üifufar der nennt Sage gleichfalls ans erhaltenen Befehl in die für .och-'.ANrhrnen Stellungen zurückgegangen, indem sie in einigen üvscbrnttOi einige unbedeutende Nachhutgefechte lieferten., in an oerclr uvMnrtten ohne überhaupt einen Flintenschuß abgegeben * u '>aoen. Gegenwärtig hält unsere Armee die Stel- lun g e n b e i e tz t, w elche sich von dem Teil des linken Flügels von Bitlis-Musch-Aschkalee bis zu den
wel che sich einige Kilo- ^. c Ä I ) d) r öon Jsprr und Rize befinden. Wir tonnen mft Recht stolz sein auf den Mut und die Selbstverleug- rrung, von denen die Russen nach ihrem eigenen Geständnis Proben erhal^n haben und von denen sie in ihren Berichten sprechen, auf den Mut und dre Selbstverleugnung, Ivel che unsere Truppen in den gegen überlegene Kräfte des Feindes gelieferten Kämpfen, sei es im ^n Erzerum, sei es in den Stellungen dieser Stadt, be- wresen haben, und wir sind sicher, daß sie Beweise derselben mili- tarisawn äugenden geben werden, sobald wir infolge einer Aon-
ßoge, die sich jeden Tag mehr zu unseren Guftsten gestaltet, zur Offensive übergehen werden. Unsere Armee ist frei von all den Makeln, lmlche ihr Verleumder andichten wollen. ~T MMungen, türkischen und deutschen Offi-
zreren .^öernungsverichiedenheiten und Nt iß Verständnisse entstanden fern sollen, sind Lügengeivebe, würdig derer, die sie erfunden haben.
Driver Paschas JnspektionSreisss.
K o n st a n t i n o p e f, 17. März. Kriegstninister E n - der Pasch» ist von seiner großen Inspektionsreise, die er in Begleittmg des Generalstabes nach Syrien, Palästina und Arabien bis Medina nnternonrmen hatte, hierher zurückgekehrt. Auf alleti Bahnhöfen, in allen mit Feftschnruck reich versehenen Stad teil kam die Schuljugend in Uniforinen, Korporationerr und eine irngeheure Merv- schenmenge herbei. Ueberall vonrden dem Gast zu Ehren Feste veranstaltet. Eine Persönlichkeit, die an der Inspektionsreise teilgenommen hat, erklärte, es seien insbesondere in Syrien rmd in Palästina die nt der letzten Zeit gemachten Fortschritte festzustellen gewesen/ Ueberall sind neue Automobilstraßen und andere Verkehrswege angelegt worden, in allen Städten wird eine große Tätigkeit für die Verschönerung und Pflasterung der Straßen, sowie fikr die Hygiene entfaltet und eine große Zahl von voMoncmen ausgerüsteten Zivil- und Militärspitälern eingerichtet. Es werden Schulen gegründet oder auf Grund neuer Methoden umgeftaltet. Aller Orten bemerkt man die tiefe _ Anhänglichkeit der arabischen Bevölkerung an das Khalifat und die türkische Regierung und das Gefühl der islamitischen Brüderlichkeit zwischen Türken und Arabern Dre von den Feinden verbreiteten Gerüchte von einer Möglichkeit der Erhebung Syriens gehören in das Iieich der Fabeb Alle diese erfreulichen Ergebnisse sind zweifellos der Wersen Verwaltung der osmaniscben Regierung sowie dem Generalissimus der türkischen Arinee und dem Kommandanten der vierten Armee Dschemal Pascha zu ver- .danken.
sicherheit erblickeil könnm, aber diese >var nicht die Folge von» Unehrlichkeit oder Mangel an Aufrichtigkeit., Salandra unterbrach den Redner energisch, indem er sagte, es ist nicht erlaubt, "iiehrlnisteit seitens der italienischen Regierung zu sprechen, ^ost um zu sagen, daß diese Unehrlichkeit nicht vorhanden ist. ^er .Rarineniinister Corsi gab eine Darstelbmg von dem Borgeyen der Negierung in der Frage des Seehandels, namentlich des Fra..?tprcises. Er betonte die Schwierigkeiten des Welthandels, me erne Folge der Verminderung der Schiffszahl um 35 Prozent seien, .riese Schwierigkeit-en, führ der Minister fort, sind derart gewachsen, daß es notwendig wurde, von jenseits des Ozeans Lebensmittel zu hvlen, die früher aus den Nachbarländern oder Landern des ^ Mittelmeeres eingeführt vurrden. Tie Höhe des Frachtpreises ist eine in allen Ländern gemeinsame Erschei- imng. Ties wird besonders in Italien empfunden, wo die Handels- Notte nur einem Viertel des Seehandels genügen konnte. Für me Zukunft muß man überzeugt sein, daß eine starke Handelsflotte durchaus notwendig ist, nicht nur für die. wirtschaftliche Macht, !ond^n auch für die nrilitürische und politische Macht des Landes, ^er Ncmijter sprach daraus über die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen für die Sicherstellung einer regelmäßigeröVersorguna des Landes mit Cerealien und Kohle. Er erklärte: Tie Regierung hat die beschlagnahmten deutschen Schiffe in Gebrauch genommen und italienischen Schiffen, selbst *inen Fahrzeuge^ untersagt, aus Rechnung der britischen Hände lSniar ine Handel zu treiben. Sie unterhandelte mit England zii dem Zwecke, die Mitwirkung der englischen Handels- marrne an dem italienischen Handel herbeizuführen. Die Reai^- rimg verdient nicht den Vorwurf der Unvorsichtigkeit. Ter Mi- miter sckeoß mit der Versicherung starken Vcrtvanens aus die Zukunft jder italienischen Handelsmarine. Daraus wurde die Sitzun-p ausgehvben.
Die vierte Sfterreichische Kriegsanleihe.
.. . (WTB.) Wie-das „Fremdenblatt"
Hort, durste in der ersten Hälfte des April die Frage der werten österreichischen Kriegsanleihe spruchreif werden die Bedingungen stünden noch nicht fest.
A«S der italienischen Kammer.
Rvm. 17. März (WTB.) Meld-org der Agenria Stefani .Z" Kammer ^sprach am Do-mrerstag die mir! scha fr l i ck> e
Smanzmrnister Santo setzte ^ R-grerimz tn der Llusfuhrfrage auseinander. Die Abstckt dar Reqrcracng Mar, dre Ausfuhr so weiriy wie rnöglich MuichrankM, aber cme Euuchrünkmrg war rmverrmidlich Der Mrmsler rechtfertigte die Aalümg der Regierung und sagic es scr auSges<iBo,ten, daß Orte den feindlichen Ländern hätten q-° ttelert werden können. Die SchwefelauSfnyr weise gerade die Bermrndcawg auf dir dem Berbraini, der Mittelmächte entsvrichl Es ist auch ai^grschioNen, daß man Deutschland eine große Menge Schwefel gewahrt oder verspwchcn hat. Es sei bewiesen, daß die Ersen-und StahlauStuhr nicht noch den Mittelmächten gcganacn -stallen iintersttttzten sich die .erzeugenden Kräfte gegen- 'fertig mehr als in anbttm Ländern. Tcmeo schloß: Der Wunsch 'der Regierung, dem, wie ich glaube, sick) die Kammer anschlüw'-,i Kräfte st stark wie bisher anhalten. (Bestall.) -rer Rationalist Fe der zoni hielt eine Rede, in der er sagte MQl habe manchmal in der Haltung der Regier ung eine Un-
Ausstekimia Veutsch-Oesterreichjscher Künstler.
. Mrt dieser Ausstellung Teutsch-Oesterreichischer Künstler in G r e ß e n hat der Oberh. Künstverein einen glückMeren Griff getan als mit seiner letzten Beran-taltuug. Allein schon, daß der Dürerbund bei der Zmanrmenstellirng diZer Bilder sein Urteil mit in die Wage
eine größere Einheitlichkeit, die diesmal <vr irKf vorhanden ist, ohne jedoch ermüdend zu wirken Diese Ausstellung hat etwas Seltenes, sie hat S1 i l. Ties mag zum Teil auch daran liegen, daß alle Künstler, die vertreten sind, ohne aus etne geuteiniame Fahne geschovren zu haben, ans dem gleichen Zoom hervorgegangen sind. Es sind alles Teutsch-Oesteneicher che frei von dem (Haften an einer bestimmten Richtung ihre eigme Perionlrchkeit entfalten wollen. Es sind aber Teustch-Oester- retcher, und jo zeigt sich dach ein ganz leichter Zwiespalt in ihrem Schaffen, der nicht iinmer eine harmonische Lösung findet: Die yetchre Freude an der bunten Welt der Sinne und die leise Schwerwut der Reslerion.
Am bezeichnendsten sind die Landschaften. F. Brunner, der ^ der Köfzten Zahl von Arbeiten vertteten ist, gibt gutgesehene Landscha.tsausschnitch, über denen auch im stärksten Sonnenglast etne ftille Verfoirnenheit träumt. Seine Oeltechuik ist sauber, zuweilen nur ttwas jpeckig: seine besten Arbeiten, und dazu gehört vor altem dw „ParkmauerZ haben etwas von der heimlichen Weihe TruchiernckM Landschaften. H. Tarnaut liebt die iveite 5-.üqel- llrndscyaft, der ein durchfurchter Acker die Tiefenwirkung jicher- ftellt, uns mft nicht mehr neuen, aber umst vertrauteren Mitteln darMstellm, Das Aehmneld Im Sommer" hat mehr Licht und ^,uft. -per viel'eltige O. G ri l l wartet mit zwei Temperalandschaften aus, „Ein Morgm in d«w An" und „Nach dem Regen", die fkark wirkenden Verbindung von Tempera und Bler ftch m die letzten Verästelungen einer Baumgruppe ver- Mrt ganz anderer Att i-at sein Oelbild „Was
die Wnbel erzählen" die verhaltene Schönheit des ab- blaßendeii Tages festgehalten, ivähreiid die Mstudie Gold
regen" die samtenen Fleischtöne eines gut aufaefaßteni Mädchenkörpers in (Gegenwirkung zii dem leirMenden Gelb der Goldregendoldm setzt. Ein starker Landschafter ist R haxU ^ lt kräftigem, rn gedämpfte Farben getauchtem Pinsel österreichische Landschaften chnsetzt. In der Wahl seiner Näotive zeigt er einen unbekümmerten Wagemut E. Baschny widmet sich in einigen feinen Arbeften dem Studium der Geivittcrstim- muiig unv geht mit kluger Beobachtung deti Seltsamkeiten in der Bildtmg der Haustnwolken nach. F. B e ck hält sich in breiter zu wenig detailliereister Technik an verschneite Baumgrupp-en' A. P ö l l zeigt eine farbenfrohe Bernin alaiid scha ft. Als reftw Landschafter der Oeltechnk seien iwch erwähnt O. Barth H Ran zoni, Therese Schachner, A. Karlinsky mit emer beachtenswerten Schilderung eines Wirtschastsgvrtens am Sonntag, tmd E. Zetsche mit zwei liebevoll geschilderten Landschaften und einem Frühlingsstrauß. Außer einem mit gesättigten Farbtönen klar hingesctzten Spaziergang stellt M. v. Poosch men kleinen Studien topf aus, rmd em dusftges Bildckfen „Mutter vnd Kind", dem man bei seiner Llnmut einige zeichnerische Mängel
Holländische Ausfuhrverbote.
Haag, 17. März. (WT-B. Nichtamtlich.) Wb heute sind bis auf weiteres für folgende Dinge Aus fuhrv er - bote erlassen: Lebendes ulid geschlachtetes Federvieh, Rrnderfleisch, Schokolade, Kakao in jeglicher Form Pfeffer, Eiserivitriol und Baumwollumpen.
Ter Kriegsbazar zu Gunsten Teutschlauds in Rcw 9)ork.
New York, 17. März. (WTB. Nichtamtlich.) Von dem Vertreter des Wolffscheu Bureaus. Der Besuch des Kr i e a s- iv o h l t a t r g k e i t s b a% ars zu Gunsten DeutschLands und seiner Verbündeten hat alle Erwartungen übertroffen Besonders bemerkenswert ist der starke Besuch rein amerikanischer Kreise, ebenso die Neberraschung und Bewunderung- die bet den Amerikanern üb'er dieses großzügige Wohltätia- keitsunternehmen herrscht. Unter den gestrigen hervoxraam- deu Besuchern befand sich auch Henry Taft, der Bruder des sruhereu Präsidenten, mit zahlreichen Freunden. Dr. Barull) stellte fest, daß die Reineinnahmen der ersten drei Tage eine Million Mark überschreiten.
Der Krieg in Ostafrika.
führung schwerer Artillerie möglich gemacht lvurde. Ans dem eng- ergibt sich nur, daß unsere tapfere oftaTrifamfrfje ^chuttruppe dem Truck fie umfasseiider, meist überlegener seiiid- licher Kräfte ausweichend, sich in ein für ihre besoiwere Fechtweise günstigeres Gelände zurückgezogen hat.
Der §eekrieg. -
3um Untergang der „Tubantia".
Amsterdam, 17. März. (WTB.) Meldung der Nieder-. ländischen Telegraphen-Agentur. Ein Extrazug mit vielen Fahrgasten und Mitgliedern der Besatzung der „Tnban- ^. a J ^ute nacht in Amsterdam ein. llnter ihnen be- smdet sich auch der amerikanische Konsul in Sttrtt- gart,^ Schilling, mit Frau und Tochter. Schilling ist der Ansicht,^ daß die „Tubantia" tiicht torpediert worden, sondewi a n s e i n e M in e g e st o ß e n ist. Als sich der llnfall ereignete, stand die „Tubantia" tatsächlich nicht still, sondern er,t ungefähr zwei Minuten nach der Explosion.
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Maßluis. 17. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der Dampfer „Ask" ist auf eine Mine gelaufen uud hat Wa„er im Vorderschiff. Er begibt sich nach Rotterdam.
Au§ dem Reiche.
Eine Rede des Burggrafen und Grafen zrr Dohna-Schlodien.
^ n u 'tJ-'l' März. (WTB.) Als der Kommandant der Move", Burggraf und Gras zu Dohna- ^ ch! o d i cn, Anfang dieser Woche in seinem Geburtsort Mal.mitz bei L-agan weilte, wurde ihm von der dortigen Bevölkerung ein festlicher Empfang bereitet. Aus die Be- grußungsanfprache des Pastors erwiderte Gras zu Dohna, der „schlesischen-Zeitung" zufolge, u. a.i Ich möchte, daß ? ie % Ic was ich erlebte, Mitempfinden. Es ist wohl
das Größte, was der Mensch erleben kann. Ich sah, was deutsche Treue und deutsche Kraft durchsetzen kann, sah, wie die Matrosen in den schwersten Gefahren keinen Augenblick zögerten, ihre Pflicht zu erfüllen. Das gab mir das Vev- trauen, daß ich mit solchen Leuten das Größte wagen kann. Lw können sick) denken, was es für ein Augenblick Watt- als ich eines Tages acht e n g l i sch e K a p i t ä n e vor mir
xn Femo ztehr nd> fchnelt südwärts zurück, wobei.ilmi^die Tanga- Eisenbahn große Dienste leistet. Die zahlreichen Küste hielten die Verrolgung eiingewn-atzen auf. Für die Größe der feindlichen Me- derkage bet Kitovo mehrert sich die Anzeichen. Im Busch und an den Abpangen der Hügel wurden, zahlreiche Tote gefunden. Auch san- oen wir eitre Kanone und drei Maschniengewehve, die der Feind rm Stiche gelasseii hatte.
(Nottz: Nwt) der stehenden Nachricht ist kaum daran zu cÄvrÜi 11 '* ^ ^ugkische Heeresleitung nach den anfänglichen Mißerfolg^i nnmnehr einen großangelegten Angriff mit. weit überlegenen KraftQt mrd unter Ausnützmrg ihrer technisck>en Hilfsmittel gegen Ostasrrka imternomm^r und eüien gewissen Erfolg erzielt hat. Das Mimandschcrro-Gebiet, welches zu Beginn des Welttneges der Schauplatz zahlreick-er, für uns meist günstiger Gefechte war, zerret Wohl zunächst in bk Gewalt der feindlichen llebermacht. Tie durch nrchrere Bilrenregintenter verstärkten eng- lischeri Angrisfstrnppen haben Qigenscheinlich dieselbe limgehuuqs- tattik angewendet, die ihrer llebermacht auch im Kampfe gegen Teuts Wildwest z-nm Erfolge verhalf. Die Steppen um den Kili- manchcharo kneten ähnlich günstige Verhältnisse ftir die Verwendung von Kraftwagenkolonnen, wie sie auch in Südwestafrika das Borge hm des Ferndes begünstigten. Dabei darf man nicht übersehen, daß die Engländer die verflossenen Kriegsmönate dazu benutzt yal^n, zsuet Bakineil gegell das Kilrmaudscharogebiet vorzutreibeu, !u i Aerdurch für die Angrisfsttuppen besonders günstige
Verlpilttunr geschaffen und ihnen vor allen Dingen die Heran-
Dohna, mit der mich Seine Majestät empfing, und wie er mir seinen kaiserlichen Dank und seine Freude cnrSdrilckte, bewegte mich tief. Weiter erwähnte der Kapitän, daß er auch die Arinee des Kronprinzen vor Verdun gesehen habe. Diese Freudigkeit und Entschlossenheit, die er beiden Soldaten jeder Wafsi dort beobachtete, machte einen unauslöschlichen Eindruck ans ihn. Mit diesen herrlichen Truppen würden wir den Sieg erringen.
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Berlin, 17. Ndärz. (WTB.) Der verstärkte Stants- haushaltsansschiuß des Ab ge-or b n-etenya u ses hat den Gesetzentwurf betreffettd Erhöhung der Zuschläge zur E i n k o m m e n st euer und zur Ergänznngsstener mtt der Aenöernng an>g-ew.om men, -baß sich die Geltung ans das Etatsj-cchr 1Ä16 'beschränken soll, wäh!r<md die Regierungsvorlage die Gelttnrg des Gesetzes bis zum Beginn ÄeSsimigen Etatsjahres vorsieht. für das ein nach Friedensschkn.ß nrtt den europäischen Großmächten ausgestellter Staatshaushalt in Kraft ttete. Dementsprechend hat der Paragraph 2 der Vorlage folgende Fassnn.g erhalten: Aus dem Gesamt- cttlfkommen an Einkommensteuer und an Ergän^ungssteuer x[t ein Betrag von 100 Miällionen zu entnehmen und ^nr Deckung des Fehlbetrages des Etatjahres mH §n verwenden.
Berlin, 17. MärZ. (WTB.) Wie von zustäiidiger Seite mitgeteilt wird, besteht bei der Reichsregiernng die Absicht, die im Reichs schuld buch eingetragenen Beträge der bpr^entigen Kriegs an leihe n bei der Entrichtung der K r i e g s g e 'w i n n st e u e r ohne vorherige Umwandlung in Schuldverschreibungen zum Nennkvert in Zahlung KN neh^- men. Dies gilt auch! für die mit Sperre bis zum'15. April 1917 einzutragenden Schnldbuchzeichnungeil der vierten Kriegsanleihe. Die Benutzung des Schuwbuches empfiehlt
hm - l,< ^ r^ lC üröperen Arbeiten das im Thalia-Theater seine ttrmft'ührnn^ erlebte tninqt
Sitzungssaal" sind kom- die Vorzüge mid Nachteile dieser dichterischen Art' in der alcftckm osittonell diwchaus nrckft emivandfrer. svenn aucb ..Sm Siwmas- Mischamg und wunderlichen Gegms.ätzlichleit, swe sie cm
früheren Werken sickd hervorhebetr. Es ist nicht so ganz einfach,- den wftm der Handlung zu erfassen, obwohl der Francntansch,
saal eimge prachwoil üwbachtete Köpfe zu sehen find. E. Wie- den zeigt ern lebendig^ Bildnis eines Geistlichen und deii vor- znglich ansgesaßten Kopf des Wiener Dichters .Hermann Bahr Zß.ch. serne Studie „Im alten Kostüm" verdient Beachtung. Ein Stückchen werter über das impressronisttsch gegebene Bildnis von tialjv Anans sülftt die leicht expressionistisch aufgesaßte Kom- wn Grom-Rottm aper, „Tie Liebe", vielleicht das feinste Bild der ganzen Ailsstelümg. In zart abgeswfter Kontrast- wirkung ist das dnmpfe Rot des Mantels und das fahle Gelb m benr satten, leuchtenden Schwarz in dem Mewe der Acutter angesetzt, während die warmen Keischtöne mit ^farbig gesehenen Schatten aus der Farmen Harmonie svnnder- voll lebendig l-ervortreten. Ties bewirkt mit der vereinfachten Kompofttwn einen eigenattigen Stimtmingsreiz, dem man sich schw^ entziehen kann, um den .Kopf des Kindes etwas zu stark in dre Schultern gezogen und den Kops des Vtannes etwas zu plastisch ans der Fläckse hervor tretend, zu ftnden. Mit gutem arckütektoni-i schein Einpsindeu versucht Alexander Rot Hang ein Triptychon „UmHelena", das leider durch zeichnerische Fehler stark beein- ttäckftigt wird. Sein Bild „Faun unb Nixe" gewänne ohne die mäßigen ftgürlichen Beigaben bedeutend, währetid sein „Sttaud von Arpe" eine eindeutige Lösung der Berbindmig von Mens-cki und Landschaft findet und somit mich eine durch nichts beein^ trachtigte starke Wirkung auslöst. Als eigenartige Schöpfung sei noa.i das ganz dekorative, fein abgestufte, farbige Stitteben „Chi- nesrsche Nelk-eri" von S. Hampel erwähnt. Das merkwürdigste Werk der gmizen Ausstellung ist das Tafelbild von O Laske „Versuchung des ,lst. Antonius", das eine Fülle, teilsoeise vor- tresslich charakteirsierter Figürcbui in symbolische Gruppeii zwangloser Komposition über die Bildsläche verteilt.
Zwei farbige Linöleumschnitte von I. St ritz er und die sauberen, sehr sisi-ereic und wirkungsvollen Meistiftzeichnungen von A. Hönisch leiten zic den graphischen Arbeiten von Alfred Coßmann über, die eine reiche Fülle geistreicher Einfälle zu llemen, mchsterhafÄUi Kupfersticksieu verarb.it en. -Eilte bewunderns- scharfe Beobachttrug u7id Charakterisieruugsgäbe wird von im kleinsten Sttich sicherer Hmrd zu künstlerisch vollendeten Exlibris vereint. Kabinettstücke sind die Sticke zu Gvttsiied ltellers Novelle „Die gerechten Kornmacher".
Sehr smrkuwssreiche farbige Jllusttati-onen zu humorvollen Märchen Und >zugeiidsch-riften, die eine Freude jedes Kinderg^emütes sein müssen, beschließen die reichhaltig rmd wohlgelnngene Ausstellung, die zu einem Teil in den nächsten Tagen eine Ausivechse- lnng erfährt.
zz.
t.' | r r- t- ' vwuuuv u v- i u/iu. t 11 u/t jj UtLllUt
ymgrhni lassen kann. I. Jungwirth hat ein sonniges Bild
Eine Eulenberg-Urauffnhrung.
Ans Hamburg rvird uns geschrieben: Die Eigenart
Eulen bergs hält sich cms dem irencommittschen Gebiet rrach wie vor in denselben Formeri. Auch, sein nerves Stück „Der 6 rauen tausch", ein „Spiel" imt der Verfasser es bezeiclMet,
nachdem die Betestigten ibr-e Wes'ensver)vondtsck)afteri erkannt oder erfühlt haben, -ohne viel Umstände vor sich- geht. Wir sehen zwei Briwer. Der eine kehtt nach- larrger Abwesenheit als' Pilger, ideoler Sckswärmer ins Hans zurück und bringt ein ju.zendlicheS Weib vmi heiterrn kindlichern Sinn mit, das sich am Wege an ihn anschloß, aus Neigung für seine Ideen. Die Rückkehr geschieht um eine Zeit, Ivo die Frau des a-.iderert Bruders erblindet.. Zugleich begirnft nun das wechselseitige Einandersindeti der vier inn<nm Leute. Der Bruder., der die erblindete Frau sein eigen» nwttit. ein Mann der nüchternen sachlichen Arbeit tmd der kräftigen Lebensbejahung, fühlt sich zu -der Frau des Pilaers hirrgezogen, wal/reud dieser etne ststle, innerlich verbundene G-emeinschast mft der Blinden sucht, um ihr ftrhrerrd zicr Seite zu stehen. Die ersten drei Akte haben ein imi> denselben Schauplatz. Einen Junen raum, der schon in der dekorativen Ausschmückung das Romgntisch-e 'stark betont. Alur die .Handlung bewegt sich in reckt klarm. teck'-nischl süber geführten Linien vorwärts. Der Vater der Brüder, ein Geizhals und Sonderling, interessiert für eine Wieste att die parkeirdste Gestalt. Mft dem werten Akte indessen verwcm.delt sick d-'e Szene, und sogleick), geht die Handlung in ein possenhaftes Spiel über, das.,die grotesken Einfälle -der Eulenbergschen Romantik bmtt durcheinander mengt. Mit Selbstniordgelüsten wftd alleclsond Spott getrieben. Eine Schar von Bettlern wmmelt sich im Vordergrund der Frühlingslandschaft, und sie machen ihre Bemerkungeii über j-ene Bessereii, die gern geben, und jene Schlechten, die rftchts geben. Der Mond sch-webt endlich vom Himnrel lsierab, tritt an die Rampe Und wendet sich! in einem Epilog, in dem die Quintessenz des Ganzen gezoglni wird, ans Packlikum. Eulenberg ivitl zweiMos das Stück in seftien Hauptftguren und entscheidendini tieshalttgrit VorgÄigen rein symbolisch bettachtet nässen. Leider bringt er auch! alles sinnbstdlich zu Deiit-eiide mft in das verwirreird« wunderliche Spiel seiner Einfälle hinein, mtd was natürlich wirken sollte, bekommt das Gesicht des Unnatürlichen, Unnnrklichen.
Die d-ichftrische Sprache hebt rmrnehe schöne Stelle l>eriwr. Manchen giltcvi tiefen Gedanken von sittlich reifer Tenüeiiz lnmmt mcyi gern m sich auf, imd das eine oder andere szenisckg Bikft Prwft sich stärker ein. ?lber der Eindruck der ftrneren und äußeren Ges-cklossenheft in einheitlicher dramatischer, poetischer Form, läßt sich nicht gewimten.
Ueber die Aufführung selbst ist Nur das Beste zu sagen. Direktor Röbbel ing führte -die Regie. Der Beifall ärcherta sich- -am Schlüsse ans der einen größeren Seite in lauter begeisterter Anerkennuiig, auf der andern, schivächieren, ablehaeiid durch v'nein zelteS Zischeil. Die Darsteller wurden wiederholt gerüsen. DaS Publikum verlangte' Euleirberg zu sehen. Aber sein Bemühen tvar vergeblich A. L.


