Ausgabe 
31.5.1916 Zweites Blatt
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KLrHcharm< Koft.

. die starte ErurchLMÄllug des FlerschgerurLses tmi&t man b«£ Befürchte, der Mangel ankräftiger KsL" ,uerde AAcMlatzQMg und ein Nachlass«: der förjKrü^rt Leistungs Wngfest jnr Folge haben. _ Dieser Befürchtung tritt Dr. uwd.

lwt denr Hinweg ans die Tatfache entgegen das; sogar eine ^StUg vegetarische Lebensweg m svoetlichen Wcttkämvf.n zu ans totfa&jticn körperlichen Leistungen besängt hat. In träfen solchen -SetttöiiiJjfcn stellten die Vegetarier, otn«>hl sie zahl-mmäßig in sd« Minderheit waren, in der Reihe der Zieger die überwiegende MehrheÄ dar. EZ ivird erinnert an die riesigen T-auermärsche SciTui, TretenBerlin, Rund um Berlin, Magdeburg und an i>ic SerfmcT Gepäckmärsche mit feldmarschm äßiger ^oelastnng, deren Sieger Vegetarier warm: ferner daran, dag die Ar^cichmrngen -ftir glänzende körperliche Verfassung nach träfen starren Marschleistungen meist den Vegetariern zufrelen. Deutsch- larchs schnellste imb ausdauerndste Geher berichten, daß sie bei Etnfacher vegetarischer Kost in der Lage waren, in auffallender Weise chre Lerstomgen zu verbessern. Dr. Meng fuhrt hierfür und für die Tatsache, daß auch ans anderen Gebieten des Sportes Vegetarier M «ks erstklassig bt-wiesen haben, eine Reihe von Beispielen an. Wir ^vollen diesen Hinweis gewiß nickst als eine bedingungslose Empfehlung des Vegetarismus betrachten, aber sicher ist er ge- WnKBefüEungen zu zerstreuen, die sich an eine starke Einschränkung der Fleischkost schließ«:. Uebrigens hat vor einiger ofrt Geheime Sanitätsrat Boas die Einsührmig zweier sleisch- los«r Monate Juli imd August etwa vorgeschlagen, unter dem Ge­sichtspunkte der reichen Gervinnuug von Milch unb Butter Ge­sundheitlich findet der Verfasser darin dtlrchins keine Schädigung, bei-dem Gemüse- und Obstreickstum dieser Zeit sei ein Turchhalten nicht nur yrögüch, sondern die Bedingungen seren für die Ernährung geradezu ideal.

m . Rvggen uttb W erzen. Bor dem Kriege waren wir ein Werzenernsuchv- uub Roggeuansjuhrland; wir ernteten also mehr Roggen und weniMw Weizen, als wir für Unseren Bedarf verbrauch­tst. Däbe: wurden bekanntlich in Friedenszeiten noch sehr erheb­liche Rvggenmengen verfuttert. Sobald wir von ausländischer Zu- Xufy: abgeschnitten waren, drohte deshalb ein absoluter wie relativer W«^nman^l. Uni ihm zu begegnen, sind die bekannten Msch- vorfchristen für die Bereitung von Backwaren erlassen worden, die auch lvahrOid des zweiten 5kriegswinters in Geltung blieben. Nun ^ a ? C r ttükper vorübergeheich, neuerdings aber dauernd

und sehr erheblich das' gegenwärtige Verhältnis der Vorräte von Roggen und Weizen verschoben. Bor allem war die Roggenernte relatw Wetter aA die Weizenernto; auch die Gestaltung der Ein- Nchr wirkte dreier Verschickung nicht entgegen. Der nach den alten Mermenverhaltnisten geregelte Verbrauch von Weizen blieb Hinte de m Vo rrat zurück, so daß immer relativ das Weizenangebo dauernd zu-, bog Rvggenangebot dauernd abnahm. Einem Mehr­verbrauch von .MtzVtz t>er unter diesen Umständen wünschenswert rwr und aUiwthlich dringend notwendig nmrde, standen die Bor- ,chrMen der Backwcrrenverordnung im Wege. Nunmehr ist dieses i; bb^ttgt und die Möglichkeit gegeben, Vorrat und Ber-

JJ® Cürlen ^eder in Einklang zu bringen

IM fCMe

erwarten unsere Ungehörigen den regelmäßigen Eingang des Heimat­blattes. Um eine Unterbrechung in der Zustellung }u vermeiden, wolle man

den feMpoft-Bezug

des 6ießener Anzeigers fürs 3. vicrkeij.

schon jetzt erneuern

Alle Poftamtcr nehmen die Bestellung entgegen. Der vimcrjahrl. Bring be- trägt DlK. 3.65 einschließlich der Um­schlag-Sebuhr. Außerdem vermittelt

die Bestellungen wie bisher auch die

BcschästsstcUc des Blcßener Anzeigers

aufrichten kann. Auch dem Ueberhandnehm«: der Sckinecken und Erdflöhe, die so zahlreich wie selten in Gärten ^und Foldern auf- trete::, wäre damit wesentlich gesteuert. Der Stand der Felder und Wiesen berechtigt nach wie. vor zu den besten Hoff-, n u n g e n. Schon sieht nian hier und da gemähte Wiesen mit dem schönsten Heu, der zweite Klee kann sich bei ein­tretender Wärme, da er Feuchtigkeit genug hat, ganz vorzüglich entwickele auch das Auspflanzen der Dickwurz kann im Gegen­satz der Trockenheit des vorigen Jahres ungehindert von statten gehen. Das Wachstum des Obstes schreitet gut voran, so daß, die Voraussetzungen für eine gute Mittelernte durchrveg gegeben- sind.

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TasVerbot der Verwerfung ungemischten W-eizenm-ehls zur Brvt bereckung ist aufgehoben. Die Landeszentralbehörden k

'T__r 1 ',ZX' können ge

ckcMen, daß Backware aus W«zenmehl mit weniger als 30 v. H

"der aus ganz ungemischtem Welzenmchl'bereitet lvrrd. Errdnch fall durch be,onde

besondere Maßnahmen der Reichsgctreide- l.elle dre Erweichung von Weizen bei der Herstellung von Keks und dergleichen gesteigert werden.

** Sine Bekanntmachung betreffend Bestandser- hebLng von tierischen und pflanzlichen Spinn- AnlnnvMe, Flachs, Ramie, .Hanf, Jute, Seidel herge^lllen Garnen und S«!faden ist am 31. Mar Wj ^kanntm^ung, mit deren Inkrafttreten dw früh«en Bekanntmachungen W M. 58/9. 15. K. R. A. und 16. K.R^A. aufgehoben werden, enthält im wesentlichen Veremhettlichung gebotene Bufcmm«!. tuUaug der sck-on bisher :n Geltung gewes«:en Bestimmungen be-

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Gewinn-Aeszirg

Mglrch der monatlichen Meldepflicht und der L.igerbuchführung für die genannten Gegenstände. Aenderungen, die sich gegenüber den: früheren Zustande als wünschenswert herausgestellt haben, sind in der Harchtsache nur bei der Meldepflicht für .Ki-nstba um wolle, Bastfaser:: sowie Garne und Zwirne eingetreten. Die Verpflichtung zur Führung eines besonderen Lagerbuchs ist für die von dem Veräußerrmgs- und Vcrarbeitungsverbot ailsgenommenen Baum- tvollspinnstoffe und Garne festgefetz.L worden. Der 'Wortlaut der Bekannttnachnng ist in unserem'heutigen Anzeigenteil einzusehen und aus den Mckseiten der Meldeschein ' abgednickt.

**Kriegskrankenpflegcr für das Etappenge­biet des .West- und Ostheeres werden zurzeit wieder lazarett- nmßrg ausgebckdet, nach erlangter Reifs eingekierdet und als Frei- w:ll:ge der mobilen Sanität in Marsch gesetzt. Es wollen sich nur unbescholtene Leute melden, die in erner letzten Mnste«:ng als g. i).",a. v." oderD. U." befunden, ebenso ältere nicht mehr wehrpsl:chtige. Jüngere Leute des Jahrgangs 1900 werden nur nach ärztlichem Befund zugelassen. Lllle nähere Austturft erteilt die Etappenpslegerd:enststelle Frankfurt a. Main Adlerflhcht-Platz Nr. 8 6 , vom 9 11 oder 3 5 Uhv sonntags 10 12 U h r.

Kreis Alsfeld.

a* Bvm vorderen Vagelsberg, 31. Mai. Mächtige oiewrtter sind m den letzten Tagen überall ni<Bergegangen. Glück- literweise ist der Schaden, abgesehen von einzelnen Gemeinden, doch nicht so groß, als man mtt Recht ervwrten mußte. Doch verlangt das aUenthalben in Blüte stehende Korn bald vollem Eonnensckiein und auch etwas Wind, dainit es sich ord«:tli'ch be-

2 LiL«L>e unS Schule.

Büdingen, 30. Mai. Gestern fand hier, veranstaltet von dem Vorstand derhessischen Landesgruppe für evgl. Gemein be­arbeit", deroberhessische Gemenrdetag" statt. Tie Teilnehmer, ::e besonders von auswärts trotz der imgünstigen, arbeitsvollen Jahreszeit und des sehr imgünstigen Wetters, dessen Spuren von den vorhergehenden Tagen noch deutlich in den Sttatzen Büdingens z>u sehen waren, in großer Anzahl mit den Nachmittagszügen herbei­gekommen waren, fanden in dem gastlichen Büdingen und seinem wundervoll wiederl>ergestellten Rathaus, herzliche Ausnahnle. Eben­so gastlich wurden bie Teilnehmer, die mit den Abendzügen nicht mehr zurückkonnten, in den Häusern Büdingens aufgenonrmen. Ter Gemeindetag selbst wurde um 3 l / 2 Uhr von dem Vorsitzenden der Landesgruppe, Prof. D. Sch i a n , Gießen, mit den Worten der Begrüßung unb_ des Tankes an die ebenfalls erschienene fürst­liche Fainilie, svivie die zahlreich anlvesenden .Kirchenvvrsteher, Lehrer und Pfarrer eröffnet. Ein erfreuliches Wachsen der Landes- gruppe konnte bereits innerhalb Jahresfrist festgestellt werden, 14 Hess. Kirchenvorstände, darunter 3 vberhess., sind als Körper­schaft beigetreten. Den Hauptvortrag hielt Professor Lic. Mat­th es. Darmstadt, überdie evgl. Gemeinden als das Gewissenunseres Volkes". In klarer, ivarmer, begeistern­der und gewiss«:schärfender Weife, immer wieder zurückgreisend ans die Heilige Schrift und die alten Hessischen Krrchenordnungen, ö r lLtnict) hineingreisend in die besoMienen Notttä-nde dit»le-n

Y <vt- 11.5r«.ixl^ilui.onllngen,

1 'Hk auch hme:ngre:fend in die besonderen Notstände dieser Kriegs- zlni. hefonders auch manchmal vielleicht etivas zu scharf die

"Hvnvi.iv uuu; mujiu;iriui ubfutum er-vas zu icyar: o:e Versäumnisse der evgl. Kirche in der Vergangenheit betonend, wies der Redner den eogl- Gemeind«: die Pflicht zu. Gewissen des Volkes zu scan. Die sehr lebhiaft'e A::sspräche wurde eröffnet von Tireitor und Professor D. Schöll. Friedberg, der besonders die großen Verdienste der Kirche auf vielen Gebieten Hervorbob und dann in mehr prakttscher Weise alte und neue W,ege "äuswres, auf denen die Kirche an die kirchenfrenndlichen imd auch an die bisher noch gleichgültigen, ja vielleicht feindlichen Glieder unserer Ge­meinden l^eranslolmnen könne. Abends fand auch ein Gemchcheabend statt, auf dem die Herren Professor D. Schian, Giessen und Geh. Oberckvns:storialrat T. P e t e r s e n, Darmstadt, überd eine Geme:nde und Du" sprachen. Eine Anzahl der Anwesenden trat der Konserenz als Mitglied bei. K

Meleoroiogische Beobachtungen der Zjation Gieken.

Mai

1916

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243 Gewhme n 509 M 285 642 3794 6086 8349 12026 12744 14430 16237 21197 30005 33076 33532

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136288 137923 133106 138336 140203 141299 146167

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154820 153012 160044 180120 162701 164937 173672

176202 177070 161297 18137« 180403 183379 183871

183348 184320 185869 189326 190428 190578 193009

196594 195619 196636 1969« 200888 201441 202833

203415 203905 204931 200118 200824 207126 207256

208484 211073 212081 214780 216268 216768

227802 210726 222092 223183 226230 227138

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(Nachdruck verbeten.)

Tn der Vennitt&gszIehoBg wurden Gewinn« über 240 Mark getogea.

2 Gewinne za 10000 M 28078 6 Gewinne za 6000 M 26300 34060 100572 92 Gewinne m 3000 M 681 981 6211 7328 9176 10084 10146 20090 20433 28446 31201 38860 40571

41232 69000 06839 67073 76262 77528 78907 84656

68466 98086 98039 101929 111328 11Ö030 119903 123231 126740 132263 136112 136187 143713 144677 162029 174298 176943 178826 182341 183063 163220 KB830 216396 229282

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60417 68006 66206 07206 68212 68910

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101442 106312 106454 106568 107786 108127 108973 111170 114420 114884 110511 118173 119782

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198209 204164 211902 212850 2130B4 21578« 790^00

222466 223440 227263 220899 2316U

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In der Nachmiltagszie&Bsg vmzOeti Gewinne, (Etat 240 Mark gesogen.

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Ia der NadunitiAgszichong worden Gewinne Bber 240 Mark gezogen.

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Um das Fehlen einzelner Verkaufskräfte z. Zt. der Personalferien

(IJuni bis 30.September)

im Ladengeschäft nicht fühlbar werden zu lassen, schliesse ich mein Geschäft während der

Tischzeit von 1Uhr bis 2/2 Uhr

. An meine hochgeschätzte Kundschaft richte ich die höfliche Bitte, Einkäufe und mir zugedachte Bestellungen vor oder nach der erwähnten Zeit vornehmen zu wollen.

Carl A. Hartmann

Spezial-Ausstattungsgeschäft. Wäschefabrik.

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Papier-Bindfaden

in allen Starken, erstklassiges süddeutsches tt gezwirnte Ware von grösster

Haltbarkeit, gegen Nitsse präpariert, empfiehlt zum billigsten Tagespreis 8

Ästerweg

63

Ludwig Lazarus

Ferasproch.

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Bekanntmachung.

Betrifft: Regelung der Beschaffung, des

Absatzes und der Preise von lebendem Bieh.

In kommender Woche ist ausnahmsweise der Abnahmelag

für Großvieh aus Modtag, den 5. Juui, vormittags 72 Uhr, für Kleinvieh aus Dienstag, den 6. Juni, vormittags 72 Uhr,

estgesetzt. Abnahmeort: Gießen, Güterbahnhof. Gießen, den 30. Mai 1916.

Oberhessischer Viehhandelsverband.

Der Vorsitzende: Skalweit.

Knaben ^-01

in den ver­schied. Größen

je nach Qualität

50 p 4<)0

bis

2£9 Mk.

Salomon, Schulstrasse.

Hochfeiuen acwässertci

Stockfisch

tafelfertig,

FeinstScheilfischi und Cabiiau usw

jed.Woche mehr. Sendung, bc

C.G. Kleinhenn

BahahMr.M. («**) Tel.«