg, sowie Bü cher-Revffor Louis Alt hvf - Gießen. Unter den vernommenen 37 Zeugen waren über die Hälfte Autoritäten in der praktischen Landwirtschaft aus der Provinz Oberhessen, ans Rheinhessen, dem preußischen Kreise Gelnhausen usw.
Der Angeklagte bestreitet durchaus nicht, daß seine s. Zt. gemachten Angaben über seine Weizenernte dem späteren Ergebnis nicht entsprochen haben. Gr habe sich wegen des Körnerertrages auf die Angaben seines Verwalters und seines Schwiegersohnes ge-
t utzt, die er-in soweit nachgeprüst habe, als er die 1914er Ernte it ihrem Ertrage, pro Morgen angebant gewesenem Weizen auch für die Ergebnisse in 1915 zugrunde gelegt habe. So
sei man auf das Quantum vvn 1220 Zentner gekommen. Hierbei seien gwste Mengen Weizen, die troch unausgedroschen in den Scheunen la^n, in ihrem Körnerergebnis nach der vorhandenen Stvohinenge geschätzt worden. Eine solche Schätzung sei immer .trügerisch mch sehr unsicher, um so mehr Äs der Weizen auf verschisdert bvnitierten Aeckern aewarhsen war. Nun sei ja richtig, daß man errcen Probedrusch hätte twrnehmen können, um ein einigermaßen angängiges urteU über das Ergebnis der Ernte avl bekommen. Aber da der Boden, auf dem das betreffende Getreide gewachst war, in seiner Güte auch verschieden war und daher auf dem Morgen auch der Mrnerertrag schwankte, so hätten eine ganze Anzahl Probedrusche gemacht werden müssen, um das Körnerergebnis einigermaßen sicher sestsrellen zu können. Mese Probedrusche waren aber nicht vorzunehmen im Kriegsjahr 1915, da es an Arbeitern fehlte, da außerdem sehr schlechtes Erntewetter war und weil mich der Kontmnnalverband während der lErnte schon auf Ablieferung von Getreide sehr drängte. So ging eben der landtvirtschastliche Betrieb auf Hvf-Gill in Rücksicht auf alle diese Verhältnisse nicht nach der Regel eines geordneten Betriebes wie rm Frieden. Oekononckerat H. bemerkte, daß die Anklage insoweit auch nicht in Ordnung gehe, als er beim Kreisamt Ende Dezember 1915, als er durch die Druschresultate sah, daß er die Menge von über 1200 Zentner Weizen schon erreicht hatte, noch 500 Zentner, welche er noch unausgedroschen liegen hatte, ange- metbet habe. Gr könne auch nicht gut einsehen, inwieweit der Staat durch den ihm unterlaufenen Irrtum geschädigt sei. Seine ganze Weizenernte sei ja für die Allgemeinheit mit Beschlag belegt, er müßte von Woche zu Woche dem Kreisamt Abgaben mackvm über die MeMe der Körner, welche er durch DvescheB erzielt habe. Einen andern Abnehmer als den Staat gebe es für PststreKe nicht. Den Weizen zu verfüttern hätte er nicht die geringste Veranlassung gehabt, deim er verfügte Ende 1914 und Anfang 1915 über 190 Zentner Kriegs getreideschrot, er hatte auch ausreichend Hühnerfutter. Er hatte bis zum 27. Dezember 1915 im ganzen 1254 Zentner Weizen durch seine Anmeldungen der Druscherg.'bnisse dein Kreisamt als vorhanden nachgewiesen und weiter erklärt, daß er noch wenigsterts 500 Zentner ungeoroschener Körnerfrucht in den Scheunen liegen habe, da er ccher rnnd wirklich 2000 Zentner Wcizenkörner geerntet habe, so könne es sich doch nur um rund 250 Zentner handeln, wegen derer er sich strafbar hätte machen können. Es ttaue ihm wohl niemand zu. daß er diese Menge hatte hinterziehen wollen, um damit Vieh zu fitttertt. Hätte er es getan, w hätte er einen Vorteil von etwa 300 Mark gehabt, und um einen solchen Betrag begibt sich, wie der Angeklagte ausfi'ihtt, ein Mann von seiner Bergattgenheit und in seiner Stellung nicht in die Gefahr, sich strafbar zu nmchen. Hätte er verbotenerweise Getreide verfüttern tvoL«n, so hatte dies mw geschehen können mit Mission
vermischtes.
b. A tt s F r a n k e n , 5. Juni. In W i l d e n r e u t h hat die °. oew , lssche Gutsverwaltung den Verkatffspreis für das Liter
2 oon 15 dig. auf 10 Pfg. herabgesetzl, weil sich infolge des reichlichen Grünfuttervorrats die Milcherzeugung bedeutend ver- mehrt habe. Hoffentlich zeigt das Grünfutter atich anderwärts möglichit bald die gleichen Wirkungen wie das bayerische!
* Die hypnotischen englischen Krankenträger. Mangels greifbarer Erfolge im offenen Kainpfe sind die Engländer bestrebt, wenigstens auf dem Gebiete der Krankenpflege zur Linderung der Leiden ihrer verwundeten Soldaten beizutragen, indem sie die sonderbarsten Neuerungen aushecken. Unter allen Kriegs erfindunqen aber, die in England irn allgemeinen und unter den englische,! Aevzten im besonderen vorgeschlagen wurden, ist keine so phantastisch und haltlos wie die Erfindung, die, nach dem „Paris. Midi", der englffche Arzt F. Gilbert Scott in der letzten Sitzung des „Jnternatwnalen Klubs für seelische Forschungen" in London rm Bahmen eines Vortrages näher zu fcksildern versuchte. Ter erfinderische Dr. Scott hat sich nämlich schon seit langem den Kops darüber zerbrochen, wie den Schmerzen, die die Verwundeten während des ersten Transportes aus den Krankenbahren im Felde atlshalten müssen, abgehoben werden könne. Und er hat die geniale Losung gesunden: es ist die Hypnose, das moderne Allheilmittel, das auch hier seine Wrmderkraft beweisen soll. Jeder Mensch, be° hauptet der englische Arzt, sei befähigt, durch seine gesunde Nerven und Willenskraft das geschwächte Nervensystem eines anderen au die stärkste Weise zu beeinfluffen. Da nun der Krankenträger ge sund und daher seiner vollen Nervenkrast mächtig sei, der auf der Bahre liegende Verwundete aber auf jeden Fall Hemmungeii des Nervensystems unterliege, könne der Krankenträger die Schmerzen des Verwundeten während des Transportes dadurch aus der Welt schaffen, daß er ihn mit scharfem Blick hypnotisiere und unempfindlich mache. Auch beim Verbinden Verwundeter lasse dieses System sich anwenden, indem die Hypnose an Stelle etwa nicht vorhandener Betäubungsmittel, wie Chloroform, Aether usw., treten könnte. Wenn die englische Armeeleitung sich den Ansichten des Dr. Scott nicht verschließt was man bei dem englischen Oberkommando wirklich nicht wissen k"vn — wird also England die erste unter den kriegführenden Mächten sein, die über hypnotische Sanitätskorps verfügt.
mngen Tagen gerade diesen Abschnitt mrsever Formt besuchtc- hatten wir schon alle Vvrkehrimgen getroffan, um den Feind wirrdr-g zn empfangen, der jetzt scheinbar mit gnoßen Kosten, seine Entlastungsattion beginnt. Gerade dieser Teil unserer Foont liegt schon im Bereich der Rvkitno sümpfe. Der Ausbau unserer Stellmigeu bereitete hier besonders große Schwierigkeiten,' int sumpfigen Terrain. Trotzdem gelang es uns, nach achtmonatiger harter Arbeit, unlere Stellungen so aufMrchten, daß wir jetzt allen Eventtl-alrtälen ruhig entgegenseheu können; ich hatte Gelegenheit, mit den Mm Mandanten in diesen Derrainabschnitten zu sprechen und habe von ihnen folgende Antwort beSommen: „Wir haben. dm harte Arbeit hinter uns. D^est Stellungen auf einem snnEssigen Ozean haben viele Mühe gekostet. Jetzt aber sind wir ruhig. Unserer Ansicht nach werden sich die Russen blutige Köpfe holen, im Falle iie gegen diese Stellung anrennen. Wir hoffen bestimmt, daß nur mit den jetzt zur Verfügung stehenden Kräften allen Angriffen standhalten werden, von welcher Richtung auch der Angriff komme." Das ist die Ueberzeugnng der Kommandanten "ud auch che Ueberzeugrmg der Truppen. Wir haben auf der be-
whten Linie nicht nur starke Stellrmscen, sondern auch genügend gruppen und eine Artillerie, die sckxin l-ervorragendes geleistet hat. ^chon bei Beginn der artilleristischen Aktton konstötietten wir Truppenverschiebungen hinter bcr russischen Front. Diese Verschiebungen nahmen jetzt immer größere Dimensionen an. Das Erscheinen der großen Jnfanteriemassen hinter der feindlichen Front bestättgt die Erwartung, daß in der allernächsten Zeit auch che Jnianter,ie in großem Dtaßstabe angreiien wird. Ter gestern begonnene allgenieine Angriff brachte hefttge Kämpfe an der ganzen Front vvn Bessarabien bis nach WollMrien, wo diese abgeschlossen sind, wurden überall die Russen mit sehr großen Verlusten znrückgeworsen.
Bei den Russen.
Budapest, 6. Juni. „Atz Est" meldet ans Cikani (Rumänien): Nachdem die Russen einen Dell vvn Nowosileci gesprengt hatten und die Bevölkerung ebenfalls weggesckiafft liatten, zogen sie selbst ab, kehrten jedoch nach kurzer Zeit wieder- zurück Der österreichischen Leitung viel diese russische Bewegung auf. Man unterließ die Besetzung des Torfes. Wie sich nun heraus- stellte, war die ganze Actton eine Kriegslist, durch die die unmittelbar folgende russische Offensive derWltt werden sollte. IN ganz Bessarabien sin den große Vorbereitungen statt. Ans russischer Quelle Verlandet, daß eine Armee konzentriert ist, die mit entsprechender Artillerie- und Jnfanderienumittvn Versehen wvrd^en ist. Alle Llinzeichen weisen darauf hin, daß die Russen die Offensive versuchen wollen, die anläßlich dos Odessaer Aufenthaltes soon Brußliow, Alexejew und Evert einsttnrnng beschlossen wurde. Wie der Bukarests „Universul" erführt, verlegte der russische Generalstab seinen Sitz nach Chvtin.
Autokanonen in Saloniki.
, Genf, 6. Mai. Aus Befehl Sarrails wurde, einer Parker „Journal"-^>Neldung zufolge, ans den Saloniker Hauptstraßen verkündet, daß fortan anstatt des griechischen Generals Moskopulos General Sarrail für die Ordnung Verankwvrtti-üi. sei. Zugleich wurden in den .Hauptstraßen Auto kanonen aufgestellt. Der Zweck dieses für unbesttmmte Dauer verhängten Be- lageruugszuftaudes ist, laut „Pettt Parisieu", die Ententegegner die Mackst des Vierverbandes suhlen zu lassen.
AÄchrrehtesr.
Israelitische Ueligionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Antage). Mittwoch, den 7, und Donnerstag, den 8. Jnni 1916: Wochenfest.
1. Tag. Vorabend: 8.36 Uhr. Morgens: 8.36 Uhr. Predigt. — 2. Tag. Vorabend: 8.36 Uhr. Morgens: 8.36 Uhr. Abends: 16.66 nnd 16.36 Uhr.
2rrae!ttifche KeWonr-esellzchast.
Mittwoch, den 7. Juni und Donnerstag, den 8. Juni 1916: Wochenfest.
1. T a g: Vorabend 9.66. Vorm. 8.36. Predigt. Nachm. 4.66 - 2. Tag: Vorabend 16.36. Vorm. 8.36. Nachm. 4.66 FestesauSgang 16.36.
bcv Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben uuberückfichtigt.D
U. Wann etwa der Jahrgang 1898 gemtlstert wird, hängt von spateren Verfügungen des Kriegsministeriums ab. Bisher ist darüber noch nichts bekannt gegeben.
Märkte.
Gießen, 6. ^uni. Marktbericht. Auf dem heuttaeu Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,90-0,00, Sübuereier das Käse das Stück 10—00 Pfg., Käsematte 1 Stück 5iartoffelu der Zentner 5,80 bis 0,00 Mark, Attlch das Lrter 30 Psg., Spinat 20-00 Pfg. das Pf.d, Gelberüben 1b Pfg. das Päckchen, Roieukohl 00-00 Pfg. das Pfd., rote Rüben 0-0 Mg., Zwtebeln das Pmnd 00-00 Pfg., Nüsse 100 Stück 00 -00 Pfg. Blumenkohl 00-00 Pfennig, Sellerie 10-30 Pfennig das Stück, Zap salat 6-8 Pfg., Spargel 50-70 Pfg. das Pfund, Römisch §ahl,10—12 Psg. das Päckchen, Lauch 5—10 Pfennig das Stück Rhabarber 20-00 Pfennig das Pfund. — Marktzeit von 7 bi» i Uhr»
Aintticher Wetterbericht.
Oeffentlich^r Wetterdienst, Gießen. Webterausfichten in Hessen am Mittwoch, den 7. Juni 1916 Wechselnd bewölkt, teilweise Niederschläge, kühl.
ritzte Nachrichten.
Die molhynisch gattzifche Front.
Berlin, 6. Juni. Der Berichterstatter des „Berliner Lokal- “Wf' meldet aus dem ^Ktt»gspieffegunrtter unterm 5. Juni: ,Me Armee des Geu^cckvbersten Erz'herzvgs Jvsef JFerdvmmd teht bei Olyka in einem Frontstt'ick von 25 Kilometer Breite unter russischen. Tvommelseuer", meldete gestern unser Bericht- Die Ruffeu scheinen d«her gegen diese Front einen Ailgrifs zu richtou. Ms ich hei Bsginu der russischen ArMsivaktron vor;
cFranz ZReinßold 2 !enz
ScßriftLeiter des gießener Anzeigers
SKella %enz geö. ZRies
i Vevmäßlte
gießen, 6. gfuni 1916
Amtlicher Teil.
Betr.: Höchstpreise für Rindfleisch.
Wegen Erhöhung der Bichpreise (siehe Bekanntmachung des Overhesssichen Viehhandels Verbandes voni 22. Mai 1916, Kreis- blatt Nr. 50) wird § 2 a der Bekanntmachung vom 17. Mai 1916 (Kreisblatt Nr. 49) mit sosvttiger Wirkung dahin geändert daff ^^^kausspreis für Rindfleisch msi 1,75 Mark bis 1,80 Mark das P si tnd, und für die dort au fgesichrten Vorzugs- stücke lein Aufschlag von 10 Pfennig für das Pfund festgesetzt wird. Die übrrgen Preisfestsetzungen bleiben bestehen.
Gießen, den 5. Juni 1916.
Grvßherzvglicbes Kreisamt Gießen.
I. V.: L a n g e r m a n n.
An die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeirtden ^ ^ des Kreises.
Vvrftchende Aendenmg wollen Sie ortsüblich bekannt machen und besonders die Metzger und Fleischverkäufer daraus Hinweisen. Gießen, den 5. Juni 1916.
Grvßherzogliches Kreisamt Gießen.
__I. V.: Langerwann.
Bekanntmachung
das Gesetz vom 24. Dezember 1915 über vorbereitende Maßnahmen zur Besteuerung der Kricgsgewinne betreffend.
Nach ^ 1 des genannten^ Gesetzes sind die nachstehenden Gesellschaften, die im Deutschen Reich ihren Sitz haben, — nämlich: Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften aus Llktien, Vergge- werkschaften tmd andere Bergbau treibende Vereinigungen, letztere sofern sie die Rechte juristtscher Personen haben,' Gesellschaften mit beschränkter Hafttmg und eingettagene Genossenschaften — verpflichtet, fünfzig vom Hundert des in einem .Kttegsgeschäftsjahr hielten Mehrgewinns in eine zu bildende Sonderrücktage einzu- ftellen. Tie gleiche Verpftichtimg liegt uach § 6 des Gesetzes Gesellschaften der vorbezeichneten Art ob, die ihren Sitz im Reichsausland haben, in Hessen aber einen Geschäftsbetrieb imterhalten
Demgemäß fordern wir nach § 2 ber ?it dem Gesetz erlassenen Ausführilngsbesttmmimgen die verantwortlichen Leiter der Gesell- chaften, die in unseren Bezirken ihren Sitz haben, auf, b i s z u m 1. Juli 1916
1. die Geschäftsbettckste und Jahresabschlüsse nebst den Gewinn- und Verlustrechiumgen der si'siif den Kriegsgeschäftsjahren vvrangegangenen Friedensgcschäftsjahre taid der Kriegsgeschästs- jahre sowie die daraus bezüglickien Beschküffe der Generalversammlungen.
2. eine Bevechwmg ihres Mehrgewinns e v Mrr e ich e n , und
3. die Bildung der gesetzttchen Sonderrücklaye nochzuweiseu, öweit sie nicht ohne weiteres aus den ein gereichten Mlanzen oder Jahresabschlüssen genau crsichtzbä, ist.
Für diejenigen Kriegsgeschäftsjalwe, für welche bis zum 1. Juli . Js. Abschttffse nvck> nicht vorliegen, sind die vorstehenden Verpflichtungen spätestens 4 Wochen nach Feststellung des Abschluffes zu erfüllen.
Die vercrntwortlichen Leiter können zur Erfüllung dieser Vcr- pflichttmgen durch Geldstrafen bis zu 500 Mark augehalten werden. Insoweit sich die Geschäftsbericht und Jagresabschlüsse der Friedens geschäftsjahre bereits bei den Ollten des VorsiUcuden der Ver- anlagnngskomMission besinden, kann von ihrer nochmaligen Vorlage Mstand genvmnren werden.
Gießen, Butzbrrch Grünberg. Hnngcu den 24 Mai 1916.
Die Vorsitzenden der Veranlagung-. !.",!nsi>sionen f. d. Finanzämter Gießen, Butzbach, t-niinberg, Hungen.
I- V.: 421ÖD
Be r ros. F ba th. Wemz-oft.


