Ausgabe 
26.5.1916 Erstes Blatt
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Hr. 123

Der Gktzener Mz«?-er

erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GitßenerFamMenblattcr; -ivennalwöchentl.Urrir- blattsijröerNlreis Stehen iTicnStag und Freitag): -tveimal monatl. Land­wirt fchastliche Zeitfragen »lernsprech - Anschlüsse: iürdieSchriitleitungl-12 Verlag,Geschäitsstetleül Adresse nir Drahtnach­richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen s«r die Tagesnummer bis zum Abend vorher.

Erstes Statt

166. Zahrgang

Freitag, 26. Mai 1916

AezngSvre: monatl. 99 Pi., viertel- sährl. Alk. 2.65'. durch Abhole- il Zweigstellen monatl. HO Pf.: durch diePost Alk.2.45 viertel- jährl. altsschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokalloPf.. ausiv. 20 Pf. Haupt­schristleiter: Aug. Goeiz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; Ute Stadt und Land. Vermischtes und Ge- richtssnal: Fr.R.Zenz;

RstaLionLdruck und Verlag Ser Srühl'schen Univ.-Vuch und LteinSruckerei 8. Lange, üchriftleitung, JeschäfLsstelle und SruSerei: Sch»!str.7. BcckImttich^n'Giclsm

General-Anzeiger §m Oberhessen

Der Aembmch bei haubromont zurückerobett.

Sine neue Rede Grey§.

(WTB.) WrotzrS Hauplquartier, 25. Mai. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Englische TorpeDo- und Patrouillenboote wurden an der flandrischen Küste von deutschen Flugzeugen angegriffen.

Westlich der Maas scheiterten drei An­griffe des Feindes gegen das von ihm verlorene Dorf Cumiöres.

Oestlich des Flusses stiegen unsere Regimenter unter Ausnutzung ihrer vorgestrigen Erfolge weiter vor und eroberten feindliche Gräben südwestlich und südlich der Feste Douaumont.

Der Steinbruch südlich des Gehöftes Haudromont ist wieder in unserem Besitz.

Im Cailletrewalde lief der Feind während des ganzen Tages gegen unsere Stellung völlig vergeblich an. Anher sehr schweren blutigen Verlusten bähten die Franzosen achthundertfünfzig Mann an Gefangenen ein, vierzehn Maschinengewehre wurden erbeutet.

Bei St. Souplet und über dem HcrbeBois wurde je ein feindlicher Doppeldecker im Luftkampf abgeschojsen.

Orstlicher Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Balkan-Kriegsschauplatz.

UeSleb und Gjevgel wurden von feindlichen Flie­gern erfolglos mit Bomben beworfen.

^ Oberste Heeresleitung.

Der englische Staatssekretär Sir Edward Grey hat schnell Gelegenheit gefunden, sich zu des deutschen Reichs­kanzlers letzten Ausführungen über die Friedensmöglichkeit zu äuhern. Bon einigen Friedensfreunden im Unterhaus zur Rede gestellt, hielt er eine Rede, die viel bemerkenswerter ist als seine vorletzte. Freilich nicht klüger und vernünftiger. Allein er hat zwischen fote kriegerisch und abstoßend klingenden Zeilen doch auch vielsagende Andeutungen geworfen, die nicht nur bei uns in Deutschland, sondern vornehmlich in Frank­reich sehr beachtet werden müssen. Ueber den gegen den deut­schen Reichskanzler gerichteten Vorwurf der Lüge und über die dreiste Behauptung, daß das deutsche Volk sich mit Lügen nähren lasse, können wir schweigend hinweggehen, denn der Mann, der so unwürdige Schiinpferei vom Stapel läßt, ist ja bekanntlich von wicht geringen Kreisen seiner eigenen Volksgenossen offen als Lügner gebrandmarkt worden. Er vertritt heute noch die auswärtige Politik Englands, und seme Aeußerungen dürfen daher als ein freilich nicht ganz einfach, sondern etwas rnnständlich abzulesendes Stimmungs­barometer angesehen werden. Nach Abdeckung des verwelkten und faulen Krautes der Schulderörterungen dürfen wir uns dre Pflänzchen näher betrachten, die der Hauptgärtner der Entente, nämlich England, in der Vorreife des Friedens auf den Markt bringt. Zuerst erklärte er den anfragenden Pazi­fisten halb entschuldigend:Wir Verbündete sind verpflichtet, Friedensbedingung-en nur gemeinschaftlich anznerkennen." Dann aber verdrehte erdieaufdiedeutscheiiBedinaunaen bezüglicheil Worte des Reichskanzlers, so ohne Scham, daß chm aus mancher Ecke seines eigenen Vaterlandes wohl im stillen wieder das Wort Lügner zugerufen werden wird. Denn Herr v. Bethmann Hollweg hat keineswegs gesagt, die Karte, die die augenblickliche militärische Lage zeige, würde den Engländern sagen, worin die deutschen Bedingungen be­standen. Er hat vielmehr nur darauf hingewiesen, diese Karte allein tue es dar, wer der Sieger im bisherigen Kriege sei, und dies war nötig geworden, da Sir Grey und seine Mic- nisterkollegen beim Friedensschluß anscheinend alle Ergeb- Nlste des Krieges einfach ignorieren wollen. Auch in seinem neuesten Erguß setzt Grey ja das alte Fangballspiel mit tauben Nüssen fort, denn wiederum erklärt er:Tatsache ist, daß dre Alliierten nicht geschlagen sind, sie werden auch nicht geschlagen werden." Ja, er wirft der deutschen Regierung vor, sw jei für die Fortdauer des Krieges verantwortlich, wert sie immer wieder sage, Deutschland habe das Kriegs­gluck auf ,emcr Seite gehabt. Dabei erlaubt sich dieser Mann das Wortkindisch" auszusprechen in feiner Polemik gegen oen deutschen Kanzler! Wir meinen, wer so mit Worten und fadenscheinigen Behauptungen kämpft, der wird von der neu­tralen Welt noch weit bedauernder und geringschätzender nn- geseheii werden als ein Kriegführender, dem etwa die Ar- tillcriemumtwn ausgegangen ist. Grey sagt uns mit seinen windigen Redeblüten in der Tat nichts anderes, als rrx 00r ^ Zukunft hilflos und zweifelnd da- ftelst. Darum der angeführte Hinweis auf die Not­wendigkeit gemeinsamer Friedensneigung, dem er sodann noch- eine besondere Spitze gegeben hat, indem " * 7 y^ n c Winand in diesem Augenblicke das Recht hat, vom Frieden zu sprechen, so ist das die fran­ko | i)ct) e R c g i e tu n g." Der Satz ist auf echt englische und Grehsche Art z w e i deutig gemünzt. Denn hinter dem Lob der französischen Tapferkeit vor Verdun, die das Recht habe, vor allen andern zu sagen, wie lange sie noch auszuhalten ver- moge, steckt die ^bftcht, alle Verantwortung für das Kommende den Franzojeu auszubürden. Fd111 in künftigen Tagen Verdun, bricht die französische Verteidi­

gung dem deutschen Ansturm gegenüber zusammen, so ge­denkt der gewissensreine Leiter der englischen Politik seine Hände in Unschuld zu waschen und zu sagen: Frankreich hatte am Ausgange des Mai das Recht, vom Frieden zu sprechen, nicht wir! Das ist alles so deutlich und unverblümt, daß die Herren Poincare, Briand und Jofsre erschrecken müßten. Aber Grey fügt gleich den entsprechenden An­sporn hinterher bei. Er legt die französische Politik auf die letzten Aeußerungen Briands sest und fügt hinzu, auch England wünsche einen dauerhaften Frieden, der den deut­schen Feind niederwerfen müsse. So nährt die englische

Regierung noch immer nicht erreichte Punkt" Hafter uub mit mehr ausgesprochen werden

die stille Hoffnung, daßder noch einmal kommen werde, wo ernst- Lust und Liebe das Wort Friede

Der österrcichisch-urrgarische Tagesbericht.

Wien, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 25. Mai 1916.

Nussischer Kricgsschauplatz.

In G a l i z i e n unternahmen unsere Streifccmmandos an mehreren Stellen erfolgreiche Ueberfälle. Lage un­verändert.

I t a l i e n i f ch e r K r i e g s f ch a u p l a tz.

Die Kampftätigkeit im Abschnitt von Doberdo bei Flitsch und im Blöcken war lebhafter als in den letzten Tagen. Wiederholte feindliche AngriffSverfuche bei Peutel- stein wurden abgewiesen. Nördlich des Suganataies nahmen unsere Truppen die Cima Cista, überschritten an einzelnen Stellen den Masobach und rückten in S t r i e g e n (Strigno) e i n. Südlich des Tales breitete sich die über den Kempelberg vorgerückte Gruppe unter Ueber- rvmduug größer Geländeschwierigkeiten und des feindlichen Widerstandes nach Osten und Süden aus. Der Cornodi E a m p o V e r d ist in ihrem Besitz. Italienische Abteilungen wurden sofort zurückgeworfen.

Im V r a n d - T a l c, (Valarso) nahmen unsere Truppen Chi e sa in Besitz. Die Nachlese im Angriffsraum erhöhte unsere Beute noch um 10 Geschütze.

Eines unserer Seeflugzeuggeschwader belegte den Bahnhof und die militärischen Anlagen von Latisana mit Bomben.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.

*

Ereignisse zur See.

Am 24. nachmittags hat ein Geschwader von Seeflug- zengen Bahnhof, Postgebäuöe, Kasernen und Kastell in Bari ausgiebig und mit sichtbar gutem Erfolg bombardiert und in die Festesfreude der reich beflaggten Stadt deutlich erkenn­bare Störung gebracht. Das Abwehrfeuer der Batterien war ganz wirkungslos. Alle Flugzeuge sind unversehrt ein- gcrückt.

Flottenkommando.

Ereys Antwort aus bethmann hollwegs Aeutzerungen.

Haag, 25. Mai. (Zf.) Reuter meldet aus London: Die Pazifisten P o n s o n b y und Ramsay Mac Donald lenkten die Aufmerksamkeit auf das Interview, das Bethwann Holl - weg vor kurzem einem amerikanischen Journalisten gewährt hat. Sie legen dar, in dem deutschen Interview sei nichts, was in Wider­spruch mit den Erklärungen Gveys stehe. Es seien also unüber- nündliche .Hindernissse zur Anbahnung von Uitterhandlungen, die auf den Frieden abzielen, nicht vorhanden.

Grey antwortete: Wenn ich glauben könnte, daß die deutsche Regierung, die öffentliche Näeinung in Deutschland und der Krieg so weit gekommen wären, daß die Regierungen der Alliierten einen IFrieden, der nrit ihren Zielen überein stimmt, durch Friedens­reden fördern können, so würde ich Dutzende solcher Reden halten. Soweit ist es jedoch noch nicht. Wir Verbündete sind verpflichtet, >Friedenbeoingungen nur gemeinschaftlich anzuerkennen, und wir können keine Erklärungen über annehmbare Friedensbedingungen für uns selbst und unsere Bundesgenossen nwchen, ehe nidit eine Beratung mit unseren Verbündeten stattgefnnden hat. Das Inter­view Bethmann Hollwegs enthält keine neuen Erktär:mgen. Pon- sonby meinte, der deutsche Reichskanzler nnd ick> sollten uns nicht M gegenseitige Beschuldigungen über die Ursache des Krieges ein- lcksfen. Ich weiß nickst, nüe oft ich gesagt habe, dieser Krieg hätte vermieden werde,! können, wenn die vorgesckstagene Konßwenz an­genommen worden wäre. (Beifall.) Warum wurde die Konferenz md)t angenommen? WM der gute Wille nicht vorhanden war Kurz zuvor fand die Konferenz über die Balkanfragen statt Ich wmstchte, da.ß die deutsche und die österreichische Regierung Be­ichte uoer die Rolle, dre w:r bei dieser Konferenz gespielt habeir verosfentlrchten. Ich habe diese Berichte niemals gesehen, aber ich vm stcher, daß nch nreinand, der dieler Konferenz beiwohnte weigern konnte, Zeugnis! für die gute Haltung der britischen Regierung wahrend der ganze,:,Konferenz abzulegen. Wenn der Reichskanzler sagt erne neue .Konferenz wäre lediglich gegen Deutschland ausge- uutzt und nur dazu benutzt worden, sich ftft den Krieg vorzubereiten (Behmiptimgen, dre er damals nicht aufstelltest so sage ich, daß die valtung, dre wrr wahrend der gerade zu Errde gegangenen Balkan- ^'^Fbzergt haben uns das Recht gab, zu sagen, daß die kurz vor dem Knege vorgeschlagene. Konfereirz von allen jenen, die uns

auf der Balkankonferenz gesehen hatten, voller Vertrauen und mit gutem Willen hätte angenommen werden müssen. Ich kaipr Pon- sonby nicht zugeben, daß im Interview mit denk deutschen Reichs­kanzler öder in der Rede des Reichskanzlers im vorigen Atonat eine Friedensneigung zu erkenne,: ist, wie sie Ponsonby zu finden scheint. Wenn Deutschland zu all den Bedingungen bereit ist. die Ponsonby anführt, warum sagt Deutschland dann nichts? Ich kairn nichts 9t e u e s im Interview des Reichskanzlers über die Frie­densbedingungen entdecken, nur etwas Neues sehe ich darin, nämlich die Behauptung, daß unsere Haltung bei der Annektierung Bsniens durch Oesterreich krieqssüchttg gewesen sei. Das ist etwas Neues. Es ist eine fatale Lüge. Wir sollten Rußland zum Kriege ge­reizt und ihm gefügt haben, es müsse sich nun bereit halten. Bos­niens wegen Krieg zu führen!! Alles dies steht in direktem Wider­spruch mit der Wahrheit. (Beifall.) Wenn Sie an die Vernunft appettieren wollen, die Verirunjft, die i'rber die Machjt siegen muß unb an eine vernünftige Aussprache mit dem deutschen Volk, so antworte ich, daß man mstt dem deutschen Volk in Erwägrrngen nickst eintreten kann, so lange es mit Lügen genährt wird und nicht weiß, was die Wahrheit ist.

Der deutsche Reichskanzler sagte in seirrem letzten Jntervieiv, diejenigen seien für die Fortdauer des Krieges vermrlwörtlich, die Deutschlands Bedingungen nicht annehmen wollten, und die Karte, die die augenblickliche militärische Lage zeige, nmxbc uns sagen, worin diese Bedingungen bestünden. Wir haben auch die früheren Reden des Reichskanzlers über den Eharakt-er der dänischen Bedingungen, das sind die Bodftrgungen eines siegreickren Deutsch­land, die deutsche Interessen beschützen, ans die Interessen der anderen Völker keine Rücksicht nchmeir mrd die, wenn sie ange­nommen werden würden, die anderen europäischen Staaten Deutschland aus Gnade und Ungüade auslieferten, wenn es seine Angrifsspolitik gegen sie wieder ausnelMen sollte. Es ist kindisch, zu sagen: Weil Deutschlands F-einde die Friedensbedingungeu, die Terttschland genehm sind, ohne Mcksicht auf die eigenes Interessen nicht annehmen wollen, deshalb seierr sie verantwortlich für die Fortdauer des Krieges. Das, was tatsächlich in diesem Augenblick mehr als irgend etwas anderes für die Fortdauer des Krieges verantwortlich ist, ist der Umstand, daß die deiftsche Ste* grcrung immer wieder sagt, sie habe den Krieg gcnvonnLU oder sie werde ihn in nächster Woche gewinnen und die Alliierten seien ge­schlagen. Tatsache ist, daß die Altriert-en nicht ge- schlagen sind (lauter Beifall): sie werden auch nicht geschlagen werden, und der erste Schritt zum Frieden würde es sein, wenn die deutsche Negie­rung beginnt, diese Tatsache zu erkennen. Wenn erner der Alliierten in diesem Augenblick ein b^/Linderes Recht hat, über den Frieden zu spreche::, so ist es die Regierung Frankreichs, aus das sett einiger: Wochei: die konzeritrierte Wut der deutschen Angriffe gefallen ist. Tie ' Tapfer­keit der ftanzösischen Armee während der langen Schlackt vor Verdun rettet Frankreich und auch die Alliierten. Es ist das für uns der Augenblick, um etrvas atrderes zu tun, als uns aus den Ausdruck unserer Entschlossenheit zu beschränken und diesem Alliierter: die vollste Unterstützung zu getvähren, die in unserer Macht liegt. (Beifall.) W e n n j e m a n d i n d i e s e m A u g e n- blick das Recht hat, vom Frieden zu s v r e ch iN:, s o ist. das die französische Regierung. Der französische M:nyterpräickent hat, :vem: die Zeittmgsberichte richtig sind, ge- sägt: Was werden die kommenden Generationen sagen, wenn wir die Gelegenheit entschlüpfen lassen, einer: festen nnd dauermden Frieder: für Frankreich zu schaffen! Das ist auch unsere Empfin­dung, und wir wünschen mit unseren Alliierten die Früchte dieses Krieges in einem Frieden begrürrdet zu sehen, der nicht nur .wenige ^ahre und nicht uur für eine oder zwei Generationen Dauer I>at, sondern der für alle Z uk unf't die Welt vor einer solck)en Kata­strophe w:e dieser Krieg bewahren soll. In diesem Empfinde:: lxalte :ch eS :m gegenwärttgen Augenblick für eine Ausgabe der Diplo­matie, die Solcdarität der Alliierten ar:ges:chts des Feindes auf- ^N^uerhalten, mic sie denn auch vollständig aufrechterhalten wird (Beiiatt),' und d:e notwendigen militärischen und maritimen Maß­regeln :n vollitens Maße zu unterstützen, die von den Alliierten gemein,am unternommen werden, um diesen Krieg zu dem d un kt zu bringen, der noch nicht erreicht ist, aber wo Aussicht aus einen sicheren und dauerhaften Frieden zur Wirk- ttchkett werden könnte. (Lauter Beifall.)

Rotterdam, 25. Mai. (WTB. NicktnnttlichZ DerRotter- damsche Courant" meldet aus London: Bei der gesttigen Friedenä- de batte tm Unterhaus sagte der liberale Wgeorducte Pvn- s v n b y:

Wir haben keine Ursache, uns zu diplomatische:: Erfolgen vor oder wahrend des Krieges zu beglückwünschen. Wenn der Krieg sort- dauern soll, brs der deutsche Reichskairzler nnd der Staatssekretär des Aeußeren sich darüber geeinigt haben, ,ver für den Äi-^bruck des Krieges verantwortlich ist, fürchte ich, daß das Ende nock: in Wetter Ferne l:egt. Der Redner fuhr fort: Hat Deutschland sich geweigert, Belgien wieder herzustellen w:d Frankreich und Serbien 5 U raunten? Hat es sich getoeigert. ein unabhÄrgiges Königreich Polen auszurichten i:nd an der Erirennung einer inte r nativ na len KoniMlspon zur Erhaltung des Friedens mitznwirle::Wir wis­sen es nicht und Deutschland wurde nie darum gefragt Das eng- l:,che Volk muß wissen, ob Deutschland diese Dinge verweigert bat «oder ob cm anderes Geheimabtom:ncn England dauw: hindert' Friedensverhandlungen anzufangen.

Ramsay Macdonald (Arl 'itcrparter) sagte: England kann, wenn es noch ern^es Ehrgeftiht hat. kmw:: Frieden annehmen, der den Verlust der belgischen Souveränität mit sich brinch. Grey sollte aber >vQutschlalid fragen, ob es Belgieii räuimm sverde, sobald die Frieden^verhandlmige:: beginnen. Es ist auch nolioeiidig, in Europa den beirnruhigenden ^Einfluß twn Nationen zu beseitigen die srch unter ftemder Herrschaft unglücklich fühlen. In diese.^ Znsammeiihange, sagte der Redner, nwchte ich den Staatssette:.:- des Aenßern ersuchen, das Gerücht in Abrede zu stellen, daß wir mit den 'aussen ein Mkommen getroffen haben, wonack: das Na- ttonalttatenpornz:p nicht in Llnwendnvg gcbrackst werden lw," ^:e,er Krieg nmß mit der Vernichtung des Militarist mus in Europa enden. 'Beifall.) Wir nrMen aber erklären

w:r , selbst berat sind, das Unferige dazu bewtrwien, um bem Militarismus an Ende zu machen, wenn wir vtm Dartschürnd