Ausgabe 
26.4.1916 Erstes Blatt
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3&cftfront: Feindliche Flugzeuge warfen aus Dünaburg Ieinige Bomben ab. Unser Lustschiss. Tvv Muramietz, belegte den 'Bobnhof Daudservas -17 Kilometer südöstlich Friedrichstadt^ mit 1-.' vierzig Mündigen Bomben >,10 russische Pfund ist gleich 16,88 'Kilogramm. ^ Auf der übrigen Front Feuerkämpfc.

Kaukasus: Im Küsten ab schnitt wurden Versuche des Fciw !des, gegen. Trapezunt vorzugehen, überall bereits von unseren Vorhuten abgcwiescn. Tic Kämpft bei Ashkala dauern noch an. Türtische Angriffe aus der Richtung von Kharput brachen in unserem Feuer zusammen.

Betrügerische Befreiung vom Militärdienst in Frankreich.

^ Paris, 25. April. (MTB.) Das Kriegsgericht hat Mute sein Urteil in dun Prozeß, gefällt, in den mehrere Mlitär- "Prztc sowie Zivilpersonen verwickelt sind unter der Beschuldigung, iSolbaten vom Militärdienst befreit zu haben. Das Gericht verurteilte den .HauvtarigeUagten Dr. Lombard zu 10 Jahren Zwangsarbeit und 3000 Franks Geldstrafe, Dr. Labords Au 6 Jahren Gefängnis und Karfunkel zu 5 Jahren Gefängnis sowie 4000^ Franks Geldstrafe: 40 weitere Angeklagte, in der

Mehrzahl Soldaten, die beckrügerischerweise vom Militärdienst be­freit worden waren, sind zu Strafen von 6 Monaten, bis zu 3 Jahren Gefängnis und zu Geldstrafen von 5OO bis 10 000 Franks verurteilt worden. Bier Angeklagte wurden freigesprochen.

Fürst Bülow in der Schweiz.

Bern, 25.April. (WTB.) Bei derOfterfeier der 'deutschen Internierten in der Zentralschweiz in Brunnen waren das Fürstenpaar Bütow, ein Vertreter der deutschen Gesandtschaft und ein Vertreter des Kriegsministers anwesend. Fürst Bülow gedachte in einer Ansprache der besonders großen Verdienste des Papstes um die Unter­bringung der Verwundeten in der Schweiz und der menschen­freundlichen Bestrebungen der Schweiz.

Deutsche Parlamentarier in Konftantiriopel.

Konstantinopel, 25. April. (WTB.) Die deutschen !Reichstagsabgeordneten Graf W c st arp , Frhr. v. G a m p, iDr. 3 p a d n , Basse r m a n n und W i e m e r, sowie der inationalliberale Landtagsabgeordnete Otto sind gestern inachmittag hier eingetiwffen. Sie wurden von einer Äbord- irrung des ParlamerrtS, nämlich dem Vizepräsidenten d-er sKarnmer, Mitgliedern des Bureaus und zahlreichen Ab- Zlgeordneten, sowie von den Abteilungsch'efs verschiedener Äemtcr willkommen geheißen, desgleichen von dem General- -sekretär des Verbandes für Einheit und Fortschritt. Die deutschen Abgeordneten, die von der türkischen Grenze bis zur Hauptstadt durch Mitglieder der Behörden des Wilajets Wrianopel begleitet wurden, sind überall herzlich emp­fangen worden.

des Dampfers wurden durch zwei Matrosen der englischen Kriegsmarine bedient. Der Kapitän des Dampfers, der es unternommen hatte, ein deutsches Kriegsfahrzeug anzugreifen, ist als Gefangener eiugebracht worden.

London, 25. April. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. DerDaily Ehro nicke" vom 21. April mel­det : Der h o l l ä n d i f ch e DampferB e r k e l st r o o m" wurde heute morgen von zwei deutschen U-Booten durch Geschützfeuer zum Sinken gebracht. Der Tauchboot- Kommandant ließ das Schiff um 6 Uhr früh halten, ver­langte die Schiffspapiere und gab der Bemannung 15 Mi­nuten Zeit, das Schiff zu verlassen. Die Bemannung ließ zwei kleine Boote herab und ruderte damit ab, worauf die Deutschen das Feuer auf das Schiff eröffneten. Die Beman­nung der holländischen Boote wurde später von einem eng­lischen Schiff ausgenommen und hier gelandet.

London, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter DampferRoß" ist ge­sunken; 11 Mann der Besatzung sind gerettet worden.

(Anmerkung: Anscheinend handelt es sich um den 372 Brutto-Regiftertonnen großen Glasgower DampferRose", von dem vor einigen Tagen ein Boot treibend gefunden wurde.)

^ London, 24. April. (MTV. Nichtamtlich.) Llohdsmeldung. ^er Dampf'erP>arisiana" ist gesunken; die Mann-

I ^ > I l U II U l|L y t | U U l L U . UIL. .'.'LUU1U-

fchast wurde gerettet. (Notiz: In Lloydregister ist nur ein Damp- ferParisian" mit 5395 Bruttoregistertonnen verzeichnet?

(Ein Nachruf für Zreiherrn o. d. EsZtz.

Brüssel, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ge- neralgonverneur in Belgien widmet in den heuti­gen Ausgabe des Militärverordnungsftlattes des General­gouvernements in Belgien 'seinem Vorgänger Generalfeld­marschall Frhr. v. d. Goltz folgenden Nachruf:

Im Hauptquartier seiner türlstchm Armee im fernen Osten r,t Generalfeldm ar sb all von der Goltz am 19. April ds. Is. nicht den feindlichen Geschossen, denen ec sich so oft aussetzte, sondern einer tückstcheu Krankheit erlegen. Das Generalgouvernement ver­liert in dem Heimgegangenen seinen ersten Genoralgouverneur. Am 20. August 1914 zogen die deutschen Truppen in Brüssel ein. Am 25. August übernahm General seid mar schul! von der Goltz das ihm von S. M. dem Kaiser und König anvertrautc vcrant- wortungsvolle Amt des IGonoralgouverneurs in Belgien. Drei Monat später, am 28. November, folgte er dem an ihn ergange-

rz. n

<11 1 uu ij . j .' uu)LyciiiJ yci;L um i.. ;'.au

5,23 morgen-? an, ut in Friedberg 6,26 morgens, in Frankfurt 7,53 morgens.

Auf der Strecke GießenTroisdorfKöln tritt Pz 645 ab Gießen 10,20 nachts zwischen Ehringshausen und Katzenfurt in die neue Sommerzeit über, auf der Gegenstrecke Pz654 Weroors und» EhringsHausen, wodurch dieser Zug 12,14 nachts in Wetzlar (sonst 11,06 nachts) und 12,35 nachts (sonst 11,28 nachts) in Gießen eintrifft.

Infolge Verkürzung der Stundenzahl des 30. April um eine Stunde gehen sowohl bei den am 30. April früher zu legenden als auch bei den am I.Mai später verkehrenden Zügen Anschlüsse verloren. Die in unserem Bezirk ausfallen­den Anschlüsse sind folgende:

8z. D 75 Frankfurt , Main)Kassel-Altona fährt ant 30. April schon 1 Stunde früher um 7.50 nachm. hon Frankfurt (Main) Hbf. ab, infolgedessen verliert er rm Direktions-Bezirk Frankfurt (Main) folgende Anschlüsse:

a) rn Frankfurt (Main) Hbf., von Zug v 250 von Köln, Wiesbaden (Frankfurt an 7.56 nachm.', Vomg. D 21 von Wei5-LeopokdshöheDarmstadt (Frankfurt an 8.27 nachm.), Zug I) 21 von Stuttgart (Frankfurt an 8.34 nachm.), Pz. 1010 von KölnWiesbaden (Frankfurt an 8,30 nachm.), Pz. 2028 von Homburg(Frankfurt an 8.16), Pz. 961 von Heidelberg (Frankfurt an 8.11 uachj- mittags,', Pz. 1338 von Mainz(Frankfurt an 7.56 ngchm.), Pz. 838 von Hanau: (Frankfurt an 6.03 nachm.).

b) m Friedberg (Hess/, von Pz. 1847 von Hanau (Fried­berg an 8.44 nachm.).

) in Gießen von Pz. 415 von .Koblenz (Gießen an 9.36 nachm.), von Zug I) 82 von Köln (Gießen an n-achm.), von Pz. 799 von Frankfurt (Main) «Gieyen an 9.04 nachm.' für die Stationen von Bad- anheim (aussckl. bis Gießen. Tie Reisenden müssen zur Erreichung des Anschlusses den 1 Stunde früher fahrenden Zug 781 benutzen.

2 Pz (Main-KasselAltona fährt am 1. 5.

um i2.00 nacksts von Frankfurt (Main> .Hbf. ab. er ver­lort im Direktions-Bezirk Frankfurt (Main» satgcnN- ?ln-. Müsse: in Frankfurt (Main) Hbf. von Zug 1) 248 von KölnWiesbaden (Frankfurt (Main) an 10.57 nachts), von Zug v 203 von MetzMainz (Frankfurt (Main) an 12.01

nacht-

Deutschland und Wilsons Note.

Berlin, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichs­kanzler hatte heute nachmittag nochmals eine' längere Unter­redung mit dem a in e r i k a n i s ch e n Botschafter und begab 'sich darauf mit dem Chef des Admiralstabes der Marine nach deni Großen Hauptquartier.

Berlin, 26. April. Die Blätter besprechen die Lage mit großer Zurückhaltung und drücken das Vertrauen aus in die Reichsleitung. daß sie das Nichtige linden werde. Von einer mit den Pariser Verhältnissen Wohl vertrauten Person, die eben von dort zurückkehrte, erfährt ein Mitarbeiter desBerliner Lokal- ÄnzeigerS", daß in Frankreich große Befriedigung über die Nor. der amerikanischen Regierung herrsche, von der man sich m-t Zuversicht euren Bruch zwischen Amerika und Deutschland ver­spreche. Man erhoffe eine wesentliche Stärkung brr Position der

licn dringlichen Ruf nach den Kampfstätten der mit uns verbün­deten. ihm durch langjährige Arbeit vertrauten Türkei. Unvergessen ist aber bei alle, die unter den jugendfrischen Genera lseldmar-

I Alliierten unb «gebe ud> ausfchloeiseuden Hoffnungen über die Trag- . werte eines ,olck>en Bruches hin, namentlich mich für die Hebung der -Widerstandskraft des frauzösisck-en Volkes. Die von der 3ensu>- energisch geführte Presse verhalte sich natürlich ruhig, um nicht durch zu -rühes,,und dadurch französische Interessen schädigendes frohlocken dr-c öffentliche Meinung in Deutschland über den Wert auizuklaren, den ein Bruch zwischen Derckschland und den Vereinig­ten Staaten für den Viervcrband haben würde

Berlin, 25. April. (WTB.) Der Rekto r de r B er- Irner Universität erhielt am ersten Osterfeiertaae ein ^legramm aus New York, das in Uebersetzung also

Wir Bürger der Vereinigten Staaten Amerikas und der Vor- -ßSorsttzende der Ge rman Uni v e r s i t y Le a gu e 0 f Am e r i c a Nwchten Etv. Magnifizenz unseren lebhaften Wunsch aussprechen, Dap zwr,cycn Amerika und Deutschland der Fricde erhalten bleibe Da wir beide Länder gut kmnen, fürchten wir, Deutschland könnte die Bopchau unsres Präsidenten als eine Herausforderung auf- Mssen, ivas sicherlich nicht beabsichtig: ist. Im Gegenteil, wir sind überzeugt, daß tue Mehrheit des amerikanischen Volkes die frcund- gchaftlra-en Bezrchungen aufrecht zu erhalten wünscht, die zwischen rJVzcm unb unjerem Laude immer bestanden. Um das Unheil einer , Zatschen AuNan'ung abzuwenden, bitten wir Sie, diese unsere An- Ilcht dem deutschen Volke, zur Kenntnis zu bringen

»itfeiBer, Dr. Boldt., Prof Bvffr. Hein, Dr. Krause. Pag«,, stecher, .yaas, Dr. Schweitzer, Prof Sl^pherd, Prof von Mmre Dr. von Mach, Prof. Ctttiug. Mr. Neill. Dr ^eiutzagm'

Hamburg, 25. Aprib (MDB. Nichtamtlich.) Das ,Zam- burger Fremdenblatt" -meldet aus New York unter dem f 2 : W: Qr hlesrgen industriellen und .handelskreisen spricht man seit einigen Tagen von dem wiederholten V e r s u ch E n a l a n d s rn den Vereinigten Staatejn einen Trust nach dem Muster de^ hoUandi'MnNot zu erricksten. Dieses Gerücht erregt um so größeres Mfremden, als bereits vor einigen Monaten ein ähnlicher englischer Vmuch von den amerikanische.Handelskreism ganz ener- ^rde. Man behauptet, daß England nunmehr die ^mer irische Regierung vor che Altenrative gesteckt hat, entweder .che Ernllitung npes amen kam scheu Ueberseetrusts zu befürworten oder nch n e 11 e n Bl 0 ck a de m a ß n 0 . h m e n Englands still-

.®L l » vi-r doß von englischer

'chall, bei dem G^neral-gOupernemmt ober ihm angegliedcrtenl Behörden, oder unter seinem Befehl in der Trlippe Dienst tun durften, diese schlickte, vornehme, furchtlose Soldatennatur, in der sr-m Pstichtgefilht und Herzensgute in gleichem Maße vereinigten Nur ein solcher Mann konnte sowohl die Grundlagen ^ ü r bei: staatliche n Bau legen, den jetzt die deutsche Ver­waltung in Belgien darftcllt, als auch den Truppe:: in den ersten Kämpfen vor Antwerpen und- in Fla.wer'n Heerführer sein, dem sie zujubelten uno mit Begeisterumf iu^ Gefecht folgten. Mit ihm i,t der Besten einer e-ahingegangen. Sein leuchtendes Vorbild wirb uns aber alle, die ihn kannten, immer wieder anspornen, in

Ferner macht die Königl. Eisenbahndirektion Frank­furt a.M. darauf ausmerkjam, daß wenn auch für die Jnnc- valtung der hiernach fahrplanmäßig verbleibenden Anschlüsse nach .'Noglichkelt Bedacht genommen wird, doch wegen der lAwierlgen Betricbsführnng in dieser Nacht darauf mit Sicherheit nicht zu rechnen ist.

. . *^drovinz i alta g Samstag, den 6. Mai ds. Js., vormittags 10 > Ubr. findet im Regiernngsgebäude zi: Gießen. Oaiidgras Phitrpp-Platz 3, eure ordentliche Sitzung des Provinzial- trg^ l.er Provinz Ober Hessen mit folgender Tagesordnung statt' t. trriatzwahl ausgc schieden er und gestorbener Mitglieder des Pro-. vmz:alaus)csttz2. Wahl eines Mitgliedes und eines Stellver­tretern des Vorstandes der Genossenschaftskassc für Komnlunal'forst- Rechnung der Provinzialtässe und Berivaltungsbericht für 1N14. 4. Voranschlag der Pr-ovmzialkasse für 1916 In Ver­

bindung mit Rubrik IV, Titel 1 daselbst, bei Unterhaltrmg der

21 u$ Chixa,

Berlin, 25. April. (WTB.) Bei der hiesigen chinesi­schen Gesandtschaft ist folgendes Telegramm aus Peking eingetroffen: Mit Ausnahme von Yünncrn, Kw-eitschau. Knangtung und Kuangei herrscht in alten Provinzen Ruhe. Die Provinz Schetiang nimmt eine neutrale Haltung -ein. Der Milit-ärbouvernenr von Nanking setzt im Eiiwersda.ndn.is mit 17 Provinzen die Beratung über zukünftige Fragen mit 5 aufständischen Provinzen fort.

Ein am 21. veröffentlichter Erlaß des Präsidenten ermächtigt den Ministerpräsidenten, ein neues Kabi­nett zu bilden. Die bisherigen StaatssekreKre sollen in Zukunft die Stellung von Staatsministeru h-abon, mit gegen­seitiger Verantwortlichkeit. Das neue Kabinett wird in'den nächsten Tagen gebildet.

Schanghai, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Mel­dung des Reuterschen Bureaus. Eiu scharfes Gefecht fand gestern bei Kusieh statt. Die Negiermrgstruppen griffen die Forts von Kiangyin an, deren Besatzungen jrch kürzlich unabhängig erklärten. Die Regierungs truppen wurden anfangs zurückgetrieben, schlugen aber, nachdem s:e Verstärkungen erhalten hatten, die Rebellen in die Flucht. Die Forts sind indessen noch nicht genvimneor.

v.. die Unterhaltung des Kreises

^ T: cn t 1 '-'^dcnz. 0 . Baurechnmig des Proviirzi-al-Wasserwerks -fund Berwaltungsbericht Oes Provmzial-Wasserwrks ^ Tn 1 r- v 7 - Voranschlag des Pvovinzial-Wasserwerks für 1916. In -Verbindung damit - Antrag des Provinz-ürlänsschusses, be-

tretfenb Bewrlligmig einer Spende für Ostpreußen. 6. Antrag des Prov:nzmMusubusjes, betreffend Verwendung der Ueüerschüsse des

^Ser^nlangst offen angedeutet worden ist, es sei wünschenswert, die Befikg-.une derRot" in Holland auch über die Kriegszeit hin- zu verlängern. Dr^r Umstand gilt bei den amerikanischen

^tereffenten als ein befortber^ ausschl7ggebeii0e7 Gmnd sür'7m Widerstand gegen die Errichtung einer solchen Institution in den Vereinigten Staaten Hiesige Vertreter holländischer Firmm erSS

Vorbereitungen zu treffen f® (feiTte Lotigkeit in Holland auch nach Beendigung des Krieges sort- .Awetzen^Es verlautet, daß verschiedene Kongreßmitglieder Gelegen- &e ani>ere,t md Ul biefer A»g«l.'S°nheit

Der Seekrieg.

«fr?,*»/' 11 ' 25 Avril. iWTB. Nichtamtlich.) Ueber-die wtrV m\ r ^ 8 ?ew a sfnet« >, e n g li sch en D a mp- Tf- . b m o u t J am 31. Marz wird von zuständiqer MdU- rolasjioes rmtgeteilt: Die iöcfahunq des Damvters mjttr&c zunckhst durch Signal ,»m Verlassen des Schiffe/aus- «e,ordert. Da der Damvser die Aufforderung unbeachtet liest Vnrde.ein Warnungsschuss gefeuert. Hierauf eröffne, e der ^ampser ,o,ort da ^ F-euer aus das U-Boot. Es eutspann sich an t, a I bst u u d , ge s V c r , o l g u n g s g c fe ch t , in dessen Serlaut der Dampfer acht Treffer erhielt. Alsdann verlies; le Beiatzung das -schiff, das daraus versenkt wurde. Von

fcft Besatzung, deren Leben der Kapitän in Befolginia d'-r ^lnweimng der - nglilchen Admiralität rücksichtslos aufs Spiel

r - , , . ' ..- Ul| nu 'lUlö ÄDIl

poeieBt batte, wuwe ein Mann schwer verwundet. Die.Wschützk

Aus 3t0Öt und £att6*

Gießen. 26. April 1S16.

Sommerzeit und Eisenbahn.

Durch die Bundesratsverordnnng über Einführnnq der Sonrmerzeit, nach der am 30. April abends um 11 uSr mc LIiTren auf 12 Uhr gestellt werden sollen, treten am 30. April und 1. Mai Aenderungen in den Ankunfts- und Abfahrts­zeiten der in der Nacht verkehrenden Züge ein, die in einem Aushange der Wnigl. Eisenbahndir-ektion Frrrnkfurt ru- sammengestellt sind.

11 11 ^ der bisher Frankfurt itm-

11,11 rmchts verlreß, m der betreffenden Nacht um 12,11 nachts von Frankfurt ab, trifft in Friedberg 12,44 nachts ein, bisher 11,40 in

ließen 1,20 nachts

^ 1 ^ 12 14). Bon Gießen «b gekst dieser Zug 1,25 nachts (gegen sruher 12,24) erreicht Mwrbrcrg 1,52 nachts (früher 12,50) Cassel 3,36 nachts^(2 29) und Berlin 9,41 früh (gegen früher 8,44').

Aus diesem Beispiel gel)ck hervor, daß auch in der Minutenzahl kleine Verschiebungen eintreten. Es empfiehlt sich daher für jeden, der in der Ueberleitungsnacht zu reisen hat, den Ueberleitunbsfahrplml genau zu studieren, a ^ gleichen Strecke Frcmkfurt-Gießen - Berlin geht der ^0 .^..bisher 9,01 nachm, von Berlin ab, sprürgt ch Magdeburg 12.0.0 nachts auf die neue Zeit über ?*nb trifft in 4.05 morgens, in Marburg 5,44 morgens, in Gießen 6 10 morgens ein tst2l nmrgens verläßt er Gießen, ist 6 47 morgens in Bad-Nauheim, 6,54 morgens in Friedberg und 7^4 morgens in Frankfurt.

» ^ Strecke Koblniz-Gi-stm: iw Pz 125

»erla&t Bob Ems om 30 April um l0.S8 imchts imd erreicht 0^ ''"«As nach teil« Zeit. In Wetzlar trifft er J.04 nachts und tn Gießen 1.18 nachts ein

.... 0 75 auf der Strecke FranffuriAltona bc-

Marburg 9.40 nachmittags und inli erst znniche» Marburg und Massai in die neue Zeit über ~ -)uw ber den Personanzügem treten große Aenderungen ein:

, t 7 u*", te !? iC der bisher Tfrantfurt um 11,45 nachts

Bfdtcft, Mht in der Nacht *um 1. Ms-ri um- 12,00 Uhr nachts ab ra- l mld > 0 l ^nebbetn an, 2,07 nachts in Kiesten', Mtlnfit Gießen um 2.17 nachts, um Marburg um 3,00 nachts tu

2 ' 36 mtlu ' i Auch auf allen »oischeuftatwnm >md ^rlöbliche Aenderungen emgetreteu

In der Gegenrichtung verläßt Pz. 772 Marburg am 1. Mai s 'uolgeiis i imilt 1.56', kommt 2.47 morgens an Gießen

ckonst 2,37,, ab Gießen 2.v8 morgens (sonst 2,47), Friedberg 3.49 morgens, Frankfurt 4.55 morgens. :5rirooerg

C-, - --VIUUWU'UI'H VU UCÜt l I U)U| I c ves

fi! ,cr ^ ec P -cknhnden. 9. Rechnung und Verwaltungsbericht der elcktr. Ueberlandanlage für 1914. 10. Voranschlag der elektr

Ueberlaudmilage für 1916. 11. Antrag des Piwvinzmla^schusses, oetveffentz A-enderung des Vertrages mit dem Staat wegen Lin-e- rung ebektrpcher Energie.

* @ i n Heldentod. Durch alle Blätter ging vor einigen Tagen ein Entrüstungsschrei über die Nachricht, daß ein deutscher Leutnant, der einen vor den Drahtverhauen liegenden französischen Verwundeten bergen wollte, von fran­zösischen Kugeln meuchlings ermordet wurde. Dieser Leutnant war der Sohn unseres hiesigen Kreisassistenz-arztes S ck.e n ck Aus der Grabrede, die am 17. März auf dem Soldatenfried- hof in Troly-Loire über seiner sterblichen Hülle gehalten wurde, entnehmen wir folgende Einzelheiten über den Helden­tod unseres Mitbürgers, dessen edelmütiges Verhalten gerade hier tiefe Anteilnahme finden wird:

Ein Sappenposten seiner Kompagnie hatte in der M»cht vom 14. Mm 15. einen Mann einer frcmK. Patrouille so schwer ver­wundet, daß!dreser nahe dem franz. Graben in einem Granattrichter liegen bl:eb. Am Morgen meldeten sich verschiedene ANgchöriqe der Kmupagme, den Verwuiwetcn zu holen. Das wurde ihnen verboten und erst bei an brechender Dunkelheit gestaltet. Nach Erledigung ermger TiensöoblregcnheitWr kam der KvmtpMiieführer an den^ Lentrbant Sck-enk vorbei, der <mf dem Grabelnrand saß und erklärte daß er es nicht bis zum Abend mit ansehen könire, daß der verwun­dete Franzose dort UlfloS und dirrstig liegen bliebe. Nach einer Wariiung zur Verwmst ging der Kvmpagnieführer an seine Arbeit, als ihm gegen 11 Uhr nrittags gemeldet wurde:Schenck ist bei dem venmaweten Franzosen;" er eilt zur Sappe und sieht Schenck wmken, es solle jemand helfen. Int heftigen Getvehrftuer springt em Unteroftizrer aus der Sappe und läuft die 25 Meter bis zu Sckenck durch fteies Gelände, dm:ch den Geschoßhagel ziehen die Beiden den Verwundeten bis zu unserem Drahtverhau, Scbereu werten gerecht und mit sieghaftem Lächeln sielst der Leutnant seme Kameraden an, da trifft ihn die tödlickie Kugel in den Hinter­kops. Der Untevofftzrer springt in die Sappe, Schenck sinkt lautlos zusammcvi und erMt noch zwei Schüsse in Hals und Brust In hochister Anstrengung wird die Sappe bis zu den beiden Körpern vorgetrieben. Zuerst wird der verwundete Franzose geborgen und dann die tearre Leiche hereingeholt.

Für dir heilige Entrüstung, mit der die schmachvolle £at der Franzosen von seinen Kameraden ausgenommen wurde, sprechen die folgenden Worte der ergreifenden Grab- rede, die wir hiermit folgen lassen:

Un- es geht wie ein einziger heiliger Ingrimm, wie tiefe Trauer durch die Kameraden im Graben: Kameraden, ach laßt uns nicht irber U7ivorsichtigkett, Tollkühnheit reckten und '-eben das alles verstunmrt vor der tiefen, ehrlichen Hochachtung vor dieiemNindlicken deutsckieu Empfinden, er konnte eben nicht ander--, er mußte so hrrrdeln, rvie er cs getan. Hier stehen wir staunend still wie vor emem Heiligtum: heißt es sonst wohl an unseren Gräbern: Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben lasset für ferne Freunde, bei unserem' Schenck, an diesem Grabe heißt cs: Daß er sein Leben löstet für seine Feinde." .Kameraden, nach den Erfahrungen von 1 Vs Jahren dieses greulichsten aller Kriege, all diese. bitter)ten Enttäuschungen, die namenlose Gehässigkeit, die Rohheit und Verlogenheit des Feindes hat das deuftche Olemüt, I>at

mitfühlende deutsche Herz immer noch- nicht verhärtet. Hier Merck deackche Gemüts- und Gefühl st iefc herrliche sieghafte Triumphe. Du tatest, du starbst, wie deiu Herz, ivie'dein Gewissen es dir ge.vot. Das soll dir unvergessen bleiben. Wir legen dir, du lieber Kamerad, au deiner Eltern statt, in eigner unvergänalicker Hockao/tung vor Deinem Lebenswinck, legen dir in Teutsästanvs Namen den imverwelklichen Kranz aufs Grab:Die Liebe höret nrmmer auf." Und glaube nnö, unsere Liebe soll Tat werden Deutchland, Deutschland über alles!

** O b e r h e s s i f ch e r K n n st v e r e i n. Die zur neuen Ausstellung angcmeldeten Kunstwerke von E. Eue ne l- München, O. I u n ß - Stuttgart und F. Scheider- Mur,- chen srnd gpoHtenteils eingetroffen, so daß die Eröffnu.ng