verLo-ves, O berhes sen 169 gewormen. Bon der Bereckrszeit- schrift wurden NVnattrch 200 Grefte an. 200 ^elbtniptxniteüe versandt. dem Chimssrmds wurden 2 Unttrstützunge:: zu je
100 Mt. nach Hessen gezahlt. Für Weihnachrsliebesgaben sind 818.70 Mk. lund ■am Kiste fertiger Päckchen emgegangen: von der HessenfpenHc 1914 war«: noch 5327.50 Mk. vorhanden; ,ür 3704 Mt. wurden Weihnachtspäckck>en abgesandt, so daß lwck) 2442.20 Mt. verfügbar bleibe::. Beschaffung, Verpackung und Ver- snünrng dec (^aben hatte zum größten Teil der Hessische Lau d es- vevein vom Idolen Kvenz in dantenswerter Weise übernommen. T'ie BermöqenÄige des Beverns werft in Einnahme und Ausgabe 17 963.87 Mk. «rf.
** Get^errkta g her 2.22er. 12. Mai 1915. Bei Ostry stürmt das Moment die durch sehr starke Drahthindernisse geschulte cmf Höhe 927 gekegene mpftsche Stellung. Nach 18sinndrgem Skurm war die Höhe i:u Besitze des Regiments. Die Erstüxmlnng dieser Höhe machte die' hierauf folgende rnrnnterbrochene Verfolgung möglich.
** Der frühere Re g im en tsko mUta nd eur der 116-er, Oberst Paul Schimmelfennig, ist gestorben. Oberst Schrmmelsennig übernahm das hiesige Regiment im Friih- jdftc 1914 nnd machte die Kümpfe bis nach der Schlacht bei Quesnoy iirit. Er erkrankte, wurde aus dem Lazarett zu St. Quentin in die .Hemmt entlassen und zum Inspekteur der Infanterie der Festung Wesel, und vor etwa zwei Monaten zum Kvmmmrdeur der Festung' Thorn ernannt. Sein einziger Sohn ffel am 28. August 1914.
** Arrstausch prenß ischer und hessischer Lehtrikrüf-te. Am 1. Mai ist in Hessen und Preußen eine begrützenswrerte Neuerung auf dem Gebiete der Verwendung technffchiw Lehrkräfte z-ur Einführung gekommen. Es handelt sich rcm die gegenseitige Anerkennung der in Preußen und ^Dessen erworbenen. Befähigungsnachweise der Zeichenlehrer nnd Zeichenlehrerinnen, der Kindergärtnerinnen und Jugendleiterirrnen, und der Handarbeits- und Hauswirt- schcrfkslehrerinnen. Bisher bestand die gegenseitige Anerkennung der Zeugnisse für Lehrerinnen nicht, eine Maßnahme, die einem Uebertritt von einem Staat in den andern oder der Ausbildung an einer andern als der heimischen Lehranstalt sehr hindernd im Wege stand.
** Der GieHener Konzert-Verein veranstaltet am Freitay. 12. Mai, abends 8^/2 Uhr in der rcenen Aula ein Wohl- tatiskeits-Konzert zugunsten des Roten Kreuzes. Näheres siehe Anzeige.
** E^-n großer sckädt. S-eefischmarkt wird Dienstag, 'mt 9. Mai 1916, nachmittags 2 Uhr beginnend in den Markt-
1 irrben, «tbgehalten.
** Keine Eierknrtrn oder -Höchstpreise. In der Berliner Bevölkerung gehen Gerüchte uni, daß demnächst für Eier Höchstpreise festgesetzt werden sollen. Nach den bisherigen Erfahrungen mit nranchen Höchstpreisen, die die Interessenten sofort mit ?irrem! Verstecken der Ware beantworteten, um der Behörde zu zeigen, daß es so „rächt gehest wird auch für diesen Fall mit einer Eierknapphell ^gerechnet. Ferner wird viel von einer geblauten Rationierung durch Eierkarten geredet, auf die nur zwei Stück für den Kops und die Woche abgegeben Werder sollen. Der Handel tut natürlich nichts, um diesen Redereien, besonders ihren Folgen: .Hamsterwirtschaft und Preistreibereien, entgegenzutreten. Deshalb zog der Kriegsausschuß für Konsumenteninteressen Erkrmdigungen ein und stellte fest, daß von allen den angeblich gerllenten Maßnahmen an zuständiger Stelle nichts bekannt ist. Das sollte sch das Publikum merken und gegenüber Gerüchten von interessierter Seite nachdrücklichst hervorheben. Gerade bei den leichwerderblicher: Gier:: ist das Hamstern eine Sünde, denn viele der raffechen .Hamster verstehen sch nicht auf das „Einlegen^. Wieweit lln übrige:: die Presse bereits jetzt auf die vielen Olerchchte reagiert haben, erfährt jche Hausfrau seit kurzem täglich non neuem Einen Rekord im Preissteigen stellte z. B. ein Berliner Händler ans, der auf großem) Plakate „Vier Eier für 95 Pfg." anbot und infolge der großen Nachfrage schon eine Stunde später auf 1,20 Mark hinaufqrng. Er ist ivatürlch von dem Berbraucher- .msschuß sofort der Preisprüfungsstelle angezeigt worden. — Uebnge::s sind auch aus dem Greßener Markt heute 23 bis 25 Psg. für das Er bezahlt worden. Eine Dame hat sogar — soll man sagen geklagt, oder renommiert? — daß sie ihrer Eierftamj 30 Pfg. für das Stück hotte bezahlen Essen. Aber sie „mußte die Eier doch haben".
** D i e Darlehnskassenscheine zu 1 und
2 Mark werden neuerdings, um sie weniger schnell unansehnlich werden z-u lassen, auf bmden Seiten mit einem Unterdrück versehen. Bei den Darlehnsbissenscheinen zu
1 Mark besteht der Unterdrück auf der Vorderseite aus einem fern verschlungenen Linienmuster in braungrüner Farbe, während >er auf der Rückseite aus Wellenlinien und der regel- nväßig wiederholte:: Wertbezeichmmg „1 Mark" in blau- grüner Farbe gebildet wird. Der Darlehnskassenschein zu
2 Mark trägt auf der Vorderseite einen Unterdri:ck aus Liniemrmstern in rosa Farbe urtb auf der Rückseite einen solchen ebenfalls in rosa Farbe, welcher aus Wellerrlinien utid der Wertbezeichnung „2 Marll" in zahlreichen regel-. ntäßigen Wiederhvkirngen besteht. Es laufen infolgedessen zurzeit Darlehnskasseirscheckte zu 1 urkd 2 Mark sowohl ohne als auch mit Unterdrück um.
** Ans dem Frankfurter Zoologischen Garten. Dem Interesse cin-s im Felde stehende:: Frankfurters, des Herrn Oberleuttmrtt Bohnstedt, verdankt der Frankfurter Zoologische Garten einige Sendungen mazedonischer Reptilien. ^ Zunächst traf eine ganze Sumpfschildkröten-Familie ein. die der Geber selbst gefangen hatte, so daß nach seiner Beschreibung des Fundortes der Behälter der V.ere eingerichtet werden konnte. Sie gehören der Art „Clemys caspia dar. rivulata" an, die seit Jahren nicht mehr im Garten vertreten war. Neuerdings schenkte Herr- Oberleutnant Bohnstedt neben einem Tausendfüßer eine Kollektion mazedonischer Würfelnattern, darunter eine hier noch nicht gesehene sehr helle Varietät, ohne jede Zeichnung. Die Früh- jahrszuchtresultate des Gartens mehren sich erfreulich. So ist im Affenhaus die erste Nachzucht des H a l s b a n d m a k i p ä r ch e n s zu verzeichnen. Im Antilopenchaus wurde eine weitere Hirschziege gebore::. Auf dem großen Weiher tummeln sich junge Teichhühner und Stockenten, auf dem Stelzvogelteich eine Anzahl junger Bastardgänschen.
Landkreis Gießen.
Wa. Annerod, 7. Mai. Ter 75jährige Landwirt Philipp Hammel von hier ist seit dem 2. Mai spurlos verschwunden. Nach einem Briese, den er hinterlassen, hat er sich wahrscheinlich ein Leid angetan.
Ä Bellersheim, 6. Mai. Gestern lieferten die Schulkinder 200 Ostereier an das Lazarett in Hungen ab. Vor Ostern waren schon 526 Stück an das Kreiskomitee für das Rote Kreuz und Kriegshilfe zu Gießen geschickt worden.
O Dorf Gill. 7. Mai. Dem Unteroffizier Will). Euler, Sohn des Zimmermannes Balthaser Euler von hier, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Euler rückte be: Beginn des Krieges mit dem aktiven Regiment 116 aus, wurde im vergangenen Jahre zum Unteroffizier befördert und erhielt damals seines tapferen Verhaltens vor dem Feinde wegen die Hessische Tapferkellsmedaille. — Heute wurden in der hiesigen Kirche 10 Knaben und 5 Mädchen von hier durch Pfarrer Freitag von Holzheim konfirmiert.
e G r:"i n i n g e n, 7. Mai. Dem Unteroffizier _ Trompeter Wolf in einer Sanitätskomvagnie wurde von: Eroßherzog von Hessen das Hessische S a n i t ä t s k r e u z mit rotblauem Bande verliehen.
S. Hattenrod, 5. Mai. Don: lfter in Urlaub befindlichen Wilhelm Münster wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
== Hungen, 7. Mai. Für die S 0 mmerweide au: T:er- garten waren 95 Fohlen und 250 Rinder angemeldet. Da d:e Be- satzstärke nur 30 Fohle-: und 120 Rinder beträgt, so mußten eine große Anzahl Tiere anderen Weiden überwiesen oderabgewie^en
Werden. Angeuomuren wurden 34 Fohle:: und 126 Rinder. Be:
l ern cm 2. l. Mts. ooraenommcnen 'imtiuco tarnen 31 Fohlen und- 114 Rrnoec, der Rest bleibt aus. Der Graswuchs ist infolge der vorzüglichen Witterung ausgezeichnet.
----- Langd, 7. Mai. Unteroffizier Schupp vom Maschinen- gewehrzug des Dragoner-Regimants 23, ist mit den: (ftstrnen Kreuz' ausgezeichnet worden. Vergangenen Herbst war ihm auch schon die Hessische Tapferrkeitsmedaille verliehe:: worden.
H W a tz e n b 0 rn - S l e : n b e r g , 7. Ria:. Am Sonntag, den 30. April, feierte Johannes Schäfer V., Kirchenvorstcher und früherer Schmiedemeister zu Watzenborn, mit seiner Ehefrau Marie Christine, geborene Möckel, das Fest der Goldenen Hochzeit.
Kreis Büdingen.
Ortenberg,8. Mai. Da infolge geschwächter Gesundheit Albert Söhn ge, der bisherige lanchährige Direktor des hiesigen Vorschuß- und Kreditvcreins, sein Amt niederlegen mußte, wurde der bisherige Vors:tze:ü)e des Auffichtsrates, Stadtverordneter Kaufmann Weckesser zum Direktor gewählt. An seine Stelle trat als Vorsitzender des Auffichtsrates Lehrer Köhler.
Kreis Schotten.
fft Eichelsdorf, 6. Rlai. Die Hessische Tapserkeits- medaille erhielt der Gefreite K r ä m e r, das Eiserne K reuz der Unteroffizier Schmidt. Im ganzen find jetzt 2b Ehrenzeichen an hiesige Krieger verliehen worden. — In dein benachbarten R a i 1: c 0 ö starb der Größt). Beigeordnete Johannes K r ö l l VI.
§ Herchenhain, 7. Mai. Dragoner Gefreiter Heinrich Kalbfleisch in der 5. Eskadron Trago::er°Regiment Nr. 24 erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Im vorigen Jahre wurde ihm bereits schon die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Zwei weitere Brüder von ihm stehe:: ebettiolls in: Felde.
---- Ruppertsburg, 7. Mai. Dem Wehrmann Adolf Lehr, Feld-Art.-Regt. 63, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.
E. Stockhäuser-Hos, 8. Mai. Der Landwehrmann Otto Hosmann von hier, seit Beginn des Krieges im Jnsanterie- Reginrent Nr. 87, hat die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten.
Kreis Friedberg.
Bl. Friedb^erg, 7. Mai. Zu Beginn des Schuljalnes 1916/17 wirrde dre Mrssterschule von 882 Schülern, 439 Knaben und 443 Mädchen besuctl. Nenausgenommlen wurde:: 163 Kinder :md zwar 79 Knaben und 84 Mädck>>en. Die schule im Stadtteil Fauerbach zählt gegenwärtig 248 Schüler und zwar 131 Kftaben und 117 Mädchen. Die Zahl der hier neuaufgenommeue:: Kinder beträgt 48, darunter sind 23 Knaben uvd 25 Mädchen. — Tie Höchstpresse für Rindfleisch im Kreise Friedberg sind neuerdings festgelegt; Rckü>-, Ochsen- und Kuhsleisch kostet von jetzt ab 1.70 Mk., in den Städten Friedberg und Bad-Nauhcim 1.76 Mk. das Pfmü). Die Preise für besondere Stücke ändern sich auch dementsprechend.
Bl. N ieder-Flo rstadt, 7. Mai. Ter Gefreite Georg Roth, im Pionier-Bataillon Nr. 25. Sohn des Schneidermeisters Heinrich Roth, wurde zum Unteroffizier befördert.
Bl. Vilbel, 7. Mai. D>em Reservisten H 0 h m a n n vom Essenbcchnregiment Nr. 3 in Hanau, sowie dem Wehrmann Franz Hummel bei der Eisenbahn-Baukompagnie Nr. 16 wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.
Hessen-Nassau.
Mord.
--- Frankfurt a. M., 6. Mai. Inder vergangenen Nacht wurde der 72 jährige Privatmann Ernst H a v m a n n im Erdgeschoß seiner Wohnung, Schöne Aussicht 14, ermordet. Die Tat muß etwa gegen 12 Uhr ausgeführt sein, da um diese Zeit ein Hausbewohner sch-wache 5)llferufe gel>ört hat. Ter Vcorder hat sein Opfer anscheinend dadurch, getötet, daß er ihm^ein Taschentuch tief in de:: Mund steckte und ihn so erwürgte. Soweit bis jetzt fest- gestellt werden komrte, tft aus der Wohnung nichts entwendet worden.
*
— Frankfurt a. M., 7. Mai. Fürst B ü l 0 w , der frühere Reichskanzler und Gemahlin, sind nach dreitägigem Aufenthalt in Frankfurt, wo sie sie im ^Frankfurter Hof" Wohnuru, genommen hatte»:, am Samstag vormittag nach Berlin abgereist.
fl Au s d^-nr Sauerland, 7. Mai. In Gleidorsbrann te ein Gehöft ab. Die Bewohner konnten sich nur dadurch retten, daß sie vom Dache m:s <ntf einen Baum kletterten und sich von da aus herunterließen. Zwei von ihnen mußten wegeiii Brandverletzungen ins Kranke::haus gebracht werden. — Eins Anzahl Kühe des Gutes Ehreshosen, die von der Weide kamen, mußten abgeschlaichitet werden, well sie infolge Genusses von gif- ti<j''n Kräutln.-n erkrmrklen._ _
Kircfee rrnd Schnke.
+ Gießen, 8. Mai. Am 15. Mai findet im Kaffer- keller zu Frankfurt die diesjährige Hauptversammlung des „Verbandes evangelisch-kirchlicher Frauen- vereinc im Großherzogtum Hessen" statt. Zum erstenmal tagt der Verband außerhalb Hessens in Frankfurt, um so auch den oberhessischen Vereinen der besseren Zugverb indung halber eine recht zahlreiche Beschickim.g der Tagung zu ermöglichen. Wird diese Msicht erreicht, so soll auch Arnftig die Versanrmlung nicht rrur in Darmstadt, sondern auch an anderen Orten, die mehr im Mittelpunkt liegen, stattfinden. Außer mehr geschäftlichen Fragen, Jahresbericht, Rechnungsablaqe, Wahlen usw. stehen im Mittelpunkt der diesmaligen Verhandlungen die Vorträge tarn Pfarrer Gr 0 th - Rödgen über „Das 2lrbeitspro- gramm der Vereine" und von Frau Professor Heraus-Offenbach nnd Pfarrer Knöpp-König im Odenwald über „Die Kriegsfürsorge in Stadt und L a n d".
Vermischtes.
* Berlin, 8. Mai. Zu einem schweren Verkehrs- n n fall kam es gestern abend am Askanischen Platz. An der Kreu- zuirg der Anhalter uni) Königgrätzerstraße fuhr ein Straßenbahnwagen mit voller Wucht in einen Omnibus. Ter Anprall war so heftig, daß der Omnibus in zwei Delle gerissen wurde und die. Fahrgäste in wellen: Bogen auf die Straße flogen. Rasch smnmelten sich an diesem Brennpunlle des Verkehrs Tausende von Vdenfchen an, die eine drohende Haltung gegen den Straßenbahnführer bekmweten, der nach> allgemeinem Urteil durch übermäßig schnelles Fahren den Anprall verschuldet hatte. Der Fahrer behauptet, daß die Bremse versagte. Die im nahen Bahnhof befindliche Rote Kreuzwache unv die Feuerwehr ivaren rasch an der Nnfaltstelle. Ein Test der Verletzten wurde in das Rote Kreuzlazarett, ein anderer nach! der nahen Unfallstation gebracht und dort verbunden. Als schwer verletzt wurde die Wirtschafterin Hedwig Strauch! aus Obtgut bei Müncheberg nach dem Krankenhaus gebracht Zu den elf leichter verletzten Fahrgäste:: oes Omnibusses gehören and} zwei Landsturmmänner und ein Kanonier.
* Innsbruck, 5. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Um 2 Uhr nachmittags ist aus unbekannter Ursache ii: dem Marktflecken Deutsch-Matrei, am Brenner, ein Feuer ansgebrochen, welches bei dem herrschenden Winde sehr rasch um >ich griff, so daß bis 5 Uhr bereits inehr als die Hälite des ganze»: Ortes in Schutt und Asche lag. Das Feuer »vütet weiter. In Innsbruck sind in Sonderzügen Militär und Feuerwehr,nannschasten zur Hilfeleistung abgcgangen.
* Der „C h a mPag ne-Kam er ad" (Feldzeitung der 3. Armee) erscheint seit Anfang April in einem neuen Gewand. Von der zunächst als „landesüblich" sich aufdrängenden Antiquaschrift ist er zur deusschen Fraktur übergegangen, wohl als erste der Feld- zeitunac,: im TLeste::. Lluch der Umfang des Mattes ist von 8 aus 12 Seiten erweitert worden. Ter „Ehampagne-Kamcrad", der seiner Anlage nach geeignet ist, ein schönes Erinnerungsrverk zu werden, kann durch jede deussche Postonstalt zum Preise von viertel;cchrlich Mk. 1.95 bezogen werden.
B e r st e i g e r u. u g von Napoleon-Reliquien : n Amerika. Eine interessante Versteigerung, über die in der Pariser Ausgabe des „New Bork Herald^ ausführlich berichtet ivird, fand dieser Tage in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten statt. Sänuliche- 31:11:. Verkauf ausgebotene Gegenstände waren Napoleon-Reliquien, die in: Jahre 1916 durch Stephei: Jumel, der dem entthronten Kaiier eii: eigenes Schiff zur Flucht nach Amerika angebote»: hatte, nach der neue»: Welt gebracht worden »varen. Diese Erinnerungen, die bisher in den Besitz der Nachkoimnen des Napoleonverehrers verbliebe»: waren, gelangten numnehr ans Fa- miliengründen z»m: öffentlichen Verkauf Das Hauptstück war der Kriegskoffer, von dein Napoleon sich niemals trennte lind der ihn ii: allen feinen Feldzügen begleitet hatte. Der Kaiser trug selbst Ilets den Schlüssel des Geheunfchlosies in seiner Rocktascke und gab ihn erit am 14. Juli 1815, am Tage feiner Abreife nach St. Helena, ab. Der mit Leder geschützte Koffer hat eine längliche zylindrische Form. Trotz feines außerordentlich hohen historischen Wertes »vurde er um die verhältnismäßig sehr geri»:ge Summe von 1550 Mark verkauft. Sehr groß »var die Zahl der Möbel und Schmuckstücke, die sich früher im Privatbesitze des Kaisers und der Kaiserin Joscphine befunden Hallen. Eine Wanduhr, die im Jahre 1800 iür den Ersten Ko»:ful hergeNellt »vorder: »var und als Schrnuck eine Minerva- und eine Apollo-Statne trägt, erzielte 2700 Mk. Ein von Napoleor: aus Aegypten mitgebrachter Aiarmortisch »vurde um 650 Mk. erstanden. Sechs Empirestühle, die in den Privaträume»: des Ersten Konsuls gestanden halte»:, wurden um 2400 Mk. verkauft. Außero» dentlich billig rvurde auch das Bett Napoleons, das er zu Malinaison benutzt hatte, veräußert: es erzielte nicht ganz 900 Mk. Die Gesanllsumine des Verkaufes betrug 6ö 000 Mk.
Handel.
ch- Bingen, 5. Mai. Im Monat März 1916 stellte sich der L)asenverkehr zu Bingen hinsichtlich der Anfuhr zu Berg aus 23 Personen-, 20 Güterboote und 6 Segler, zusammen 49 Schiffe mit 2609 Tonnen Güter, zu Tal auf 24 Personen-, 21 Güterboote und 55 Segler, znsamme:: 100 Schiffe mit 1616 Tonne:: Güter, zusammen 47 Personen-, 41 Gütcrboote mit 250 Tonne:: Güter, 61 Segler mit 3975 Tonnen Güter, insgesamt 149 Fahrzeuge mit 4225 Tonnen Güter. Die Abfuhr betrug zu Berg in 23 Pmonen-, 20 Güterbvotcn und 46 Seglern, zusammen 89 Fahrzeugen 490 sonnen Güter, zu Tal in 24 Personen-, 2,1? Mllerbooten, 15 Seglern, zusammen 60 Fahrzeugen 10 545 Tmrnen Güter, insgesamt 47 Personen-, 41 Güterbooten 301 Tonnen Güter, 61 Seglern . 10 734 Tonnen Güter, zusamnren 149 Fahrzeugen 11 035 Tonnen Güter. Tie gesamte An- und Abfuhr stellte sick auf 94 Personen-, 82 Güterboate mü 551 Tonnen, 122 Seglern mit 14 709 Tonne::, zusammen 298 Schisse mit 15 260 Tonnen Güter. Tie Güter sektcn sich zusannnen aus 565 Tonnen Stückgut, 370 Tonnen Getreide, 6282 Tonnen Eisenerz: Minette, 1304 Tonnen Kleinscklag, 346 Tonnen Quarzitsteinen, 457 Tonnen Pflastersteinen, 1878 Tomien Kalksteinen, 2503 Tonnen Kohlen, 10 Tonnen Bruch.eisen, 1545 Tonnen Sand und Kies.
Amtlicher Wetterbericht.
O e f f e n t l i ch e r W e t t e r d i e n st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Die»:stag, den 9. Diai 1916 : Meist bedeckt, zeitweise Regensätle, Temperatur wenig geändert.
Letzte Nachrichten.
Deutsche Erfolge im Westen.
Genf, 8. Mai. Die Verdrängung der französischen Abteilungen von den N 0 r d a b h ä n g e n d e r Höhe 304, die die jüngste Havas-Note von allen Sellen für gesichert erklärte, rief in Paris, wie die Fachkritiken erkennen lassen, schtvere Enttäuschung hervor. Wohl lvurde von einzelnen Kritiker:: schon anfangs der Vorwoche aus die möglich^ Notwendigkeit einer Un:grupp:erung in jenem Abschnitt hingewiesen, in dem die Stärke der deusscheii Arttllerie furchtbare Lücken^ in die französischen Besatzungen riß. Nach den offiziellen Versicherungen^ Petain denke au alles, schwiegen jene Warner. Die heuttge Josfrenote bestätigt, daß die Deutschen den höchst bedenssamen Votteil sehr umfangreich auszunutzen verstanden.
Die englischen Nöte.
Amsterdam, 8. Mai. Tie „Daily Mail" bespricht :n einem Lellarttkel Lord Beressvrds Warnung wegen des immer knapper werdenden Schiffsraumes Nnd schlägt nichts Geringeres^ vor. als die Einführung der eben von derselben „Tally Mail" zuerst verspotteten Brotkarte. Das Blatt wagt allerdings noch nicht recht das Kind dein: Namen zu nennen, weist aber auf die lluge Voraussicht hin, die Deutschland in der Vertcllung seiner Lebensmittel gepflegt habe. Es könne der Tag kommen, wo England wünschen dürfte, es Deutschlmrd nachgemacht zn lyabeti. Seit Kriegsanfang seien in England Zucker imt 130, Fische um 90, Tee um 50, Fleisch um 70, Brot um 100 t»m Hundert gestiegen. Tie durchschnittliche Steigerung bettägt für alle Lebensmittel zurzell 49 vom Hundert. Un: einer Hungersgesahr cntgegenzuarbellen, sei es nötig, daß dem Lande zugeteilt werde, was es verzehtt, imd daß es durch ein Gesetz zur Sparsamkeit gezwungen rverde. Früher oder später werde man auch in England dem deutschen System Nachfolgen müssen. Wenn die Rcgierimg auch ll: diesem Falle warte, bis es zu spät sei, dann werde England nie:nals in dict Lage kmnmen, irgend etwas M sein. Es wiire nationaler Selbst- nwrd, wenn solch ein Gesetz erst käme, nachdem ein Mangel an Nahrung tatsächlich schon eingetreten sei. Das Blatt fragt, ob denln die Regierung wirklich begreife, wie gefahrvoll die Lage sei, wie die Gefahr immer größer werde, denn die Herrschaft zur See habe nicht mehr den früheren Wert. Lord Montagu habe richtig gesagt: Wir herrschen zur See, aber nicht drunter und dri'iber!
Aufstände in Indien.
Amsterdam, 8. Mai. Ein Lorwoner Geivöhrsmann de^ „Voffischen Zeittmg" erfährt aus zuverlässiger Quelle, daß trotz Ehamberlains amllicher Behaupttn^, es herrsche völlige Ruhe in' Indien, die amtliche Mitteilung der indischen Regienmg noch sieben Aufstände der Eingeborenen zusammenstellt, von denen nur zwei durch Verhandlungen erledigt werden konnten. Es heißit weiter, daß seit Dezember vorigen Jahres keine Truppen mehr nach Europa gesandt werden konnte n, da sich in einem Teile des^ Landes ttaurige Vorgänge ereignet hätten, die es geraten erscheinen ließen, mehr europäische Truppen in Indien zu behialten. Diese traurigen Vorgänge bestanden in einer Meuterei mehrerer indischer Regimenter, bei der auch englische Offiziere ums Leben kamen. In vielen Distrikten im Jnlande haben die Eingeborenen stark unter Hungersnot zu leiden. Die militärsähigen Männer wurden aus diesen Gegenden zwangsweise sottgeschafft. Jedenfalls steht fest, daß es mit Indiens militärischer Teilnahme am europäischen Kriege vorbei ist.
Die australische Getreideausfuhr.
Bern, 8. Mai. (WTB.) Ter ,.Temps" meldet: Australien schloß mit den Alliierten Verträge ab, kraft denen es ihnen während April, Mai irnd Juni 150000 Tonnen Getreide, davon die Hcllfte an Italien liefert. Wenn man über genügende Transportmittel verfügt, ivird die Wrssuhr dies moralischen Getreides, die gegen- wärttg schon 350000 Tonne:: beträgt, im Juni eine Million Tonnen erreichen. (So behauptet der „Tenrps"! Die Red.)
Wichtige Bettenfrage bei Materialmangel.
Erst reckt ist es jetzt, ttw fast keine Pilanzendmmen Kapok) und keine Roßlmare vorhanden, also Kapokmatratzen fast io teuer wie Roßhaarmattatzen sind, eine Mtwelwigkeit, meine 3 teil. Matratzen „Stabll", patentamtl. gesch. unter N. 420 684 (Zusatz Verbesserung beim Patentamt angenieldeth in Anwendung zu brmgeu. Roch genügender Vorrat in Kapok mit Roßliaaiüberläge ermöglicht, die Vorzüge des geftnwen Lagers einer Roßhaarmatratze zu erreichen. Jederzeit in Roßhaarmattatze:: un^uändern. Auch Kapoküberlage mir Einlage billige:«: Materials gibt seit Jahre:: bestbewährte uiw noch billige Mattatze::. Hofmübel- inti> Bettensabrik Th. Brück, Gießen. 3587a


