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3.5.1916 Erstes Blatt
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-' ic^imerqcit iu Der o'tabt iit )i;it\fer hergestellt ,i? Den l i mNtrfen (ÜeQenfen ergeben sich die Avfstandi- ilkgcnfen %nTWmcdMtm$m. In Dublin hatte man rr Kitft die Iah?, die in fern Londoner Telegrrmim oicr Brrchsdafen «fed an gedeutet ist) (befangene, von nee!) England gesandt worden sind. In <L n n e s c a r t - fc die Aufständischen, ihre Flchrer und Waisen abzu man der Rlannschaft gestatten würde, nach Hause j^mkWu lehren; es wurde ilnten mitgeteilt, da st die Uebergabe bc- dLnc.ung.ichs sein müsse. Sie ergaben sich jetzt. In den Graf- scharteri Eork, Cläre, Limerick mrd Kerry herrscht im großen und

bdmm und die Negierung in der Fortführung ^fes Krieges "zu

tmtrvstützen.

Die Lage in Aegypten.

i Lorrdon, 2.Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen »Bureaus. Das Krieg samt veröffentlicht folgenden Bericht «us Kairo vom 30. April: In der westlichen Wüste sind \m Nord ab schnitt die Bcrhältnisse schnekl wieder in den ge­wöhnlichen Stand zurückgekehrt. Kleine Patrouillen, gewöhn trch in Panzerwagen, fahren fort, verborgene Waffenlager Mtsznsttchen und zn zerstören. Ueber eine Viertel Million Patrortengürie! sind bisher seit der Wiedcreinnahme Sollums gezahlt worden. Zwei verborgene deutsche drahtlose Stacio-- nen wurden vor einigen Tagen in der Wüste südlich Sollums verborgen entdeckt und eingebracht Moghora ist durch unsere Truppen beseht worden, um die Absperrung strenger hand- cht?bcn zu können. Die Anwesenheit britischer und ägyptischer gruppen in Kharga erleichtert die Aufklärung, die nach allen Setten hin ausgeführt wird. Fliegerkorps machen ständige Fu'kge nach Dakhla. Keine Bewegung des Feindes von dieser Düse aus kann hoffen, unbemerkt zu bleiben.

Aus Pcrsren.

Petersburg. 2. Mai. (WTB.) Meldung der Peters­burger TeleKrapHeu-Agentur. Ms Teheran wird gemel- Latr Die kür-lich ^ begonnenen Unterhandlungen zwischen Dersieu, Rußland rind Errglmrd über eine finanzielle Unterstützung. der persischen Regierung sind i?u einem günstigen Ergebnis gelangt. Die zwischen der peMchen Regierung und den Gesandtschaften Englands und RrMVü>s auSgettruschten Noten bestinnnten die Einsetzung eimr gemischten F inan.Jom Mission unter dem Vorsitz des Perfrschen Generalsehatznwisters, des Belgiers Heynsen. Tie ^Kormmsffon wird die Geldauellen untersuchen, die Persien braucht, deren Berrvendung überwachen und das erste per- Uche Mtdget ordentlich aufstellen. Auf Ersuchen der persi- schen Regier..!lg werden Rußland und England je einen ffnanzielten Berater ernennen

. . *

Der türkische Bericht.

. Aon stantino p el, 2.Mai. (WTB.) Das Hauptquartier

tnJwfet: .

ÜSdf 1 * Unterseeboote sagten in den letzten Tagen cm d n Musten des Schwarzen Meeres drei Dampfer auf den Strand und zerstörten einen davon durch ihi Feuer voll- )u' versenkten ferner vier Segler, die mit Vor- en beladen ivaren. Nvrdnxsüich der Stellung von So hum wur- . xwu.unsere Unterseeboote von der Küslcmstadt S o ch a aus beschossen. Dwr^evrmnue Stadt wurde daraus ebensatls beschossen.

An der Kaulasusfrout nmstten sich die feindlichen L 2 Epen . du am 12. April nnscrtz Truppen angriffcu. die ivest- 1:6. Mc:sch bw nördlich vom Berge itzozma aufgesteilt lvaren. nach sredeuftünd.-em Kampf »nrückzietzcn, wobei sie eine Anzahl vairGrfa.n>gciren in unseren oäuden liefen. Der Feind, der in der von cttva ernem R«>imeirt am 15.)twil eine Abteilung unserer -KuLfen ungriff, die sich im Abschnitt südlich von Aschkale befand,

JTPEPC^^C*jTCil 9\i*nitlT^I! ^m'i^/»»f n VTvm J.. . . .nr

vit yanung Grrecqemanos.

Paris, 2. Mai. (WTB.) Meldimg der ,,Agence Havas". "W I.-mrnal" erfahrt aus Athen, Last es unrichtig sei, daß die.Verhendlung-.m h?tti-ffeud dieDurchfahrtderferbischen Tr rippen durck> Grieä-enland durch eine ablehnende Antwort des Ministerpräsidenten SLulubis beendet seien. Die UnterHandlungen werden fortgeführt.

Griechenland und Bulgarien.

Sofia, 2. Mai. (WTB.) Nach einer Mitteilung von zuständiger Stelle hat der griechische Gesandte Raum dem Ministerpräsidenten Radoslawow das Bedauern der griechischen Regierung über den Anschlag gegen die bulgarische Gesandtschaft in Athen ansgedrückt. Der Mtnrsterpräsrdent erwiderte, die bulgariscL)e Regierung habe niemals an der Loyalität der griechischen Regierung gezweifelt. Es sei staunenswert, daß der Vierverband noch mct derlei Mitteln auf Erfolg rechne. Die bulgarische Regie- rung hoffe, daß man den Täter ergreifen werde.

Ein neuer Einspruch Griechenlands.

Athen, 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Vom Vertreter des Wolfffchen Bureaus. Wie verlautet, hat die griechische Regierung Einspruch erhoben, daß die Engländer den deutschen Kvnsul in Drama, Künder, bei Seres verhafteten.

Aus Nnmänren.

Bukarest, 2. Mai. (WTB.) Die Sozialisten hiel­ten gestern eine öffentliche Versammlung ab, an die stich Straßenkundgebungen gegen den Krieg a?r- schlossen. Es haben sich keinerlei Zwischenfülle ereignet.

Bukarest, 2. Mai. (WTB.) Das Reutersche Bureau rneldet, daß die Verhairdlungerc des Syndikats rumüni- cher Mühlenbes itzer und des britischen Mehl- cuttaufsbureaus zum Ankauf des für die Ausfuhr bestimm­ten Mehlvorrats von ungefähr 10009 Waggons geführt haben.

unter -reunahme von Vertretern der landwirlschaftlrcherk Kvrperlchaften m den deutschen Bundesstaaten einmütig den Dejchluß gefaßt: Die Forderungen des Abgeordneten Schewemann wegen Abänderung des Reichsvereinsgesetzes vom b. April dwies Jahres würden im Falle der Verwirk- uchung die größten Gefahren nicht nur in wirtschaftlicher,. 'Oraler und politischer, sondern namentlich in sittlicher und religiöser .Hiniicht mit Sicherheit heraufbeschwören. Der Deutsche Taiidwirtschaftsrat als berufener Vertreter der deut- schen^andwlrtichaft erblickt in der Zusage der Reichsleitung, eine. Novelle zum Reichsvereinsgesetz einzubringen, einen so ^^uchdes Burgfriedens, daß die allerbedenk- lichften r)'vlgen inuerpolitischer Art unausbleiblich erscheinen. -ver Vorjtcrnd des Deutschen Landwirtschaftsrates rich­tete an den Reichskanzler eine Eingabe, in der ge­beten wird, keiner Novelle zum Reichsverei-isgesetz die stimnrung erteilen zu wollen, welche die bisl-errgen fried­lichen Verhältnisse in unserer landrvirtschastlich^i Bevöl­kerung irgeridwie berühren oder auch nur für die Zukiinft gefährden könnte. Auch der Vbrstand des Bundes der L.andwirte richtete in der gleichen Llngelegenheil eine Eingabe an das preußische Staatsniinisteriuru. Wie die , Deutsche Tageszeitung" noch schreibt, hätten diese Vor­stellungen keinen Erfolg.gehabt.

Der Lohntarif für die Bauarbeiter.

^ Berlin, 3. Mai. Ms Veicmlassung des Reichsamts des Innern werdeir morgen neue Verhandlungen über die Schaffung ernes einheitlichen Lohntarifs für die Bauarbci- t e r beginnen. Ter Arbeitgeberlue.'.o machte die Aufnahme der Ver­handlungen seinerzeit von der EinstelLmg des Streiks der Bau- handwerter rn Köln abhängig. Da die Streikenden gestern die Arbeit wieder ansgenomuren habeil, steht den Emigungsverhand- l un gen mclsts mehr im Wege.

Eine Rede WilsorrS.

5 ^ s b i tt g t o n, 2. Mai. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Bei der Eröffnung des U e b u n g s l a g e r s für K r i c g s p f l e g e r i n n e n sagte Präsident Wilson in einer älnsprau)e: Gott niöge verhüten, daß die Vereinigten Staaten jemals in einen Krieg gezogen würden. Wenn es aber doch geschähe, so würden sie sich aus ihren Träumen wachrütteln, bis jeder, der an, dem Geist der neuen Zeit emsehen würde, daß sie noch immer ihre Stirnme für die Menschlichkeit erheben.

Ern 2k«sstaud in Rew-Zork.

Haag, 2. Mai. (WTB. NüEanttlich.) Der.,.Nieuwe Cou- rant meldet, Joaieit von New Port brach ei'.r allgemeiner Streik unter den MaschinLs-or der Schleppboote und Leichter aus Iie AusstcnrdLgen verlangen ein? Lohnerhöhung. Infolgedessen Wunen die Schifie den Hasen nicht verlassen, wodurch der ü'tnnitroiistransPort verhindert wird.

Zer 5 ee?lltg.

7' .I-rlusten znrückgrtrieden, wobei er uns eine große Menge uberlassen rnustw Der Feind, der in der 'Nacht zun: bei, Mchiiitt der Höhe 2600 westlich von Aschkale angriff, Letzte euren von zivei unserer Konrpagnien aehalrenen Schützeu- HrablH, der zedoch von uns im Gegenangriff mit dem Bajonett rm^wgcrwimen »mirde. Im ?lbschmtt von Bi t l i s nnd im Küsten- avj chnttt OVersion.

. .% n i>er I rakpront und den Übrigen Fronten wird kein Er- j <ugi7iTvvvn Bederitung genreldet.

A^nftantinopel, 2 Mdi. (WTB. Nichtamtlich.) Eine Meldung ,teilt feit, daß General Townshend «nd sm. Gcholge mit den ihnvi gebührenden Ehren beliandelt wer- d«i und hüt Nicht Mit der Anerkennung für die Fähigkeiten des ö? iliruf *' 01,11 welchen er während der Verteidigung von rMt-el-An mra und bei dem Rückzüge von Ktcsiphvn, der leicht zum schnürftejc llnlierl firr die Engländer Hütte ausschlagen können, eine ?r : : i Abgelegt habe. Er wurde durch die Einflußnahme cnglisckner u.enten irregeführt, die^eit Jahren, im Lande ihr Wesen j^etrr-o>c:k h v»n der Anhänglichkeit der Bevölkerung jener

Tal|(fe Begriffe hatten. Diese gaben vor. sie hätten Kamel» -kx^kcmen ,mt Geld n'ic dcn türkischen DefeUshaber abgescrndt und Ttu\r?\ so Oer: General, inbem ne ihn über den Wert der türkischen ILruppm schlecht unterrichteten, -in die Kalastrophe hinein.

Deutscher Reichstag und türkische Kammer.

r . , 2. Mm. (WTB Nichtamtlich.) Anläße

5 ? -^ I --^alpne von Kut-el- ?lmara hat zwischm den Rerchstagrs und der türkischen Knmnrer tem yer^lu.-er Dep«^schenweQ)iel stattgefimden.

Aus Konstantinopel.

. 5k s n st a n t i n o p e l, 2. Mai. (WTB.) Abteilmrg^n der vler tn Garnison liegenden Trilppen veranstalteten am Sorrnrag abend erneu Fackelzng mit Zapfenstreich. Auf vor dem Kriegsministerruni kam es dabei zu ungdt der Freude über die Einnahme von JX* 5 /^mara. Die Truppen wurden von der Bevöllerung Lebhaft begrüßt.

Der rnsstsche Bericht.

V e t e r s b u r g 2. Mai. (WTB.) Amtlicher Bericht;

De ft front: Bei Pulkarn, 21 Kilometer südlich von Riga, be chob ^m'^e Arttllene nnt guter Wirkung eine feindliche Batterie. Die deutsckre Artckler« be,chv!; den Balmhof imd die Brückenkopf w.muugen wu tt e x l l. Zn dein Unterabschnitt der Stellungen ZL.Dünaburg rref imscr Artilleriefeuer einen Brand in den «Svchen Groben fervor. Südwestlich des Narocz-Sces ver­suchten oie ^eutickum aus ihren Gräben l^rvorzugehen, mußten

schleunigst wieder zurück. Ter Feind verruß dvemral das Ton Ehormrakow, seck>s .Kilometer- südöst-

g li r v<u Bahnvosts Olvka mma,send anzugreifen. Er wurde jedoch >esmal durch im,ec Artillerie-, Infanterie- und Maschmengewehr- eer abgewre,en. '

K cr« k a s u s frv n t: In der Richtung auf Diabekr vor- fldw*, warien unwr.- Wsaken die Türken magisch nach Westen

«ul Bagdad lvarfen loir ebenfalls iEL ltnri! Westen »urück und nalmren

«neu Teil ihrer Arttltei-ie und zahlrerck-e Munitionskisien ab

. T^terdam, 2^Mai (WTB. Nickrtamtlich.)Nieuve van rnoen. e voovr au.- der Unbestimmt Heck der Ort-- m «i den rufuidpn Berichten als aus den türkischen Berich­te. erhi.l ma r deii (n.wruik, daß die Türken durch die Verstär- *u\ 4 fn, Mt fir emvsailgeu l-abeu, instand gesetzt sind den Vor- ^^usscn -um Stehen zu bringen. Sie irefy*" wirf,: nrehr , M

WM, stmoern l)a \-Ti ucken

vor drei Monaten, langsam aber beständig i>",i greifen selb,! an und verhindern

R^s,en.

London, 2. Mai. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: Dw bewaffnete YachtAegusa" und der Minenleger Na st u r t i u m" sind im Mittelmeer auf Minen gelaufen und gesunken. Die Offiziere beider Schiffe sind gerettet worden; von der Mannschaft werden sechs Mann von derAegusa" und sieben Mann vonlNasturtinm" vermißt.

Haag, 2. Mai. (WTB.) Das Marinedepartement teilt amtlich mit: Die Eskortierung der sticderländi- , ch e^i H a n d e l s s ch i f fe durch zwei Schleppdampfer auf der Strecke Noordhmder-Galloperbank ist wieder hergestellt. .. Am sterda m, 2. Mai. -,WTB.) Lloyds Agentur Hatto gestern eie Versenkung des englischen Dampfers ,^Loudenhali" ge­meldet. Das .Schliff heißt, wie jetzt festgei'bellt worden ist, .,Hen- donhal l" Und hatte eine Wasserverdrängung von 3949 Tonnen London, 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel- ^ ant ^f erR ocheste r" wurde per senkt. Ein Mann dort der Besatzung wird vernrißt. Der D a in p- serRio Branco" wirrde versenkt.

. Amsterdam, 2. Dtai. (WTB. Mchtamtlich.) Das.Han- felsblad" meldet aus Rotterdam: Ter schwedische

DampferFr i es laud" ist bei der Galloper Boje auf eine Mine gesäusen. Der DampferBatavier IV" kam m Hilfe urtb versuchte das Schiff in einen englischen Hafen zu schleppen.

hüusdeßtzer- und Msh!iung§-Not.^

Gießen, den 3 . Väai 1916 . (Fortsetzmlg.)

VI.

AM dm

Kliffer und.Tee.

Berlin, 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der.Kriegsaus schuß st'lr K a f f e e, T e e und deren Ersatzinitbel, G .m. b. H Berlin, macht bekannt: Die angvmeldeten Bestünde -

ucwuiTu. Lne angemeroeven DesMiiDe an grünem Tee werden hiermit unter der Bedingung frei­

gegeben, daß der Verkaufspreis im Groß-- und Äeirchlürd'-cl 2.50 Mk. für 1/2 Kilogramm verzollt nicht übersteigt. Ferner inacht derselbe Kciegsausschuß bekannt, daß von' den ord­nungsmäßig angmneldeben und bei ihm verbuchten Bestün­den an Rohkaffee vorerst eine Quote von insgesamt 10 Prozent jeder einzelnen Sorbe z.um Verkauf und zur oeöftniig unter folgeudeir Bedingungen freigegeben wird' 1.. An Verbraucher darf Kaffee mir rn geröstetem Zustande verkcnrft weckden. 2. In jedem einzebraii Falle darf nicht nrehr als ein halbes Pfurrd geröst-oter Kaffee verkcurft wer­den. Der Verkauf ist nur gestattat, toeim gleich- eitig an denselben Käufer mindestens re gleiche Gewichtsmenge an Kaffee-Ersatz­mitteln lübgegeben nürd. 3. Der Preis für ein halbes Pfund gerösteten Kaffee und ein halbes Pfuiid Kaffeeersatz- mrttel darf zusammen 2.20 Mk. nicht übersteigen. 4 An Großverbraucher, Kasscehäuser, .Hotels, Gastwirtschasten, ge­meinnützige Anstalten und Lazarette darf an Kaffee nur die Hälfte desjeniaen Quantuins in wöck)enttichen Raten ver- ignft weckden, das dem nachweisbaren wöchentlichen Durch- chnittsverbrauch der letzten drei Betriebsmonate entspricht Es muß auch in diesem Falle mindestens die gleiche Menge an Ersatzmitteln verklaust werden. 5. Fertige Mischungen von ,geröstetem Kaffee mit Ersatznritteln inüssen mindestens zur Hülste Lüaffee-Ersatzmittel enthalten. Der Preis für diese Mischungen darf, wenn sie 50 Prozent Kaffee enthalten, 2.20 Mk. pro Pfund nicht übersteigen. Enthalten diese Mschungen einen ^geringeren Prozentsatz Bohnenkaffee so ist der Vervanfspreis deinenffprechend niedriger zu hal­ten. Denjenigen Verkäufern von Kaffee, Kaffee-Ersatzmitteln und fertigen Mischungen, lvelche die obigen Bedingungen Acht einhalten, wird durch den Kriegsausschuß ihr gesamter Vorrat an Kaffe-e abgercommen werden.

Der Deutsche Laudwirtschaftsrat und die Abänderung des Vereinsgesetzes.

Der Deutsche Landwirtschaftsxat hat, wie dieDeutsche Tageszeitung" und diez^reuzzeitung" Mitteilen, am 1. Mai

Tie H a u s v e r wa l t u n g s r e ch n u n a c,eht "ach fern Ge­jagten von der amtlichen Schätzung des Anwesenss aus. Ter Tax- werr Pt die anerkannte Grundlage für die richtige Rechnung Wir sollten lernen, alle Faktoren Ausgaben, mie Einnahmer zum. Taxwert ins rechte Verhältnis zu bringen d. h. nach be- l^^ien Verhältnissen pn Taxwert 31t berechnen. Freilich & iclbii lMist um )o sicherer sestge',tellt sein. Ist er oics aber, so er­geben ttif. aus ihm ohne weiteres folgende Berechnungen:

Mtt dem obengedachteir Verfasser in fer MagdeburgisÜM Geltung zerlegen wir den Taxwert in drei Teile: in die erst Hypothek -u 600/0 des Taxwertes, m die ziveite Hypothek zu 30°/c und m den Eigenanterl zu 100/0 was darüber hinaus zum Er- weib arcfgewendet wurde, geht zu Lasten des Eigentümers und au 1 eutc Gelahr, kann aber Mer nicht berücksichtigt merfert. Denn Allgemeinheit, die Mieter sind nicht dazu da, die Fehler gut. zrmrachen, die der Hausbesitzer bei Bau und Erwerb durch eine ver­fehlte Barr- oder Preisspekulativn, durch zal teures Bauen usw gemacht hat. Aus der Zerlegung in gedachte drei Teile ermbt ' ld : fer BerznilungsMifwand als gewichtigster Teil aller Aas- gaoen. Wir müssen ihn für die eriten 60% anfetzen mit 4V,% Ztnjen, für die folgenden 30% mit 5% und für den Eigenanteü lmrt dem erhöhten Ausfallrisiko) mit ö «/o diese Sätze, insb und zweite Hypothek erl-alten zu lörrnen, wird die wesent­lichste Aufgabe der Hypothekengesetzgebung (Hypothekenbanken usw.' lein muffen. -

2. Hierneben kann natürlich ein etwaiger Amvrtifationsbe- trag aus .Hypothekendarlehen Ansatz nicht finden. Denn er ch ferne Ausgabe, sondern lediglich eirre Kapitalanlage. Die Miete ist natürlich zur Aufbringung dieser Amorttsattonsguvte auf Hypo- thelardarlehen mcht da. Denn diese Hypotfekenamortisttion hat nichts imt der W e r 1 a b s chr e i b u n g zu tnn. Bvr dieser manch mal unterlaufenden Verwechslung fei daher ausdrücklich gewarnt, obwohl das Gesagte sich eigentlich von selbst versteht.

^ Wertabschreibung, also die im Laufe fer Jahre ein­

tretende Wertverminderung und Abnutzung eines Gebäudes sollte dagegen bei icfent Anwesen in der Tat Berücksichtigung finden. Gerade sie aber tmrd in fer überwiegenden Mehrzahl fer Fälle unbeachtet gelassen. Das mag in den Zeiten und Gegenden mit wertsteigernder Tendenz unschädlich sein es macht sich eines Tag^> iii zuruckgehenfen Stadtteilen und bei veralteichen Gebäuden fehr unliebsam bemerkbar und gibt einen Antrieb zu imgesunder Spekulation ab. Es geht mit Häusern wie mit. Menschen: im Anfang gehts bergan, eine Zeitlang hält fichs auf der Höhe und dann vommt fer rasche Abstieg an fer Schattenseite des Daseins. Wir sollten eine geringe Wertabschveibung einhalten und den Betrag zu einem Reservefonds aufspar-en. Wer es geschieht fast nie.'

Berücffichtigt man, daß ein Totalverlust wohl nie in Frage kontmt und daß ein Bauwesen durch geeignete Maßnal-men meist wieder ziemlich auf die Höhe der Z-eit zu bringen ist und eine lange Lebensdauer hat, ,0 wird ein Satz von 1/4 bis 1/2 % fer Gesanck- ta;*c genügend und angemessen fern, je nach Art und Umfang des Bauwesens.

4. Mancher hält diese zu 3) an geratene Vorsicht wohl um des­willen mcht für geboten, weil er ja alles tut, um sein Anwesen mck.t nur gut in Stand, sondern auf der Höhe fer Zeit zu erhalten. ^a>.' mag -a fen Fehler in fer Tat zum Teil wieder gut machen, aber ob mit Sicherheit völlig, das steht denn doch sehr dahin. Wo aber gar zur ,teten Besferrmg und Instandhalttmg wenig ge­schaht, ist s ganz gefehlt. Sehen wir uns doch mal die älteren Hauser gründlich, an! Wie viele sind nicht stark zurückgegangen, wie viele nicht in Wahrheit ganz entwertet gegen das, was sie in früheren Zeiten vorstellteri. Mir will scheinen, es wäre besser, zwischen Unterhaltungskosten und Llbschreikumg stets zu unter- scheiden, aber erhebliche Neuin vestionen dann aus dem angesammelten Reservefonds zn decken, oder soweit dessen Mittel überschritten werden, fer Wjerttaxe zuzufichren. indem exn* "Neuschätzung veranlaßt wird. Welche Sätze nun für Unterhaltung anzusetzen sind, das läßt sich nicht so allgemein sagen. Man wird der geringwertigeren Obj-eistm imd in Berücksichtigung fer besonderen Aufgaben und Abmetzungen von Fall zu Fall unterscheiden müssen, bei hocknoertigem Bffitz ziemlich hohe Berhüttnissätze in Anschlag bringen müssen, auch vielleicht das Mer fer .Häuser zu berück- sichtigeu haben; besser rvärs freilich, feste Sätze von Anfang an durchzuhalten. y 2 bis 8 /i Prozent als Unterhaltungsquote dürfte welleicht eher zu gering, als zu hoch gegriffen sein. Besondere Falle erfordern ihre Berechnung für sich. Wenn wir l-eute mit einer gcwlffcn Scheu solcher Sätzen gegenüber stehen, so beruht das aus überkommenem Schlendrian, fer seitens fer Steuerfeferfen aus fiskalischen Gründen leider unterstützt worden ist. Der berühmte, überall ohne weiteres unterstellte Wertzuwachs mag zu gewissen Zeiten manches verdeckt haben in Zeiten des WertniefergangS must sich das doppelt rächen.

>5. Für Vcrwaltuicg etwas anzusetzen welche Kühnheit! Ich weist nicht, wenn so fette Jahre des Hausbesitzes hier in Gießen gewesen smd, daß sich der Glaube einbürgen konnte, der Hausbesitz sei ein glltes Geschäft! GS spukt ja hie und da noch immer in den Köpfen die Meinung, der Hausbesitzer habe in seinem Hause doch mindestens eine freie Wohnung für sich, er wohne frei! Die Zeiten find minfestens hier in Gießen fefycm längst vorüber, unfern sie wmalS wirklich bei richtiger Rechnung bestanden haben. Es ist auch gleichgültig, ob der Hausbesitzer selbst verwalret. oder ob er sich einen Verwalter oder eine Verwaltung von anderer Seite teiütt! GÄnacht must diese Arbeit doch werden und ist ihres Lohnes wert! Wer sie außer acht lästt, rechnet falsch oder spielt Vogel Strauß! Vo bis Vs Prozent der Werttaxe wird anzusetzen sein. Bei den besseren Wohnungen mit wenig Metspartei-en der geringere, bei den kleineren Wohnungen mit vielen Mietsparteien der höhere Satz.

6. Eine besondere Betrachtung für sich verdient fer Miet- a u s f a l l. Ganz mag iljm wohl niemand entgehen und je knapper die ganze Hausrechmmg ausgemacht ist, je empfindlicher