Ausgabe 
25.5.1916 Erstes Blatt
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

- Höhen nordöstlich

Jf 0 /* i:nt> ui dem Abschnitt von Monfalcone besonders heftig waren, «-eindliclie Flieger warfen einige Bomben auf eine Ortschaft der weneziangck-en Ebene. Es war eine kleine Anzahl Verletzter zu be Klagen; Schaden wurde nicht angerichtet. C a d o r n a.

Die Pariser Wirtschastkonferenz

Bern, 24. fOlai. (WTB.)Corriere belta Sera" meldet au§ London: Die Pariser Wirtsch a f ts k o n fe re n z i ist endgültig auf den 5. Juni festgesetzt. Die italienische Re .grerung wünschte eine Verschiebung, da die italieni- scheu Minister Anfang nächsten Monats nicht nach Paris reiseil könnten. Deni Wunsch sei aber aus verschiedenen Gründen nicht entsprochen worden, insbesondere auch deshalb nicht, weit der australische Bundespremierminister Hughes dann Heimreise.

Das englische Dienstpftichtgesetz.

London, 23. Mai. (WTB.) Meldung des Neuterschen Bureaus. Das Unterhaus hat die Militärdienst­bill einstimmig in dritter Lesung angenommen.

London, 23. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Kitchener sagte im Oberhause zum Dienst - Pflichtgesetz:

Das Gesetz ermögliche es, den Rekrutenzufluß zu regeln, so daß plötzliche Schwanttmgen, die für die militärischen und industriel­len Interessen so nachteilig seien, vermieden werden würben. Generale und Stäbe würden im Stande sein, mit größerer Sicher­heit die Fragen Mach den erforderlichen Einberufungen und Ver­stärkungen zu beantworten. Tie Leute in Reih mrd Glied würden durch den Gedanken ermutigt werden, daß alle Volksgenossen in 'der Heimat bereit seien, sie bis zum äußersten zu unterstützen. Auch Pie Alliierten würden, wie er glaube, in anbetracht, daß England Verpflichtungen übernehme, die sich so ausgesprochen von seinen natwnalen Ueberlieferungen entfernten, anerkennen, daß England bereit ist, vorbehaltlos alle Hilfsinittel gegen den gemein,amen Feind in die Wagschale, zu werfen. (Beifall) Das wienstpslichtgesetz setze England instand, die Kopf z a hl des Heeres -m atter Weise i mb in einem Mäße aufrecht zu erhalten, wie es vwher unmöglich gewesen sei, so,oie vollen Anteil an dem großen Kampf, zu, nehmen, von dem England als Nation, sowie die Zukunft ferner Raste abhänge.

^lus dem englischen NttLerhause.

Rotterdam, 23. Mai. (WTB.) DerNieuwe Nottcr- damsche Courant^ meldet aus London: Gestern bildeten

. ^ < - - > ^ - - -- .-Fischer-

tayrzeuge verloren gegangen und 509 Menschen dabei um- -gekvmmen. Infolge der Kriegsgefahren ist die gefangene ^ischmenge im Verhältnis von 15 zu 6 znrückaegongen Die Preise seien so gestiegen, daß die Fischerei'trotzdem acht .Millionen Pfund gegen 9 250000 Pfund -n Normaljcchrcn ab geworfen h abe.

London 20 Mni. (WTB0 Fin Unterhnuse saqlc Lord i l, die Regierungen Englands, Frankreichs und Italiens wurden darulier beraten, ob die Ausfuhr von Wein i bm Ländern, die an Deutschland grenzen,

wetteren Beschränkungen unterworfen rvevden soll.

Eis eilte eine Mitteilung über die H^chrung der Rebellen in Irland werde dem Hanse demnächst vorgele^. Srr E. Gvuld fragte, ob es Asguith bekannt s rn den Ber-- *

yim^emex gesunden Grmidlage des Gebens und Nehmens in wech,«! stetiger Ergänzung und in achtungsvoller Gleichberechti­gung sind unsere Völker berufen, aus dem Gebiet von Wirtschaft, Kultur und Recht neue Werte zu schassen. Taniit dies Ziel erreicht wird, mögen wir uns immer besser kennen und verstehen lernen. Darum war es -ein glücklicher Gedanke, daß schon jetzt im Kriege Mitglieder der deutschen Volksvertretung nach Konstantinopel und Sie, meine Herren, nach Deutschland kamen. Ich hoffe, Ihr Be- ,ua) wird Ihnen Gelegenheit geben, sich gründlich in Deutschland unizuseyen und Ihre Kenntnis von deutschem Wesen und Leben nach allen Richtungen zu bereichern. Meme Herren! Mit klarem Blick hat Seine Majestät der Sultan, von den treuesten Patria- ten des Landes klug beraten, in "geschichtlicher Stunde erkannt, wo der Platz des türkischen Reiches in dieseni Völkerringen war. Mögen v)hrem erlaucksten Herrscher zum Segen des vsmanischen Reiches noch^ lauge Jahre ruhmreicher Regierung beschieden sein. L>eine Maie,tat der Sultan hoch!"

Wilsons Bermittlurrgsgedanke.

Berlin, 25. Mai. Wie derKceuzzeitnng" gemeldet wird, würde der bekannte Vertranensmauu Wilsons, Oberst House, abermals nach Europa reisen, um bei den krieg­führenden Staaten vertrauliche Anfragen zu stellen, wie sie sich zur Erörterung von Friedensbeoinanngen verhalten möchten.

Der Seekrieg.

London, 24. Mai. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet aus Paris: Der französische Drei maste: Myosotrce" aus Fe camp ist von einem österreichisch ungarischen Unterseeboot versenkt worden. Die Mann- chaft wurde gelandet.

Berlin, 24. Mai. (Priv.-Tel.) DieVoss. Ztg." meldet aus Kristiania: Sj öf fahr tsttd ende" meldet in einem Tele­gramm aus Aloudia: Der norwegische Dampfer "Tj oeme" (1453 Bruttotonnen), iw Jahre 1892 erbaut, der Mir 509 000 Kronen in Norwegen versichert war, ist ans der Rerse von Harrydock nach Genua mit Kohlen (also Bann wäre) von eineni U-Boot versenkt worden. Die Mann schaft wurde gerettet.

L o n d o n, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel­det: Der britische DampferRhen" ist ver lenkt worden.

2. Es empfiehlt sich, bloß junge, zarre Blätter zu pflücken, weil nur sie eineu seinen Tee liefern. Mißfarbige um> alte Blätter taugen nicht mir zu nichts, sondern verschlechtern sogar die Ernte. Es müß jedes Blatt einzeln ohne Stängel gepflückt werden.

3. Man sammle die Blätter ausschließlich bei trockner Mt- terung.

4. Ganz besonderes Gewicht ist darauf zu legen, daß keinerlei fremde Blätter usw., vor allem keine Blätter giftiger Pflon-i zeu, wie Tollkirsche und Seidelbast, in die gesammelten'. Blätter geraten. Die mit der Einsammlung betrauten Kin-- der sind daher von den Aufsichtspersonen rechtzeitig, am besten an der Hand von frischen Pflanzen, genauestens über das Aussehen der einzusammelnd-en und der nicht ein- zu lamme luden Blätter zu belehren.

5. Tie gesammelten Blätter müssen möglichst bald und mit größ­ter Sorgfalt getrocknet werden, am'besten in der Sonne. ^z,t nian genötigt, im Schatten zu trocknen, so bewerkstellige! man dies in lustigen, staubfreien Räumen, z. B. auf dem Dachboden und womöglich auf mit Stoff überzogenen Hür- den. Je stärker der Luftzug, um so schneller die Trocknung und um,o schöner die erzielte Ware. Die in dünner Schicht ausgebreiteten Blätter sollen oft gewendet und so lange getrocknet werden, bis sie brüchig geworden sind. Bei un­günstiger Witterung kann mau mit einiger Vorsicht das Trocknen in schwachgeheiztem Backofen oder in einer Obst­darre vornehmen.

6. Das Einpacken der getrockneten Blätter geschieht am zweck- zweckmäßigsten in der Frühe oder an feuchten Tagen, weil ,ie zu dieser Tageszeit etwas geschmeidig sind und nichlt so leich: brechen. Feucht dürfen sie aber keinesfalls sein, beim dann schimmeln sie leicht und werden dadurch un­brauchbar.

1' m-S Blätter sind in Säcken oder Kisten zu verpacken.

8. Nicht sorgfälttg getrocknete oder gar ftische (uugetrocknete) Blätter zu versenden, ist zwecklos.

9. Soweit die gewonnenen und getrockneten Blätter nicht an Ort und Stelle benötigt werden, sind sie in 5-Kilo-Paketen mit der Post, bei Mengen von 25 Kilo an mit der .Bahn unfrankiert nach vorheriger Anfrage an die Adresse

, öeirtrid} Kaufmann, Ludwigshafen Zur werteren Verarbeitung zu senden. Es werden von der genannten Fabrik 50 Psg. für das Kilo nach Gutbeftmd in ber Fabrik gezahlt. ,

10. Me leeren Kisten und Sacke können nicht vergütet und nicht zurückgestellt werden.

*

Gemeinden und Kettenhandel.

v Zlht mehren sich in den Anzeigeteilen der Zeftungert

Der d ä n i s ck e D a in v f p ® n r i iff cm - ! ? ie (Verkaufsangebote für Gemüftkonserven und Dörrgemüse- häufig

- o a n 1 1 -cye BampferKar re rst auf eine Mine hudelt es sich um viele Waggonladungen. Diese Erscheinung ist

gestoßen und acht Meilen vom Leuchtschiff Almagrundet g e - nt en. Die Besatzung wurde gerettet.

Aur dem Reiche.

Tie Regeluna der Lebensmittel

Volksernährung (sogenannte Lebensmittel-Diktatur) Llüic. heit dafür gegeben worden, daß die Rechte und berech

nicht befremdlich. Das alte Verbrauchzjahr geht zu Ende und die Befürchtung, die Ware werde bei der Uebersommerung leiden oder die Preise wurden unter dem Druck der neuen Ernte sinken, ist Ver- anlaftung genug, alte Bestände abzustoßeu. In Hinsicht auf die Gefahr des Verderbens und die Tatsache, daß je länger diese Waren im Verkehr schweben, sie desto mehr Spekulationsobjekt werden., ff m , höchstem Grade wünsä-eustvert, sie recht schnell in den . . , l'Elch zu bringen. Die Gemeindeverwaltungen würden gut tun, die Wen Angeboten ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Der Komntunal- I der verband ist heute m großem Umfange mit der Versorgungsvegeluno cher- betraut: seine Nachftage1,t dNassennachfrage und entspricht iirsofern.

- > den hauflgcn Maf'.euangeboten der Verkäufer. Mit der Ueberuahmc der Kon)erden auf die Gemeinden ist die Möglichkeit gegeben, Preis-

! tigten Interessen der B u n d e s st a a t e n von seiten der neu , . . --

achtung^fiichen ^vctden^^^ - ic '^ i,en »ukommende Be-1 SÄSÄÄ'oT |, 14 der Bekanntmachung, über g u n

daß insbesondere in Verlor- & ^^^'vvguugsregelung vom 25. September bietet die Handhabe ,0n - - tn 45 e r 0 r ' I ba-u-- ferner daß) die Wttre dahin gelangt, wohin sie gehortzin

Mt C filn ( J tCn ' j den Verbrauch, unb zwar schnell und unmittelbar. Das' hier Ge-

nzvb-n zwingenden Grund cingegriffeti sagte gilt nicht nur für Gemüse, sondern auch für di'e großen

i? '°"^S«r.G-«Eönde »glichen L-bensbLa-sS

L. l Bereinigten Staaten eine wachsende Mißstimmung ^ 25 r Verordnung ist nach dc . ^ . .. _

über die Hmrichtungeii bestehe. Asguith erwiderte, daß er eben aus I l ^ cr Bestimmungen vorgesehen, daß in dringen- Die Gemeinden kömien für ihre Bezirke anordnen, , daß wer

diesem Gamd dre Vorlegung des Berichts beschleunigeu ließe, Fallen unmittelbare Anweisungen der Reichsstelle an Gegenstände des notwendigen Lebensbedarfs in Gewahrsam'hat .EP ?e r.Beratung des Etats des Lnnvwirtschastiamies führte ^ Landrsbehorden ergehen können. Hiervon abgesehen wird . vorhandenen Mengen getrennt nach Arten und Eigentümern Etterstaats^emc Aeland aus: Wenn günstiges Wetter an- der Verkehr der Reichsstelle mit den Bundesstaaten und * , mttl PS ^ letzteren binnen einer zu bestimmenden Frist so »mrcke dre E^eugung der hauptsächlichsten Lebens-^ rhren. Behörden durch Vermittelung der Landeszentralbebör- at 1^

!^"el nicht vollständig versagen. Das sei aber nur dadurch den vollziehen. ^ll.ioeszenrraweyor-

,.mogircy, oaß dre Farmer härtere und längere Arbeit leisten N p r f \ n 9/1 /w \ r , r v ^

^wurden als je zuvor. T«ic Landwirtschaft liabe vor aem Kriege Mai. «WTB.) Der Hauptausschuß

rwch eine Million Menschen beschäftigt die Farmer einge- i chvt a g e s. begann heute die Beratung der Er-

i-Wosse^, <^lt dom .«VK h-v- sie 250000 300000^rte »«- Itll ftagen. Untrrstaatssekretär Frhr. v. Stein y-f 1 W* ^lur einige zehn jausend Frauen erhalten, von denen m P Tcitterlungen über das neue Kriegs-Ernäh

P fT\rfr\'<> r>or%> r . . - c - r u n a ^ a ^- oi j r * ^ i c r ^ -

viele ohne /ede Effahrung seien, sowie du paar tausend Soldaten,

Nindea und Fenenarbeiter. Dem Ministerium sei mitgeteilt wor- f TTt ^ n Feldsrüchte, die mehr Arbeit machen, zu Gunsten weniger Arbeit erfordern, so das; die Produktion Der Lebensmittel zurnckgehen werde. Wemi die Landwirt- llfFJ* ^ die Armee abgebm müßte, könnte man

^durch die Zufuhr vom Auslande >cntgeyen. aber die Schiffe wurden dauernd für deii Trans- Munition gebraucht. Die Preise der Lebens- ?El seienhoch genug Lambert sagte, die Farmen seien gefahrlichein Maste v»>ri Arbeitern entblößt. Wenn der Krieg noch lange dauere, werde die Ausgabe von Lebensmittel-

betonte, daß man anqe- -° *

bei bet^ber hohe^ f bat :

^ ^ w t. Der Präsident dieser Behörde erhalte volles -oersugungsrecht über alle in Deutschland vorhandenen ^ebensmtttet, Rohstoffe und Futtermittel. Ihn: seien sieben ^ueunberatendeMitgtieder beigcgeben, er entscheide aber selbständig. In oen grundsätzlichen Fragen solle der Beirat etwa monatlicy einmal gehört werden. Als erste Auf­gabe des neuen Amtes komme eine Prüfung bezw. Auf- ^b sperrmaß rege ln gegen die Lebens- einzelnen Bezirken in Betracht. Bericht- Ät^r G^f Westarp führte aus, aus den vorliegenden Bestandsaiifnahmen gehe hervor, daß wir für die nächsten ^^Ä^^^uhrungsmitteln versorgt seien, wenn sparsam gewirtschastet werde. Unter,taatssekretär Dr. Michaelis teilte mit, erne Nachprüfung der Brotgetreidebestände

vifa ^^ootgefah-r. Zwar sei die Hungersnot

?ber man muffe sehr sparsam mit den Vorräten iSK srvste Schwierigkeit liege auch in dem Mangel an ^ C a bemerkte, daß die Anbaufläche

für Weizen int letzten ^zahre um 20 Prozent vermehrt worden sei.

Englauv und J«pan.

»».Wien 24 Mai (WTB NickMmtkich.) DemNeuen Wiener Journal" zufolge wurde her Rücktritt Sir Nicolsons ^rdnrch veranlaßt, duff sich der englisch-japanische 2h£Z2JZ& ff der chinesischen Frage verschärfte, wagend die Annäherung Japans an Rußland K^s^lte machte. Die,e Entwickkiing sei eine persönliche Dchlappe für den fanatiscyen Russenfreund Nicolfo-ir

* * *

Der Reichskanzler an die türkischen Abgeordneten

24' Mai. (WTB.) Bei dem Empfange der turknchen Abgeordneten hielt der Reichskanzler folgende An- Sprache:

i^unsere Kreuzer im Mittelmeer beim stAusbruch oes Krieges nach einem erfolgreichen Vorstoß gegen frcnt= W Weg mitten durch die Ä

.nrustten, bangte bei uns manches Herz um ihr Schicksal. Wir wuß- !'^+ Xe Uvbevmadyt auf sie lauerte, wie aus eine

Schere Beute nwel ging durch unser Volk, als die Botschaft kam ^ unsere schiffe nach einem geümgeuen Durchbruch r.l dln Ge- von 5bonstauttnopel bei Freunoeu geborgen waren Mo- harten Kampfes folgten ivo Deutschland und Oesterreich-Un- ^^'uraulttchseldst gejtelttvem, Ansturm der Feinde ätzten, ^a trat der Freund als Wrudesgenoste an unsere Seite, der erste **? ^uns bst Sieger erkannte und entschlossen ferne Sache mit fbev unfrigcn Verbano uno abermals ging eine Woge der Freude

^ ggr uße yb lt l /Thnen, meine Herren Seien Sie Ler^ich willkommen auf deutschem Boden, lvillkommen im Hause fff Jtafrfmtaf. Wi^er flattern im deutschen Winde ttirftsche JKSL 1 «EE/? 1 ^ 7 U, ^ageu, da an osmanischer Tapiericit bas Unöe.reglmrlett zerschellte. Ter Ruhm von Ga l- fipol^, ver Ruhm von Kut-el-Amara begleitet sie Aber .«QW t&emi, tu BedeMmg unseres Bundes erschöpft sich nicht m

über hinaus noch 102 000 Tonnen gesichert seien Deshalb wuckren 100 000 Tonnen besonders bedürftigen Bevölkerung^ zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Einem * Nattonalltberalen und des Zentrnnls entspre ^llte der Unterstaatssekretär in Aussicht, daß Wald und Walzwerkarbeitern die erhöhte Brotration belassen be^w. gegeben werde. Auch inerde es möa-

a B * ik E'""--» --

*

or .Berlin, 25. Mai. Unter dem NamenOstdeutsche Ansiedlerhilfe wurde in Königsberg, wie verschied^ie

BaS&Ss ifty mill<;lii

5ltis Stadt tt,rd Land.

Gie ß en , 25. Mai 1916 Blätter der Brombeere, Erdbeere, Himbeere, schwarzen Johannisbeere, Heidelbeere und Preiselbeere als Tee-Ersah.

Ein wichtiges Geuußmittel, dessen Einfuhr die Feinde nnttr- bundlen haben, rst der Tee. Glücklicherweise verfügen wir über einen chr oraoLborm Ersatz noi, p-zu Mimischen Ursprungs. nämsZ den Tee aus jungen Blattern der Rrombeere.

^ t .. r r :n . bec Brombeere, Erdbeere, Himbeere, schwarzen Johannisbeere, Heidelbeere und Preiselbeere . Mg Emsammeln der genannten Blätter wird zweckmästia die Gemeinden und SäMen besorgt. Wo die bettstfende^ p^lttaucher häufig Vorkommen, möge die Schuljugend nach vor­her emgeholter Zustimmung des bettcffenden Grundbesitzers an Aulfreien Tagen das^Pflückeu unter Aufsicht uub fi IttjrpLrfon besorgen, r-a die jungen Blatter einen besseren Tee liefern, als die Sommer- und Herbstblätter, so empfiehlt sich be- rClt * L^ruhfahre mit dem Einsammelu zu beginnen.

lnr b:i b?r " weiteren Behanolung der ge­sammelten Blat.er hat nun folgende Regeln zu beachten:

L. Xae ^.aller jcocr Boecenart jmd für sich getrennt zu sammeln, m trocknen und zu verpacken. "

. , . :y->»uu! tuia -u uriuitrarcnocn tyntt

daß .Handel- und Gewerbetreibende verpftickstet sind ihre Vorräte aus Verlangen käuflich zu überlasten". Widrigenfalls kann Enteignung Platz greifen. Daß von diesen Bestimmungen. Bekanntmachung vom 25. September) seitens unseren

Kommunen viel Gebrauch gemacht worden ist, ist uns nicht bekannt., andernfalls wäre Kelten- und Schieberhandel nicht so üppig in die olutc gefchoffen. Die Stadt Köln hat neuerdings einen Schritt getan der die inobile Freizügigkeit der Ware von Hand zu Hand hcmint: die Kölner Preisprufungsstelle bestimmt:Wer Gegen­stände des nollvendigen Lebensbedarss. insbesondere Lebensmittel, Heiz- und Leuchtstoffe, Seife und Kleitmngsstticke durch Preislisten anzubieten beabsichtigt, muß spätestens am Tag vor Beginn der Versendung oder sonstigen Verteilung der Listen ein Stück jeder ^iste einreichen Zuwiderhandlimgen gegen diese Verordnung wer- 1 ^^/cmMNs bis zu sechs Väonaten oder mit Geldstrafe bis zu » beltraft. (Dre Strafmaße sind übernommen aus den Sttafbestimmungen des § 17 der betr. Bekannttuachung.) Die <otadtverwalttlng Köln bekomntt damit eine llebersicht über die in ihrNN,Bereich vorhandenen Warenvorräte und kann sie g^gebenen- ftrr die städtische Bersorgungsregelung in Anspruch nehmen. Zn befurchten ist nnr, daß, solange das Kölner Vorgehen isoliert dasteht, dre Ware abwaudert. Alle Stadtverwaltungen, bezw. alle Preisprusungsstellen sollten in ihren Bezirken vorherige Zustellung aller Verkaufsangebotslisteu über Lebensmittel verlangen Eine straffe und allgemeine Anwendung der Bestimmungen über Versor- O^ffä^regelun^ wtirde den Kettenhandel und die Zurückhalttnig, glerch von welcher Seite sie erfolgen, mft einem Schlage vernichten leichtern ^ Versorgungsnöte mit einem Schlage wesenttich er-

*

** Amtliche Versoualnachrichteu Der Groß-

^ c? ^ öum Io. ZNai 1916 dem Kontoristen Heinrich I^^adt das Silberne K'reuz des VerdieustvrdeuS Großmuttgen verliehen. Das Ehi-enzeichen ftir Mitglieder^freiwilliger Feuerwehren wurde vom Großherzoq verliehen ^akob M el k I. zu Wirhausen. Der 0sr o ß z e rz o c N E 6. Mai dem Kamlisten in der Hessisch--Prtmßischesi

Eiseudahngemeinschaft, Adolf Thiemairn zu Mainz, den Titel ^anzlersekretar und dem Nttrgaziuarbefter in der Hesfisch-Preußi sckfe.i Effenbahngemeinschaft, Johannes Ast he im er zu Gustavs k . ^^der Vollendung einer fünfzigjährigen Dienstzeit

das Allgenreme -Ehrmrzeicyen mit der ZuschriftFür treue Arbeit" verliehen.

** Militärische Ausbildung der Juaend Am Sonntag führte ein Reisemarsch die Junamann- schaften durch den Gleiberger Forft Kurz nwch 7 Uhr wurde abmarschiert. Der Weg führte zunächst durch das herrliche Gleichbachtal, in dessen öderem Teil kurz gerastet und gesrühstückt wurde. Dann ging es an dem Forsthaus Gleiberg vvrüder nach Kirchvers. Am Rand eines reifenden Wiesentälchens wurde von i/s122 Uhr gerastet und ab­gekocht. Auf dem Wege zur Schmelz und nach Fron - Hansen unterbrach eine kleine Uebung den anstrengenden Marsch. Um 5 Uhr kehrten die Jüngmannschaften mit de^ Bahn von dem herrlichen Mai gang zurück. Am Mittwoch abend übten die einzelnen Abteilungen in den Tunnhalleri des Gymnasiums, MalWmnasinms und der Obervealschule - In einem Erlaß vom 3. l. Mts. weist das .Krieasministe- rrunr erneut auf eine Vergünstigung für die in den Jugend- konipagnten übenden Mannschaften hin, wonach bei regel­mäßiger imd erfolgreicher Teilnahme an !>er Vorbildung die Fungmcmnschasten bei der Musterung Wünsche aus Ein- stellnng in einem Truppenteil der -Waffe äußern dürfen »ur die sie ausgehoben sind. Es dejtimmt dabei aber aus­drücklich, daß Austveise in ddestnn .Sinne nur an Jnua« mannen erteilt werden dü/rsen, dre unmrrtdo<b.-