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12.4.1916 Erstes Blatt
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Nr.87

Ter Sietzener erscheint täglich, außer SoiurtagL. Beilagen: viermal mochentlid) Kiehener^amilienblätter; ^iivcimol wöcheml.Rreir- blktt fÄröen kreis Gießen MiettStaq und Freilag): zweimal monatl. Lanö- wirtfchaflliche öeitjrageu sterusprech - Anschlüße: färbte Schrillleiluiig 112 Verlag,Geschäfts stetlebl Adresse für Dralitnach- rlchten: Anzeige? Gießen. Annahme von Anzeige» für d«e Tagesnmniner dis zum Abend vorher.

Erster Blatt ,66. Jahrgang

Mittwoch. ,2. April ,9,6

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General-Anzeiger für Oberhessen

KoL«EonröruS vnd Verlag -er Vrühl'schen Unlv.-Vuch- und Ztein-ruckerei R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: §chu!str. 7.

? \ ii (\ 5 » r : < j> monatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- in Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Mk.2.'t5viertel- jährl. ausschl. Beftellq. Zeilenpreis: lokal 15Pf.. ausw. 20 Pf. Haupt- schriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge­richtssaal: Fr. R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich m Gießen,

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Ein deutsch-rumänisches Handelsabkommen. Englische Nieder­lagen am Tigris. Asquith über die Reichskanzlerrede.

(WTB.) Grohes Hauptquartier. 11. April. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Nach mehrfacher erheblicher Steigerung ihres Artilierie- feuers setzten die Engländer südlich von St. Eloi nachts einen starken Handgranaten-Angriff an. der vor imtyvcr Trichterftellung scheiterte. Die Stellung ist in ihrer ganzen Ausdehnung fest in umserer Hand.

In den Argannen bei La Fille Morte und weiter östlich bei Vauguois fügten die Franzosen durch mehrere Sprengungen nur sich selbst Schaden zu.

Im Kampfgelchnde beiderseits der Maas war auch gestern die Gefechtstätigkeit sehr lebhaft. Gegenangriffe gegen dir von uns genommenen französischen Stellungen südlich des ForgesBaches. zwischen Haucourt und Bethini court brachen verlustreich für den Gegner zusammen. Die Zahl der nnverwundeten Gefangenen ist hier um zweiund- zwanzig Offiziere, fünfhundertneunundvierzig Mann auf sechsunddrcitzig Offiziere, zwölfhundert­ein u n d d r e i tz i g Mann, die Beute auf zwei Ge­schütze. zweiundzwanzig Maschinengewehre g c st i e g e n. Bei der Fortnahme weiterer Blockhäuser südlich des Rabenwald cs wurden heute nachr zweihundert- zweiundzwanzig Gefangene und ein Maschinengewehr cin- gebracht. Gegenstöbe aus Richtung EhaAtan court blieben in unseren! wirksamen Flankenfcuer vom Ostufer her liegen.

Rechts der Maas versuchte der Feind vergebens, den am Südwestrande des Pfefferrückens verlorenen Boden miederzugewinncn. Südwestlich der Feste Donau m o n t mußte er uns weitere Verteidigungsanlagen überlassen, aus denen wir einige Dutzend Gefangene und drei Maschinen­gewehre zurückbrachten.

*

Durch das Feuer unserer Abwehrgeschütze wurden zwei feindliche Flugzeuge südöstlich von Ypern her­untergeholt.

Oeftlicher und Balkan-Kriegsschauplatz.

Die Lage ist im allgemeinen unverändert.

Oberste Heeresleitung.

Man darf sich nicht allzu sehr darüber wundern, daß trotz so vieler Mkttäuschungrn, die über England gekommen sind, dessen Maatsmünner noch den alten .Hochmut bewahren und den Kops hoch tragen. Was wollen sie auch anders tun? Wenn ihre Zeit erfüllt ist, danken sie ab, und dann wird das stolze Inselreich, das heute nochdie Erde mit mcich-- tigern Schall füllt", sich in das bescheidene Gewand kleiden, das ihm dieser'große Krieg aufnötigt. Die Zeichen der Zeit mehren sich: die englischen Angriffe, über die in London vor einigen Tagen mit wenigen Zeilen berichtet worden war, haben, das sagt uns der heutige türkische Bericht mit seiner genauen Angabe der englischen Verluste, zu einer großen Niederlage für das englische Entsatzheer geführt. 3000 Tote wurden gezählt, und die Angreifer sind wieder in ihre Gräben zurückgeworfen worden. Der englische Bericht hatte dies nur schüchtern angedeutet: es war nicht gelungen, die feindlichen Reihen zu durchbrechen. Man darf die Lage der Engländer in Mesopotamien als arg bedrängt und verzweifelt be­zeichnen. Auf den Zusammenbruch an den Dardanellen folgt die Niederlage am Tigris. Von dem neutralen Respekt gehen auch allmählich große Stücke flöten. Diejenigen Länder, in denen nicht hergebrachte Sympathien, sondern reale Inter­essen sprechen, schwenken ab. Rumänien hat sich wirtschaftlich mit der Türkei und, so erfahren wir heute, durch die amk- licheNordd. Allg. Ztg.", auch mit Deutschland geeinigt. Es ist vor einigen Tagen ein förmliches deutsch-rumänisches Handelsabkommen geschlossen worden, das uns nicht nur rumänische Waren, sondern auch die freie Durchfuhr internationalen Güterverkehrs sichert. Ein Schlag für England, das eben erst in seinem Parlament über die Knechtung dev Neutral-en wieder ein-e interessante und bezeich­nende Aussprache gehabt hat. Lord Cecil gab dabei zu, daß die Verwendung der feindlichen Schiffe 'in den neutralen Häsen in erster Linie von der Entscheidung der neutralen Regierun-gen abhinge, aber England erwäge mit! Die Neutralen möchten sich überlegen, daß jeder von deutschen U-Bvoteu zerstörte Schliffs raum mrch die Handelsinteressen der nicht am Kriege beteiligten Länder treffen müsse. Das ist ein Grundzug englischer Politik in diesem Kriege: an­dere für sich kämpfen und bluten zu sehen, sich mit dem an allem Unheil schuldigen englischen Weltherrschaftsanspruch- zu verstecken, den kleineren Ländern vorzumachen, sie hätten ein Interesse daran, daß das Schlepptau, an dem sie von Britannien geführt werden, nicht durchgesägt werde, und endlich gegen denPreußischen Militarismus" zu hetzen, der eine so perfide Methode ablchnt und die nationale Verteidigung selbstredend auf ganz anderer Grundlage auf­bauen muß. als das meerbeherrschcnde England.

Auch Asquith, der Ministerpräsident, der einige fran­zösische Parlamentarier, die sich gegenwärtig in London auß- halten, mit einer längeren Ansprache beglückt hat, reitet wieder dieses wohlbekannte Pferdchen. Sein hohnvoller Ton erinnert an denjenigen Sasonows, der es bekanntlich auch fertig gebracht hatte, nach den furchtbaren Niederlagen des russischen Heeres, nach derEroberungches westlichen, Rußlands in der Duma noch eine vonHumox" undSatire" getränkte

Rede zu halten. Asquith sieht die militärischen Aussichten auf dem Festlande dahinsinken, er betrachtet innerlich etwas enttäuscht die Ohnmacht Frankreichs, Rußlands und Italiens, und es kommt ihm leicht von den Lippen, die Wut der geschlagenen Länder gegen den verhaßten militärisch so weit überlegenen Gegner zu schüren, denn England ist ja noch nicht geschlagen, und er schließt die verblendeten Verbündeten mit einwir" sind nicht besiegt, außerdem das ist der Pferdefuß durch einen feierlichen Vertrag gebunden, keinen Sonderfrieden zu suchen oder anzunehmen. Der preußische Militarismus, und mit ihm das deutsche Volk, soll ausgehungert werden, Belgien soll sein altes Aus­sehen wieder erhalten und das ist ein glänzender Gipfel englischer Kriegsziele! der Friede soll denGrundsatz gleicher Rechte für alle zivilisierten.Staaten sicherstellen"! Holland und die Nordländer, die einstweilen noch Protest­noten gegen England loszulasseu genötigt sind, mögen sich merken:Wir sind die Schützer von Vertragsrechten und der Entwicklung schwächerer Länder", oder wir wollen es, so darf man die Asquithsche Rede ergänzen, es später einmal werden, wenn das Uebergewicht Englands auf dem Ozean ein- für allemal sicher gestellt ist. Daß Asquith auch den alten Ruhm der Engländer, die edelsten Vertreter der Menschlichkeit zu sein, wieder aufleuchteu ließ, ist bei­nahe selbstverständlich. Wenn man den FullBaralong" erinnern wollte, würde er wahrscheinlich die Achseln zucken.

Wir haben aus der Rede des englischen Ministers und des englischen Klönigs, der sich den fremden Parlamentariern gegenüber in den gleichen Redewendungen gefiel, keine anderen Folgerungen zu ziehen, als kraftvoll fortznsahren auf der deutschen Bahn, die wir nicht mit tönenden Wor­ten zu umgeben brauchen.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 11. April 1916.

Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Das Artilleriefeuer nahm gestern in einzelnen Front­abschnitten an Lebhaftigkeit zu. Der Feind beschoß planmäßig die Ortschaften hinter unserer Front: so standen im Küsten­land Dnino. der Südteil von Görz, das Spital von St. Peter und mehrere andere Orte im Görzischen, in Kärn­ten, St. Kathrein und Uggowitz (im Kanal-Tal), in Tirol Levico und Rovereto unter schwerem Feuer. Die Kämpfe bei Riva dauern fort.

Der Stellvertreter des Chefs des Gencralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

* * .

Der türkische Bericht.

Eine große Niederlage der Engländer am Tigris.

Konstantinopel, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) Das H auptquartier teilt mit: An der Irak front erlitten die Engländer eine neue große Nieder­lage bei Felahie, wobei sie mehr als 3000 Tote auf dem Kampfgelände sowie einen Offizier und einige Sol­daten als Gefangene in unserer Hand zurückließen. Am 9. April mittags, nach anderthalbstündiger heftiger Ar­tillerievorbereitung griff der Feind mit sämtlichen Kräften von dem rechten Ufer des Tigris her unsere Stellungen bei Felahie an. Die Schlacht wütete während sechs Stunden. Zuerst gelang es dem Feind, unter ungeheuren Opfern in einen Teil imserer Gräben einzudringen. Aber unsere tap­feren Truppen machten die eingedrungenen Feinde mit dem Bajonett nieder, sowie diejenigen, die ihnen zur Hilfe herbei­geeilt waren, und warfen die Ueberlebenden in ihre früheren Gräben zurück. Am Abend der Schlacht konnten wir in un­seren Gräben über 3000 feindliche Leichen zählen. Die Ge­fangenen sagten aus, daß von allen feindlichen Truppenein­heiten diejenigen, die am meisten litten, die 13. englische Division gewesen sei, die ausschließlich aus englischen Sol­daten bestehe, seinerzeit an den Dard dnellen kämpfte und kürzlich an die Jrakront geschickt wurde. Unsere Soldaten kämpften mit unvergleichlicher Tapferkeit während der Schlacht am 5., 6. und 9. April und fügten ein neues ruhm­reiches Blatt unserer militärischen Geschichte bei.

An den übrigen Fronten hat sich nichts ereignet.

Die englische Darstellung.

London, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird aus Mesopotamien gemeldet: Der Angriff in bei: Morgendämmerung des 9. April aus die feindlickien Stellun- gen bei Saunaiyat konnte nicht durch die feindlichen Linien hindurclZd ringen. Die Operationen sind durch ba* Steigen des Wassers stark behindert worden.

Der französische Bericht.

Paris, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Montag nachmittag. Westlich der Maas ging das Bom­bardement im Lause der Nacht heftig weiter. Es richtete sich im besonderen gegxn die Höbe 301. Ter gestern vom Feinde gegem Tagesende .gegen denToten Mann" unternommene Angriff, der in seiner Gesamtheit mit bedeutende,: Verlusten für den Feind abgeschlagen wurde, gestattete den Deutschen, ans einer Länge von ungefähr 500 Metern in einen vorgeschobenen Schützengraben! der Höhe 295 einzndringen. Wir machten etwa 100 Gefangene. O estl ich. der M aas wurde im Laufender Nacht sehr lebhaft in dem kleinen Gehölz von Fontaine St. Martin östlich von Vacherauville gelämpft. Wir machten in den feindlichen Ver­bindungsgräben südlich des Dorfes Muaupont Fortschritte. In der W o e v r c Bombardement der Dörfer am Fuße der Maashöhen. Es bestätigt sich, daß an: 9. Avril in der Gegend von Berdun seitens des Feindes ein erster großer allgemeiner Offensiv versuch) unternommen wurde, oer sich auf eine Front von über 20 Kilometer, erstreckte. Der Gegner, der kein greifbares Ergebnis erreichte, vor allem nicht im Verhältnis zu den gemachten Anstrengungen, erlitt Verluste, von denen die vor den Linien ausgehäustan Leichen zeugen. Bon der übrigen Front ist nichts von Bedeutung zu melden.

Kriegsbericht von Montag abend. In der Gegend von Roye wurde eine starke feindliche Erkundungsabteilung durch uuser Gelvehrseuer zerstreut, bevor sie unsere Drahtverhaue erreicht hatte. Nördlich von Andechy in den Argonnen richtete unsere Artillerie an den deutscher: Anlagen ernstlichen Schaden an. Nördlich von La Harazcs beschossen wir mit unserer Artillerie energisch den vom Feinde besetzten Teil des Waldes von Avocourt an. W c st l i ch d c r _ M aas dauerte die Beschießung im Laufe des Tages rnit wachsender Heftigkeit an. Gegen Mittag richteten die Deutschen gegen unsere Stellungen südlich des Forges-Baches einen Angriff, der aus der Gegend Haucourt-Bsthmeonrt hervor­brach. Trotz der Heftigkeit der Anstürme, die dem Feinde sehr ernste Verluste kosteten, rührte sich unsere Linie in ihrer Gesamt­leit nicht von: Platze. An unserer Front Toter M a n n - Eumiores wurden Angriffsver suche, die einer kräftigen Ar­tillerie-Vorbereitung folgten, durch unser Sperrfeuer zttm Stehm gebracht. O c st l i ch der M aas sehr heftige Beschießung des Pfeffe^rhügels. .Der Feind griff am Tvgesenoc fviederholt unsere Stellungen in: Cailette-Wald? an, er wnroe jedoch überall zurückgeworscn. In der Woevrc ziemlich große Artillerietätig- leit. An der übrigen Front loar der Tag verhältnismäßig ruhig. Lustkamps: Am 8. April brachte einer unserer Flieger iit der Gegend von Verdun im Verlaufe eines Luftkampfes einem Folter zum Absturz, der in unseren Linien bei Esu cs. niedersiel. Am 9. April wurde ein anderer Fokker durch das Feuer nnscrer Abwehrgeschütze heruntergeschossen. Das Flugzeug, fiel in der Woevre in den deutschen Linien nieder. Ein dritter Fokker landete in unseren Linien in der Campagne. Das Flugzeug ist unbeschä­digt, der Flieger- gefangen. Am Nachmittag überflog ein deutsck-er Flieger N alten und warf zwei Bomben ab, die nur wenig be­deutenden Sachschaden anrichteten.

General Serrait abberusen.

Berlin, 11. April. (Priv.-Tel.) DieB. Z. a. M." meldet aus Saloniki: Tie hier erscheinende ZeitungNou­veau Siecle" meldet: General Sarrail, der Oberbefehls­haber der Ententetruppen in Saloniki, ist abberusen und General Simon zu seinem Nachfolger ernannt worden.

* * *

Asquith zur Reichskanzlerrede.

London, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) Asauith sagte in seinem Trinkspruch auf den Präsidenten der französischen Republik bei dem gestrigen F e st m a h l zur Ehren der Abord­nung des französischen Parlament s:

Die Beziehungen zwischen Großbritannien und Frankreich sind nun seit mehreren Jahren aus dauerhafter Grundlage aufgebaut und sind durch die Probe, der sie in diesem Kriege ausgesetzt ivaren, Beziehungen nicht nur von Freundschaft, sondern von Intimität und Liebe geworden. (Beifall.) In den letzten Tagen hat der deutsche Reichskanzler wiederum an die Sympathien der neutralen Welt für den schweren Fall Deutschlands (Heiterkeit) als vielfach mißverstandenen Friedensfrimd appelliert. Der Kanzler erklärt, daß er am 9. Dezember: seine Bereitwilligkeit geäußert habe, auf Fricdensvechandlnngen einzugehen, daß aber der Feind damals ebenso wie henile ablehnte, sich auf so etwas einzulassen. Asquith zitierte di,e Morte des Reichskanzlers, um zu zeigen, daß dieser mit Bereitwilligkeit meinte, daß die Friedensvorschläge von der Entente ausgehen und die Entscheidung beim Kanzler beruhen sollte. Er fuhr fort: Man will mit anderen Worten von uns, daß wir die .Haltung des Besiegten gegenüber d e m siegrei­chen Gegner eiunehmen, aber wir sind nicht besiegt (Beifall), wir werden auch nicht besiegt werden und bie Alliierten sind durch einen feierlichen Vertrag gebunden, keinen Sonderfrieden zu suchen oder anzunehmen. Die Bedingungen, unter denen wir bereit sind, Frieden zu schließen, find die Durchführung der Ziele, für die wir die Waffen auf-genommen haben. Diese Ziele wurden von mir schon im November 1914 bekanntgegeben Ich sagte n. a., daß mir das Schwert nicht in die Scheide stecken würben, bis die militärische Herrschaft Preußens ganz und e n d - g ü l t i g vvrnichteti st. Der Kanzler zitiert meine Worte zuerst falsch und fährt dann fort, ihre auf der Hand liegende Bedeutung mrd die in ihnen ausgesprochenen Absichten zu verzerren. Großbri­tannien u. auch Frankreich traten nicht in den Uttea ein. um Deutsche land zu erdrosseln oder unr cs von der Karte Europas wegzuwischon, nicht mn sein nationales Leben zu zerstören oder zu verstümmeln und sicherlich nicht, mn sich in die freie Ausübung seiner fried­lichen Bestrebungen hineiuzumischen. Wir mürben beide hier und in Frankreich dazu genötigt, die. Waisen auiznnelstnen, um zu Ver­bindern, daß D e u t s ch l a n d , womit in diesem Falle P r e ii n r it gemeint ist, eilte milit(nasche Bedrohung für die Nachbaru büde und eine Oberherrichast über dwje errichte. Deutschland hat wäh­rend dkr letzten 10 Jahre" bei mehreren Anlässen seine Msickt