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Erstes Blatt
166 . Jahrgang
V e zn g sv - monatl. 99 Pi., viertel- jährl. Mt. 2.65-. durch Abhole- iu Zweigstellen nwnatl. 80 Pf.: durch die Post Mk. 2. ^5 viertel- jährl. ansfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausiv. 20 Pf. — Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Berich r-ssul: Fr. R.Aenz;
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Seseral-Anzeiger fSr Oberhessen
Der große Steg in der Nordsee.
(WTD.) Trotzes Hauptquartier. 2. Funi. (AmMch.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Nach heftiger Steigerung ihres Artilleriefeuers und nach ciNleitenden Sprengungen griffen starke englische Ksräfte gestern abend westlich und südwestlich von Girr e n ch y an. Sic wurden im Nahkampf zurückgc warfen, soweit sie nicht bereits im Sperrfeuer unter groben Verlusten umdrchcn mutzten.
Auf dem Westufer der Maas brachen die Franzosen erneut zum Angriff vor. Sie hatten keinerlei Erfolg. Oestlich des Flusses stürmten unsere Truppen im Caillettewalde und die beiderstits anschließenden Gräben. Ein heute morgen südwestlich des Vanrteiches mit starken Kräften geführter feindlicher Gegenstotz scheiterte. Es sind bisher sechsundsiebzigOffiziere und über zweitausend Mann zu Gefangenen gemacht, sowie drei Geschütze und mindestens dreiundzwan- Fig Maschinengewehre erbeutet.
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Südwestlich von Lille fiel ein englisches Flugzeug mit Insassen unversehrt in unsere Hand. Im Luftkampf würbe ein französischer K a m p f e i n s i tz e r über dem Marrerücken zum Absturz gebracht Ferner in unserem Bereich je ein Doppeldecker über Vaur und tmstlich Mörcknngen. Der gestern gemeldete, westlich Cam- brai abgeschossene englische Doppeldecker ist der vierte von Leutnant M u l ch e r autzer Gefecht gesetzte Gegner.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Ein gelungener deutscher Erkundungsvorstotz auf der Front südlich von S m o r g o n brachte einige Dutzend Gefangene ein.
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Südlich de§ Drhswjaty-Sees wurde ein russisches Flugzeug durch Abwehrfeuer beschädigt.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Oberste Heeresleitung.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 2. Funi. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. Juni 1916. '
Russisch erKriegsschauplatz.
Die Geschützkämpfe an der b e s s a r a b i s ch e n und an der wolhynischen Front haben stellenweise den Charakter einer A r t i l l e r i e s ch l a ch t angenommen.
Auch an der Jkwa entwickelte der Feind gestern erhöhte Tätigkeit.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Oestlich der beherrschten Mandriele drangen unsere Truppen kämpfend bis zum G r e n z e ck vor. Im Rasme von Arsiero eroberten sie den Monte Barche (östlich des Monte Cengio) und faßten nun auch südlich der Orte Fu- sine und Posina aus dem Südufer des Posina- Haches festen Fuß. ,
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Auf dem linken Ufer der V o j u s a, östlich von V l o r a (Valona) haben wir eine italienische Abteilung durch Feuerüberfall zersprengt. An der unteren Vojusa Pa- trouillenkämpfe.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.
Ms der deutsche Reichskanzler die Staatsmänner der kriegführenden Länder aufgefordert hatte, sich auf den Boden der wirklicher: Tatsachen zu stellen, die Kriegslage so zu nehmen, wie sie jede Kriegskarte zeigt, suchte Sir Edward Grey diese Mähiwung ruit dem Hinweis darauf abzu- schwüchen, daß die mm einmal nicht zu leugnenden Erfolge der Mittelmächte zu Lande ausgewogen würden durch Englands Herrschaft zur See. „Doch dem war kaum das Wort entfahren, rnöcht' er's im Busen gern bewahren." Sir Edward Grey hätte jene Worte vielleicht nicht gesprochen, wenn er geahnt hätte, daß sein Gegenbeweis wenige Tage darauf so „schlugend" widerlegt werden würde, wie es jetzt die deutsche Flotte in der glanzenden, in der siegreichen Seeschlacht getan hat, die sie der stolzen englischen Armada lieferte, in dieser Seeschlacht, welche man nach der von Trafalgar, die den Ruhm Englands begründete, wohl als die größte bezeichnen darf. Damals vernichtete Nelson die .französisch-spanische Flotte. „Nach Trafalgar gab Napoleon den Kampf um die Seeherrschast ans, überall machte sich die Seemacht Englands geltend." So schrieb ein Historiker. Und das stolze Albion bemühte sich seitdem, den Anspruch darauf zu behaupten, daß „Britannia die Wagen beherrscht". Jetzt wird es diesen Anspruch wohl oder übel aufgeben müssen, nachdem es ihn moralisch schon längst verloren hatte. Hatte doch Churchill sich gerühmt, daß er die Ratten, d. h. die deutschen Schiffe, schon aus ihrer: sicheren Schlupfwinkeln ausgraben und vernichten würde. Dann aber spielte die engjlische Flotte die Rolle der Ratten; sie verkroch sich in ihren Löchern in der irischen See oder sonstwo. Hatten schm die deutschen Auslandskreuzer, allen voran die „Emden", die Mär von Englands Seeherrschast widerlegt, so erschütterten die wiederholten Vorstöße der deutschen Flotte zur englischen Küste den Glauben an Englands
Seegewalt immer wieder, bis dieser Glaube sich jetzt durch den glänzenden Sieg der deutschen Seestreitkräfte als ein Köhlerglaube erwiesen hat.
Vielleicht kann man es heute begreifen, daß die britische Regierung darauf bestehen wollte, d:e Flottenkräfte Deutschlands und Englands im Verhältnis von 2 zu 3 festznsetze::, das ihr zum Schluß auch noch zu bedenklich erschien. Blasse Furcht sprach daraus vor der größeren Tüchtigkeit, der größeren Bravour der deutschen Flotte. Das wird uns jetzt klar, wenn wir ans den Darlegungen des Vizeadmirals Hebbinghaus im Reichstage vernommen haben, daß „Teile unserer Flotte einer sehr überlegenen Flotte der Engländer von mindestens 3 4 modernen großen K a m p f s ch i f f e n" das siegreiche Seegefecht geliefert haben. Aber in noch weit größerem Mißverhältnis als die ' Stärke der beiden beteiligten Flotten stehen die beiderseitigen Verluste. Sind doch drei der stärksten englischen Dreadnoughts, ferner zwei Panzerkreuzer, ein' kleiner Kreuzer, drei der neuen Zer störerführerschiffe, neun bis zehn Zerstörer und ein Unterseeboot vernichtet worden, Verluste, die so ungeheuer sind, daß dagegen unsere, wenn man sie auch selbstverständlich beklagen muß wie jeden Verlust im Kriege, als ganz außerordentlich gering erscheinen, um so mehr, da außer den vernichteten englischen Schiffen auch auf anderen zahlreiche schwere Schädigungen festgestellt werden konnten.
Die englische Admiralität, von der noch kein Bericht über den Verlauf der Seeschlacht vorliegt, gibt amtlich den Verlust folgender Schiffe bekannt:
Gesunken:
Schlachtkreuzer „Queen Mary", 30000 Tonnen, Schlachtkreuzer „I n d e f a t i g a b l e", 19 050 Tonnen, Panzerkreuzer „Juvicible", 20 300 Tonnen, Panzerkreuzer „D e f e n c e", 14 800 Tonnen,
Panzerkreuzer „Black Prince", 13 750 Tonnen, Torpedobootszerstörer „T: p p e r a r y", 1900 Tonnen, Torpedobootszerstörer „F o r t u n e", 980 Tonnen, Torpedobootszerstörer „S p a r r o w h a w k", 970 Tonnen, Torpedobootszerstörer ..Ardenl", 980 Tonnen, Torpedobootszerstörer „T u r b u l e n t", ?
Andere Schiffe werden noch vermißt. Zu diesen vermißten Schiffen wird das Großkampfschiff „Warspite", 28 000 Tonnen, gehören. ,^Jnv icibl e", „D efen c e" und „Black Prince" werden sich mit den im deutschen Bericht angegebenen zwei Panzerkreuzern der Achillesklasse und dem nicht näher bezeichneten kleinen Kreuzer decken. Als vernichtete Zerstörerführerschifse sind von der deutschen Admiralität noch ausgeführt „Nestor" und „Al- c astor". Die englische Admiralität bemüht sich also bisher, der Wahrheit die Ehre zu geben. Ob sie dies aber nicht schnell bereuen ober glauben wird, mil der Angabe der erste:: Verluste genügend eingestanden zu haben, bleibt dahingestellt. Ganz hätte die britische Admiralität die schwere Niederlage ja auch nicht verschweigen können. Und wenn sie noch soviel vertuschte und uns nach dem Muster der „Pommern", die von den Engländern schon zweimal vernichtet wurde, bevor sie ruhmreich unterging, uns Verluste hinzudichtete, so müßte doch die Wahrheit auf dem Wege über die Neutralen zum Schluß auch nach England dringen. Denn bei den Neutralen genießen die Berichte unserer Heeres- und Flottcnleitung sicheren Kredit. Können wir es uns doch leisten, in erfreulichem Gegensatz zu unseren Feinden auch die Berichte unserer Gegner zu veröffentlichen. Und wenn zunächst das Märchen von der englischen Seeherrschaft nur bei den Nieutralen zerstört wird, so ist auch das schon ein großer Erfolg. Jetzt müssen diese doch einsehen, daß ihre Furcht vor England eine Wahnvorstellung war, und daß Deutschland nicht nur den Willen, sondern auch die Macht hat, in Zukunft die Freiheit der Meere zu sichern.
Im Britenreiche aber muß endlich, wie es auch schon in Italien der Fall ist, die G ö t t e r d ä m m e r u n g anbrechen, nachdem die Hoffnung auf Englands stärkste Waffe mit einer so schweren Enttäuschung geendet hat. Das Planchen war so sein, die britische Flotte bis zum Schluß zuj schonen, damit sie beim Friedensschluß den Ausschlag geben könne. Aber der Plan wurde durchkreuzt dadurch, baß der Glaube an Englands Seemacht bei den Neutralen schwand und die Verbündeten unwillig den Einsatz der britischen Seestreitkräfte forderten, wobei bereits im Hintergründe die Drohung mit dem Kriegsstreik stand. So ließ man sich, der Not gehorchend, nicht dem eigenen Trieb, zu einem Waffew- gang verleiten, aus dem Englands gewaltige Flotte als Besiegte hervorging. Der stolze Union Jack ist geschlagen, aber „stolz weht die Flagge schwarz-weiß-rot von unseres Schisses Mast" — als Wahrzeichen von Deutschlands Stärke und des perfiden Albions Ohnmacht!
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Die amtliche englische Meldung.
London. 2. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Die englische Admiralität gibt amtlich bekannt: In der Seeschlacht sind folgende Schiffe unser"r Flotte gesunken: „Queen Mary". „Ind efatig able". „Juvicible", „Defense", „Black Prince", „Turbulent", „Tippte rary", „Fortun", „Sparrowhowk". „Ard ent". Andere Schiffe werden noch vermißt.
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Ein deutscher Bericht.
Berlin, 2. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) In Ergänzuna der heutigen Meldung des Chefs oes Mmiralstabes wird uns von zuständiger Seite mitgeteilt: An der Schlacht vor
dem Skagevack waren auf unserer Seite unter dem Befehl des Flottenchefs Vizeadmiral Sche er beteiligt: Unser: Hochseeflotte mit ihrer: Großkcrmpffchisfen und älterer Linienschiffen und Schlachtkrentern, ferner unsere sämtlichen in bex Nordsee befindlichen leichten Streitkräfte, Torpedoboote uitd Unterseebootsslottillen. Auf der feindlichen Seite stand uns dier größte Teil der englischen modernen Schlachtflotte gegenüber.
Befehlshaber der Aufklärnngsstrcitkrästc war Vizeadmiral .Hipper. Die letzteren sind mit der: feindlicher Schlachtkrenzern und leichten Kreuzern als erste gegen 5 Uhr nachmittags ins Gefecht gekommen, in welches dann nacheinander "auch die beiderseitigen Gros eingriffen. Die Taaesschlachit, in deren Verlauf unsere Torpedoboote mehrfach, eine unserer Flottille:: allein dreimal, Gelegenheit hatten, erfolgreich einzugreifen, währte bis etwa 9 Uhr abends. In ihr verlor der Feind das Großkampsschifs „Warspite", den Schlachtkreuzer „Queen Mary" und einen Panzerkreuzer, -anscheinend der Achillesklasje. sowie mehrere Zerstörer. Während der Nacht erfolgter von beiden Seiten erbitterte Torpedo bootsaugrtffe und 'Kreuzergefechte, denen'die übrigen gemeldeten feindlichen Schiffe zum Opfer fielen. Unter anderen hat allein das deutsche Spitzen schiff sechs englische moderne Zerstörer vernichtet.
Alle bisher eingegangenen Berichte der vereinigten deutschen Streitkräfte stimmen überein in der Feststellung der von: Feinde in fast nnunterbrochenem zwölfstün. digen Kampfe bewiesenen Tapferkeit.
Mit dem Verlust von S. M. S. „Frauenlob" muß endgültig gerechnet werden. Das Schiff ist anscheinend in der Nacht vom 31 Mai zum 1. Järni wahrend eines der Teilgefechte gesunken.
Bon den Tiorpedo-Hochseestreitkräften sinj fünf Boote nicht zurückgekchrt, ein großer TeÄ chre: Besatzung ist aber geborgen worden.
Trotz der für die Luftaufklärung unguEgen Witte rungsverhältnijse während der beiden Kampftage Haber die Marin eluftschi sie und Flieger durch ihre Auf- klärungs- und Ddeldetätigrert zu -dem Ersotge rarerer Hoch seestrertkräfte wesentlich beigetragen
Rentrale Darstellungen.
Berlin, 2. Juni. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. a. M." meldet aus Kristiania: Nach Blättermeldungen hat das Seegefecht nachmittags westlich Jäsderen ftattgesunden. Um 6 Uhr war eine gewaltige Kanonade hörbar, doch war vom Kampf selbst nichts zu sehen. Sogar tief im Hoegefjord hörte man den Geschützdonner, der ununterbrochen mindestens zwei Stunden lang dauerte. Nach anderen Meldungen wurde die Kanonade bereits von 4V-Uhr an nachmittags gehört und nahm erst nach 8 Uhr allmählich ab.
Wie die „B. Z. a.M." ferner hört, steht die Hochseeflotte unter dem Kommando des Vizeadmirals Scheer, der erst seit kurzer Zeit als Nachfolger des Admirals o. Pohl diesen Posten innehat.
Kopenhagen, 2. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Politiken" verüssentlicht eine Reihe Einzelheiten über den deutschen Seesieg, vom Mittwoch. Das Blatt erklärt, es sei kein Seetreffen gewesen,, sondern die größte Seeschlacht der Weltgeschichte. Die Besatzung des dänischen Dampfers „Fjord", der Donnerstag in Frederikshavn eintraf, berichtet „Politiken" zufolge, sie sei in der Nordsee Zeuge des Seckampses zwischen den deutschen und den englischen Kriegsschifstn gewesen. Der Dampfer „Fjord" wurde Mittwoch nachmittag um 4 Uhr etwa 30 bis 35 Meilen von Eianstholm von zwei englischen Torpedobooten angehalten. Der Steuermann des Dampfers begab sich mit den Schiffspapieren an Bord des eng. lischen Schiffes. In demselben Augenblick tauchte am Horizont eine mächtige deutsche Kriegsflotte aus. Tie englischen Torpedoboote machten klar zum Kamps, während der Steuermann zu denk Dampfer zurückkehrte. Tie deutsche Flotte, welche die Engländer jetzt entdeckten, näherte sich mit Volldampf. Sie bestand ans fünf Linienschiffen, mehreren Kreuzern und 20 Torpedobooten. Es war ein imponierender Aiwlick. Tie deutschen Schiffe eröffneten ein heftiges Feuer gegen die Engländer, die sich in voller Fahrt nach Norden zurückzogen, verfolgt und beschossen von der ihnen folgenden deutsche:: Flotte. Die Kanonade verstummte eine Zertlang, begann aber wieder nach 5 Uhr mit erneuter Deftig-» feit uit: uhu: dann bis 9 Uhr hörbar. Iu der Nähe von Skaoen begegnete der „Fjord" zwei Zeppelinen, die in voller Fahrt zum Kampfplatz eilten. — Nach einer Meldung der „Politiken" aus Kristiania erzählten der Kapitän und der Steirer mann des gestern in Stavanger eingetroffenen norwegischen Dampfers „Ulq r i k k e", daß, als sich der Dampfer Mittwoch nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr bei 56,50 Grad nördlicher Breite und 3,10 Grad östlicher Länge befand, plötzlich Geschützdonner gehört wurde, der bis 7 Uhr an Stärke zunahm. Nach 8 Uhr war <m Bord nichts mehr zu hören, dagegen wurde an der nor'vegischen Küste, in der Nähe von Stavanger, das Feuern bis zehn Uhr abends vernommen. Der Dampfer mutzte einen nördlichen Kurs nehmen, um nicht ins) Kampfgebiet zu geraten. Am Morgen sah der Danrpier zwei englisch« Kreuzer, die in südöstlicher Richtimg fuhren und kämpfend aus ihren schweren und leichten Geschützen feuerten. Tie kämpfenden!- Schiffe befanden sich in rasender Fahrt. Nach den vorliegenden- Meldungen berechnet man, daß die Seeschlacht 20 Seemeilen sud westlich Stavanger stattgefunden hat.
Frederikshavn, 2. Juni. (WTB.) Ter dänische Dampfer „Fiord" (?), der gestern vormittag hier angekommen ist, '.vurde vorgestern nachmittag um 4. Uhr in Richtung Hirtshals von einem deutschen Torpedoboot untersucht. Kurz daraus erllnencn v:er britische T o r pe do boo t s j ä g e r , die ein Muer gegen das deutsche Torpedoboot eröfftreten. D.'r Dampfer „Fwrd" verlief den Schauplatz und passierte kurz darauj v:er größere und 30/ kleine deutsche Schiffe, die in voller Fahrt den englychen Schisfenj nachsetzten. Noä- um 6 Uhr abends wurde auf dem Dampfer« „Fjord" Geschützscuer gehört.


