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22.3.1916 Erstes Blatt
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Nr. 69

Der (HtftcRtr Anzei-tt

erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich EiehenerKamMendlatler; zweimal wöchentl.Nreir- blatl für den Nreis Gießen (Dienstag und Freilagß zweimal monatl. Land­wirtschaftliche Seitfragen Fertlsprech - YLnschlüsse: sürdie Sch)ristleitm,g113 Verlag, GeschästssteÜeöl Adresse k'ir Drahtnach­richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen lßx die Tagesmrmn,er bis zum Abend vorher.

Erstes Blatt

M. Zahrgang

Mittwoch, 22. März M6

. . General-Anzeiger für Oderhesten

RotaNonsöruck und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch- untz §tel«dr«<kerei R. Lange, ächnftleitung. Geschästrstelle und ©ruderet: Zchulstr. 1 .

Ve;u gSv reiS: monatl. 85 M., viertel- jäh rl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.: durch diePost Mk.2.30oiertLt- jährl. ausjchl. Beftellq. Zeüenpreis: lokal15Ps., ausw. 20 Pf. Haupt- schristteiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadl und Land, Vermischtes und Ge­richtssaal: Fr.R.Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

Ein neuer Erfolg vor Verdun.

(DTVI Trotzes Hauptquartier, 21. Marz. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Westlich der Maas erstürmten nach sorgfältiger Vor- bereitung bayrische Regimenter und württem- bergischc Landwehr-Bataillone die gesamten stark ausgcbauten französischen Stellungen in und am Walde nordöstlich von Avoconrt. Neben sehr erheblichen blutigen Verlusten büßte der Feind bisher zweiunddreitzig Offiziere, darunter zwei Regnnentskomrnaildenre, und Überzweitausendfünf- hundcrt Manrr an unverwundcten Gefange­nen, sowie noch nicht gezähltes Kriegsgerät ein. Gegenstöße, die er versuchte, brachten ihm keinen Vorteil, wohl aber wei­teren schweren Schaden.

Oeftlich der Maas blieb das Gefechtsbild unver­ändert.

OestlicherKriegsschauplatz.

Die Russen dehnten ihre Angriffe auch auf den äußersten Nord flüge! aus. Südlich von Riga wurden sie blutig abgewiesen, ebenso an der Dünafront und westlich von Jakobftadt stärkere feindliche Erlimdungsabteilungen.

Gegen die deutsche Front nordwestlich von Postawy und zwischen Narocz - und Wisz niew -See richteten sic Tag und Nacht besonders starke aber vergebliche Angriffe. Die Verluste des Feindes entsprechen dem Masseneinsatz an Leuten. Eine weit vorspringende schmale Ausbuchtung un­serer Front hart südlich des Narosz-Sees wurde zur Ver­meidung umfassenden Feuers einige hnnDert Meter aus die Höhen von Rlisniki zurückgenommen.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Abgesehen von unbedeutenden Patrouillen- Plänkeleien an der griechischen Grenze ist die Lage unverändert.

Oberste Heeresleitung.

* *

Noch gestern hatten die französischen Zeitungen forb- gefahren, eineunvermeidlich fortschreitende materielle und moralische Ermattung der Deutschen vor Verdun" zu ver­zeichnen. DerMatin" meinte, daß die Schlacht dahin neige, endgültig einzuschlafen. Und dasEcho de Paris" gab dem Glauben Ausdruck, daß die Deutschen die Front bei Malan- court nicht überwältigen könnten; ein deutscher Erfolg sei dort ebenso unwahrscheinlich wie anderswo.

Gerade aus diese Bemerkung desEcho de Paris" liegt heute eine gründliche Antwort vor, und zwar nicht nur auf fett Papier. Die deutsche Angriffs front ist wiederum verbreitert und bis Fum Argon ne trsektor ausgedehnt worden. In fet letzten Tagesberichten war gemeldet worden, daß der Abschnitt Avooourt-Malancourt in den Kamps geraten, der Raum Bethinconrt also nun auch von Nordwesten an­gegriffen worden sei. Der neueste deutsche Tagesbericht meldet von diesen Knüpfen ein hach erfreuliches Ergebnis: die stark ausgebauten französischen Stellungen in und am Walde nordöstlich von Avocourt sind in unserer Hand. Diesmal waren es süddeutsche bayerische und württem- bergische, Truppen, die ihren alten Ruhm als tapfere Draufgänger aufs nette bewährt und sich ihren nord- und westdeutschen Stammesgenossen int Verduner Kampfgelände ebenbürtig an die Seite gestellt haben. Mehr als 2500 Ge­fangene imd viel Kriegsgerät war der äußere Ertrag ihres Sieges.

So sind also Misere Trtlppen auf dem linken Maas­ufer wieder ein gutes Stück vorwärts gekommen 1 Unsere Linie stieg bisher, so heißt es in einer -Betrachtung der Köln. Ztg.", südlich von Varennes aus dem Tal der Aire, die den Oltrand der Argonnen begleitet, nach Osten auf die Höhen empor und lief durch das' Gehölz von Cheppy, auf Malancourt und weiter nach Bethinconrt. Vor ihr lag das Dorf Avocourt an dem Schnittpunkt, den die Straße von Forges über Malancourt nach Varennes mit einer andern bildet, die von Chattanconrt am Maastal über Estres von Osten herankommt. In dem Winkel zwischen ihnctt beiden be­findet sich der Wald von A v o c o u r t, der wie alle Gehölze im Vorgelände von Verdmi vom Feind befestigt ist und dem sich noch stark ausgebaute Stellungen außerhalb anschlossen. Gegen diesen wichtigen Abschnitt richtete sich nach gründlicher Vorbereitung der Sturm bayerischer und württembergischer Regimenter, der vollkommen glückte, toenit auch der amtliche Pariser Bericht nur zugestehen will, daß er an einem Punkt leicht hätte fortschreiten können. Die französische Front, die sich nach Norden richtete, ist an dieser Stelle derart zurück­gedrückt, daß sie jetzt von Malancourt nach Süden läuft. Der Raum südlich der von den Franzosen noch gehaltenen Dörfer Malancourt und Btzthincourt ist jetzt von Osten uitb Westen von uns umklammert. Ec erhebt sich östlich der Straße MalancourtEsnes zur Höhe 304. die nach fran­zösischer Angabe unter schwerem deutschen Feuer liegt. Die Redensarten vom Erschlaffen der deutschen Angrisfskraft sind wieder einmal aufs schlagendste durch die Tatsachen widerlegt worden.

. Der nachstehend mitgeteilte Briefwechsel zwischen dem französischen und bient englischen Oberkonttnandierenden klingt höchst eigentümlich. Aus der Antwort Ioffres na- mentlich tau man Hohn und Spott hierauslesen über die englische Hilfe, die bc 11 Kämpfern bei Verdun nur in Worten gewährt wird In 'der Tat, die Stille, die au der englischen Front herrscht, wird immer auffälliger. Das stellt aiiCLj, der BernerBund" fest, der dazu bemerkt:Aus

die Dauer kann man sie nicht Mehr mit englischer Zurück­haltung erklären. Weint die englische Heeresleitung mit Blut und Material spart und zu gleicher Zeit der oberste Kriegsrat der Verbündeten zur Beratung des allgemeinen Entwurfes einer planmäßigen Generalofiensive gelangt ist, so darf man arinchtneti, daß entweder über kurz oder lang die englische Front angriffsweise in Bewegung kommt oder eine andere operative Lösung gesucht wird."

* * *

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien. 21. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich Hürd verlautbart: 21. März 1916.

N u s s i s ch e r K r i e g § s ch a u p l a tz.

Die Gefcchtstätigkeit stellenweise erhöht, namentlich bei der Armee Pflanzer-Baltin.

Jtalieni scher Kriegsschauplatz.

Die Lage ist rm allgemeinen unverändert. Feindliche Angriffe auf die von uns gewonnenen Stellungen am Rom- bon und Mrzli Vrh wurden abgewiesen. Zm Rombon brachte eine neuerliche Unternehmung 81 gefangene Italiener ein.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unsere Flieger erschienen nachts über Vlora (Valona) u:id bewarfen den Hafen und die Truppenlager erfolgreich mit Bomben. Sie kehrten trotz heftiger Beschießung unver­sehrt heim.

Lage in Montenegro und Albanien unverändert ruhig.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabs v. Höfer. Feldmarschallcutnant

Ein englisch-französischer Briefwechsel.

Paris, 24. März. (Zf.) Havas-Veröffentlicht folgenden klassischen Briefwechsel: General Foffre hat vom Chef- kommandanten der keltischen Entkräfte in Frankreich folgendes Schreiben erhalten:

Tie britische Armee beklagt die von den edlen fran­zösischen Truppen in der jetzt wütenden Schlacht erlittenen Ver­luste. Sie Mt jedoch daraus. Ihnen die BcwUndertmg auszu- drücken für die Heldentaten der französischen Armee vor Verdnn, wo Deutschland vergeblich seine Kräfte mißt mit den unbezwing- lichen ft anzö fischen Soldaten. gez. Haigh.

General Ioffte antwortete auf dieses Schreiben:

In detti heißen Kampfe der großen Schlacht vor Verdun weiß die französische Armee, paß sie Ergebnisse erreichen toird, die allen Verbündeten zugute kommen werden. Sie weiß auch, daß, als kürzlich an die Kameradschaft der britischen Armee appelliert wurde, diese als Anttvort ihre tatkräftige und schnellste Hilfe an bot. gez. Iofftc.

Der französische Bericht.

Paris ,20. März. (Zf.) Amtliche Rtttteilungen vom 20. März.

3 Uhr nachmittags: Westlich der Maas richtete der Feind ein zienckich heftiges Bontbardemcnt akif die Gegend südlich von Ma- lan co ii r t. Rach ?lrtillcrievorbereitung machten die Deutschen ans die Stellüng der Pfesserhöhe einen kleinen Angriff, der völlig mißlang. Bombardement mit llnterbrcchungen in der Gegend von Vaux. In der Woevre rilbige Rächt, abgesehen von ziemlich lebhaftem Geschützfeuer bei Les Eparges. Kein bedeutendes Er­eignis zii berichteti auf der gesamten Front.

Heute morgen um 4 Ubr lfottibardierten englische, französische ttnd belgische Fltlgzeuge das Flugfeld von H o u t t a v e ö st l i ch von Ostende. 19 französische Flugapparate nahmen an diesem Angriff teil und kehrten sämtlich toieder zurück.

11 Uhr abends: In den Ar gönnen verschüttete unsere Artillerie die deutschen Gräben östlich von Four de Paris. Bei der Cöte Chevauchee toar das Zerstörungsfeuer auf die feindlichen Werke gefolgt iwn beträchtlichen Schwefeldämpfen, die aus den von unseren Granaten zerstörten Reservoirs mifstiegen. Wir beschossen energisch den Abschnitt Avocourt Malancourt und zcr streuten feindliche Grttpben, die nördlich des Bois de Montfaucon signalisiert waren. Westlich der Maas versuchten die Deut­schen im Laufe des Tages, nach einem intensiven Bombardement mit Granaten schweren Kalibers ihre Augriffsftont zu verbreitern. Eine neue feindliche Division, die kürzlich von eineni entfernten Punkt der Front hierher tcansportiert worden war, richtete einen äußerst heftigen Angriff, den sic mit dem Wersen brennender Flüssigkeiten begleitete, auf unsere Stel­lungen zwischeit Avocourt und Malancourt. Unser Sperrfeuer und 'unser Feuer der Maschinengewehre und der Infanterie fügten deni Feinde starke Verluste bei und brachen die Truppen der An- stürmenden, die tiur auf emem Punkte der An grifft front, i nt ö st - lichen Abschnitt des Waldes von Malancourt, leicht v o ran s chreit e n konnten. Heftiges Bombardement von Punkt 304 und der Gegend des Bois Bourrus. (Die Höhe 304 liegt dicht östlich der Straße Malancourt Esnes ttnd sticht die Flanke und den Rücken der Franzosen an den Hängen des Mort Homme.) Oeftlich der Maas und in der Woevre zeitweilig aus setzende Tätigkeit der Artillerie. .

In der Nacht voni 19. auf den 20. März toarfen uttsere Bombardierungsgruppctt mehrere Grattatcn ab auf den Bahnhof vmr Tun für Meuse, wo bedeutende Triippenbewegungen ge meldet tvurden. Alle Geschosse trafen genau. Am 20. März früh schoß eines unserer Jagdflugzeuge iit der Gegend von Verdun eineil feindlickMt Apparat nieder, der in unsere Linien ab stürzte.

Eadorna im französischen Hauptquartier.

P a r i s, 21. März. (WTB. Nichtamtlich.) General C a - dorna hat sich heute vormittag mit den Ordonnanzoffi­zieren ins Hauptquartier begeben.

Ein Fliegerangriff

aus die deutsche Wasserslugzengftation Zeebrügge.

London, 20. März. (WTB. Mftatntlich.) Meldung des Reuterfchen Biire-auS. Die ^lpmiralitat macht bekaitnt'.- Heute morgen griffen 50' b ritische, französisch e

und belgische Fl u!gz e uae, begleitet von 15 Kampf- slugzeugen, die d euts che W as serflu gzeu gstation Z o e b r ita ge und den Flugplatz H ou ltad e an. Es scheint beträchtlicher Schaden angerichtet worden zu sein. Jedes der Flugzeuge führte 200 Pftltid Bomben mit sich. Alle Flugzeuge sind wohlbehalten zurückgekeh'ct. Ein belgischer Offizier lv^rde ernstlich, verwundet.

Der türkische Bericht.

K o n ft a n t i n o p c l, 21. März. (WIB. Nichtamtlich.) DaS Hauptquartier teilt mit: An der Jrakfrout ist die Lage un­verändert. Kauka susfr out : Kein wesetrtlicktes Ereignis, ab­gesehen von Plänkeleien ztvischeu Erkundungsabteilungen.

Am 19. März schleuderte nachmittags ein Torvedoboot und abends ein Kreuzer Bomben ohne Wirkung tu die Umgegend von Sedd-ul-Bahr und Tekke Burun; die Schifte zogen lich zurück.

An der Pemensront rückte eine englische Abteilung mit zwei Maschinengewehren in Richtung auf Elssaile, nördlich von Scheikh Osman, vor. Sie wurde durch unsere Truppe, die ihr cntgcgeugeschickt tvorden war, angegriffen; der Feind floh unter Zurücklassung von 20 Toten und Venoundelen unG 9 getöteten Pferden nach Scheikh Osman.

Jspahan von den Russen besetzt.

Kopenhagen, 21. März. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Petersburger Tclegraphenagentur meldet, haben die Russen am 19. März Jspahan eingenommen.

Englisch-italienische -lbmachungen über Aegypten.

Rom, 21. März. (WTB.) Röeldttng der Agenzia Stesani: Zwischen Sontiinv und dem englischen Botschafter Rodd fand gestcrti ein Rotenaustatisch zur Regelung einiger zwischen den beiden Rcgierungeu hinsichtlich Aegyptens noch schwebenden Fragen s!att Die italienisch? Regierung stimmte der Verlängerung der Amtsdauer der gemisckften Gerichtshöfe zu. Die englische Regie- rwrg verpflichtete sich, von Aegypleti die Ernennung eines anderen Italienischen Richters bei den genannten Gerichtshöfen zu erlangen. Bei dieser Gelegenheit sind noch einige Punkte l>etteffend eventu­elle Aufhebung der Kapitulationen in Aegypten, sowie die Lage der italienischen Kolonialnntertanen geregelt worden. Die englische Regierung erklärte, daß sic die Wichtigkeit der- italienischen Inter­essen in Aegyptm immer anerkannt habe, und sprach sich ftrmell für detr Grundsatz der Gleickbehandlioig der italieniscl)en Jnter- essetr ttnd Statsaaugehörigeti in Aegyptetr auch bezüglich der Kolonialurrtertaen mit den.Bürgern, Kolonialuntertanen und Interessen jeder anderen Macht aus. Die italienische Regierung gab imter dieser Bedingung ihre Znstimnrrmg zur everituellen Aushebung der Kapitulattonen rmd zur Umgestaltting der gemischten Gerichtshöfe, wenn die anderen Großmächte ebenfalls zustimmen.

Die Rekrutierungsfrage in England.

Haag, 21. März. (WTB. MchtamtlichZ Der Nieuwe Eourant" meldet atls London: DieTimes" berichtet: Gestern wurde im Kriegsamt eine wichtige Kon- f e r e tl z über die R e k r n t i e r u^t g s fr a ge ab gehalten. Kitchener, Selbvurne, Runciman, Samuel und Lang waren anwesetid. Es wurde besonders über den Bedarf an Arbeits­kräften der Krftastnaterialfabrik>etl, über den Menschen­mangel auf dem Lande und die Bergarbeiterfrage beraten. Die Einberufung der zweiten Gruppe der Verheirateten wurde aufgeschoben.

Der Zeekrieg.

Der englische Bericht über das Gefecht an der flandrischen Küste.

Londo n , 20. März. (WTB dttcktamtlich.) Die Mmiralüäk teilt mit: Geltern nrorgen sichteten vier britische Zerstö­rer in der Nähe der belgiscktcn Kiffte drei deutsche Zer­störer. Ter Feind fuhr sofort nach Zeebrügge, verfolgt von unseren Zerstörern. Währetid der Fuhrt timrben Schüsse gewechselt. Wie beobachtet, wurden zwei Schiffe des Fttudes getrosten. Wir hattet: vter Bertvntideie. (Wir verweisen auf die amtliche Meldung des Chefs des Admiralstabes.)

Zur Heimkehr derMövc".

Berlin, 22. März. Korvettenkapitän Graf D o h n a syracft sich über den Beutezug derM ö ve" eineni Redaklionsmitgliede desLokal-Anzeigers" gegetrüber ausführlich cuis utrd bezeichncte es als einen besonders schöncn Räonient, als die deutschen Kriegsgefangenen, die sich an Bord derAppam" bc- fattden, befrei t wurden.Die arrnen Kerle ttanten ihren Augen kaum, als ihre Kabitle plötzlich geöffuet tmd sie hinauf an Deck geführt wurdeit. Wortlos, gerührt, standen sie da. Ich ließ sie," kcrzählte Tjohna,an Byrd derMöve" schaffen und bracktte das Kaiserhoch aus. Selten ist so jatichzetrd, so glücklich itt diesen Ruf eingcstimmt worden. Wie und lvo wir heimkameti, bleibt vorläung noch Geheimnis derMöve". Jedenfalls wurde der schlageiwc Bc- lveis erbracht, daß die Blockade der deittsckwu Häsen mir in den Köpfen der Engländer existiert. Der letzte Teil der Reise tvurde iititer dein Schutze der d e tt t i d) e tt Flotte zurückgelegt. Keinem von uns wird jener Anblick ans dem Gedächtnis schwin­den, toie an derMöve" Sckftff nackt Schiff mit drei "HnrraSi vvrbeidampfte. Keftrer vmr uns tvnd je den Jubel ttnd die Be­geisterung vergessen, mit denen wir mts dem ganzen Reiche ül'er- schüttct tvnrdetr."

Britische tt-Boote in norwegischen Gewässern.

Kristiania, 21. März. (WTB. Nichtmntlich.) Am 10. Februar hat ein britisches U-Boot nahe Flekkerö cuif norwegischem Seeterritorium mehrere schiffe ange- rufen. Ans Beschwerde der norivegischeii Regierung hat das britische Auswärtige Amt sein Bedane.rti über diese Vorfälle ausgesprochen und mitgeteilt, daß die U-Boote Besohl erhalten hätten, bei der Durchfahrt durch nor­wegische Gewässer tiur an der Oberfläche nut gehißter Nationalslagge zu fahren.