Semachtni SKtttetTint^en hol bie Gesellschaft in den drei Monaten ihres Bestehens im Interesse der Versorgung der Bevölkerung recht Gutes geleistet. Ihr Umsatz betrug etwa das Siebenfache des Gesellschaftskapitals.
** Amtliche Personalnachrichten. Die Groß- Herzogin hat am 14. März dem Bürgermeister Matthäus Sieben zu Ebersheim, Kreis Mainz, das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Die Großherzogin hat am 29. März den Obersinanzrat Julius Kühl, zurzeit im Felde, für die Dauer des seit 22. Dezember 1915 von chm bekleideten Amtes eines Vortragenden Rades in dem Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steilerwesen, in dem Amt als Mitglied des Derwalttmgsgerichtshofes belassen. — Die G r v ß h e r zv g i n hat am 29. März dem -Oberpvstschaffner Friedr. Vogel in Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Deutschen Kaiser, König von P reichen, verliehenen Allgemeinen Ehren Zeichens (m Silber) erteilt.
** Der städtische Na hrungsmiltel verkauf <ln der Neustadt, der in letzter Zeit nichts mehr abzugeben hatte als weiße Bohtten, hält jetzt wieder Holländer' Käse in sehr guter schmackhafter Ware feil. Dieser Käse wird in Mengen bis zu 2 Pfund an den einzelnen Käufer abgegeben.
M Ausstellung des Fröbel-Seminars. Die Ar- ?(rbeiten der abstehenden Schülerinnen des Gießener Fröbel-Semi- rars sind noch heute Samstast und Sonntag, den 1. imd 2. April von 11—6 Uhr ausgestellt. Die Ausstellung, die in jeder Beziehung als gelrrngeu zu bez-eictmren ist, zeigt, ivelch eine vielseitige Ausbildung den jungen Mädchen geboten wird. Es sei hiermit die Aus- ftelllmg noch jedernvann zur Besichtigung empfohlen.
** Baurat Friedrich Zimmer, Großh. Brandver- sicherungsinspcktor zu Gießen, begeht heute seine 25 jährige Zugehörigkeit zur hessischen Brandversicherungskammer.
** Ter Alice-Frauen-Veretn teilt mit, daß er in der glücklichen Lage ist, noch einige Spenden der Kriegskinder- s^ende 1. Aiumst 1914 bis 20. September 1915 austeilen zu können. Näheres siehe Anzeige.
** Die Kriegsanleihezeichnung der Höheren und Erweiterten Mädchenschule. Wie uns die Direktion mitteilt, ist für die Höhere und Erweiterte Mädchenschule nachzickragen, daß außer den 12 508 Mark in bar und durch! lldnTirripm;] g. zeichneten von Schülerinnen ltotf) weiterhin in Hunderten 34 700 Mark, im ganzen also 47 208 Mark gezeichnet wurden.
** Auszeichnung. Die Hessische Tapferkeitsmedaille er- s ielt am 17. März Gefrener Willy S ch o m b e r im Landsturm- Jnf.-Regt. 20.
"Konzert im Philosophenwald. In dein morgen nachmittag im Pbilosophenwald stattfindenden Konzert znm Besten d.s Roien Kreuzes wird der Kgl. Kammermusiker Willy Kruse mitioirken.
** AusweiSvapiere aus Reisen in n er halb Deutschlands. Aus Gründen der allgemeinen Sicherheit ist es unvermeidlich, daß auch Reichsangehörige aus Reisen inneviialb Deutschlands in der Lage sein '.nässen, sich über ihre Persönlichkeit anSzuweisen. Um unliebsame Reiseunterbrechungen zu vermeiden, empfiehlt es sich daher dringend, auf allen Reisen vollgültige A u s w e i s p a p i e r e bei sich zu führen.
** D i e Versteigerung der Großh. Domänenweine findet, wie wir hören, im Monat Mai statt. Seit Kriegsbeginn sind keine Domänenweine mehr versteigert worden
** Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns Mitgetellt: Die Neuheit des morgigen Sonntags, der Schwank ,Lo gierbesuch." von Friedmann Fredcrich, dem Verfasser von „Meyers" verspricht nach auswärtigen Pressestimmen und n.ach dem 'Eindruck b(ec Proben einen überaus heiteren Abend. In dein Stücke ist fast das gesamte Personal beschäftigt, und da cs ungleich bei kleinen Preisen gegeben wird, so ist zweifellos ein starker Besuch zu erwarten. — Die NachmittagsLuNuhrung des ,L>- u x b a r o n s" bei Volkspreisen ist die unbedirrgt letzte des beliebten Werkes. — Nochmals sei auf das Montag abend statt- sirrdende Gastspiel des Königl. Sachs. Hofschauspielers Rene und seiner Künstler mit „Frieden im Krieg" hingcwiesen. Die Aufs ihrung verdient wirklich den Namen „Heiteres aus ernster Zeit" und hat überall berechtigtes Aufsehen erregt. Es ist sehr s-u wünschen, daß die verehrlichen Abonnenten nach Ablauf ihrer . t arten nunmehr das Stadttheater durch den Besuch der anderen Vorstellungen und Gastspiele unterstützen.
** Beschlagnahme baumwollener Spinnstoffe und Garne. Am 1. 4. 1916 ist eine Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme baumwollener Spinnstoffe und Garne (Spinn- und Webverbot) in Kraft getreten. Durch diese Bekanntmachung werben die in ihr näher aufgeführten baumwollenen Spinnstoffe, Garne, Zwirne sowie Garn- und Zwirnabfälle. beschlagnahmt. Von der Beschlagnahme befreit bleiben jedoch u. a. Kunstbaumwolle aus Lumpen imd Stoffabfällcn, für die besondere Bestimmungen gelten, näch dem 1. 1. 1916 aus dem Ausland eingesührte Linkers und Kunstbanmwolle sowie andere nach, dem 15. 6. 1915 aus dem Ausland eingesührte Banmwollspinnstosfe und Gespinste. Ebenso dürfen Ladengeschäfte die am 1. 4. 1916 bei ihnen lagernden, beschlagnahmten Garne, höchstens jedoch 50 Kilogramm, an Haushaltungen und Hausgewerbetreibende in Mengen veräußern, die bei jedem einzelnen Verkauf 10 Kilogramm nicht übersteigen. Auch baumwollene Nähgarne, Stopfgarne, Stickgarne, Strick- und Häkelgarne sind in b mdelssertiger Aufmachung nrit bestimmten Einschränkungen beschlagnahmesrei. Tie VeräußerungundVer- arbeitung beschlagnahmter Baumwollspinn- st o f f e u n d G a r n e ist in der Regel nur noch zur Erfüllung von Austtägen der Heeres- oder Marinebehörden gegen einen amtlichen Velegscl>cin Nr. 3 oder ans Gr.und eines von der Kricgs-Rohstosf- Abteilung des Königl. Preuß. Lttnegsministcriums erteilten Frei- gabcscheins gestattet. Für bestimmte Arten von Baumwol lab fällen und . Kunstbaumwolle ist bis auf weiteres auch ein Vorratsspinnen erlaubt. Für jede Verarbeitung von Baumwollspinn- s essen oder Garnen ist jedoch eine bestimmte Arbcitsein- ' ch r ä n k u n g angeordnet, die sich nach dem Umfange eines jeden Betriebes richtet. Außerdem ist für alle am 1. 4. 1916 vorhanden Befände an Baumwollspinnstoften und Garnen eine Meldepflicht und Lagerbuchführung vorgeschrieben. " ' Meldcvfli, t ist bis zum 10. 4. 1916 durch Meldung an das Webstoffmeldeamt der Kriegs-Rohstoff-Abteilnng des Königlich ftceuß. Kriegsministeriums, Berlin SW. 48, verlängerte Hede- i.'.annstr.' 11, zu genügen. Mit dem Inkrafttreten dieser Bekanntmachung sind verschiedene frühere Bekanntmach- r n gen, so das Herstellungs verbot für Baumwollstofte (W. II. 1293/6. 15. K. R. A.), die Bekaimttnachung bett. Veräußerung, V rarbeitung und Beschlagnahme von Baumwolle, Baumwollab-
s. i ugen und Baumloollgespinsten vom 14. 8. 1915 (W. II. 2548/7. 15. K. R. A.), und die Bekanntmachung betr. Veräußerung, Ver- a:beituno und Beschlagnahme von Baumwolle, Baumwollab-
agen, Baumlvollab'ällcu und Baumwol lgespinsten (Spinnoerbot) ! ;i 7. 12. 1915 (W. II. 1726/11. 15. K. R. A.) ausgehoben.
3 ä. zeitig mit der Bttanntmachung betr. Beschlagnahme baum- : wllcner Spinnstoffe und Garne ist mich am 1. 4. 16. eine Be- ' anntmachung über Höchstpreise für Baumwollspin n st o s f c und B a nm wv l l g es p i n ft e in Kraft getre-
t. i.. Hiernach sind für Baumwolle, Linters, Baumwollabgänge,
Daumwollabfälle, Kunstbaumwalle und Baumwvllgespinste b^-' stimmte, in den der Bekanntmachung beigefügten Preistafeln im
einzelnen 'vermerkte Höchstpreise festgesetzt worden. Einzelne Ausnahmen, u. a. für aus dem Ausland eingesührte Waren, sind zugelassen. Insbesondere finden aber die Höchstpreise keine Einwendung für Strick-, Stick-, Stopf- und Häkelgarne in. handelsfertiger Aufmachung für den Kleinverkauf. Die näheren Bestimmungen für die Lieferung der Ware zu deft Höchstpreisen sind im allgemeinen die auch sonst in dem Handel mit Baumwolle und Baumwollgarnen üblichen. Beide neuen Bekanntmachungen enthalten umfangreiche Einzelb estimmungen, die für jeden Interessenten von Wichtigkeit sind. Ihr Wortlaut ist bei den Polizeibehörden einzusehen.
** Beschlagnahme von Gummi. Mit dem 1. April 1916 ist eine Besanntmachung, betteffend Beschlagnahme und Be ft andser Hebung von Al t g n m m i, G u m nt iab - fällen^ und Regeneraten in Kraft getreten, durch welche eine größere Anzahl in der Bekanntmachung im einzelnen aufgeführten Sorten von Altgunrmi und Gummiabsällen sowie Regene- ratcn b e schl a g n a h m t worden sind. Trotz der Beschlagnahme bleibt jedoch ein Verkauf der Gegenstände an die durch schriftlichen Auftrag ausgewiesenen Beauftragten der Kautschuk-Abrechnungsstelle in Berlin statthast. Tie Namen der Aufkäufer werden veröffentlicht werden. Tie beschlagnahmten Gegenstände unterliegen auch einer Meldepflicht. Tic erste Meldung hat bis zum 10. April 1916 für den bei Beginn des 1. April 1916 vorhandenen Bestand unter Benutzung der amtlichen Meldescheine für Altgummi und Gunlmiabfälle zu erfolgen, für die Vordrucke bei den Post- anstalten 1. und 2. Klasse erhältlich sind. Außerdem ist über die Gegenstände ein Lagerbuch zu führen. Es ist zu beachten, daß von dieser Bekanntmachung alle natürlichen und juristischen Personen bettoffen werden, sofern die in Betracht kommenden Vorräte das Gelvicht von 1 Kg. überschreiten. Tie für die Gummisabriken und Regenerierbetriebe durch E i n z e l v e r s ü g u n g e n getroffenen Auordmrngen bleiben jedoch unberührt. Gleichzeitig werden durch eine zweite ebenfalls arn 1. April 1916 erschienene Dekan n t m a chn n g, betteffend H ö ch st p r e i s e für Altgumrni und Gnmmiabfälle, für alle durch die oben erwähnte Bekanntmachung beschlagnahrnten Arten Höchstpreise festgesetzt, die bei dem Verkauf von Altgummi und Gummiabsällen an die Kautsch".lk-2kbrechnungs- stelle eingehalterr werden müssen. Ter Wortlaut beider Bekanntmachungen ist bei den Polizeibehörden einzusehen.
** Höchstpreis für Blei. Neuerdings hat eine unerwartete und unbegründete Preissteigerung für Blei dazu geführt, daß jetzt auch für dieses Metall, sowohl rein wie in Legierungen, Verbindungen und Erzenguugsvorstufear aller Art, abgestufte Höchstpreise mit Wirkung vom 1. April 1916 festgesetzt werden. Tie Regelung der Höchstpreise für Blei erfolgt durch die Bekannftnachimg der Militärbesehlshaber (M. 10/3. 16. K. R. A.). Die lvicderholten Verstöße gegen die bisher in Kraft befindlichen Höchstpreis-Bestimmungen haben Anlaß gegeben, in der BekanntmackMNg M. 10/3. 16. K. R. A. die für 5pöchstpreisüber- schreittlngen angedrohten Strafen besonders nachdrücklich zu betonen. Es sei unter anderem hervorgehoben, daß derjenige, der die festgesetzten Höchstpreise überschreitet, sich zu einer Ueberschrei- tung erbietet oder andere zur Ueberschreituug auffordett, neben Geldstrafe und Gefängnisstrafe bis zu einem Jähr auch mit den: Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bestraft werden kann. Bei einer Zurückhaltung von Vorräten mit der Absicht der Preistreiberei ist sofottige Enteignung zu gchvättigen. Die Strafandrohungen der neuen Bekanntmachung gelten auch in vollem Umfange für Ueberschreitungcn der früheren Höchstpreisverord- nungen. Alle anderen Einzelheiten sind aus dem Wortlaut der Bekanntniachung selbst ersichtlich. Anfragen und Anträge sind an die Metall-Meldestelle der Kriegs-Rchstoff-Abteilung des Königlichen Kriegsministeviums, Berlin W. 9, Potsdamer Sttaße 10/11 zu richten.
Landkreis Gießen.
e. R ü d d i n g s h a u s e n, 1. April. Dem Webrmann Johannes M a g e l vom Jnh-Regt. Nr. 87 und Ersatzreservist Johannes Muth vom Jnf.-Negt. Nr. 186 wurde die Hessische Tavf er- keitsmedaille verliehen.
Kreis Büdingen.
Bösgesäß, 1. Dlpril. In unserer kleinen Gemeinde zeichneten die Schulkinder 184 Mk., die Erwachsenen 3609 Mk. zur 4. Kriegsanleihe.
Himbach, 1. Llpril. Die hiesigen Bolksschüler zeichneten 1421 Mk. zrw 4. Kriegsanleihe.
Kreis Friedberg.
RI. F r i c d b e r g , 1. April. Leutnant Waas, Professor an der Höheren Mädchenschule in Mainz, zurzeit in einem Infanterie- Regiment in Serbien, hat das Eiserne Krenz 2. Klasse erhallen Schon vor längerer Zeit wurde ihm die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
Bl. Gambach, 1. April. Eine Steigerung der vierten Kriegsanleihe im Verhältnis zu den drei vorhergehenden, wie sie sich hier gezeigt hat, findet so leicht nicht ihresgleichen. Bei der hiesigen Spar- und Darlehnskafse wurden bei der ersten Kriegsanleihe gezeichnet 40ll0 Mk., bei der zweiten 52 800 Mk., bei der dritten 101 300 Mk. und bei der vierten 164 700 Mark.
6. Bad-Nauheim, 1. Avril. Bis zum 30. März 1916 waren 316 2 K u r g ä st e angekommen. Bäder wurden bis dahin 49 447 abgegebeii.
Kreis Wetzlar
Wetzlar, I. Avril. In öffentlicher Stadtverordnetensitzung wurde vorgestern der Haushaltsplan der StadtWetzlar für 1916 genehmigt. Die bisherigen Steiierzirschläge (mit Ausnahme der Grundsteuer, die iim 10 Prozent erhöht wurde) wurden beibehalten Es werden erhoben: 225 Prozent (wie im Vorjahre) Zuschläge zur Einkommensteiler, 210 Proz. (200 im Vorjahre) Zuschläge zur Gebäiidestelier, 300 Proz. (435 Proz. im Vorjahre) zur Grundsteuer, je 225 Proz. ziir Gewerbe- lind Bettiebssteuer.
rr». Burgsolms, 1. April. Deii Angehörigeu des Musketiers W. Müller, welcher seit den Karpathenkäinpfen (Februar 1915) als vermißt galt, ist nunmehr von der derltschen Gesandtschaft in Stockholm mitgeteilt worden, daß sich der Vermißte verwiiridet im Lazarett in Nischni-Nowgorod befindet.
ra. Albshausen, 1. April. Kanonier Karl H offmann, Fuß-Artillerie-Regimenl Nr. 3, starb den Ehrentod.
ra. Bl asb ach, 1. April. Unsere Gemeinde hat während der Kriegszeit ein stattliches Schulhaus für zwei Klassen erbaut. — Lehrer K. O ch s ist auf feinen Wunsch nach Wetzlar-Niedergirmes versetzt.
Hessen-Nassau.
X. Hanau, 1. Avril. Die Stadtverordneten haben in ihrer iiichtöffentlichen Sitzung beschlossen, die Ausfühnnig des großen M a i n h a f e n° P r o j e k t e s bis liach Friedensschluß niifzilschieben — Bebra, 1. April. 23eim Bauen von „Unterständen" stürzte gestern nachmittag die Wand einer Sandgrube ein und b^egrub drei Kinder unter sich. Obwohl sofort Hilfe zur Stelle war, konnteii doch nur noch zwei Knaben, wenn auch arg zerschunden, lebend gerettet iverdei,. Der dritte Jimge war bei feiner Freilegung bereits erstickt.
— Gersseld, 1. ?lpril. Der Kreis Gersscld hat den Auftrag erhalten, für die Stadt Hanau und den Kreis Höchst 9000 Ztnr. Kartoffeln zu liefern. Von der angeforderten Aienge sind be-
retts 5000 Zentner zur freiwilligen Abgabe angemeldet worden.
Mit der Lieferung der Kartoffeln muß bereits in der nächsten Woche begonnen werden.
— Frankfurt a. M., 1. April. Der Verband deutscher Elektrotechniker tritt hier am 3. Juni zu einer Tagung zu- saminen, in der besonders über die in der Elektrotechnik verwendeten Ersatzmittel verhandelt werden soll. Dtit der Tagung wird eine Ausstellung der Ersatzmittel verbunden sein. — Die Kriminalpolizei verhaftete aus dem Hauptbahnhofe einen Mann, der sich voic einem Truppenkommando der bayrischen Stadt A. einen hohen Geldbetrag telegraphcsch nach hier unter der Angabe überweisen ließ, er sei auf Transport und benötige zur Wetterführung des Transportes des Geldes. Bei seiner Verhaftung hatte der Mann, der Uniform trug, den gesamten Geldbetrag noch bet sich. — In der Habsburger Allee mielete sich ein^Soldat ein und er- schlvindelte gleich in der ersten» Stunde von seiner Wirtin unter dem jetzt wohl stets gelingenden Trick, er könne ihr Butter^ -- sogar drei Pfund — besorgen, eine größere Summe Geldes. Sol^ dat und Geld sah die Wirtin nicht ivieder.
— Gelnhausen, 1. April. Ein fesselnder Karüps in tat Lüsten spielte sich hier ab. .Als ein fremdes Stör chen paar von dem von der alten Storchenfamilie bereits besetzten Nest mit Gcivalt Besitz nMnen w-ollte, kam es zu enter erbitterten Auseinandersetzung, bei der Hilden und drüben wuchtige Schnahel- hiebe ansgeteilt wurdet. Sckstießlich blieb das alteingesesscme Paar- Siege^_ __
Märkte.
Gießen, 1. April. Marktbericht. Am dem herctigeil Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Mk.: Hühnereier das Stück 16—17 Pfennig; Käse 8—10 Pfennig, Käse- matte 3 P'ennig das Stück; Welsche 0.00—0,00 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund 2,00 —0,00 Mk.. Kuhfleisch 2,00- 0,00Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pscmd 2,00 — 0,00 Mk., Schweinefleisch das Pstmd 1,50- 0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 1,80-1,84 A!k., Hammelfleisch das Pfund 1,80—0,00 Mk.; Kartoffeln der-Zentner 0,00 Mk.; Zwiebeln das Pfund 30—35 Pfg.; Milch das Liter 28 Pfg.; Nüsse 100 Stück O^—00 Psq.; Spinat 30 -35 Pfg. das Pfund, Gelberüben 12 —15 Pfg. das Psd, Ro>eickohl :I5—30 Pfg. das Psd., Kohlrabi 10 —15 Pfg. d. St., Noterüben 10—12 Pfg., G üukohl das Pfund 25—30 Pfennig, Sellerie 10 — 20 Pfeimig das Stück, Ateerrettig 20—25 Pfg., Lauch 8—10 Pfa. - Marktzcit von 8 bis 2 Uhr. — Fleischpreise auf dem Markte von auswärtigen Händlern: Ochsensteisch das Psd. Mk. 0,00-0,00 Rindfleisch d. Psd. 1.80-0.'0 Mk.. Rmdsleisch-Bratenstück das Pfund 0,00—0,00 9.'tk., Nierenkelt das P'd 1,80 Mk., Leber- und Blutwurst >,60 Mk. das Pfund, Mettwurst 0,00 Mk. das Pfund, Schweinefleisch 0,00 Mk. Schmalz 2 Alk. das Pfund.
F. C. Wiesbaden, 31. März. Viehmarkt. Auftrieb 18 Rinder, darmttcr keine Ochsen, 1 Bulle. 17 Kühe, 52 Kälber, keim Schale und keine Schweine. Zu den Höchstpreisen wurde der geringe Auftrieb abqes etzt._
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 2. April 1916: Heiter und nocken, :aas mi ld, in böberen Lagen Nachtfrostaesahr.
Letzte Nachrichten.
Der NeichskanzLer über die Kriegslage.
Berlin, 1. April. Die Reichs tags siMing, in der der Reichskanzler über die 5kricgs- und Weltlage sprechen wird, findet, wie verschiedene Morgendlätter hören, am nächsten Mittwoch statt.
Die Spannung in Holland.
Amsterdam, 1. April. (WTB. Nichtamtlich.) Das „H an-- delsblatt" meldet aus dem <Haag: Gestern hat auch der Vorsitzende der Zweiten Kamnrer, Cvenian B o r g e si ns eine Überredung mit dem Ministerpräsidenten Cort van der Linden, gehabt. Ueber die Geheinrsitzung der .Kammer war heute naännittag noch keineEntscheidu-ng gcfaK. Nachdem vorgestern nachmittag der gewöhnlicl-e Nttnisterrat stattgesunden hatte, wurde gestern nachmittag ein a ußer o den t l i cher Ministerrat abgehalten. Die Zurückziehung der Urlaube bedeutet nickst, daß jede Militärperson, die mit Urlaub nach Hanse geschickt wurde, in ihre Garnison zurückkehren müsse. Bon plötzlichen Wrederein- beruftmgen ist in diesem Augenblicke also keine Rede. Auch auf die nach Hause beurlaubten Landwehrmänner trifft Die Verfügung 8er Mlitärbehövden nicht zu. Sie bestimntt lediglich, daß die Urlaube, die bereits etteilt tvaren, aber noch nicht angetteten waren, Ivieder rückgängig gemacht und daß vorlänfcg auch, keine neuen Beurlaubungen stattfinden werden.
Der 5)aager Korrespondent des ,^xrndelsblad" sagt in einenr Artikel, daß man nicht annehmen dürfe, daß die jetzigen Ereignisse mit der „T u b a n t i a" zu tun haben, daß imrn ebenso- weni g an eine plötzliche Spannung zwischen Mederlanden und einer oder nrehreren der kriegft'lhrendcm Möchte denken dürfe, sondern mir tm eine ganz allgemeine Veränderung der Kriegslage insofern, als daß diese jetzt Möglichkeiten enthielte, die es für höchst rällich erscheinen ließen, rwch mehr wie bisher auf der Hut zu sein. Der Zustand ist für Hollalld ernster gewordetr, braucht aber keine Beunruhigung zu erwecken, und es bestehe au.ch keine Ursache, eine unmittelbare drohende Gefahr als sehr wahrscheinlich anzunehmen.
Die Pariser Konferenz.
Genf, 1. April. Wie Reisende erzüh.en, ist die Stitnmnnq in Paris sehr trübe. Paris erftrhr ditrch eme Indiskretion, daß der italienische Ministerpräsident Salandra lediglich mtt der Absicht nach Paris gekommen u»ar, die Beteiligrmg Italiens an der Westfrvtlt und auf dem Balkan abzulehnen. Tie allgeineine Ansicht in Paris sei, daß sich die Konferenz lediglich mit den Bedingungen für den kommenden Frieden beschäftigt habe, weil im übrigen die militärischen Gegensätze sich als zu groß erwiesen haben.
Die Aerzte empfehlen
Apotheker Xcnmcier’s
fettl ->.
Cigarillos
BTJr. 2.10
(ohne Papier^
D. R G. M. No. 26122 und 26617. Erhältlich in d. Apotheken, [»tos».
Apotheker Xeuraeler, Frankfnrt am '‘laln.
Best.: Nitr.-Bracftyc’adus-Krant 45, Lobei.-Kraut 5, Salpeters. Kali 25, salpetrlgs. Natron 5, |odk. 5, Rohrzucker 15 Teile.
Feingemahlener Kainit (Sondermarke 1 ahne Zusatz, Sondermarke 2 mit Zusatz von Kieselgur zur Verhütung des Zusammenballens) hat sich seit einigen Jahren als das beste Mittel gegen Hedcrch und auch andere Unkräuter bewährt. Er tötet den Hederich bei richtiger Anwendung mit Sickwrheit und bttngt dm Hafer rnrd andere Getreidefrückste zur üppigen Entwickelung und namentlick; auch nachfolgeirde Hackfrüchte. So wurden z. B. im Münsterlande nach Bekämpfung des Hederichs, im Hafer bei Kartoffeln (als Nachfrilcht) auf dem nrit feingemahlenem Kainft be- stteuten Parzellen, auf 1 Morgeti bereckmet. 12»>. Ztt. Knollen mehr geerntet als da, wo der Hederich nicht bekämpft wurde. D 1 , *


