(über die erworbenen Schuldnerschreibnngen durch Verkauf oder Verpfändung zu verfügen. Eine Herabsetzung desZins- fiißes nach dein 1. Oktober 1924 ist nur in der Form möglich, daß das Reich die Anleihe kündigt und dem Inhaber die freie Wahl läßt, entweder den Nennwert der Anleihe in bar zurückzuerhalten oder sich mit einer niedrigeren Verzinsung zu begnügen. Das Reich ist an die Bedingung der Unkündbarkeit vis Kum 1. Oktober 11924 jverträglich, gebunden. Darüber, ob eine Kündigung seitens des Reichs nach dem 1. Oktober 1924 erfolgen wird, kann zurzeit eine Entschließung nicht getroffen werden, da diese Frage nur nach der künftigen Entwicklung des Zinsfußes überhaupt beurteilt werden kanu Es kann also somit dariiber keine Unklarheit bestehen, daß der Zeichner auf die vierte Kriegsanleihe einen sicheren Anspruch auf fünfprozentigen Zinsgenuß jedenfalls bis zum 1. Oktober 1924 erwirbt, der ihm nicht geschmälert werden kann.
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Ofterhasen-Spende 1916.
Man schreibt uns:
Um auch der Opferwilligkeit der Kleinen, die ja schon so ioft in diesem Krieg einen rührenden Ausdruck gefunden hat, Gelegenheit zur Betätigung zu geben, ist angeregt worden, in diesem Jahr unsere Kinder zum Verzicht auf den Osterhasen ausM,ordern und die dafür in Aussicht genommenen Beträge dem Roten Kreuz zu spenden. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht wird die Ersparung von Schokoldae und Äißigöeiten cckler Art, Pie Verwendung der Hühnereier zu anderen Zwecken von besonderem Wert sein. Für unsere Jugend wird das vom Broten Kreuz gespendete „Porträt" des Osterhasen ein willkommener Ersatz und eine liebe Erinnerung an das Kriegsjahr 1916 werden. Auch die Postkarte mit Bild und Vers ist dort erhältlich. Unsere Kinder mögen sie an ihre großen und kleinen Freunde an anderen Orten als Ostergruß versenden, uni auch anderswo für die Osterhasenfpende jzu werben.
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** Amtliche Personalnachrichten. Die G r o & Herzogin hat bent Postsekretär August Bänder in Lorsch das Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großunitigen verliehen. — Die Großherzogin hat am 16. März dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lampertheim, Rudolf B r a b , dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I, Karl Denk, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ms'eld, Heinrich Enget, den Amtsrichtern bei dem Amtsgericlft Adainz Tr. Heinrich F riebe n re i ch, z. Zt. im Feld, und Dr. Wilhelm Hetze!, dem! Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alzey, Dr. Peter Paul L i e - bing, z. Zt. in Mainz, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Friedberg, Karl Puckel, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim, Gustav Schneider, deni Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Umftrckt, Karl Schnittspahn, z. Zt. in Vilbel, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Gerau. Hermann S c o t t i, dein Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, Adolf Trump ert, z. Zt. im Feld, und den Amtsrichtern bei dem Amtsgericht Offenbach, Gustav Weiß und Erwin W ü r t h, beide z. Zt. im Feld, den Charakter als Amtsgerichtsrat erteilt. — Die Großherzogin hat am 18. März den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Beerfelden, Franz Specht, zum Oberamtsrichter bei diesem Gericht ernannt. — Uebertvagen wurde am 13. März der Schulamtsaspirantin Eva Seiler aus Horchheim, Kreis Worms, eine Lehrerinnenstelle an der Volksschule zu Ober-Mörlen, Kreis Friedberg. — Die Groß Herzog in hat am 1. März ds. Js. den Regierungsbaumeister Otto B u s ch b a u m zu Gleiwitz zum Vorstand eines Werkstättenamtes in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft ernarnrt.
** Die Hessis che Lazarett-Zeitung Nr. 16, die Nunmehr erschienen ist, bringt in ihrem allgemeinen Teil eine Schilderung des Bombardements von Kopenhagen 1789 von Johann Peter Hebel, einen Aufsatz, „Der Wille siegt" eine Behandlung der Ansprüche der Kriegsteilnehmer auf Grund der Kranken, Invaliden- und Angestelltenversicherung, sowie eine Studie über den Stein der Weisen, ferner den Arbeitsmarkt und den unterhaltenden Teil. Die Gießener Beilage enthält zwei Aufsätze: „Unter der Wolke", „Berufswechsel?", ein Schreiben des Fliegerleutnants Im ine! mann sowie die bekannten Nachrichten über Berwundet'enunterricht, Vorträge usw.
** & t a b 11 f) c a t c r. Aus dem Stadttheaterburean wird uns mitgeteilt: Das für nächsten Donnerstag auf dem Wochen spielplan angekündigte Gesamtgastspiel des Frankfurter Schauspielhauses mit Georg Terramares Komödie „Die stille Stunde" kann nicht stattftnden, da in Frankfurt andere Dispositionen niftig wurden. Es findet dafür am Freitag, den 24. d. Mts. die 15. uno letzte diesjährige FrcitagsaboirneTnents-Vorstellung statt, die in fesselndem Programm Biehardts Schelmenstück „Der Fremde", Sudermanus Drama „Fritzchen" und Wassermanns Komödie „Hockenjos" bringt. — Im Interesse der Mitglieder wird die Spielzeit noch bis Palmsonntag, den 16. April, weitergeführt und es ist zu hoffen, daß die bisherigen Abonnenten auch noch einigen Vorstellungen außer Abvnnenrertt, die Neuheiten und Gastspiele bringen werden, das wünschenswerte Interesse bewahren.
** Vortrag Nr. 6 . Aus Veranlassung des Kaufmännischen Vereins und Orts-Gewerbevereins wird am Donnerstag, den 23. März 1916, abends 81/2 Uhr, tm Saale des Hotels Gvoß- herzog von Hessen Handelskammershndilus Dr. Zeidler, hier über: „Deutschlands Zoll- und Handelspolitik
nach dem Kriegs sprechen.
** Städtische Fischkvchkurse. Der 2. unentgeltliche Fischkochkursus beginnt Freitag, den 24. März 1916. Näheres im Anzeigenteil.
** Der Zweigverein vom Roten Kreuz hält seine Hauptversammlung Mittwoch, den 5. April d. I., nachmittags 6 Uhr, in der alten Klinik, Liebigftraße, ab. Auf der Tagesordnung steht: Bericht über die Tätigkeit des' Zweig Vereins, Rech
nung sab läge für 191o, Be,cplußsassung über Anträge des Vorstandes oder der Mitglieder, Vorstands wähl.
** Die Tagung der hessischen Schülersteno- graphen (Bezirk 17 b des 1. Werbeausschusses) nach Stolze- Schrey, fand gKern in Friedberg statt. Das Weltschreiben und -lesen begann morgens um 9 Uhr. Zur Bezirksoersammlung hatten sich nachmittags 32 Stenographen eingefunden, darunter drei Vertreter des Bezirks 17 a. Eingeleitei und abgewechselt wurden die verschiedenen Punkte der Verhandlungen durch, musikalische Vorträge verschiedeuer Schriftfreunde. Wenn auch schon am Vormittag das Wettschreiben und -lesen als ein Glanzpunkt der Friedberger Tagung bezeichnet werden konnte, so standen doch die verschiedenen Erörterungen in der Bezirksversammlung leines- wegs^hiuter diesen: zurück. Nach 4 Uhr nahm der Bezirks! eiter die P r e i s v e r t e i l u n g vor. Von 30 Beteiligten halten 2o Preise im Wettschreiben und 20 im Wettlesen errungen. Der Zeit gemäß gab es keine Wertpreise, dafür aber konnten die Vereine um den Wanderpreis des Bezirks kämpfen. Zum dritten Male ging dieser in den damit endgültigen Besitz des Vereins am Landgraf -Ludwig-Gymnasium zu Gießen über. Das Ergebnis des Wettschreibens und -lesens für den Gießener Gymnasiasten-Verein ist folgendes: a) W 6 Lisch r e ib e n: Abt. 180 Silben: 1. Preis Franz Haber; Abt. 140 Silben: 1. Preise Karl Engisch, W. Trautmann: 120 Silben: 1. Preise H. Sievers, O.H ennin g,B.Weber; 100 Silben: 1. Preise Fr. Hering, E. Reinewald: 2. Pr. R. Nagel; 80 Silben: 1. Pr. K. Seelig: 2. Pr. Ludwig Engisch. b) Wettlesen: 2. Pr. Wilh. Schaaf; 3. Pr. W. Trautmann; 4. Pr. Nagel, Haber, Henning, .K. Engisch, Hering; 5. Pr. R e i n e w a l d; 6. Pr. Weber, Sievers, Merkel.
Landkreis Gießen.
e. Birklar, 20. Mürz. Dem Gefreiten Karl Müller Sohn des Peter Müller IV., beim Infanterie-Regiment' Nr. 116, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Müller steht seit Beginn des Krieges im Felde und ist zum zweiten Male verwundet.
b. Londorf i. d. Rabenau, 20. März. Am Samstag abend sind in Rüddingshaufen zwei gefangene Russen, die bei der Oberförsterei Schiffenberg bezw. Londorf beschäftigt waren, durchgebrannt. Tie beiden Russen siird Brüder und waren vom Kommando in Wetzlar mit 10 anderen gefangenen Russen in Rüddings- hausen untergebracht.
Kreis Friedberg.
? Pohl-Göns, 20. März. Die Schüler der hiesigen Schule zeichneten 4000 Mk. Kriegsanleihe.
Starkenburg und Rheinhessen.
6 Darmstadt, 20. März. Am 15. März fand die Wieder- inbetriebnahme des von der LandesVersicherungsanstalt Großh. Hessen im Ga st Hof zum Ritter in Wimpfen a. N. errichteten Kindersolbades statt. Annähernd 50 Kinder aus allen Teilen des Großherzogtums nmrden eingewiesen, die meisten auf Kosteu der Landesversicherungsanstalt, der kleinere Tell auf Kosten von Vereinen, Fürsorgestellen usw. Die ärzttiche Leitung des Kindersolbades liegt wiäeruM in den Händen des Herrn Dr. G e y g er -Wimpfen. Als Pflegerin ist eine Diakonisse des Darmstädter Elisabethenstifts tätig, der zwei entsprechend vorgebildete Helferinnen zur Seite stehen. Die Kuren sind auf vier Wock>en — ausnahmsweise auch langer — festgesetzt und beginnen jeweils ain 15. eines reden Monats.
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 20. März. Unter dem Namen „Rhein-Mainischer Landesverband der Deutsch-Türkischen Vereinigung^ ist hier eine Landesgruppe gebildet worden. Den Vorsitz übernahinen Kommerzienrat Beit von Speyer, Prof. Dr. Arndt, Generalkonsul Georg Krebs und Schriftsteller Ernst Fischer.
g. Hersfeld a d. Fulda, 19. März. Der Knecht des Landwirts Pape aus dem benachbarten Dorfe Hattenbach wurde beim Holzverladen durch den Hufschlag seines Pferdes gegen den Unterleib getötet.
vermischtes.
* Raddampfer im Altertum und Mittelalter. In der jünqsten Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschaften kam eine Reihe interessanter Entwürfe antiker Ingenieure zur Sprache, die sich sämtlich mit der Erfindung rüder- und segelloser Schiffe beschäftigten. Es stellte sich dabei heraus, daß Johann Laskaris bereits Fahrzeuge kannte, die zur Fortbewegung weder Ruder noch Segel brauchten; die Neuerung blieb aber Geheimnis und ist im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen. Verloren egangen ist auch die Konstruktion einer Art von Kriegsraddampfer, ie ein kleines lateinisches Traktat aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten in einem anonymen, an einen nicht näher bezeich- neten Kaiser gerichteten Schreiben bespricht. Das betreffende Fahrzeug besaß Schaufelräder, die jedoch nicht durch Dampfkrast, son- oern durch Ochsengcsvanne in Bewegung gesetzt wurden, die sich im Innern des Schiffsraumes befanden. Mit ihrer Hilfe erreichte das Fahrzeug eiue Schnelligkeit und Manovriersicherheit, die ihm gestattete, feindliche Schiffe unabhängig vom Winde einzuholen und zu rammen.__
Handel.
th. Gewerkschaft Gießener Braun st einberg- werke vorm. Fernie in Gießen. Nach dem jetzt vorliegenden Rechnungsabschluß des Werkes für das Jahr 1915 hat dieses einen Betriebsüberschuß von Mk. 1 087 087, außerdem für Nebeneiunahmen den Betrag von Mk. 61 699. im Ganzen also einen Nohgewinn von Mk. 1 148 787 (gegen Mk. 387 348 im Jahre 1914) erzielt. Davon sind gu decken: Ausbeute für das 3. Vierteljahr 1914 50 000 Mk., Zinsen für beide Anleihen Mk. 97 682, Nebenausgaben Mk. 64 220, Vergütung für den Grubenvorstand Mk. 30000, im Ganzen Mk. 240105, so daß ein Reinüberschuß von Mk. 908 683 verbleibt, der sich zuzüglich eines Gewinn- vortrags aus 1914 im Betrage von Mk. 2515 aus Mk. 911197 <Mk. 185863 i. V.) stellt. - Die Gewinnverteilung ist wie folgt in Vorschlag gebracht: Rückstellung für 180 Schuld
verschreibungen beider Anleihen, unter Abzug von Alk. 8925 nicht begebener Schuldverschreibungen, Mt. 138 075, Rücklage für in 1916 mehr auszuzahlender Schuldverschreibungen, imd zwar: Mk. 59 800 für die 1. Anleihe Mk. 25 200, zusammen Mk. 85 000, Rücklage für Ueberführung des Betriebes aus der Kriegswirtschaft in den Friedenszustnnd Mk. 75 000, zusammen Rücklage Mk. 298 075. Als A u s b e ii: c find in den ersten drei Vierteljahren 1915 zur Verteiliuig geko,innen nub für das 4. Vierteljahr zur Verteilung bereitgestellt Mk. 375009 (Mk. 100 000 i. V.). so daß vom Gewinn im ganzeii verbraucht werden Mk. 673 075 und ein Rest von Mk. 238122 für Abschreibungen verbleibt. In der Vermögen s- aufstelluiig per 1. Jaiiuar 1916, welche mit Mk. 5 575 566 (Mk. 5 57-1 838 i. V.) abschließt, ist der Wert der Berg- g e r e ch t s a m e mit Mk. 4 240 000 eiiigestellt (M. 4 525 000 i.V.) Die Gebäude sind git Mk. 243 800 (Mk. 265000 i. V.) angenommen. Förderstollen und Anschlußgleis stehen mit Mk. 83 500 (Alk. 100 000 i. V.) zn Buch. Die Siloanlaqe ist mit Mk. 20 000 (Mk. 25 009 i. V.) bewertet. Die weiteren Posten der Vermögensaufstelluiig stellen sich wie folgt: Elektrische Anlagen Mk. 16 000 (20 000 Mk. i. B.), Agglomerationsanlage Mk. 10 500 (Mk. 15 000 i. V.), Pumpen und Aufzüge Mk. 24 000 (Mk. 30 000 i. V.), Maschinen, Kessel und Motore Alk. 64 000 (Mk. 80 000 i. V.), Vorräte Mk. 71028 (Mk. 220 331 i. V.), Wasserleitung, Kippwagen, Weichen und Schienen, Mobilien, Geräte uiid Fuhrwerke stehen schon seit Jahren nur der Form wegen mit geringen Beträgen zu Buch. An Wert- papieren finb vorhanden Mk. 245 941 (Mk. 168 661 i. 93.) Die Höhe der Außenstände beträgt Mk. 434 581 (Mk. 166 252 i. V.).
Märkte.
g. Fulda, 18. März. Aus dem gestrigen Schweinemarkt wareii 135 Ferkel aufgetriebeii. Bezahlt wurden je nach Alter unb Beschaffenheit 50, 65 und 60 Mk. für das Stück. Der Handel war durchrveg recht lebhaft und trotz des großen Angebots verblieb nur ein geriiiger Ueberstand.
Meteorologische Beobachtungen der Station Giehen,
März
1916
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Sonnenschein
Höchste Temperatur am 18. bis 19. März 1916: -s- 17,8* C. Niedrigste „ 18. „ 19. . 1916: + 6,5* C.
Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 21. März 1916
Ziemlich heiter, trocken, warm.
Letzte Nachrichten.
Beschlagnahme der deutschen Schiffe in Brasilien?
Kristiania, 20. März. Aus London wird unter dem 17. März gemeldet: Man nimmjt an, daß auch die-brasilianische Regierung dem Beispiel der italienischen und portugiesischen Regierung folgen und die deutschen Dampfer, die in brasilianischen Häfen liegen, beschlagnahmen wird, da die größten Schwierigkeiten entstanden sind, Brasiliens Verkehr mit dem Auslände auftecht zu erhalten. Dagegen bemühen sich aber deutsche Kapitalisten in Amerika, die Gelder zum Ankauf dieser Schifte zusammenzubringen. Mit den österreichisch-ungarischen Schiffen zusammen handelt es sich augenblicklich um 480 Schiffe. Dieser große Konzern, der über 4 Millionen Tonnen verfügen würde, verlangt die Zulassung seiner Schiffe für den Handel in der ganzen Welt. Man hofft nach den brasllianischen Gesetzen, die andere Bestimmungen a^ die Gesetze der übrigen amerikanischen Staaten enthalten, das Einverständnis der Alliierten zum Verkauf der deutschen Schiffe unter der Bdit^ung zu erlangen, daß das Geld erst nach dem Kriege an Deutschland ausgchändigt wird.
Schreckensherrschaft in Portugal.
Budapest, 20. März. Ter „Pester Lloyd" meldet aus Badajoz von der portugiesischen Grenze: Die Stimmen in P 0 r t u g a l, die den unter.englischer Leitung begaugeneuSchr f f s- raubmit harten Worten brandmarken, werden immer lauter und führten bereits zu großen Ausschreitungen. Eine Arbeiterpereinigung wurde unter dem Vorwand, daß sie die nationale Verteidigung durch einen geplanten allgemeinen Ausstand zu stören beabsichtige, ausgelöst. Die Pressefreiheit besteht seit vier Monaten nicht mehr. Jetzt wird bereits die Verhängung des Belagerungszustandes und des Standrechtes über ganz Portugal angekündigt. Die schon seit Monaten im Zuge befindliche Teilmobilisierung der Landarmee findet besonders aus dem flachen Lande den heftigsten Widerstand. Fast jeder Monn nruß gegenwärtig gewaltsam zur Musterung geführt Iverden. Tiefe Aeußerungen des Unmutes und Kriegsunwillens wenigstens in Lissabon kräftig zu unterdrücken, hat die Regierung vor kurzem den mit den Truppen Bothos in Angola bekannt gewordenen General Pererva Eoa zum Gouverneur ernannt. Er ist der Vertrauensmann des englischen Gesandten. Tie Marine steht bereits ganz unter englischer Herrschaft. Viele Portugiesen hoffen, daß die Schranken, die niedrigste Ränke im Bunde mit wüstem Demagogen- tum aufrichten halfen, bald für immer fallen werden. Der Auszug der Spanier dauert an. Der Gegensatz zwischen den beiden Brüdernationen hat sich wohl nie deutlicher fühlbar gemacht, als in diesen historischen Zeiten.
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Direktion: Prora
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Ofterbafen -Spende
Hn unsere deutschen JMädcben und Knaben
Onfere Soldaten im felde haben Schokolade und Zucker nötig, untere Verwundeten brauchen Gier, um wieder zu Kräften zu komme»; da müsst ihr zu Ostern verzichten. Mir wissen, ihr tut es gern. Lasst euch das Geld, das eure Sltern für den Ofterbafen ausgeben würden, fchenken, und bringt es dem Roten Kreuz, damit davon Konfirmationskleider für bedürftige Kinder von Kriegs teilnehmern gekauft werden können. Jedes Kind, das uns eine Spende bringt, erhält ein fchönes Grinnerungszeicben, das es zu Oftern als Orden tragen und damit beweisen kann, dass es auch für unsere tapferen Soldaten etwas getan bat.
Die Vorritzende des Hüce-f^rauenvereins Der Vorfitzende des Zweigvereina
vom Roten Kreuz vom Roten Kreuz
frau B. Gebhardt. Wiener.
Gaben werden an der Kaffe des Roten Kreuzes in der Hlten Klinik entgegengenommen.
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