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Erster Blatt
166 . Jahrgang
Hreitag. 2§.Mrz M6
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Zranzößjche Höhenstellung bei Haucourt besetzt, weitere erfolglose Mafsenangriffe der Russen.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 23. März. (Amtlich.) •
Westlicher Kriegsschauplatz.
Der Erfolg beim Walde von Avocourt wurde durch Inbesitznahme der französischen Stützpunkte auf den H ö h e n- rücken südwestlich von Haucourt vervollständigt. Es wurden etwa vierhundertfünfzig Gefangene eingebracht.
Im übrigen hat das Gesamtbild keine Veränderung erfahr«.
Destlicher Kriegsschauplatz.
Ihre Hcmptangriffstütigkeit verlegten die Russen auf die gestrigen Abend- und auf die Nachtstunden. Mehrfach brachen sie mit starken Kräften gegen unsere Stellungen im Brückenkopf von Jakobsladt, beiderseits der Bahn Riga—Jakobstadt, viermal gegen unsere Linien nördlich von Widsy vor. Während sie auf der Front von Poftawy, wo die Zahl der eiugebrachten Gefangenen auf vierzehn Offiziere, achthundertneunundachtzig Mann gewachsen ist, wohl infolge der übermäßigen blutigen Verluste von größeren Angriffsversuchen AbftarÄ nahmen, stürmten sie wiederholt mit neuer Gewalt zwischen Narocz- und WiSznicw-See an. Der hohe Einsatz an Menschen und Munition hat auch in diesem Angriff urw in mehrfachen einzelnen Unternehmungen an anderen Stellen den Russen n i ch t d e n k l e i n st e n Vorteil ge^nüber der unerschütterlichen deutschen Verteidigung bringen können.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Oberste Heeresleitung.
Unser Erfolg im Walde bei Avocourt ist weiter aus- gebaut worden durch die Besetzung der Höhen südwestlich von Haucourt. Dieser letzte deutsche Angriff hat sich also von Westen nach Osten vorgeschoben, und die von den Franzosen noch besetzten Dörfer Malancourt und Hancourt verlieren dadurch viel von ihrem Schutz. Wir sehen den Tag sich nähern, wo der Festung Verdun die Zusuhrstraße aus dem Westen abgeschnitten werden wird und cker deutsche Ring sich fester und geschlossener um Verdun legt. Vorläufig fährt die deutsche Artillerie fort, ihr Vorbereitungswerk zu tun. Ueber die Wirksamkeit der deutschen Angriffe erhalten wir ein anschauliches Bild durch den bekannten französischen Senator und ehemaligen Artillerieoffizier Humvert, der in den letzten Tagen in BerLun gewesen ist und im Pariser „Journal" vom 17. und 18. März seine Eindrücke schildert. Wir geben daraus nach der „Straßb. Post" einige Stücke wieder:
Ich lhabe die alte Festung und ihre Umgebung drei Tage lang besucht. Ja, ich habe sie gesehen, wie sie stoisch alle Martern unter den deutschen Geschossen ertrug. Auf meinem Weg habe ich all die Wagenladungen beobachtet, die nach Verdun gehen, um die Heere nrit allem Nötigen zu versorgen, ich habe Soldaten «Tetrofsen, die in den Kamps ziehen imb aus dem Kampf kommen, rch habe große und kleine Teilnehmer an dem gigantischen Drama ausgeforscht, ich habe mich unter sie gemengt, bin Zeuge ihrer tiefen ErschÄternng gewesen und habe ihren Seelenzustand begreifen gelernt. Dann habe ich auch die ungeheure militärische Maschine bei der Arbeit beobachtet und kehre nunmehr tief erschüttert von der tragischen Majestät des Schauspiels und voller Bewunderung für die Heldenhaftigkeit unserer Soldaten heim. Das deutsche Bombardement! Davon kann man sich gar keine Vorstellung wachen, nicht einmal eine entfernte Vorstellung, wenn man dem! Schauspiel nicht in unmittelbarer Nähe beigewohnt, wenn man die Bomben nicht hat fallen sehen, wenn man ihre Wirkungen nicht mit eigenen Augen fest-gestellt hat. Hier hat das ganze moderne Deutschland mit seinen Fabriken, Kasernen, Arsenalen, mit seinen 60 Mittionen Bewohnern, die seit vier Jahrzehnten von der fixen Idee beherrscht sind, der ganzen Welt den Krieg zu erklären (!?), dieses Deutschland mit seinen Arbeitern, Soldaten, Minen, seinen Hochöfen, Laboratorien Essen, hier hat das wissenschaftliche, industrielle und militärische Deutschland seine höllischen Erzeugnisse, sein todbringendes Material aus uns ausgeschüttet. Unter hem Hagel von Geschossen wollte ich die alte Maasstadt Wiedersehen. Irr Begleitung von drei Freun- •fterc in Uniform bin irf) durch die verödeten Straßen der Stadt hindurchgeeilt. Ich habe die Truppen in ihren Unterständen besucht. Nirgends verleugnet der Soldat seine Todesverachtung- Ich lmbe auch die beiden einzigen Zivilisten getroffen, die in Verdun zurückgeblieben sind. Sie wollen aus ihrer Stadt nicht wanken noch weichen. Sie leben dort, ich weiß nicht wo und weiß nicht wie. Ich bin bis zum alten Rathaus gegangen. Dott habe ich die Kompagnie Feuerwehrleute mit ihrem Führer gesehen, die in der bombardierten Stadt nach wie vor ihren Dienst hm. Gerade wie ich ihnen meine Anerkennung ausspreche, schlägt ein 30,5er Geschoß dicht vor uns «ein. Dias gab ein furchtbavcs Krachen» Die F-Mn-xwehr- leute ziehen mich in ihren Mtler. Ich habe die Denkmäler und die Hämer gesehen, in denen ich vor einigen Monaten meinen Freunden die Hand gedrückt Ijtotfre. Jetzt sthlt hier eine Mauer, dort ein Dach. Ter amimtiot; Blick auf das Maasuser ist dahin. M-e Gebäude, die den Fluß einrahmten, sind ins Wasser gestürzt. Das Theater, in tat eben noch Wohlthtigkextsfeste veranstaltet
wurden^ ist zur Halste zerstört. Im Augenblick, !vo wir über die Brücke gehen, pfeift ein neues Geschoß durch die Lust, cs schlägt durch das Dach eines Hauses, und das ganze Gebäude ist wie weg- geblaseu. Schwarzer, dicker, erstickender Rauch erfüllt die Straße. Posten stehen hier und da und wachen über der toten Stadt, um zu verhüten, daß sich- Plünderer in die verlassenen Räume einschleichen. Der Geschoßhagel wird immer schöner. Schlag auf Schlag fallen acht Geschosse auf einen Häuserblock von weniger als hundert Metern Seitenfläche. Ein Geschoß saust so nahe an uns vorbei, daß wir bei der darauffolgenden Explosion gegen die Mauer geschleudert werden. Bei dieser Gelegenheit konnte ich die methodische Genauigkeit und Treffsicherheit der feindlichen Artillerie bewundern. Dann habe ich die alte Stadt verlassen. Niemals war sie mir so schön und großartig erschienen.. Tenn unter den deutschen Bomben kam sie mir vor wie das Bild des französischen Widerstandes."
Das Hingt nichjt so-, 'als wiüvd-e es in Frankreich mit der voreiligen Ankündigung einer allgemeinen großen Früh- jahrsoffensive der Franzosen, Russen und Engländer noch sehr ernst genommen! Die Massenangriffe der Russen haben diesen, so sagt unser 'neuer Tagesbericht, „nicht den kleinsten Vorteil gegenüber der unerschütterlichen deutschen Verteidigung bringen können". Man vergleiche einmal den wortreichen russischen Bericht mit der knappen aber klaren Darstellung der Deutschen .Heeresleitung! Man hat beinahe den Eindruck, daß der russische Generalslab absichtlich kein Urteil über die Gesamtergebnisse abgibt; er verfällt in die alte Methode, Einzelheiten nach willkürlicher Auswahl heller zu beleuchten, wobei dann die Hauptsache, daß die grx>ße russische Angriffswelle sich in ungeheuren Verlusten brach, verdunkelt und verschwiegen wird.
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Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 23. März. N.chtamtlich.) Amtlich wird
verlautbart: 23. März 1016.
Auf allen drei Kriegsschauplätzen keinebesonderen Ereignisse.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.
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Der französische Bericht.
Paris, 22. März. (Zf.) Amtliche Mstteilungen vom 22. März.
3 Uhr nachm. Westlich der Maas ziemlich lebhafte Artilleriekämpfe in der Gegend von Malancourt—Esnes—Punkt 304, besonders heftig auf dem Hügel Haucourt. Oestlichder Maas intensives Douwaroement in der Gegend Vaux—Damloup. Keine Jnsanterieaktiou im Laust der Nacht. Auf dem Rest der Front richtige Nacht.
11 Uhr abends. In Belgien beschoß unserer Artillerie die Schützengräben und Verbindungsgräben der zweiten feindlichen Linie in der Gegend von Steenstrate. Nördlich der Aisne kano- nierten wir den Abschnitt Ville-au-Bois. In den Argonnen konzentrisches Feuer aus die deutschen Einrichtungen nördlich des Four de Paris, die Fille Morte und in der Gegend Montfaucon— Ncmtilloy; zwischen der Cöte Chevauchde und Punkt 285 Minen- kämpfe zu unserem Vorteil. Wir bombardierten besonders den Wald vvn Malancourt. Westlich der Maas richteten die Deutschen nach einem heftigen Bombardement, das den ganzen Tag andauerte, mehrere Angriffe auf unsere Front zwischen dem Vorsprung des Waldes von Avocourt und dem Dorfe Malancourt. Alle vom Feinde unternommenen Versuche, aus dem Walde von Avon- court 'herauszutreten, wurden durch unser Sperr- und Jnfauttrie- feuer aufgehalten. Der Feind vermochte auf der kleinen Hügelkuvpe von Haucourt etwa 1 KlM. südwest- lich von Malancourt Fuß zu fassen. Oestlich der Maas Bombardement mit Unterbrechungen in der Gegend Douaumont— Vaux.
Die TranSporttrise in Frankreich.
Bern, 23. März. (WTB.) In einem warnenden Artikel über die ernste Transportkrise in Frankreich sagt der Deputierte Eachin in der „Humanite": Die Krise geht so weit, daß /die Händler heute nur} 40, 30, ja u u r 2 0 Prozent der Mengen des Vorjahres liefern können. Die Schweizer erzählen, daß von 10000 Waggons ihres gesamten Bestandes wir Zurzeit 4000 zurückbehalten und daß die Getreidezüge bis zu 20 Tagen in Bordeaux und Cette festtiegen. Sie können nicht umhin, damit die Lage auf seiten der Deutschen zu vergleichen, die ihnen täglich 1000 Waggons Kohlen liefern, ohne jede Verzögerung und fast tadelloser Ordnungsmäßigkeit.
Der russische Bericht.
Peterschur g, 23. März. (WTB.) Amtlicher Bericht vom Mittwoch. ^
Westfront: Mp der ganzen Front wickeln sich eine Reihe von Kämpfen ab. In der Gegend von Riga hatten unsere Truppen Zusammenstöße mit starken feindlichen Vorposten bei dem Dorfe Platanen und südlich der Insel Dalenr. Im Abschnitt von Jako b st a d t besetzten wir nach .stampf einzelne Gehöfte und Wäldchen östlich des Dörfer, Auguslinhof (22 .Kilometer uo cd westlich Jakob' svrdt), ebenso in der Gegend von Buschvs (10 Kilometer südwestlich von Jakobstadt), den Äiald zwischen dem Forstbezirk Dupeuek und dem Dorfe DeNveusk (10 .Kilometer südtvestlich und acht Kilometer südlich Jakobstadt'. Nördlich Trema bürg beiderseits Fener- ftrairf- In der Gegend südlich Düualmrg dauern die lebhaften Infanterie- und ArMeriekämpfe an. unsere Artillerie beschoß mtt Erfolg die Gjtzgeud nördlich Minzjuni (9 Kilometer nörd
lich Widsy), wo wir feindliche Verstärkungen _ festste! llen. Nachdem unsere Truppen das Fecker der feindlichen Batterien in der Gegend von Meschkele (0 Kilometer nördlich Widsy) zum Schweigen gebracht hatten, nahmen sie eine Reil-e feindlicher Gräben im Abschnitt des Miuzjuny-Seklysees (?). Versuche des Gegners, südlich Tweretsch die Offensive zu ergreifen, wurden durch unser Feuer vereitelt. In der Gegend von Wileity und Mosheiki (12 Kilometer und 7 Kilometer nordwestlich Postawyi finden erbitterte Kämpfe statt. Ter Feind macht hier heftige Gegenangriffe auf unsere Truppen, welche ihn stellenweise aus den Gräben herauswarfen und ihm Maschinengewehre abnah- men. In der Gegend von T s ch e r n j a t y und L o t w a (6 und
4 Kilometer nördlich des Miadziolsecs) grist der Feind \yady starker Artillerievorbereitung unsere Stellung an; wir wiesen ihn durch Feuer ab. Am Südwestufer des Narocz-Sees wickelt sich der Kampf erfolgreich für unsere Truppen ab. Diese überwanden trotz der Anwendung von erstickenden Gasen durch die Deutschen und des mörderischen feindlichen Feuers drei Tralithindcrnislinien und nahmen durch uugeshtme, erfolgreiche Angriffe drei Linien feindlicher Schützengräben. Gegenangriffsvcrsucke des Feindes nmrden durch unser Feuer unter Awvendung von Geschossen, die erstickende tötende Gase enthielten, angehalten. Nach vorläufiger Zählung machten wir 17 Offiziere und wehr als 1000 Soldaten zu Gefangenen und erbeuteten 12 Maschinengeroehre, einen Scheinwerfer und einen Bombenwerfcr. In der Gegend von S ni o r g o n heftiger Artist eriekamvf. Der Feind beschießt energisch den an der Wilia liegenden^Abschnitt. In der Gegend Djeljatitsch-Ba- ranowitschi überflogen deutsche Flugzeuge unsere Stellungen. In der Gegend der Ehaussee Moskau-Brest L i t o w s k und nördlich des Dorfes Telechany -am Oginski-Kanal) lebhafte gegenseitige Beschießung. In der Gegend südöstlich Kol kr besetzten unsere Aufklärer einen feindlichen Posten. Nach ergänzenden Nach-, richten erbeuteten wir bei Michalcze (westlich Uszieczko) noch 2 Kanonen, 6 vollständig verrvendbare Bombenwerfer, eine große Menge Gewehre, Kasten mit Geschütz- und Geroehrmunition, Kartuschen und andere Munition. Wir machten 106 Gefangene.
In P e r s i e n besetzten wir nach Kampf die Stadt I s p a h a n. Die verhungerte, von den Deutschen und ihren 'Söldnern aa-sgeg»ll-n°, bertc Bevölkerung empfing mit Begeisterung unsere Truppen, mit welchen der Geueralgouverneur von Jspahan und andere hoch- gestellte Persönlichkeiten, die vorher zu uns geflüchtet waren/ zurückkehrten.
Reise Salandras nnd Souriinos» nach Paris.
Bern, 23, Vtärz. (WTB.^ Die „Agenzia Stchani" meldet: Am Ende der gestrigen Kammersitznng beantragte
5 a l a n d r a, der mit S o n n i n o in Staatsgeschästen nach Paris reisen muß, eine Unterbrechnug der Sitzungen vom Donnerstag abend bis zum 5. April einschließlich. Der Antrag wurde angenommen.
Der Kaiser an Oberleutnant Boelcke.
Berlin, 23. März. (WTB. Nichtamtlich.) Eine weitere Anerkennung seiner glänzenden Erfolge inr Luftkampfe hat Oberleutirant Boelcke durch das nachstehende £> and- schreiben des Kaisers gefunden:
Wie mir genreldet wird, sind Sie rviederum aus dem Ka'mpf gegen feindliche Flugzeuge mit vollem Erfolge zurückgekehrt. Ich habe Ihnen bereits unlängst durch die Verleihung meines höchsten Kriegsordens, des Ordens Pour le merite, gezeigt, welche Bedeutung ich den Ergebnissen Ihres Wagemutes bei messe. Den jetzigen Zeitpunkt aber', in dem .sie mit denr 12. Flugzeug nun-' Mehr i n s g e s a m t zwei feindliche Fliegerabtei-,, lungen außer Gefecht gesetzt haben, will ich nicht von'iber- geheir lassen, ohne Ihnen aufs neue meine vollste Anerkenmintz für Ihre vortrefflichen Leisttmgen im Luftkanrpf auszusprecheu.
Großes Hauptguattier, den 20. März 1916.
gez.: W i l h e l m. ^
Balliu über den tt-Bootkrieg.
Hamburg, 23. März. (WTB. Nichtamtlich.) Das „Hamburger Fremdenblatt" teilt mit: Nachdem in der letzten Zeit wiederholt der Name des Generaldirektors B all in in gehässiger Weise in Verbindung gebracht wurde mit den gegenwärtigen Differenzeri bezüglich des U-Bootkrieges, wie auch mit dem Abschied des Großadmirals v. Tirpitz, hat nunmehr Generaldirektor Ballin auf eine Anfrage des „Ham-, burger Fremdenblattes" geantwortet, daß auch ihm ähnliche und andere böswillig erfundene Mitteilungen zugegangen seien. Speziell habe ein Provinzblatt sogar unzweideutig zum Ausdruck gebracht, daß die Regierung unter dem Einfluß Ballins handele: Ballins Haltung sei aber wieder be- ftimmt dadurch, daß das wertvolle Schiffsmaterial der. Hapag-Linie im Falle politischer Schwierigkeiten mit Ame-.' rika verloren gehen könne. Auf diese ungeheuerliche Beschuldigung erwidert Generaldirektor Ballin, daß die angedeutete Vermutung über seine direkte oder indirekte Mitwirkung bei der letzten Note in 'Sachen der beabsichtigen Torpedierung bewaffneter .Handelsschiffe durchaus unzutreffend sei. „Mir. war", heißt es in der vom „Hamburger Fremdenblatt" veröffentlichten Erklärung Ballins weiter, „von einer solchen Absicht nichts bekannt. Ich bin durch den Wortlaut der Note ebenso sehr überrascht, wie jeder andere Zeitungslcser» Daß ich mich bei dm' Beurtettung großer nationaler Fragen von geschäftlichen Interessen leiten ließe, ist eine niedrige; Verdächttgimg, die ich nur mit Verachtnug zurückweise« kann, ebenso wie ich mir hoffen kann, daß eine Regie die solchen verwerflichen Einflüssen zugänglich wäre, vom Platze vertilgt werden würde." Mit lvelck)ett Empsrndüngen Ballin den Rücktritt des Großadmirals v. Tirpitz aiUqcnom* men hat, dürsten lvir aus dem Schlußsätze eines Brieses ent*


