P PlSgokand fjtx 4bcc an VchkSMtzs SBEfte Tfbt Me hatten
Herrkichos griieiftrt, von ersten Kriegslagen «u. Die Meere, soweit sie tl^rc Wogen wälzen, hoben bas Lieb von dentsrber Heldentat und deutschem Heldentod zU singen «gelernt. Aber mm, nahe der Heimatküsbe, ein imtcltfiger tGÄlng auf den nreerbeherrsll-enden Feind, seiner Riesen «ettiche gefallen, nnd die Wasser gurgeln über den Kolossen in der Tiefe. Ich denke, sie haben nicht umsoust Geduld geübt. Sie wissen, daß es gilt, der Stunde warten, die den laug- «nf-gesparten Siegesiohn inr Schoße trägt.
Wir alle sollten das nicht lernen können? Ich weiß noch »andere, die's unvergleichlich schwerer haben als wir. Wenn t**r doch unseren Gefangenen in Feindesland das sagen könnten, was uns immer wieder das Herz stärkt, wenn das Unabsehbare uns für Aitgwblicke kleinmütig und verzagt machen möchte. Sie hören es kaum. Wie mancher, der da schon an die zwanzig lange, unsäglich lange Monate sehnsüchtig dem Tage der Befreiung entgegenharrt! Wohl sagen sie sich, es wird kommen, unfehlbar, und dann werden wir sein wie die Träumenden. Aber nicht all die Not und Schmach, die man ihnen antut, drückt sie am schwersten, legt ihrer Geduld die unerträglichste Last auf. Was wissen sie, wie es draußen, jenseits ihrer Lagermauern oder ihrer Arbeitsplätze, draußen an den Fronten und daheim im Vaterlande aussieht? Wie kümmerlich ist es, was wir ihnen schreiben dürfen. Und wenn je einmal ein Laut aus stürmisch-bewegtem Herzen ihnen dennoch, auch andeutend nur, wie im Flüsterton, von Schlacht und Sieg zu sagen wagt — es erreicht sic nicht, die Schere des Zensors schneidet den war- "men Ton heraus und läßt nur das Alltägliche stehen. Die üben Geduld, d i e führen für's Vaterland einzigartigen Geduldskampf tief in verschlossener Brust. Für sie, wenn wir's irgend für einzelne dürfen, haben wir ein Recht, das Ende dieses Ringens herbeizurufen. Ihnen möge das Schicksal einst in königlicher Freigebigkeit die Geduldsaat reifen lassen, die sie, hindämmernd in tatenfroher Jugend, in ihre eigenen Seelen gesät haben. Ihrer wollen wir gedenken, so oft uns die Ungeduld ergreifen will, wir stürmisch den letzten Sieg, das Ende fordern möchten:
Glaube nur, du hast viel getan,
Wenn dir Geduld gewöhnest an.
Eck.
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** Auszeichnung. Dem Unteroffizier d. Res. Adolf Heyer im Jni.-Rqt. Nr. 353, früher imJnf.-Rgt. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen.
** Siegesfeier. Aus Anlaß des deutschen Seesieges ist heute sir den hiesigen Schulen der Unterricht ausgefallen.
** Militärische Ausbildung der Jugend. -Am Samstag abend fand nach Exerzierübungem auf dem Trieb eine Heine Hebung über Feldwach- und Patrouillen- dienst statt. Am Mittwoch abend wurde in den Turnhallen fleißig geübt. — Die älteren Mitglieder der „JUgendwehr" find großenteils in die Jungwehr eingetteten, die jüngeren bilden eine „Jugendwehrabteilung" neben den Jugend-
** Ein neuer Sonntags zu g v on Gießen nach Frankfurt. Von Sorrntag an wird bis auf weiteres an jedem Sonn- und Feiertag der abends 9,24 hier eintreffende KKn-GieAner D-Zug bis Frankfurt durch- jgeführt. Der Zug hat t.—3. Masse, fährt 9,40 in Gießen ab, halt nur in Ncarheim (10,6) und Friedberg (10,13) lmb trifft 10,46 im HauptboDnhof Frankfurt ein. Der neu eingelegte Sonntagszng dient namentlich auch zur Entlastung des an Sonn- und Feiertagen stets vollbesetzten Hamburg- Frankfurter D-Zug 74 (ob Gießen 9,32 abends).
** D i e Goldaufkauf st elle für den Kreis Gießen wird am 6. Juni ihre Tätigkeit beginnen. Die Geschäftsstelle befindet sich in den Räumen der B e z i r k s s p a r k a s s e Gießen. Die Geschäftsstunden sind bis auf weiteres auf Dienstag jeder Woche nachmittags 3-5 Uhr und SamStaq jeder Woche vormittags 10—12# Uhr festgesetzt. In der Geschäftsstelle werden alle Auskünfte während der Geschäftsstunden bereitwillig erteilt.
** Schwurgericht 2. Dierteljahr 1916. Vor dem ürm Montag beginnenden Schwurgericht für die Provinz Oberhessen kommen zwei Anklagen zur Verhandlung. Mon- chag, 5. Juni, Beginn vormittags 9^ Uhr, gegen Ad. Krug von Gießen wegen Mftzncht, Verteidiger Justtzrat Kotz. Dienstag, 6. Juni, Beginn vormittags 81/2 Uhr, gegen Julie Drescher von Gießen wegen Abtteibun^ Verteidiger Rechtsanwalt Dr, Leop. Katz. Jü beiden Fällen wird die Anklage von Gerichtsassessor Kncrnß vertteten.
" Die Hessische Laz-arettzeitung Nr. 21 bringt in ihrem Hauptteil Bismarck-Anekdoten, die Fortsetzung der Veröffentlichung des 3. Preisausschreibens „Ist der Derwundeten-Unterricht den Kriegsbeschädigten von Nutzen ?" und „Ehe und Sittlichkeit in Bulgarien" von Dr. Kurt Floericke, ferner „Die Arbeitsgemeinschaften der Kriegsbeschädigtenfürsorge", Die Fürsorge für Kriegs- teilnehmer, Arbeitsmarkt, Lazarettberatung und Rätselecke. Die ®; ßeusr Beilage hat folgende Beiträge: „Lieb Vaterland", Gedicht von Ctto Anthes, „Arbeit und Freude", „Sprichwörter und bildliche Redensarten der Wetterau" von Oberaktuar Stein, Friedberg, sowie Nachrichtenterl und Ankündigung des Verwundeten- unterrichts.
** V 0 m R 0 t e n Kreuz. Im Monat Mal wurde die Verband- und Kranken-Erfrffchungsstelle vom Roten Kreuz am Bahnhof in außerordentlich hohem Maße in Anspruch genommen. Es wurden insgesamt 31543 Mann mit Kaffee erfrischt, 782 Transporte ausgesührt, sowie in 191 sonstigen Fällen sonstige Hilfe geleistet.
M Butterversorqung. Wir verweisen auf eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes.
** Anwe isung zur Behandlung der Wäsche im Kriege. Tie Preisprüfungsstelle Nürnberg l)at im Benehmen mit dem dortigen städtischen Untersuchuugsanrt folgende Anweisung erlassen, die hier wegen des allgemeinen Interesses der Frage wiedergegeben wird. Unsere gegenwärtigen Z-eitverhältnisse bringen es mit sich, daß die Seife immer schwieriger zu haben ist und immer teurer wird: es empfiehlt sich deshalb an Seife zu sparen n.id dafür andere Waschmittel zu benützen. Als ein solches' Waschmittel kommt vor allem Soda nt Betracht. Bei ausschließlicher Verwend'img von Soda wird aber erfahrungsgemäß die Wasche gelb. Um dieses Mt vermeiden, verwendet man gleichzeitig bleichend wirkende Substanzen. Hierzu eignet sich Natrimnperoxyd ünd Natrmmperborat. Ersteres verlangt bei seiner Verwendung etwas mehr Vorsicht als letzteres, ist aber ausgiebiger. Für die Verwendung von Soda und Ratriumpervxyd als Waschmittel kann folgendes Rezept dienen: „Die Wische wird in Master eiugeweicht, dem zur EitthärttMg einige Gramm Soda zngesetzt worden sind. Nach genügendem Einweichen wird sie rnit etwas Seife vurch>- g (dürstet und alsdann gekocht. Zum ^buchen verwendet man eine Brühe, bi? man durch AustöMV von 50 (M-ranim ft'rislallsoda oder 20 Gramm calcnrierter Soda, sonne von 40 Gramm Nattium- peroxyd in 50 Liter Wasser ldas ist etwa die für einen Wasch- 'kessel notwendige Menge) erhält. Nach mindestens einhalbsttm- digem Kochen wird die Masche gerieben und in das Fleiwaster gebracht. Sie wird dadurch nicht mit sauber, sondern auch blendend weiß, und rnan hat dabei mindestens an Seife gespart." Natrium- vernxpd ist in größeren DrvgmtAnolungen zu haben. Diese geben auch .Anweisung .über die bei 1 einer Mwenduug zu beachtenden Vor- ffichtsTnaßregebn.
^ v^rtzinkter »essek zur Btxeilnvty
von KebeirSnrittekn. Von berufener Seite wird darauf ans- mevffm» gemacht, daß verzinkte Kochkessel, die vielfach an Stelle beschlagnahmter kupferner Kessel benutzt werden, sich nicht oder wenigstens nicht allgemein zur Zubereitung von Lebensmitteln, wie zum Kochen von Fleisch, Mnrft, der Herstellung von Latwerge, ObstMus und dergl. eignen. Denn Teile der Verzinkung können in die Speisen übergehen und sie durch GeschMacksveränderrma ungenießbar machen oder bei ihrem Genuß Verdauungsstörungen verursachen. Solche Nahrungsmittel sollen daher in emaillierten eisernen Kesseln zubereitet werden, die jetzt nicht, nur aus emailliertem Stahlblech, sondern auch aus innen emailliertem Gußeisen qeliefett werden. Nicht emailliertes eisernes Geschirr ist beim Einkoch en von Fruchtsästen, Marmeladen, GÄees und dergl. nicht verwendbar, weil esl diesen Speisen einen unangenehmen tinten- artigen Geschmack verleiht. Beim Eindicken von Latwerge, Obst- mns und dergl. darf unter den emaillierten Kesseln nur gelindes Feuer unterhalten lverden, damit die Taille oberhalb des Inhalts des Kessels nicht abspringt. lFür den Gebrauch im Haushalt können die erforderlichen emaillierten Gefäße geliefett werden. Schwierig ist unter den gegenwärtigen Verhältnissen die rechtzeitige Lieferung großer emaillierter Kessel in genügender Zahl für die Großbetriebe oder für die Herstellung großer Miengen von Latwerge und dergl. zur Einmachzeit. Daher sollen Bestellungen auf große emaillierte Kessel alsbald ausgegeben werden. Wio es durchführbar ist. also namentlich in ländlichen Verhältnisten, sollen sich mehrere Haushaltungen zum gemeinschaftlichen Bezüge eines Kessels znsamnren- schließen oder die Gemeinden kömten auf GeMeindekosten einige Kessel für die Benutzung durch die Einwohner anschaffen. Solche Maßregeln sind heute geboten, um wertvolle und unentbehrliche Nahrungsmittel nicht zugrunde gehen zu lasten,
Landkreis Gießen.
e. Lich, 3. Juni. Dem Vizefeldwebel Karl Ran im bayr Jnft-Ngt. Nr. 16, 2. Komv., wurde, nachdem er jcfjon das Eiserne Kreuz erhalten, vom König von Bayern das Bayerische Militär- Verdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern verliehen.
Kreis Alsfeld.
V Groß-Felda, 2. Juni. Einen jähen Tod erlitt der in den 50er Jahren stehende hiesige Landwirt Kaspar Althaus, dessen einziger Sohn im Felde steht. Althaus fuhr mit zwei jungen Pferden ans den Acker. Aiü dem Heimwege scheuten die Tiere aus geringfügiger Ursache. Althans wollte vom Wagen herabspringen, um sie zu beruhigen, blieb aber dabei mit dem Fuße hängen und stürzte so unglücklich zu Boden, daß er das Genick brach. Die führerlos gewordenen Pferde rasten darauf in die Althaus'sche Hofreite. Dabei erlitt eine ans dem Wagen sitzengebliebene Tag- lohnerin einige unbedeutende Verletzungen.
Kreis Büdingen.
chb Büdingen, 3 Juni. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Fahrer Fritz L a m p m a n n.
Kreis Schotten.
Schotten, 3. Juni. Um der in Aussicht stehenden W e s p e n v l a g e zu steuern, hat Großh. Kreisschnlkommission angeordnet, daß die Schulkinder mir die Schädlichkeit dieser Tiere aufmerksam zu machen sind und ihnen ein fleißiges Vertilgen zur Pflicht zu machen ist.
Eichelsdorf, 3. Juni. Die Hessische Tapferkeits- medatlle erhielt der Reservist Möser inr Jnf.-Regt. 99.
Kreis Friedberg.
Bl. F r i e d b e r g , 2. Juni. Die meisten Auszeichnungen OrtsaNgehöriger im Kreis Friedberg, vielleicht auch in ganz Hesten, weist ba£ Dorf Ober-Eschbncb auf. Es sind folgende Kriegsteilnehmer ansgezeiämel worden: Vizefeldwebel Lehrer Hans Dippel mit Eisernem Kreuz erster und zweiter Klasse und Hessische Tapser- keitsmedaille. Drei Söhne von Geheimrat Schwarz. Der älteste erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse, er starb den Heldentod ans der „Adolbertt' als Kapitän: der zweite und dritte Sohn, die beide als Lentnannt im Felde stehen, sind ebenfalls Träger des Eisernen Kreuzes zweiter Nasse. Das Eiserne .Kreuz zweiter .Klane erhielten ferner: Vizeseldwebel Karl B ä n m l e t n , Unteroffizier Karl S chneider , der in französischer (^Gefangenschaft war und das rechte Bein verlor, Karl Färber, in russischer Gefangenschaft gestorben, Konr. Wächtershäuser, Unteroffizier Emil F r i tz e l, Wilhelm F r i tz e 1, Wilhelm Br überle, Inhaber der Tapferkeilsmedaille, Untervffizier Friedrich De hle r, Wilh. Schäfer, Mbett Lang, der den Verlust des linken Arnr^ und linken Benres zu beklagen hat, Paul Schulz, Untervffizier August Lang, Untervffizier Hermann Glück und Unterostizier .Heinrich Griesand. Die hessische TapferkeitsMedaille erhielten: Johs. Abel, Karl Himmelreich, Ferd. Himmelreich, Georg Lang.
Bl. Friedberg i. H., 3. Jtttri. Dem Sohn des Oberinspektors Koch hier, dem Veterinär Dr. Koch, wurde vas Ritterkreuz 2. Kl. mit Krone und Schwertern des .Herzoglich- Ernestinifchcn HansordenS verliehen. — Der seit Kriegsbeginn im Felde stehende Refervist Georg Schütz in einer Eisenbahnban- Kompagnie. wurde an der -Ostfront xmn Gefreiten unv nunmehr an der Westfront zum Unteroffizier befördett.
/X Bad-Nauheim, 3. Juni. In der vergangenen Woche besuchte eine größere Atrzahl der in Homburg Mrr Kur weilenden blllgarffchcn Offiziere Bad-Nauheim und besichtigte die Bade- imfc> TrrnkkNrermstchtungen. — Das Ktrrkeben entwickelt sich> von Dag zu Dag lebhafter und bleibt kaum hinter dem in Friedenszeiten zurück. Zurzeit sind nahezu 5000 Kurgäste hier. Infolge des überaus starken Andrangs zu den Bädern, hat sich die Verwaltung veranlaßt gesehen, iwch einige weitere Badehmiser zu öffnen, sodaß von den aeim vorhandenen jetzt sieden in Betrieb sind. — Tie Kur- hausterrasse bietet nachmittags imd abends ein interessantes buntes Bild. Bei dem schönen warmen Wetter können die Konzerte stets im Freien stattfinden. Aarch die anderen gesellschaftlichen Vevanftalttmgen erfreuen sich eines lebÄaftrn Znspritchs. Das Knrhan stheater tmter Direktor Steingoetter spielt viermal wöchentlich: es verfügt tkber gute Kräfte und einen abwechslungsreichen Spielplan, der noch durch Gastspiele des Frank- futter Neuen Theaters, das Slvboda's „Am Theetffch" und Grune- banm-Stärks „Sturmidyll" brachte, angertelM bereichett wurde. In dem ersten PhilharmvnifckKn Konzert der Ktrrkapelle, unter Leitung des Professors Hans Winderstein, sang Fräulein Klara Musil, dir vorzügliche Wiener .Wlvratursängerin, die durch ihre hohe Gesangskunst stürnrischen BeffaN erntete. Das dritte Sinsoniekonzert brachte ims ein neues Klavierkonzert von Raoul von Kvczalski, mit dem Komponisten am Mgel, das ungeteilten Beifall errang und unzweifelhaft seinen Weg durch die namllaftesten Konzrrtsäle nebmien wird. — Staotsministcr Exzellenz von Berlepsch nebst Gemahlin, Graf und Gräfin BvDs- Wal deck und der bekannte Schriftsteller Hanns von Zvbeltitz, weilen schon seil längerer Z-eit hier, ebenso die Fürstin-Mutter zn Isenburg-Büdingen nebst Pnnzessin §>elen e , sowie Prinzessin Mathilde und Erica zu L öwen- stein-Wertheim - Freuden berg.
M. Wvhnbach, 3. Juni. Dem Gefreite n Fr. Bischofs, Sohn des Bäckermeisters Bischofs, bei dem 41. Artillerie-Regiment, wurde die Hess. Tapstrkeitsmedarlle verliehen.
f] Aus dem Kreise Marburg, 3. Juni. In Ron- Hausen suckfte und fand eine alte Fratl im Wasser ihren Tod.
ra. B 0 t t e n h 0 r n, 2 Juni. Das Privatpersonenfllbrwerk Bottenhorn—Niedereisenhausen ist von jetzt ab durch eine ständige Boten post ersetzt, welche Anschluß an die Züge Dillenbnrg- Biedenkopf und umgekehrt nimmt.
-Frankfurt a. M., 3. Juni. Im Laufe Große Fried- bergerstraße 32 eröffnete gestern die 51rieqsft"irsorge eine große Kr'iegsküche. Das Essen kostet für Angebörige von Kriegsteilnehmern die Woche und Portion 1,20 Mk.. für Fremde 2 Mk.; das Einzelessen cm fleischlosen Tagen 35 Pfg., an Fleischtagen 45 Pfg. Verabreicht werden Suppe unb ein Gang. Auf jedem Platze liegt ein kleiner Mahnzettel mit den Morten: Iß deinen Teller stets leer l
r&. Naunheim, 3. Juni. Kanonier Friedrich Wagner (Fuß-Artillerie-Rqt. 236) starb infolge seiner schweren, am 26. Fe- " bruar erlittenett Berwundrrng im Lazarett in Eöthen.
r*. tzvalbgirmeS, 2. J«rt. Das herrliche «ttter am HimmelfahttStag« übte große Anziehungskraft auf den Besuch des christlichen Waldfestes unter der „dicken l^che" unweit Sof Bllbenrod. Pfarrer Bech tolsheimer ans Gießen hatte sich in bereitlvilliger Weise als Feftprediger in den Dienst der Sache gestellt. Außerdem hielten die Herren V ö m e l - Wilsbach, O h l ,, - Rodheim und Braches- BlaSbach Ansprachen. Auch ein Posaunenchor trug durch Begleitung der Lieder zur Verfchönernng der Feier bei.
--- Wiesbaden, 3. Juni. Die Mrafkanrnrer ver- rrrteilte den Bürgermeister Wilhelm H a h n ans Bernrbacl) (Untertcrumrskreis) und ferne beiden Tück)ter wegen Ur- kunderffälschrrng und Ehrenkränttrng ysc je einer Woche Gefängnis. Hahn hat einen Landwirt ans Wörsdorf beim Bezirks k ornm cmdo ivegen „Drückebergerei" denunziert; seine Töchter richteten anonyme Anzeigen in der gleichen Sache cm das Landratsamt und das GenerEonrmando. Der Grund zu diesen Angebereien ist eigentlich ein Racheakt der Hahnschen Töchter gegen den Wörsdorfer Lmidwrrt, weil dieser die Fvemttnn' der Angeberinnen und nicht eine von ihnen selbst — geheiratet hat.
AriLvevfitäts-Nachvichte«.
llb. Marburg, 3. Juni. Der Geh. Msdizinairat BvoAchsr Dr. Emil M a n n k 0 p f begeht am 5. Juni seinen 90. Geburtstag. Er leitete von J867 bis 1905 'die Marburger medizinische Klnnk. Geheimrat Mmrnkopf ist ferner Vorsitzender der Aerztlrchen und Zahnärztlichen Prüsungskommifsion in Marburg.
Tübingen, 2. Juni. Der berühmte Chirurg Geheimrat Professor Paul v. Bruns ist heute im Alter von 77 Jahren g e st 0 r den. __
vermischter.
— Glückliches Bauern! Für Oberbayern setzte die Regierung den Grundpreis für ein Ei auf 10 Pfg. fest. Der Aufkäufer darf beim Weiterverkarif nicht mehr als 11 Pfg., der Großhändler nicht mehr als 12 Pfg. und der Händler im Kleinverksuf an die Verbrcuccher nicht mehr als 13 Pfg. für ein Ei nehmen!
* Amsterdam, 2. Juni. (W.T.V.) Der Generalprokurator hat gegen den Freispruch des Chefredakteurs Schröder vom Amsterdamer „Telegraaf" in zweiter Instanz Berufung eingelegt.
* Die Riesenspargel des Generals Josfre. Der französische Oberbefehlshaber, der wegen der Enttäuschungen bei Verdun in letzter Zeit häufig von der französischen Presse und den französischen Abgeordneten mit nicht gerade himmlischen Liebenswürdigkeiten bedacht wurde, vermag sich nunmehr in diesen düsteren Tagen trotz alledem an einer Huldigung zu erfreuen, die ebenso poetisch wie von praktischem Wert ist. Das Syndikat der Gemüsepflanzer von Argenteuil wenigstens ist mit Joffre vollauf zuftieden, und es zögerte nicht, dies auf sichtbare Weise zum Ausdruck zu bringen. Da nach einer langjährigen Sitte in' jedem Jahre die Sparqelernte dadurch gefeiert wird, daß man einen Korb voll der besten und größten Spargel mit einem Preise krönt, trug auch dieses Jahr dieser Wettstreit seine Früchte und zwar in Ge° stall eines Korbes, der 31 konkurrenzlose Rresenfpargel im Gesamtgewicht von nicht iveniger als 14 Pfund enthielt. Wer aber konnte imstande sein, derartige Spargel ohne Beschwerden zu vettilgen? Eine 'Abstimmlmg unter den Mitgliedern des Gemüsesyndikates ergab, daß nur ein Draufgänger ersten Ranges hierzu fähig sei. Demgemäß wurden die Riesenspargel in das Hauptquartier des Generals Joffre gesandt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gieße».
Wetteraussichttn in Hessen am Sonntag, den 4. Juni ISIS: Wechselnd bewölkt, zeitweise leichte Niederschläge, kühl.
Letzte Agchnchtes.
Weitere englische Schisfsverlnfte.
London, 3. Juni. (WTD. Nichtamtlich.) In einer Mitteilung der Admiralität wrttr antzer den beretts von englischer Seite zugegebenen Verlusten noch gemeldet, daß der Panzerkreuzer „W a r r i 0 r", der kampfunfähig wurde, nachdem er in Schlepptau genommen war, von der Mannschaft verlassen werden mußte. Ferner sei von sechs weiteren Torpedobootszerstörern noch keine Meldung eingelaufen. Dagegen sei kein brittsches FlaMschiff, kein Leiter Kreuzer gesunken.
Ter Panzerkreuzer Wcrrrior gehört zur WMeskkasft, hatte 13 750 Donnen, 700 Mann Besatzung mtb war 1905 erbaut.
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Ein Augenzeuge der Seeschlacht.
i. Köln, 3. Juni. Einer Kopenhagener Depesche der „Köln. Ztg." xusvlge berichtet der Kapitän des dänischen Dampfers „Naes- welcher gestern mit einer Kvt^eirladung in Kopenhagen ein ttaf, daß er am Mittwoch nachmittag int Skagerak einer großen in westlicher Richtung steuernden Kriegsflotte begegnet sei, die sich alsbald in ein Gefecht verwickeltt. Als die Ranchmassen sich verzogen batten, habe man gesehen, wie sich die Scbirc gegenseitig mit Geschossen überschütteten. Ter Kapitän bemerkte sieben große Ferwrsänlen. die vermutlich von der Explosion von Munitton herrührten. Auch habe er gesehrnr, wie mehreve Schifte sich ans die Seite legten. Während be» Kampfes seien ans allen Nichmngen neue Schiffe hinzu ge kommen. Nach seiner Ansicht seien etwa 6 0 große Schiffe am Kamps beteiligt gewesen.
Weiteres Vordringen der Bulgaren.
Lugano, 3. Juni. Der Vertreter des „Secolo" depeschiert aus Demir Hissar vom 29. Mai abends: Die bulgarische Aktion wurde mit mindestens 25 000 Mann einschließlich eines deutschen Pionierbataillons eröffnet. Die Bulgaren beherrschen bis jetzt das Strnma-Tal bis Drama, in dern sie gleichzettig für den Fall eimr Ententeosfensive die Höhen von Petrovic besetzt halten. Bon der anscheinend von Oxillar nach Kavalla vorgestvßenen feindlichen Division liegen keine weiteren Nachrichten vor.
Verlegung des russischen Hauptguartters.
Budapest, 3. Juni. Ans Jassy wird gemeldet: Die Ruffen haben Nowvsielci zuerst beinahe ganz verwüstet, dann aber geräuntt. Das russische Hauptquartier wurde von Lipkaui nach Chotin verlegt Die Bevölkerung trachtet nach Möglichkett, mrmnnisck)es oder bukrftvinisches Gebiet zu erreichen.
, Zante von den Franzosen besetzt.
Budapest, 3. Juni. Nach einer Athener Meldung haben die Franzosen die griechische Insel Zante und zwei andere kleinere griechisch« Inseln sowie die Pelopvunies-HLftn Gid-no und Ata- Bofo besetzt
Fnr Rheumatiker «nd Neuralgieleidende.
In einem Tage von seinen entsetzlichen Schmerzen befreit.
Herr Ieser Wilhelm München schreibt: „Seit 2 il-tonaten litt ich derart an Ischias, daß ich nicht gehen und nicht stehen unb das Bett nicht verlassen konnte. Ich hätte ausschreien mögen vor chmcr.wn. Kein Atensch glaubt, was ich gelitten lie.be. lllickitS half mir. brachte mir meine Iran ans der Avotbcke Toga! mit. r te Wirkung war geradezu wunderbar. Nachdem ich nur wenige Tabletten genommen hatte, war ich vollkommen ,vieberberm'>eltt. ,>.0 gebe da- . her jedem Leidenden den Rat. sich sofort aus der nächsten Apotheke das überaus billige nnd unfehlbar wirkende , Legal zu besorgen. Niemand ivird diese AnSgal^e bedaneru .'L ilt > berichten viele andere, welche Togal gegen Rbenmali.' > - .Imu, schmerzen
in den Gliedern und (Gelenken, sowie bel Influenza und Kopfschmerzen gebrauchten. Es gibt nichts Benere^. Alle Apotheken führerr Togal-Tabletten.
Best.: Acid. a«t salic. Chlnia. Mg. Li. 419688


