Ausgabe 
31.3.1916 Zweites Blatt
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tritt fixrrn für bet Ausschußantrsg rin, wril er findet, daß unsere -^fischen Irvenanftalten )REeranftatten sind

Darauf wird der Ausschußantrag gegen die Stimmen der 'Si^akdenwkwten einstimmig angenommen, desgleichen der An. trag R«b einstimmig.

Die beiden .Vorstellungen des Verwalters des Höchster ckblofterfvnds Otto Mühlhwn'er-Michelstadl, betreffend Rege- 4Mg seiner DrenswerhÄtnffse, beantragt der Ausschuß für erledigt Au erflflwn.

*Äfl. «Önu r t mutt n n (<5oi.) beantragt Absetzung von der Tages-

vrdrrnng.

Abg. Uebel (Zentr.) halt letzteres bei der Oeffentlichkeit der Sache nicht für nötig. Die Behauptung des Petenten sei rechts- xrrtümlich, da für eine Mitwirkung des Staates im Sinne eines Schliches des Rechners gegenüber den anstellenden St arides Herr­schaften es an jeglicher rechtlicher Grundlage mangele.

Abg. Raab (Soz.) bittet, dem Antrag Hartmann zuMstim- nren, der darauf angenommen wird.

Eine Anfrage der 2lbgg. Molthan und v. Brentano, betreffend einer

Einführung einer Rcichsweinftener.

für sorge! BesLränkt man sich dabei ans kriegsbes chädigte Be- rufsgerwsseii, so bieidt der ursprünglich: StrftungS^weck ia noch

im wesentlichen gewahrt; wünichmSwert erscheint mir eine solche BesK^ankung allerdings nicht.

Lnsgsdnefe aus dem Weste».

Bsn mv'ezm JhftqgAvriifcrribtitec.

(vnberechttxstrr VmAwuch auch ansMyslvrise, verbattL)

Kleine Bilder aus der Verdun-Schlacht.

Großes Hauptguartier, am 27. März.

3nt letzten Orte, in den die französischen Granaten noch nicht reichen, wenn man in das Schlachtgebiet geht, im ersten, wo unsere Leute, wenn sie nach den Tagen des Kampfes in Ruhe gey«i, sich sicher suhlen dürfen, da sab ick eine alte Frau, die strickend an der geöffneten Haustüre saß: Sie war eine von den wenmen Einwohnern, die geblieben waren, weil sie bei der großen Flucht den Anschluß nicht mehr erreicht hatten und dann nicht wußten, wo sie hingehen sollten. Tabei hatten die Franzosen immer wieder in das Tors hineingeschossen, bis der deutsche An

beantwortet Ministerialrat Dr. Kratz dahin, daß unter den dem!^'-^:^ Linie ^zurüLwückte. Ich. frage das Mütterchm, wie Reichstag vorgelogten Steuerentwürfen ein solcher betreffs einer Li* !! c r 22r ' Ob jte feine Verwandten habe, zu

t boten sie gehen könne. Nein, fle hatte nur einen Sohn, der

-gierungsantwort wird bis morgen L^^gen Kriege schongefallen - Im vorigen Kriege? Im

Lonrm, in Afrika? 9tein, als der Krieg zum letzten Male hler war 1870. ^ Ach so, man numeriert in dieser Gegend die Kriege, die vorüberzvgen.Hier war wohl schin öfter Krieg,' srage ich etwas unziemlich. Immer wieder, zu allen Zeiten. Mein Vater hat noch den Revvlutionskriieg hier in diesem Hause

Weinsteuer nicht enthalten sei.

Die Besprechung der Regi vertagt.

(Sine weitere Anfrage der Abgg. Heerdt und Henrich betrefßnü) Schadensersatz für Bombenwürfe, beant woriet Staatsrat Hölzinger.

Die Briprechung erfolgt ebenfalls nach der Drucklegung.

Zmn Schlick Mrl mg. Ul r i (& s7z,A'-rdi-H. Rehen Z^ebll meint,, offenta 1792 als Goethe hier aus dieser XM^mf (IWA^K, I Straße ut fernem 5riieesberichterstatterw«gLlchen vorüberzog und

mi> <!Ät < ö°8t i »uTe flÄtrt* bTltotwnms die | <w£ r n Jj "bei

. ' Damogneux viel mehr erwärmte als für das Rätsel der Kanonen­schlacht von Balnry.Haben Sie gar keine Angst gehabt, als hierher geschossen mürbe?"Unser Haus hat noch nie ge­brannt, so alt es ist," sagt sie zuversichtlich.Und die Kriege hören eines Tages immer wieder auf. Ich werde keinen neuen mehr erleben, mid dieser geht ansch-inend schon von hier weg." Sie bückt sich tiefer über iljcen Strumpf und hat jetzt, so weit ich beobachtet habe, mit vielem zittrigen Geklapper die erste Masche fertiggebracht, seit wir plaudern. Die Kriege werden in der Der»

Sache fortwährend im Auge behalte und Abhilfe treffe

Die Sitzung schließt darauf gsgcn 12 Uhr. Nächste Sitzung: Freitag vormittag 11 iHr.

Die virmarcksiistung und der Krieg

Von einem hessischen Oberlehrer wird uns

geschrieen: . _ _ ....

Ms der siebzigste Geburtstag des ersten deutschm Reichskanzlers l duner Gegend eher ausgehen als diesem Mütterchen die Strickwolle.

vor der Tür stand, wurde aNeutl)alben in Deutschland die Werbe- Und dieser Krieg scheint ja nach 18 Monaten schon wieder von hier trommel gerührt. Es galt, dem hochverdient«: Staatsmann den wogzuziehen. SchonMan 'muß in solchen Dingen nicht ungeduldig

Tank des Volkes, der ihm häufiger versagt blieb, als spätere Ge- schftch-der verstehen werden, auch einmal in greifbarer Gestalt zu rrb errei che u .

sein, lvenn man altangesessen an der Heerstraße nach Verdun ist.

*

. paar Häuser weiter wohnen auch noch Einwohner. Zwei

/* m Anfang an bic Absicht kund getan iw, dm Fügten kleine Kinder sitzen auf der Schwelle im Sonnenschein, das eine durch Ankauf und Schenkung seines Stammgutes Schonhausen kann kaum stehen, das andere bewacht es mit Wichtigkeit Zwei zu «freuen, ist mir nutz erinnerlich. Jedenfalls trat sw noch niedliche Menschlein sind es, etwas ungewaschen, wie alle Fran während der Sammlung hervor und wurde dann auch verwirklicht, zosenkinder. und außerdem ist Krieg. (Zue müde, aufgelöste, selb zur lebhaften Genugtuung all derer, denen emc rein persönliche graue Marschkolonne kommt an, die nach heißen Sturmtagen auf Gabe angebracht erschien. Mein gerade gegen diesen Plan richtete 48 Stunden in Ruhe geht. Einer tritt aus dem Glieds und geht sich sofort der heftige Widerstand werter Kreise. Bismarck war auf die Kinder zu, die er lächelnd, ganz väterlich glücklich be- nicht -nur rin Meister im diplomatischen Schachspiel, sondern auck) trachtet. Ich sehe ihn mir genau an und werde sein Bild immer ein kluger Rechenmeister in eigenen Angelegenheiten. Eine selbstlose vor mir haben. Ein glattrasierter feiner Kopf mit graubezogenen Gvoßnmt, wie sie sein alter Gegner Windlhvrst betätigt, der eine Schläfen. Die Kinder schauen ihn neugierig an schließlich sagt ouS ähnlichem Anlaß ihin überwiesene Schenkung zum Bau einer er rin paar Worte, und nun sind die Kinder ganz erstaunt- Kirche bestimmte, ioar von ihm kaum zu erwarten. Die DotationParlez fr-asa? wiederholt er. Es ist so ungefähr das llnaeschick- von 1866 hatte ihm denSachfenwakd" eingetragen, der jährlich teste, was er sagen konnte.Parlez frasä?" fügt er mit sreund- über 100 060 Mk. abwars, die von 1871 die Herrschaft Barzin: lichem Kopfnicken noch einmrl hinzu. Da hebt das altere die Hand nrar das nicht materiellen Lohnes genug? Derartige Einwände und sagt:Bonjour, Monsieur," nimmt die Hand des Kleinen

Wurden laut und zwar, wie es scheint, vorwiegend in Süddentsch- land; wenigstens war der Alisgang der, daß das Ergebnis der Sannnllmg in Süddeutschland (und Hessen), Millionen Mk., zu ein« Stiftung bestimmt ward, über deren Verwendung Fürst .Bismarck entscheiden sollte. Wenn meine Erinnerung mich) nicht täuscht, mußten infolge dieses Abkommens einige preußische Stau desherren tu die Tasche greifen, um die rund IV 2 Millionen zu ver vollständigen, die der Gutskauf erforderte.

Es könnte nicht aushlriben, daß über die Verwendung des ^

Stiftnngsio«ds, Bismarckspende genannt, in den Blättern l Stellung begegnet mir eine Schipperkolonne.^Lon den' vier Mann mancherlei Vorschläge und Vernmtuugen geäußert lourden. Viel der vordersten Reiche tragen drei Brillen, und alle vier'sehen Anklcmg fand der Gedanke, die Zinsen zur Lmdernng der ersten nicht so aus, als ob ihnen diese Kriegsfahrt an der Wiege ge- M! bei F«lerSbruniten, Was,ermüden u. dergl. zu ver- sungen worden wäre. Ich frage sie, was sie im bürgerlichen

loenden. Allem Fürst Bismarck traf eine Entscheidung, die niemand Leben sind.Direktor eines Jnkassobuveaus "Feinmechaniker "

imb führt sie ihm auch entgegest. .,Boschur, boschur," sagt der Feldgraue, tätschelt den Kindern die Backen, geht wieder zu ,einer Kolonne> schaut sich noch einmal glücklich nach den beiden ^rindern um. Das war alles so dumm, so ungeschickt Aber wer den Mann verstmiden hat. der aus der männermordendcn Schlacht zurückkonnnend, die Seligkeit auStosten loollte, wieder m Kinderaugen z-u schauen, der hätte ihn wohl küssen mögen.

In dm Trümmern eines Ortes der bisherigen französischen

.Rechtsanwalt,

enoartet hatte. Bei Ueberreichung der Spende erllärte er, es __,

schwebe ihm der Plan eurer Verwerrdung für die akademisch ge-! ich den Vierten, bildete Lehrerschaft vor, und diesen Plan setzte er in die Tat uni.

sagen die drei Kurzsichtigen. Und Sie, frage .Trapezkünstler im Zirkus " "

_ . .. . WI L . _ . . I WW Sie haben heute

± JJlan Wc a m bic Xat une ganz vorn Stellungen gebaut und einen schlechtzen Tag hinter

?Wk&, t»e er bannt benSiesern von SWntggrftB". eine Tankes- |i*. Schwere Arbeit, fortmä&tenb beschossen, bann langer, müb-

whl «tt+uf n 11 r Xii> MfjiirÄii+utt-. I . .... OTi_ X. _v i. _r. r * r- .. V ' ^

schuld abtragen mollte, wvrnnter ,a wohl mcht nur dre Volks,chul- sanier Marsch nnb babei noch zweimal beschossen, llnb morgm

" aai U S , ..»um re, . r .. müssen sie hier bie zerfahrene Straße flicken, bas ist eine müh.

LÄr der Gedanke glmvrch ? Für mente Per on muß Ich btc same, langwellige, schnüerige Sache,ft'ünnte man denn nicht .rrag-tmbedmgi vernernen^nck tch habe damals lebhaft bedauert, hier Russen verwenden?" fragt ein Feldgrauer.Zum Wege, daß mrni rn Gteßen gezeichnetes Sckzerfletn mcht der vrenßtfck^n bau werden die faulen Bengels doch zu gebrauchen sein!--Da Sammlung zngefckssen war; tch'kann mtch auch keiner bei. kriegt er ganz entrüstete Antworten,bier kamt man doch von andrer Sette rrmnern^ Auch der wettere keine Russen Herdringen. Hier sind wir doch in der Feuerzone /Becken zt, zerstreuen, U-ber D°s müssen wir machen. Rtrffcn hier, das wäre ja gegen das bres soll Bhlkerr-cht!« «o antworten sie wirklich erregt ^urZekn°»d-r.

nach Meyers, Konversations-Lexikon der offizielle Titel sein hören auch die beteiligten Kreise so gut wie nichts. Einmal

ÄJ* Ä % Äk ÄÄ.r* I i . dm 5SÄ

die Schipper. Das wäre gegen das Völkerrecht, und darum lind sie stolz darauf, daß sie hier ihre Haut für das Vaterlmid

England durch die Hände, z>i der, tvie auf deni Titelblatt zu' der "Herr Rechtsanwalt und der Traverkünstler aus dem AirViia' lesen, reue Stiftung die Mittel gewährt hatte. Andrerseits sind Sie haben sicher- im Frieden nie aeobnt die m er hSfe \

hessische Kvllogen, die vor ettva 25 Iahrcri zu ähnlicheti schiedene Menschen so einig empfinden, daß sie Deutsche sind Zwecken unabhängig von ernarrder sich an die Stiftung gewandt » / u ' ,ino -

lVTirTtvnmf f I rv m

hatten, überhaupt keiner Antwort gewürdigt worden. Ätöglich, daß sie in der Form ihres Gesuches etwas verfehlt hatten; es rrmr nämlich an den Fürsten Bisinarck persönlich gerichtet, und roenn eine 91-usHinft richtig ist, die vor Jahren einmal im Brief kästen eines Fanrüienblattes zu lesen war, sind die Gesuche bei dem Präsidenten des preußischen HerrenIranses (!) einzureich,en. Ob dies der Fall ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Das ist eben das Seltsame mid Bedauerliche, daß auch in den Kreisen der Bernfsgeiwssen kein Mensch etwas Näheres über jene Stiftung torifc- Hierzulande wenigstens haben die älteren Kollegen ihre Existenz so zienüich vergessen, die jüngeren nie etwas davon ge- hört- Nach der geiiannten Quelle hatte sich Fürst Bismarck selber die letzte Entscheidung vorbel-alten: lvem ist sie denn nach Bismarcks Tod zngefallen? Und an tvelche Voraussetzungen ist die Ge­währung geknüpft? An Bedürftigkeit, Würdigkeit, gewichtige Emp-

Jm Walde von Hennenwnt fand ich in einer vom Feind ge­räumten Stellung einen französischen Wegweiser, auf dem folgen­der Vers aufgekritzelt war:

Aux Fram^ais rhonneur,

Aux abeillt s les fleurs,

Et ponr que rien ne se perde

Anx Allemande la.

le 25, 3. 16 nn 44 me.

Ein sinniger Kampfspruch, wie man sieht? Mir summte eine alte Ritterdevise durch den Kops:

A Dieu mon &me,

Mon corps an roi,

Mon coeur anx darnM Lhonnenr pour moi 1

'ÄH a m nnE b E Mndckatm Stipcnbic^ 'crlwiten'lfo I geglast hall an dir noch"^bis znm^K^^gjmtb^^'

?^at^ ch ^O.^obm^^Rafernchm^tttch^O^lchrm^Dasj-TaS rtUcrUchc^Frankreich denMor Dichter von Wolfrani ^n

" .. r J ° ^ ' Niemand von uns hat

orr . _ . . Frankreich im Kriege gefunden.

. ... . . -- - . z.Aber daS andere Frankreich freien wir überall, das Frankreich

Stistung sind für das Jahr . Stipendien in denen Kriegergeist sich in dem Spruche ans deni Hennenwntwal^ Bewerbungen fmb bis bekundet. Man reißt vor dem tapferen Gegner aus man muß zn richten. Dieser gewiß recht nahelreaenö- I ihm die ganze Beute überlassen, aber dazu findet man noch Zeit

ihm einen linflätigen Schandvers an den Bauni zu schreiben.'

Ängste, stda>o man erwarten, ,a fordern dar,. r,t eine alliühr-. Eschenbach bis Börries von Münchhausen Uök Veröffentlichung m mindestens einem geeigneten Blatte, eine lebmde Spur von biefem Frankrri S. B. dem Literari,chen Zentralblatt, ettva in folgender Form: . - - -

,.Aus der . . . Sti^ ri'- c "-- c ^ ..

Hohe von . . . an

znni .... an . . . zu richten." Dieser gewiß recht" naheliegende

Gedanke scheint der Verlvaltnng nie gekommeii zu sein. Ta die M . W_|L_|_ ÄU IIIirrinFTT

Svnfen s-über doch tiwhl nicht wivergeben geblich-n sinb, mufj Es paßt bai zu dem Volke. haS seine gesallena, Selbst IV. matt tast M,ittl>mcit, baß der tscküitnel zn dem golbcnm Schaß lang uill'eerbigl vor bat SchüSenatabrn rtegen läßt unb baä ben dvrch persönlich- Trabiiton ,tch m Sirtdlon forterbt, bic ber Quelle toten Feiitd tm Grab verlwhnt. Dieses Frankreich kennen aelernt ttal^r stehen. DaS ist hoch ketn erträglicher Znstanb! zu Huben, ist einer bsr ble-bcnden deutschen Gewinne l»s K?ieg^

lind NUN nt 1 irns hpr ___X _ tv *7 J1 - Ll : y c ».

VScherltsch.

f* D^ie beste Wochenschrift der Neutralen in deutscher Sprache, die sich auch durch ihre drucktechnische Aus­stattung (Kuvsertiefdruck' auszrichnet. ist zweifellos dieSchwei­zer Illustrierte Zeitung". Sie bemüht sich, in Wort und Bild ein» Spiegel der Welt- und Zeitexeiamjsc vom neutralen Standpunkte ans zu sein, und man muß gestehen, daß ihr dies in trefflicher, nie- niand verletzeiider Weise gelingt. Tie soeben erschienene Nr. 13 läßt erkennen, welchen gewaltigen Eindruck der machtvolle deutsche Angriff ans Verdun allerwärts hervorgerufen hat: nicht weniger als 12 Bilder beziehen sich auf dieseu Riesenkamps. Besonders eindrucksvoll ist das Titelbild mit dem Auszug der Zivilbevöl­kerung aus der Festung. Das Halbjahresabonnement kostet 4 Mk.. die Einzelnummer 20 Psg. Alle Buchhandlungen und auch die Post nehmen Bestellungen entgegen.

Märkte.

fo. Frankfurt a. M. Diehtzofm arktbericht vom 30. März. ?luürieb: Rinder 73 Stück (eimcdlteßltch 19 dänncve). darunter

Ochsen^«, Bullen 2, Kühe und Färsen 63), Kälber 312, Schafe 61, keine Schweiiie.

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Masllämmer und nmaere Mastharnmel. . 93-00 200-00

0 Wiesbaden. 29. Dlärz. Diehmarkt. Austrieb: 1b Rinder, dall.nier 3 Ochsen. 1 Bulle, II Kühe, 85 Kälber, keine Lchale und keme S.-bweine. Zu den Höchstpreisen und sehr raschem Geschait imlrde sct netl adgeient.

ke. Wiesbaden. 30. März. Heu- und Strohmarkt. Bezablt wurden für Heu 9,00 - 9,25 Mk. für 60 Kg. einschließlich Fnhrlohn. Stroh fehlte. - Fruchtmarkt. Am Fruchtmarkt war nichts angeiahren.

lvSchentl. llebrrficht derCotzessSlle l -.Stadt Stehen.

11. Woche. Vom 12. bis 18. März 1916. Einwohnerzahl: angenommen zu 33 100 (infl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSzlffer 34.60 Nach Abzug von 12 Onsfremven: 15,71

ff starben an

ö«f.

Angeborener Lebensschwäche 1 Diphtherie und Krupp 3 (3)

Keilchintuen 1 ^1)

Tnberkulo!e anderer Organe 1

Lungenentzündung 3 (S)

Krankheiten der 2ltmungS-

Er-

wachsen«

1

3(3)

Kinder

Im t. LebenS- vom 2 btt

jaLr

1

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U. gab,

2 ( 2 )

orqaiie

1

1

Kraiikneiten der Kreislauf-

orqane

2

2

Gihtrntchlaq

1

1

anbeven Krankheiten des

Nervensystems

2(3)

1(1)

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1 fl)

anderen ftraufhetten der Der-

dauungSoigane

2(1)

2(1)

Kronkyeiten der Harnorgane

r (l)

1(1)

Krebs

1

1

Selbstmord

1

1

anders benannten Todes-

Ursachen

1 (1>

1(1)

_

Unbekannter Ursache

1

1

14 (6>

3 (2) 6 (4)

Summa: 22 (12)

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an. wie viel der Todesfälle in der betresferchen Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

k!lettorc>!sgische veobachtungen der Station Gießen.

März

1916

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3.9

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KlarerHiinmel

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Höchste Temperatur am 29. biS 30. März 1916: -ft 8,9*6. Nledrigste 29. , 30. , 1916: 1,8* C.

Niederschlag 0,0 mm.

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ß- 5 te>

Und nun ist über uns der fuEbare Krieg l>ereingebr?chen, der Deutschland ans ungezählten Wunden bluten läßt. Gibt cs da wirklich keine bessere Berlvendung für die Zinsen der Millionen- süftung? Gewiß ist »es nicht leicht, eine Stiftung ihrer ursprüng­lichen Bestimmung zu entfremden, allein außerordentlich' Zeiten rechtfertrgeii, ja erhrisckien außerordentlich Maßnahmen. Wenn cs als sicher gelten muß, daß jene Bestimmung dem Sinn der Geber in ihrer erdrückenden Mehrheit keineswegs entsprach, lvenn man die feste Gewißheit hat, daß Bismarck, lebte er freute, der Aende- rnng freudig znstimmen würde, danir müssen alle entgegenstehen­den Bedenken schwinden. Heute ist die deutsche Oberlehrerschaft in einem über alle Bundesstaaten verbreiteten Verein organisiert. Lehnt sie, die ja wohl auch für ihren jungen Nachwuchs sprechen darf, das Almosen ab. so kann der tttsprüngliche Zweck der Stiftung gar nicht ansrecht erhalten iverden: er kann es auch so schon kaum, da ja fast die gesamte akademische Jugend unter rA steht. Mit einem Beschlliß in diesem Sinne können

scü, die deutschen Oberlehrer der großen Zeit wahrhaft gewachsen

Und würdig zeigen.

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Bismarckspende der Kriegs-

Ter Wegweiser im Walde von Hennemont lorist auf einen gan^ richtigen Weg der Erkenntnis.

%> S;t cuCrmann, Kriegsberichterstltttcr.

Utt'versiiäts-N^chriridten.

Frankfurt a. M., 31. März. Zahnarzt Profeffor Frik S ch a e f f e r 6 t u cf e r t tritt am 1. April von seiner Stellirna als Leiter der konservierenden Abteilung am zahnärztlichen Institut der Universität Frankfurt zurück. '

-- Frankfurt a M 31. März, Professor Dr, Ernst Rubel, der bekannte Zwilrechtslehrcr in Göttingen, hat einen Ruf an die Universität Frankfurt erhalten. Rabcl wurde in Wien 1874 geboren, studierte in seiner Vaterstadt und wirkte später nachdem er längere Zeit praktisch an Wiener Gerichtshöfen tärig gcnvesen war, als Dozent und Professor in Leipzig, Basel und Del. In Göttingen lehrte er seit 1911 römisches und bürgerliches deutsches Recht. Rabels Arbeiten auf juristischem Gebiete, die sich tu erster Reifr^' auf zivilrechtliche Fragen erstrecken, sind bei seinen Fachgenonen wegen ihrer Klarheit und Tiefe geschätzt.

Amtl icher Teil.

Bekanntmachung.

Auf Grund des § 2 bet Kaiserlichen Verordnungen vom 31. Juli 1914, betteffeiid das Verbot 1. der Ausfuhr und Durch­fuhr von Waffen, Munitwn, Pulver usw. und 2. der Ausfuhr und Durchiillhr von Rohstoffen, die bei der Herstellung und dem Be­triebe von Gegenständen des Kriegsbedarfs zur Verwendung ge­langen, bringe ich nachstehendes zur öffentlichen Kenntnis:

ES wird verboten die Ausfuhr und Durchfuhr von:

Feinsilber, roh oder gegossen, gehämniert oder gewalzt, in Stangen oder Blech: legiertem Silber, roh oder gegossen, Silbermünzen (Nr. 772 des Zolltarifs); legiertem Silber, gehämmert oder gctvakzt, auch in Form von Blech: logiertem oder unlegiertem Sllber, vergoldet oder auf mechanischem Wege nnt Gold belegt (Nummer 773 des Zolltarifs);

Silberdraht, auch legiert, rund, geglättet oder geformt, vergoldet oder mif mechanischem Wege mit Gold belegt , (Nummer 774 des Zolltarifs).

Ausgenommen von dem Verbot blribt die Mitnahme von Silbermünzen nach dem Ausland bis zum Betrage von 10 Mk. für eine Person.

Berlin, den 15. März 1916.

Ter Reichskanzler.

In Vertretung: Delbrück.