Ausgabe 
2.6.1916 Erstes Blatt
Seite
3
 
Einzelbild herunterladen

teaciujia tiu ibceu ItbcAUl uiKuiEaseu tu, 111 ^ bei dl Ü.H l

errtfattrnben Zuckermcnge L a ndesbezugsschern-e ans. Diese ^-..-osscl ' tragen den '.'Rainen tx-s betreffenden Kommunalver- ber' C^cmcinbc und lauten über 25 Klg. (wer«), 100 Klg. (blau) unb 1000 Klg. (rot). Die

Landes öl 50 Klg. vfl

& 0 m m u v n Q i p e r b and e und Qkmeinben teilen die Bezugs- soweit die allgemeine Versorgung der Bevölkerung in

fdretiie

Frage

fern nrt den Kleinhandelsgeschäften ihres Be

nm und soweit es sich um die Deckung des ,Be-

deri'- der Gasthäuser, Bäckereien, .Wnditoreun. Llpotheken, pell- und' Pslegoanstalten und dergleiäien handelt, diesen Betrieben selbs- zu Die Zuteilung erfolgt das erstemal nach dem Verhältnis des ml bereu Absatzes ober Bedarfs zu der im ganzen dafür zur Verfügung stellenden Zucker nrenge, später je nach der Menge der verein.ial nnen und vorgelcgtcn -Zuckerniarffm oder -Abschnitte. Die am 1 Juni vorhandenen Vorräte werden dabei ungerechnet. Die g mimiunalverbände oder die Gemeinden tragen den Namen des iieinbändlers oder des Betriebes aus dem linleu Felde des- Skrua-'ickeines ein und versehen diesen mit ihrem Amtsstempel: Bezugscheine ohne Arntsstempel sind ungültig. Tie Klein- ?ändl er und Gasthäuser, Bäckereien usw. übermitteln iüre Bezugsscheine ihrem bisl-erigen Lieferer und erhalten als- dann von diesem entsprechend dem Betragener Bezugs!cheme Zucker ^liefert; der Name desjenigen, an den der Bezugsschein zuv Lieferung weiter ge geben wird, rnnß auf der rechten Hälfte des Bezugsscheines eingetta.fen fverden. Als Lieferer kommen alle im Grofberzogtinn ansässigen Firmen in Frage, die bisher Zucker liefenmgeii ansgesührt haben Zum unmittelbaren Verkehr Mit der Einkcrufsgesellschaft sind indes nur deren Gesellschafter und die aemäü 8 11 der Bekanntmachung benannten Gros Händler berechtigt. Mle übrigen Lieferer lialnm fick der Vermittelung dieser Firmen zu bedien nr es bleibt ifyitai imbenonrnven, mit einer b er leiben be- ftirrmite Vereinbarungen, zu treffen. Die zum 'unmittelbaren Verkehr HUgelasseneu Firmen erhalten von der Einkanssgettllichatt gegen Vmlegnng voii .Landesbezugsscheinen, die ledcAmalun Mengen von 5000 Kilograrnlm zu bündeln sind, Zucker zugewiesen. Der Klein­händler ist in der Auswahl seines Lieferers nnbeschrankt: er kann sich ohne weiteres nach wie vor seines bisherigen im Groscherzoatum ansässigen Zuckerlieferanten bedienen. Keine Firma ist m der Lage, chni ft^di' Belieferung dnrch sie besondere Vorteile in Aussicht zu stellen Gleichzeittgl-mit dem! 1. Juni tteten die von den Kommunal­perbänden und Gemeinden zu erlassenden D er b r a uchsr e ge­lungen, sofern dies nicht bereits geschehen fti, ^nKraft. Darimch werdm vorerst mittels Marken oder Karten auf den Köpfer Be­völkerung nicht mehr als 750 Gramm Zucker im'Monat abgegeben Weitere 150 Grawm verwenden die Konrnwnalverbande oder Ge­meinden zur Versorgung der Gasthäuser, Bäcker, Anstalten ^usw odn zur Bildung einer besonderen Rücklage oder zur Ausgleichung Ä ber 3«tcitu ng en. Die rfüto WO Gramm

spart die Gesellschaft ein, um, daraus besondere einmalige Zutei­lungen für bestimmte Zwecke vorzunehmen. Als solche kommen m erster Linie'Zuteilungen für die D bft ve r w ert nng im D^shblt in Frage: die Ausgabe einer derarttgen besonderen Zuüül^ng steht unmittelbar bevor.

** Ein wichtiges Mittel zum Durchhalten V iel> besta nde. Der durch den Krieg und die Trockenheit/de ftabres 1915 hervor ge ruftne Futtermangel hat zur Folge gehabt,

das Stroh im wettesten Umfang für Futterzwecke Bersoendung finden muß. Torfftren, die sonst in sttohknappen Zähren Ersatz bieten konnte, steht zur Zeit nicht in hinreichender Menge zur Ver­fügung, weil die Erzeugung wegen VÜangels an Arbeitskräften Mrückgegangen war und die Heeresverwaltung außerordentlich starte ^Anwrdenmgen an den Torsitreuvorrat Mit. Wenn auch

-r- SUeut-üuüca, 1. xjum. Dem Afftslenzarzl Dr. Boßler, Inhaber des Eiserne»» Kreuzes, wurde dasSanttaes- kreuz am Bande der Hessischen Tapserkeitsmedaille verliehen.

e. L o n d o r s, 2. Juni. Am 26. Mai »varen es 20 Jahre, daß der Schaffner August Eifert hier stationiert ist.

Kreis Büdingen.

# Echzell, 1. Juni Das Eiserne Kreuz erhielt der Land- turmmami B i n d i n g.

Kreis Schotten.

# Schotten. I.Juni. Tie Hessische Tapferkeitsmedaitle er­hielt der Füsilier Breun ig im Füs.-Rgt. 80.

ch: AIichelbach, 1. Juni Tie Hessische Tavserkeitsmedarlle erhielt der Wehrmanu Mattes inc Landw.-Ers.-Rgt. 350.

Kreis Friedberg.

Bl. Friedberg, 2. Juni., Unteroffizier Wilhelm E gl y, Sohn von Gendarmerie-Wachtmeister i. P. Eglh, zurzeit, im Res.-- Jnf.-Regt. Nr. 203, Maschinengewehr-Scharfschützen-Trupp, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Gefreiter Heinrich Hottes, im att. Jnf.-Regt. 97, erhielt die Hessische Tapferkeit^ medaille. Kriegsfreiwilliger Walter Hebbel, Jnf.-Regt. 117, Sohn von Postsekretär Hebbel in Nieder-Wöllstadt, wurde Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und zum Unteroffizier befördert. Hebbel rückte als Sechzehnjähriger im Llnfang des Krieges ein.

ZiBad-N anheim, 2. Juni. Das zweite Philhar- manische Konzert der Kn r k a p e ll e findet Samstag den 3. Juni statt. Als Solisten sind gewonnen Professor Oskar Brückner -Nioloncell), Walter Zollin (Deklamation). Tie Leitung hat Professor Hans Wind er stein. Das zweite Phil- harmo-nsche Konzert das wegen des in diese Woche lallenden Himmelfahrtsfestes von Donnerstag ans Samstag verlegt wurde vermittelt uns die Bekanntschaft zweier hervorragender Künstler aus Wiesbaden: Professor Brückner, der erste Solocellist der Hofkapelle, wird ein Konzert für sein Instrument, sowie vier klassische Stücke, letztere mit Klavierbegleitung, zum Vortrag brin­gen. Walter Zoll in vom Königl. Hoftheater, ein L-chausvieler mit prachtvollein sonorem Organ, spricht dasHexenlied von Wildenbruch (mit der begleitenden Musik von Max Schillings) undRückblick", selbstverfaßte Dichtung, sowieAus dem Jahre 71" von Kießling. Das Orchester eröffnet den interessanten Abend mit dem Vortrage der selten zu hörendenVariationen über ein Thema von Joseph Haydn" von Johannes Brahms.

Q. Bad-Nauheim, 2. Juni. Eine von der Ortsgruppe des Ali ce-Eranen Vereins veranstaltete Sammlung von Altmate­rial und Abfällen aller Art hat einen ausgezeichneten Erfolg gehabt. Ganze Wagenladungen von in der Kriegszeit doppelt wertvollen Sachen sind schon am ersten Santmeltag zur Ab­lieferung gekommen. Der gestrige Himnttlfahr tstag brachte un­serem in herrlichem Natur schmuck prangenden Bad einen ganz außergewöhnlich starken Besuch aus der Umgebung. Den Haupt sächlichsten Teil der Gäste nahm unsere Kurhrns-Teralie auf, di in dieser Knrzeit für ein Eintrittsgeld von 50 Pfennig nachmittags oder abends besucht werden kann, während früher eine ^agevkarte zu 1 Mark gelöst werden mußte. Aber auch unsere Ausflugsorte Teichhaus, Johannisberg. Waldhaus und andere waren dicht, besetzt. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Aus Rhein Hessen, 2. Juni. Ter Monat Mai hat

&urct)tta?£

3 $cüdUijd)e Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Lüd-Aulage).

Samstag, de»i 3. Juni 1916: Vorabend: 8.30 Uhr Morgens: 8.30 Uhr. Abends: 9.50 unb 10.25 Uhr.

Israelitische Religionsgesrllschast.

S a b b n l i c i e t a m 3. Juni 1 9 i 6:

Freitag abend 8.30 Uhr. Samstag vorin. 8.30 Uhr. Nachmittags 4.09 Uhr. Sabbatansgang 10.25 Uhr. Wochengoltesdienst morgens 6.00, abends 8.30 Uhr.

'für das bevorstehende Wirtschaftsjahr die Stellung einer die Er Fügung von Torsstteu sichersdellenden Zahl von Kriegsgyangenen au die 'Torfwerke veranlaßt worden fft, vermag die- für die iiachsft Zukunft an dem bestehenden Streumangel nichts zu andern, ^urch Lft Bennwmg wm WaldProdukten zur Werde und zur Gewinnung von Futter kann wesentlich Kirr Linderung des Futter­mangels b^ftgetragen werden. Bon den staatlichen peorslv-erwalwn gen ist ^aldstren im weitesten Umfang zur Verfügung aestellt morden Von anderen Waldbesitzern scheint dies aber zum Dell ,nock' nicht in dem wünschenswerte Umfang geschehen zn sem. Der Buirdesrat hat deshalb durch Beiordnung über ^tten-v.n. amd WeLwnrrtzung auf incht landwtttschaftlich genutzten Grundstuckui ^m 13. ?lpril ds. Js. die Besitzer v-on Forsten und andern nicht landi wirtschaftlich genutzten Grundstücken auf Anordnung der höhe­ren Berwalnmgsbehorde vewffichtet, ten wir btfjcvj benoiir en Personen Gemerndeti oder Kommunalverbanden du Gewinnung von Strenmaterial jeder Art. von Heideauswuchs zu Fult er zwecken ^^lstZe Futtermittel, ferner das Bewechen der Ornndstt^e mtt Schweinen nrü» Rindvieh und die Hemchtung derhierzu er­forderlichen Hürden und Unterkunftsräume M gestatten ^

Wir möchten nicht unterlassen, auf die rm Kreisblatt für den Kreis Gießen Nr. 42 veröffentlichte Bekanntm^sung aufmerk, am zu machen und die Landwirtschaft treibende Bevölkerung, fnme die smistigen Biehhalter auf die ausgiebcge Ausnutzung der ihnen gebotenen Vorteile nachdrücklich hmxuwersen.

** Die Morgensuppe. Der KriegsauOschnß für Kaffee, Tee und deren Ersatzmittel G. m. b. H. hat vor einigen Wochen einen Auffatz durch die Zeitungen verbreitet m dem aus den Wert der früher in Deittschlond allgemmn Mich: Mvksenen Morgen- suppe cms Roggen- oder We^emnehl mit etwas H-ettzufatz hm- g^esen und die Rückkehr M der ata guten ^ ^aenheil empfoblen wurde. Der erwcchnte Auffatz ist viel^ch abgedruckt worden: in em^en Fallen wurde aber im Anschlüsse daran die Frage anfgewvrfen, wo denn bas forder­liche Roggen- und Weizenmehl Herkommen »vurde. Daranf kann nun erfteulicherweise eirTc bestimmte Antwort erfolgen Unter Mtt- mirknng der ReichsgetrÄestelle werden in Karze durch d'.e in erster Linst dazu berufenen deutschen Großgewerbe betrübe ne ue L-uppen- mürfel in Vertrieb gebracht tver'den die emm 4 v H haben. Ein solcher Suppenwürfel wird 10 Pfeirnig kosten irrst) die Herstellung von drei reichlichen Tellern FNter Siippe er- mögliche-a. Mau darf erwarten, ^ßdreses neue brlBntttttl zur Lleberwindung der gegenw ärttg en S chwierigkeit en aus dem Gebiete der Bolksernähnwg beitragen wird.

Gerbrinden. Am 1. 6. 16 ist eme 95 e f a t» tt t machung betreffend Verbot der E x t r a k t i o n von G e r b- rinden erschienen. Durch diese Bekanntmachung wird es unter­lagt. Auszüge (Extrakte) aus Eichen- oder Frchtenrmde »st>er Lohe dnrch heiße Flüssigkeiten, durch Dämpfe, durch, Presse.» .oder nach vorbertaer Zerkleinerung der Rinde oder -^ohe zn Alehl, sowie überhaupt unter Benutzmig anderer Mittel als kalteii Wassers, her- z, »stellen. Abdrucke der Bekanntmachung sind bei der Meldestelle der Kriegs-Rohstoff--'Abteill.ng für Leder und Lederrohstoffe, Berlin IV. 8, Behrenstraße 46, erhaltllch. Von dieser SteNe können auch Vordrucke zu Anträgen un» Bewilligung erner A.lsnalnne -von den Bestimnmnqen der Bekanntmachung bezöge,» werden. Ter Wortlaut der Beka»mtmachung ist in unserem heutigen Blatte ein

^'|retb für Soda Der Bundesrat hat durch Bekannt k-maänmg vom 26. Mai Höckfftpreise für kalzinierte Soda bn Abgabe in Mengen bi s zu 5OO Kilogramm, sowie Fabrik-, "Wiederverkaufs- und Klein kaufs hoch st preise^ für Kristall- und Fein so da festgesetzt. Im Interesse des Klein- hand>els ist bestimmt, daß Hersteller von . Kristall- nnd ^Feinsoda .gewerbsmäßig lleinere Mengen als 100 Kilogramm Nicht abgeben dürfen: im JMereffe der Verbraucher^ ist vorgesckineben, daß

verschlossene Packmgen. in denen Feinsoda abg/geben tmro, fe ,,3/2 oder 1 Kilogramm bei Füllung enthalten mufsen. Die Lundes- Itzenttalbehörden können die Höchstpreise lstr absetzen. T>er Reichs- Kanzler kann sie ändern: er kann a»ich Hochisttz^ft für alle fodahal- fttgen Waschmittel festsetzen und hat die Beftigrns, Ausnahmen von K Vorschriften der Verordnung zuzulaßen. Die Bekanntmachung tritt sofort in Kraft, die Vorschrift über den Gewichtsinhalt ver­schlossener Packungen jedoch erst am 15. Juni.

Landkreis Gießen.

6. Beuern, 2. Inn». Ten» Architekten H. Sommerlad, Sohn von Johs. Sommerkid V., zurzeit als Unterossizier bei einem Truppenteil im Westen, wurde das Eiserne Kreuz verliehen.

Lt). 41 UV V t UUJ M I l / - V' --- ,-

einen für die Reben günstigen Verlaus genommen. Die Reben haben sich vorzüglich entwickelt und weisen viele Güchmne auf. Aller Voraussicht nach gibt es eine früh? Rebenblüte. Bis letzt haben sich die Reben als gesund erwiesen und hoffentlich bl eiben sie dies auch. Die Arbeiten zur Bekämpfung der Redenschaolinge wurden ausgenommen. Geschäftlich herrscht fortgesetzt Leben und auch die, in der letzten Zeit abgehaltenen Welnverst.eiger»mgen haben sehr günstig abgeschlossen. Die Preise ftnd hoch Bezahlt wurden in der letzten Zeit sür das Stück 1915er m Idenheim 1250 m, Osthofen 1080 bis 1100 Mk., Guntersblum 1100 Mk Alsheim 1250 Mk., Nierstein 1200 bis 1600 Mk., Wörrstadt 950 bis 1000 Mk., Wallertheim 9801000 Mk., Bechtheim lMf., Udenheim 1000 bis 1050 Mk , Jugenheim 960 bis 980 Mk., Ha»:x- heim 1050 Mk., Stadecken 1030 bis 1050 Mk., WaldülversbeiM '000 Mk., Partenheim 960 bis 980 Mk., Svieshe»m 960 Mk,, Nie­der- uird Ober-Saulheim 950 bis 980 Mk., 1914er in ocierstem 1100 Mk.

Kreis Wehlar.

tu. Wetzlar, 2. Juni. Hauptmann und Bataillonsst'ihrer Ernst Raab, Res.-Jni.-Rgt. Nr. 253, wurde mit dem E i s e r n-e n Kreuz er st er Klasse ausgezeichnet. Die oftentlichc B olks- b ü ch e r e i erfreute sich der Forderung durch die Jahresbeiträge des Kreisausschusses (200 'Mark), der Buderus'schen E» enwerke (150 Mk.), Tr. Leitz (100 Mk.), der Karolmenhutte (100 Ack.) und der Stadt Wetzlar (250 Mk.). ^ . 0

ra. Holzhausen, 1. Juni. Gardist Karl Biemer, Lerb- garde-Jns-Rgt. Nr. 115, wurde mit dem Eisernen Kreuz aus° gezeichnet.

Hessen-Nassau.

tu. Gladenbach. 2. Juni. Der Zweigverem Naffau des Evangelisch-Kirchlichen Hilssvereins hat soeben seinen Jahres­berich t sür 1915/16 herausgegeben Die Kirchensaminlung betrug 2201 36 Mk., der Ertrag der Haiivtsammlung ist vo»l 5451 Mk. ans 631951 Mk. gestiegen. Die Dekanate Herborn mit 1057,82 Mk. und Gladenbach mit 578,63 Mk. stehen obenan. Für eigene Zwecke des Bezirks kommen diesmal 4600 Mk. zur Verteilung.

- Frankfurt a. M., I.Juni. (Priv.-Tel.) Heute früh spielte in der Hanstelnstraße ein z'völkjähriger Schüler mit einer Patrons als diese plötzlich erplodierte und ihm die linke Hand zerriß. Das Geschoß drang m die Brust des Knaben ein, dessen Tod alsbald eintrat. _

Letzte Nachrichten.

Der Kaiser im Hauptguartier.

Berlin, 1 Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser weilte dieser Tage im Hauptquartier des Oberbefehlshabers Ost. Bei dem Bcgrnßungsmahle ergriff der Generalseldmarschall von H i n d e n - bürg das Wort zu folgender Ansprache:

Euerer Majestät lege ich, zugleich im "Namen der mir anver­trauten Truppen, den ehrerbietigsten Dank dafür alleruntertänigsr zu Füßen, daß allerhöchstdieselbe nns die halft Ehre und Freude be­reitet haben, einige Tage in unserer Mitte im Osten zu weilen. Majestät! Wir sind schlichte Soldaten, denen es, nicht gegeben ist, ihre Gefühle in viele und beredte Worte zu klechen, aber das kann ich Euerer VLajestät versichern, daß der alte Wahl sprach unserer Vater:Vorwärts mit Gott sür König und Vater­land, f ü r Kaiser und R e i ch!" fest in unseren Loldatm- herzen eingeprägt ist. Er war bisher die Richtschimr für unser ganzes Denken und Handeln und soll es bleiben bis zu unserem letzten Atemzuge, das geloben wir in dieser Stunde und bitten zu­gleich, alle unsere unbegrenzte Liebe, Treue, Dankbarkeit und Ehr­furcht, die wir für unseren allergnädigsten Kriegsherrn empfinden, kurz in den Ruf zusammenfassen zu üürsen:Unser Preußenkönig, des Deutschen Reiches Kaiserliche Majestät Hurra!".

Der Kaiser evwiderte daraus:

Mein lieber Feldmarsch all! Ich danke Jhnen^für die solda­tischen Worte, mit denen Sie mich begrüßt haben. Ich bin hierher nach der Ostfront gekommen,*>nm I hnen, und den Arnieeu des Ostens meinen Tmil für die großen Taten des vorigen Jahres, für das stille und brave Llns'harren im letzten Winter und während des heißen Kampfes der diesjährigen Herbstosfensive des Gegners, ans- zusprechen. Wir kämpfen gegen eine Ueberniacht, das ist uns Nichts Neues. Schon der große König ist uns hierin mit glänzendem Beispiel vorangegangen. Die Vorsehung hat es jetzt wieder üo gewollt, und das war gut, denn dadurch wurden wir gezwungen, uns zu ganz besonderen Taten und Leistungen anszuraffen. Ndcane Armeen werden auch jetzt siegreich durchhalten uua uns mit Gottes Hilfe einen ehrenvollen Frieden erringen, wie -wir ihn uns wünschen. Ihnen aber, mein lieber Feldmarschall, hat die Bonehung in diesen Kämpfen das Große beschießen, die Provinz Ostpreußen vom Feinde zu befreien und unsere Waffen weit in ^em^laiid hineinzutragen; das ist Ihr Verdienst und dessen wird das deutsche Vaterland sich stets bewußt sein. Ick aber, als >chr Kriegsherr und Ihr König, danke Ihnen von Herzen für diese Taten, die

veVInischtes.

Oberst Karl Müller +.

* Bern, 31. Mai. (Priv -Tel.) Oberst Karl Müller, der militärische Mitarbeiter des .Bund", der durch seine Berichte von der deutschen Front auch in Deutschland bekannt ist, ist heuze hier gestorben. *

' Hamburg, 1. Juni. (W. T. B.) Der heilte aus der Bahn des Hamburger Sportklubs in Großborsiel bei schönem Wetter und sehr gutem Besuch gelaufene Große Preis von Hamburg (100 000 Mk.) wurde von acht Pferden bestritten. Sieger blleb der bochgewettete GradiherA n s ch l u fe* (Reiter Rastenberger), zweiter wurde Weinbergs ..Amorino" (Reiter Korb), dritter Baldums Meridian (Reiter Schläske). Totalisator: Sieg: 21:10. Platz: 13, 17 29'10.

' * B e r n, 31. Mai. (W.T. B. Nichtamtlich.) Aus dem Flug-

selbe E o l t a n e ist eiu M i l i t ä r d o p p e l d e ck e r a b g e st ü r z t. Der Führer. Fürst di Fräs so, und der Beobachter, sind tot.

^Lo n doii, 31.Mai.Lloyds" meldet aus W 1 a d » w o st ok, daß am Sonntag nachmittng ein großes Schadenfeuer aus- brach Große Mengen unlängst gekauster 33aum iuoIIc und & u m m i lüurben vernichtet. Die Schätzung des Schadens ist noch

^cht^Lon^don, I.Juni. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bn reans DerDaily Chronicle" hat ein Kabeltelegramnr von Sir Ernest S h a c l e t o n , das ans Port Stanley vom 31. Mai dattert ist, erhalten. Es lautuet: Ich bin lfter angekommen.Endu­ran ce" wurde am 27. Oktober 191o mitten nn Weddelmeere zer­quetscht. Es trieb hierauf 700 Meilen un Eis bis z-uw 9 April Am 16 April landeten wir auf der Elesantemnsel. Am 24. Apnl ließ, ich '22 Mann in einer Eishöhle zurück und begab mich mit fünf Mann in einem Boot von 22 Fuß Länge nach ^üd-Georgien um Hilfe. Als ich die Insel verließ, war alles wohl, brauchte aber

(fgingen, 31. Mai. (WTB.) Ein heute angekommener Postdampser aus England brachte 40 deutsche Zivil- gefangene mit.

Amtlicher Wetterbericht.

Oesfentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetleraussichten in Hessen am Samstag, den 3. Juni 1916 . Ziemlich heiter und trocken; tagsüber warm.

Ihnen für immer unvergessen bleiben sollen. Ueberall m Leutschen Landen, in Ost, West, Nord un.) Süd sieht man Verehrung für Sie Sie sind zu dem NattonalheroS des deutschen Volkes gewor­den. Der Name Hindenbnrg hat schon heute einen sagenrMten Klang. Wo er genannt wird, da blitzen die "Äugen und da leuchten die Gesichter von Jung und Alt uns darum fordere ich alle An­wesenden auf, sich mit mir in einem dreifachen Hurra auf een Generalfeldmarschall zu vereinigen. . .

- Berlin, I.Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser be­gab sich nach dem Besuche im Hauptquartter des Oberbesehts- habers Ost nach Mitmi. Unterwegs ließ der Kaiser sich m Gegen­wart des Feldmarsch'Als von Huidenburg und seines -LtabsckMS einen Vortrag über die Verwaltung des besetzten Gebietes halten. In Mit cm wurde Seine "Majestät von den Truppen und der E r bei­ge sttömten Bevölkerung, begeistert begrüßt. In dem Gelände lensetts der Aa besichtigte der Kaiser Abordnungen der an der Tnnafront sichenden Truppen. Er begrüßte sie mit einer kurz-cn Ansprache und verlieh Eiserne Kreuze.

Zensuründerung in Frankreich.

Bern, 2. Juni. LautTemps" wird der Leiter der ftan- zösischen Zensur, Gautier, zurücktreten. Tie Zensurbehörde wird in eine militärische und diplomattsche Abteilung mit ie ernenn Direktor geteilt werden.

Salandra zur Front.

Lugano, 2. Juni. Ministerpräsident Salandra ist nach dem Hanptcmartter abgereist, um mit dem König zu konferieren. NachdemSecolo" beabsichtigt Salandra, sich durch eigenen 'Augen­schein von der Lage an der Front zu überzeugen. Das Blatt lobt diese Absicht, obgleich der Kriegsminister vor Ivenigen Tagen ^cm der Front gewesen sei und im Ministerrat berichtet habe, salandra habe nötig, sich eine sichere Meinung aus eigener Llnsckxmung zu bilden nicht nur, um die geeigneten Maßregeln ergreifen zu können, sonderii >cmch, um in der Kammer die Erllärnngen abgcben zu ton­nen, die diese erwarte.

Die Anklage gegen Liebknecht.

Berlin, 2. Juni. Tie Mitteilung, daß gegen Liebknecht die Anklage wegen Kriegsverrats erhoben worden sei, wird vom Vorwärts" als unz utreffend bezeichnet.

IMe Aerzte empfehlen

Apotheker Xcomeiers

AStitSTBSCisarülos I *^ 2n

D. R. G. M. No. 26122 und 26617. Erhältlich in d. Apotheken. »awsS

Apotheker Äeumeier, Frankfurt am Main.

Best Nitr.-Brachvcladus-Kraut 45, Lobcl.-Kraut 5, Salpeters. Kall 25, saipetrigs. Natron 5, Jodk. 5, Rohrzucker 15 Telle. _

« r a u n i di tu c i ft e i*

m-m

beste Qualität empstehlt

Heinrich Driesch

Scltersweg 70 4187

Ncu ciuncfü&rt:

Sonnenstraßc 20 09042

Schwemmsteinfabrlh,nltcitc

auß. Sv nd., lies, b i ll. I a Sterne.

» Phil. Gicd, Rcuwicd.

FcM-Sendungen. Schokolodeugesciiäfi. Selter*-

weg 22. An g. Sciv. (410. )

Anzüge Mützen

niiiiimiiiii Hauten

Tücher Hosen

galomon

ISclMilstr. 3944a

Nehme noch etliche Damen z. Frisieren an. evtl, auch In. Ondulation. Auürejüvskx. 00010] Asicrwea 1611.

WJf Mühen.

Fried.Schmidt So n.-^ti.l3IU

S\

_I mit S .

Mittwoch abend von Wetz larer Weg 35 bis .;ur Balm verloren. DemefirlirfMvtn&ci 50 "hit. Belobnung. Ab zu oeb.b König,Steilt itv.82II. 09853