bte ücrrthehen Schützsrgraberr zurücktri-eb. Aus dem linker
fei bauerten Me Jnfanteri-ekämpfe im Gehölz vor
K^oooutt die Nacht hindurch. Die Franzosen errangen int Hund Manatenkampf einige Vorteile und besetzten mehrere Blockhäuser, iBorffeem sie die Deutsckum daraus vertcieberc hatten. In der Gegend westlich des Toten Mannes war der Kampf besonders lebhaft. Verschiedene Versuche der Deutschen, ihre Fortschritte weiter aaszudelpren, wurden durch Sperrfeuer obgervießm: dagcyen mach iett bte französischen Truppar einen heftigen Angriff, wodurch es ihnen gelang, einen Teil des in der Nacht zum 21. Mar verlöre inen Geländes zurücttzugewinnerr. Auf dem rechten Maas User machten die Deutschen wieder hott Gegenangriffe aus die ihnen gestern durch die Franzosen entrissenen Stellungen in den Steinbrucl-en bei Haudromont. Alle Angriffe wurden auf gehalten und kosteten den Deutschen schwere Verluste. An den Zu gangen des Dorfes Va n x machte eine kleine Unternehmung vor mittags die Franzosen zu Herren eines deutschen Schützengrabens. Bei Les Eparges flogen mehrere Minen ans, ohne viel Scha den anzurichten.
Amtlicher Bericht von Montag abend: In den Argonnen beschossen unsere -Batterien energisch Nantillois und Montsancon sowie den Wald von Cheppy. Aus dem linken Maas-Ufer rückten wir im Lause dos Tages südlich der Höhe 287 weiter vor und zwange:! den Feind, ein kleines Werk zu räumen, das er seit dem 18. Mai besetzt hiett. In der Gegend westlich des Toten Mannes erlaubten uns unsere Gegenangriffe den Feind aus einigen neuen von ihm besetzten Grabenstücken zu versagen.
Auf dem rechten M a a s u f c r setzte unsere Infanterie nach mächtiger artilleristischer Vorbereitung zum Sturm auf die deutschen Stellungen auf einer Front von etwa zwei Kilometern von der Gegend westlich des Gehöftes Thiaumont bis zum Fort Donaumont am. Auf der ganzen Front eroberten unsere Truppen die deutschen Schützengraben und drangen in die Front von Douanmvnt ein, von der der Feind noch den Nvrdteil besetzt hält. Zahlreiche Gefangene blieben in unseren Härchen. Auf den Maashöhen gestattete uns ein glücklicher Handstreich im Walde von Bouchot die feindlichen Schützengräben aus 300 Meter Länge zu säubern und Gefangene zu machen.
Flugdienst: Heule ftüh holte einer unserer Jagdflieger, der zur Verfolgung eines deutschen zum Bombenabwurf auf Dünkirchen hevankommenden Flugzeuges aufgestiegen war, dieses ein und brachte es bei Wizzels, nordöstlich Cassel zum Absturz. Im Elsaß wurden zwei feindliche Flieger im Luftkamps herunter geschossen ; einer fiel in unsere Linien bei Sennheim, südlich Thann, der andere in Gegend von Bon-Hamme, kurz vor unseren Schützengräben.
tun nur laueret zuatapr äüoux jie ul <innuuu Frieden unb Rettung der Gesell; chaft?
Wilson schloß: Ich werde mich gerne dem Gedanken hingeben, daß der Geist dieser Stunde seinen Ausdruck finden würde in unserer Vorstellung, daß wir dasselbe heilige Symbol das Rates und Preises der Nachgiebigkeit und des rechtlichen Urteils vor den Nationen der Welt ausrichten, unb wir so an die Stelle der Heiligen Schrift erinnern: Nach Wirrd, nach Erdbeben, nach Feuer kommt die stille sanfte Stimme der Menschlichkeit.
Der türkische
onstan tinopel, 23. Mai.
Der französische Ministerpräsident über den 5-rieöen.
Paris, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Beim Empfange der russischer! Parlamentarier im Palais Bourbon hielt Ministerpräsident Briand eine Ansprache, in der er sagte:
Diejenigen, die ihr Blut vergießen, fordern Zeugnis von uns. Sie werden hier bei Parlament und Regierung den gleichen Wunsch , finden urid das gleiche Ziel erreichen. Daß wir den Krieg nicht gewollt haben, macht nufere Kraft aus. Wir tragen die Stirne hoch und haben ein reines Gewissen. Keine der Herausforderringen, welche die Welt seit 25 Jahren gehört hat, ist von uns ausgegangen. Wir haben darauf mit einem dauernden Suchen nach sri ed l i chen Lösungen geantwortet. Das Wort Friede isteineLästerung, wenn es bezeichnet, daß der Angreifer nicht bestraft werden soll, und daß Europa morgen Gefahr läuft, aufs neue der Willkür einer Militärkaste unterworfen zu werden, Me von Hochmut und Herrschsucht trunken ist. (Lebhafter Beifall.) Der friede wird aus unserem Sieg hervorgehen. Der ^Friede muß auf das Völkerrecht begründet und vcm Bürg- schaften gewährleistet sein, gegen die kein Land anfbegehren kann.
''sstep macht die Größe unserer Aufgabe aus. Dieser Sieg tonnrrt! DLffchland triumphiert nicht! Es scheint, daß es sich vor den Augen der Mett mchr und mehr erniedrigt: e$ lebt in Furcht, und Gewifsensbrssen. Das ist die Macht des Ideals, welche er"' .Jnn bedeutet für Deutschland den Anfang des Endes und Eewsshett, baß die Siegcsstunde bald schlagen wird Are malten g egeniflr Blut, ihre Männer und ihr Material an me gemettyaine Sache. Jetzt, meine Herren, wenden wir unsere I SSrfSI» s denen zu, die da unten schlafen und über
. ^ v 1 RAln^ schon auffeuchtet. i^Langanhattender Beifall.)
' . 1 der russischen Parlamentarier im Elysee
Porncare sre willkommen und richtete eine Ansprache an sre, di« das Bundms mit Rußland zum Gegststand halte.
, . . .d«ris, 23. Mai. (MTB. Nichtamtlich.) Briand sagte in ! ^ russischen Parlamentarier noch u. a :
. . E ^Erch Frankreichs Ziel gewesen ist, hat es bei Agadir jund ber der Ann^wn Bosniens und der Herzegowina ggSffi. ^ dre Mittelmächte verfolgten im Geheimen die Ver- rSSS^ dlbsichten. Im Jahre 1914 hat dem Deichrechen ^n Seoafewo, gewiß ein vemb- JHmb, aber eme Ttt, für welche die OeffEchkeit ren»erlei Verantwortung tragt, Gelegenheit dazu gesunden Der
Ö?* seiner Ansprache: Selbst im
^ /letten wrr nur zürn Zwecke des Friedens vereint. Man äff,*?” ^ W werden wir lveiter tapfer
L ^ ^ ^ w-d
«fite Rede Wilsons.
Dorf, 21. M-n. (mm Nichkomlich5 Tlurch Storrf» fpcnö vrm dem Bertr-et-r dr4 Wokfffchcu Bureaus W i l s o nSi ro Cha rlette (Nord-Errrolimi) y\rc Feier des 141 Iah» ®e#t<wje§ der lürte^eichirullg der Mecklrnbarrgec Unabhmigrqkeits- ?* MÄlsiburg (Nvrd-CarÄinQ! vvr hirnderitruseno er d« Seit fei für
jux Herbeiführung des Frie- ^icgfuhreuden Lmrdern Europas auzubieten Auf den Ursprung des Wachstums der Aereiuigteu Staaten SS^ ««tg nehmend bctmrw Wilson, daß das Land in Wirklichkeit nicht ZlZZ ^ en und aus England
^ s«, solchem daß der charakteristische Teil Slnierikas seinen
Dennsvlvanim und w . U«lchm Bw Anfang an diese Mschung v>on ^chiÄ>E, vraßenvorhwidnl gewrfen sei, die los üarakteristischsie ^su^chendm BeiemigtenSi-aoten bildet. Die Männer, dib ur- Iprungllch herkchnen, und drefenigen, die seitdem gekommen sind mrt aNm nchMchm Arten Blutes, Ueberlie^^i und Erfcchrungen, aber alle Mrt der gleichen Leidenschaft sur dre menschliche Freiheit. Amerikas das als Schme?z- ^ •mkmiöfaltüpi Elemente diente, war immer in der bemiffm. ^Wahrend wir uns inmitten dieses Prozesses aus dem Höhepunkt in der Krise dieses Bwzesses, kam Me gwße Katastrophe des europäischen Krieges .In diesem spielt ,ich dasselbe ab, was in Amerika vor sich,
tJt ' ^ Eur We ttbewerb nationaler Grund- anschauungen, nationaler U e be r l ie fer u n g e n nationaler Politik und politischer Systeme.
Wilson fuhr fort: Eunopa hat sich in diesen Krreg verstrickt wie wrr am Frieden festhatten, um zu sehen, was aus diesen ,Dingen zu machm ist, wenn sie in eine heiße Berührung mit- ' -graten. Was öie auf der arideren Seite vor sich gehen
& ei] } rtefi^er Prozeß, durch rvelchen der Kanrpf der Elemente nach Gottes Ratschluß in eine Beiordnung und Zusam- menarbslt der Elemente nnigewandett werden kann. Tann ist es evt rn le re s s an ter U m stand, daß die kriegerischen
1 T n° 1 ^ € H ' Dinge, die Iiiit-
einander m Beehrung stehen, machen kSine großen Fortschrttte ^gm^der. Wenn Ihr nicht überwältigen könnt, 1- ffllicär ^ tschla g e n. Hier in Amerika versuchten wrr em B-ettp^dasur zu geben, wie die ganze Wett auf der Grundlage der Freiheit, der Zusammenarbeit und des Friedens zu- ^mmcngebracht werden kann. Mit dieser großen Erfahrung, die wir SHrt' Yt Armer ika eine Art von prophetischem mw&ex fixe das Menschengeschlecht. Atzas wollt Ihr
Bericht.
. (WTB.) Kriegsbericht vom
22. Mai.
An der Jraksront keine Veränderung.
, Da den Bedürfnissen der neuen Lage entsprechend, die sich irrsolge der Einnahme von Kut-el-Amara zu unseren Gunsten ergeben hatte, eine Aenderung in unserern Berteidigungsplan notwendig geworden war, hatten wir vor drei Tagen unsere auf dem rechten Ufer des Tigris stehenden Truppen ein wenig zurückgezogen. Der ^Feind erkannte dies erst nach zwei Tagen. Wir stellten fest, daß der Gcigner gegen unsere Stellungen aus dem genannten Ufer nur einen Teil seiner Kavallerie oorwarf und zwar mit dem einziaen Zweck der Aufklärung. -
Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel verlief der ■ri ruhig. Im Zentrum fanden öttliche Jnsanteriekämpfe tott. AE dem linken Flügel unternahm der Feind in der Nacht vomzum 20. M!ai zwei Ueberfälle ans unsere Vorposten, die jedoch alle beide abgeschlagen wurden.
Gfa der Nacht zum 19. Mai erschienen acht feindliche t e g e r in der Gegend der Dardanellen st raße. Einer unserer Kampfflieger griff die feindlichen Flieger zweimal an und eropnete auf sie ein wirksames Maschinengewehrfeuer. In derselben Nacht urttermahm ein Wasserflugzeug auf der Verfolgung Megers einen Flug nach Jmbros, wo es aus bOO Meter Höhe neun Bomben aus die feindlichen Flugzeugschuppen wirf urid gute Wirkung feststellte. Bon. der Höhe von Jmbros chleuderte ein_ feindlicher Monitor am 20. Mai wirkungs- ;?? einige Ge-ckwsse gegen Sedd-ül-Bahr. Auf einem seind- W Kreuzer, welcher zwei Barkassen schleppte, wurde durch unser Artulerrefeuer ein Schornstein beschädigt und der große Mast gebrochen, als er sich der Küste südlich Kusche Ada in den Gewässern von Smyrna näherte. Bor unserem Feuer mußte sich der erwähnte * n Richtung auf Samos entfernen, nachdem er nur vier ifj L e . (^^Qjfren hatte. Als Erwiderung aus die Beschießung von El ttvrsch griff emes^ nufer Fliegergeschwader in der Nacht Dom 20. zum 21. Mai Port Said an und warf zahlreiche Bom'- an der Küste und im Hafen verankerten femdlick)en Schiffe ab, sowie auf Militarposten der Stadt. Wrr stellten fest, daN durch diese Bomben große Brände hervorgerufen wurden.
hr^stigen Feuers! seitens der Truppen und der feindlichen Schiffe kehrten unsere Flieger wohlbehalten zurück.
Englands Kriegsausgaben.
London, 23. Mai. (WTB. Nichtmntlich.) Meldnna des Renterschen Buneaus. Unterh aus. As qnith beantragte die Bewilligung eines Kredites von 300 Millionen Pfund Sterling, des elften seit Beginn des Krieges, wonrit die Gesamtsumme auf 2382 Millimien Pfund Sterling steige. AZquith erklärte, die täglichen Ausgaben hätten erneu Durchschnitt von 4 820000 Pfund Sterling betragen, was deri höchsten bisher erreichten Durchschnitt darstelle. Es sei aber möglich gewesen, sie auf 4 600 000 Pfund Sterling zu vernilnderii. Das Awvachsen der Ausgaben habe Jjr tn€1 3 hauptsächlich in den Anleihen an die
Verbündeten und die Dominions. Asquith erklärte weiter, daß ohne die finanzielle Unterstützung, die England zu gewähren für seine Pflicht gehalten habe, und die es der gemeinsamen Sache gerne geleistet hätte, die ffereiniqten Kriegsoperativneii der Verbündeten nicht mit Erfolg rrnd mit der notwendigen Wirksamkeit fortgesetzt werden könn- terr. Er erwarte, daß das Haus diese Vermehrung der Aus- S^en, um das ganze komplizierte finanz-ielle, marittme und militärische Gebäude, von dessen Zusammenhalten der Erfolg abhange, wirksam zu erhEeii, nicht mißbilligen wurde. (Lebhafter Beifall.)
Ungerechtfertigte Klagen über die Behandlung der englischen Gefangenen in Deutschland.
-fiA c" ^ unter Haus. Hunt (Unio-
Nifti fragte, ob mit Ruchrcht auf die Behandlung der englischen Gesa ngenen in Deutschland die Regierung durch Vermittlung Ms amerikanischen Bofichafters in Berlin der deutschen Re- gierung zu verstehen geben rvürde, daß die feindlichen Gefangenen in Großbritannien der strengsten Behandlung, beinahe wirklicher Grausam Veit unterworfen würdeii, bis der 'Bvtsckiafter berichten wurde, daß dre englischen Gefangenen in Deutschland gut bohandett ^ Unterstaatssekretär des Lleußern Ce eil erwidette, daß dre Bei-aiidlung der englischen Gefangenen in den gewöhnlichen deutschen Lagern ^ in der letzten Zeit besser geworden sei, daß aber die Verhältnisse m einigen Lagern industrieller Unternehmungen, m denen brittsche Gefangene beschäftigt seien, viel zu wünschen übrig ließe. Die Anregung des Mitgliedes wird nicht aus den Augen ver- wvm werden, aber wir sind aus Gründen, die dem Mitgliede ein- leuchiten werden, ängstlich bemüht, Repressalien zu vermeiden.
Amerika und England.
WaFtington, 23. Mai. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus: Die neue Note an Großbritannien, betteffend die Beschlagnahme amerikani- sks e nd un glen, wird wahrscheinlich Dienstaa oder Mittwoch abgesandt. Sie wird in ihren allaemeinen vom StaatsdeparteTNMt ftstgestellt imb sodann der Worttaut Wilson zur persönlichen Entscheidung unterbrettet.
Berlin, 22. Mai. Der S t e ue rau s sch u ß des Reicks-, tages trat Montag abend nach der Plenarsitzung zusammen, um I die zweite Lesung der ihm überwiesenen Steuervorlagen vorzunehmen.
Der Kvmpro mißantrag über die Erhöhung der Post-, Ferw- und Telegrammgebühren mit den Anmerkungen über Ermäßigungen wurden nach kurzer Diskussion über die Steuerfreiheit bex Fürsten gegen die Stimmen der Sizialdemokrateir angenommen.
Tie Vorlage über die Erhöhung des Frachturkunden stempele: wurde in der Fassung des Kompromißanttages ohne Diskussion angenommen.
Es folgte die Beratung über den Kompromißanttag bett. die Erhöhung der Tabakabgaben. Ter Kompronrihantrag rief einige ^Förterungeir von sozialdeniokratisckM Seite bervvr, in denen auf dre Höhe der Tabakpreise hingewiesen wurde. Ein nationalliberaler Redner hob hervor, daß der inländische Tabak von 75 Mk. aüf ^0 Mk. Steuer herabgesetzt tverde. Dies sei zu bedauern, weil dadurch die wcnsälische Tabakindustrie benachteiligt iverde. Ein sozial- demottatisck-er Redner bemängelte die Bestinrmung über die J-nkraft- setzung des erhöhten Wertzolls; die Preise würden taffie Zeit hoch
’ - , , 17LL JU1U.VLII LdIU{v */VU^
metben. Ein sortschrittl. Abgeordneter betont, daß der Borwurf der Nationalliberalen sie selbst tteffe, da sie die Bemülumgen der Fort- Ickrittttchen Volkspartei, die durch Aufrechter Haltung der Spannung drese Schädigung hintanhatten wollten, durchkreuzt hätten.
Der Staatssekretär bestreitet gegenüber einem konservativen Redner, daß eine Verscknebung in beut inländischen Tabakbau durch
.Herabsetzung von 75 auf 70 Mk. eintrcten werde. Auch die Schädigung der tvestsälischen Industrie werde nicht eintreten.
Die Anseinondersetzamg über die Erhöhung der Spannung zwrschen der Belastung des ausländischen nnd ffrländischen Tabaks geht noch weiter. Ein Vertteter der Fortschr. Volkspattei bleibt daber, daß ihn 'und seine Freunde eine Schuld nicht tteffe, da sie rm geeigneten Moment nicht genügend Unterstützung gefunden hatten.
Eine lckrgere'Aussprache entspinnt sich über die übliche Steuer- l^reckMung, die auf Ausführimgsbesttmmungen beruht. Bei dieser . Berecknung wird Sorge getragen, daß die gegen Kttedit kaufenden Fabrikanten nicht schlechter gestellt werden als die barzahlenden.
, ^er Kompromißanttag über die Erhöhung der Tabakabgaben wird angenommen.
,. -3^ 2lttikel V, Abs. 1 der Kompromißfassung des Tabaksteuer- gesetzes wird von sozialdemokr. Seite gewünscht, die Frist von fahren (statt einem halben Jahr) ausrecht zu erhalten, wäh- rend derer die infolge des Gesetzes arbeitslos werdenden Arbeiter zu unters Lützen sind. Ein Zenttumsredner erläutert die Bedeutung der Bestimmung. Es bleibt dabei, tmß die Frist, innerhalb deren dre arbertslos^ werdenden Arbeiter uuterstützungsbereck>ttgt sind, dre gleiche bleibt, wie in der ersten Lesung beschlossen mürbe. Ein tocti au. Redner betont, daß in dem -Gesetz zwei Termine für das ^nkrafttteten enthalten sind, daß aber die Fristtestrirrmung für die Unterstützung Arbeitsloser für beide gelte.
Darauf wird auch der Kompromißanttag über das Tabak- steuergeietz angenommen.
Angenommen wird gleichfalls die Enffchließmrg aus Einsetzung von ,z-achaus)ck>üssen.
Nachträglich wird eine fortschr. Entschließung bett. die Post- abgabettecheit der Fürsten behandelt und mit 14 gegen 13 Stimmen ab gelehnt.
Znm Tabaksteuergesetz liegen 65 Bittschriften vor, zum Post-
r Kort rtn>vo4-» OO ^. Cr — . .. ^ . v r. , - . / x ^
Ällabsnglesetz 22 und zürn Frachttirkruckerrstempelgesetz gleichfalls ich durch die Ausschnßbeschllrsse als er-
22 Bittschriften, die sämtlich ledigt erklütt werden.
Darauf vettagt sich der Ausschuß auf Donnerstag vormittag. . d ^ r l i n, 23. Mai. (WTB.) Der Hauptausschuß des Reichstags hat das Kriegssteuergesetz in der Fassung be§ gemein jamen Llnttages in der zweiten Lesung mit einer Mehrheft angenommur sowie die Entschließung der NotvcmalliberaLen, dcchin wirken, daß der Vorsitz in den Steuerämtern fiuonz- und flauer- technisch gebildeteir Beamten im Hauptamt übertragen werde.
Aus dem Reiche.
Das nrrre Kricgsernährungsamt.
Blerliu, 24. ,Mvä. In einer Unterredung mtt einem Vertteter des ,,Lokal-Ar?,zeigers" erklärte Exzellenz Ba- tocki, es sei ihm ein schwerer Entschluß gewesen, fernen ostpreußischeu Wttkuugstteis zu verlassen, in dem noch große, v^ou ihm erngelettete Ausgucken zu Ende zu fichiren seien. Am Fvettcrg werde er die erste Borstaucksfitzuu^ abhalten und daun zur Jnsvrmattou dies Borstaudes eine Anzahl von Bürgermeistern von -großen und mittleren Städten, weiterhin Vertreter der Konsumenteuiuteressen, Vertteter der landwirtschaftlichen Erzeuger, dies Handels und der Industrie usw. sprechen. Einige dringliche ^lckhllsemcchr^xln, insbesondere die Flüssigmuchung erheblicher Geldsummen für die Kommunen, hoffie er alsbaSd anordnen zu können, um sie in -bfie Lage zu setzen, etwas Durchgrerseiüres zu tun. In etwa 14 Tagen soll der grroße Beirat zum ersten Male zusammentteten. Er hoffe, chm daun schon Vorlagen in grundlegenden FvaUen machen zu können. Dan Dar wäre er der Presse, weupr die Bezeichnung „Diktator^ verschwinden würde. Er hoffe auf die llnterstützung der Presse auch da, wo es einmal hart auf hart komme. Er zweifle nicht daran, daß auch in der Ernährungsfrage de? Sieg für Deutschlaud Mwiß sei.
Der §eekneg.
Sonbit 23 Mai. (WTB. Meldung des Reitterschen Bureaus, zufolge der verminderten Tätigkeit der deutschen Tauchboote haben die Versicherer bei Lloyds die Ver- tcherungsprämien für Kriegsrisiko bedeutend herabgesetzt. Dre Prämien, die jetzt verlangt werden, ^^.chEÜtens unr 10 bis 25 Schrlling per Hundert niedriger als dre bisher geltenden Versicherungssätze.- sie sind im Be- grrff noch weiter herunterzugehen.
Marseille, 23. Mai. (WTB.) Meldung der Aaence Havas. Der 1500 Tonnen große Dampfer „Languedv c" • t von einem deutschen Unterseeboot
rm Mtttelrneer versenkt worden. Der Kapttän wurde gefangen, weil er sich und sein Schiff verteidigte. Fahrgäste waren nicht an Bord. Die Besatzung wurde nach der Tor- pedrerung aufgefischt.
London A. mal (WTB.) Lloyds Agentur meldete Der rtalrenische Damp fer „Birm anin" (225 Tonnen) lttti) die grrechisch«^ Dampfer „Anastassios"
und Coroneos'' ( 1 M 1 Tonnen) sind gesunken.
Palma (Maklorca), 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich) MÄdnng der Llgence Havas. Der n orweg i schc Dam v - 0 mit Kohle von Cardiff nach Genua, unter- rst rn der Nähe von Mudia durch >eäu österreichisches Unterseeboot versenkt worden.
< r L v n don, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldtt
"Sebricettis" im
Berlin, 22. Mai. (WTB.) Der Kriegsansschuß für Kaffee, Dse und deren Ersatzmittel, G. m. b. H., macht bekmrnt, daß diejenigen Mengen von Rohkaffee., für welche bisher die üebernahme nicht ausgesprochen wurde, unter folgerchelr Bedingungen frei ge geben werden:
1. Die frei gegebenen Mengen dürfen nur an die Der- braarcher direkt oder seitens des Großhandels nur an solche Wiederverkänfer des Fachhandels abgegeben werden, dre srch verpflichten, den Kaffee unmittelbar an die Verbraucher a^uführen. 2. In jedem einzelnen Falle darf nicht über ein halb Pfund gerösteter Kaffee verkauft werden. Der Verkauf ist nur gestattet, wenn gleichzeitig an denselben .Käufer mindestens die gleiche Gewichtsnrenge von Kaffee-Ersatzmitteln abgegeben wird. 3. Der Preis für ein halb Pfund gerösteten Kaffee und ein halb Pfund Kaffee-Ersatzmittel darf zusammen 2.20 Mk. nicht ,übersteigen. 4. An Großverbraucher (Kaffeehäuser, Hotels, Gastwirtschaften, gemeinnützige Anstalten, Laza- ! rette usw.) darf au Kaffee nur die Hälfte desjenigen Quantums in wöchentlicheri Raten verkauft werden, das dem nachweisbarem wöchenttichen Durchschnittsverbrauch der letzten drei Bettiebsmouate entspricht. Es muß auch in diesem Falle mindestens die gleiche Menge Ersatzmittel verkauft werden. 5. Fertige Mischungen gerösteten^ Kaffees mit Ersatzmitteln müssen mindestens zur Hälfte Kaffee-Ersatzmittel enthalten. Wer solche Mischungen verkauft, ist verpflichtet, auf der Umhüllung und Verpackung anzugeben, wi^eviel Prozent reiner Bohnenkaffee rn der Mischung enthalten ist. Der Preis für Mischungen darf, ivenn sie fünfzig Prozent Bohnenkaffee enchatten, 2.20 Mk. pro Pfund nicht übersteigen. Enthalten die Mischungen einen geringeren Prozentsatz Bohnenkaffee, so ist der Verkaufspreis dementspveäMw niedriger zu stellen. — Den- jenigeli Verkäufern von Kaffee, Kaffee-Ersatzmitteln und sonsttgeu Mischungen, die die obigen' Bedingungen nicht einhakten, wird durch den 5Üriegsausschuß ihr aesamter Kaffeevorrat adgeuommen.


