burfnti? des MirnsterrumZ entspringe, Annahme. Zu dem Anrrag der Abgg. Köhler und Dr. Osann, betr. Not- standskredite für zurückkehrende Kriegsteilnehmer, forme zu dem Antrag des Abg. Reh in Zeichen! Betreff sagte die Regierung eine Vorlage zu, die bald an die Kammer gebracht werden soll. Der Umfang dieser Kredite und die daran Beteiligten wurden in einer eingehenden Besprechung sestgestellt, und es wurde im Finanzausschuß ein Antrag dahingehend angenommen, die Regierung zu ersuchen, die dorr ihr jetzt zugesagte Vorlage im Sinne der Anträge Köhler, Dr. Osann und Reh baldig den Land ständen zugehen zu lassen.
A«s Stadt rrnd Land.
Gießen, 0. Mai 1916.
Die Verteuerung der Warerrsinfuhr.
.Jeder Besi tzer von Golds achen kann siebekämpfen
helfen.
Sm Frieden entstehen für uns durch Warenausfuhr, durch i Frachtleistung, für Zinsen aus dem Besitz au ausländischen Wertpapieren, aus Erträgen ausländischer llntcrnelmrungen Guthaben im Auslände; sie können wir zur Bezahlung unserer aus dem Ausland kommenden Einfuhren verwenden.
Das ist jetzt im Kriege anders. Die Ausfuhr ist stark ver- ■ mindert, diejenige über See fehlt natürlich ganz. Wir brauchen zu- j dem die Rohstoffe selbst und haben nicht genug Kräfte für die Herstellung von Ausfuhrwaren frei. Frachtgebühren entstehen nicht, hbie ausländischen Guthaben in feindlichen Staaten können wir -nicht greisen.
Unsere Einfuhr — und damit die Wicht, ans AuÄau m . zahlen — ist aber nicht im gleichen Mähe zurückgegangen. Wir » beziehen vom (neutralen) Ausland einen Teil unserer Lebensmittel 'Und auch Rohstoffe.
Für die ausländischen Warenverkäufer haben jetzt die Forderung^! in deuffcher Reichsmark au den deutschen Warenkäufer nicht den gleichen Wert, den sie hätten, wenn im Ausland umge- kehrt mehr Verpflichtungen für Waren aus Deutschland bestünden, damit auch mehr Nachfragen nach deutschen Zahlmittelu. Bestünden .im Ausland mehr Nachfragen, dann könnte der ausländische Wa- ^ rcnperkäuser seine Forderung zu höherem Preise verkaufen. Dies hch: mit dem Wert der deuffchen Reichsmark in Deutschland natürlich gar nichts zu tun und gilt nur für den Zahlungsverkehr mit dem LLusland. Dort ist die Wirkung zeitweise recht stark, Holland .gegenüber z. B. zeitweise derart, daß der deutsche Käufer den dritten Teil mehr für die gleichen Einfuhr-Waren in Mark auf- wenden muß, als er aufwenden müßte, wenn wir nicht als Folge des Krieges den gestörten oder vielmehr erschwerten Zahlungsausgleich hätten.
Oder umgekehrt: Ter deutsche Kauflnann, der Waren vom . Ausland einffchrt, hat 'e§ jetzt nicht so leicht wie in der Friedenszeit, Forderungen anderer Deuffcher für Lieferungen an das Ausland auszukausen, um damit die Bezahlung seiner Waren schuld vornehmen zu können; aus dem einfachen Grunde nicht, weil solche Forderungen an das Ausland nicht so häufig mehr entstehen. Äkso mutz, der deutsche Kaufmann für die Erlangung ausländischer »Zahlmtttel notgedrungen mehr aufwenden.
Eine Ursache der Teuerung liegt sonach darin, daß wir — j ganz naturgemäß! — augenblicklich nicht reichlich genug ausländi- sche Zahlmittel haben, womit wir die nötige Einfuhr den ausländischen Verkäufern bezahlen könnten.
Ein Zechlmittel von internationalem, ziemlich unverrückbarem Wert ist-bas Gv ld. Zahlen wir mit Gold, dann fällt die Wirkung des fetzt gestörten Atzrlverhältnifses zwischen ausländischer und deutscher Währung fort.
Aber wir mMen es auch in ausreichendem Maße haben,
' b. h. dahin schaffen, wo es allein für diesen Zweck des ausländischen l Zeffstun gsverkehrs verwendet werden kann, nämlich zur 'Reichsbank. Der Zufluß an Gößdmünzen wird begreiflicher- iveise mehr und mehr Zurückgehen. So müssen wir beizeiten Vorsorgen, den Geldvorrat der Reichsbank zu stärken, die einen stolzen Bestands—er beträgt zurzeit 2 1 / 2 Milliarden Mark! — aus Rücksicht auf die mrsgegebenen Banttwten greifbar halten muß.
Jemehr wir der Reichsbank Gold zusühren, desto mehr setzen wir sie in die Lage, ihre Dienste zum Wohle der Allgemeinheit zur Verfügung zu steklen. So gelangt man dazu, an die Ein liefern ng v-on Gold fachen zu denken, die aus der Bevölkerung hLMs angeregt worden ist. Diese Einlieferung soll jetzt planmäßig geregelt werden. In den größeren Städten werden vaterländischeGvldankaufsstellen errichtet, die unter einem örtlichen Ehrenausschuß arbeiten. In kleineren Städten • werden Hilfsankaussstetten genügen. Wo diese Ankaufsstellen ihren i Sitz haben, wird für jeden Bezirk bekannt gemacht werden. Für die ein gelieferten Goldsachen wird von einem vereidigten Sachverständigen der Goldgehalt sestgestellt, der so ermittelte Wert- betrag — also ohne Herstellungswert und Gewinnauischlag, der bei dem seinerzeitigen Kauf auszuwenden »var — alsbald bar aus- bezahlt, der Opfersinn durch ein Gedenkblatt geehrt. Tie Goldsachen gelangen sodann an die iNünze zum Einschmelzen und von da in den Bestand der Reichsbank, wo sie den Zwecken dienen, die Weiler oben dargestellt sind. Diese zu fördern, sei jeder (Hofbesitzer aufgerusen. Er hilft der Teuerung der Lebensmittel entgegenarbeiten, er hilft dem deutschen Volke das Durchhalten im großen Völkerringen erleichtern und den wirtschaftlichen Sieg erringen.
Die nöffge Aufklärung in die weitesten Kreise zu tragen, werden Vertrauensmänner und Damen, wie überhaupt jeder Vaterlandsfreund, sich angelegen sein lassen. So mögen alle mithelfen im Wettstreit vaterländischen Sinnes, indem sie in dieser großen Zeir dem Gold entsagen bis zu besseren Friedenstagen.
Goldene Ketten ersetze man jetzt durch stählerne, die als geschütztes Muster von hem Ehrenausschuß zu beziehen sind.
Ter schönste Schmuck aber sei der Opfersinn, das Bewußtsein, beigetragen Zu hauen zur Stärkung unserer gesunden deutschen Gelowirffchast, einer wichtigen' Grundlage für das Bestehen der Prüfung, die uns auserlegt ist. Es gilt, eine Bewegung zu entfachen, auf deren Fahne stehen soll:
„Tie Goldsachen aus vaterländischen Gründen zu den Ehren ausschüs sen — für die Reichsbank und damit für die Allgemeinheit!" L.
*
** Amtliche Personalnachrichten. Tie Großherzogin hat am 5. April d. Js. dem Bahnmeister in der Preußisch--Hessischen Eisenbahngemeinschaft, Leonhard Steiger zu Bad-Salzschlirf, die unkündbare Anstellung verliehen. — Am 29. März d. Js. wurde den Lokomotivführern Bernhard Schäfer zu Frankfurt a. M. und Heinrich Schmidt zu Gießen, sowie dem Zugführer Wilhelm Klee Zu Frankfurt a. M.. sämtlich in der Hessisch-Preußischen Effenbahngemcinschast, die unkündbare Anstellung verliehen. — Ter Großherzog hat am 12. April d. Js. den Kassenvorsteher in der Preußisch^Hessischen Eisenbahngemeinschaft, Heinrich Schilling zu Frankfurt a. M., aus sein Nachsnchcn vom 1. Mai d. Js. an in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen. — Am 1 Mai d. Js. wurde der Finanzaspirant Otto Gabriel aus Ilbeshausen zum Bankbuchhalter bei der L-andes-Hypothekenbank ernannt.
** Höch st Preisanschläge. Einen großen Anteil Schuld an mcmd’m Ueb fl ständen auf dem Lebens mittel markt hat zweifellos die mangelnde Kenntnis der bestehenden Verordnungen und Bestimmungen aus seiten der Verbraucher wie der Geschäftsleute. Es fehlt beiden die genaue Kenntnis der herrschenden Rechtsverhältnisse, und so kommt es, daß manche Verkäufer gegen Verordnungen verstoßen unc> die Verbraucher die Verstöße nicht abwehren könn n Ter Zustand hat große Bedenken: er erzeugt beim Käufer das Gefühl, daß seitens der Behörden nichts geschieht, das Käufer- interesst Zu wahren, und er rneiiat beim Verkäufer eine gewisse Gl fl chgüit'.qkeil geaen die obriglei-lich Regelung Unbestreitbar sind da »-lwflst wilde Verhältnisse emporgeimichert. Soweit Unkenntnis bc; mbivngcu daran ,'chrflh iit, irgendwie gesorgt werden,
daß für Verbraucher uub Geschäftsleute Möglichkeiten, sich über die geltenden Bestimmungen zu unterrichten, gegeben sind. In einem großen Berliner Blatt wurde vor kurzern eine beachtenswerte Anregung gegeben: Kommnnalverbände und Stadtgemeinden sollten verpflichtet weiden, jeden Montag öffentliche An klage zu machen, aus loanau die geltenden Höchstpreise verzeichnet wären, u. die glflch- wichtigsten anderen Bestimnrungen, z. B über ausländi- sche Waren, entgelten. Nötig sei es auch, daß die Polizei die Preise tontrolltert; sie könne schon bei der Vorlage und Abstemvelung der -schaufensterpreistafeln feststellen, ob dies- Pceise den Höchstsrflscn entsprechen. Dre Anregung fit sicher beachtenswert und der vor- ge,chlagene Weg zweckmäßig. Zu erwögen wäre, ob nicht die Stadt- vernialttnigen in den Mitteilungen an die Presse wöchentlich oder mehrwöch'kntlich eine H öchst preis Zu snnm enftie. f lun g veröfsentlichn. So gut wie jeder seinen Kalender aufoewahtt, kann er auch 8 bis lang die jetoeil^ge 5)öchstprflsübersicht aufbewahren.
* Der P o st s ch ^ck v c r k e h r des Reichs-Postge- b i e t s hat sich nach W.t jetzt erscheinenden Geschäftsbericht in den Jahren 1914 und 1915 wflter günstig ent.oickelt. Tie Zahl der Postscheckkunden ist von 86 400 (Ende 1913) auf 103 068 (Ende 1914) und auf 111931 (Ende 1915) gestiegen. 70 v. H. der Postscheckknnden sind gewerbliche Unternehmungen und Kaufleute. Ter Gesamtumsatz belriig 1914 rund 38 009 Millionen Mark, d. s. gegenüber dein Vorjahre 2103 Millionen Mark oder 5,85 v. H. mehr, und 1915 rund 47 806 Millionen Mark, d. s. gegenüber dem Vorjahre 9797 Millionen Mark oder 25,78 v. 5). mehr. Bargeldlos wurden 1914 22 900 Millionen Mark oder 60,25 p. H. und 1915 29 853 Millionen Mark oder 62,47 v. H. des Gesamtumsatzes beglichen. Auf eine Postscheckrechnung entfielen 1915 durchschnittlich 1200 Gut- und Lastschriften. Das Guthaben der Postscheckkunden hat von 170,5 Millionen Mark (Ende 1913) aus 241,5 Millionen Mark (Ende 1914» und auf 273,8 Millionen Mark (Ende 1915), in den beiden Jahren 1914 und 1915 also um mehr als 100 Millionen Mark zugenommen. Das durchschnittliche Guthaben eines Postscheckrunden belief sich 1915 ans 2532 Mark, dasjenige aller Postscheckkunden im Durchschnitt des Dezember 1915 auf 307 Millionen Mark. Dieser Bettag war, bis aus die Betriebsmittel von 12,9 Millionen Mark, angelegt in Reichsschuldbuchsorderungen, in Buchst)rderungen gegenüber verschiedenen Bundesstaaten, in Reichsschatzanweis nngen, Darlehen an Genossenschaften und Wechseln, sowie durch Ucber- weisnng an die Reichshauptkasse, im letzten Falle als tägliches Geld gegen 3 v. H. Zinsen. Bon der Gesanttflnnahwe 1915 mit 19,7 Millionen Mark entfiel die Hälfte (9,8 Millionen Mark) auf die Zinsen. Aus die Entwicklung des Postsch?ckverkchrs haben die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse günstig eingcwirkt; sie haben gezeigt, wie notwendig es ist, mit den baren Zahlungsmitteln haushälterisch umzu gehen, nnd zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsausgleichs beigettageu. Damit sind dem Post- scheckverfahren zur Erfüllung seiner vornehmsten Aufgabe, durch die Pflege des Ueberwflsungsverkehrs die Barzahlungen auf das iwtwendigste Maß zu beschränken, die Wege geebnet lvvrden.
** ^orhältnisse am Ziegc.n markt. Man
schreibt uns: Die Preise für Milchziegen sind infolge der größeren Nachfrage ganz erheblich gestiegen. Eine gute Milchziege, die in Friedenszeiten für 35 bis 50 Mark zu haben war, kostet jetzt 100 Mark. Trotz dieser lstihen Preise bleibt aber das Angebot hinter der Nachfrage stark zurück. Sollte es sich nicht angesichts dieser Tatache für die Ziegenz lichter vereine empfehlen, zu einem Verband zu- animenzutteten, der die Deckung der Nachfrage und die Beschaffung der notwendigen Tiere zu möglichst'billigen Preisen anstrebt? Wäre es nicht eine vatlwländischc Aufgabe, neben den eigenen privätwitt- schaftlichen Rücksichten auch allgemein volkswirtschaftliche gelten zu lassm und Sorge zu ttagen stür eine billige und ausreichende Be- ckaffung von Milch — im Interesse der Säuglinge und jungen Mütter, deren Väter und Männer imvFflde st chm?
** S ch o n u ng der jungen Oclpfl amzen. In manchen Gegenden Deutschlands lverden die jungm Oelpflanzen (Raps, Rübsen usw.) gemäht, um als Futter verwendet zu werde:! Die Land- wirtscha:tskammer Berlin weist darauf hin, daß mit Rücksickst aus den herrschenden Mangel an Oelen und Fetten dieses Verfahren eine Schädigung der hflmischen Wirtschaft bedeutet und daher jeder Landwirt möglichst besttebt sein Muß. für sein Vieh anderes Grün- utter zu beschaffen. Die für die Oelsaaten bestehendeir Höchstprflse ind als durchaus lohnend bezeichnen, so daß. auch wenn sie im laufenden Jahre keine Erhöhung eflchren sollten, auch mrs diesem Gesichtsvuntte das vorzeittge Abmähen der Oelpflanzen urrwirt- ijt. Auch werden nach Verarbeitung der Saaten die Preß- rückstände der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden.
** I n d e r H e r o e r g e z u r H e i in a t kehrten im Monat März nur 453 Gäste ein (gegen 904 im gleichen Monat 1915, und 1502 in 1914). Die Zahl der Wanderer, welche Unterknnst nnd Verpflegung gegen Arbeitsleistung annalnnen, betrug 75 (183 nnd 617), Celbstzahler waren 378 Gäste (721 nnd 885). Im Arbeitsnachweis der Herberge wrirden 96 offene Stellen angcnieldet, von denen 91 sämtlich in Gießen mit 11 gelernten Handwerkern nnd 80 ungelernten Arbeitskräften besetzt wurden. Nach außerhalb wurde im März das erste Mal keine Stelle vermittelt, da die Landwirtschaft sich durch Gefangene Hilst.
Rettung eines Kindes i n der Lahn. Wie nutz init- geteilt wird, hat der in unserem Bericht v. 3. Mai erwähnte Friseur E. Muhl, z. Zt. Sanitätssoldat im 1. Ers.-Bat. Jnfant.-Regt. 116 .Kaiser Wilhelm", 2. Komp., mit der Rettung eines Kindes nun chon zum dritten Mal jemand vom Tod des Ertrinkens gerettet.
** Oeffentliche B n ch e r h a l le. Im April wurden 8502 Bände ausgeliehen. Davon kornmen ans: Erzähkende Literatur 1478, Zeitschriften 256, Jngendschriften 243, Literaturgeschichte 5, Gedichte nnd Dramen 51, Länder- nnd Völkerkuiide 57, Kulturgeschichte 24, Geschichte und Biographien 112, Kunstgeschichte 22. Naturwissenschast und Technologie 97, Heer- nnd Seewesen 13, Hans- und Landwirtschaft 17, Gesundheikslehre 20, Religion nnd Philosophie 44, Staatswissenschast 4, Sprachwissenschaft 15, Freind- prachliches 44 Bände. Nach auswärts kamen 35 Bände.
W e s p e li p l a g e. Jetzt sieht man schon eine Uinnenge überwinterter Wespen umherfliegen, eine Folge der vorjährigen Wespenplage. Tötet man jetzt eine Wespe, so vertilgt man bannt eine ganze Kolonie, die daraus später entstehen und die Landwirte auf den Feldern wieder in Gefahr bringen würde.
Begleichung v o n P o st a n w e i s u n g s- nnd Z a h l° karten betragen durchSchecke. Zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs können, worailf erneut hingewiesen wird, bei Auflieferung von Po st anweis nngen und Zahlkarten nicht nur Reichsbank- und Postschecke, sondern auch Schecke ans Banken. Genossenschaften und Sparkassen, sowie Platzauweisnngen in Zahlung gegeben werden. Tie Bank usw., auf die der Scheck oder die Anweisung gezogen ist, muß ihre Geschäftsstelle im Ort und ein Girokonto bei der Reichsbank haben. Die näheren Einzelheiten sind bei jeder Postanstalt zu erfahren.
** Ans P o st a n w e i s n n g e n nach der Türkei ist vom 5. Mai ab die anszuzahlende Sumine allsschließlich in Piastern und Para anzugeben, und zwar auch dann, wenn sie 100 Piaster — 1 Pfund türkisch und darüber beträgt. Bei der Ausführung des Postanweisungsvordrncks — insbesondere auch bei der Wiederholung des Piasterbetrages in Buchstaben — sind lateinische Schristzeichen anznwenden.
Universiräts-Nachrichten.
— Frankfurt a. M., ö. Ma,. An der Universität Frankfurt ist dem Privaidozenten vr. jar. A. Sa eng er für das Sommerhalbjahr 1916 ein Lehran'traq für bürgerliches Recht, Nechtsvergleichung ul,d Römisches Recht erteilt worden.
kirchliche Nachrichten
Lvsngellsche Gemein-e.
Sonntag, den 7. Dt a t, At i s e r i c o r d i a s D o m i n i.
Gottesdienst. )n der Ztodtkirche Vorn!. 90, Uhr: Psar-r- assistent H o f f m a n n. Vorin. 11 Uhr: Kinderkirche für die Markus- gemeinde. Psarrasststent H o f f in a n n. — In der Zohanneskirche. Vorin. 9)4 Ulfr: Professor v. Sch i a n. Born,. 11 Uhr: Kinder- kirche für die Johannesgeineinde. Pfarrer AnSseld. Mittwoch, den 10. Mai, abends 8 Uhr: Krieashetst,,,^« Pfarrer Ansfeld.
vibrffränzchrn für Schüler höherer Lehranstalten. Für die jüngere
Abteilung jede,! Mittwoch von 6 bis 7 Uhr, für die ältere "Ab-- teilnng jeden Sainstag von 6 bis 7 Uhr im Johannessaal.
bibeltrmizchen für Mädchen aus drr Ishanuesgemcinde. Jeden Dienstag von 6—7 Uhr im- Johannessaal.
Wartburg, eoanzel. Iünglingr- n. Miinner-vere.n, Diezstr. 15. Sonntag, den 7.2)1«!, abds. 8 Uhr: Vortrag. — Dienstag, den U. Mai, abds. 87, Uhr: Bibelstnnde. Donnerstag, den 11. Mai. abds 87- Uhr: Lesebend. Smnstag. den 13. Mai, abdS. 8% Uhr: Aeltere Abteilung. - Gäste stets willkommen.
Nächsten Sonntag, den 14. Mai, vorrnittagZ 8 Uhr. beginnen in beiden Kirchen Frühgottesdienste verbunden mit Christenlehre, und zwar in der Stadtkirche für die Neukonfirmierten aus der Marknsgemeinde, in der Johanneskirche für die Neukonffrmi-erten aus der Johannesgemeinde. Die Eltern und Lehrherren tverden gebeten, die Kinder zum Besuch der Eh-flstcnlehre anzuhalten.
Krrchbcrg. Sonntag, den 7. Ata,, vorm. Ui Uhr. (Heil. Abendmahl für Danbringen und RutterShallsen.) Mainzlar. Mit!- ivoch, 10. Dtai, abds. 9 Uhr: Kriegsbetslunde. Dekan Gußmann.
Uatholrsche Gemeinde.
Gottesdienst S a in 8 t a g, den 6. M a i:
Nachm. 5 Uhr nnd abds. 8 Uhr: Gelegenheir zur beil. Beichte. S o n n t n a. d c n 7. M a i , 2. So n ntag nach Oste r n : Vornr. VU Uhr: Gelegenheit zur heilige,! Beichte. 7 Uhr:
Hl. V Dteffc 8 Ühr: Austeilung der hl. Köinmllnion. 9 Uhr: Hochmut init Predigt. 11 Uhr: Hl. Aiesse >nit Predigt. Nachin. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Nachin. 4ff, Uhr: Jnngfrnu:ii- kongregation Dienstag und Freitag, abds. 8 Uhr, ist Maiandachl.
D i a s v o r a°G o t l c s d i e n st ant 7. Mai: Hungen 8 Uhr. La uh ach 10 Uhr. Lich 9'/, Uhr.
Spiciplan der vereinigten Hransmrter Stadttheaier.
Gpernhaus.
Sonntag, den 7. Mai, abends 7 Uhr: .Ton Juan." Montau, den 8. A!ai, abends 7'/, Uhr: „Die Kaiserin." Dienstag, den 9. Alai, abends 7 Uhr: „Die Entführung ans dem Serail."
Mittwoch, den 10. Mai. abends 7 Uhr: Unter musikalücher Leitung des Herrn Professors Arthur 9tikisch: „Tannhäuser." Donnerstag, den 11. Mai, abends 7 Uhr: „Alessandro Stradella." Freitag, den 12. Acai, abends 7 Uhr: Unter musikalischer Leitung des Herrn Professors Arthur Rilisch : „Die Flederinaus." Mit Einlagen: Vor dei,! 2. Alt: „Geschichten aus den! Wiener Wald", im 2. Akt: „Freut euch des Lebens", Walzer von Johann Sttattß. Sanislag, den 13. Mai, abeuds 7 Uhr: „Martha." Sonntag, den 14. -ITai, abeiids 7 Uhr: „Oberon." Montag, den 15. Mai, abends 77, Uyr: „Tie Kaiserin."
Lchouspielhaus.
Sonntag, dcn 7. flffai, nachrntttags 3 Uhr: „Tie deutschen Kleinstädter." Llbeitds Eff, Uhr: „Faust." Montag, den 8. Mai, abends 7'/, Uhr: „Traumnlns." Dienstag, den 9. Atai, aberrds 7ff, Uhr: „Will und Wieble." Mittivoch, den 10. Mai, abends 7'/, Ubr: „Die Hexe vol! Orleans." Hieraus: „Die Koniödie der Irrungen." Tonuerslag, den 11. Alai, abends 6 Uhr: „Faust." Freitag, den 12. Mai, abeuds 7ff, Uhr: ..Rosinersholm." Samstag, den 13 Mai.- abends 7^/, Uhr: „Des Meeres nnd der Liebe Wellen." Sonntag, den 14. Mai. nachmittags 3ff, Uhr: „Der Kaufmann von Venedig." Abends 7 1 /, Uhr: ..Will und Wiebke." Montag, den 15. Mai, abends VU Uhr: „Ernilia Galotti."
Markte.
Gießen, 6. Mai. Marktbericht. Ans dem heutigen Wochenmarkl kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Pft.' Hühnereier das Stück 20—22 Pfennig; Käse 8—10 Pfennig, Käsematte 3 Pfennig das Stück; Welsche 0,00—0,00 Mk.; Ochsenflcisch das Pfund 2,00-0,00Mk., ZUthfleisch 2,00-0,00Mk. das Pfund, Nitldfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Schrveinefleisch das Piltnd 1,80-0;09 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Hanunelfleisch das Pftind 2,00-0,00 Mk.; Kartoffeln der Zentner
0. 00 Mk.; Zwiebeln das Pfund 35—40 Pfg.; Milch das Liter 30 Pfg.; Nüsse 100 Stück 00—09 Mg.; Spinat 25—30 Vfg. das Pfund, Kopfsalat 10-20 Pfg., Karotten 15 Pfg. das Päckchen, Lauch 5 bis 15 Pfennig das Päckchen, Rhabarber das Pfund 20 Pfg., Sellerie das Stück 10—35 Pfennig, Spargel 50—75 Pfg. das Mund. — Marktzeit von 7 bis 1 tthr.
ch. HcideShcim, 5. Mai. Es kosteten der Zentner Spargel
1. Sorte 50—55 Mk., Spargel 2. Sorte 25—30 Mk., in Nieder- Jngelbeiin Spargel 1. Sorte 50—55 Mk, Spargel 2. Sorte 25 — 30 Mk., in Schwetzingeck Spargel 40 — 60 Mk.
cd. Bingen, 5. Mai. Marktpreise. Kartoffeln das Pfund 6 Pfg., Bnschsalat das Stück 5 — 0 Mg., Rotkraut daS Stück 60—00 Pfg., Weißkraut das Stück 45—00 Mg., Wirsing das Stück 35-00 Pfg., Kohlrabi das Stück 12-00 Pfg., Gelbe Rüben das Mund 20-00 Pfg., Lauch das Stück 7-0 Mg., Sellerie das Stück 12-00 Mg-, Zwiebeln das Pfund 50-00 Pfg., Aepfel das Mund 35-00 Piq., Butter das Pfund Mk. 2,10, Kafe, weich, das Pfund 70 Pfg., Handkäse das Stück 18 Pfg., Eier das Stück 20 Pfg.
Meteorologische Beobach tunge n der S tation Eietzen.
Mai
1916
o ■*->
2
c S
£ ~ L-o
.HS- £ S
S'L
K 5
ckv
4?
li
r->
yo
i
E
n ’S S eg-e
COä
2~§.
Wetter
5. 2"
26,3
10.1
40
7
Sonnenschein
5.! 9"!
—
18,6
10,4
65
—
—
0
5ttarer Hinunel
6.! 7"
14,8
10,0
80
_
9
Sonnenschein
Höchste Teinperatur am 4. bis 5. Mai 1916: fl- 27,0" 0. Niedrigste „ . 4. , 5. „ 1916: + 12,2* C.
Niederschlag 3,0 mm.
Für Rheumatiker und Neuralgieleideude.
In einein Tage von seinen entsetzlichen Säunerzen befreit.
Herr Josef Wilhelm, Atünchen schreibt: „Seit 2 Monaten litt ich derart an Ischias, daß ich nicht gehen und nicht stehen und das Beil nicht verlassen konnte. Ich halte ausschreien mögen vor Schruerzen. Kein Atepsch glaubt, was ich gelitten habe. Nichts Hali mir. Da brachte mir meine Iran auS der Apotbeke Togal mit. Die Wirkung war geradezu wunderbar. Nachdem ich nur wenige Tabletten genommen hatte, tvar ich vollkonnnen iviederhergestellt. Ich gebe daher jedem Leidenden den Rat, sich sofort aus der nächsten Apotheke das überaus billige und unfehlbar wirkende „Togal" zu besorgen. Niemand ivird diese Ausgabe bedauern". Aehnlich berichten viele andere, welche Togal gegen Rheumatismus, Herenschnh, Schmerzen in den Gliedern und Gelenken, sowie bei Influenza nnd Kovß schtnerzen gebrauchten. Es gibt nichts besseres. Alle Apotheken führen Togal-Tabletten.
Best.: Acid. cet. salic. Chinin. M". Li. 3533flfi
AmMcher Te«.
Bekanntmachung.
Um die Gewichtsbestinummg bfl der Biehabirasune flnhtflttich zu regeln, wird ab nächsten! Abnahnnflag, da sich die Einflihrimg von Nüchternftellcn vorläufig nicht ermöglichest läßt, alles Biey mit 5% Gewichtsabzug abgenommen.
Ueberfütterte Tiere dürfen nicht angeliefert werden.
Gießen, den 5. A!ai 1916. ' i,
Oberheffifcl-er Bi elchnndelsverband.
Ter Vorsitzmde; S k a l w e i t. ^


