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Erstes Blatt
166. Jahrgang
Dienstag, ft. April Mb
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General-Anzeiger für Oberhessen
Die Besetzung von Bethincourt.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 10. April. (Amtlich.)
WestlicherKriegsschauplatz.
Zn Den gewonnenen Trichtersiellungen südlich von St. Eloi wiesen unsere Truppen Wiedereroberungsversuche feindlicher Handgranaten-Abteilungen restlos ab.
Die Minenkämpfe zwischen dem Kanal von L a B a s s e e und Arras haben in den letzten Tagen wieder größere' LeUafkigkeit angenommen.
Auf dem Westufer der Maas wurden B ethin- court und die ebenso stark ausgebauten Stützpunkte Alsace und Lorraine südwestlich davon ab- geschnürt. Der Gegner suchte sich der Gefahr durch schleunigen Rückzug zu entziehen, wurde vou den Schlesiern aber noch gefaßt und büßte nach schweren blutigen Verlusten hier vierzehn Offiziere und rund siebenhundert Mann an unverwundeten Gefangenen, zwei Geschütze und 13 Maschinengewehre ein. Gleichzeitig räumten wir uns unbegueme feindliche Anlagen, Blockhäuser und Unterstünde an verschiedenen Stellen der Front aus,so dicht nördlich desDorfes A v o c o u r t und südlich des R a b e n w a l d e s. Auch bei diesen Einzelunternehmun- gen gelang es, die Franzosen ernstlich zu schädigen. An Gefangenen verloren sie außerdem mehrere Offiziere, zwei hundertsechs und siebzig Mann.
Rechts der Maas wurde in ähnlicher Weise eine Schlucht am Südwestrandc des P f e f f e r r ü ck e n s gesäubert. Vier Offiziere, ein hundertvierundachtzig Mann und Material blieb in unseren Händen. Weiter östlich und in der Woevre fanden lediglich Artilleriekämpfe statt.
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Im Luftkamps wurde südöstlich von Damloup und Nordöstlich von Chateau Salm je ein französisches Flugzeug abgeschossen. Die Insassen des ersteren sind tot. Je ein feindliches Flugzeug wurde im Absturz in das Dorf Loos und in den Caittette-Watd beobachtet.
Oestlicher und Balkan-Kriegsschauplatz.
Kerne Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Oberste Heeresleitung.
Der Reichstag ist gestern in die Osterferien gegangen, nachdem er in den Grundzügen einer Gesetzesvorlage zu- gestimmt hatte, die für unsere Kriegsverletzten von allergrößter Bedeutung ist: einmalige Kapitals ab ftudung statt dauernder Rentenbezüge und Ermöglichung der Ansiedlung solcher Verletzten auf den: Lande oder auch in der Stadt als Handwerker oder Arbeiter. Die Vorlage will keine Schabloni- sierung. Sie soll nur gelten für bestimmte Altersklassen und sKr wirkliche Förderung von Existenzen; wo die Bedingungen anders liegen, wo man in eine bestimmte Lebensführung ändernd nicht eingreifen mag, findet das Gesetz, das im übrigen keinen Unterschied in der Nationalität, Konfession oder Parteiangehörigkeit macht, keine Anwendung. Der Gedanke ist schön und verheißungsvoll, daß nach dem Kriege die Zahl derer gemehrt werden soll, die ein behagliches Eigenheim besitzen, und dieser Ausblick in die schönere Zukunft, die uns den Frieden bringt, gibt uns einigen Trost bei dem jetzt noch so blutigen Werk unserer Tage und bei den peinlichen Auseinandersetzungen, die uns die Steuerpläne, die Sozial- und Finanzpolitik noch bringen werden.
Der preußische Kriegsminister General Wild von Hohenborn, der die Vorlage vor dem Reichstag vertrat, sprach sich in markigen, zuversichtlichen Worten auch über die allgemeine Kriegslage aus. Wie der Reichskanzler sprach er auch dem in der Heimat zurückgebliebenen Volke Dank und Anerkennung aus für treue Hilfe und Arbeit, die das Heer draußen fördern, für festes Aus- und Durchhalten, das die Aushungerungspläne der Feinde zu schänden macht. Das Wort „Durchhalten" will der Kriegsminister nur für die Arbeit in der Heimat, nicht für die kriegerische Tätigkeit draußen gelten lassen. Dort soll mehr geschehen, dort wollen wir alles einsetzen „für einen Frieden, der den gewaltigen dargebrachten Opfern entspricht und uns und unsere Enkelkinder in aller Zukunft vor derartigen Ueberfällen, wie wir sie erlebt haben, sichert". Die Entscheidungen fallen, so fügte er hinzu, langsam, aber sicher. Die Heeresverwaltung verfügt neben dem Geist der Tapferkeit und Siegeslust unserer Truppen über alle notwendigen Mittel, um den Krieg kraftt- voll bis zum guten Ende weiterzuführen.
Es war noch einmal eine kraftvolle, selbstsichere Aeuße- rung vom deutschen Regierungstisch, die auch im Auslande neben der Kanzlerrede starken Eindruck machen wird. Unsere Erfolge an den: Fronten halten damit gleichen Schritt. Bethincourt ist den Franzosen genommen worden, und die Lage im Norden und Nordwesten von Verdun gestaltet sich für unsere Heere immer günstiger. Ueber die neuesten, im letzten deutschen Heeresbericht erwähnten Fortschritte schreibt die „Köln. Ztg.";
Mit größter Zähigkeit hatten die Franzosen das Nordostende des sogenannten Sacks auf dem linken Maasufer in und um Bethincourt gehalten, als bereits die rückwärtigen Verbindungen durch unser Vorgehen von den Flanken aus aufs schwerste bedroht waren. Aber der Augenblick mußte kommen, wo das Dorf geräumt werden mußte, wenn die Besatzung nicht in Feindesland fallen sollte, und durch amtliche Auslassungen und Bemerkungen der Pariser Blätter wurde das französische Volk darauf vorbereitet. Natürlich hieß es dabei, diese vorgeschobene Stellung ^habc ihren Wert verloren, dagegen werde der deutsche Angriff an einer neuen ,Linie von Avocourt über die Höhe 304 und weiter bis
Chattaneourt ein unüberwindliches Hindernis finden. Jetzt ist die angekündigte Räumung zur Tatsache geworden, nur gelang es der Besatzung nicht, ungeschädigt davon zu kommen. Der Entschluß, die Truppen zurückzunehmen, mag von der französischen Leitung ye- faßt worden sein, ehe der deutsche Stoß einsetzte, aber die Ereignisse, die sich daran schlossen, gingen aus unserem Willen hervor. Tic Schlesier, die sich in dieser Gegend schon einmal blutige Lorbeeren erfochten 'haben, gingen rechtzeitig genug vor, um den ab- ziehnrden Feind zu packen, ihm schwere blutige Verluste zuzusügcn, eine Menge von Gefangenen, m^recc Geschütze und 13 Maschinengewehre abzunehmen. Außer Bethincourt selbst kamen zwei stark ausgebaute Stützpunkte, die den Namen der so schmerzlich betrauerten verlorenen Provinzen Elsaß und Lothringen tragen, in unseren Besitz. Damit sind die Erfolge auf diesem Abschnitt noch nicht erschöpft. Westlich nnd östlich der Kampffront von Bethincourt sind verschiedene feindliche Anlagen, welche die Gräben verstärkten und sicherten, dem Feinde abgenommen, der außerdem noch mehrere Offiziere und 276 Mann an Gefangenen einbüßte. Dieser eine Tag hat ihm außer wichtigen Geländestücken ein kriegsstarkes Bataillon an Gefangenen gekostet. Ebenso gelang es auf dem Ostufer, einen Geländegewinn zu erreichen, auf dem Südwesthang des von der Maas nördlich von Bras nach Nordosten streichenden Pfefferrückens. Eine Schlucht wurde hier von den feindilchen Postierungen gesäubert, die gegen 200 Mann und Kriegsgerät einbüßten.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 10. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 10. April 1916.
Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Im Görzischen hielt die feindliche Artillerie die Ortschaften hinter unserer Front unter Feuer. Ein Caproni- Flugzeug wurde bei seiner Landung nächst Lucinico durch unser Geschützfeucr vernichtet.
An der übrigen Front dauern die gewöhnlichen A r t i l l c r i e k a m p f e sorrO Im Sugana-Tal schossen die Italiener Caldonazzo in Brand. Auf Riva warfen feindliche Flieger Bomben ab. An der Ponale-Straße gelang es dem Gegner, sich in einigen vorgeschobenen Gräben südlich Sperone festzusetzcn.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstnbs v. Hü fer, Feldmarschalleutnant.
Der französische Bericht.
Paris, 10. April. (WTB-. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Sonntag nachmittag: Westlich des Maas schwache Artillerietätigkeit während der Nacht. Oestlich der Maas machten luir einige Fortschritte in den Verbindungsgräben südlich vom Tprfe Douaumont und nahmen südwestlich davon ungefähr 150 Meter feindlicher Schützengräben. Zwei deutsche Granatenaugrisfe gegen unsere Stellungen im Caillctte-Wald wurden zurückgeschlagcn. In der Woevre war die Nackt verhältnismäßig ruhig. In Lothringen wurde der Versuch eines feindlichen Handstreiches gegen unsere Schanzwerie in der Gegend von Embermanil völlig zum Scheitern gebracht. Ter Feind erlitt einige Verluste. Von der übrigen Front ist nichts zu melden. •
Abends: In den Argonnen richtete unsere Artillerie ein konzentrisches Feuer auf die Verbindungswege des Feindes. Unsere sckMeren Batterien beschossen, während in einem Nebenabschnitte Operationen im Gange waren, wichtige Truppenansammlungen und marschierende Kolonnen in der Gegend von Montfauoon- Nantillois. Bei der Höhe 285 brachten wir eine Mine zur Explosion, durch die wir die feindlichen Gräben auf eine ziemlich große Breite verschütteten und einen kleinen feindlichen Posten zerstörten.
Westlich der Maas fand während des ganzen Tages eine heftige Schlacht statt, die auf unserer gesamten Front zwischen Avocourt und Cumiöres geliefert wurde und sich sogar bis auf das rechte Maasnfer erstreckte. Tie planmäßige Räumung eines vocspringenden Winkels von Bethincourt in der vergangenen Nacht gestattete uns, eine geschlossene Linie zu bilden, welche vom Rednit von Avocourt ausgeht, auf »den ersten bewaldeten Abhängen westlich der Höhe 304 entlangführt und sich unseren Stellungen etwas südlich der Kreuzung der Straßen Böthincourt - Esnes - Bethincourt - Chattaneourt anschließt. Die ganze Linie, wclch>e vom Feinde heftig angegriffen wurde, hielt den wütendsten Anstürmen stand. Auf der ganzen Front Toter Man n—C umiöres erlitt die deutsche Offensive einen blutigen Mißerfolg. Die feindlichen Sturmkolonnen, die in dichten Reihen aus dem Cumiereswalde hervorbrachen, wurden unter unser Maschinengewehr- nnd Artillerieseuer genommen und unter Zurücklassung zahlreicher Leichen auf dem Gelände zerstreut. Die sämtlichen gegen den Toten Männ gerichteten Angriffsversuche wurden ebenfalls mit beträchtlichen Verlusten zurückgeschlagen. Eine gleichzeitig unternommene Angriffsoperation des Feindes gegen unsere Stellungen vom Walde von Avocourt bis zum Forgesbache stieß auf den hartnäckigen Widerstmrd unserer Truppen, die den Feind überall zurückschlugen. Endlich war es einem ans eins unserer nordöstlich des Torsos Avocourt am südlichen Waldesäand gelegenen Werke gerichteten Angriffe gelungen, während eines Augenblicks in unseren Gräben Fuß zu fassen. Unser Gegenangriff warf den Feind sofort hinaus.
Oestlich der Maas seh!r große Artilterietätigkeit gegen unsere Einlagen auf dem Pfeffer Hügel, in der Gegend von Donauinont nnd Vaux, sowie gegen die Gesamtheit unserer zweiten Linie. Durch unser Sperrfeuer ungehalten, kamen die feindlichen Jnfanteriean- griffe nicht zur Entwicklung. In der Woevre zeitweilige Beschießung.
Bom Sozialismus in Frankreich.
Paris, 9. April. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Der Nationalkongreß der s ran z ö s i s ch e n Sektion der sozialistischen Partei, der einberufen wurde, um
hauptsächlich die internationalen Beziehungen mit den Par^ teien des Auslandes zu besprechen, hat heute zwei geheime Sitzungen abgehalten, denen die Minister Sem- bat und Guesde sowie der Unterstaatssekretär Thomas beiwohnten.
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Hindenburg an den Bürgermeister von Wien.
Wien, 10. April. (WTB.) Generalfeldmarschall von Hindenburg hat nachstehende Depesche an den Bürgermeister Weißkirchner gerichtet:
Euer Hochwohlgeboren und K. und K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien danke ich herzlichst für das mich hocherfreuende nnd ehrende Gedenken gelegentlich meines Diensftubiläums. Ich bin stolz darauf, durch die Gnade seiner kaiserlichen königlichen und apostolischen Majestät auch der tapferen österreichisch-ungarischen Wehrmacht angehören zu dürfen, die mit uns in treuer unlösliche? Waffenbrüderschaft verbunden ist. Ter Geist der Zusammengehörigkeit, der die Völker Oesterreich-Ungarns mit Deutschland verbindet und den? die Stadt Ortelsburg die Kriegspatenschaft der Stadt Wien verdankt, wird mit Gottes Hilfe den verbündeten Waffen den endgültigen Sieg erringen.
Rumänisches Getreide.
Berlin, 10. April. (Priv.-Tck) Der „Bert. Lokalanz." mel^ detMus B r a i l a (Rumänien): Bis h'ute sind 150 000 deutsche Eisenbahnwagen ein gelaufen. Hiervon sind 130 000 mit Getreide beladen und ausgefühü worden. In der kommenden Woche beginnt die Lieferung aus Grund de5 zwüten Getreide- kontraktes. Von 140 000 Wagen werden täglich 250 Bahnwagen nach Rumänien einlaufen und ebensovieie beladen abgehen.
Wien, 10. April. WTB. Nichtamtlich.) Die „Wiener Allgemeine Zeitung" Meldet: Nack? amtlichen Aeußernngen qnit informierter Kreise bestätigt sich die Nachricht, daß die russische Regierung die Entscheidung getroffen hat> keinerlei Ausfuhrbewilligung n a ch Rumänien mehr zu erteilen!. Welche Wirkung dieser unfreundliche Akt in Rumänien hervor- gerusen hat, darüber liegt hier zur Stunde noch keinerlei Meldung vor.
Griechenland und die deutschen Unterseeboote.
Paris, 9. April. (WTB.) Die griechische Gesandtschaft in Paris stellt amt li ch in Abrede, daß in Korfu weitverzweigte Anlagen zur Benachrichtigung und Verpfke-, gung deutscher Unterseeboote entdeckt worden seien, ebenso daß vier Stützpunkte für Unterseeboote auf anderen > Inseln vorgefunden seien. Die Königliche Regierung weist. darauf hin, daß sie von den Gesandtschaften des Verbandes Mitteilung darüber erbeten habe, ob Benzinlager und Stützpunkte für Unterseeboote entdeckt worden seien, und daß sie jedesmal eine Untersuchung angeordnet habe, wenn genügende Anzeichen für die Möglichkeit einer solchen Entdeckung vorhanden waren.
Die englische Bevormundung der Neutralen.
Kopenhagen, 10. April. (WTB.) Die „National- tidende" meldet aus Christiansand; Die hiesige Dampf- schifsahrtsgesellschaft erhielt von England eine Mitteilung, daß England ihr für die Fahrten nach Frederikhaven keine Kohlen mehr liefere, wenn sie nicht die Bürgschaft dafür leiste, daß die Güter nicht weiter nach Deutschland ausgeführt werden. Die Christiansand-Linie muß also demnächst den Betrieb einstellen, falls sie nicht anderwärts Kohle erhält.
A m st e r d a m , 10. April. (WTB.) Wie das „Handels-, blad" zu einer Meldung des „Nieuwe Courant" ergänzend berichtet, wird die Versendung von Wertpapieren aus Holland zukünftig durch eine Kommission des Nieder- ländiichen Uebersee-Trusts geschehen. Man erwartet, daß die von England beschlagnahmten Wertpapiere, sobald endgültig ein Abkommen erzielt ist, freigegeben werden.
Die Leistungen der Engländer ans dem westlichen Kriegsschauplatz.
Bern, 10. .April. (WTB. Nichtamtlich.) Das gelegentlich der Schlacht vor Verdun in der französischen und in der ausländischen Presse mehrfach geäußerte Befremden über die mangelnde Kooperation der Engländer scheint in englischen Kreisen! verstimmt zu haben, denn in einer Besprechung der militärischen Lage versucht der „Temps" eine Ehrenrettung der Engländer Zunächst stellt er allerdings fest, daß der aewaltigc Ansturm des Feindes vor Verdun ganz allein von ausschließlich französischen Truppen ausgehalten worden sei, die ziemlich schwere Verluste erlitten hätten. Einrge Kollegen, fährt der militärische Mitarbeiter des „Temps" sott, schreiben, daß es nun am englischen Heer sei, seinerseits große Opfer zu bringen. Aber an unserer Front gibt es nicht zwei Armeen, sondern ran: eine, die einer einheitlichen^ Führung untersteht. Hätte der Feind bei Ypern angegriffen, so waren es die Engländer gewesen, die Widerstand geleistet hätten. Wenn unsere Heeresleitung die Stunde zur Offensive für gekommen: erachtet, werde?? ftch d?e Engländer ebenso aus der? Feind sttirzen. Wir wiederholen: Es gibt in Frankreich nnr eine Armee, dia einem Führer gehorcht.
Aeußernngen des englischen Ministerpräsidenten beim Papst.
Bern, 10. April. (WTB. Nichtamtlich.) Den „Neuen Zürcher Nachrichten" wird von besonderer eingQoeihter Seite geschrieben: Der Besuch Asguiths beim Papste hat im Vattkan keinen guten Eiiidruck hinterlassen. Wir wissen, daß As- guith während der einhalb ständigen ?lndie?iz u. a. der Meiming Andruck gegeben hat, der Krieg werde z n m wenigsten noch 5 Jahre dauern. Diese entsetzlichen Worte sind ftei- lich weniger aus subjektivem Ernpsinden als vielmehr zwecks Einschüchterung gesprocheii lvorden. So werden sie wenigstens beurteilt. Also nicht bloß im englischen Parlament sei in wahnwitzigem Tyrannenzorn der Stab über die Völker Europas .gebrochen, soridern ein Vertteter jener Nation wagte sogar diesen blutrünstigen Entschluß vor dem Vertreter des Friedens fürsten kalt und ttotzig cmszusprechen. Der heilige Vater wirft sich uns


