Ausgabe 
20.5.1916 Zweites Blatt
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MM

entbehrlich, die heute gegen uns känipfen. Das hat der Reichstag selbst durch seinen Antrag auf Erhaliung und Vermehrung des Bestandes der deutschen Handelsschiffe zum Ausdruck gebracht. Wir wollen auch nach dem Kriege die zweite Stelle, die wir in der Schisfahrt schon vorher eingenommen haben, uns wieder sichern. Hieran sind Transportarbeiter und Reeder ebenso sehr wie Handel und Industrie interessiert; es gilt nicht, einen ein­zelnen Teil der deutschen Volkswirtschaft zu bevorzugen, alle Teile sind gleichmäßig hieran intereffiert.

Wir ha-ben uns, abgeschnürt vom Welkmar«, wirtschaftlich gesund erhalten durch Hebung unseres inneren Marktes. Für die Zukunft kann das aber nicht so bleiben. Noch heute gilt, was einst die Denkschrift des Rcichsmarineamts, die erste große volks­wirtschaftliche Schrift von Tirpih ausgesprochen hat, daß Ge­deih und Verderb der deutschen wirtschaftlichen Entwicklung mit unserem Handel in der Welt eng zusammenhängt. Deshalb ^dürfen auch die Fäden, die uns mit dem neutralen Handel ver­knüpfen, nicht abreißen. Es ist jetzt ja eine Zentralstelle zur Er- 'ledrgung der Ausfuhranträge geschaffen worden. Wir haben vol­les Verständnis für die großen Schwierigkeiten dieses Gebietes. Aber nicht alles, was hier an Verzögerungen vorkommt, ist ledig­lich aus technische Schwierigkeiten zurückzuführen. Es dauert in der Regel acht his neun Monate, bis der erste Ausfuhrschein er­teilt wird. Von allen Seiten kommen die gleichen Klagen, daß es unmöglich ist, innerhalb einer bestimmten Zeit überhaupt Nachricht zu erhalten. Auch die einmal gefaßten Beschlüsse wer­den erst viel zu spät mitgeteilt.

So erhielt eine Firma einen Erlaubnisschein auf vier Wochen, datiert vom 15. August, ihr zugegangen am 24. August. Der Schern galt aber nur bis zum 15. September, so daß also fast zwei Wochen für die Firma verloren waren. Sie bat um eine Verlängerung, und diese einfache Sache wurde erst Ende Oktober crledigr. (Hört, hört!) Die Herren werden gewiß sich bemühen, in dreien Dingen sachlich und zeitlich entgegenkommend zu sein. Hier mutz aber ein Organisationssehler stecken. Entweder reicht die Zahl der Beamten nicht aus, oder es liegen sonstige Gründe, vielleicht ein nicht genügendes kaufmännisches Verständnis Dor. Durch diese Verzögerungen wird aber dem deutschen Kauf­mann dos Geschäft mit dem Auslande außerordentlich, erschwert. Unsere Feinde bemühen sich überall, sich an unsere Stelle zu setzen. Da fallen solche Erschwerungen doppelt ins Ge­wicht. So wollte ein Textilindustrieller Muster ins Ausland schicken. Auf dem Kriegsminifterrum wurde ihm gesagt: lasten Sie Las doch; nach dem Kriege werden Sie überhaupt keine Textil­fabrikate mehr ausführen rönnen!

^ Der Geschäftsmann entgegnete ganz richtig: Das lasten Sie gefälligst unsere Sorge sein! Hoffentlich werden die zahl­reichen Beschwerden der Industrie und des Handels durch die Schaffung der neuen Zentralstes einiger­maßen beseitigt, damit nicht die Fäden, die uns heute nach mit dem neutralen Auslandshandel verbinden, auch noch zerreißen. Die Frage hängt auch eng zusammen mit de-r deutschen Valuta. Zur Hebung der Valuta soll man aber nicht Geld ins Ausland senden, sondern gute deutsche Waren. (Sehr richtig I) Für die Kritik, die ich hier geübt habe, nehme ich dasselbe in An­spruchs was mein Fraktionskollege Roland-Lücke für sich erklärt Igt Er hat sich dagegen gewehrt, daß man seine Kritik als eine Kritik an Personen und Sachen anffrrste.

Trotz mancher Gegensätzlichkeit im einzelnen bin ich der Meinung, daß wir von dem. was unser Reichsamt des Innern innerhalb der Kräfte, die chm gegeben waren, geleistet hat, den Hut abnehmen musten. Deshalb richtet sich d i e s e a b s i ch t l i ch l ch a r s e K r i t ick dahm: Schafft die neue Organisa- ckron, die diesen Klagen nach Möglichkeit abhelfen kann! Schafft J ielöir dre Möglichkeit dazu haben! Das große Gebiet des Uebergangs von der Kriegs- in die Friedeuswirtschaft gibt fern Einzelnen dre Möglichkeit, sich hmeinzuleben in ein ganz bestrmmtes Restort, wahrend jetzt bei dem Reichsamt des ^nnera bie Gefahr besteht, daß sich ferne noch so große Leistungsfähigkeit !rns einzelne verliert. "

Die Frauenarbeit muß im Frieden wieder den nor­malen Charakter cmuehmen. Der Sparzwang der Jugend­lichen erscheint nicht als eine Beeinträchtigung der Jugendlichen sslbst und ihrer Eltern. Gegeri eine Eingabe der deutschen Seiden­baugesellschaft rn Berlin, die deutsche Seidenindustrie von ton Bezüge ausländischer Rohstoffe unabhängig zu machen, hat frch die Handelskammer in Krefeld erklärt. Die Eingaben

4 a "ölrriigsgehilfenverbände üj, eT wirtschaft­liche Demobilisierung verdienen Beachtung. Wir haben Briefe aus dem Felde bekommen, die der Sorge Ausdruck gaben, ob auch to heimkehrenden Krieger ihre Stellen noch offen finden werden.

Der soziale Sinn der Arbeitgeber wird es-aber sicherlich als eine ^renpsncht ansehen, diese Sorgen zu beheben. Das sind

wtr dem Stande der deutschen stellten

schuldig. Wir haben selbst eine Entschließung eingebracht, die für die Zeit des Krieges eingerichtete Reichswochenhilfe zur Regelleistung der Krankenversicherung zu machen. Damit arbeiten wir mit an dem Aufbau der verloren gegangenen Kräfte des Volkes.

Der Reichstag befindet sich jetzt in einer etwas eigentümlichen Lag6, da der Staatssekretär. besten Verwaltung hier besprochen wird, nicht anwesend ist. Wir kennen die Persönlichkeit des neuen Mannes nicht. Wir hoffen aber, daß er. der in einer wirtschafts­politischen Schicksalsstunde des Reiches an die Spitze kommt, die Mängel der Organisation beseitigen wird, die dem Reichsamte' noch anhasten. Möge er mit weitausschauendem Blick unsere wirtschaft­liche Zukunft sicherstellen und mit warmem sozialpolitischen Ver­ständnis den Weg sozialpolitischen Fortschritts gehen, den wir auch m Zeiten schweren wirtschaftlichen Ringens und schwerer Anspaii- nung aller Steuerkräfte des Volkes niemals verlassen dürfen («efc- Hafter Beifall.) ' v

Das Haus vertagt sich.

Zensor ^ nna&et!fc " Uhr: Weitecberatung. ferner Wohnungsfürsorge,

Schluß gegen 6 Uhr.

Generalsberst vsn MM.

Zu seinem 70. Geburtstage, 20. Mai.

In den ^ersten Kriegswochen lernte das deutsche Volk xl c . Zürnen seiner Helden kennen, von deren Dasein und -Wirten es^solange nichts gewußt hatte. Als besonders hervor­ragender Führer un Westen wurde wie im Osten Hinden- ~ Kluck genannt, Generaloberst von Kluck, der am Achten Flügel des deutschen Westheeres die Engländer und Franzosen durch Belgien und Nordfrankreich vor sich her- trreb, ihnen in gewaltigen Eilmärschen ständig auf den Fersen blieb, und oessenUlanen", wie die deutschen Kavalleristen von den Femden genannt wurden, in den ersten September­tagen des Wahres 1914 bis vor die Tore von Paris streiften Der Sieg über die englische Armee bei Maubeuge, den das Hauptquartier am 27. August meldete, der daraus- solger^e Sreg bei St. Quentin uiid die Abwehr des französi­schen Flankenangristes in der Gegend von Combles das Und wohl die wichtigsten Taten von Klucks aus den Wochen des Bewegungskrieges.

Generaloberst von Kluck hat in vollem Maße alle Er-

M*. IC an uach seiner fast fünfzigjährigen ^oldatenlaufbahn beim Ausbruch des Krieges an ihn knüpfte ^ M -^mt dem bürgerlichen Mittelstände; 1846 wurde er zu Munster in Westfalen als Sohn eines Regierungsbau­meisters geboren, als Neunzehnjähriger trat er beim 55. Jn- s^E^/bSlurent aus Beförderung ein, und wenige Monate spater konnte ,er sich bereits kriegerisch betätigen, denn er

Mainfeldzug mit. Als der deutsch- französische Kr^g ausbrach, zog Alexander Kkuck als Leut- Ä ~ Lfrr ?^dreute sich in den ersten der Gefechte um .Netz bei Colombey-Nouilly, tvo er übrigens zweimal ver- w T £f ^erne Kreuz. Nach Friedensschluß

blieb er bei der Okkupationsarmee, er rückte dann allmählich auf, in deii achtziger Jahren wirkte er als .Hauptmann an N^Ä^bueu Unteroffizierschulen, und im Jahre 1889 war cr Batailwnskommandeur des 66. Infanterie-Regiments 1896 er war seit kurzem Oberstleutnant erhob ihn der Kaiser

und ernannte ihn zum .Konnnan- ^ur des Landwehrbezirkes I in Berlin. Die weiteren, höheren U ^ ne . n v. Kluck allmählich anfrückte, waren alle im Osten, in Neiße, rn Allenstein, in Posen, bis schließlich der kommandierende General von Kluck im Oktober 1913 die 8. Armeeiiffpektion in Berlin übernahm, der das pommersckie o^usche und das schlesische Armeekorps unterstehen, eine ZEuug v n großer Bedeutung. Am Geburtstage des Kaisers 1914 ward von Kluck zum Generalobersten befördert Nach den Angaben eines Mannes, der dem Heer- chhrer nahe steht, soll es der damalige Erbprinz Bernhard von Sachsen-Meiningen gewesen sein, der den Kaiser zuerst auf die Bedeutung von Klucks auf­merksam gemacht hat.Je größer seine Aufgaben, desto

stärker sind von jeher seine Kräfte gewesen, und je mehr Leute er zu befehlen hatte, desto mehr bekümmerte er sich um ieben ~! n ^ nn// >so heißt es nach dieser Quelle über v. Kluck. Ern Neutraler hat in den ersten Kriegsmonatcn einmal eine Charakteristik von Klucks entworfen, in der hervorgehoben wurde, er sei bei seinen Soldaten außerordentlich beliebt, weil.ffe ihn als wirklichen Führer anerkennen: er sei ein .Nann von wenigen Worten und ein außerordentlicher Stra- tege so hieß es da. Mr die Kaltblütigkeit des ruhigen- kraftvollen Heerführers sei schließlich eine gurverbürgte Ge- styrchte angeffihrt, die im Jahre 191.3 spielt. Beim Manöver standen siep die Armeen Mackensens und Kluck gegenüber, und Kluck hatte in der Verteidigung eine sehr schwere Auf­gabe vo^sich. Jedermann meinte, er sei am Abend vorher XX i<%r feiner Karten und die letzte Nachprüfung aller^Anordnungen versenkt. Allein Kluck ging seelenruhig zur^agd auf den Rehbock, schoß einen gutgeperlten" und machte am folgenden Tage seine Sache glänzend!

liriegsbriefe aus dem Westen.

Telegramm unseres Kriegsberichterstatters.

(Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.>

Dre ergebnislosen französischen Angriffe auf Höhe 304. ao .. t Großes Hauptquartier, am 18. Mai.

-vahnend an der übrigen Front außer fortgesetzten Hand- 0^^tenkaniplen in Flandern eine ungemein rege, durch das fast wind,ticke ^ommerwetter b.günstigte Fliegertätigkeit ton gestrigen -läge |cm Gepräge gegeben har, traben die Franzosen neben ton gemeli eien schwächlichen Angriff irst den Südvogeferr eine größere L-prengung rn den Ar gönnen vorgenommen, die aber völlig er- gednrvlos blreb. ^m übrigen haben sie ihre gesamte Tatkraft zu nerleNoAngrrnen gegen unsere Stellungen am Südwestabhange der Hohe,{.! verbrancht. ^hre Angriffsbasis geht dort von dem völlig m Trümmern lugenden Dorfe Esnes aus und führt von dessen Ansgange ans der Straße vor-.värts, die nach Malanevnrt abzweigt, ^rese Straße dre den Süd Westabfall von 304 überquert, ist voll- Imnmen Egesehen Zu ihr und zu der Talmulde, die sich zwischen ^und dem südlich gelegenen nächsten Hügel 241 öffnet, fallen die är^O'.^r^lb rm,erer Stellungen wie natürliche Glacis kahl,

'^ckung ab Gegen euren entschlossenen und wvhl- Rogner aur solchem Gelände arrznremren, muß ziemlich erschernen, und ,es hat seine triftigen Gründe, daß k " ntIC Schwarzen stark durchsetzte, ganz friche .Lsrrkanermvinon rns Feuer gehetzt haben, die dreimal unter >?^trgsten Verlusten dre Hänge hiituntergetrieben wurde, irnd der der dritten Nrederlage vernichtend von unserem Feuer gefaßt wurde. 'Lw nimmt dre Zerreibungsschlacht ihren Fortgang, und dre franzosrsche Heeresleitung muß. ohne einen Einfluß^ nach eigenem Willen aus dre Schlachtgestaltung zu genumren, die An- ürrfte gegen dre für ihre Front unerträgliche Druckstelle fortsetzen W. Scheuer mann, Kriegsberichterstatter/

Aus d§m Reichs.

Hamburger Brief.

- Die bulgarischen Abgeordneten im vaseugebret. Grundmrg der Sozialen ^Frauenschule.

'JP U ' mein leve Mann, wählt Se unk'n bittje wat köpen^" Nee, mlrn bette Fru, dat nu just nich! Abers, kennt Se woll den grantigen Mrster Grey? Den köhnt Si nahsten moal inladen ^ makm^" ^ ^ ratfLc£en beiht. Dat ward am l-ells-cheil

fe|e meinen Wog fort. Die Frau blickt mir nach als war rch ern Ge,penst gewesen. Es gibt imnrer noch Leute, dre dm großerr Lrr Grep nicht kennen. Der Helle Sönnenston

die. die Fruchtbarkeit d^s . Landes hnv^rgebracht hat. Gs ist, als sähe man ein zum Bild

artor ^^ t |'üUe Ul0,aTn X °^ Aachen der Mutter Erde. Frredens-

-^Der HEburger Markttag hat eigene Art. Schiffahrt und /d0^. ^ 1 $ auc ^ Hier, gehen eng zusammen, geben ein ver- ^bckd der gewaltigen Nachbarwelt im Hafen. Von den Elblandern, dm Gcrnme- und Obstkarnmern der Stadt, fuhr Kahn w ^ ^"5 in den Kanal herein und machte to

Hochg-eschichtete Ladungen werden gelöscht Korbe, sauber, appetitlich zu schauen mit Grün-ei^o gefüllt, Kisten voll Eier. Kiepen voll Blumm, Rhaba^?

Hunderten, Tausmden von untm herauf durch ^ Männer und Frauen gervandert. Das 5oerbcitragm und Schleppm geht ohne Urtterlaß. Beladene Karren rollen aus Halbwüchsige Burschm, dralle kleine Jnuams und Deems

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eutanber, von beugter Geschäftigkeit durchwogt, die mb^ laufet im (»Sewerr von Bogen und Winümgen über weite Pläne rie^n g«ne brette m die Marfthalben. und in üwm

bmte Lager nufgebant, Stand <rn Stand dichft^ Mt. Wie heiter und glücklich stimmt das! Die Kraft

äur '^knbadlt ^ Bolksfleiß der Kernbauern offenbart, zwmgt

Dieser Markttag ist ein Bolksiag großen Stils, das Lebens- elein«. carin kräftigt und hebt einvun Man erkenitt, das Land AI) gekommen Es wird mst nur plattdeutsch gesproc^m

.^lehcrdeutichttim gellt sich hier in reinen Bildern dar Alle Arbeit iviegelt hier Gradlseit und Bodenfestigkeil. Spiegelt Tavfer- iat tzredl,cher. ruhiger Tat die itirfri :nit Worten prE

u Leben Ter Wem des.Handels

^igt noch überall seine alte Kraft. Jeder Griff, aeder Laitt iede Bewegung der -Arbeitenden ist ein sinnbildliches Zeichen dieser protzen, klaren Wrrklichkert im Lasen, mit ihren festen stfornien' und Zuiammenbangen. dre nichts kennt als die Arbeit und die Tat .Kürzllch weilien die bulgarischen Abgeordneten im Als Gaste der. Hamburg-Amerika-Lmie. Sie haben Äon ^ ange,eheu. Won der Höhe der Brücke die

konnten sic Ums^i, ha'ltm. mnrrtnn'f. Untemehmen günstig. Sie werden gnte,

"werivocke ^».drucke auch von hier Mit heimnehmen Ail den Dukd- «lbeir bei den ^t. Pauli-Landungsbrücken, Hai noch kurz vor ilrrer Änkunst ern neuer Paffogierdampfer der Hamburg-SüdanEa-

Berlin, 19. Mai. Reichstagsaba. Dr. Werner- 'P* Reichstag fofgenbr Anfrage eil,gebracht: -'Seit Beginn des Krieges bildet der Ä nzeiqe,.! ei l ganz bestimmter Zeitungen eine vortrefflich bediente Angebot- und Icachlragestelle für Kr i e g sw nch e r e r aller Art, und da­mit, angesichts der Zeit- und Wirtschaftsverhästnrsse, einen immer starker empfiiirdenen Mißstand unseres öffentlichen ^ er % rr Reichskanzler bereit, ein Verbot jener hochsteindeuttgen Anzeigen, die lediglich dem preisverteuern­den Etenhandel dienen, anordnen zu lassen? Mir genstgt eine schriftliche Beantwortung."

mt.nE* r w n ar- 8 - : Nerchstagsausschnst zrrr Be-

ratung der Aoande rnng der Rei chs versi che r n n a s -

° !iiL n r n« nahm hOck- die Borlage, nach der die Arbeiteraltrrs- reiwe stat-t beim 70. schon beim 65. Lebmsjahre beanrrreu soll, cm und schloß werter, dr^mgen Pavagraphm der ReichSveffiche- rrmFsvvdirrmg M strercheu, die verbretm, daß Wftwm- und Waism- rn einer Fairrilre zusammm höher sein können, als die Rente dre der Vater bezogen hatte. Es wurde sechgelegt, daß btt Beschluß Neuordnung anderer Versickierungsgesetze,

rnsbefontove bei der Beanrtenpmsionierung., sein soll.

^>amr beriet der Ausfckmß über 8 719 der Reichsversftherunas- vr4mung betreffs dre Verwendung der Rücklagen bei den!

Dampsschiffahrtsgesellschaft,Cay Polonia", festgemacht, dessen Bau

wor^dm ' iei ^r% e,t a f uf ^V' Serfl dlohm und Bost vollend-i Der Danrpfer hat ernen Raumgehalt von 21500 Re-

bie (SteIIc des SchwesterschiffesCay Tra- ait öer Küste Brasiliens verloren sS? Renkte Bulgarm an zroewn der hervorragmdsten Bei- jf l . el ^7 Grpfelleiftungen der deutschen Schiffbautech-

dem Hafen^ kreuzte ein Zeppelin in freier * ^ ^. l ? 9C ^ lt9en im ^vnnmlicht zeichneten den Weg Riesmschiffe^E^^^' unverändert still liegen die großen

s^^^Kbwichttger Entwicklungs'schrÜt im Gemeinwesen des Stadt­staaten rst mrt der kürzttch vollzogenm (Gründung der S v z i a I c n fV ra uen [a>u Ie und -beö 1 sozial pädagogischen Institutes zu ver-

Gesellschaft hm auch Me! ,Zn fegend l^ltend gemacht. Eröffnet werden die Anstalten' vor- ausjrchtlrch zu Ostern 1917. Die Leitung ist Fräulein Gertrud B a umer und Fräulein Maria Bau m Übertrag ^rden die berde auf dem Gebiet der Soziallvissenfchast und der prakttschen mit ^^!g tätig waren und reiche Erfahrungen m Anwendung bringen können. Die neue Frauen, chule Wird ihre i>i un Vorlesnngsgebaude haben. Für die Ausbildungsku^e, BroZ^^iachÄlt^ ^Ech-n^ Ist herefts.ern graueres

ft ^ kunNvolitiicke Wirkeir im aeistiaen Strom! der Stadt ist werter toichtenswert, daß der Verein der Kunstfreunde

in&nllZ «r b f^ r T l? ^ ^Ll^sten Muserrmstoeins iit Europa für sich m Aiypriich nehmen darf, sich jetzt neii oraani

.Satzungen angenommen hat. Di/vor- nehmste Ausgabe dieses Vwems besteht darin, die Pläne der Kunst- ä . u bbMnsttgQi und Anregungen zu geben, indem er Kunst- ^ ^isade an die Sanmünngen des Instituts'

Reuorgarnsatton wird der Einfluß des Vereins m dieser Hrnsrc^ künftig wohl noch gehobeii werden

Heinri ch Greter.

Neues aus dem Sprachschatz der Zeldgrauen.

bte Krregszert m viel stärkerem Mäße eine

Bereicherung und An-Sbrertting der Soldattmspräche bewirkt als di^ m früheren Kriegen der 'Fall war, so erklärt sich das zum aroßen Teile aus dem alles Frühere in den Schatten stellenden Umfang

fl? ^ au ^> b £ m regen Zusammenleben der Truppni aller Bundesstaaten im Felde Auf diese Weise n-erden die DialZe e^ ander genähert, mancherlei Verschntelzungen finden statt und der eine ubermmmt vom andern, was ihm passeiid und m'undaereiw scheint. Wetter kommt hier auch die Zahl der kriegstechnischen RE- !SrfV n strackst, für die neben den offiziellen Namen selbstver- starwlich auch volkstümliche Bezeichnungen geprägt werden inustterl ^euer Worte und sstedewendüngen aus dem der Feldgnruen, die ftch in dem bei Alfted Tövelmauu BüchleinWie der Feldgraue spricht" vou 5barl Berg- van neuem zu ersehen, dast wir bereits über eine sehr gehaltreiche Soldalensprache des Weltkrieges verfüge die uock^

! umer rm Zunehmen begriffen ist. Ami naheliegendsten^ es natür- mit besonderen Namen zu belegen. So wird Schutz in SüdtirolBulldogge" genannt- die feindlichen (Z-liegerkanonen, die sich gegen unsere Flugzeuge richten,

wegen ihres an Hundegebell erinnenrden Geräusches als ^Wauwau oder auchSpitzerle" bezeichnet. Die schweren Fcld- ^vbchen wurden wegen ihrer gedrungenen Form.Kröten" ge- r£?- Sv ^ uredriges Rad gestellt inontierten ösL- Gebir^kanonen wurden von den DeritschenDackel" qe-

Batttri^?^tt5 n u l Geschütze, sonderrr auch gauze

L.atterren erhalten ihre besonderen Namen. So heißen die Motor-

batterren wegen ihres oft raschen Wechsels der Stelluimen Wander-

lunaene 'fl^Ä^^iger" undReiseonkels". Eine besonders^ge- iSSßJpt Bezeichnung erfand man für dem Feinde abqenommene BL LL/Lu-eter. feindlicher Wunitton getZZ uTZ bedient ,verden. So nennt man die bel-

un^?ngMchen^Ä^ französischer M.nition

englischen Zielen dieInternationale" Ta der GesMtz-

kamps humoristisch als Liebesgabenpaketaustausch bezeichnet wird

Mke Kett^i^nE" ^ ftanzöttschen 'Flachbahn-SclmelllemrLe- zcerreuounde . weil He wie ein Fiftfar«SimS, Sm-rA o r.

AmLBdnbBLLLÄrnch wLn"E^En^ftnnzö^

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n * llleS Selbstbildnis Dürers. Im jüngsten Hefte des bei Gairg Reimer in Berlin erschernenderr , Repcrtv ht .Kunsümssenschast" veröffentlicht F. Rvh die lMsche Enideckung mnrs l«n«i^Selbstbildnisses Dürers. Es handelt sich um eine Znchnnng des Meisters rm Weimarer Museum, die mr lich J 11 * 1 > mbeka nrrt, fonbeni von Livpmann schm, früher verüffcnt

snat e . 1Iten -Eöfften Mann, der in leichter Schräge, ftchtbarbrs zum Kn« vor uns steht. Das Haar ist zu- ruckgen!» mmen unter eine »oröse Haube, unter der man damals ben langen >chE>^>ocken,chmall unschädlich mockitr Es lrandelt ich um eine Aktstudre unmittelbar mich der Natur und «Mr durch den Vergleich mrt den.erhalienrm sich^SEbL,^ Dürers überzeugend nachMMmpen, daß, der Meister lier sei mr kop, und fernen Körper vvr dem Spiegel selbst aere ckmet hnl dcm Stile der Zeichnung glmibt M ihle EntWa ge^ 1500 ansetzen M sollen. Was der Zelchmmg ihren besonderen LÄrt verleiht, ist, daß s« neben der Erlanger Zeichnlina einerr selten' erdimhen Eindruck von dein Schädel DürerU gilit den wir s- nur in gemiffer Tracht Positur und Stilisimung halüm M steht einmal Tnrer gleich,am in nuce. ochie alle Historie vvr uZ «l- wäre ein Bvrhang aufgenssen und lrestr w,s den Mensch« ploUich in aller Erdnahe wittern, zugleich die formenden unb teS kenden Energien des ruhelosen Suc^rs.