Kreis Jrieöberg.
C. Bad-Nauheim, 30. Marz. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung nmrde ü-er die VoranschLäge der städtische'.: Betriebe berl)a:d>clt: Die Versammlung genehmigte den Vormischlag des Gaswerkes mit einem Ueberschuß von 11000 Mt Tviir .st'rieg3fürforge sind vorgesehen 5400 Mk. Einnahme und Ausgabe ergibt die gleiche Suncme von 146 000 Mk. — Der Vorn:,schlag des Elektrizitätswerkes sicht 11000 Mk. Ueberschuß für die Stadtkassc vor, 1000 Mk. Kriegs- fürsorgc und 04 000 Mk. in Einnahme und Ausgabe. — Das Wasserwerk liefert eine Minderein nähme von nahezu 30 000 Mk. und schließt in Einnahme und Ausgabe ab mit 70000 Mark. — Der Voranschlag der Stadt ergibt in Einnahme und Ausgabe 802 760 Mk. An Gemeindesteuern sollen im laufenden Jahr 420 000 Mk. aufgebracht werden. Infolgedessen muß der Steuersatz von 123 Proz. auf 135 Proz. erhöbt werden. -— Die folgen des Krieges drücke:: sich am deutlich^en im Voranschlag der Stadt a:is, der vor dem Krieg die erste Million weit überschritten hatte.
Eichener zrühjahrs-pferdemarkt.
th Gießen, 29. März.
Ter heutige Pferdemarkt erfreute sich zwar trockenen Wetters, aber der zeitweilig einsetzende starke Wind beeinträchtigte die Freude an den schönen Tü-ren sehr. Bon den zahlreichen Marktbesuchern verließen denn viele den Marktplatz bald wieder, nachdem sic das Pferdeincrterial flüchtig überblickt hatten.
Der Auftrieb bestand aus 141 Pferden und 6 Fohlen, pegen 235 Tiere in 1915 und 286 in 1914 bei der gleichen Früh- whrsveranstaltung. Ms Vertreter des Landes-Pferdezuchtvereins war Baron von Sta r k-Tarmstadt, als Vertreter für den Amtdnnrtscbaftskummer-Ausschuß war der Landwirt Weil- Lang- Göns bei der Prämiierung zugegen. Tie Stadt wurde vom Beigeordneten Justizrat Grünewald, dem Blitzenden der Pserde- markt-Kommission, vertreten.
Ter Handel kam nur langsam in Gang. Zahlreiche Land- ftrirte, welaie wohl gern einen Ankainf gemacht hätten, standen davon ab, als sie die naturgemäß sehr hohen Preise hörten, welche für Arbeitspferde, die überwiegend in schwerem Schlage am Markt waren, verlangt wurden. Trotzdem war der Pferdehandel nicht schlecht, wenn er auch den Umfang früherer Frühjahrs markte nicht erreichen konnte.
Tie Prä m: i e r u n g , welche recht flott vvrgenommen wurde, hatte folgendes Ergebnis:
Reitpferde unter dem Reiter gezeigt. Daniel Schaefer II, Heskem (8jähr. Fuchswallach) ohne jede Konkurrenz 1. Preis.
Schwere Arbeits schl ä ge, paarweise 5 Paare vorgeführt. Simon Kaufmann, Nieder-Weisel (4- und 5jähr. Schimmel-Wallach) 1. Preis. — S. M ichel, Gießen (4- und 5 jähr. Fuchs-Wallach und -Stute) 2. Preis. — I. R ü l f, Holzhausen (5 jähr. .Fuchs-Wallach und -Stute) 3. Preis.
Leichte Arbeitsschläge, paarweise 4Paare vorgeführt. Simou Kaufmann, Nieder-Weisel (4 jähr. Schimmel und br. Stute) 1. Preis. — Aug. Frensdorf, Gießen (4jähr. br. Wallache) 2. Preis.
Schwere Arbcitsschläge, einzeln zu prämiieren (10 Pserde vorgeführt): Simon Kaufmann, Nieder-Weisel (4 jähr. Rotsclstmmel-Wallach) 1. Preis. — S. Michel, Gießen (5 jähr Fuchswallach) 2. Pr. — I. R ül f, Holzhausen (5jähr. Fuchsstute) 3. Pr.
Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren (16 Pferde vorgesühtt): Siinon Kaufmann, Nieder-Weises (4 jähr. Mohrenschimmel-Stute) 1. Pr. — Derselbe (5 jähr. br. Stute) 2. Pr. — Derselbe (4 jähr. Fuchsstute) 3. Pr.
— August Frensdorf, Gießen (4iähr. Fuchs-Wallach) 4. Pr.
— Derselbe l4 jähr. Fuchs-Wallach) Anerkennung, f
Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren.
Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, die dem Landes-Pferdezuchtverein oder einem landwirtschaftlichen Bezirksverein des Großherzogtums angehören. Bor geführt: 25 Pferde. Wilh. Müller I., Kirchgöns (4 jähr. Hell brauner) 1. Pr. — Hch. Häuser HI., Nieder-Weisel (6jähr. braune Stute)* 2. Pr. — Math. Philipps III., Fauerbach (4 jähr hcllbr. Stute) 3. Pr. — Aug. Gorr, Eberstadt (7 jähr. Fuchsstute) * 4. Pr. — Aug. G e m m e r, Schadenbach (7 jähr. FuchSstute) 5. Pr. — Joh. H. Hauser, Nieder-Weisel (4 jähr. br. Stute) 6. Pr. — In dieser Klasse erhielten noch Anerkennungen: Aloys Eß (10jähr. Rotschimmel-Stute), Karl Erb II., Schadenbach ,8 jähr. Fuchsstute), Peter Richter, Nieder-Weisel (4 jähr. dunkelbr. Stute), Freiherr E. v. Di e mer, Eberstadt (7 jähr. FuchSstute), W. Langsdorf, Wach (5jähr. Fuchsstute), Ludw. Ta s ch, Atzbach (9 jähr. br. Stute), und Wilh. Schaefer, Tauernheim (5 jähr. Fuchsstute).
Leichte Arbeitsschlage, einzeln An. prämiieren. Bedingungen wie vorher. (Vorgesühtt 17 Pferde): Louis Klein, Wohnbach (bjahr. br. Stute * 1. Pr. — Herm. Heller, Lich (8jähr. br. Stute) 2. Pr. — Daniel Schaefer II., Heskem (5jahr. dllbr. Stute) 3. Pr. — Jak. Krausgrill, Fauerbach (5jähr. br. Stute) 4. Pr. — Hch. Heller, Echtzell (8jähr. br. Stute) 5. Pr. — Jak. Haub XIV., Nieder-Weisel (9jähr. br. Stute) 6. Preis.
Arbeitsschläge, paarweise. Bedingungen wie vorher. (Vorgesühtt 10 Pferde.): Aloysius Eß, Dornassenheim (10- U. 3jähr. Rotschimmel u. br. Stute*) 1. Pr. — Karl Erb II., Schadenbach (8- und 6jähr. Fuchsstuten) 2. Pr. — Aug. Gem- mer, Schadenbach (7- und 5jähr. Fuchsstuten) 3. Pr. — Aug. Gorr, Eberstadt (7- u. 2jähr. Fuchsstuten) 4. Pr. — Herm. Heller, Lich (8- tund lOjähr. br. Stuten) 5. Pr. — Ferner erhielten Anerkennungen: H. Hellerl., Echzell (8- und 3jahr. br. Wallach und Stute), H. Köhler, Pohlgöns (3- und 4jähr. Füchse).
Dreijährige Fohlen, geb. 1913, Wagenschläge. (Borgesührt 2 Tiere.): Wilh. Weil, Langgöns (br. Stute) 1. Pr.
Dreijährige Fohlen, geboren 1913, Arbeits- schläge. (Vorgesühtt 10 Tiere.): Kvnrad Dilges II., Fauerbach! (br. Stute *) 1. Preis. — Aloysius E ß, Dornassenheim (br. Stute *) 2. Pr. —. Joh. H. Häuser, Nieder-Weisel (br. Stute *) 3. Pr. — Joh. Gg. Kraußgrill VI. Meder-Weisel *
4. Pr. — Werter erhielten Auerkennungen: Joh. Ketz-i ler VI., Großen-Linden (FuchS^rte m. Bl.), Konr. ScheppX., Pohlgöns (Fuchsstute), Konr. Philipps XVIII., Fauerbach | (Fuchsstute), Hch. Ktl Lenz, stllfa (Fuchsstute), Joh. M ö ck e l VII., Fauerbach (Rvtschimmelstute).
Zweijährige Fohlen, geboren 1914, Wagcn- schlägc. (Vorgeführt: 4 Tiere.) Hch. Heller I., Echzell (br. Stute) 1. Pr. — Gg. Karl Müller Wtw., Griedel (br. Wallach)
2. Pr.
Zweijährige Fohlen, geboren 1914, Arberts- schlüge. (Vorgesühtt: 5 Tiere.) Wenzel Hasser, Nd.-Weisel (dunkelbr. Stute)* 1. Pr. — Reinh Kraußgrill, Nd.-Wei',el (Fuchsstute) 2 .Pr. — Hch. Schneider, Ostheim (Fuchostute)
3. Pr. — Aug. Gorr, Eberstadt (Fuchswallach) 4. Pr. — Otto Schmidt, Hungen (br. Stute m. St.) Anerk.
Zucht st uten mit Saugfohlcn oder mehreren, l'cach- kommen, Wagenschläge. Hch. Heller I., Echzell, ohne Konkurrenz, (8 jähr. br. Stute mit 2 Fohlen, 2- u. 3 jähr.)* 1. Pr.
Zucht [tuten, nachweisbar in 1915 gedeckt, und erkennbar tragend, Wagenschläge. (Vorgefühet: 11 Pferde ) .Herm. Straß heim, Griedel (br. Stute) 1. Pr. — Louis Klein, Wohnbach (5 jähr. br. Stute)* 2. Pr. — Gg. K. Müller Wwe., Griedel (12 iähr. br. Stute) 3. Pr. — Herm. Heller, Lich (8 jähr. br. Stute) 4. Pr. — Henn. KoNr. S t r a ß h e i m , Gr:edel l9'äbr. br Stute) 5 Pr. — Ludw. Keßler V., Gwßen-Linden (9jähr. br. Oldenburger) 6. Pr. — Herm. Heller, Lich (10jähr. dunkelbr. Stute) Anerk.
Zucht stnten, nachweisbar in 1915 gedeckt, und erkennbar tragend. A r b e i t s s chl ä g e. Borgesührt wurden 30 Pferde. Ang. Heinz. Nieder-Weisel (4 jähr. Fnchs-Stnte *) 1 Preis. - Matth. Philipps III.. Fauerbach (4 iähr. br. Stute)* 2. Preis. — Auq. Gorr. Eberstadt (7 jähr. Fuchs-Sttte) 3. Prels. — Wilh. Müller I., Kirch--Göns (4 iähr. hellbr. Stute) 4. Preis. — Jak. K r a u s g r i l 1, Fauerbach (5 jähr br. Stute) 5 Preis. — Joh. H. Hauser, Nieder-Weisel (4 iähr. br. Stute) 6. Preis. Anerk ennungenin dieser Klasse erhielten noch: Earl Erb II., Sckmdenbach (8jähr. Fuchs-Stute), Aug.^Gemmer Sckwden- bach (7 jähr. Fuchs-Sticke), Jak. Haub XIV. Msder-Weisel .9- jähr. br. Stute), Hchj. Langsdorf, Mbach (5 mhr. br. Stute), Hch, Gör lach VIII., Eberst-adt (7 jähr. Fuck)s-Stute) Freiherr E. v. Die mar, Eberstadt (7 jähr. FuclB-Stute), Moritz Bender, Ga mbach (6 jähr. MMschimmelh W^La n g s d o r f, Al- bach (5jähr. Fuchs), Hch. Pfarrer, Weckesherm (4iahr. Fuchs), Ludw. Tasch, Atzbach (9 jähr. br. Stute)^_ .
Für P r ei se wurden int ganzen cnrfgewendet 1850 Mk., darunter 400 Mk. ton der Landwirtschaftskammer, deren Preisttager mit einem * (Zeichen) vermerkt sind. .
Bor der Betteilnng der Preise richtete Oewnomrerat Müll e r- Neuhvf, der Vorsitzende des Auszeichnungs-Ausschusses erne Ansprache an die mü Preisen bedachten Eigentümer der Tiere. Er sprach seine Freude aus, daß der Handel trotz des Krieges aus- gezeichnttes Material zum Markt gebracht habe. Ten zahlreich versammelten Züchtern erklärte der Redner, daß es ihnen gelungen sei, trotz aller Schwierigkeiten unsere oberhessische Pferdezucht aus der Höhe zu halten. Besonders sei das reiche wrgeführte Stutenmaterial in heutiger Zeit bei den vitten Schwierigkeiten, die ihre Haltung und Pflege verursache, anzuerkennen. Anznerkennen und zu loben aber sei auch die Stadt Gießen, welche ihre Pserdemärkte auch während des Krieges durchgehalten lwbe und jedesmal reiche Geldpreise für tüchtige Leistungen zur Verfügung gestellt habe. Ebenso habe die Landwirtschaftskammer den Markt mit Preisen unterstützt. Beiden Behörden gebühre dafür Tank._
Witterungsbericht.
(Oeffentlicher Wetterdienst.)
Auch am Anfang dieser Bettchtswoche — 22. März bis 28. März — war der Luftdruck über Europa sehr unregelmäßig verteilt. Im hohen Norden, sowie im Südwesten und Südosten lagerte hoher Druck, wahrend im Nvrdwcsten und Nordostcn tiefer Druck lag. Me Isobare:: auf der Wetterkarte verliefen so unregelmäßig, daß wir, wie am Ende der vorigen Bettchtswoche, noch weiter mit Gewittererscheinungen rechnen mußten, zumal unser Bezirk gerade auf der Grenze zwischen diesem unregelmäßig verteilten hohen und tiefen Druck lag. So kam es denn auch am Mittwoch, den 22., vielerorts zu Gcwitderbildungen mit heftiges Regen- und stellenweise Hagelschauern. Das westliche Trefdruck- gebvet drang nunmehr ostwärts vor, so daß unser Bezirk am Donnerstag unter seinem Einfluß stand und am Vortnittag regnerisches Wetter, am Nachmittag doch noch bedeckter Himmel vorherrschte. Am Freitag, den 24., zogen Wirbel tiefen Drucks, sogenannte Gewllterfäcke, von Westen nach Olten über unseren Bezirk und brachten uns wieder bei sonst wechselnder Bewölkung Gewitter. Während der ganzen Zeit waren die Temperaturen stark gesunken. Noch am Montag, den 21., hatten wir in Gießen ein Demveraturmaxirmun von + 18°, ein Minimum von 4* 6° und ein Tagesmittel von + 11,5°. Bis zum Donnerstag, den 23., war das Maximum auf -h 8 ° gesunken, das Minimum bis auf 0 °, in höheren Lagen zeitweise sogar unter Null, so daß auch das Tagesmittel am Donnerstag nur -j- 4,25° betrug, am Samstag sogar nur noch + 3°. Von da ab begannen nunmehr aber die Temperaturen tvieder allmählich zu steigen, wenigstens zunächst die Tagestemperatnren, da imter dem Einfluß eines sich über fast ganz Mittel- und Südeurvpa ausbreitenden Hochdruckgebiets die Bewölkung abnahm und z-mn Tell heiteres, sonniges Wetter herrschte. Die Nachttemperaturen blieben zunächst noch niedrig nur etwas über Null. Im allgemeinen wurde unsere Wetterlag. in den letzten Wochen durch Tiefdruckgebiete, die aus s ü d westlicher Richtung vordvangen, beeinflußt.. Es herrschten daher in unserem Bezirk an: Osttande dieser Tiefdruckgebiete Winde, die von den Alpen herkamen und uns wiederholl Föhnwetter brachten. Seit Sonntag, den 26., haben wir nun wieder ttnmal die sonst allgemein vorherrschende Wetterlage; es lagert nämlich wieder im Nordwesten über der Nordsee em Tiefdruckgebiet, das uns bei seinem Zuge nach Osten mehr oder weniger beeinflußt, je nachdem es mehr nördvstwätts oder südostwärts vordringt.
Gieß« n, den 28. März 1916.
Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 31. März 1916: Meist yetter und trocken, tagsüber mild, Nachtfrostgefahr.
«rrchlrche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der 5ynagoge (Süd-Anlage).
Samstag, dei: h April 1916: Vorabend: 6.45 Uhr Morgens: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 3.31) Uhr.
Sabbatausgang: 7.45 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschast.
Sotterdienst.
Sabbatseier am 1. April 1916: Freitag abend 6.30 Uhr.
Samstag vormittag 3.30 Uhr.
San:stag nachmittag 3.39 Uhr.
Sabbatausgang 7.45 Uhr.
Wochei:gottesoiei:st morgens 6.45, abends 6.30 Uhr.
kehle Nachrichten.
Zu den Kämpfen bei Malancourl.
Genf, 30. März. Aus einem ergänzenden Bericht btt Agence Havas über die gestrigen Kämpfe zwischen Avo- c o u r t und Betincourt rann man folgende Einzelheiten entnehmen: Die deutschen Angriffskolonnen fände:: in dem von Geschossen durchmühlten Gelände durch französische Infanterie und Feldartillerie erheblichen Widerstand. Das Ziel der Deutschen sei fraglos die Ortschaft Malancourt gewesen, deren umgebende Höhen vom Gegner besetzt seien. Die Havas-Note spricht die Erwartung aus, daß die opfermutige Besatzung sich dort behaupten werde. Aber selbst in: schlimmsten Falle hätte der Gegner von Malancourt aus auf der 18 Kilometer breiten Strecke brs Verdun noch vier starke Widerstandslinien zu überwinden.
Holland minder „Tubantia"-Fall.
.Haag, 30. März. Der „Nieuwe Courant" verlangt eine Interpellation in der Zweiten Kammer wegen der Dampfer „Tubantia" und „Palembang".
Eine abenteuerliche russische Mordgeschichte.
Kristiania, 30. März. „Aftenposten" bringt Aufsehen erregende Enthüllungen des bei Kttegsausbruch nach Kristtania geflohenen bekannren russischen Mönches I l i o d o r über den Rücktritt des Ministers des Innern Ch wo stow und einen Mordplan gegen den Mönch R a s p u t i n. Jliodor war Rasputins Todfeind. Jliodor^ war vor Jahresfttst seines geistlichen Postens enthoben worden, weil er eine sellierettsche Bewegung ins Leben gerufen hatte, was damals in Rußland das größte Aufsehen erregte. Diesen DÄnch Jliodor soll nun Chwostow durch den Mittelsmann Richewsky für die Ermordung Rasputtns gedungen haben. Es war ein Plan ansgearbeitet, nach welchem eine Hofdame Rasputtn telephonisch zum Zaren berufen solle. Richewsky war dazu ausersehen, den Chausteur zu spielen. Er sollte de:: Wagen mit Rasputin nach einem entfernt liegenden Orte führen, wo Jliodor mit seinen Helfern das Verbrechen verüben sollte. Als Lohn für die Ausführung des Verbrechens wurden bei einer Bank 60 000 Rubel hinterlegt, außerdem' stellte Chwostow Jliodor für den Prozeß wegen Vergehens gegen die Religion und das Herrscherhaus die Niederschlagung in Aussicht. JlivdorS Enthüllungen zusammen mit dem Geständnis Richewskys sollen den Rücktritt Chwostows veranlaßt haben.
Ein großer GemülLediebstahl.
Bern, 29. MärA. (WTB. Nichtamtlich.)^ Nach einer Meldung der AjgenFia Stefani aus Perugia sind dort in der vergangenen Nacht unbekannt gebliebene Mebe in die Sakristei der Basilika St. Peter eingedrungen und haben dort neun Gemälde von großem Werte gestohlen. Bier Gemälde stammen von Peragino, eines von Ba- sano, Kwei von Guercino, eines wird Mantegna z-ugeschrieben und eines Raffael. Die Untersuchung ist ein geleitet.
Bekanntmachung.
B e t r.: Anftuf der jüngsten JahreMasse des nichtgÄrienten Landsturms I. Aufgebots (Geburtsjahr 189 9).
Nach den Bestimmungen der Wehwrdnung werden alle, die deutsche Reichsangehörigkeit besitzenden männlichen Personen mit dem vollendete:: 17. Lebensjahr wehrpflichttg.
Ich fordere daher alle in Bettacht kommenden Wehrpflichtigen auf, sich bei der Bürgermeisterei ihres Aufenthaltsortes zur Landsturmrolle anzumelden.
Wer bis zum 31. ds. Mts. 17 Jahre all wird, hat sich am 15. Aprll anzumelden, und wer nach dieser Zeit 17 Jahre alt wird, hat sich am 15. des auf den Gebuttsmonat folgenden Monats anznmelden.
Befreit ist, wer sich bereits angemeldet hat. Nichtanmeldung hat Bestrafung zur Folge.
Gießen, den 28. Marz 1916.
Ter Zivilvorsitzende der Ersatzkommission des Kreises Gießen.
I. V.: H e m m erd e.
Betr: Wie oben.-
An den Oberbürgermeister zu Gießen und an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Obwe Bekanntmachu::g wollen Sie in üblicher Weife ver- öflentlichen lassen und hiernach die Anmeldungen entgegennehmen. ©3 ist eine besondere Stammrolle nach dem Muster des Landsturm - rvllenformulars aufznstellen und einzusende::.
Tie nachfolgenden Neuanmeldungen sind nach dem 15. eines jeden Monats mir mitzuteilen, damit diese in die Stamnrrvll-e na^ettagen werden können.
Gießen, den 28. März 1916.
Ter Zivilvorsitzende der Ersatzkommission des Kreises Gießen.
I. V.: H em m erde.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma Hessische Neuheiten-Jndustrie Heinrich Schwalm, Lollar. Inhaber: Kaufmann Heinrich Schwalm zu Lollar. Dem Zivil-Ingenieur Moritz Töller zu Lollar ist Prokura erteilt.
Gießen, den 24. März 1916. 2516 B
Großherzogliches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
Das Umlage-Kataster der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft der Gemeinde Göbelnrod liegt 2 Wochen lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur E nsicht der Beteiligten offen.
Göbelnr od, den 29. März 1916.
Großh. Bürgermeisterei Göbelnrod.
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