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29.5.1916 Erstes Blatt
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Rr. 125

Der Stetzruer Anzeiyer erscheint täglich, außer Sonntag?. - Beilage,!: viermal wöchentlich OirtzenerLamil ienbiätter; uveinml wöcheull.rrreis- blatt für den Kreis Giehen (Dienstag und Freitag): zweinial monatl. Laud- wirtschastliche Zeitfragen

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Lrft« Slatt

(66. Jahrgang

iehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Montag, 29. Mai IW

BeLNftSvrri. monatl. 99 Ps., viertel- jährl. Mk. 2.65-. durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.; durch diePost Mk. 2.45 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Zeilenpreis: lokallöPf.. ausw. 29 Pf. Haupt­schriftleiter: Aug. CZoetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz: für Stadt und Land, Vermischtes und Ge­richtssaal: Fr.R. Zenz-

notamwsbmdmb Verlag der vröhl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Geschaft§ste!le und Druckerei: Zchulftr. 7 . BeckImüEnEeß-n

mm.)

(Amtlich.)

Neue Zortschritte bei Asiago und Arfiero. Vormarsch der Vulgaren im Ztrumagebiet. Eine neue Rebe wslsons.

tt H f rtitui r f v <T7 .« , . .. .. _ _

Trotzes Hauptquartier estlicher Kriegsschauplatz

Nördlich des Kanals von La Bassee drang eine unserer Patrouillen bei Festubert in die feindliche Stellung' machte Gefangene und kehrte ohne Verluste zurück.

In den Argon neu lebhafter Minenkampf, durch den die feindlichen Gräben in größerer Breite zerstört wurden. Außer einigen Gefangenen erlitten die Franzosen zahlreiche Verluste an Toten und Verwundeten.

LinksderMaas richteten die Franzosen seit Mitter­nacht heftige Angriffe gegen Cumi 6 res, es gelang ihnen, vorübergehend in den Südrand des Dorfes einzudringen, wir machten bei der Säuberung 53 Gefangene.

Rechts der Maas gelang es uns, bis zu den Höhen am Sudwestrande des Thiaumont-Waldes vorzustoßen. Ein französischer Angriffsversuch dagegen wurde durch Artillerie­feuer rm Kenne erstickt. Zwei feilwliche Angriffe gegen unsere neu eroberten Stellungen südlich der Feste Douaumont schei­terten restlos.

. ß n Kämpfen srwweftlich und südlich der Feste sind feit dem 22. 5. an Gefangenen achtundvierzig Offi­ziere, eintaufendneunhundertvierzig Mann cingebracht.

Oeftlicher Kriegsschauplatz.

_ Bei einer erfolgrenhen Patrouillennnternehmung süd lich Kerkau machten wir einige Gefangene.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Keine Verärgerung.

Oberste Heeresleitung.

(WDD.) Großes Haup tyua rtier, 28. Mai. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Deutsche Erkundungsabteilungen drangen nachts an mehreren Stellen der Fron-t in die feindlichen Linien ein; in der Champagne brachten sie etwa hundert Franzosen als Gefangene ein.

Westl ich der Ma«S griff der Feind unsere Stellun gen am Südwesthange desToten Mannes" und am Dorf Cum i ö res an: er wurde überall unter großen Ver­lusten abgeschlagen. Oeftlich des Flusses herrschte hef­tiger Artilleriekampf.

Oeftlicher Kriegsschauplatz

Kerne Aenderung.

Ein russisches Flugzeug wurde in der Gegend von Slo- nmr rm Lnftkarnvf abgeschossen. Die Insassen zwei russische Offtzrere sind gefangen.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Es hat sich nichts Wesentliches ereignet.

Oberste Heeresleitung

Berlin, 27.Mai. (WTB.) An der Nacht vom 25. zum 26. Mai hat ein deutsches Fl uy zeug ge schwa- der du russische Flugstation Papenholm auf der Insel Oesel erneut mft Bomben 'belegt und dabei gute Treffer, größtenteils in den Flughallen selbst, erzielt. Trotz heftiger Beschießung sind alle Flugzeuge wohlbehalten zurückgekehrt.

Mit der Wsendung der amerikanischen Note gegen die Posträuberei Englands hat W i l s o n als Vorspiel zur neuen Präsidentenwahl wieder einmal eine Rede gehalten, deren Inhalt wir aus einem mangelhaften Reutertelegramm er­fahren und nachstehend wiedergeben. Ueber die Parteistellung Wilsons in den Weltkonflikten haben wir längst Klarheit be­kommen. Ein deutsches Blatt kennzeichnete die drei Haupt­kandidaten wie folgt: Die Wahl Bryans würde bedeuten: Strenge Neutralität", die Wahl Roosevelts:Krieg mit Deutschland", während der Sinn der Wahl Wilsons ist:Entschi^ene Parteinahme für England und Frankreich gegen Deutschland, aber keine Beteiligung Amerikas am Kriege". Wir müssen im Auge behalten, daß die großeMehreiht der amerikanischen Be v öl ferun g ganz für einZusam men halten mit England , ist, und Roland G. Usher, Pro­

fessor der Geschichte an der Universität in St. Louis, hat in einem unlängst erschienenen Werke, wie wir derKöln. Volksztg." entnehmen, folgende Feststellung gemacht:Die wahrePolitikderVcreinigtenStaaten hat ohne Zweifel in einem f e st e n Bündnis mit der größten Seemacht zu bestehen, die in ihrem eigenen Interesse unsere Verteidigungsschlachten für uns schlagen und als Ent­gelt für unseren wirtschaftlichen Beistand unsere berechtigten Bestrebungen in Südamerika und im fernen Osten fördern würde. Eine derartige Verständigung besitzen die Vereinigten Staaten bereits mit England. Kraft ihrer 'sind wir heute maßgebend in der westländischen Hemisphäre, sind wir die Eigentümer des Panamakanals, die Besitzer der Philippinen und üben starken Einfluß aus in den Angelegenheiten des lateinischen Amerika . . Es ist also auch bei Wilsons Rede, soviel er sich bemüht, den großen Apostel des Friedens für die g a n z e M e n sch he i t zu spielen, daran festzuhalten, daß im Washingtoner Kabinett zuerst amerikanische Interessen erdacht und gehütet, die sodann erst mit dem Mäntelchen von Schiedsverträgeir u. dgl. umhängt werden. Die neuen Richtlinien, die Wilson verkündet hat, sagen uns dies eben falls ganz klar. Schwierigkeiten, die in anderen Verhält­nissen der Völker zueinander mitsprechen und beachtet werden müssen, darüber geht dieser Präsident und Staatsmann an scheinend und wohl auch scheinbar mit einer beinahe unfaß lichen Naivität hinweg.

Traditionslos ist die Wilsonsche Politik nicht. Es gibt vielerlei, absolut nicht aus moralischen Wurzeln aufgestiegene Gründe, die zu jenem System amerikanischer Schiedsverträge ^ a £ en ' das uns und der ganzen Welt jetzt als pro- pyetijches Muster vorgehalten werden soll. Solche Verträge zwpchen zwei Staaten, deren allgemeine Politik gut in Ein­klang gebracht werden kann, sind etwas ganz anderes, als wenn eine Völkerkonferenz über Wohl und Existenz einer auf sich selbst gestellten Nation zu entscheiden haben sollte, ^nt Frieden würde Sir Edward Grev freilich auch nicht ein st «unvorsichtiges Wort gebraucht haben, daß, bevor er eine Konferenz annehmen könne, vorher feststehen müsse, ob sie auch auf Englands Parteiseite stehe.

Professor von Liszt gibt uns über die Art und Grund- o? e \\ afrikanischen Schiedsverträge in derVossischen . Auskunft. Sie entspringen dem sogenann­

tenWilstn-Bryanschen Friedensplane" und sind in den wahren 1913 und 1914 zustande gekommen:

Neben den: Netz von schiedsgerichtlichen Verträgen soll ein zweves Netz von Verträgen über Untersuchung von Streitfällen rurch unparteiische Kommissionen die gan^c Welt umspannen: wie lenes die Rechtsfrage, so soll dieses die Tatfrage oer friedlichen Erledigung zuführen. Zugleich aber sollen diese Unterluchungskommissionen aiidi jene Rechts str eiti gierten zugewiesen bekommen, die aus irgend einem Grunde, insbesondere wegen der sogenanntenEhrenklausel", der schiedsgerichtlichen Er­ledigung entzogen sind. Auch in diesen Fällen würde durch die Ueberweyung an die Untersuchungskommissivn Zeit zu ruhiger ueverlegung gewonnen und damit die Gefahr kriegerischer Ver­wicklungen verringert werden.

In einem Memorandum, das die Regierung der Vereinigten, waten rni Llpril 1913 den Gesandten der in Washington ver- treteneri Mackste überreichte, hat der Gedanke Bryans feste Gestalt angenommen 34 Mächte, darunter das Deutsche Reich, er- dem Vorschlagrm Prinzip" einverstanden zn sein, rft? on ff Grundlage haben die Bennnioten Staaten nicht weniger als 30 Verträge iTreaties ü>r the Advancemeip of Peace > in den Zähren l.313 und 1914 abgefchlossen., von denen allerdings nur 19 oatifizrert wfien sind. Unter den Vertrags möchten finden wir Frankreich, RnUand, Eirgland, Italien (nicht aber Japan); dagegen fehlen das Deutsche Reich, Oesterreich-Ungarn, die Tür­ke! und Bulgarien.

* 'e?"^ordentlich wichtig ist für uns jene englisch-ameri- kanyche Abmachung, auf die der Staatssekretär Lansina in erneu Aeußerung vom 9. Mai hingewiesen hat. Sie ist am 1914 abgeschlossei! und am 10. November desselben Jahres rechtsMtig geworden. Prof. v. Liszt faßt ihren Inhalt nrit folgender Darlegung zusammen:

^xc vertragsmäßige Rechtslage zwischen Groß- britanmen und den Vereinigten Staaten ist in ithin die: l Strei­tigkeiten rechtlicher Natur sowie Streitfrageix, die sich auf die Aus­legung von Verträgen beziehen, sind dem ständigen Schiedshof im Haag zu überweisen. Ausgenommen sind Streitigkeiten die dre ^Lebensrntevessen, die Unabhängigkeit oder die Ehre eines tet , beiden Staaten berühren. 2. Für alle anderen

Streitigkeiten rechtlicher Nne tatsächlicher Natur ist die Untersuchungskommission Mständig: also auch dawi, wenn

es sich . uni reine Rechtsfragen hwrdelt, bei deneü die Ehre, dre Unabhängigkeit ^ oder die Lebensinteressen des Staates dabei auf dem Spiele stehen. Die Ueberweisturg

der Streitsache an den Schiedshof bedeutet deii endgültigeit Verzicht auf die kriegerische Erledigung. Die Ueberweisung

an dre Untersuchungskommission hat diese Bedeutuug nicht: die beiden Streitteile behalten vielmehr die volle Freiheit ihrer Entschließung. Aber die Erklärung des Krieges oder die Eröffnung der Feindscligkeüen darf erst nach Vorlegung des Kommiffionsberichtes stattfinden, während steilich militärische

Vorbereitungen während dieser Zeit durch, den Vertrag nicht ausgeschlossen sind. Jede zwischen den vertragschließenden Staaten auftauchende Streitigkeit muß mithin unter einen der beideir Verträge falleii. Es ist sogar Möglich, haß dieselbe Streitigkeit zuerst der- Untersuchungskommission überwiesen nnrd, und daß es daim, auf Grund des von ihr erstatteten Berichts, zu der Ueber Weisung an das schiedsrichterliche Berfahreir kommt.

Man wird, so bemerkt Liszt, nicht in Abrede stelleix können, daß durch das Jneinandergreisen der beiden Ver­träge die Gefahr eines Krieges zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten, ja auch nur die eines Ab­bruches der diplomatischen Beziehungen in die äußerste Ferne gerückt ist. Wir iverden uns auch' darüber klar sein müssen

führung sorgsam vermieden werden, den Schein zu erlvecken, als erlahme unser Siegeswillen unter dem Wunsche nach Frieden. Dringend not tut vielmehr, daß ans allen Sti'-nmnngsäußerungen in ^eutichlcmd unsere Gegner nur das eine herauslesen körn' . Der FriedensWille unseres Volkes ist identi mrt fernem Sie ge s wi llen.

* . *

Die österreichisch-urrgarrschen Tagesberichte.

W ien. 27. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. Mai 1916.

Russischer Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Das zur Befestigungsgruppe von Arfiero gehörige Panzerwerk Easa Ratti, die Straßensperre unmittelbar südwestlich Baccarola, ist in unserer Hand. Leutnant Albin Mlaker des Sappeur-Bataillons Nr. 14 drang mit seinen Leuten ungeachtet des heftigen beiderseitigen Feuers in das Werk ein, nahm die feindlichen Sappeure, die es sprengen wollten, gefangen urü) erbeutete so drei unversehrte schwere Panzerhaubitzen und zwei leichte Geschütze. Nördlich von Afxago bemächtigten sich unsere Truppen des Monte M o s cy i c c e. Auf dem Grcnzrücken südlich des S u ga n e v raleö drangen sie bis auf die Cima Maora vor. Die Vor Angriffsraum erbeuteten Geschütze hat sich aus

284 erhöht. Am Monte Sief urrd Krn wurden feindliche An­griffe abgeschlagen.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Bei Fe ras versuchten die Italiener die am Norduftr der Bojusa Liegenden Ortschaften zu brandschatzen. Sn wurden durch unsere Patrouillen vertrieben.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

Wien. 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amrlich wird verlautbart: 28. Mai 1916.

Russischer Kriegsschauplatz -

Nichts von Bedeutung.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Unsere Truppen bemächtigten sich des Panzer­werkes Cornolo (westlich von Arsiero) und im be- festigten Raume von Asiago der beftärrdigen Talsperre Val dAssa (südwestlich des Monte Jntcrrotto).

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

An der mxteren Bojusa Geplänkel mit italienischem Patrouillen. Lage unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generasstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

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erst nach Beendigu n g des Krieges, eintreten wird. Ob die amtliche deutsche Unterseepolitik auch mit diesem Um­stande gerechnet hat. muß die Zukunft erweisen. Die deutsche Presse hat auf die letzte Rede Greys einen bestimmten festen Standpunkt eingenommen: es muß weiter auf die Gegner getrommelt werden, bis sie zum Frieden geneigt sind. In derPost" warnt Frhr. v. Zedlitz und Neukirch, theoretischen Schuld- und Friedenserörterungen zu viel Nachdruck zu geben, indem er folgenden Grundsatz aufstellt, dem wir nur voll beistimmen können:

Ebenso wertlos sind zurzeit «Erörterungen über Friedens- Möglichkeiten: denn unsere Gegner süxd immer xwch in dem Wahne befangen, sie könnten imS die Bedingungen des Friedens diktieren. Die jetzt niehr als sonst ixx nranchen Organen der Presse hervortre- tendcn Erörterungen von Friedensmöglichkeiten fircb unter Um­ständen sogar geeignet, die D-mxer deS .Krieges zu verlängern. Die Hoffnungen unserer Gegner aus einen günstigen Ausgang des Krieges beschränken sich angesichts der Sieglosigkeit ihrer Wüsten uuchgerade in der Hauptsache auf die Auuahme, daß wir mit un­serer kriegerischen und wirtschaftlichen Kraft l>ald am Corde seien. Mit dieser Vorstellung wird von den leitenden Geistern bei unfern Gegnern du Kriegstust der Völker immer auss neue künsllich wie- der an gefacht. Es muß also im Interesse unserer eigenen .Krreg-

, Sine neue Rede WilsonS.

W a s h i n g t o n , 28. Mai. (WTBü Meldung des Reuterschen Bureaus. Präsident Wilson hielt gestern die erwartet- Rede vor der Fri edeusliga, in der er sagte, die Ursachen de-- europäischen Krieges seien gegMwärckg unwesentlich Die großen Nationen der Welt müßten ein Abkomnren über die Grundlage ihrer gemeinsamen Interessen erreichen. Erstens sei jedes Volk berechtigt, seine eigene Souveränität zu wählen, z'.oeitens härten die lleinen Staaten ein Recht aus gleiche Achtung ihrer Souveränität und Integrität wie die großen Staaten, und drittens habe die Welt Anspruch darauf, von jeder Störung des Friedens befreit zu iverdcn, die von einen: Angrist ausgehe. Wilson sagte schließ­lich, die Vereinigten Staaten seren berüt, sich jedem Birnde von Nationen anznschließen, der sich zur Benvrrllichung dieser Ziel.- und zu ihrem Schutze gegen die Verletzung bilde

Präsident Wilson erllärtc loeiter: Recht und Eigentum der Vereinigten Staaten seien durch den Krieg sehr in Mitleiden­schaft gezogen wvrdexi. Je länger det Krieg dauere, desto tiefer wr'irden sic davon betroffen. Er sollte ein Ende nehmen. Sobald er beendet wäre, wären die Vereinigten Staaten ebensosehr wie di- Kriegführenden daran interessiert, daß der Friede eilt dauernde'- werde, looferrt cs überhaupt ein Vorrecht der Vereinigten Staaten sei, einen Vorschlag zu machen, oder eine Friedensbewegung unter den kriegführenden Völkern .anzuregeti . Er sei ficfrr, daß das Volk der Vereinigten Staaten den Wunsch hege, das; di- Regierung folgende Richtlinien mnehalte: 1. Beilegung des Zwistes znnschen den Kriegführenden. Was die Interessen der Vereinigten Staaten beträfe, so verlangten sie nicht Wesentliches für sich selbst S>e seien in keiner Weise Partei im Streite. 2. Allgemeine Vereinigi'ng der.Nationcit, um die Sicherheit der .Hvchstraßwx der See für den gemeinsamen und unbehinderten 'Gebrauch aller Völker der We«t unverletzt aufrecht zu erhalten und um zu verhindeim daß ein Krieg begonnen werde entweder gegen diese Verträge oder ohne Warnung und ohne volle llntenoersung der Ursachen unter die Mermmg der Welt. Das sei eine tatsächliche Bürgschaft für die territonale Integrität und politische Unabhängigkeit.

Die Rote Amerikas an England.

Köln, 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) DieKöln. Ztg." meldet aus Wash-ington: Die Note gegen die bri tische Postr ix ub-eret ist nach zuverlässigen Angaben sehr entschlossen im Ton, besonders infolge der in letzter Miirute hinzxrgefügten Aendernngen. Die vlbsendnng einer Note über die Rote-Kreuz-Blockade gilt noch als un­sicher, wird aber erwartet. Selbst die sonst rabiate Presse ändert den Ton. Die Aenßernngen des Reichskanzlers mach ten hier einen sehr girten Eindruck.

England und dieKarte der Welt".

London, 28. Mai. (WTB.) DieWestminsrer Ga- äette" schreibt:

Deutschlands Anstwuch darauf, daß die militarisck>ar ^Miallwu z-u fernen Gunsten sprcct-en, ist absurd. Wenn Tentsclü.md die Karb'