I l^ulXCt UlLO ^A'Uuici | UlÜ umvuti|u,j bciv | uajict uuu
■j haben für das Kilogramm Roggenmehl 34 Pfennig zu
F zahlen. Diese Bekanntmachung bildet eine wesentliche Erleichterung für den Verkehr.
** Sparet mit Eiern! Es ist dringende vaterlän-
i dische Pflicht, während der Krieg.szeit aus den Verbrauch von Eiern zum Osterfeste zu verzichten und auch sonst nach Kräften mit Eiern zu sparen. Die Eiervorräte sind nicht groß und müssen daher vor allem zur Versorgung der Lazarette, Krankenhäuser und Heeresverwaltungen uno als Fleischersatz für Minderbemittelte dienen. Diese Mahnung, deren Beachtung von dem vaterlcnrdischeu Sinne aller Beteiligten mit Sicherheit erwartet werden darf, sei namcnt- r lich auch der ländlichen Bevölkerung, die selbst Hühner hält, ans Herz gelegt.
** Stadttheater. Aus dem Stadttheaterburecm schreibt man: Daß das Gastspiel des Königl. Sachs. Hvfschcmspielers Maximus Rens und seiner Künstler am kommenden Montag Vorzügliches in Aussiclft stellt, — die Künstler haben ihre Kunst bereits vor einiger Zeit mit außerordentlichem Erfolge in Bad- Nauheim erwiesen — erhellt auch aus beifolgender Besprechung des „Schwäbischen Merkur" über die Stuttgarter Ausführung von „Frieden im K r i e g". Es heißt da: „Beim wiederholten Anblick der Einakter vertieft sich der erste Eindruck: diese drei > Aufschnitte gehören mit zum Besten, was der Krieg seither aus hie f Bühne brachte, unzweifelhaft sind sie das künstlerisch Wertvollste, was wir bisher in Stuttgart an „Kriegskunst" aus dm Brettern sahen! Tie treffliche Aufführung durch das Ehepaar Rens und durch Otto Ottbert läßt die Reize dar Serien prächtig zur Geltung kommen; bis in die kleinsten Einzelheiten ausgeglichen, flott im Zeitmaß und die Eigenart jeden Bildes berücksichtigend, bietet das reife Spiel der drei Künstler den höchsten Genuß."
•• I ni Ober hessischen 5k u n st v e r e i n bat die bekannte Porträtmalerin Olga Hasselmann-Kurtz- Wiesbaden eine Sammlung interessanter und künstlerischer Abbildungen ausgestellt, die Gegangene verschiedener Rassen aus hiesigem Gefangenenlager darstellen. Wegen Vorbereitung der April-Mai-Ausslellung wird die gegenwärlige Ausstellung am l0. April geschlossen.
** I m Lichtspielhaus übt gegenwärtig ein herzhafter Lustspielfilm „Aus der Alm da gibts koa Sund" eine große Wirkung aus. Die Tochter eines hohen Berliner Beamten verfallt am /Busen der Natur" in allerlei mutwillige Streiche und lernt in komischen Situationen ihren „Zukünftigen" kennen, der später in Berlin seine „Kat'l" wiedererkennt. An sich wäre die Aneinanderreihung anspruchsloser Späße nichts Besonderes, wenn nicht H e n n y Porten in der Hauptrolle interessante Seiten ihres künstlerischen Könnens entwickelte. Dasselbe Programm enthält noch einen malerischen kolorierten Film „König Phantom" und kleine heitere
Einlagen
** Der Rhein-Mainische Verband für Volksbildung und das Soziale Museum veranstalten Sonntag, den 2. April 1.916, nachmittags 3 Uhr beginnend, im großen Hörsaale des Frankfurter Ausschusses für Volksvorlesungen, Frankfurt a. M'., Neue Krame Nr. 9, eine Vortragsfolge mit anschließender fteier Aussprache über „Die Sicherung der Ernte 1916". Näheres ist aus dem heutigen Kreisblatt zu ersehen.
** Feldpo st an Weisungen nach dem Heere. Zu Fcldpostanweisungen nach dem Heere sind zu benutzen, wenn sie an mobile Truppen oder nach Orten der von deutschen Truppen besetzten feindlichen Gebiete gerichtet werden, die besonderen dun kelblauen und hellbraunen Vordrucke, wenn - sie an Truppen in festen Standorten im Inland? gerichtet werden, die rosafarbigen Vordrucke für die inländischen Postanweisungen unter Anbringung des Vermerks „Feld"- über dem Wort „Postanweisung".
** Po st schalte r. Voml. April ab werden die Schalter der Briefausgabe und Paketausgabe beim Postamt 1 bereits um 7 IXffr geöffnet. Die Anuah-meschalter und die Schalter beim Postamt 2 bleiben weiter brs 8 Uhr geschlossen
** Als Geizhalz ist in Herrmannftein, Kreis Wetzlar, der Krämer Moses Menoclsohn vor einigen Tagen gestorben. Mendelsohn, der unverheiratet war und durch einen Butter Handel nach Wetzlar und als Zickel sellhändlcr reichlich Geld verdient hat, hatte zwei ältere nicht begüterte Schwestern aus Aßlar bei sich Man schätzt das Vermögen, das der Mann hrnterlassen hat und das an Verwandte, fallt, welche sich im Leben niemals um den als geizig bekannten Onkel bemüÄ haben, auf über 120000 Mk. Kaum zu glauben ist aber, daß man in der Behausung Mendel- sohns einen größeren Geldbetrag in bar vorgesunden hat, worunter sich, wie inan sich in Herrnvann stein erzähtt, 8000 Mark in Gold beftmden haben sollen. Mendelfohn wurde in der letzten Zeit von den zwei weitläufigen Z^rwandtcn auf das aufopsernste gepflegt. Er w-ar über die Liebe, welche man ihm erwies, so gerührt. daß er erklärte, er wolle die- beiden MÄxhcn als seine Universalerben ein setzen. Der Notar, der das Testament aufsetzen sollte, wurde bestellt, aber der Kranke hieß ihn zum andern Tage wiederkommen. Wenige Stunden danach ist der Mann, der nur am Golde hing, und der sich im Leben nie etwas gegönnt hat, gestorben. betrauert von seinen Pflegerinnen, während seine Blutsverwandten die lachenden Erben sind. Unter den Erben befinden sich Leute, die es nicht nötig haben und die den armen rerchens Verwandten nich einmal dem Namen nach gekannt haben, weil sie düick lirmmen der Brüder und Schwestern des Vaters des Erblassers sind. , . . ^
** Wic das Kriegsbrot bekömmlicher wird. Bekannt sind ja die mancherlei Klagen über das ungewohnte Krregs- brot. Wenn das Brot feucht ist, schneidet man es einfach in Scherben und trocknet cs in der Röhre oder an einer nicht zu heißen Stelle des Ofens. Solches Brot ist schon deswegen bekömmlicher, weil es gut gekaut werden muß. Wem das Brot zu hart geworden ist oder zu alt, der bröckle es in die Suppe oder mache eine gut* Brotsuppe daraus. Jedes Stückchen Brot, jedes .Krümchen muß heute sorgsam behütet und verwendet lverden! Möge diese Lehre des Krieges eine bleibende sein fürs ganze Leben, für ims und unsere Kinder.
** Eine Pferde-Versteigerung findet Dienstag, den 4. April, im Großh. Hofmarstalle Darmstadt statt. Näheres siche Anzeige.
** 25jähr iges T ienstj ubiläum. Tie Lokomotivführer Ludwig Bierau, Hermann Sch kenn ing und Moritz Oswald vollenden am 1. April ihre 25 jährige Boamtendienst- zeit in der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemettrftbaft.
** Preußische K l a s s e n -- L o t t er ie. Die Erneuerung der Lose zur 4. Klasse der 7. (233.) Lotterie muß unter Vorlegung ^ des Vorklassenloses bis zum 3. April, abends 6 Uhr, geschehen. Auch müssen bis zum vorgenannten Termin die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose eingelöst werden.
** Vom April. Am 1. April beginnt die Sonne ihren Laus morgens 51/2 Uhr und beendet ihn für unsere Erde um 61/2 Uhr abends. Man kann somit für volle 13 Stunden mit Tageslicht rechnen. Die Zeit der langen Nächte ist vorüber, die Frühaufsteher brauchen kein Licht mehr. — Mitsasten fällt auf den 4. April, dre Juden feiern ihr Passah am 18., das zweite Passahfest am 19. un!d das Ende am 25. April. Christliche Feiertage sind der 21., 23. und 24. April, Karfreitag und Osterfest.
Landkreis Gießen.
e Staufenberg, 31- Marz. Tie Kriegsanleihezeichnung der Gemein de schule Staufenberg hat sich um weitere 581 Mk. auf 1104 Mk. erhöht.
X G r 0 ßen - L i nden , 31. März. Das Kriegssparkassebuch unserer Schule lautet aus 2295 Mk. (1960 Mk. war oie erste Rate). Auserdem wurde eine größere Summe in Einzelstücken angelegt. — Als Osterhasenspende für unsere Verwundeten gaben unsere Schüler 850 Eier.
r^Lung-GönS, 31. März. Artillerist Karl Schmidt bein, Art.-Regt. 61 wurde zum Gefreiten befördert und erhielt die Hess. T a v l e r k e i t s ,n e d a i l l e. Karl Schmidt ist ein Enkel vom Händler Adam Stein.
.D is 0 11 u 0 1 1 i. u. ,'juumUiuu, 3. März. Bei den diesjährigen
Holzvcrstcigei ungen der Fvsiherrlichen Obefförs»erei sowie der Gemeinde wurden die Preise ganz gewaltig in die Höhr getrieben.
Kreis Schotten.
§ Ober-Seemen, 3". März. Bei der letzten Holz- versleigerung der Fürstlich Stollberg-Roßlaischen Oberförster et, Orleuterg wurden Preise erzielt, wie wotzl noch nie zuvor. Im Durchschnitt wurden für den Raummeter Bucheuschcit 1. Klasse ll —12 Mk., für den Rm. Bucheukuüppel 9 Alk. bezahlt. Bei regen, Weitergebot konnte die Versteigerung schnell ihren Abschluß in den.
Kreis Friedberg.
ft Friedberg, 3. März. Am Sonntag findet in Friedbcrg die 2. Versammlung der Führer und Unterführer der Jugendkompagnien Oberhefiens statt. Der Vertrauensmann für Hessen, General Frhr. v. Heyl, wird den Verhandlungen beiwohnen. Sie beginnen mit einem Bericht des Vertrauensmannes Medizi-nal- rat Tr. Vogt, an den sich em Dortrag des Hauptmanns Anhalt über „Ueb im gs Methoden bei Jnngmannschaften" an schließt. Weiter sollen die Erfahrungen und Wünsche aus dem Gebiet der Ausbildung der Jungmannschaften besprechen werden. — Nachmittags findet zwischen Friedberg und Dad-Nauheim eine Gejechtsübung der Jugendkompagnien Bad-Nauheim, Butzbach und Friedberg nach Anleitung von Haiiptmann Anhalt statt.
# Friedberg. 30. März. Das Eiserne Kreuz erhielt Leutnant Hoos im Landsturm-Jnf.-Bat „Friedberg*.
Q. Bad - Naubeim, 31. März. Gestern abend wurde hier ein Hausbesitzerverein gegründet, der zugleich die Interessen der Vermieter durch Feslseye» von Mindeslprefieu für Z>miner und Frühstück vertreten will. Als erster Vorsitzender wurde Malermeister Wilh. Graß nick gewählt.
LI. Griedel, 31 März. Tie Hessische Tapstrkeitsmedaille wurde dem Leutnaut d. Res. Christ von hier im 2- 5 Feld- Arttllerte-Regiment verliehen. Mit dem Eisernen Kreuz wurde er chon vor längerer Zeit ausgereichuet.
LI. Büdesheim, 30. März. Zum Vize-Wachtmeister wurde der Unteroffifier Friedrich Dt etz von hier ernannt. Gleichzeitig wurde sein Bruder, Gefreiter Ehr. Tietz, zum Unteroffizier befördert. Ter ältere der beiden Brlider erhielt gleichzeitig das Eiserne Kreuz. Beide find die Söhne des Landwirts Philipp Tietz stier.
Bl. Niedcr-Florftadt, 31. März. Tie Eheleute^ Konrad Heppner begingen gestern das Fest ihrer Silbernen Hochzeit.
Bl. Friedberg, 31. März. Dem Primaner Karl Gustav Frhr. Schenk zu Schweinsberg von hier, der s. Zt. bei dem Hess. Garde-Trag.-Regt. Nr. 23 eintrat, ist die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen worden.
Kreis Wetzlar.
re. Wetzlar, 31. März. Der Bezirks-Eisenbahnrat hat den Antrag der Handelskammer Wetzlar, die besonderen Ausnahmetarife für Erz- und Brennstoffe über die durch die Neilbaustrecke Weidenau-Hatger gekürzten Entfernungen durchzurechnen, einstimmig befürwortet.
Hessen-Nassau.
ra. Her mann stein, 31. März. Donnerstag nachmittag wurde unter großer Beteiligung Pfarrer H a m m a n n zur letzten Ruhe gebettet. Pfarrer Hammann, der zuvor an der vereinigten Kirchengemeinde Crumbach-Frankenbach tätig war, hat zuletzt in fast 14 jährigem Dienst in hiesiger Gemeinde gestanden.
II Marburg, 31. März. Der langjährige ehemalige Kapellmeister der hiesigen Jägerkapelle, Musikmeister a. D. Noack, feiert heute den Tag, an dem er vor 60 Jahren als 18jähriger Mann in daS Jägerbataillon Nr. 8 in Wetzlar eintrat. Im Jahre 1868 kam er zu den Marburger Jäger, mit denen er auch den Krieg gegen Frankreich mitmachte.
**Frankfurt a. M., 31. März. Auf dem Bahnhof Goldstern entgleiste gestern früh eine Lokomotive und sperrte geraume Zeit den Verkehr auf einem Gleise.
s Gladenbach, 31. Mörz. Bei den gestern abgehaltenen Ergänzungswahlen der Stadtverordneten wurden gewählt: In der ersten Wcchlerklasse Apotheker Emil Orlt, Kaufmann August Lederer; in der zweiten Wählerklasse Bierverlegcr Karl Michel, Landwirt Jvhs. Beng; in der dritten Wähler
klasse Schmiedemeister Carl Happel.
Eschwe ge a.d. Werra, 31. März. Ist dem benachbarten Oberdünzebach stürzte gestern vormittag ein 50jähri- acr verheirateter Stockmacher in seiner Scheune infolge eines Fehltritts aus die Tenne hinab und brach die Wirbelsäule.
Amor in Stellvertretung.
Der Kstiea erzeugt doch' ganz merkwürdige Erscheinungen. Zu den sonderbarsten gehört das in Frankreich erlassene Gesetz, wonach Sonaten, die aus irgendwelchen Gründen keinen Heimatsurlaub erhalten können, das Recht haben, sich durch Stellvertretung zu verheiraten. Ties Gesetz hat, so wunderlich es auch aussieht, seine guten Gründe. Es soll ermöglichen, daß so mcrnck-e echt französische „mänage", die int Frieden als Veilchen im Verborgenen blühte, beizeiten legitimiert werden kann; denn nur in diesem Falle hat ja die Hinterbliebene Frau Anspruch auf die Soldatcn- pension, ohne die letzt viele Tausende von Witwen völlig hilf- und mittellos dastehen würden. So ist es denn gekommen, daß die sehr alte Form der Ehe „per procura" durch den Krieg ebenso wieder modern geworden ist, wie es die urLl testen Waffen geworden sind. Die Prottlrationsehe hat sich in unserer Zeit nur noch in einzelnen Staaten der amerikanischen Union erhalten, wo man sich das Vergnügen machen kann, mit einem Vertreter des Bräutigams oder der Braut Hochzett zu halten. Bon diesem Recht hat unlängst eine junge Schönheit in Denver, ein Fräulein Campbell, Gebrauch gemacht. Ihr Bräutigam war als Ingenieur zu Samarang auf Java tätig und es war ihm unmöglich, nach Amerika zur Hochzeit zu komm«n — „busineß is busineß!" Aber Fräulein Campbell war eine junge Danre von Grundsätzen und zeigte sich nicht geneigt, die weite Reise nach> Java als unverheiratete Dame zu unternehmen. So einigte man sÄ denn darauf, daß zwei Hochzeiten gleichzeitig veranstaltet wurdrnr: die eine in Denver und die andere aus Java. In Denver vertrat ein junger Herr aus Brooklyn die Stelle des Bräutigams und die Eheschließung wurde mit allen üblichen Bräuchen begangen. Gleichzeitig hatte auf Java eine junge Dame die Rolle als Braut zu vertreten, und nachdem das Hochzeitsniahl in Denver abgespeist war, trat Frau Schölten, geborene Campbell, alsbald die Reise nach Java an. Ein zweiter Fall der Art ereignete sich vor einigen Jahveir, als ein reicher/ italieinscher Chemiker in Amerika sich mit einem fimgen Mädchen zu verheiraten wünschjte, die in Italien zurückgeblieben war. Da sich ihrer Reise nach Amerika, solange sie unverheiratet war, Schwierigkeiten entgegenstellteir, so wurde auch hier die Vertretungsheirat zur Anwendung gebracht. Ter Bräutigam verschaffte stth eine besondeve „Lioenso", sandte diese durch die Post nach Moteria und ließ dort seine Stelle als Bräutigam durch, den Bruder der Braut vertreten, worauf nack> vollzogener Eheschließmig die Neuvermählte nach New Bork abreistc.
So sonderbar uns nun auch dies Verfahren berührt, so ist dock? die Prokurationsehe in fiüheren Zeiten enr durchaus aner- kairnter und sehr oft angeimmdter Brauch gewesen. Besonders sind zahlreiche Fürsienehen durch die Stellvertretung geschlossen ioordcn, und dabei konnten nun freilich manchmal allerlei mehr oder- weniger angenehme Ueberraschungen sich ereigne!^ So geschah cs bei der Prokurationsehe, die König Jakob von Schottland mit der Prinzessin Anna von Dänemark geschlossen und bet der der Graf von Marshal als sein Stellvertreter fungiert hatte daß ern wütender Sturm die Neuvermählte Königin, die nnt ihr^m Ge- malä-Stellvertreter sick). zu Sckstff nach Schottland ausgemacht hatte, zurückwarf, und sie zu monatclangem Aufentlialte m Norwegen zwang. Schließlich verlor König Jakob dre (Geduld, segelte selbst nach Norwegen, verl-eiratete sich zum zweiten Male imt der Prinzessin und mußte dann gleMallö nrrt rhr noch. .lange Zett in Nonvegen und Dänemark sich l^rumtreiben, da die Nordseestürme nicht aufhören »vollten. Eme andere, tragckvmfich ge/achte Stellvertretungsgeschichte ist die von der Werbung des unglücklichen Königs Gustav Adolf IV. von Scküveden. Er verheiratete sich durch seinen Stellvertrvter, Freiherrn Klrnckowsttom rm November 179o zu Ludwigslust mit der Schweriner Prrnzesfin Lmfc Chariottc,
nact'vem er sie onrch leinen Guuiurug, o,u Frett-errn fJiuncf, zuvor hatte „beschauen" lassen. Am Tag" des Ringwechsels wurde in allen schmedifilmen Kirchen von den Kanzeln die Eheschließung des Königs bekannt gemacht, alle Posten der Hofhaltung der jungen neuen Königin wurderr besetzt und amtliche Gesandtschaften macksten den Nacicharreichen mm der vollzogenen Eheschließung^ Mit^ lung. Im schwedischen Hof- und Staatsalnmnach für 1797^ steht die Prinzessin als schwedische Königttr ausgesühct. Mer plötzlich wechselte der König seinen Sinn, schrieb eines schönen Tages einen Absagebrief an die junge Prinzessin, in dem^ er ohne weitere Begründung sich von ihr l')ssagte — und Luise Charlotte verschwand aus bem schwedischen Almanach ebenso plötzlich, wie aus dem Herzen des Königs und der Erinnerung des schwedischen Volkes.
vermischtes.
Schneestürme in England.
Aus Amsterdam, 30. März, wird gemeldet: England ist in den letzten zwei Tagen von schweren Schneestürmen heimgesucht worden, wodurch der telegraphische Verkehr fast lahmgelegt worden ist. Seit dreißig Jahren hat kerne solche Störung stattgefunden. Alle Telegraphenlinierl längs der Eisenbahnen nach Norden, Nordwesten und Osten sind unterbrochen: Zü^e wurden stundenlang aufgehalten; B i r m i n g h a m ist von dreißig großen Städten abgeschnitten. Viele Schiffe und Häuser sind beschädigt worden. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß die Störung im Trahtverkehr mtt Holland damit in Verbindung steht.
Ein Eisenbahnunglück.
Aus Cleveland wird vom 29. März gemeldet: Zwei Personenzüge sind am frühen Morgen infolge Nebels 37 englische Meilen tvestlich von hier zusammengestoßen. Ein dritter Zug fuhr in die Trümmer hinein. Dis jetzt sind 17 Tote und 25 Verwundete geborgen worben.
* Sinken Schisse aus den MeereSqruird? Man hat häufig behauptet, da das Meereswasser in großen Tlefen unter einem gewaltigen Druck steht, müsse es irgendwo zwischen dem Grund und dem Spiegel des Meeres eine Stelle geben, wo der Truck so stark ist, daß das versinkende Schiff dort hängen bleibt. Am Meeresgriinde, dessen tiefste Stelle über sechs eiiglische Meilen von der Oberfläche enllernt ist, ist die Dichtigkeit des Wassers durch den Druck nur etwa ein Zivanzigstel größer als an der Oberfläche. Stahl besitzt eine über 50 Prozeitt stärkere Dichtigkeit als Wasser beim gletchen Druck. Hierairs geht hervor, daß Stahl beim Versinken im Wasser eine halb so starke Kompression erleidet wie Wasser in gleicher Tiefe, so daß an keinem Punkte die Dichtigkeit des Stahls und die des Wassers gleich groß sind. Es gibt also keine Stelle über dem Meeresgrund, wo versinkender Stahl ausgehalten wird. Man kann annehmen, daß unterhalb einer Tiefe von hrmdert Fuß kein modernes Schiff mit Lufträumen dem Truck des Wassers widerstehen kann, seine Schwimmkraft also dort aufhört. Da der Truck des Wassers Nach allen Richtungen wirkt, erleidet ein versinkender Körper einen Truck, der ihn mit einer Kraft, etwa gleich groß jener, die seinem Versinken entgegenwirkt, abwärts zieht, ungefähr so wie ein Körper ux der Luft auf allen Stellen den gleichen Druck erleidet. Die Folgerung lautet also: untergehende Schiffe sinken bis aus den Meeresgrund.
Vriefkafte« der Redaktion.
Mnouvvre r<»fragen bleibe» n»ber»cksichtigtU
ID H. Anspruch aus freie ärztliche Behandlung und Arznei haben nur die Angehörigen der aktiveir Unteroffiziere, nicht dagegen die Angehörigen der Unteroffiziere und Aiannschasten des Beurlaubtenstandes. Trotzdem übernehmen die Militärärzte in vorkommenden Fällen meistens auch die Behandlung von Angehörigen der Unteroffiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes am Standort einer Garnison. Die Kosten für Medika« rnente werden für Mmderbemitlelte an vielen Orten von privater Seite (Kriegsfürsorge usw.) gedeckt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 1. April ISIS: Heiter, trocken, tags mild, Nachtfrostgefahr.
Letzte Nachrichten.
Reise des griechischen Kronprinzen nach Sofia und Konstantinopel.
Bukarest, 31. März. Nach Meldungen aus Athen ivirv Kronprinz Georg von Griechenland eine Reise nach Sofia und Kon ft an t in 0 pel cmtteten, um dem König Ferdinand und dem Sultan ein eigenhändiges Schreiben des Königs Konstantin zu überbringen.
Die Blockierung Kretas durch die Entente.
Amsterdam, 31. März. Die „TimeS"^ bringen eine ausführliche Darstellung des Konfiiktes des Bierverbcmdes mit dem grrockkischen Präsekten von Kcmdia auf Kreta, der zur Blockierung Kretas führte. Tanack/ ist anfangs des dRonats ein englischer Spion in Kändia durch den Präfekten verhaftet worden, urrd der Präfekt verweigerte ans Anweifimg aus Athen dem Kommandanten eines inztoischeu vor Kandia erschienenen englischen Kriegsschiffes die Freigabe des Verhafteten. Daraus wu-cke die Küste bei Kandw in Blockade erklärt und die Ein- und Ausfuhr griechischer Schiffe verhindert. Das Geschwader des Vierverbandes wurde um zelm weitere Einheiten verstärkt, die teils in der Bucht von Kan«a. teils in der Sudabai stattoniert werden. — In Petras verhaftete ein englisches Landnngskommairdo emige in einem Rettungsboot angekommene deutsche und österreichische Matrosen.
Der Rücktritt PoliwanoS.
Amsterdam, 31. März. In London erklätt man den Rücktritt des russischen Kriegsministers Poliwanow mtt Differenzen zwischen der höchsten milttärischen Kvmmandostelle und der Re- gicnmg, die in der stritttgen Frage von der Dmna unterstützt wurde. Man erinnett daran, daß Poliwanow vor Stürmers Ernennung einmal für den zukünftigen Premierminister galt und auf eine unbeschräntte VUlttärdiktatur hinarbettete. Poliwanows Rücktritt wird im übrigen in England sehr bedauert, da er beruflich als äußerst befähigt gilt.
Ausweisung und Internierung der Deutschen in Portugal?
Madrid, 31. März. Die portugiesische Regierung wird demnächst ein Dekret veröffentlichen, welches die Deut - scheir, die nicht dienstschig sind, auä dem Lande answeisen und die Jntenncrmrg der diensttauglichen Deutschen anordnet.
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